DE19837425A1 - Vorrichtung zur volumetrischen Wiedergabe eines dreidimensionalen Bildes in autostereoskopischer Darstellung durch gepulste Plasmaerzeugung in natürlicher Atmosphäre mittels eines einzelnen fokussierten Laserstrahls - Google Patents
Vorrichtung zur volumetrischen Wiedergabe eines dreidimensionalen Bildes in autostereoskopischer Darstellung durch gepulste Plasmaerzeugung in natürlicher Atmosphäre mittels eines einzelnen fokussierten LaserstrahlsInfo
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Abstract
Beschrieben wird eine Vorrichtung zur volumetrischen Wiedergabe eines dreidimensionalen Gebildes in autostereoskopischer Darstellung durch gepulste Plasmaerzeugung in natürlicher Atmosphäre mittels eines einzelnen fokussierten Laserstrahles. Es wird hierzu vorgeschlagen, daß bei einer Anzeigevorrichtung zur Darstellung einer dreidimensionalen Abbildung mit einem Lichtsender und einem Richtmittel, mittels Lichteinstrahlung sukzessiver ausgewählte Volumenelemente eines nichtlinearen Mediums zum Leuchten zu bringen, der Lichtsender zum Aussenden eines aufgeweiteten Lichtbündels ausgebildet ist, das Richtmittel zur selektiven Fokussierung des Lichtbündels in das jeweils ausgewählte Volumenelement ausgebildet ist und der Lichtsender eine solche Intensität besitzt, daß das Medium nur am Fokus des Lichtbündels zum Leuchten gebracht wird.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung
zur Darstellung einer dreidimensionalen Abbildung mit einem
Lichtsender und einem Richtmittel, um mittels Lichteinstrah
lung sukzessive ausgewählte Volumenelemente zum Leuchten zu
bringen, sowie ein Verfahren zur Erzeugung eines dreidimen
sionalen Bildes nach dem Oberbegriff des unabhängigen Verfah
rensanspruches.
Der Wunsch, dreidimensionale Abbildungen zu schaffen, die
sich von allen Seiten frei betrachten lassen und einen besse
ren räumlichen Eindruck vom abgebildeten Gegenstand oder ei
ner abgebildeten Szene ergeben, als dies mit herkömmlichen,
zweidimensionalen Anzeigevorrichtungen möglich ist, ist lange
bekannt. Angestrebte Anwendungen sind insbesondere die
Flugraumüberwachung oder Darstellungen von Computertomogram
men in der Medizin, etwa zur Vorbereitung chirurgischer Ein
griffe.
Es sind eine Vielzahl von Versuchen unternommen worden, um
eine derartige dreidimensionale Abbildung zu erreichen. Aus
der WO 96/33484 ist eine Volumenanzeigevorrichtung bekannt,
wobei eine Anzeige am Schnittpunkt von zwei Strahlen gebildet
wird, die aus jeder von zwei Lichtsender-Matrizen emittiert
werden. Für die segmentierte 3D-Anzeige soll u. a. am Schnitt
der Strahlen ein neues Photon erzeugt und somit sichtbares
Licht nur dort emittiert werden.
Aus der DE 28 56 035 ist eine Anordnung zur optischen Dar
stellung von Kurven und oder Flächen im dreidimensionalen
Raum bekannt, wobei wenigstens zwei Quellen zur Aussendung je
eines Strahls, vorzugsweise nicht sichtbaren Lichts und Mit
tel zur Steuerung der Lage der Lichtstrahlen im Raum vorgese
hen sind, ein Volumen eines Stoffs vorgesehen ist, in dem
diese Lichtstrahlen zur Überlagerung jeweils in einem be
stimmten Punkt gelenkt werden und wobei der Stoff des Volu
mens derart beschaffen ist, daß entweder durch die Überlage
rung der Lichtstrahlen an dem jeweiligen Punkt ein Streuzen
trum entsteht, das vorzugsweise durch Anstrahlung mit sicht
barem Licht sichtbar gemacht wird oder durch die Überlagerung
der Lichtstrahlen an dem jeweiligen Punkt ein selbstleuchten
der Lichtpunkt entsteht. Problematisch ist hierbei, daß zwei
Lichtstrahlen aufeinander koordiniert werden müssen.
Derartige komplexe Konstruktionen sind jedoch verbreitet. Das
US-Patent 4 870 485 beschreibt eine Vorrichtung zur Erzeugung
eines dreidimensionalen Bildes mit einer Leuchtkammer. Es
wird vorgeschlagen, einen leuchtfähigen Stoff wie Rubidium
dampf in einem Kammervolumen anzuordnen und mit zwei aus un
terschiedlichen Richtungen kommenden, schnell hin und her be
wegten Diodenlaserstrahlen geringer Leistung zu beleuchten,
wobei nur am Strahlschnittpunkt sichtbares Licht emittiert
werden soll. Durch Abstimmung der beiden Laser können unter
schiedliche Atomübergänge angeregt werden, was eine farbige
Abbildung ermöglicht, vgl. den Artikel "Three-Dimension volu
metric Display in Rubidium Vapour" von I. Kim, E. Korevaar
und H. Hakakha in Projection Displays II proceedings-Reprint
Band 2650 der International Society for Optical Engineering.
Nachteilig ist, daß die Kammer beheizt werden muß, das Kam
mervolumen begrenzt und die Helligkeit des Leuchtbildes ge
ring ist. Insbesondere für großformatige Anzeigen ist damit
das vorbekannte Display nicht geeignet.
Es ist weiter bekannt, in einer sog. Kathodenstrahlkugel ein
dreidimensionales Bild zu erzeugen, indem mit einem Elektro
nenstrahl ein sich in einer evakuierten Kugel schnell drehen
der phosphoreszierenden Schirm in Helixform zum Leuchten an
geregt wird. Ein solches System wird beispielsweise beschrie
ben in dem Aufsatz "Visualization of Complex System Dynamics
on a volumetric 3D-Display Device" von B. G. Blandel und A. J.
