DE19838869A1 - Verfahren für das maschinelle Entfernen der ein Besatzmaterial bündelnden Hülle und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren für das maschinelle Entfernen der ein Besatzmaterial bündelnden Hülle und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
- Publication number
- DE19838869A1 DE19838869A1 DE1998138869 DE19838869A DE19838869A1 DE 19838869 A1 DE19838869 A1 DE 19838869A1 DE 1998138869 DE1998138869 DE 1998138869 DE 19838869 A DE19838869 A DE 19838869A DE 19838869 A1 DE19838869 A1 DE 19838869A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bundle
- cutting edge
- sheath
- sleeve
- magazine
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 230000005484 gravity Effects 0.000 claims abstract description 5
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 claims description 77
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 25
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 17
- 238000009966 trimming Methods 0.000 claims description 11
- 238000012546 transfer Methods 0.000 claims description 5
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims description 4
- 230000004323 axial length Effects 0.000 description 2
- 239000011888 foil Substances 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 238000012545 processing Methods 0.000 description 2
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 238000010297 mechanical methods and process Methods 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65B—MACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
- B65B69/00—Unpacking of articles or materials, not otherwise provided for
- B65B69/0033—Unpacking of articles or materials, not otherwise provided for by cutting
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Brushes (AREA)
Abstract
Um eine, das aus Borsten 4, Fäden oder dergleichen bestehende Besatzmaterial bündelnde Hülle 3 rationell, ohne komplizierte Bewegungsabläufe und möglichst universell zu entfernen, erfolgt ein axialer Längsschnitt eines schneidenden Werkzeuges 12 entlang des Besatzmaterial-Bündels 5 von wenigstens der Länge der gesamten axialen Erstreckung der Hülle 3. Hierzu ist eine Vorrichtung mit einer Entfernungsvorrichtung 11 für die Hülle 3 vorgesehen, welche ein schneidendes Werkzeug 12 mit einer Schneide 13 aufweist und bei der eine Schubvorrichtung 16 für eine relative, insbesondere lineare Verschiebung der Schneide 13 gegen das Bündel 5 vorgesehen ist, deren Hub derart bemessen ist, daß die Schneide 13 wenigstens die gesamte axiale Erstreckung der Hülle 3 aufschneidet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren für das maschinelle
Entfernen der ein aus Borsten, Fäden oder dergleichen
bestehendes Besatzmaterial bündelnden Hülle mittels eines
schneidenden Werkzeuges.
Zur Durchführung des Verfahrens ist eine Vorrichtung
vorgesehen, die einen Greifer eines Übergabesystems aufweist,
der ein von einer Hülle gehaltenes, aus Borsten, Fäden oder
dergleichen bestehendes Besatzmaterial-Bündel einem
Bündelmagazin entnimmt, die eine Entfernungsvorrichtung für
das Entfernen der Hülle aufweist und ein
Besatzmaterialmagazin für die aus der Hülle befreiten
Borsten, Fäden oder dergleichen.
Besatzmaterial in Form von Borsten, Fäden oder dergleichen
für die Herstellung von Pinseln, Bürsten, Teppichen u.s.w.
wird für eine Weiterverarbeitung in Bündeln angeliefert,
welche radial von einer Hülle aus Papier oder Folie gehalten
sind. Insbesondere vor einer maschinellen Weiterverarbeitung
der Borsten, Fäden oder dergleichen muß die Hülle entfernt
werden, z. B. vielfach von Hand.
Bei einem bekannten maschinellen Verfahren für das Entfernen
der Hülle wird die Folie oder das Papier an den Bündelenden
eingeschnitten und mittels Abstreifer über die gesamte
Bündellänge abgezogen. Hierbei sind die Abstreifer regelmäßig
an unterschiedliche Bündeldurchmesser anzupassen und ist der
gesamte Bewegungsablauf vergleichsweise kompliziert und von
großer Dauer, da die Länge des Bündels den Weg bestimmt, den
die Hülle zurücklegen muß.
Vor diesem technischen Hintergrund stellt sich die Aufgabe,
ein Verfahren und eine Vorrichtung für das Entfernen dieser
Hüllen zu schaffen, was äußerst rationell erfolgen soll, ohne
komplizierte Bewegungsabläufe und möglichst universell
einsetzbar.
