DE19840682A1 - Mitnehmer zur Aufnahme einer Fensterscheibe - Google Patents
Mitnehmer zur Aufnahme einer FensterscheibeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Mitnehmer zur Aufnahme einer mittels eines Kraftfahrzeugfensterhebers verstellbaren Fensterscheibe, der mit dem Fensterheber verbindbar ist und der mindestens einen Halteschenkel aufweist, der mit der Fensterscheibe in Eingriff bringbar ist und sich dabei zumindest teilweise entlang einer Scheibenfläche erstreckt. Erfindungsgemäß ist der Mitnehmer (1) derart ausgebildet, daß auf den Halteschenkel (11, 12) bei Belastung der Fensterscheibe (20) mit einer Kraft (F) in Heberichtung (H) ein Drehmoment in Richtung auf die Scheibenfläche (21, 22) wirkt.
Description
Die Erfindung betrifft einen Mitnehmer zur Aufnahme einer
mittels eines Kraftfahrzeugfensterhebers verstellbaren Fen
sterscheibe.
Ein solcher Mitnehmer ist aus der DE 44 34 589 A1 bekannt.
Der bekannte Mitnehmer umfaßt ein Paar elastisch spreizba
rer Backen, die mit dem Grundkörper des Mitnehmers verbun
den sind. Zum Einführen einer Fensterscheibe in den Mitneh
mer werden die Backen nach außen abgespreizt. Nach dem
Einführen der Fensterscheibe legen sich die Backen an diese
an; dabei geraten sie in formschlüssigen Eingriff mit einem
Loch in der Fensterscheibe oder einem an der Fensterscheibe
befestigten Formschlußelement.
Der bekannte Mitnehmer hat den Nachteil, daß beim Auftreten
großer Kräfte in Heberichtung des Fensters, z. B. in einem
Crash-Fall, die Backen des Mitnehmers zum Aufspreizen
neigen. Dadurch besteht die Gefahr, daß sich die Fenster
scheibe aus dem Mitnehmer löst.
Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, einen
Mitnehmer der eingangs genannt Art zu schaffen, der auch
beim Auftreten großer Kräfte in Heberichtung der Fenster
scheibe diese sicher halten kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Mitnehmer
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Danach ist vorgesehen, den Mitnehmer derart auszubilden,
daß auf diesen bei einer Belastung der Fensterscheibe mit
einer Kraft in Heberichtung ein Drehmoment wirkt, das den
mindestens einen in Eingriff mit der Fensterscheibe befind
lichen Halteschenkel des Mitnehmers in Richtung auf die
Scheibenoberfläche drückt. Dies wird insbesondere durch
eine geeignete Ausbildung und Anbindung des Halteschenkels
an dem Grundkörper des Mitnehmers ermöglicht.
Die Erfindung beruht auf der überraschenden Erkenntnis, daß
die Sicherung der Fensterscheibe gegen ein Herausgleiten
aus dem Mitnehmer ohne aufwendige zusätzliche Bauelemente
erreicht werden kann, indem die Kraft, die auf die Fenster
scheibe wirkt und die die Loslösung der Fensterscheibe
hervorzurufen droht, genutzt wird, um die Verbindung von
Fensterscheibe und Mitnehmer zu festigen. Dem liegt das
Prinzip zugrunde, welches auch bewirkt, daß bei einer
Schere die Schneiden geschlossen sind, wenn sie vertikal an
ihren Griffen aufgehängt wird.
Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, daß aufgrund
der beanspruchten Ausbildung des Mitnehmers die Kraft, mit
der die Scheibe in dem Mitnehmer gehalten wird, umso größer
wird, je größer die Kraft ist, die in Heberichtung auf die
Fensterscheibe wirkt. Denn letztere Kraft ruft ja das
Drehmoment hervor, durch das der Mitnehmer zur Festigung
der Verbindung in Richtung auf die Scheibenfläche gedrückt
wird.
Die Scheibe wird demnach in dem Mitnehmer bis zu sehr hohen
Abzugskräften sicher gehalten. Die Grenze liegt erst bei
solchen Kräften, die zur Zerstörung des Mitnehmers führen
würden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der
Halteschenkel des Mitnehmers im wesentlichen quer zur Schei
benebene verschwenkbar und dabei formschlüssig mit der Fen
sterscheibe in Eingriff bringbar.