Schwarz, der insbesondere im Internet zugänglich ist.
Weiter ist ein Verfahren bekannt, bei welcher eine rotierende
Helix mittels eines Lichtstrahles angeleuchtet wird, wobei
durch die Helixrotation und Bewegung des Strahls der Eindruck
eines dreidimensionalen Bildes erweckt werden kann.
Weiter ist vorgeschlagen worden, einen Stapel aus mit Selte
ner-Erde-Verbindungen beschichteten Glasplatten mit zwei In
frarotlasern unterschiedlicher Wellenlängen zu bestrahlen, um
über einen Zweiphoton-Prozeß sichtbares Licht zu erzeugen. So
soll eine weitere 3D-Anzeige realisiert werden,
vgl. US PS 5 684 621.
Ein Nachteil der bekannten Anordnungen ist somit, daß zur
Bilderzeugung regelmäßig mehrere Lichtbündel aus unterschied
lichen Richtungen überlagert werden müssen, was einen komple
xen und häufig teuren optischen Aufbau zur Strahllenkung er
fordert.
Die vorliegende Erfindung zielt darauf, Neues für die gewerb
liche Anwendung bereit zu stellen.
Dieses Ziel wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprü
che gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den
abhängigen Ansprüchen.
Die Erfindung beruht somit auf der Erkenntnis, daß Licht,
welches ein nichtlineares Medium, d. h. ein Medium mit nicht
linearen optischen Eigenschaften, zum Leuchten bringen soll,
aus einer einzigen Richtung eingestrahlt werden kann, wenn es
einerseits auf ein jeweils ausgewähltes Volumenelement fokus
siert wird und sogleich eine hinreichend hohe Intensität be
sitzt. Eine Verkörperung der Erfindung wird daher durch eine
Anzeigevorrichtung zur Erzeugung einer dreidimensionalen Ab
bildung dargestellt, die einen Lichtsender und ein Richtmit
tel aufweist, um mittels Einstrahlung nur eines einzigen
Lichtbündels sukzessive ausgewählte Volumenelemente eines
nichtlinearen Mediums zum Leuchten zu bringen. Dabei ist
denkbar, Lichtsender und Richtmittel integral zu bilden.
Wichtig ist aber, daß das Richtmittel zugleich ein variables
Fokusmittel ist. Der Lichtsender strahlt also typisch ein
aufgeweitetes Lichtbündel von mehreren Millimetern Durchmes
ser aus und das Richtmittel fokussiert dieses selektiv in das
jeweils ausgewählte Volumenelement in unterschiedliche Ent
fernungen vom Richtmittel. Der Lichtsender besitzt eine sol
che Intensität , daß das Medium zumindest zu Zeiten von In
tensitätsspitzen zum Leuchten gebracht wird, aber nur im
bzw. am Fokus des Lichtbündels. Dabei wird die Nichtlineari
tät des Mediums genutzt.
Weil ein Leuchten nur im Fokus erzeugt wird, wird aus dem
Lichtbündel außerhalb des gewünschten Volumenelements allen
falls wenig oder gar keine Energie absorbiert, so daß der
Kontrast hoch ist. Dabei wird typisch das Leuchten nur unmit
telbar im Fokus erzeugt werden; lediglich bei extrem hohen
Intensitäten ist es möglich, schon geringfügig vor dem Fokus
das Medium zum Leuchten zu bringen. Es sei darauf hingewie
sen, daß der Fokus bei realen Optiken kein Brennpunkt im ei
gentlichen Sinn sein wird, sondern vielmehr ein Bereich end
licher Größe, dessen genaue Form von den in Lichtsender und
Richtmittel verwendeten optischen Elementen abhängt.
Als nichtlineares Medium kommen einerseits optische Kristalle
in Frage, wie frequenzverdoppelndes Lithiumniobat, Kalium
diphosphat und dergleichen; in diesem Fall wird die Intensi
tät des Lichtsenders so gewählt, daß die Wahrnehmungsschwelle
für das frequenzverdoppelte Licht nur im Fokusbereich über
schritten wird. Auch Lösungen, insbesondere Farbstofflösungen
oder andere entsprechende Flüssigkeiten, sind einsetzbar.
Ein monochromatisches Bild ist hierin beispielsweise von ei
nem einzigen gepulsten Laser erzeugbar.
Eine farbige Abbildung kann mit einem frequenzmischenden oder
verdoppelnden Medium aber ebenfalls erreicht werden, z. B. bei
Farbmischung mit einem Lichtsender für jede Grundfarbe. Be
vorzugt werden dann Lichtbündel unterschiedlicher Farbe kol
linear in das nichtlineare Medium eingestrahlt und auf die
Dispersion gegebenenfalls verwendeter transmissiver Elemente
vor der Strahlzusammenführung kompensiert. Anstelle einer An
zahl unterschiedlicher Lichtquellen kann auch ein Lichtsender
verwendet werden, der bereits ein weißes oder scheinbar wei
ßes Licht emittiert oder erzeugt und aus welchem die zur Ge
winnung eines bestimmten Farbeindruckes nicht erforderlichen
Komponenten selektiv ausgefiltert werden. Geeignet sind bei
hinreichend empfindlichen Medien für den Dauerstrichbetrieb
insbesondere IR-Laser, welche Laserstrahlung simultan auf ei
ner Vielzahl von Laserwellenlängen abgeben, ähnlich den im
Sichtbaren verwendeten Weißlichtlaser.
Ein gegenüber optischen Kristallen und dergl. weit bevorzug
tes Medium ist aber Gas. Bei Umgebungsdruck kann mit einem
Laserstrahlpuls ein Plasma im Fokus erzeugt werden, wie prin
zipiell bekannt ist. Hier wird also eine Nichtliniarität des
Gases genutzt. Es ist einsichtig, daß als Medium insbesondere
Luft bei Atmosphärendruck verwendet werden kann. Typische
Spitzenintensitäten, die zur Plasmazündung in Luft erforder
lich sind, liegen bei guter Fokussierung von z. B. 5 µm
Strahltaille im Megawatt-Bereich. Diese Leistung kann mit
kurz gepulstem Lasern bereitgestellt werden, die Pulsenergien
von z. B. 1/2 mJ aufweisen.
