DE2452535C3 - Rotorkopf für Drehflügelflugzeuge mit mindestens zwei einander gegenüberliegend angeordneten Rotorblättern - Google Patents
Rotorkopf für Drehflügelflugzeuge mit mindestens zwei einander gegenüberliegend angeordneten RotorblätternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rotorkopf für Drehflügelflugzeuge mit mindestens zwei einander gegenüberliegend
angeordneten Rotorblättern, die miteinander verbunden sind und im Bereich der Verbindung an zwei
in der Rotorebene im Abstand voneinander befindlichen Stellen an der Rotornabe gelagert sind.
Ein solcher Rotorkopf ist aus der britischen Patentschrift 12 05 757 bekannt. Dabei ist aber die
Verbindung zwischen den mindestens zwei gegenüberliegenden Rotorblättern nicht einteilig ausgeführt, denn
die Rotorblätter sind mit Anschlußelementen an Universallagern angeordnet, zwischen welchen bezüglich
einander gegenüberliegender Rotorblätter voneinander mit Abstand angeordnete flexible Streifen
angeordnet sind. Eines der Universallager ist darüber hinaus auch noch in Längsachse der Rotorblätter
verlagerbar. Hierdurch entsteht eine Torsionsbeanspruchungen im mittleren Bereich ausgesetzte Verbindung.
Die in dieser Verbindung angeordneten flexiblen Streifen müssen besonders an den Universallagern
befestigt werden. Sie sind im übrigen erheblicher Beanspruchung ausgesetzt, weil die Universallager die
Verwindungsmomente durchleiten. Die Anwendung
ίο von besonderen Universalgelenken erhöht im übrigen
den baulichen Aufwand und damit auch das Gewicht der Rotornabe.
Aus der US-PS 28 45 131 ist bekannt, eine durchgehende
Verbindung zwischen zwei Rotorblättern vorzusehen. Diese Verbindung besteht aber in der bekannten
Ausführung aus Blattfederschichtungen oder Kabeln, die in der Nabe durchgehend eingeklemmt sind.
Dadurch sind innerhalb der Nabe keine Anpassungen an Belastungen möglich, so daß eine erhebliche Beanspruchung
auftritt, wobei insbesondere Scherkräfte an den Enden der Einspannungen und hohe Biegemomente
auftreten, selbst wenn die Eintrittsöffnungen aufgeweitet sind. Die an dieser Stelle auftretenden Wechselbelastungen
sind besonders nachhaltig.
Aus der US-PS 36 69 566 ist die Befestigung von Rotorblättern durch in Kunststoff eingebettete Glasfasern
bekannt, wobei es sich hier um in Verlängerung der Rotorblätter angeordnete Teile handelt, die nur zur
Lagerung an der Nabe dienen.
JO Rotorköpfe für Drehflügelflugzeuge mit Rotorblättern
werden vorzugsweise drehlager- und drehzapfenfrei ausgelegt, da solche Anordnungen sonst einen
erhöhten Wartungsbedarf erfordern und potentielle Gefahrenquellen für die Betriebssicherheit darstellen.
J5 Die gelenkfreien Rotorblattbefestigungen bekannter
Ausführungen unterliegen hohen Biegemomenten an der Nabe, so daß starke Schwingungen auftreten
können. Kardanisch gelagerte oder angelenkte Rotorblätter benötigen in bekannten Ausführungen aber
Drehzapfen oder Lager bzw. die erwähnten biegsamen Verbindungsstücke mit dem Nachteil einer möglichen
Verwindung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rotorkopf der eingangs angegebenen Art dahingehend
zu verbessern, daß die Beanspruchung der Verbindung zweier einander gegenüberliegend angeordneter Rotorblätter
herabgesetzt wird und somit eine leichtere Ausführung der Rotornabe bei guten Festigkeitseigenschaften
erreicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Blattverbindungselement biegsam und einstükkig
ausgebildet und an den beiden Lagerstellen der Rotornabe derart eingespannt ist, daß es im Bereich
zwischen den beiden Lagerstellen in einer die Rotorachse enthaltenden Ebene Biegebewegungen
ausführen kann. Hierdurch ist es möglich, den Teil des Blattverbindungselementes zwischen den Lagerstellen
von Verwindungsmomenten freizuhalten. Dadurch können auch die Befestigungselemente kontrolliert und
bo eine optimale Ausrichtung der Nabe erreicht werden.