Der formschlüssige Eingriff kann insbesondere dadurch herge
stellt werden, daß der Halteschenkel einen Anschlag auf
weist, der sich derart an einer Gegenfläche der Fenster
scheibe abstützt, daß ein Herausgleiten der Fensterscheibe
aus dem Mitnehmer in Heberichtung verhindert wird.
Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird der Mitnehmer
derart ausgebildet, daß die Schwenkbewegung des Halteschen
kels im wesentlichen einer Bewegung um einen fiktiven
Schwenkbereich entspricht, der von dem entlang der Fenster
scheibe verlaufenden Abschnitt des Halteschenkels aus
gesehen hinter einer durch einen Kraftangriffspunkt des
Anschlags an der Gegenfläche und parallel zur Verschiebeebe
ne der Fensterscheibe verlaufenden Ebene angeordnet ist.
Der Schwenkbereich kann dabei sowohl durch eine gewöhnliche
Schwenkachse als auch durch einen Abschnitt des Mitnehmers
mit verminderter Materialstärke gebildet werden.
Dabei kann vorgesehen sein, daß der Halteschenkel einen Ver
bindungsabschnitt aufweist, der von dem entlang der Fenster
scheibe verlaufenden Abschnitt des Halteschenkels aus
gesehen hinter der vorstehend genannten Ebene mit dem
Grundkörper des Mitnehmers verbunden ist.
Wenn der Mitnehmer in üblicher Weise zur Aufnahme der Fen
sterscheibe im Bereich der unteren Scheibenkante vorgesehen
ist, dann kann der Verbindungsabschnitt des Halteschenkels
unterhalb der unteren Scheibenkante an dem Grundkörper des
Mitnehmers abgestützt sein.
Dabei kann sich der Halteschenkel unterhalb der unteren
Scheibenkante derart an einem Gegenstück des Mitnehmers
abstützen, daß er um dieses Gegenstück herum verschwenkbar
ist. Ferner ist der Halteschenkel vorzugsweise verliersi
cher an dem Gegenstück des Mitnehmers eingehängt.
Der Anschlag am oberen Ende des Halteschenkels des Mitneh
mers ist vorzugsweise als ein hakenförmiges Element ausge
bildet, das in eine ihm zugeordnete Öffnung der Fenster
scheibe hineinragt oder sich an einer von der Fensterschei
be abstehenden Gegenfläche abstützt. Diese Gegenfläche kann
einerseits durch ein Bauelement gebildet werden, das in
eine Öffnung der Fensterscheibe eingesteckt ist oder durch
ein Bauelement, das auf die Fensterscheibe aufgeklebt ist.
Der Mitnehmer kann auf der dem Halteschenkel gegenüberlie
genden Seite einen starren Mitnehmerabschnitt aufweisen,
der an der Fensterscheibe anliegt. Alternativ kann der
Mitnehmer zwei Halteschenkel aufweisen, die mit einander
gegenüberliegenden Seitenflächen der Fensterscheibe in
Eingriff bringbar sind, wobei jeder Halteschenkel derart
ausgebildet ist, daß auf ihn bei Belastung der Fensterschei
be mit einer Kraft in Heberichtung ein Drehmoment wirkt,
das den Halteschenkel in Richtung auf die Scheibenfläche
drückt.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kreuzen
sich die beiden Halteschenkel des Mitnehmers und bilden
dabei eine U-förmige Aufnahme für die untere Scheibenkante.
Der Halteschenkel selbst besteht vorzugsweise aus einem ela
stisch verformbaren Material und ist verschwenkbar oder
biegbar mit dem Grundkörper des Mitnehmers verbunden.
Weitere Vorteile der Erfindung werden sich bei der nachfol
genden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Figuren ergeben.