Die Pulsenergie von einem halben mJ reicht, um ein hell
leuchtendes Plasma zu erzeugen. Dieses Plasma wird für die
Zwecke der vorliegenden Anmeldung als "selbstleuchtendes"
Plasmas bezeichnet.
Eine geeignete gepulste Lichtquelle für den Lichtsender ist
insbesondere ein gepulster Laser, wobei in einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel ein NdYag-Laser verwendet wird. Andere
gepulste Laser sind aber gleichfalls einsetzbar. Während es
möglich ist, Quasi-Dauerstrich-Laser zu konstruieren, die
zwar Licht mit einer zwar schwankenden, jedoch zwischen Puls
spitzen nicht voll auf null abfallenden Intensität emittie
ren, ist es für Zwecke der vorliegenden Erfindung bevorzugt,
Laser mit möglichst hoher Spitzenleistung zu verwenden. Der
Laserpuls sollte aber so lang sein, daß damit zunächst ein
Plasmafunke gezündet wird und dann das nach der Impulsspitze
im Pulsschwanz noch emittierte Licht möglichst vollständig im
Plasma absorbiert wird.
Wenn die Lichtsender wie bevorzugt gepulst sind, werden die
Repetitionsraten typischerweise wenigstens im Bereich einiger
bis einiger zehn kHertz liegen. Dies ist ausreichend, damit
bei der durch das Auge gegebenen zeitlichen Auflösung ein
schon hinreichend komplexes Bild aus einer Vielzahl von
Leuchtpunkten aufgebaut werden kann. Bevorzugt liegen die Re
petitionsraten einleuchtenderweise deutlich höher und sind
nur von verfügbaren Laserquellen begrenzt.
Auch mit Plasma als Medium kann eine farbige Darstellung er
zeugt werden. Hierzu wird farbiges Licht in das Plasma einge
strahlt und dort gestreut. Wenn die Intensität des zu streu
enden Farblichtes hinreichend hoch ist, überstrahlt das ge
streute farbigen Licht das Selbstleuchten und erzeugt einen
Farbeindruck. Die erforderliche Intensität des farbigen Lich
tes hängt insbesondere von der spektralen Empfindlichkeit des
Auges ab.
Außerdem ergibt sich der Helligkeitseindruck am Auge bei den
typischerweise kurzen Zeiten, in denen an einem bestimmten
Punkt ein Plasma pulsartig erzeugt wird, aus dem zeitlichen
Intensitätsintegral. So kann über die gesamte Plasmalebens
zeit farbiges Licht am Plasma gestreut werden.
Bevorzugt ist auch das am Plasma zu streuende Farblicht ge
pulst, da Licht nur während des Vorliegens eines Plasmas zum
Auge gestreut werden kann. Bei gepulsten Lasern sind die Pul
se von Farb- und Leistungslaser zu synchronisieren. Dazu kön
nen gesteuerte Güteschalter in den Laser-Resonatoren verwen
det werden. Bei dem Einsatz von Farb- und Leistungslasern
werden die Farblaser bevorzugt so gepulst, daß die vollstän
dige Intensität des Farblaserlichtes am Plasma gestreut wird.
Weil typisch die Plasmarelaxationszeit mit einigen, z. B. cir
ca 10 ns deutlich länger ist als der Lichtpuls zur Erzeugung
des Plasmas (bei einem NdYag-Lasers um 30 ps), langt für die
Farblichtpulse gegenüber den plasmaerzeugenden Leistungspul
sen eine größenordnungsmäßig geringere Lichtintensität bei
länger dauernden Pulsen. Die Farblaserpulse sind bevorzugt
zumindest genau so lang wie die Pulse des Leistungslasers,
der das eigentliche Plasma erzeugt, und dauern bevorzugt
nicht wesentlich länger als die Plasmarelaxationszeit.
Bevorzugt werden auch die Farblaserstrahlen auf das Volumen
fokussiert, um ihre optimale Streuung im Plasmabereich zu er
möglichen. So ist bevorzugt, wenn Leistungs- und Farblaser
strahlen auf etwa dieselbe Strahltaillen fokussiert werden,
was durch kollineare Zuammenkopplung vor dem Richtmittel be
wirkt werden kann. Einleuchtenderweise wird bei der Auslegung
des optischen Systems das tatsächliche Strahlprofil berück
sichtigt oder zumindest, etwa als Gaußstrahl wie per se im
Stand der Technik bekannt, angenähert. Dies stellt sicher,
daß sich die erforderlichen engen Brennpunkte erzielen las
sen.
Für ein farbiges Bild ist die Mischung aus Grundfarben bevor
zugt.
Die Richtmittel können mechanisch verstellbare Spiegel sowohl
umfassen, um das Lichtbündel auf die ausgewählten Volumenele
mente zu richten, als auch um das Lichtbündel zu fokussieren.
Für die Lenkung des Bündels sind insbesondere mechanische
Stellelemente mit Galvano-Stellelementen oder mit Schrittmo
toren einsetzbar. Diese mechanischen Stellelemente werden be
vorzugt gesteuert, um den Laserstrahl nur längs einer ge
wünschten Bahn zu bewegen, welche als Teil des Bildes zum
Leuchten gebracht werden soll. Diese als "random access" be
zeichnete, gesteuerte Bewegung längs einer frei bestimmten
Bahn ist gegenüber dem sog. Raster-Scan-Fall bevorzugt, in
welchem mit dem Richtmittel sukzessive jedes einzelne Volu
menelement des gesamten Anzeigevolumens angesteuert wird und
dabei nur jene Volumenelemente (Voxel) zum Leuchten gebracht
werden, die einen hellen Bildteil ausmachen sollen. Dies
liegt daran, daß oft die mechanischen Elemente des Richtmit
tels die Komplexizität des Bildes, also dessen Größe bzw.