Biegebewegungen des Blattverbindungselementes sind zwischen den Lagerstellen möglich. Daher entspricht
der Rotorblatt-Wurzelbereich mit dem Blattverbindungselement einem mit einer Feder gekoppelten
Gelenk.
Es wird bevorzugt, daß für die Einspannung des
Blattverbindungselementes zusammenspannbare elatomere
Auflagerkissen vorgesehen sind. Hierdurch
wird eine Aufnahmefähigkeit von Drehbewegungen der Rotorblätter an den Einspannpunkten erreicht, wobei
zugleich durch die Auflagerkissen eine Sperre gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Feuchtigkeit hergestellt
wird, so daß die Rotornabe vor Beschädigungen geschützt bleibt
Gemäß einer einfachen, vorteilhaften Ausführungsform sind eine obere und eine untere Nabenplatte
vorgesehen, die an mit Abstand voneinander angeordneten Rändern vortretende Flansche aufweisen, an
denen die Auflagerkissen angeordnet sind, wobei das Verbindungselement zwischen diesen Flanschen que:-
schnittsverricgert ausgeführt ist Dadurch wird eine besonders günstige Festlegung erreicht
Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform sind zur Einspannung des Blattverbindungselementes
langgestreckte Befestigungselemente vorgesehen, die sich quer zur Längsachse der Rotorblätter erstrecken
und um ihre Längsachse eine Torsionsbiegefähigkeit aufweisen, die Verwindungen der Befestigungselemente
und Verdrehungen des Verbindungselementes um die jeweilige Längsachse der Befestigungselemjnte zulassen.
Auch dadurch ergibt sich eine wesentliche Verbesserung gegenüber bekannten Ausführungen.
Zweckmäßig sind dabei die langgestreckten Befestigungselemente aus in Epoxiharz eingebetteten Glasfasern
hergestellt. Einbezogen wird vorteilhaft, daß die langgestreckten Befestigungselemente aus Streifen, die
im Querschnitt zu einem X-förmigen Profil zusammengesetzt sind, und einer die Hohlräume des X-förmigen
Profils an den Enden und im Verbindungsbereich mit dem biegsamen Verbindungsstück ausfüllenden Epoxiharzmasse
bestehen. Dadurch ergeben sich in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Rotorkopfausführung
und Lagerung von Blattverbindungselementen günstige Wirkungen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen erläutert, die in der Zeichnung
dargestellt sind. In dieser zeigen
Fig. IA, IB und IC schematisch einen Biegemomentenverlauf
in einem biegsamen Blattverbindungselement, welches Rotorblätter eines Drehflügelflugzeuges
miteinander verbindet, und zwar entsprechend bekannten Ausführungen und entsprechend der erfindungsgemäßen
Lösung zu deren Erläuterung,
Fig.2 eine Ausführung, in welcher ein zur Verbindung
der Rotorblätter dienendes Blattverbindungselement in elastomeren Auflagerkissen zwischen mit
Abstand zueinander angeordneten Einspanngliedern befestigt ist,
Fig. 3A und 3B Darstellungen eines Durchbiegungsverlaufes und eines Biegemomentenverlaufs an einem
Blattverbindungselement für zwei unterschiedliche Biegezustände,
Fig.4 eine perspektivische Teildarstellung einer bevorzugten Ausführungsform, in der das die Rotorblätter
miteinander verbindende Blattverbindungstlement zwischen zwei einen gegenseitigen Abstand voneinander
aufweisenden Befestigungselementen durchgeführt ist,
Fig. 5A und 5B Stirnansichten entsprechend den Pfeilen V- Vin F i g. 4 zur Erläuterung des Aufbaues der
in der Ausführung nach Fig.4. verwendeten Befestigungselemente,
F i g. 6 eine Explosionsdarstellung einer bevorzugten Ausführungsform.
Fig. IA zeigt ein biegsames Blattverbindungselement 10, das an seinem rechten Ende zur Befestigung
eines hier nicht dargestellten Rotorblattes beispielsweise eines Hubschrauberrotors dient Das entgegengesetzte
Ende des Blattverbindungjelements 10 ist
zwischen zwei Nabenplatten 12 und 14 zwischengelegt, welche ihrerseits an dem Rotorkopf eines Hubschraubers
oder eines Drehflügel-Flugzeugs anderer Ausführung befestigt sind. Das Blattverbiridungselement 10
trägt an seinem anderen Ende auf der anderen Seite der Nabenplatten 12 und 14 ein hier nicht dargestelltes
ίο zweites Rotorblatt Die mit dem Bezugszeichen 16 in
Fig. IA bezeichnete Kurve stellt den Verlauf des tatsächlichen oder effektiven Biegemomentes in Abhängigkeit
von dem Abstand von Punkt A dar. Die Gerade 18 ist das Höchstbiegemoment M0, und die Gerade 20
zeigt das zulässige Biegemoment unter Berücksichtigung der Einflüsse statischer Belastungen, wie z. B.