Es zeigt:
Fig. 1a, b - eine erste Ausführungsform des erfindungsge
mäßen Mitnehmers mit zwei verschwenkbaren
Halteschenkeln;
Fig. 2a, b - eine zweite Ausführungsform des erfindungsge
mäßen Mitnehmers mit zwei verschwenkbaren
Halteschenkeln;
Fig. 3 - eine dritte Ausführungsform des erfindungsge
mäßen Mitnehmers mit zwei verschwenkbaren
Halteschenkeln;
Fig. 4 - eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Mitnehmers mit nur einem verschwenkbaren
Halteschenkel.
In Fig. 1a ist in einer Seitenansicht ein Mitnehmer 1 dar
gestellt, in den eine Fensterscheibe 20 eingesetzt ist.
Der Mitnehmer 1 umfaßt zwei Halteschenkel 11, 12, die über
jeweils einen Verbindungsabschnitt 31 bzw. 32 mit dem Grund
körper 2 des Mitnehmers 1 verbunden sind. Der Halteschen
kel 11 wird dabei in Fig. 1b zusätzlich separat gezeigt.
In ihrem oberen Abschnitt 13 weisen die beiden Halteschen
kel 11, 12 jeweils einen hakenförmigen Anschlag 14 auf, der
sich an einer quer zur Heberichtung H verlaufenden Gegenflä
che 26 der Fensterscheibe 20 abstützt. Die Hebefläche 26
wird dabei durch einen Bolzen 25 gebildet, der in eine
Öffnung 24 der Fensterscheibe 20 eingesteckt ist.
Die beiden Verbindungsbereiche 31, 32, über die die Halte
schenkel 11, 12 mit dem Grundkörper 2 des Mitnehmers 1
verbunden sind, zeichnen sich durch eine vergleichsweise
geringe Materialstärke aus. Die beiden Verbindungsabschnit
te 31, 32 des vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden
Mitnehmers 1 sind daher hinreichend elastisch, um Schwenkbe
reiche AI zu bilden, um die die Halteschenkel 11, 12 ver
schwenkt werden können. Mit anderen Worten ausgedrückt, die
Halteschenkel 11, 12 lassen sich von der ihnen zugeordneten
Scheibenoberfläche 21 bzw. 22 wegschwenken, indem die
Verbindungsabschnitte 31 bzw. 32 elastisch verformt werden.
Dies ist beispielsweise erforderlich, wenn die Fensterschei
be 20 entgegen der Heberichtung H in den Mitnehmer 1 einge
führt wird.
Es handelt sich hierbei lediglich um einen fiktiven Schwenk
bereich A1, da keine tatsächliche Schwenkbewegung der Halte
schenkel 11, 12 um eine Achse stattfindet. Vielmehr wird
durch die elastische Ausbildung der Halteschenkel 11, 12 in
ihren unteren Abschnitten 31 bzw. 32 ein Verbiegen der Hal
teschenkel 11, 12 ermöglicht, das im wesentlichen einer
Schwenkbewegung der Halteschenkel 11, 12 um den Schwenkbe
reich A1 entspricht.
Die Besonderheit bei der Ausgestaltung des Mitnehmers 1
liegt nun darin, daß die Schwenkbereiche A1 derart angeord
net sind, daß auf die Halteschenkel 11, 12 ein Drehmoment
wirkt, das sie gegen die ihnen zugeordnete Scheibenoberflä
che 21 bzw. 22 drückt, wenn auf die Fensterscheibe 20 eine
Kraft F in Heberichtung H ausgeübt wird.
Dies ist darauf zurückzuführen, daß der dem Halteschen
kel 11 zugeordnete Verbindungsabschnitt 31 und der dem Hal
teschenkel 12 zugeordnete Verbindungsabschnitt 32 jeweils -
von dem Halteschenkel 11 bzw. 12 aus gesehen - jenseits der
Ebene E1 bzw. E2 verlaufen. Die Ebenen E1 bzw. E2 sind
dabei dadurch definiert, daß sie jeweils parallel zu einer
Scheibenoberfläche 21 bzw. 22 durch einen Kraftangriffs
punkt 15 verlaufen, in dessen Umgebung der hakenförmige
Anschlag 14 des jeweiligen Mitnehmers 11 bzw. 12 an der ihm
zugeordneten Gegenfläche 26 des Bolzens 25 angreift.
