DE19838227A1 - Verfahren zur Bestimmung der Rotorlage eines Synchronmotors - Google Patents
Verfahren zur Bestimmung der Rotorlage eines SynchronmotorsInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren für die Lagebestimmung des Rotors eines Synchronmotors, wobei zur Ansteuerung des Synchronmotors ein Frequenzumrichter mit einer Summenstrommessung des Laststromes der Leistungsstellglieder für die Strombegrenzung vorgesehen ist, welche ein Abschalt-Signal liefert und dieses Signal das Abschalten der Umrichterbrücke bewirkt und den Motor damit ganz oder teilweise spannungsfrei schaltet, ist zur Erzielung einer schnellen, einfachen und genauen Bestimmung der Rotorlage beim Einschalten des Netzes vorgesehen, daß nacheinander unterschiedliche Spannungen an die Motorphasen angelegt und dementsprechend unterschiedliche Feldvektoren im Motor erzeugt werden, wobei die Zeit vom Anlegen dieser Spannungen bis zum Erreichen der vorgegebenen Abschalt-Stromschwelle gemessen und aus diesem Vergleich der gemessenen Zeiten auf die Rotorlage geschlossen wird.
Description
Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren für die Lagebestimmung des
Rotors eines Synchronmotors nach dem Einschalten der zugehörigen Steue
rung, wobei zur Ansteuerung des Synchronmotors ein Frequenzumrichter
mit einer Summenstrommessung des Laststromes der Leistungsendstufen
für die Strombegrenzung vorgesehen ist, welche ein Signal liefert, welches
mit einer Übertragungsstrecke auf die Niederspannungsseite des Frequen
zumrichters übertragen wird, wobei dieses Signal das Abschalten der Um
richterbrücke bewirkt und hierzu auf einen Eingang eines Mikroprozessors
geschaltet ist, und wobei eine Pulsweitenmodulations-Einrichtung (PWM)
zur Erzeugung von drei um je 120° gegeneinander verschobenen Phasen
strömen in den mindestens drei Phasen des Motors vorgesehen ist.
Die Ermittlung der Rotorlage nach dem Einschalten ist wichtig, damit die
Steuerung mit den daraus abgeleiteten Ansteuersequenzen den Motor in der
vorgesehenen Richtung ohne Jitter anlaufen lassen kann. Nach spätestens
einer Umdrehung wird der Motor über ein Synchronsignal eines Inkre
mentalgebers exakt kommutiert. Wegen der Bedeutung der Bestimmung der
Rotorlage sind diesbezüglich bereits verschiedene Verfahren aus dem Stand
der Technik bekannt.
Zum einen kann die Anstiegsgeschwindigkeit der Phasenströme beispiels
weise mit Analog-Digital-Wandlern gemessen und die Rotorlage über be
kannte Motorparameter berechnet werden, wie dies beispielsweise aus
US-A-5 726 549 bekannt ist.
In DE 196 37 161 A1, DE 196 09 701 A1, EP 0 784 378 A1,
DE 197 00 479 A1 und EP 0 670 627 A1 werden Verfahren beschrieben,
die mit einer Messung des Drehmomentes bei unterschiedlichen Ansteue
rungen entweder direkt mit entsprechenden Sensoren oder indirekt über
eine Geschwindigkeitsmessung arbeiten.
Bekannt ist auch das Messen der Phasenströme und das Vergleichen dieser
Ströme, beispielsweise aus EP 0 793 337 A1.
Die EP 0 517 393 A1 schildert die Bestimmung der Anlaufrichtung eines
Gleichstrommotors mittels Messung des Stromanstieges in den Phasen vor
und nach einer Rotorbewegung.
Aus der EP 0 780 966 A1 ist die Messung des Freilaufstromes nach einer
Bewegung des Rotors bekannt.
Letztlich beschreibt die EP 0 573 198 A1 die Messung von Strom und ma
gnetischem Fluß nach Bestimmung der Rotorlage.
Diese vorbekannte Verfahren benötigen entweder teuere Sensoren und/oder
müssen den Rotor für die Erfassung der Meßdaten bewegen. Außerdem
müssen wenigstens teilweise Motordaten und im Prinzip auch Betriebsbe
dingungen, wie Netzspannung, Temperatur, Belastung u. dgl. bekannt sein.
Bei den eingangs angesprochenen Verfahren ändert sich beispielsweise der
Strangwiderstand in Abhängigkeit von der Temperatur und damit auch die
Anstiegsgeschwindigkeit der Phasenströme, so daß deren Messung also
eine Temperaturabhängigkeit aufweist.