statischer Durchbiegung und statischer Verwindung, sowie aufgrund von Zentrifugalkräften. Dazu ist zu
bemerken, daß das zulässige Biegemoment sehr leicht überschritten wird, insbesondere im Verbindungsbereich
zwischen Blattverbindungselement und Nabenplatten.
F i g. 1B zeigt eine gegenüber F i g. 1A abgewandelte
Anordnung, bei welcher das Blattverbindungselement 10 eine bestimmte Profilgebung aufweist, indem seine
Dicke im Bereich der Nabenplatten 12 und 14 vergrößert und ein sich daran anschließender Verjüngungsbereich
22 vorgesehen ist. Die Kurve 16 zeigt wiederum das effektive Biegemoment, und die Geraden
jo 18 und 20 das Höchstbiegemoment bzw. das zulässige
Biegemoment. Aufgrund der erhöhten Steifigkeit im Verjüngungsbereich 22 wird das Biegemoment außerhalb
des Verjüngungsbereiches 22 höher. Der resultierende Biegemomentenverlauf überschreitet folglich
stets das zulässige Biegemoment.
Fig. IC zeigt die erfindungsgemäße Anordnung, bei
welcher das Blattverbindungselement 10 am Rand der Nabenplatten 12 und 14 eingespannt ist und auf beiden
Seiten des Einspannpunktes zwischen den Nabenplatten 12 und 14 Verjüngungsabschnitte aufweist. In diesem
Falle liegt die Kurve des zulässigen Biegemomentes 20 stets über der Kurve des effektiven Biegernomentes 16.
F i g. 2 veranschaulicht den Fall eines einfachen, aus zwei Rotorblättern bestehenden Rotorsystems, bei dem
die Nabe aus einer oberen und einer unteren Nabenplatte 12 bzw. 14 besteht, wobei die untere
Nabenplatte 14 mit der Rotorantriebswelle 24 verbunden ist. Die Nabenplatten 12 und 14 stellen hier die
Befestigungselemente dar und weisen auf sich gegenüberliegenden Seiten erhabene Flanschabschnitte 26
auf, zwischen denen das Blattverbindungselement 10 eingespannt ist. Zwischen den erhabenen Flanschabschnitten
26 ist ein mittiger Aussparungs- oder Hinterschneidungsbereich 27 ausgebildet. Das Blattverbindungselement
10 weist an den Einspannpunkten zwischen den Flanschabschnitten 26 vorzugsweise querschnittsverstärkte Abschnitte 28 auf. Außerdem
sind vorzugsweise elastomere Auflagerkissen 30 zwischen den Flanschabschnitten 26 und den querschnitts-
W) verstärkten Abschnitten 28 vorgesehen. Ausleger 32 an
der unteren Nabenplatte 14 tragen elastomere Auflagerkissen 34, welche die Aufgabe haben, ein
übermäßiges Durchhängen der Rotorblätter 36 zu verhindern, welche an den sich entgegengesetzten
Enden des aus einem Stück bestehenden Blattverbindungselements 10 befestigt sind.
Die Profilgebung des Blattverbindungselements 10 im Bereich zwischen den Flanschabschnitten 26 bzw. den
elastomeren Auflagerkissen 30 wird bestimmt durch die erforderliche Biegsamkeit, bei welcher sich der Biegemomentenverlauf
im gerade außerhalb der Auflagerkissen befindlichen Bereich auf die gewünschten Höchstwerte
begrenzen läßt. Die effektive Federkonstante im Bereich der Auflagerkissen, welche auf die Bewegbarkeit
des Blatn -rbindungselements zwischen den Auflagerkissen
zurückzuführen ist, ist abhängig von der ins Auge gefaßten harmonischen Belastung. Die erste
harmonische Belastung, bei der ein Rotorblatt nach unten und das andere Rotorblatt nach oben abgebogen
ist, führt, wie F i g. 3A zeigt, zu einem unsymmetrischen Ansprechverhalten. Die zweite harmonische Belastung,
bei welcher beide Rotorblätter in gleicher Richtung abgebogen sind, führt zu dem in Fig. 3B dargestellten
symmetrischen Ansprechverhallen.