Auflösung begrenzen. Das gesteuerte Abfahren nur der spezi
fisch für ein gegebenes Bild gewünschten Bahn erlaubt es, bei
gegebener mechanischer Auslegung ein komplexeres Bild aufzu
bauen.
Werden im Richtmittel auch zur Fokussierung des Lichtbündels
verstellbare Spiegel eingesetzt, so können diese wahlweise
nur eine mechanische variierte Brennweite aufweisen oder
gleichzeitig eine Strahlpositionsverschiebung bewirken.
Eine besonders bevorzugte Fokussieranordnung wird durch Para
belspiegel realisiert. Praktisch lassen sich diese ohne
Schwierigkeiten annähern durch in einer Dimension sphärisch
gekrümmte Spiegel. Diese können als Vorderflächenspiegel auf
Piezo-Biege-Elementen aufgebracht sein. Die Piezoelemente ver
biegen bei Anlegen einer Spannung den Spiegel derart, daß
sich seine Brennweite ändert. Die Fokussierung muß hierzu
nicht mit einem einzelnen Spiegel in beiden Richtungen des
Strahlquerschnittes vorgenommen werden. Vielmehr können zwei
getrennt wirkende Spiegel vorgesehen werden, von welchen ei
ner (bei Ausbreitung des Bündels in z-Richtung) einer Fokus
sierung in x- und der andere in y-Richtung bewirkt.
Wahlweise kann das Richtmittel zur Veränderung der Fokusent
fernung auch eine Linse mit elektrooptisch verstellbarer
Brennweite umfassen. Derartige Linsen sind beispielsweise be
kannt aus der DE 26 49 073 C2. Wegen der relativ geringen zu
lässigen Strahlleistung derartiger Linsen wird aber am Richt
mittel ein sehr stark aufgeweiteter Strahl benötigt.
Bevorzugt sind daher andere Fokussierungsmittel. So kann eine
Zylinderlinse in den Strahl gesetzt werden, die um ihre quer
zur Strahlrichtung liegende Zylinderachse gedreht wird, was
die effektive Brennweite verändert. Der dabei auftretende
Strahlversatz kann ohne weiteres durch eine entsprechend ein
zustellende Parallelplatte kompensiert werden, wie per se be
kannt.
Die Fokussierung und/oder Strahllenkung kann auch mittels Ho
logrammen erfolgen.
Eine per se bekannte erste Möglichkeit sind akustooptische
Modulatoren, die in zeitlich veränderlicher Form angesteuert
werden, was den Bildaufbau erlaubt. So können bewegte Bildse
quenzen genauso erzeugt werden, wie das durch entsprechende
Steuerung von mechanischen Spiegelstellern möglich ist.
Aufgrund der nur geringen zulässigen Leistungsdichte der mei
sten akustooptischen Modulatoren ist es jedoch bevorzugt,
wenn das Richtmittel eine Vielzahl von Einzelhologrammen zur
Fokussierung des Lichtbündels in unterschiedliche Entfernun
gen und/oder in unterschiedliche Richtungen umfaßt und die
Einzelhologramme wie jeweils erforderlich in das Strahlbündel
bewegt werden.
Die Einzelhologramme müssen dabei nicht getrennt voneinander
auf einem Träger angeordnet werden, sondern lediglich separat
austastbar sein, etwa durch selektive Strahlabschattung mit
tels LCD oder indem eine Vielzahl von Einzelhologrammen auf
einem gemeinsamen Träger angeordnet wird.
Es ist möglich, die Entfernung des Fokuspunktes vom Richtmit
tel mit einer Vielzahl von Einzelhologrammen zu variieren,
indem die Strecke zwischen minimaler und maximaler Fokuspunk
tentfernung in kleinen Schritten unterteilt und für jeden
Schritt ein separates Einzelhologramm vorgesehen wird, das
nach Bedarf in den Strahl bewegt wird. In einem solchen Fall
wird die Lage des Fokuspunktes holographisch verändert. Eine
derartige Bewegung kann beispielsweise durch eine Rotation
eines zylindrischen Trägers oder die Drehung einer flachen
Scheibe erzeugt werden, auf deren Umfangsbereich die Einzel
hologramme hintereinander angeordnet sind.
Eine solche Fokussiereinrichtung kann mit mechanisch ver
stellten Spiegeln zusammenarbeiten, um insbesondere hinter
der Fokussiereinheit den Strahl auf den gewünschten Bildpunkt
zu bewegen. Wahlweise kann zur Wiedergabe eines vorgegebenen
dreidimensionalen Bildes oder einer kurzen Bildsequenz auch
ein Einzelhologrammfür jeden Leuchtpunkt längs einer vorbe
stimmten Bahn vorgesehen werden. Solche unveränderlichen Ein
zelhologramme für fixe Sequenzen sind z. B. ohne weiteres bei
Vorführungen in Diskotheken, zu Werbezwecken und dergleichen
nützlich.
Die Einzelhologramme können zwar durch Volumenhologramme rea
lisiert werden, bevorzugt ist jedoch die Verwendung von Ober
flächenhologrammen, die mit besonders hoher Leistung be
strahlt werden können, ohne daß eine Beschädigung befürchtet
werden muß.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung be
schrieben. In dieser sind:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel mit einem Richt
mittel, welches Hologramme verwendet;
Fig. 2 eine Anzeigevorrichtung mit verbiegbaren Spie
geln;
Fig. 3 eine Fokussiereinheit mit einer Zylinderlinse;
Fig. 4 ein Beispiel für die Anordnung von Oberflächen
hologrammen auf einem Drehzylinder.
