DE19838273A1 - Sprühbeschichtungsvorrichtung - Google Patents
SprühbeschichtungsvorrichtungInfo
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Abstract
Sprühbeschichtungsvorrichtung mit mindestens einem Fluidkanal (2) für ein strömungsfähiges Medium wie z. B. Luft, pneumatisch gefördertes Beschichtungspulver oder Beschichtungsflüssigkeit, an welchem ein Anschlußrohr (26) eines Schlauches (24) lösbar befestigbar ist. Ein Sperrbügel (34) ist um eine zum Fluidkanal (2) parallele Drehachse (40) drehbar angeordnet und hat einen Sperrfinger (38), der durch Drehen des Sperrbügels um die Drehachse je nach Drehrichtung in oder außer Eingriff mit einer Ausnehmung (46) des Anschlußrohres (26) bringbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Sprühbeschichtungsvorrichtung
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Eine Sprühbeschichtungsvorrichtung dieser Art ist aus der
EP 0 383 030 B1 bekannt. Bei ihr ist ein Schlauch zur
Zufuhr von Beschichtungspulver auf ein Anschlußrohr
aufgesteckt, welches in einen Pulverkanal der
Sprühvorrichtung geschraubt ist. Ein elektrisches
Niederspannungskabel zur Stromzufuhr zu einem in der
Sprühvorrichtung untergebrachten Hochspannungserzeuger für
eine Elektrode zur elektrostatischen Aufladung des
Beschichtungspulvers ist durch einen Bajonettverschluß an
der Sprühvorrichtung befestigt, während ihre nicht im
Detail gezeigten elektrischen Drähte in bekannter Weise
elektrisch angeschlossen sind. Gemäß Fig. 4 dieser Schrift
sind der Pulverschlauch und das Niederspannungskabel an das
untere Ende eines Pistolengriffes der Sprühvorrichtung
angeschlossen.
Vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf
Sprühvorrichtungen in Form von einer Pistole mit einem Lauf
und einem Hand-Griff beschränkt, sondern betrifft auch
Sprühvorrichtungen, welche keinen Hand-Griff haben. Bei der
genannten Schrift erfolgt die Zerstäubung des
Beschichtungsmaterials durch eine Düse. Eine andere
bekannte Art der Zerstäubung ist die Verwendung eines
rotierenden Zerstäuberelements. Ferner ist die Erfindung
nicht auf Pulver-Sprühbeschichtungsvorrichtungen
beschränkt, sondern auch für Sprühvorrichtungen für
flüssiges Beschichtungsmaterial verwendbar.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die
Sprühvorrichtung derart auszubilden, daß ihr Fluidkanal
(Beschichtungsmaterial-Kanal und/oder Druckluftkanal) auf
einfache Weise und schnell mit einem Schlauch gesichert
verbindbar und wieder lösbar ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die
kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen
enthalten.
Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die
Zeichnungen anhand einer bevorzugten Ausführungsform als
Beispiel beschrieben. In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 das Anschlußende einer
Sprühbeschichtungsvorrichtung für
Beschichtungspulver im Axialschnitt in
vergrößerter Darstellung,
Fig. 2 eine Querschnittsansicht längs der Ebene II-II von
Fig. 1,
Fig. 3 schematisch eine Seitenansicht einer
pistolenförmigen Sprühbeschichtungsvorrichtung mit
Anschlußelementen gemäß Fig. 1 und 2.
Die Sprühbeschichtungsvorrichtung nach der Erfindung
enthält einen Pulverkanal 2 für pulverförmiges
Beschichtungsmaterial, einen Druckluftkanal 4 für Druckluft
zur Luftumspülung einer oder mehrerer
Hochspannungselektroden 16 oder zur Beeinflussung der
Pulverzerstäubung, und einen Kanal 6 für elektrische
Leitungselemente. Die Kanäle 2, 4 und 6 sind parallel
nebeneinander in einem Gehäuse 8 aus elektrisch
isolierendem Material, vorzugsweise Kunststoff, gebildet.