Diese Aufgabenstellung wird durch das Verfahren und durch die
Vorrichtung nach der Erfindung gelöst. Bei dem Verfahren
gemäß Anspruch 1 wird auf einen axialen Längsschnitt des
schneidenden Werkzeuges von wenigstens der Länge der gesamten
axialen Erstreckung der Hülle abgestellt. Damit ist zunächst
eine kurze Relativbewegung zwischen dem schneidenden Werkzeug
und dem Bündel nur nötig, deren Länge von der axialen
Erstreckung der Hülle bestimmt wird. Diese axiale Erstreckung
der Hülle ist regelmäßig kürzer als die axiale Erstreckung
des Bündels selbst.
Bevorzugt erfolgt der die Hülle auftrennende Schnitt derart,
daß der Längsschnitt in der Hülle und eine axiale Mittelachse
des Bündels eine Ebene aufspannen. Durch diese Maßnahme ist
es möglich, daß beliebige Bündeldurchmesser und auch alle
üblichen Bündellängen ohne Werkzeugwechsel nacheinander
verarbeitet werden können. Soll das Schneidwerkzeug bei
vergleichsweise großen Bündeldurchmessern nicht oder nicht
allzu weit in das Bündel eindringen, braucht in dieser Ebene
eine Abstandsanpassung lediglich vorgenommen werden.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist weiter vorgesehen,
daß ein Greifer ein Bündel des Besatzmaterials oberhalb oder
in einem oberen Bereich eines Magazins für die Aufnahme der
Borsten, Fäden oder dergleichen hält, daß der Längsschnitt
die Hülle des Bündels untenliegend öffnet und daß die
Borsten, Fäden oder dergleichen aufgrund der Schwerkraft in
das Magazin fallen, während die Hülle entsorgt wird.
Vorteilhafterweise kann hierzu der gleiche Greifer verwendet
werden, der das Bündel einem Bündelmagazin entnehmen kann.
Insbesondere ist durch diese Maßnahme jedoch vermieden, ein
hüllenloses Bündel dem Besatzmaterialmagazin zuführen zu
müssen.
Der Greifer, der im wesentlichen das Bündel von oben in an
sich bekannter Art mittels Dornen und/oder Saugnäpfen hält,
entsorgt bevorzugt weiter die Hülle. Zwar können gesonderte
Vorrichtungen für die Entsorgung der Hülle vorgesehen sein,
jedoch weist der Greifer, sofern er für die Entnahme der
Bündel aus einem Bündelmagazin auch vorgesehen ist, eine
derartige Beweglichkeit auf, daß durch ihn die Hülle an
anderem Ort auch abgelegt werden kann.
Der axiale Längsschnitt der Hülle kann durch eine zur
Mittelachse des Bündels parallelen Relativbewegung zwischen
der Schneide und der Hülle erfolgen. Ein solcher
Schneidvorgang bietet den Vorteil, die Schneide des
Werkzeuges sehr kurz halten zu können, wenn die Schneide
senkrecht auf der Mittelachse des Bündels steht. Die
Schneidenlänge braucht der Dicke der Hülle aus Papier oder
Folie lediglich zu entsprechen. Hierbei entspricht der von
der Schneide beim Längsschnitt zurückgelegte Weg wenigstens
der axialen Erstreckung der Hülle.
Alternativ kann vorgesehen sein, daß die Relativbewegung
zwischen der Schneide und der Hülle senkrecht zur Mittelachse
des Bündels erfolgt. Ein solcher Schnitt setzt eine Länge der
Schneide über die gesamte axiale Erstreckung der Hülle
voraus. Eine gesonderte axiale Bewegung, die allein dem
Aufschneiden der Hülle dient, kann jedoch vermieden werden,
wenn hierbei der Greifer beim Einführen des Bündels in ein
Besatzmaterialmagazin das Bündel mit seiner äußeren Hülle
gegen die Schneide unmittelbar drückt, wodurch die Hülle über
ihre gesamte Länge nahezu gleichzeitig aufgeschnitten wird.
