DE19837328A1 - Ionisationselektrode zur Überwachung des Verbrennungsprozesses eines Brenners, insbesondere eines Gasbrenners - Google Patents
Ionisationselektrode zur Überwachung des Verbrennungsprozesses eines Brenners, insbesondere eines GasbrennersInfo
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Abstract
Eine Ionisationselektrode (4) zur Überwachung und Regelung des Verbrennungsprozesses eines Brenners, insbesondere eines Gasbrenners, so auszugestalten, daß diese ein lastunabhängiges und zuverlässiges Ionisationssignal liefert, wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß wenigstens ein Abschnitt (7) der Ionisationselektrode (4) in den Brennerbereich (2) ragt und der Abstand (b, b', b'') des Abschnitts (7) von den Brennerdüsen (10) veränderbar ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ionisationselektrode zur Überwachung
und Regelung des Verbrennungsprozesses eines Brenners, insbesondere eines
Gasbrenners, innerhalb der Brennkammer.
In der Feuerungstechnik versteht man unter Brennern Misch- und Zuführ
einrichtungen für Brennstoffe und/oder Luft zum geregelten Verbrennen der
Brennstoffe, wie beispielsweise Öl, Gas oder Kohlenstaub.
Dabei sind hinsichtlich des Brennverhaltens regelungstechnische Probleme
gegeben, die sich unter anderem auf eine sichere, zuverlässige und emissions
arme Verbrennung auswirken, beispielsweise beim Starten des Brenners und
dem Betrieb des Brenners bei unterschiedlichen Leistungen, auch Brenner
belastung genannt.
So ist es beispielsweise bei Gasbrennern aufgrund von Besonderheiten in der
Versorgung mit Gasen unterschiedlicher und sich ändern der Beschaffenheiten
für eine optimale Verbrennung erforderlich, daß die Brenner diese Änderungen
und Unterschiede erfassen und entsprechend schnell und zuverlässig
ausregeln können, zum Beispiel durch Beimischung von mehr oder weniger
Gas und/oder Luft.
Für die Regelung und Überwachung des Verbrennungsprozesses ist es dabei
wichtig, für die Verbrennung charakteristische Signale zu erhalten. Zu diesem
Zweck werden Ionisationselektroden verwendet, die im Brennerbereich des
Brenners angeordnet sind und während des Verbrennungsprozesses von den
Flammen beaufschlagt werden. Dabei entstehen freie elektrische Ladungs
träger, Ionen und Elektronen, von denen überwiegend die Elektronen aufgrund
ihrer größeren Beweglichkeit einen gerichteten Ladungstransport, d. h. einen
elektrischen Strom, von der Ionisationselektrode zu einer elektrischen Masse
bewirken. Der sich so während des Verbrennungsprozesses einstellende
elektrische Strom und/oder die Spannung ist auch ein Maß für die
Flammentemperatur.
Für eine optimale Regelung und Überwachung des Verbrennungsprozesses ist
ein zuverlässiges Ionisationssignal bzw. ein zuverlässiger Ionisationsstrom
erforderlich. Dazu ist es notwendig, daß die Ionisationselektrode bei unter
schiedlichen Brennerbelastungen gleichmäßig von den Flammen beaufschlagt
wird. Problematisch ist dabei, daß die Höhe der Flammen von der Brenner
oberfläche bei unterschiedlichen Brennerbelastungen variiert, so daß das
Ionisationssignal belastungsabhängig werden kann.
Aus der DE 195 02 900 A1 ist eine Ionisationselektrode bekannt, die zur
Reduzierung der Abhängigkeit von der Brennerbelastung verschiedene
Längenabschnitte aufweist, die wechselweise näher oder entfernter von der
Brenneroberfläche liegen, so daß einige Längenabschnitte von hohen Flammen
und einige von niedrigen Flammen beaufschlagt werden, je nach Brenner
belastung. Dazu ist die Ionisationselektrode wellenförmig, kammförmig oder
wendelförmig ausgestaltet. Nachteilig bei dieser Ionisationselektrode ist, daß
eine stets gleichmäßige Flammenbeaufschlagung nicht gegeben ist. Darüber
hinaus können mit der Ionisationselektrode nur ganz bestimmte Brenner
belastungen erfaßt werden, beispielsweise nur eine minimale und eine
maximale Brennerbelastung. Damit ist eine Belastungsabhängigkeit des
Ionisationssignals gegeben.
Der Erfindung liegt in Anbetracht dieses Standes der Technik die Aufgabe
zugrunde, eine Ionisationselektrode zur Überwachung des Verbrennungs
prozesses eines Brenners so auszugestalten, daß diese ein lastunabhängiges
und zuverlässiges Ionisationssignal liefert.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß wenigstens ein
Abschnitt der Ionisationselektrode in den Brennerbereich der Brennkammer
ragt und der Abstand des Abschnitts von den Brennerdüsen einstellbar ist.