An den Kanal 6 für elektrische Elemente ist ein
Niederspannungskabel 10 durch einen Schnellverschluß,
beispielsweise in Form eines Bajonettverschlusses 12 lösbar
angeschlossen, wie diese z. B. aus der EP 0 383 030 B1
bekannt ist. Die elektrischen Drähte des
Niederspannungskabels 10 sind in bekannter Weise im Kanal 6
untergebracht und mit einem Hochspannungserzeuger 14
verbunden. Der Hochspannungserzeuger 14 ist in der
verkleinerten Darstellung von Fig. 3 schematisch
dargestellt und erzeugt aus der Niederspannung des
Niederspannungskabels 10 eine Hochspannung im Bereich
zwischen 10 kV und 140 kV für die mindestens eine
Hochspannungselektrode 16. Die Hochspannungserzeugung und
die Zufuhr von Beschichtungspulver durch den Pulverkanal 2
ist durch einen Trigger 18 an einem Pistolengriff 20
einschaltbar und ausschaltbar. Für den Fall, daß die
Sprühvorrichtung keine manuelle Sprühpistole ist, sondern
eine automatische Sprühpistole ohne Handgriff 20, erfolgt
die Einschaltung und Ausschaltung der elektrischen
Hochspannung und der Zufuhr des Beschichtungspulvers
automatisch in Abhängigkeit von einem Programm oder manuell
durch eine von der Sprühbeschichtungsvorrichtung entfernt
angeordnete Steuereinheit.
Am stromaufwärtigen Ende des Gehäuses 8 ist eine Kappe 22
befestigt, in welcher der Schnellverschluß oder
Bajonettverschluß 12 gebildet ist.
Gemäß Fig. 1 ist das stromabwärtige Ende eines
Pulverschlauches 24 zur Zufuhr von Beschichtungspulver auf
einen Endabschnitt eines Anschlußrohres 26 gesteckt,
welches mit seinem stromabwärtigen vorderen Ende luftdicht
und lösbar in eine Anschlußbuchse 28 gesteckt ist. Die
Anschlußbuchse 28 ist durch ein Gewinde 30 in die Kappe 22
geschraubt und an einem Einsatzrohr 32 drehfest befestigt,
welches in einen Kanal des Gehäuses 8 eingesetzt ist und
den Pulverkanal 2 bildet.
Ein Sperrbügel 34, vorzugsweise aus Federstahl, hat aus
einem einzigen Stück geformt einen Ringteil 36 und einen
sich davon ungefähr tangential weg erstreckenden
Sperrfinger 38 sowie, vorzugsweise, einen Betätigungsarm 40
zum Schwenken des Sperrbügels 34 um die Drehachse 40 seines
Ringteils 36.
Der Ringteil 36 ist von vorne auf ein Anschlußrohr 42 des
Niederspannungskabels 10 aufgesteckt, welches die Drehachse
40 bildet. Das Anschlußrohr 42 hat einen nach vorne
zeigenden Absatz 44, dessen Außendurchmesser größer ist als
der Innendurchmesser des Ringteils 36 und dadurch die
Aufstecktiefe des Ringteils 36 auf das Anschlußrohr 42
begrenzt.
Durch Drehen des Sperrbügels 34 um seine Drehachse 40 kann
sein Sperrfinger 38 je nach Drehrichtung in oder außer
Eingriff mit einer Ausnehmung 46 gebracht werden, die in
dem Anschlußrohr 26 des Pulverschlauches 24 gebildet ist.
Die Ausnehmung 46 hat die Form einer Ringnut um das
Anschlußrohr 26 und ist an ihrem vorderen, stromabwärtigen
Ende durch einen radial über sie überstehenden, nach hinten
zeigenden Absatz 48 begrenzt, welcher die Form einer das
Anschlußrohr 26 umgebenden Ringrippe hat und ein
einstückiges Teil dieses Anschlußrohres 26 ist. Wenn der
Sperrfinger 38 in die Ausnehmung 46 eingreift, kann der
Pulverschlauch 46 mit seinem Anschlußrohr 26 nicht aus der
Anschlußbuchse 28 heraus gezogen werden, weil der Absatz 48
an dem Sperrfinger 38 anschlägt. Wenn der Pulverschlauch 24
mit seinem Anschlußrohr 26 von der Anschlußbuchse 28
getrennt werden soll, braucht lediglich der Sperrfinger 38
aus der Ausnehmung 46 um die Drehachse 40 heraus geschwenkt
zu werden und schon kann das Anschlußrohr 26 aus der
Anschlußbuchse 28 herausgezogen werden.