Bevorzugt wird, daß ein Greifer ein Bündel auf eine Schneide
aufsetzt, die sich parallel zur Mittelachse des Bündels und
über die gesamte axiale Länge der Hülle hinaus erstreckt, und
daß eine Relativbewegung zwischen der Schneide und der Hülle
parallel zur Mittelachse des Bündels erfolgt. Auch hierzu
kann vorteilhafter Weise der Greifer verwendet werden, der das
Bündel einem Bündelmagazin entnommen hat. Es setzt der
Greifer das Bündel unter einem leichten Druck auf die
Schneide auf, wobei durch das Aufsetzen der Schnitt selbst
regelmäßig noch nicht erfolgt. Für den Schnitt erfolgt eine
Relativbewegung zwischen der Schneide und der Hülle parallel
zur Mittelachse, wozu ein kurzer Hub lediglich nötig ist, da
sich die Schneide über die gesamte axiale Länge der Hülle
hinaus erstreckt. Eine oszillierende Bewegung, entsprechend
einem Vor- bzw. Zurückgehen der Schneide, kann dabei auch
vorgesehen sein. Bei einer derartigen Ausgestaltung kann die
Schneide auch eine Exzenterbewegung durchlaufen. Eine
derartige Verfahrensweise erlaubt einen präzisen, das
Borstenmaterial schonenden Schnitt, welcher ohne großen Druck
bzw. ohne große Eindringtiefe in das Bündel ausgeführt wird.
Zur Durchführung des Verfahrens ist eine Vorrichtung
vorgesehen, bei welcher insbesondere darauf abgestellt ist,
daß eine Entfernungsvorrichtung für ein Entfernen der Hülle
ein schneidendes Werkzeug mit einer Schneide aufweist, daß
eine Schubvorrichtung für eine relative, insbesondere lineare
Verschiebung der Schneide gegen das Bündel vorgesehen ist und
daß der Hub der Schubvorrichtung derart bemessen ist, daß die
Schneide die Hülle über ihre gesamte axiale Erstreckung
aufschneidet.
Die Schubvorrichtung kann in vorteilhafter Weise durch den
Antrieb des Greifers verwirklicht sein. Es wird dann
gewöhnlich das Bündel gegen eine feststehende Schneide
geführt werden. Alternativ kann eine Schubvorrichtung für das
schneidende Werkzeug vorgesehen sein, dessen Schneide dann
gegen ein vom Greifer raumfest gehaltenes Bündel geführt
wird. Letztere Vorgehensweise weist den Vorteil auf, daß alle
das Bündel bildende Borsten, Fäden oder dergleichen am
gleichen Ort von der Hülle freigegeben werden. Kombinierte
Bewegungsabläufe von Schneide und Bündel gegeneinander sind
gleichfalls möglich. Unabhängig davon, ob eine bewegliche
Schneide gegen ein feststehendes Bündel bewegt wird oder
umgekehrt, ist der Hub der Schubvorrichtung derart zu
Bemessen, daß der Schnitt über die gesamte axiale Erstreckung
der Hülle erfolgt, wodurch sämtliche das Bündel bildende
Elemente freigegeben werden.
Der Hub der Schubvorrichtung kann zu einer Relativbewegung
zwischen Schneide und Bündel parallel zu einer Mittelachse
des Bündels führen. Hierbei weist die Schneide wenigstens die
Länge der Dicke einer Hülle auf, kann also bei Hüllen aus
Papier oder einer Folie vergleichsweise kurz gehalten sein,
wenn die Schneide senkrecht bezüglich der Mittelachse des
Bündels ausgerichtet ist. Der Hub ist dann größer als die
axiale Erstreckung der Hülle vorzusehen.
Alternativ und bevorzugt ist die Schneide parallel bezüglich
der Mittelachse des Bündels ausgerichtet und von einer Länge,
welche die axiale Erstreckung der Hülle übertrifft. Bei einer
Relativbewegung zwischen Schneide und Bündel parallel zu
einer Mittelachse des Bündels ist ein geringer Hub nur nötig,
wenn der Greifer das Bündel auf die Schneide unter geringem
Druck aufgesetzt hat. Dieser Druck reicht regelmäßig nicht
aus, die Hülle bereits aufzuschneiden.
Grundsätzlich kann der Hub der Schubvorrichtung auch zu einer
Relativbewegung zwischen Schneide und Bündel senkrecht zu
einer Mittelachse des Bündels führen, wobei dann die Schneide
wenigstens die Länge der axialen Erstreckung der Hülle
aufweist. Bei dieser Ausgestaltung kann die Schubvorrichtung
durch den Antrieb des Greifarms auch ausgebildet sein.