Nach Fig. 1 umfaßt eine allgemein mit 1 bezeichnete Vorrich
tung 1 zur volumetrischen Wiedergabe eines dreidimensionalen
Bildes in autostereoskopischer Darstellung einen gepulsten
NdYag-Laser 2 mit einer Pulsenergie von wenigstens einem hal
ben mJ und einer Pulsdauer von etwa dreißig Picosekunden.
Der aus dem NdYag-Laser 2 emittierte Laserstrahl 3 besitzt
eine durch den Laserresonator vorgegebene Divergenz und einen
Durchmesser von typisch einem bis einigen Millimetern. Der
divergente Laserstrahl 3 wird in einer Aufweiteoptik 4 weiter
aufgeweitet und verläßt diese als nahezu paralleles Lichtbün
del bzw. -strahl 5. Dieser parallele Strahl 5 trifft auf ein
Durchlichthologramm wie z. B. Volumenhologramm 6, das geeignet
ist, der Strahlleistung dauerhaft zu widerstehen, und auf ei
ner Scheibe 7 angeordnet ist. Die Scheibe 7 dreht sich um ih
re zur Strahlachse 5 kollineare Achse 8 und führt bei ihrer
Drehbewegung abwechselnd unterschiedliche Durchlichthologram
me 6a, 6b in den Strahl 5. An den Stellen der Durchlichtholo
gramme 6 ist die Scheibe 7 durchbrochen. Hinter Drehscheibe 7
ist eine optionale Sammellinse 6c vorgesehen.
Die Durchlichthologramme 6 sind so gebildet, daß - gegebenen
falls zusammenwirkend mit Linse 6c - in vorbestimmtem Abstand
und in vorbestimmter Richtung von der Drehscheibe der Strahl
5 zu einem Fokuspunkt 9 fokussiert wird. Bei der Drehung der
Scheibe 7 können Durchlichthologramme 6 so in den Strahl 5
bewegt werden, daß der Fokus 9 längs einer dreidimensionalen
Bahn bewegt wird, welche einem abzubildenden dreidimensiona
len Gegenstand 10 entspricht.
Die Anordnung befindet sich in der natürlichen Atmosphäre,
beispielsweise im Freien oder in einem geschlossenen Veran
staltungsraum wie einer Diskothek. Die Strahlenergie ist so
hoch, und die Fokussierung auf den Fokuspunkt 9 so scharf,
daß am Fokuspunkt bzw. -bereich 9 ein Plasma zündet. Bei hin
reichend schneller und insbesondere auf die Pulse synchroni
sierter Drehung der Drehscheibe 7 und bei hinreichend hoher
Pulswiederholrate des gepulsten Ndyag-Lasers erscheint so
längs der Bahn, die der Fokuspunkt 9 abfährt, ein leuchtendes
Objekt, das aus den selbstleuchtenden Plasmapunkten, die in
den Fokuspunkten 9 gezündet werden, gebildet ist.
Während das Ausführungsbeispiel von Fig. 1 nur aus Gründen
der Veranschaulichung mit Durchlichthologrammen 6 beschrieben
und dargestellt ist, ist ein Aufbau mit beständigeren Refle
xionshologrammen, d. h. Oberflächenhologrammen, bevorzugt. Ein
bevorzugtes Trägermaterial hierfür ist Quarzglas.
Die Hologramme müssen nicht zwingend auf einer sich drehenden
Scheibe angeordnet werden, sondern wahlweise ist es möglich,
diese helixförmig auf einem Zylinder anzuordnen wie in Fig.
4 angedeutet. Der Zylinder wird unter Drehung vorgeschoben
werden, um die unterschiedlichen Einzelhologramme sukzessive
in den Strahl 5 zu bewegen. Wahlweise wird der Strahl über
den sich drehenden Zylinder verschoben. Wenn auch zur pausen
freien Darstellung eines vorgegebenen Bildes oder einer vor
gegebenen Bildsequenz die Rückbewegung des Drehzylinders ge
nutzt werden soll, können die Einzelhologramme auf zwei ge
trennten Schraubenlinien, jeweils eine für Vor- und Rückbewe
gung angeordnet werden, wie dies in Fig. 5 anhand der
strichpunktiert und gestrichelt gezeichneten Schraubenlinien
veranschaulicht ist. Diese beiden Schraubenlinien können
wahlweise dieselbe Drehrichtung aufweisen oder unterschiedli
chen Drehsinn besitzen, wie in Fig. 4a beziehungsweise 4b
jeweils veranschaulicht.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung wird mit Bezug
auf Fig. 2 beschrieben.
Nach Fig. 2 umfaßt die wiederum allgemein mit 1 bezeichnete
Anzeigenvorrichtung 1 einen gepulsten Laser 2, der einen
Strahl 3 emittiert, welcher in einer Optik 4 aufgeweitet und
als Strahl 5 in ein Fokussiermittel 20 geführt wird.
Das Fokussiermittel umfaßt einen ersten Parabelspiegel 21,
der den Strahl in einer ersten Richtung quer zur Ausbreitung
fokussiert und einen zweiten Parabelspiegel 22, der den
Strahl in der zweiten Richtung quer zur Ausbreitung fokus
siert. Damit eine Fokussierung sowohl mit dem Spiegel 21 als
auch dem Spiegel 22 erreicht wird, umfaßt das Fokusmittel
weiter in per se bekannter Weise einen Strahlteiler 2 und
Lambda/4 Plättchen 24a und 24b. Die Spiegel 21 und 22 sind
auf sog. Piezo-Bender-Elementen als Vorderflächenspiegel auf
gebracht. An die Piezo-Bender-Elemente kann aus einer geeig
neten Spannungssteuerung eine Spannung angelegt werden, die
die Krümmung des Spiegels und damit seine jeweilige Brennwei
te verändert. Der aus dem Strahlteiler 23 konvergent austre
tende Strahl wird - gegebenenfalls nach Durchtritt durch eine
weitere Sammellinse mit vorzugsweise fester Brennweite (nicht
gezeigt) zur Erhöhung der Entfernung des Fokuspunktes und so
mit zur Vergrößerung des Bildes - auf einen ersten, mecha
nisch um eine erste Achse schwenkbaren Spiegel 25 und dann
auf einen zweiten schwenkbaren Spiegel 26 gerichtet, der um
eine zur ersten Achse senkrechte zweite Achse schwenkbar ist.