In Fig. 3A veranschaulicht die obere Kurve die Durchbiegungsform, und die untere Kurve den Biegemornentenverlauf.
Das Höchstbiegemoment M0 tritt an den Stellen A zwischen den Auflagerkissen 30, d. h.
zwischen den Flanschabschnitten 26 auf und nimmt in der Mitte zwischen den Auflagerkissen auf den Wert
null ab. Die Durchbiegungsform ist dagegen unsymmetrisch in bezug auf den Mittelpunkt. Wenn nun beide
Rotorblätter in gleicher Richtung abgebogen sind, ist die Durchbiegungsform symmetrisch zum Mittelpunkt,
wohingegen der Biegemomentenverlauf zwischen den Auflagerkissen oder den Flanschabschnitten konstant
ist. Da die vorherrschende harmonische Belastung der in F i g. 3A dargestellten entspricht, ist die wechselnde
Biegemomentenbeanspruchung im Bereich der Auflagerkissen 30 durch die erste harmonische Belastung
vorgegeben, auch wenn die zweite harmonische Belastung die wechselnden Biegemomente am oder im
Bereich des Drehmittelpunktes vorgibt.
Die dem Blattverbindungselement eigene Biegsamkeit gestattet, daß dieses unter Bodenwindbedingungen
große Durchbiegungen ausführen kann. Daher sind die als Rotorblattdurchbiege- oder Rotorblattdurchhängeanschläge
dienenden elastomeren Auflagerkissen 34 in die untere Nabenplatte 14 eingebaut, damit die
Durchbiegungen des Blattverbindungselements für die Rotorblätter unter BodeTiwindbedingungen begrenzt
bleiben und ein Anschlagen der Rotorblätter im kritischen Drehzahlbereich beim Anstellen oder Abschalten
des Rotorkopfes, an das Leitwerk oder den Rumpf des Flugzeuges verhindert wird.
Da das die beiden Rotorblätter 36 miteinander verbindende, aus einem Stück bestehende biegsame
Blattverbindungselement vermittels einen gegenseitigen Abstand voneinander aufweisender Einspannanordnungen
gelagert ist, gestattet eine Durchbiegung des Blattverbindungselements im Bereich zwischen den im
Abstand voneinander angeordneten Einspannanordnungen höhere Rotorblattbelastungen ohne Überschreitung
des zulässigen Biegemoments im Blattverbindungselement außerhalb der Nabe.
Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 4, 5A und 5B dargestellt. Bei dieser
Ausführungsform erstreckt sich das biegsame Blattverbindungselement 10 zwischen zwei die Befestigungselemente
40 und 42 bildenden Torsions- und Biegeelementen, die gegebenenfalls an ihren Enden durch Stäbe 44
miteinander verbunden sind, wenn aufgrund der Anforderungen an das dynamische Ansprechverhalten
eine zusätzliche endseitige Steifigkeit erforderlich ist. Wie am besten aus Fig.5A ersichtlich, besteht jedes
Torsions- und Biegeelement aus mit kreuzgewebter Glasfaser verstärktem Kunststoff mit Kreuzungswinkel
von ±15° zur Erzielung hoher Biegefestigkeit und niedriger Torsionssteifigkeit. Die Streifen 46 sind zu
einem im Querschnitt X-förmigen Gebilde miteinander verbunden. Der mittige Bereich des »X« ist mit einer
ίο Auflage 41 unter ±45° verstärkt, um Scherkräften
widerstehen zu können. Diese Teile im mittleren Bereich der Befestigungselemente 40 oder 42, die die
Verbindung mit dem Blattverbindungselement 10 und vermittels der Verbindungszapfen 42 mit der Rotornabe
herstellen, sind mit epoxiharzgebundenen Faserschnitzeln 48 ausgefüllt und bilden die erforderlichen
Scherkraft- oder Lagerverbindungen. Das Blattverbindungselement 10 selbst ist durch Schlitzausnehmungen
50 in den Befestigungselementen 40 und 42 durchgeführt. Die Verbindungszapfen 52 sind in der Epoxifüllung
an beiden Enden der Befestigungselemente 40, 42 eingebettet und dienen zur Verbindung derselben mit
den Nabenplatten.