Letztlich kann vorgesehen werden, daß die Schneide eine
exzenterartige Bewegung durch die Überlagerung einer
Relativbewegung senkrecht und einer Relativbewegung parallel
zur Mittelachse des Bündels durchführt. Eine solche Bewegung
kann durch die Steuerung des Greifarms bei festgehaltener
Schneide hervorgerufen werden. Kombinierte Bewegungsabläufe
von Schneide- und Greifarm können gleichfalls derartige
exzenterartige Bewegungen hervorrufen. Ist ein solcher
Bewegungsablauf für die Schneide allein vorgesehen, braucht
der Greifarm das Bündel in einer Position oberhalb der
Schneide in einer Ruheposition lediglich zu halten.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung wird weiter bevorzugt,
daß die Entfernungsvorrichtung unmittelbar oberhalb von einem
oder in einem oberen Bereich eines Besatzmaterialmagazins
angeordnet ist. Diese Maßnahme weist den Vorteil auf, daß die
von der Hülle in dem Bündel zusammengehaltenen Borsten, Fäden
oder dergleichen nach Öffnen der Hülle aufgrund der
Schwerkraft, in das Magazin fallen. Hierdurch entfällt der
Transport hüllenloser Bündel.
Letztlich ist nach der Erfindung ein Besatzmaterialmagazin
für die Aufnahme von Borsten, Fäden oder dergleichen eines
Besatzmaterials vorgesehen, das in einem oberen Bereich ein
Schneidmesser für das vollständige, axiale Durchtrennen einer
Hülle aufweist, welche das dem Magazin zugeführte
Besatzmaterial gebündelt hält. Ein solches Magazin ist
durchaus geeignet, in bereits bestehende Übergabesysteme, von
denen einzelne Bündel eines Besatzmaterials einem
Bündelmagazin entnommen und einem Besatzmaterialmagazin
zugeführt werden, integriert zu werden.
Die einzige Fig. 1 der Zeichnung zeigt schematisch eine
Vorrichtung nach der Erfindung, anhand welcher auch das
Verfahren näher erläutert wird.
Fig. 1 zeigt einen Greifer (1) eines Übergabesystems (2),
der nach herkömmlicher Art mittels Saugnäpfen und/oder Dornen
ein von einer Hülle (3) gehaltenes, aus Borsten (4), Fäden
oder dergleichen bestehendes Besatzmaterial-Bündel (5) hält.
Bewegt durch Antriebe (6, 7) des Übergabesystems (2) hat der
Greifer (1) das Bündel (5) einem Bündelmagazin (8) entnommen,
das eine Vielzahl weiterer Bündel (9) enthält, und in eine
Position über einem Besatzmaterialmagazin (10) gebracht.
Das Besatzmaterialmagazin (10) dient der Aufnahme der
vereinzelten Borsten (4), Fäden oder dergleichen, die so
einem weiteren Fertigungsprozeß zugeführt werden können. In
einem oberen Bereich des Besatzmaterialmagazins (10) ist eine
Entfernungsvorrichtung (11) vorgesehen mit einem Werkzeug
(12), das eine Schneide (13) aufweist.
Eine Schubvorrichtung sorgt für eine relative, insbesondere
lineare Verschiebung der Schneide (13) gegen das Bündel (5),
wodurch bei entsprechender Positionierung des Bündels (5) ein
axialer Längsschnitt entlang des Besatzmaterial-Bündels von
wenigstens der Länge der gesamten axialen Erstreckung der
Hülle (3) erzeugt wird. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung nach der Erfindung spannen der Längsschnitt
in der Hülle (3) und eine axiale Mittelachse (14) des Bündels
(5) eine Ebene (15) auf.
Ist die Schneide (13) vertikal ausgerichtet, dient z. B. eine
gesondert ausgebildete Schubvorrichtung (16) einem
horizontalen Verschieben, hier senkrecht zur Zeichenebene,
des Schneidwerkzeuges (12) gegen ein vom Antrieb (7)
entsprechend abgesenktes Bündel (5).