Mit anderen Worten ausgedrückt erstreckt sich der von dem
Anschlag 14 zu dem Schwenkbereich A1 verlaufende Abschnitt
des jeweiligen Halteschenkels 11, 12 zunächst im wesentli
chen entlang der Scheibenfläche 21, 22 in Richtung der
Scheibenunterkante 28 und verläuft dann unterhalb der Schei
benunterkante 28 quer zur Scheibenfläche 21, 22 hin zum
zugehörigen Schwenkbereich A1, der jeweils auf der der Fen
sterscheibe 20 zugewandten Seite E1i, E2i der entsprechen
den Ebene E1, E2 angeordnet ist. Der Schwenkbereich A1
befindet sich also nicht, wie im Stand der Technik üblich,
auf der der Fensterscheibe 20 abgewandten Seite E1a, E1b
der Ebene E1 bzw. E2.
Die beiden Halteschenkel 11, 12 kreuzen sich demnach unter
halb der unteren Scheibenkante 28 und bilden dabei oberhalb
des Kreuzungspunktes eine U-förmige Aufnahme für die Fen
sterscheibe 20 und unterhalb des Kreuzungspunktes Schwenkbe
reiche A1.
Wirkt auf die Fensterscheibe 20 eine Kraft F in Heberich
tung H, so wird diese Kraft im Bereich der Kraftan
griffspunkte 15 auf die Halteschenkel 11 und 12 des Mitneh
mers 1 übertragen. Aufgrund der oben beschriebenen Ausbil
dung des Mitnehmers hat dies ein auf die Halteschenkel 11
und 12 wirkendes Drehmoment zur Folge, durch das die Halte
schenkel 11, 12 aufeinander zubewegt werden, so daß jeder
Halteschenkel 11, 12 gegen die ihm zugeordnete Scheibenober
fläche 21 bzw. 22 gedrückt wird. Es liegt hier das gleiche
Prinzip zugrunde, das auch das Zusammenklappen einer Schere
bewirkt, die an ihren Griffen vertikal aufgehängt wird.
Je stärker also die Kraft F ist, die in Heberichtung H auf
die Fensterscheibe 20 wirkt, desto größer ist auch das
Drehmoment, durch das die Halteschenkel 11, 12 gegen die
Scheibenoberflächen 21 bzw. 22 gedrückt werden. Dies hat
zur Folge, daß die formschlüssige Verbindung zwischen dem
Mitnehmer 1 und der Fensterscheibe 20 über die Halteschen
kel 11, 12 und den Bolzen 25 gestärkt wird.
Es handelt sich also um einen "selbstspannenden" Mitnehmer,
der die Kräfte, die eine Loslösung der Scheibe aus dem
Mitnehmer bewirkten könnten, dazu nutzt, um die Verbindung
zwischen Mitnehmer und Fensterscheibe zu stärken.
Dadurch kann die Fensterscheibe 20 auch bei sehr starken
Belastungen in Heberichtung H (z. B. im Crash-Fall) von dem
Mitnehmer 1 sicher gehalten werden.
Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung, die auf dem vor
stehend beschriebenen Prinzip beruhen, sind in den Fig.
2 bis 4 dargestellt.
Bei der Beschreibung dieser Figuren wird jeweils nur auf
die Merkmale besonders eingegangen, durch die sich das
jeweilige Ausführungsbeispiel von dem anhand Fig. 1 erläu
terten Beispiel unterscheidet.
In Fig. 2a ist ein Mitnehmer 1 in Seitenansicht darge
stellt, dessen Grundkörper einen unteren Abschnitt 2 und
einen oberen Abschnitt 2' aufweist. Der untere Abschnitt 2
des Grundkörpers dient dabei der Verbindung des Mitnehmers
mit einem Fensterheber, während der obere Abschnitt 2' des
Grundkörpers die Fensterscheibe 20 im Bereich ihrer Unter
kante 28 umfaßt.
Zwischen dem unteren Abschnitt 2 und dem oberen
Abschnitt 2' des Grundkörpers ist eine Aussparung vorgese
hen, in die ein mit Hinterschnitten versehenes Gegenstück 5
des Mitnehmers 1 hineinragt. An diesem Gegenstück 5 sind
die beiden Halteschenkel 11, 12 des Mitnehmers 1 unterhalb
der unteren Scheibenkante 28 verliersicher eingehängt.