Bei der vorstehend an zweiter Stelle abgehandelten Gruppe von Meßver
fahren ändert sich etwa die Reibung der Lager in Abhängigkeit von der
Temperatur und damit auch das erforderliche Drehmoment. Allein dieser
Parameter "Temperatur" kann je nach Einsatzbereich und eventuell voraus
gegangenem Betrieb sehr stark schwanken, so daß dieser Parameter erfaßt
werden muß. Selbst bei Vornahme einer entsprechenden temperaturabhän
gigen Korrektur ergeben sich Ungenauigkeiten bei der Bestimmung der
Rotorlage. Ohne eine entsprechende Korrektur kann eine Bestimmung so
gar unmöglich werden.
Bei der an zweiter Stelle angesprochenen Gruppe von Verfahren muß man
für unterschiedliche Anwendungen mit der gleichen Steuerung mindestens
einen Parameter für das Einstellen des Anlaufmomentes vorsehen. Sind
innerhalb dieser konkreten Anwendung unterschiedliche Anlaufmomente
erforderlich, so können diese Verfahren trotz dieser Anpassungsmöglich
keit an ihre Grenzen stoßen.
Bei einigen der vorbekannten Verfahren werden zumindest zwei Stromsen
soren benötigt und bei wieder anderen Verfahren muß eine Bewegung des
Rotors in Kauf genommen werden.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfah
ren zur Rotorlagebestimmung beim Einschalten anzugeben, bei welchem
die Nachteile der aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren vermie
den werden, wobei insbesondere mit geringem Hardwareaufwand eine
schnelle und genaue Positionsbestimmung ermöglicht werden soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß nacheinander
unterschiedliche Spannungsimpulse an die Motorphasen U, V, W angelegt
und dementsprechend unterschiedliche Feldvektoren erzeugt werden, wobei
die Zeit vom Anlegen dieser Spannungsimpulse bis zum Erreichen der vor
gegebenen Abschalt-Stromschwelle gemessen und aus diesem Vergleich
auf die Rotorlage geschlossen wird.
Dabei wird als Abschalt-Stromschwelle vorzugsweise das Strombegren
zungs-Pegel für den Summenlaststrom der Umrichterbrücke herangezogen.
Auf diese Weise läßt sich aufgrund des Vergleichs der so ermittelten Meß
werte und tabellenmäßig erfaßten Meßwerten die Rotorlage auf 15° elek
trisch genau ermitteln, ohne daß eine Kenntnis der Motordaten erforderlich
wäre. Allerdings ermöglicht es eine Kenntnis dieser Motorparameter, die
Position noch erheblich genauer zu bestimmen, da dann die Stromanstiegs
zeiten bei jeder Stellung des Rotors bekannt sind. Um ein sicheres Anlau
fen nach der Netzeinschaltung zu gewährleisten, ist allerdings die Ermitt
lung der Winkelstellung auf 15° genau ausreichend, da im normalen Be
trieb nach spätestens einer Umdrehung die Rotorlage mittels eines Syn
chronsignals exakt ermittelt wird.
Stand der Technik ist es also, daß die Summenstrommessung zur Strombe
grenzung benutzt wird, um die Leistungsstellglieder und den Motor vor
unzulässig hohen Strömen zu schützen. Erfindungsgemäß ist demgegenüber
vorgesehen, daß diese Strombegrenzung ohne jeglichen Mehraufwand an
Bauelementen nun auch zur Feststellung der Rotorlage benutzt werden
kann.
Günstigerweise ist vorgesehen, daß nach einem ersten Spannungsimpuls
ein hinsichtlich des von diesem ersten Spannungsimpuls erzeugten
Drehmoments entgegengesetzter Spannungsimpuls angelegt wird. Die er
findungsgemäß vorgesehenen Spannungsimpulse sind zwar so dimensio
niert, daß eine Rotorbewegung nicht eintritt. Durch eine Aufeinanderfolge
entgegengesetzter Impulse wird aber in jedem Fall zuverlässig erreicht, daß
diese sich gegenseitig hinsichtlich ihrer Drehmomente weitgehend neutrali
sieren.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ab
schalt-Stromschwelle umschaltbar und/oder freiprogrammierbar ist. Auf diese
Weise ist es möglich, zum Zweck der Rotorlagebestimmung mit einer nied
rigeren Stromschwelle zu arbeiten und trotzdem die hardwaremäßigen
Komponenten zu verwenden, die für den Überlastfall vorgesehen sind.
Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß ein bei der Messung hörbares
Knackgeräusch, wie es bei Abschalt-Stromstärken auftritt, aufgrund der
einstellbaren niederen Stromstärken vermieden wird.
Die Messung des Summenlaststromes der Umrichterbrücke kann vorteil
hafterweise kombiniert werden mit einer zweiten Summenstrommessung,
wobei die zweite Summenstrommessung mit Vorteil eine analoge Messung
sein kann. Dies stellt eine alternative Möglichkeit dar, mit einem kleineren
Strom ein Signal zu erzeugen und störende Knackgeräusche zu vermeiden.
Bei einer aufwendigeren Hardwarelösung kann vorgesehen sein, die
Strommessung mittels A/D-Wandler zu realisieren, so daß dann die Zeit bis
zum Erreichen jeder beliebigen Stromhöhe ermittelt werden kann.
Letztlich kann noch vorgesehen sein, daß zwei Messungen des Summen
laststromes der Umrichterbrücke vorgenommen werden und die Meßdiffe
renz ausgewertet wird.
Der vorstehend angesprochene Summenlaststrom läßt sich wie folgt defi
nieren: Der Summenlaststrom der/des Umrichterbrücke/Frequenzumrichters
ist der Strom, welcher durch Schalten der Leistungsstellglieder, mit wel
chen eine Spannung an den Motor angelegt wird, unter Vernachlässigung
der Ansteuerströme der Leistungsstellglieder, durch die Leistungsstellglie
der und den angeschlossenen Motor fließt und am Fußpunkt oder Einspei
sepunkt der Umrichterbrücke gemessen wird.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungs
beispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine erste Beschaltungsvariante der Motorphasen U, V. W zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende zweite Beschaltungsvariante und
Fig. 3 ein Blockschaltbild zur Veranschaulichung eines gattungsgemäß als
bekannt vorausgesetzten Motors und Komponenten von dessen
Steuerung.
Die in Fig. 3 dargestellte Schaltungsanordnung, die einen Frequenzum
richter bildet, umfaßt einen Netzgleichrichter 1, ein Schaltnetzteil 2 mit
Übertrager zur Erzeugung der Spannungen/Potentiale U1, . . . U9, 5 V, 15 V,
24 V, GND, eine Glättungsanordnung 3 der gleichgerichteten Netzspan
nung, Versorgung mit Zwischenkreisspannung Uzwk und U10 des Schalt
netzteiles sowie der Umrichterbrücke mit den Leistungssteller T1, T2, T3,
T4, T5 und einen Mikroprozessor 4 mit drei unabhängigen Pulsweitenmo
dulationseinheiten zur Erzeugung der drei, 120° phasenverschobenen An
steuersignale für die Leistungsendstufen T1, . . . T6.
Im µP werden intern per Software drei 120° phasenverschobene Signale
aus den Anforderungen des Ablaufprogramms gebildet und in die drei un
abhängigen PWM Einheiten geladen. Diese erzeugen die Signale xU, xW,
xV. Diese werden jeweils, um die Leistungsstellgliederpaare T1/T2, T3/T4,
T5/T6 ansteuern zu können, für T1, T3, T5 mit (5), (6), (7) invertiert. Die
so erzeugten sechs Signale gelangen auf einen UND-Funktionsblock, wobei
sie mit dem Signal aus (14) logisch UND verknüpft werden.
Eine Ansteuerung der Transistoren erfolgt nur dann, wenn das Signal (14)
logisch = 1 ist. Bei logisch = 0 sind die Endstufen T1, . . . T6 gesperrt und der
Motor erhält keine Spannung.
Die Elemente (29, 30, 31, 32, 33, 34) dienen dazu sicherzustellen, daß
beim direkten Umschalten in den Paaren, z. B. T1/T2, zuerst der Transistor
T1 ausschaltet und zeitverzögert T2 einschaltet und umgekehrt. Dies gilt
ebenso für die anderen Paare. Es soll verhindern, daß bedingt durch Spei
cherzeiten beim Ausschalten eines Transistors dieser noch eingeschaltet
bleibt und der andere schon einschaltet. Dadurch würden kurzzeitig sehr
hohe Kurzschlußströme entstehen, die zu einer Zerstörung der T1, . . . T6 füh
ren könnten.