Der Hub der Schubvorrichtung (16) ist dabei derart bemessen,
daß die Schneide (13) wenigstens über die gesamt axiale
Erstreckung der Hülle (3) geführt wird und diese
aufschneidet. Durch den so erzeugten Längsschnitt wird die
Hülle (3) des von dem Greifer (1) in einem oberen Bereich des
Magazins (10) gehaltenen Bündels (5) unterseitig geöffnet und
die Borsten (4), Fäden oder dergleichen fallen auf aufgrund
der Schwerkraft entlang des Messerrückens der Schneide (13)
in das Magazin (10). Die nun leere Hülle (3) bleibt vom
Greifer (1) gehalten und kann von diesem an anderem Ort zur
Entsorgung abgelegt werden, bspw. durch Drehen um eine Achse
17.
Alternativ besteht die Möglichkeit, daß von dem Greifarm (1)
durch eine geeignet ausgebildete Schubvorrichtung
angetrieben, ein Bündel (5) gegen eine feststehende Schneide
(13) des Werkzeuges (12) geführt wird.
Als Alternative zu der eben beschriebenen Relativbewegung
zwischen der Schneide (13) und der Hülle (3) parallel zur
Mittelachse (14) des Bündels (5) kann eine Relativbewegung
zwischen Schneide (13) und der Hülle (3) auch senkrecht zur
Mittelachse (14) des Bündels (5) vorgesehen sein. Bei einer
solchen Ausgestaltung ist die Schneide (13) waagerecht
orientiert, d. h. sie steht senkrecht auf der Zeichenebene
und erstreckt sich über wenigstens die axiale Erstreckung der
Hülle (3).
Als Schubvorrichtung kann bei solcher konstruktiver
Gestaltung der vertikale Antrieb (7) des Greifarmes (1)
dienen. Dieser drückt zur Erzeugung des Längsschnittes das
Bündel (5) senkrecht nach unten gegen die Schneide (13),
wodurch dann die Hülle nahezu schlagartig über die gesamte
Länge von der Unterseite geöffnet wird. Bei dieser Variante
kann die Schneide (13) auch schräg gegenüber der Horizontalen
angestellt sein, so daß von einem Ende her die Hülle (3) dann
aufgeschnitten wird.
Es ist bevorzugt, daß sich die Schneide (13) parallel zur
Mittelachse (14) des Bündels (5) erstreckt und der Greifarm
(1) das Bündel (5) unter geringem Druck auf die Schneide (13)
aufsetzt. Die Schneide (13) erstreckt sich wenigstens über
die axiale Erstreckung der Hülle (3). Sitzt das Bündel (5)
auf der Schneide (13) auf, reicht ein vergleichsweise
geringer Hub der Schubvorrichtung (16) senkrecht zur
Zeichenebene, um einen Schnitt über die gesamte Länge der
axialen Erstreckung der Hülle (3) durchzuführen.
Unabhängig davon, ob eine Schneide (13) senkrecht oder
parallel zur Mittelachse (14) des Bündels (5) orientiert ist,
kann auch eine Überlagerung der beiden Relativbewegungen
senkrecht bzw. parallel zu der Mittelachse (14) vorgesehen
sein. Vom Standpunkt eines mitbewegten Beobachters wird dann
der Schnitt durch eine exzenterartige Bewegung der Schneide
durchgeführt bzw. das Bündel in einer exzenterartigen
Bewegung an einer feststehender Schneide entlang geführt.
Alternativ zu der gezeigten Anordnung der
Entfernungsvorrichtung (11) in einen oberen Bereich des
Besatzmaterialmagazins (10) und einer Zuordnung zu einem
solchen Magazin kann auch die Entfernungsvorrichtung oberhalb
dann beliebig austauschbare Magazine angeordnet sein. Ggfls.
einstellbare Leitbleche sorgen dann für einen exakten Fall
der einzelnen Borsten (4), Fäden oder dergleichen in ein
Magazin hinein, nachdem die Hülle (3) eines Bündels (5)
aufgeschnitten wurde.
Claims (15)
1. Verfahren für das maschinelle Entfernen der ein aus
Borsten, Fäden oder dergleichen bestehendes
Besatzmaterial bündelnden Hülle mittels eines
schneidenden Werkzeuges, gekennzeichnet durch einen
axialen Längsschnitt des schneidenden Werkzeuges (12)
entlang des Besatzmaterial-Bündels (5) von wenigstens
der Länge der gesamten axialen Erstreckung der Hülle
(3).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Längsschnitt in der Hülle (3) und eine
axialen Mittelachse (14) des Bündels (5) eine Ebene
(15) aufspannen.