Der Halteschenkel 11 ist der besseren Übersichtlichkeit
halber zusätzlich separat in Fig. 2b dargestellt.
Die beiden Halteschenkel 11, 12, die sich unterhalb der
unteren Scheibenkante 28 und des Gegenstücks 5 kreuzen,
sind in ihren unteren Abschnitten 33 federelastisch ausge
bildet und unter Vorspannung in die Aussparung zwischen dem
oberen Abschnitt 2' und dem unteren Abschnitt 2 des Grund
körpers des Mitnehmers 1 eingesetzt.
Die beiden Halteschenkel 11, 12 sind daher jeweils um einen
Schwenkbereich A2 verschwenkbar, der unterhalb der Schei
benunterkante 28 in der Umgebung des Gegenstücks 5 gebildet
ist.
Es handelt sich hierbei um einen konstruktiven Schwenkbe
reich, wobei keine tatsächliche Schwenkbewegung der Halte
schenkel 11, 12 um eine ideale Achse stattfindet. Vielmehr
wird durch die elastische Ausbildung der Halteschenkel 11,
12 in ihren unteren Abschnitten 33 ein Verbiegen der Halte
schenkel 11, 12 ermöglicht, das im wesentlichen einer
Schwenkbewegung der Halteschenkel 11, 12 um den Schwenkbe
reich A2 entspricht.
Auch bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist der
Schwenkbereich A2 von dem jeweiligen Halteschenkel 11, 12
aus gesehen hinter den Ebenen E1 bzw. E2 angeordnet, so daß
es sich auch hier um einen "selbstspannenden Mitnehmer" der
anhand Fig. 1 beschriebenen Art handelt.
Auch bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
der Erfindung weist der Grundkörper des Mitnehmers einen
unteren Abschnitt 2 und einen oberen Abschnitt 2' auf, die
durch eine Aussparung voneinander getrennt sind.
In dieser Aussparung ist unterhalb der unteren Scheibenkan
te 28 eine Lagerstelle vorgesehen, die eine Schwenkachse
A3 für die Halteschenkel 11, 12 des Mitnehmers 1 bildet.
Bei diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung kommt die Aus
bildung der Halteschenkel 11, 12 insofern einer Schere am
nächsten, als diese um eine tatsächliche Achse A3
verschwenkbar sind, an der sie mit ihren unteren Abschnit
ten 35 angelenkt sind.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Mitnehmers 1 bewirkt eine Kraft F in Heberichtung H der
Fensterscheibe, die über die Kraftangriffspunkte 15 an den
Halteschenkeln 11, 12 des Mitnehmers 1 angreift, daß sich
die beiden Halteschenkel 11, 12 aufeinander zubewegen.
Dadurch wird der formschlüssige Eingriff zwischen dem
Mitnehmer 1 und der Fensterscheibe 20 über die Halteschen
kel 11, 12 und den Bolzen 25 verstärkt.
Der in Fig. 4 dargestellte Mitnehmer 1 unterscheidet sich
von den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen der
Erfindung dadurch, daß er lediglich einen verschwenkbaren
Halteschenkel 11 aufweist.
Der obere Abschnitt 13 des Halteschenkels 11 weist einen ha
kenförmigen Anschlag 14 auf, der sich an einer durch einen
Bolzen 25 gebildeten Gegenfläche 26 der Fensterscheibe 20
abstützt.
Der Halteschenkel 11 ist unterhalb der Scheibenunterkan
te 28 über einen Verbindungsabschnitt 34 von geringer Mate
rialstärke mit dem Grundkörper 2 des Mitnehmers 1 verbun
den. Dieser Verbindungsabschnitt 34 bildet einen Schwenkbe
reich A4, der von dem Halteschenkel 11 aus gesehen jenseits
der Fensterscheibe 20 angeordnet ist. Somit weist der
Halteschenkel 11 des vorliegenden Ausführungsbeispiels den
gleichen Aufbau auf wie der in Fig. 1 dargestellte Halte
schenkel 11.