Über die Trennstrecke (23, 24, 25, 26, 27, 28) werden die Signale nun auf
die T1, . . . T6 übertragen. Die Trennstrecken-Bausteine (23, 24, 25, 26, 27,
28) werden von den Spannungen U2/U6, U1/U5, U4/U8, U3/U7 versorgt.
Diese Stufe dient dazu, den Niederspannungsteil vom Hochspannungsteil
sicher zu trennen.
Werden nun durch obengenannte Komponenten Signale zur Ansteuerung
des Motors erzeugt, z. B. zum Zeitpunkt t1 zur Ansteuerung der Leistungs
stellglieder T1, T3, T4, so werden diese T1, T3, T4 angesteuert und über
T1 die Phase U (Spule U) des Motors an die Zwischenkreisspannung ge
legt. Es fließt der Summenstrom Isum aus dem Zwischenkreis Uzwk durch
den T1 in die Spule U des Motors, teilt sich in die Spule V und Spule W
des Motors in jeweils Isum/2 auf, diese fließen über T4 und T6 am Fuß
punkt der Umrichterbrücke wieder zusammen und bilden wiederum den
Summelaststrom Isum.
Dieser fließt durch einen Meßshunt und bilden dort die Spannung Usum.
Diese wird mit den Komparatoren (19, 20) mit der in (21) gebildeten Refe
renzspannung verglichen. Die Komparatoren sind jeweils so ausgelegt, daß
sie bei +Usum und -Usum jeweils messen.
Überschreitet nun im oben beschriebenen Ansteuerfall die Spannung
+Usum die Referenzspannung, schaltet der Komparator (die Strombegren
zung hat angesprochen) über das logische ODER (18), gelangt das Signal
an die Übertragungsstrecke (17 Trennstrecke). Diese ist so ausgelegt, daß
im Falle, daß bis zum Erreichen des zulässigen Stromes durch den
Meßshunt ständig ein Signal über (17) übertragen wird. Der Komparator
schaltet nun im obengenannten Fall bei Erreichen des zulässigen Stromes
Isum das Übertragungssignal ab. Dies wird vom folgenden Zeitglied er
kannt und erzeugt über (15) an (14) ein Signal logisch = 0 und sperrt somit
die vom µP erzeugten Signale. Somit werden die Transistoren gesperrt, die
Spannung Uzwk wird vom Motor weggeschaltet und der Strom durch den
Motor komutiert nun in die Freilaufdioden der Transistoren T5, T3, T2.
Dadurch kommt ein Stormfluß von (-)Isum über die Abklingzeit zustande.
Am Meßshunt bildet sich die Spannung (-)Usum aus und der zweite Kom
parator verhindert über die Übertragungsstrecke über (16, 15), daß bei
"sehr langer Abklingzeit" die Transistoren in einen unzulässig hohen Re
versstrom zuschalten.
Weiterhin erzeugt das Zeitglied (16) angestoßen durch den ersten Kompa
ratorfall eine Auszeit, um künstlich eine Zeitverlängerung der Auszeit zu
erzeugen. Ohne dieses Zeitglied würden nur die Gatterlaufzeiten zeitverzö
gernd wirken und der ganze Kreis mit extrem hohen Frequenzen die Tran
sistoren Ein/Ausschalten. Dies würde T1, . . . T6 unzulässig erwärmen.
Das Signal aus (17) wird parallel zu (16) auf (15) geführt, um bei Ausfall
der Übertragungsstrecke den Umrichter dauerhaft auszuschalten.
Weiterhin wird das Signal aus (17) auf einen Eingang des µP (4) geführt,
um ein Ansprechen der Strombegrenzung durch (19, 20) zu erkennen.
Das von (17) kommende Signal Ibegd wird, wie nachfolgend beschrieben,
dazu benutzt, da erfindungsgemäße Verfahren zu realisieren.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Positions-Ermittlungs-Verfah
rens werden die in Fig. 1 dargestellten Phasen U, V, W nacheinander an die
Zwischenkreisspannung Uz angelegt. Je nach Rotorlage ergeben sich unter
schiedliche Stromanstiegszeiten, da der Rotor mit seinen Permanentma
gneten die Induktivität der Spulen beeinflußt.
Alternativ kann auch eine in Fig. 2 dargestellte Sequenz zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens herangezogen werden, wobei bei dieser
Variante in jedem Schritt jeweils eine Phase meßtechnisch nicht erfaßt
wird.