3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Greifer
(1) ein Bündel (5) des Besatzmaterials oberhalb oder
in einem oberen Bereich eines Magazins (10) für die
Aufnahme der Borsten (4), Fäden oder dergleichen
hält, daß der Längsschnitt die Hülle (3) des Bündels
(5) untenliegend öffnet und daß Borsten (4), Fäden
oder dergleichen aufgrund der Schwerkraft in das
Magazin (10) fallen, während die Hülle (3) entsorgt
wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer
(1) die Hülle (3) entsorgt.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Relativbewegung zwischen der Schneide (13) und der
Hülle (3) parallel zur Mittelachse (14) des Bündels
(5) erfolgt.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Relativbewegung zwischen der Schneide (13) und der
Hülle (5) senkrecht zur Mittelachse (14) des Bündels
(5) erfolgt.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Greifer
(1) ein Bündel auf eine Schneide (13) aufsetzt, die
sich parallel zur Mittelachse (14) des Bündels (5)
und über die gesamte axiale Erstreckung der Hülle (3)
hinaus erstreckt, und daß eine Relativbewegung
zwischen der Schneide (13) und der Hülle (3),
insbesondere parallel zur Mittelachse (14) des Bündel
(5) erfolgt.
8. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens für das
maschinelle Entfernen der ein Besatzmaterial
bündelnden Hülle, insbesonders nach einem oder
mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 7, mit
einem Greifer (1) eines Übergabesystems (2), der ein
von einer Hülle (3) gehaltenes, aus Borsten (4),
Fäden oder dergleichen bestehendes Besatzmaterial-
Bündel (5) einem Bündelmagazin (8) entnimmt, mit
einer Entfernungsvorrichtung (11) für das Entfernen
der Hülle (3) und mit einem Besatzmaterialmagazin
(10) für die aus der Hülle (3) befreiten Borsten (4),
Fäden oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Entfernungsvorrichtung (11) ein schneidendes
Werkzeug (12) mit einer Schneide (13) aufweist, daß
eine Schubvorrichtung (16; 7) für eine relative,
insbesondere lineare Verschiebung der Schneide (13)
gegen das Bündel (5) vorgesehen ist, und daß der Hub
der Schubvorrichtung (16; 7) derart bemessen ist, daß
die Schneide (13) die Hülle (3) über ihre gesamte
axiale Erstreckung aufschneidet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schubvorrichtung (16) das schneidende
Werkzeug (12) verfährt.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schubvorrichtung (7) das Bündel (5) gegen die
Schneide (13) eines feststehenden Werkzeuges (12)
führt.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub der
Schubvorrichtung zu einer Relativbewegung zwischen
der Schneide (13) und dem Bündel (5) parallel zu
einer Mittelachse (14) des Bündels (5) führt und die
Schneide (13) wenigstens die Länge der Dicke einer
Hülle (3) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub der
Schubvorrichtung zu einer Relativbewegung zwischen
der Schneide (13) und dem Bündel (5) senkrecht zu
einer Mittelachse (14) des Bündels (5) führt und daß
die Schneide (13) wenigstens die Länge der axialen
Erstreckung der Hülle (3) aufweist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Schneide (13) und der Hülle (3) eine Relativbewegung
vorgesehen ist, die aus der Überlagerung einer
Relativbewegung parallel zur Mittelachse (14) des
Bündels (5) und aus einer Relativbewegung senkrecht
zur Mittelachse (14) des Bündels (5) zusammengesetzt
ist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8
bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Entfernungsvorrichtung (11) unmittelbar oberhalb oder
in einem oberen Bereich des Besatzmaterialmagazins
(10) angeordnet ist.