Allerdings ist in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 dem
Halteschenkel 11 kein zweiter Halteschenkel auf der gegen
überliegenden Seite der Fensterscheibe 20 zugeordnet.
Vielmehr erstreckt sich dort ein starrer Mitnehmerab
schnitt 9, der an der dem Halteschenkel 11 abgewandten Sei
tenfläche 22 der Fensterscheibe 20 anliegt.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist also nur ein
Halteschenkel 11 vorgesehen, der im Fall einer Belastung
der Fensterscheibe 20 mit einer Kraft F in Heberichtung H
zu der ihm zugeordneten Scheibenfläche 21 hin bewegt wird
und dadurch einen sicheren formschlüssigen Eingriff zwi
schen dem Mitnehmer 1 und der Fensterscheibe 20 über den
hakenförmigen Anschlag 14 und dem Bolzen 25 gewährleistet.
Der starre Mitnehmerabschnitt 9 dient dabei lediglich als
Widerlager.
Zusammenfassend zeichnen sich sämtliche vorbeschriebenen
Ausführungsbeispiele der Erfindung dadurch aus, daß bei
Belastung der Fensterscheibe mit einer Kraft F in Heberich
tung H auf mindestens einen Halteschenkel des Mitnehmers
ein Drehmoment wirkt, das dem Herausrutschen der Fenster
scheibe aus dem Mitnehmer entgegenwirkt.
Claims (20)
1. Mitnehmer zur Aufnahme einer mittels eines Kraftfahrzeug
fensterhebers verstellbaren Fensterscheibe, der mit dem
Fensterheber verbindbar ist und der mindestens einen
Halteschenkel aufweist, der mit der Fensterscheibe oder
einem mit der Fensterscheibe verbundenen Bauelement in
Eingriff bringbar ist und sich dabei zumindest teilweise
entlang einer Scheibenfläche erstreckt,
gekennzeichnet durch
eine derartige Ausbildung des Mitnehmers (1), daß auf
den Halteschenkel bei Belastung der Fensterscheibe (20)
mit einer Kraft (F) in Heberichtung (H) ein Drehmoment
in Richtung auf die Scheibenfläche (21) wirkt.
2. Mitnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Halteschenkel (11, 12) einen Anschlag (14) aufweist,
der sich derart an einer der Fensterscheibe (20) zugeord
neten Gegenfläche (26) abstützt, daß ein Herausgleiten
der Fensterscheibe (20) aus dem Mitnehmer (1) in Hebe
richtung (H) verhindert wird.
3. Mitnehmer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bewegung des Halteschenkels (11, 12) unter einer
parallel zur Heberichtung H wirkenden Kraft F im wesent
lichen einer Bewegung um einen Schwenkbereich (A1, A2,
A3, A4) entspricht, der von dem entlang der Fensterschei
be (20) verlaufenden Abschnitt (13) des Halteschenkels
(11, 12) aus gesehen hinter einer durch einen Kraftan
griffspunkt (15) des Anschlags (14) an der Gegenflä
che (26) und parallel zur Verschiebeebene der Fenster
scheibe (20) verlaufenden Ebene (E1, E2) angeordnet ist.
4. Mitnehmer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der von dem Anschlag (14) zu dem Schwenkbereich (A1, A2,
A3, A4) verlaufende Abschnitt des Halteschenkels (11,
12) sich zunächst im wesentlichen entlang der Scheiben
fläche (21, 22) in Richtung der Scheibenunterkante (28)
erstreckt und unterhalb der Scheibenunterkante (28) mit
einer Komponente quer zur Scheibenfläche (21, 22) zum
Schwenkbereich (A1, A2, A3, A4) hin verläuft, wobei der
Schwenkbereich (A1, A2, A3, A4) auf der der Fensterschei
be (20) zugewandten Seite (E1i, E2i) der jeweiligen
Ebene (E1, E2) angeordnet ist.
5. Mitnehmer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schwenkbereich (A3) durch eine Schwenkachse gebildet
wird.