Die Spannungsimpulse bei dem erfindungsgemäßen Verfahren sind, wie
eingangs bereits erwähnt, sehr kurz und erzeugen ein so geringes Drehmo
ment, daß dieses im Regelfall nicht ausreicht, um den Rotor zu bewegen.
Um aber auch dieses minimale Drehmoment zu kompensieren, kann nach
jeder Messung eine gegenpolige Kompensations-Spannung angelegt wer
den. Da die so erzeugten Felder gegenphasig und gleich groß sind, heben
sich die resultierenden Drehmomente auf.
Man kann also nach einem Meßschritt gemäß Fig. 1b sofort den Schritt
gemäß Fig. 1a zum Kompensieren des Drehmomentes folgen lassen. Wird
die Sequenz, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, durchlaufen, und zwar ausge
hend von der Situation gemäß Fig. 1a, muß auf die einzelnen Meßschritte
gemäß Fig. 1a, 1c und 1e nicht notwendigerweise ein gesonderter Meß
schritt gemäß Fig. 1b, 1d und 1f zum Kompensieren erzeugt werden. In der
dargestellten Abfolge der Sequenz ist jeweils der zweite Meßschritt gleich
zeitig auch Drehmoment-Kompensationsschritt zum vorhergegangenen
Meßschritt.
Zur einer genaueren Ermittlung der Rotorlage ohne Kenntnis und Berück
sichtigung der Motordaten kann eine Kombination der Meßschritte entspre
chend den Sequenzen nach Fig. 1 und Fig. 2 herangezogen werden.
Eine weitere Möglichkeit zur Genauigkeitssteigerung besteht darin, daß
man mittels Pulsweitenmodulation der drei Phasen einen beliebig verän
derbaren Feldvektor erzeugt, so daß es möglich ist, denjenigen Feldvektor
mit der geringsten oder größten Stromanstiegszeit zu ermitteln und hieraus
mit hoher Genauigkeit die Rotorlage zu bestimmen. Naturgemäß verlängert
sich bei dieser Verfahrensvariante die Zeit zur Ermittlung der Rotorlage, da
mehrere Messungen vorgenommen werden müssen.
Claims (7)
1. Verfahren für die Lagebestimmung des Rotors eines Synchronmotors,
wobei zur Ansteuerung des Synchronmotors ein Frequenzumrichter mit
einer Summenstrommessung des Laststromes der Leistungsstellglieder für
die Strombegrenzung vorgesehen ist, welche ein Abschalt-Signal liefert und
dieses Signal das Abschalten der Umrichterbrücke bewirkt und den Motor
damit ganz oder teilweise spannungsfrei schaltet, dadurch gekennzeich
net, daß nacheinander unterschiedliche Spannungen an die Motorphasen
angelegt und dementsprechend unterschiedliche Feldvektoren im Motor
erzeugt werden, wobei die Zeit vom Anlegen dieser Spannungen bis zum
Erreichen der vorgegebenen Abschalt-Stromschwelle gemessen und aus
diesem Vergleich der gemessenen Zeiten auf die Rotorlage geschlossen
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Ab
schalt-Stromschwelle das Strombegrenzungs-Pegel für den Summenlast
strom der Umrichterbrücke herangezogen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach einem
ersten Spannungsimpuls ein hinsichtlich des von diesem ersten Span
nungsimpuls erzeugten Drehmoments entgegengesetzter Spannungsimpuls
angelegt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ab
schalt-Stromschwelle umschaltbar und/oder freiprogrammierbar ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Messung
des Summenlaststromes der Umrichterbrücke kombiniert wird mit einer
zweiten Summenstrommessung.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
Summenstrommessung eine analoge Summenstrommessung ist.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Mes
sungen des Summenlaststromes der Umrichterbrücke vorgenommen werden
und die Meß-Differenz ausgewertet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19838227A DE19838227A1 (de) | 1998-08-22 | 1998-08-22 | Verfahren zur Bestimmung der Rotorlage eines Synchronmotors |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19838227A DE19838227A1 (de) | 1998-08-22 | 1998-08-22 | Verfahren zur Bestimmung der Rotorlage eines Synchronmotors |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19838227A1 true DE19838227A1 (de) | 2000-02-24 |
Family
ID=7878410
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19838227A Withdrawn DE19838227A1 (de) | 1998-08-22 | 1998-08-22 | Verfahren zur Bestimmung der Rotorlage eines Synchronmotors |
Country Status (1)
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