15. Besatzmaterialmagazin für die Aufnahme von Borsten,
Fäden oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß
in einem oberen Bereich des Besatzmaterialsmagazins
ein Schneidwerkzeug (12) für das vollständige, axiale
Durchtrennen einer das Besatzmaterial bündelnden
Hülle (3) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998138869 DE19838869A1 (de) | 1998-07-23 | 1998-07-23 | Verfahren für das maschinelle Entfernen der ein Besatzmaterial bündelnden Hülle und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998138869 DE19838869A1 (de) | 1998-07-23 | 1998-07-23 | Verfahren für das maschinelle Entfernen der ein Besatzmaterial bündelnden Hülle und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19838869A1 true DE19838869A1 (de) | 2000-01-27 |
Family
ID=7878828
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998138869 Withdrawn DE19838869A1 (de) | 1998-07-23 | 1998-07-23 | Verfahren für das maschinelle Entfernen der ein Besatzmaterial bündelnden Hülle und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19838869A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10149043C1 (de) * | 2001-10-05 | 2003-03-20 | Rueb F A Holding Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten, insbesondere Zahnbürsten |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2643222A1 (de) * | 1976-09-25 | 1978-04-06 | Zahoransky Anton Fa | Buerstenherstellungsmaschine sowie verfahren zur buerstenherstellung |
-
1998
- 1998-07-23 DE DE1998138869 patent/DE19838869A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2643222A1 (de) * | 1976-09-25 | 1978-04-06 | Zahoransky Anton Fa | Buerstenherstellungsmaschine sowie verfahren zur buerstenherstellung |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10149043C1 (de) * | 2001-10-05 | 2003-03-20 | Rueb F A Holding Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten, insbesondere Zahnbürsten |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0346646B2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Borstenwaren | |
| DE2812746C2 (de) | Maschine zur Herstellung von Bürsten | |
| EP0144009B1 (de) | Verpackungsmaschine mit Vorratshalter für Bobinen | |
| DE2902899A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur anbringung von saugroehrchen an verpackungsbehaeltern fuer getraenke | |
| EP3024355B1 (de) | Übergabestation zur übergabe von borstenfilamenten | |
| DE19654796A1 (de) | Zuführvorrichtung für eine Stoffzuschneideanlage, Stoffzuschneideanlage sowie Verfahren zum Betreiben derselben | |
| DE2849510A1 (de) | Buerstenherstellungsmaschine sowie verfahren zum herstellen von buersten | |
| DE19606395C1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Applizieren einer Folie auf eine Oberfläche | |
| DE3521210C1 (de) | Vorrichtung zum Abstuetzen eines auf einer Plattenaufteilsaege hergestellten langen und schmalen Werkstueckpakets | |
| EP0305956A2 (de) | Vorrichtung zum Verpacken zylindrischer Stränge aus einer Vielzahl scheibenförmiger Werkstücke | |
| DE3008616C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohrabschnitten aus einem zylindrischen Rohr, insbesondere einem Kunststoffrohr | |
| DE102019134973B4 (de) | Fahrerloses Transportfahrzeug, Bürstenherstellungsmaschine, Fertigungssystem, Filamentpuck, Verfahren zur Handhabung eines Filamentpucks, Computerprogramm und computerlesbares Medium | |
| EP0053090A1 (de) | Verfahren und Einrichtung zum Entfernen eines Garnrestes von einem Wickelkörper | |
| EP0854098A2 (de) | Packung, insbesondere für eine Gruppe von Zigarettenpackungen sowie Vorrichtung zum Herstellen derselben | |
| DE19838869A1 (de) | Verfahren für das maschinelle Entfernen der ein Besatzmaterial bündelnden Hülle und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2643222C2 (de) | ||
| DE2707863C2 (de) | Schneidvorrichtung zum Unterteilen von stabförmigen Gegenständen der tabakverarbeitenden Industrie | |
| EP0354935A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum entfernen des fadenrestes von einem auf textilmaschinen verwendeten garnträger | |
| EP1213105B1 (de) | Schneidvorrichtung und Verfahren zum Wechseln von Schneidmitteln | |
| DE3402050A1 (de) | Verfahren zum herstellen von buersten sowie buerstenherstellungsmaschine zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE19525808B4 (de) | Vorrichtung zum Aufbereiten von Borstenmaterial aus umhüllten Borstensträngen | |
| EP0110080A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von räumlichen Gegenständen | |
| DE102020122114A1 (de) | Vorrichtung zum automatischen Wechseln des Polierschwamms an einem Aufnahmeteller einer Poliermaschine | |
| DE3842754A1 (de) | Schneidevorrichtung fuer das selektive durchtrennen der mehrlagigen ummantelung eines kabels | |
| DE3538528A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von etikettierten kunststofformlingen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8130 | Withdrawal |