Hinter dem Spiegel 26 läuft das Strahlbündel frei in die At
mosphäre zu seinem Fokuspunkt 9.
Die Piezoelemente der biegbaren Spiegel 21 und 22 sind ge
steuert verstellbar, ebenso wie die Ausrichtung der Spiegel
25 und 26 durch eine Steuerung verändert werden kann. Die
Steuerung (nicht gezeigt) ist so gebildet, daß der Fokuspunkt
9 längs einer frei vorgebbaren Trajektorie im Raum bewegt
werden kann.
Im Betrieb werden die Bewegungen und Verstellungen der Spie
gel 21, 22, 25 und 26 durch die Steuerung aufeinander abge
stimmt und der NdYag-Laser 2 mit hinreichend hoher Repetiti
onsrate gepulst. So wird die Trajektorie längs der Fokuspunk
te 9 als Leuchtbahn sichtbar und ein hell leuchtendes und so
mit weithin sichtbares autostereoskopisches Bild in volume
trischer Darstellung erzeugt. Es sei darauf hingewiesen, daß
Plasmaleuchten aus einem großen Raumwinkelbereich beobachtet
werden kann und sehr hell ist.
Die Vorrichtung von Fig. 2 kann aber nicht ausschließlich
monochromatische Bilder unter Ausnutzung des Plasmaselbst
leuchtens erzeugen. Vielmehr sind drei weitere gepulste Laser
27a, 27b, 27c vorgesehen, die Laserstrahlen roter, grüner be
ziehungsweise blauer Wellenlänge emittieren. Die Strahlen der
Laser 27 werden über Strahlteiler 28a, 28b, 28c und 28d kol
linear in den Strahl 3 eingestrahlt, mit diesem zusammen in
der Aufweiteoptik 4 aufgeweitet und an den Spiegeln umge
lenkt, bzw. fokussiert. Da die Fokussierung an Spiegeln er
folgt, sind keine chromatischen Aberrationen zu befürchten.
Die Strahlparameter wie Divergenz und Strahltaille von Far
blasern und NdYag-Laser sind einander angepaßt.
Die Laser 27 sind gütegesteuert, wobei per se im Stand der
Technik bekannte Güteschalter (Q-Switches) in den Laser-Re
sonatoren der Laser 27 angeordnet sind. Die Güteschalter in
den Laserresonatoren der Laser 27 sind über ein Synchronisa
tionsmittel 29 an die Pulserzeugeung des Ndyag-Lasers 2 ge
koppelt.
Im Betrieb zur farbigen Wiedergabe durch die Vorrichtung von
Fig. 2 wird wiederum der Fokus längs einer erforderlichen
Trajektorie verschoben und die Emission aus den Farblasern
27a bis 27c so gesteuert, daß nach oder bei Zünden des Plas
mafunkens 9 an diesem das farbige Licht in gewünschter Inten
sität zur Erzielung eines vorgegebenen Farbeindruckes zum Be
obachter gestreut wird.
Es sei erwähnt, daß die vorgeschlagene, aber nicht gezeigte
Sammellinse hinter dem Strahlteiler entsprechend auch mit
bzw. in anderen Richtmitteln vorteilhaft einsetzbar ist, wie
in Fig. 1 durch Linse 6c veranschaulicht.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Beispiel einer Fokussierungsoptik.
Diese umfaßt eine Zylinderlinse 30 anstelle eines verbiegba
ren Spiegels oder von Hologrammen. Die Zylinderlinse ist im
Strahlengang eines NdYag-Lasers 2 hinter der Aufweiteoptik 4
angeordnet. Die Zylinderlinse 30 weist eine Dreheinheit auf,
um sie gegen den Strahl zu kippen, wobei sich die effektive
Brennweite ändert, wie durch Fig. 3b angedeutet. Da sich bei
einer derartigen Fokussierung zugleich ein Strahlversatz ein
stellt, ist eine dünne Platte 31 vorgesehen, die synchron so
mit der Zylinderlinse 30 verschwenkt wird, daß der Strahlver
satz kompensiert wird.
Es versteht sich, daß die unterschiedlichen Fokussierungs-
und Richtmittel miteinander kombinierbar sind.
Es ist vorstellbar, auf der Scheibe 7 von Fig. 1 nicht eine
Vielzahl von Einzelhologrammen anzuordnen, die sowohl für ei
ne seitliche Ablenkung als auch für eine Variation der räum
lichen Entfernung des Fokuspunktes von der Scheibe sorgen,
sondern nur mit den auf der Scheibe 7 angeordneten Hologram
men eine schrittweise Verlagerung der Fokusentfernung zu er
zielen und dann eine Umlenkung beispielsweise mit mechanisch
gesteuerten Spiegeln wie bei 25 und 26 in Fig. 2 angedeutet,
vorzunehmen.
Weiter ist auch denkbar, anstelle einer drehbaren Scheibe 7
mit Einzelhologrammen einen akustooptischen Modulator vor zu
sehen, dem durch entsprechende akustische Anregung ein sol
ches Dichtemuster aufgeprägt wird, mit welchem eine gewünsch
te Strahlablenkung beziehungsweise Fokussierung erreicht
wird. Derartige akustooptische Modulatoren mit zugeordneten
Drehspiegeln sind in der Technik per se bekannt. Weiter ist
ohne weiteres möglich, anstelle einer Drehscheibe, auf wel
cher Einzelhologramme nur im Umfang angeordnet sind, eine
Bildsequenz auf einer Spirale vorzusehen.