Der Endabschnitt 50 des Sperrfingers 38 umgreift die
Ausnehmung 46 um mehr als 90° mit so engem Radius, daß
dieser Endabschnitt 50 mit der Ausnehmung 46 einen
Schnappverschluß bildet, der ein unbeabsichtigtes
Ausschwenken des Sperrfinger 48 aus der Ausnehmung 46
verhindert. Mit anderen Worten ausgedrückt wird der
Schnappverschluß zwischen dem Sperrfinger 38 und der
Ausnehmung 46 dadurch gebildet, daß der von dem Ringteil 36
entfernte Endabschnitt 50 des Sperrfingers 38 einen
kleineren radialen Abstand von der Drehachse 40 hat als die
Ausnehmung 46 und der Sperrfinger 38 aus federelastischem
Material besteht. Dadurch kann der Sperrfinger 38 an seinem
Endabschnitt 50 federelastisch aufgebogen werden, damit er
um mehr als 90° "hinter" die Ausnehmung 46 schnappen kann.
Ein Druckluftschlauch 52 ist auf ein Ende eines
Anschlußrohres 54 aufgesteckt, dessen anderes Ende in eine
Gewindebohrung 56 der Kappe 22 fluchtend zum Druckluftkanal
34 geschraubt ist. Dieses Anschlußrohr 54 des
Druckluftschlauches 52 kann in gleicher Weise durch einen
Sperrbügel 34 gesichert werden, wie dies mit Bezug auf den
Pulverschlauch 24 beschrieben wurde, jedoch für den
Druckluftschlauch 52 nicht dargestellt ist.
Gemäß einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform
kann das Anschlußrohr 42 des Niederspannungskabels 10 ohne
einen Bajonettverschluß 12 in eine Anschlußöffnung der
Kappe 22 oder des Gehäuses 8 gesteckt und durch einen
Sperrbügel entsprechend dem Sperrbügel 34 gegen
unbeabsichtigtes Lösen gesichert werden.
Zur Positionssicherung des Niederspannungskabels 10
und/oder des Druckluftschlauches 52 durch einen Sperrbügel
34 kann, ebenso wie für den Sperrbügel 34 des
Pulverschlauches 24, dessen Drehachse 40 durch ein anderes
Element gebildet sein, beispielsweise durch ein
Anschlußrohr eines anderen Schlauches oder Kabels oder
durch einen zylindrischen Vorsprung der Kappe 22 oder des
Gehäuses 8, auf welchen der Ringteil 36 des Sperrbügels 34
aufsteckbar ist.
Claims (6)
1. Sprühbeschichtungsvorrichtung enthaltend mindestens
einen Fluidkanal für ein strömungsfähiges Medium wie
Luft, pneumatisch gefördertes pulverförmiges
Beschichtungsmaterial oder flüssiges
Beschichtungsmaterial, an welchem ein Anschlußrohr
(26) eines Schlauches (24) zur Zufuhr des
strömungsfähigen Mediums lösbar anschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß ein
Sperrbügel (34) um eine zum Fluidkanal (2) parallele
Drehachse (40) drehbar angeordnet ist und einen
Sperrfinger (38) aufweist, welcher durch Drehen des
Sperrbügels um die Drehachse (40) je nach Drehrichtung
in oder außer Eingriff mit einer Ausnehmung (46) des
Anschlußrohres (26) bringbar ist, um ein axiales
Trennen des Anschlußrohres (26) von dem Fluidkanal (2)
zu Sperren oder zu Entsperren.
2. Sprühbeschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Fluidkanal (2) an seinem Anschlußende und das
Anschlußrohr (26) an seinem von dem Schlauch (24)
abgewandten Endabschnitt als axial zusammensteckbare
Steckverbindung ausgebildet sind.
3. Sprühbeschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Sperrbügel (34) einen Ringteil (36) aufweist, welcher
auf einen die Drehachse (40) bildenden Träger (42)
axial aufsteckbar ist.
4. Sprühbeschichtungsvorrichtung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem freien Endabschnitt (50) des Sperrfingers
(38) und dem Anschlußrohr (26) eine Schnappverbindung
gebildet ist.
5. Sprühbeschichtungsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Träger ein parallel zum Anschlußrohr (26) angeordnetes
Anschlußstück (42) für eine zusätzlich zum Schlauch
(24) vorgesehene Leitung (10) ist.
6. Sprühbeschichtungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die
zusätzliche Leitung ein elektrisches Kabel (10) ist.
Priority Applications (2)
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| DE19838273A DE19838273A1 (de) | 1998-08-22 | 1998-08-22 | Sprühbeschichtungsvorrichtung |
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
| Country | Link |
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| WO2000010730A1 (de) | 2000-03-02 |
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