Durch die Einstellbarkeit des Abstands des in den Brennerbereich ragenden
und damit mit Flammen beaufschlagbaren Abschnitts der Ionisationselektrode
ist gewährleistet, daß die Ionisationselektrode ein lastunabhängiges und zuver
lässiges Ionisationssignal liefert, da die Ionisationselektrode so stets den
optimalen Abstand zur Brenneroberfläche einnehmen kann.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der in den
Brennerbereich ragende Abschnitt der Ionisationselektrode eine verringerte
Oberfläche auf. Damit ist ein optimaler Wärmefluß zwischen dem flammen
beaufschlagten in den Brennerbereich ragenden Abschnitt der Ionisations
elektrode und einem weiteren, nicht von den Flammen beaufschlagten
Abschnitt der Ionisationselektrode gegeben und Wärmestaus innerhalb der
Ionisationselektrode werden vermieden. Dadurch ist eine noch höhere
Zuverlässigkeit des Ionisationssignals gegeben. Vorteilhafterweise ist das
Oberflächenverhältnis des in den Brennerbereich ragenden Abschnitts der
Ionisationselektrode zu einem außerhalb des Brennerbereichs liegenden
Abschnitts der Ionisationselektrode 1 : 2.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die
Ionisationselektrode drehbar in einer Halterung gelagert und der Abstand
durch Drehen der Ionisationselektrode veränderbar. Dadurch ist eine überaus
einfache Möglichkeit geschaffen, den Abstand des in den Brennerbereich
ragenden Abschnitts der Ionisationselektrode von der Brenneroberfläche ein
zustellen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung verläuft der in den
Brennerbereich ragende Abschnitt der Ionisationselektrode um einen Abstand
zu der Drehachse der Ionisationselektrode versetzt. Dadurch läßt sich der
Abstand des in den Brennerbereich ragenden Abschnitts der Ionisations
elektrode von der Brenneroberfläche besonders effektiv und genau bereits
durch geringes Drehen der Ionisationselektrode einstellen. Vorteilhafterweise
ist der Abstand zu der Mittellinie durch eine Abwinkelung der Ionisations
elektrode ausgebildet.
Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
der Abstand in Abhängigkeit des Ionisationssignals der Ionisationselektrode
veränderbar. Dazu kann beispielsweise das sich bei Flammenbeaufschlagung
einstellende Ionisationssignal der Ionisationselektrode zur Drehung der
Ionisationselektrode in der Halterung genutzt werden, beispielsweise mittels
eines elektrischen Antriebs, welcher das Ionisationssignal in eine Drehung der
Ionisationselektrode umsetzt.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung,
in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dar
gestellt ist. Dabei zeigt die Figur in einer schematischen Seitenansicht einen
Brenner mit einer erfindungsgemäßen Ionisationselektrode.
Der in der Figur dargestellte Brenner 1 weist im Brennerbereich 2 eine Vielzahl
von Brennerdüsen 3 auf, von denen die Flammen ausgehen. Oberhalb des
Brennerbereichs 2 ist eine Ionisationselektrode 4 befestigt, welche hierzu
drehbar in einer Halterung 5 einer sich an den Brenner 1 anschließenden
Wandung 6 gelagert ist. Die Ionisationselektrode 4 weist einen in den
Brennerbereich 2 ragenden stabförmigen Abschnitt 7 und einen außerhalb des
Brennerbereichs 2 liegenden stabförmigen Abschnitt 9 auf. Die Abschnitte 7,
9 sind in Verlängerung und koaxial zueinander angeordnet. Der in den
Brennerbereich 2 ragende Abschnitt 7 ist während des
Verbrennungsprozesses von den Flammen 8 beaufschlagbar. Wie in der Figur
dargestellt, ist der in den Brennerbereich 2 ragende und diesen durchragende
Abschnitt 7 der Ionisationselektrode 4 gegenüber dem Abschnitt 9 der
Ionisationselektrode 4 verjüngt und mit geringem Querschnitt ausgebildet,
wodurch der Abschnitt 7 eine geringere Oberfläche aufweist. Ferner verläuft
der Abschnitt 7 um einen Abstand a zu der in der Figur strichpunktiert
eingezeichneten Mittellinie M der Ionisationselektrode 4 versetzt. Der Abstand
a ergibt sich durch eine Abwinklung 4a der Ionisationselektrode 4 im Bereich
des außerhalb des Brennerbereichs 2 liegenden Abschnitts 9.
Der in den Brennerbereich 2 ragende Abschnitt 7 ist, wie in der Figur darge
stellt, zu den Brenndüsen 3 mit einem Abstand b beabstandet. Der Abstand b
läßt sich dabei durch gezieltes Drehen der Ionisationselektrode in der
Halterung 5 stufenlos verändern, wie anhand der gestrichelt eingezeichneten
weiteren Positionen des Abschnitts 7 der Ionisationselektrode 4 und der
entsprechenden Abstände b' und b'' zu erkennen ist.
So läßt sich durch einfaches Drehen der Ionisationselektrode 4 in ihrer
Halterung 5 auf einfache Art und Weise der Abstand b stets so einstellen, daß
das von der Ionisationselektrode 4 bei Flammenbeaufschlagung gelieferte
Ionisationssignal lastunabhängig und zuverlässig ist. Das Drehen erfolgt
mittels z. B. eines elektrischen Antriebes, der auch prozeßgesteuert sein kann,
etwa in Abhängigkeit vom Ionisationsgrad.
In dem in der Figur mit 11 gekennzeichneten Bereich schließt sich andererseits
der Brennkammer 10 ein Kessel mit Rauch- und/oder Heizungswasser an,
welches mittels des Brenners 1 erwärmt werden soll.
1
Brenner
2
Brennerbereich
3
Brennerdüsen
4
Ionisationselektrode
4
a Abwinklung
5
Halterung
6
Wandung
7
Abschnitt
8
Flammen
9
Abschnitt
10
Brennkammer
11
Kessel
a Abstand
b Abstand
b' Abstand
b'' Abstand
M Mittellinie
a Abstand
b Abstand
b' Abstand
b'' Abstand
M Mittellinie
Claims (8)
1. Ionisationselektrode zur Überwachung und Regelung des
Verbrennungsprozesses eines Brenners, insbesondere eines Gasbrenners,
innerhalb der Brennkammer (10),
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Abschnitt (7) der Ionisationselektrode (4) in den
Brennerbereich (2) der Brennkammer (10) ragt und der Abstand (b, b',
b'') des Abschnitts (7) von den Brennerdüsen (3) einstellbar ist.
2. Ionisationselektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
in den Brennerbereich (2) ragende Abschnitt (7) der Ionisationselektrode
(4) eine verringerte Oberfläche im Vergleich zu mindestens einem
weiteren Abschnitt (9) der Ionisationselektrode (4) aufweist.
3. Ionisationselektrode nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Oberflächenverhältnis des in den Brennerbereich (2) ragenden Abschnitts
(7) der Ionisationselektrode (4) zu dem außerhalb des Brennerbereichs (2)
liegenden Abschnitt (9) der Ionisationselektrode (4) 1 : 2 ist.
4. Ionisationselektrode nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die unterschiedlichen Oberflächen auf
unterschiedlichen Querschnitten der beiden Abschnitte (7, 9) beruhen.
5. Ionisationselektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ionisationselektrode (4) drehbar in einer
Halterung (5) gelagert ist und der Abstand (b, b', b'') durch Drehen der
Ionisationselektrode (4) veränderbar ist.
6. Ionisationselektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der in den Brennerbereich (2) ragende Ab
schnitt (7) der Ionisationselektrode (4) um einen Abstand (a) zu einer
Mittellinie (M) der Ionisationselektrode (4) versetzt verläuft, die durch die
Drehachse der Halterung (5) definiert ist.
7. Ionisationselektrode nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand (a) zu der Mittellinie durch eine Abwinkelung (4a) der
Ionisationselektrode (4) ausgebildet ist.
8. Ionisationselektrode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (b, b', b'') in Abhängigkeit
eines Ionisationssignals der Ionisationselektrode (4) veränderbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998137328 DE19837328A1 (de) | 1998-08-18 | 1998-08-18 | Ionisationselektrode zur Überwachung des Verbrennungsprozesses eines Brenners, insbesondere eines Gasbrenners |
| EP99115647A EP0981026A3 (de) | 1998-08-18 | 1999-08-07 | Ionisationselektrode zur Überwachung des Verbrennungsprozesses eines Brenners, insbesondere eines Gasbrenners |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998137328 DE19837328A1 (de) | 1998-08-18 | 1998-08-18 | Ionisationselektrode zur Überwachung des Verbrennungsprozesses eines Brenners, insbesondere eines Gasbrenners |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19837328A1 true DE19837328A1 (de) | 2000-02-24 |
Family
ID=7877838
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998137328 Ceased DE19837328A1 (de) | 1998-08-18 | 1998-08-18 | Ionisationselektrode zur Überwachung des Verbrennungsprozesses eines Brenners, insbesondere eines Gasbrenners |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0981026A3 (de) |
| DE (1) | DE19837328A1 (de) |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| IT1399921B1 (it) * | 2010-05-05 | 2013-05-09 | Worgas Bruciatori Srl | Bruciatore premiscelato |
Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE19502900C2 (de) * | 1995-01-31 | 1997-12-18 | Stiebel Eltron Gmbh & Co Kg | Ionisationselektrode |
Family Cites Families (2)
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|---|---|---|---|---|
| SU1218261A1 (ru) * | 1983-04-01 | 1986-03-15 | Институт газа АН УССР | Горелочное устройство |
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1998
- 1998-08-18 DE DE1998137328 patent/DE19837328A1/de not_active Ceased
-
1999
- 1999-08-07 EP EP99115647A patent/EP0981026A3/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19502900C2 (de) * | 1995-01-31 | 1997-12-18 | Stiebel Eltron Gmbh & Co Kg | Ionisationselektrode |
Non-Patent Citations (2)
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| 09145049 A * |
| JP Patents Abstracts of Japan: 61-52520 A.,M- 501,July 24,1986,Vol.10,No.211 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0981026A3 (de) | 2003-01-02 |
| EP0981026A2 (de) | 2000-02-23 |
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