Wenn das Blattverbindungselement 10 entsprechend Fig. 5B Biegebelastungen von seiten der Rotorblätter
unterworfen ist, gestatten die Befestigungselemente 40, 42 ein Verdrehen des Blauverbindungselements um die
Längsachse des Befestigungselements. Der durch das andere Befestigungselement mit Torsions- und Biegeeigenschaften
durchgeführte und mit dem anderen Rotorblatt verbundene Abschnitt des Blattverbindungselements
10 ist durch die am Rotorblatt angreifenden Zentrifugalkräfte belastet und wirkt als Feder um die
Torsionsachse des Befestigungselements. Somit bildet das Blattverbindungselement 10 insgesamt gesehen ein
Rotorblattgelenk in Verbindung mit einer Drehfeder, wobei die Rückhaltung der Verbindungselementwurzel
zwischen der für ein frei auskragendes Element und der eines einfachen Scharniers liegt und mehr den
Eigenschaften des letztgenannten entspricht.
Fig.6 zeigt einen vollständigen Leitwerkrotor. In
diesem Falle sind zwei Rotorblattpaare 364 und 36£ vorgesehen und jeweils vermittels eines zugeordneten
biegsamen Blattverbindungselements 10/\ bzw. 10£ miteinander verbunden. Für das biegsame Blattverbindungselement
1OA sind in einem gegenseitigen Abstand zwei Befestigungselemente 4OA 42Λ und für das
biegsame Blattverbindungselement lOß zwei einen gegenseitigen Abstand voneinander aufweisende Befestigungselemente
40S, 42S vorgesehen. Zwischen der beiden Befestigungselementpaaren befindet sich eine
Paßplatte 54 und dient als gemeinsame Nabenbefestigungsplatte für die beiden Biattverbindungseiemente
Die Baugruppe wird vervollständigt durch eine erste Nabenplatte 56 und eine zweite oder äußere Nabenplat
te 58, welche vermittels Bolzen 60 miteinandei verbunden sind, die durch entsprechende Ausnehmungen
in den Elementen durchgreifen. Die innen Nabenplatte 56 ist mit einer Antriebswelle 62
verbunden. Rotorblattverstellarme 64 für die Rotorblätter sind durch Verstellarmgestänge 66 in bekanntei
Weise mit einer hier nicht dargestellten Taumelscheibenvorrichtung verbunden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Rotorkopf für Drehflügelflugzeuge mit mindestens 7wei einander gegenüberliegend angeordneten
Rotorblättern, die miteinander verbunden sind und im Bereich der Verbindung an zwei in der
. Rotorebene im Abstand voneinander befindlichen Stellen an der Rotornabe gelagert sind, dadurch
gekennzeichnet, daß das Blattverbindungselement (10, 10a, lOb) biegsam und einstückig
ausgebildet und an den beiden Lagerstellen der Rotornabe (12, 14; 40, 42, 44; 54, 56, 58) derart
eingespannt ist, daß es im Bereich zwischen den beiden Lagerstellen in einer die Rotorachse
enthaltenden Ebene Biegebewegungen ausführen kann.
2. Rotorkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Einspannung des Biattverbindungselementes
(10) zusammenspannbare elastomere Auflagerkissen (30) vorgesehen sind.
3. Rotorkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine obere und eine untere Nabenplatte
(12, 14) vorgesehen sind, die an mit Abstand voneinander angeordneten Rändern vortretende
Flansche (26) aufweisen, an denen die Auflagerkissen (30) angeordnet sind, und daß das Verbindungselement
(10) zwischen diesen Flanschen querschnittsverringert ausgeführt ist.
4. Rotorkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einspannung des Blattverbindungselementes
(10) langgestreckte Befestigungselemente (40, 42) vorgesehen sind, die sich quer zur
Längsachse der Rotorblätter (36, 36a, 16b) erstrekken und um ihre Längsachsen eine Torsionsbiegefähigkeit
aufweisen, die Verwindungen der Befestigungselemente (40, 42) und Verdrehungen des
Verbindungselementes (10) um die jeweilige Längsachse der Befestigungselemente zulassen.
5. Rotorkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die langgestreckten Befestigungsele
mente (40A 42ß, 40ß, 42B) aus in Epoxiharz eingebetteten Glasfasern herstellt sind.
6. Rotorkopf nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die langgestreckten Befestigungselemente
(4OA 42Λ, 40ß, 42B) aus Streifen (46), die im Querschnitt zu einem X-förmigen Profil
zusammengesetzt sind, und einer die Hohlräume des X-förmigen Profils an den Enden und im Verbindungsbereich
mit dem biegsamen Verbindungsstück (1OA 10ß,) ausfüllenden Epoxiharzmasse bestehen.
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