Während es bevorzugt ist, die Spiegel der mechanischen Stel
lelemente so zu verstellen, daß eine vorgegebene Trajektorie
abgefahren wird, ist es auch möglich, wie bei der zeilenwei
sen Abtastung eines Fernsehbildes jedes einzelne Voxel im Ab
bildungsraum sukzessive anzusteuern und nur dort hinein zu
fokussieren, wo ein Leuchten gewünscht wird. Allerdings ist
die letztgenannte Art der Bilderzeugung aufgrund der be
schränkten mechanischen Stellgeschwindigkeiten nicht bevor
zugt.
Beschrieben wird also eine Vorrichtung zur volumetrischen
Wiedergabe eines dreidimensionalen Gebildes in autostereosko
pischer Darstellung durch gepulste Plasmaerzeugung in natür
licher Atmosphäre mittels eines einzelnen fokussierten Laser
strahles. Es wird hierzu vorgeschlagen, daß bei einer Anzei
gevorrichtung zur Darstellung einer dreidimensionalen Abbil
dung mit einem Lichtsender und einem Richtmittel, mittels
Lichteinstrahlung sukzessiver ausgewählte Volumenelemente ei
nes nichtlinearen Mediums zum Leuchten zu bringen, der Licht
sender zum Aussenden eines auf geweiteten Lichtbündels ausge
bildet ist, das Richtmittel zur selektiven Fokussierung des
Lichtbündels in das jeweils ausgewählte Volumenelement ausge
bildet ist und der Lichtsender eine solche Intensität be
sitzt, daß das Medium nur am Fokus des Lichtbündels zum
Leuchten gebracht wird.
Claims (32)
1. Anzeigevorrichtung zur Erzeugung einer dreidimensionalen
Abbildung mit einem Lichtsender und einem Richtmittel, um
mittels gerichteter Lichteinstrahlung sukzessive ausge
wählte Volumenelemente eines Mediums zum Leuchten zu
bringen,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Lichtsender zum Aussenden eines aufgeweiteten Licht
bündels ausgebildet und das Richtmittel zur selektiven
Fokussierung des auf geweiteten Lichtbündels in das je
weils ausgewählte Volumenelement ausgebildet sind und
worin der Lichtsender zumindest temporär eine solche In
tensität besitzt, daß nur am Fokus des Lichtbündels ein
Leuchten erzeugt wird.
2. Anzeigevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch mit
einem das Licht des eingestrahlten Lichtbündels zu Licht
sichtbarer Wellenlänge nichtlinear mischenden, insbeson
dere frequenzverdoppelnden Medium, worin die Intensität
des Lichtsenders so hoch ist, daß nur vom im Medium lie
genden Fokusbereich gemischtes, insbesondere frequenzver
doppeltes Licht deutlich wahrnehmbarer Intensität emit
tiert wird.
3. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 2 zur Anzeige eines mo
nochromatischen Bildes, worin das Medium ein frequenzver
doppelndes Medium ist und der Lichtsender und das Richt
mittel zur Einstrahlung allenfalls eines einzigen in das
Medium fokussierten Lichtbündels für jeden zu einem gege
benen Zeitpunkt gleichzeitig zum Leuchten gebrachten
Punkt ausgebildet sind.
4. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 2, worin zur Erzeugung
eines farbigen Bildes das Medium ein frequenzverdoppeln
des Medium ist und der Lichtsender und das Richtmittel
zur Aussendung und Einstrahlung allenfalls eines einzigen
in das Medium fokussierten Lichtbündels je Grundfarbe für
jeden zu einem gegebenen Zeitpunkt zum Leuchten gebrach
ten Punkt ausgebildet ist.
5. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 2, worin das Medium ein
Licht nichtlinear mischendes Medium ist und Lichtsender
und Richtmittel dazu ausgebildet sind, ein aus Licht
strahlen wenigstens zweier unterschiedlicher Wellenlängen
allgemein kollinear zusammengesetztes Lichtbündel in das
Medium zu fokussieren.
6. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 5, worin zur Erzeugung
eines monochromatischen Bildes Lichtsender und Richtmit
tel dazu ausgebildet sind, ein aus nur zwei unterschied
lichen Wellenlängen zusammengesetztes Lichtbündel in das
Medium zu fokusieren.
7. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, worin der Lichtsender
und das Richtmittel für das Fokussieren des Lichtbündels
in Gas ausgebildet sind und der Lichtsender eine solche
Intensität besitzt, daß sich im Fokus des Lichtbündels
zumindest zeitweilig ein Plasma bildet.
8. Anzeigevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wor
in der Lichtsender und das Richtmittel für das Fokussie
ren des Lichtbündels in natürliche Luft, insbesondere die
freie Atmosphäre ausgebildet sind.
9. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, worin das Me
dium Umgebungsdruck besitzt.
10. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wor
in der Lichtsender Licht mit einer solchen Intensität
ausstrahlt, daß in einer vorbestimmten Beobachtungsent
fernung ein Selbstleuchten des Plasmas deutlich wahrnehm
bar ist.
11. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
worin Lichtsender und/oder Richtmittel dazu ausgebildet
sind, das wahrgenommene Leuchten des Mediums am Fokus
punkt durch Streuung wenigstens eines vom zur Plasmabil
dung fokussierten Lichtstrahl verschiedenen Lichtstrahles
zu erzeugen.
12. Anzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, worin der Lichtsender zur Aussendung von Lichtpul
sen, insbesondere mit einer wenigstens im kHertz-Be
reich liegenden Repetitionsrate ausgebildet ist.
13. Anzeigevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wor
in der Lichtsender einen gepulsten Laser, insbesondere
NdYag-Laser, mit hoher Spitzenleistung umfaßt.
14. Anzeigevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch zur
Anzeige einer farbigen Abbildung, in natürlicher Atmosphä
re, worin der Lichtsender einen ersten, gepulsten (Lei
stungs-)Laser zur Erzeugung eines Plasmafunkens umfaßt
und wenigstens einen (Farb-)Laser anderer Wellenlänge,
vorzugsweise genau einen Laser für jede Grundfarbe um
faßt, worin der oder jeder Farblaser eine solche Intensi
tät besitzt, daß der wahrgenommene Farbeindruck das vom
Leistungslaser bewirkte Plasmaleuchten überstrahlt, be
vorzugt mit einem Mittel zur Intensitätseinstellung für
den oder jeden Farblaser.
15. Anzeigevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, mit
einem Pulssynchronisationsmittel für wenigstens einen,
vorzugsweise jeden Farblaser zur Synchronisation der da
von abgegebenen Lichtpulse auf jene des Leistungslasers,
wobei vorzugsweise die Farblaser derart ausgebildet sind,
daß deren Pulse zumindest so lange wie jene des Lei
stungslasers und bevorzugt nicht wesentlich länger als
die Plasmarelaxationszeit andauern.
16. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 14 oder 15,
worin zwischen Lichtsender und Richtmittel ein Strahlkop
pelmittel vorgesehen ist, um die aufgeweiteten Laser
strahlen von Leistungs- und Farblasern vor der Fokussie
rung in das Volumenelement kollinear zusammenzuführen.
17. Anzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, worin das Richtmittel wenigstens einen, vorzugsweise
mehrere mechanische, insbesondere über Schrittmotoren
oder Galvostellelemente verstellbare Spiegel zur Richtung
des Lichtbündels in die ausgewählten Volumenelemente um
faßt.
18. Anzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, worin das Richtmittel wenigstens einen mechanisch
verstellbaren Spiegel zur wahlweisen Fokussierung des
Lichtbündels in in unterschiedliche optische Weglängen
vom Spiegel entfernt liegende Volumenelementen umfaßt.
19. Anzeigevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wor
in der Fokussierspiegel ein insbesondere mittels eines
Piezoelementes verbiegbarer Spiegel, insbesondere Para
belspiegel ist.
20. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 18 oder 19,
worin ein erster verbiegbarer Fokussierspiegel zur Fokus
sierung des Strahlenbündels in einer ersten Strahlquer
schnittsrichtung und ein zweiter Fokussierspiegel zur Fo
kussierung des Strahlenbündels in einer davon verschiede
nen zweiten Strahlquerschnittsrichtung vorgesehen ist.
21. Anzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, worin das Richtmittel zumindest eine Linse mit elek
trooptisch verstellbarer Brennweite umfaßt.
22. Anzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, worin das Richtmittel wenigstens eine allgemein zy
lindrische Linse mit einem Stellelement zur Veränderung
der effektiven Brennweite durch Änderung der Linsennei
gung gegen den Strahl, sowie vorzugsweise ein Strahlver
satzkompensationselement umfaßt.
23. Anzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, worin das Richtmittel ein Hologrammittel zur Verän
derung von Strahlrichtung und/oder Fokuslage umfaßt.
24. Anzeigevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wor
in das Hologrammittel einen akustooptischen Modulator mit
einer Steuerung zur zeitlich variablen Einstellung von
Strahlrichtung und/oder Fokuslage umfaßt.
25. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 23, worin das Hologram
mittel eine Vielzahl von Einzelhologrammen zur Fokusie
rung des Lichtbündels in unterschiedliche Entfernungen
umfaßt und ein Steuermittel zur Relativbewegung von Ein
zelhologramm und Strahlbündel.
26. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 25, worin das Holo
grammittel eine Vielzahl von Einzelhologrammen zur Bewe
gung des Leuchtpunktes längs einer vorbestimmten Bahn um
faßt.
27. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 23, 25 oder
26, worin das Hologrammittel Oberflächenhologramme um
faßt.
28. Verfahren zur Erzeugung eines dreidimensionalen Bildes,
worin Licht emittiert und sukzessive in ausgewählte Volu
menelemente gerichtet wird, um dort ein Leuchten zu er
zeugen,
dadurch gekennzeichnet, daß
Licht als einzelnes aufgeweitetes Lichtbündel in das je
weilige Volumen fokussiert und die Intensität des Licht
strahles so hoch gewählt wird, daß nur an dessen Fokus
ein deutlich wahrnehmbares Leuchten erzeugt wird.
29. Verfahren nach dem vorhergehenden Verfahrensanspruch,
worin der einzelne aufgeweitete Lichtstrahl in ein Gas,
vorzugsweise Luft, fokussiert und am Fokus ein selbst
leuchtendes Plasma gebildet wird.
30. Verfahren nach Anspruch 29, worin Licht einer ersten Wel
lenlänge gerichtet in das Medium fokussiert wird und
Licht wenigstens einer zweiten Wellenlänge am Plasma ge
streut wird, um das Plasmaselbstleuchten zu überstrahlen
und so eine bestimmte Farbwirkung zu erzielen.
31. Verfahren nach dem vorhergehenden Verfahrensanspruch,
worin das Licht erster und zweiter Wellenlänge gepulst
wird, der Lichtpuls mit der zweiten Wellenlänge mit dem
ersten Lichtpuls synchronisiert wird und zumindest genau
so lange dauert wie jener mit der ersten Wellenlänge.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 oder 31, worin das
Licht erster Wellenlänge und der wenigstens einen oder
jeder weiteren Wellenlänge kollinear in das Volumen ein
gestrahlt wird.
Priority Applications (3)
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| DE19837425A DE19837425A1 (de) | 1998-08-18 | 1998-08-18 | Vorrichtung zur volumetrischen Wiedergabe eines dreidimensionalen Bildes in autostereoskopischer Darstellung durch gepulste Plasmaerzeugung in natürlicher Atmosphäre mittels eines einzelnen fokussierten Laserstrahls |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19837425A DE19837425A1 (de) | 1998-08-18 | 1998-08-18 | Vorrichtung zur volumetrischen Wiedergabe eines dreidimensionalen Bildes in autostereoskopischer Darstellung durch gepulste Plasmaerzeugung in natürlicher Atmosphäre mittels eines einzelnen fokussierten Laserstrahls |
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