6. Mitnehmer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schwenkbereich (A1, A2, A4) durch einen Ab
schnitt (31, 32, 33, 34) des Mitnehmers (1) mit vermin
derter Materialstärke gebildet wird.
7. Mitnehmer nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Halteschenkel (11, 12) einen Ver
bindungsabschnitt (31, 32) aufweist, der von dem entlang
der Fensterscheibe (20) verlaufenden Abschnitt (13) des
Halteschenkels (11, 12) aus gesehen hinter der Ebe
ne (E1, E2) mit dem Grundkörper (2) des Mitnehmers (1)
verbunden ist.
8. Mitnehmer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich
net, daß der Halteschenkel (11, 12) einen Verbindungsab
schnitt (33) aufweist, der unterhalb der unteren Schei
benkante (28) an dem Grundkörper (2) des Mitnehmers (1)
abgestützt ist.
9. Mitnehmer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich
net, daß sich der Halteschenkel (11, 12) unterhalb der
unteren Scheibenkante (28) derart an einem Gegen
stück (5) des Mitnehmers (1) abstützt, daß der Halte
schenkel (11, 12) um dieses Gegenstück (5) herum ver
schwenkbar ist.
10. Mitnehmer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Halteschenkel (11, 12) unterhalb der unteren Schei
benkante (28) an dem Gegenstück (5) des Mitnehmers (1)
formschlüssig eingehängt ist.
11. Mitnehmer nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlag in eine Öffnung der
Fensterscheibe hineinragt.
12. Mitnehmer nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß sich der Anschlag (14) an einer von
der Fensterscheibe (20) abstehenden Gegenfläche (26)
abstützt, die vorzugsweise durch einen Bauelement (25)
gebildet wird, das in eine Öffnung (24) der Fenster
scheibe (20) eingesteckt ist und/oder das auf die Fen
sterscheibe (20) aufgeklebt ist.
13. Mitnehmer nach Anspruch einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Halteschenkel (11,
12) im wesentlichen quer zur Scheibenebene verschwenk
bar ist.
14. Mitnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er formschlüssig mit der
Fensterscheibe (20) in Eingriff bringbar ist.
15. Mitnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (1) einen
starren Mitnehmerabschnitt (9) aufweist, der an der dem
Halteschenkel (11) abgewandten Seitenfläche (22) der
Fensterscheibe (20) anliegt.
16. Mitnehmer nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (1) zwei Halteschen
kel (11, 12) aufweist, die paarweise auf einander gegen
überliegenden Seiten (21, 22) der Fensterscheibe (20)
angeordnet sind.
17. Mitnehmer nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die beiden Halteschenkel (11, 12) unterhalb der
Scheibenunterkant (28) kreuzen.
18. Mitnehmer nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeich
net, daß die beiden Halteschenkel (11, 12) eine im
wesentlichen U-förmige Aufnahme für eine Scheibenkan
te (28) bilden.
19. Mitnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Halteschenkel (11, 12)
aus einem elastisch verformbaren Material besteht.
20. Mitnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Halteschenkel (11, 12)
verschwenkbar mit dem Grundkörper (2) des Mitneh
mers (1) verbunden ist.
Priority Applications (7)
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|---|---|---|---|
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| ES99952407T ES2207969T3 (es) | 1998-08-26 | 1999-08-13 | Piton de arrastre para recibir una ventanilla. |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19840682A DE19840682A1 (de) | 1998-08-26 | 1998-08-26 | Mitnehmer zur Aufnahme einer Fensterscheibe |
Publications (1)
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Family
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Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19840682A Withdrawn DE19840682A1 (de) | 1998-08-26 | 1998-08-26 | Mitnehmer zur Aufnahme einer Fensterscheibe |
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|---|---|---|---|
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| US4949509A (en) * | 1989-06-12 | 1990-08-21 | Gold Peter N | Automotive window mounting assembly |
| US5069010A (en) * | 1990-11-01 | 1991-12-03 | Doralco, Inc. | Glass door or partition support rail |
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| DE29503036U1 (de) * | 1995-02-23 | 1995-04-20 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co Kg, 96450 Coburg | Vorrichtung zum Verbinden einer Fensterscheibe mit einem Fensterheber |
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-
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |