DE19835383C1 - Verteilweiche für fließfähige Medien - Google Patents
Verteilweiche für fließfähige MedienInfo
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Abstract
Es wird eine Verteilweiche für fließfähige Medien, insbesondere für Flüssigkeiten, beschrieben. DOLLAR A Die Verteilweiche umfaßt ein Gehäuse mit einem waagerecht ausgerichteten, ebenen Gehäuseboden, in dem sich exzentrisch zu einer senkrechten Mittelachse des Gehäuses wenigstens zwei Auslauföffnungen befinden. Ferner umfaßt die Verteilweiche einen im Gehäuse angeordneten..., der wahlweise auf eine der Auslauföffnungen ausrichtbar ist, sowie auf die restlichen Auslauföffnungen aufsetzbare Verschlüsse.
Description
Die Erfindung betrifft eine Verteilweiche für fließfähige Me
dien, insbesondere für Flüssigkeiten nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
In landwirtschaftlichen Betrieben fallen häufig folgende Ar
beiten an, von denen eine mögliche Gefährdung des Bodens,
Grundwassers und Abwassers durch Kontamination mit Schadstof
fen ausgeht:
- a) Betanken von Fahrzeugen mit Dieselkraftstoff auf einer hierfür geeigneten Fläche,
- b) Waschen von Fahrzeugen auf einer Fläche, die über eine Öl abscheideranlage entwässert wird,
- c) Abfüllen von Flüssigdünger auf einer geeigneten Fläche mit Auffangraum,
- d) Waschen von Pflanzenschutzspritzen auf einer Fläche mit Sammelbehälter für das Waschwasser,
- e) Abfüllen von Pflanzenschutzmitteln und Wasser in Pflanzen schutzspritzen.
Da einerseits die Leichtflüssigkeiten, die bei den Arbeiten
a) und b) verwendet werden, im Wasser unlöslich sind und in
einem Ölabscheider zurückgehalten werden können, und anderer
seits Flüssigdünger im Wasser löslich ist, können die Arbei
ten a) und c) nicht ohne besondere Vorkehrungen auf einer
einzigen Fläche vorgenommen werden.
Diese besonderen Vorkehrungen bestanden bisher darin, daß in
der Fläche zwei verschließbare Bodenabläufe eingebaut waren.
Einer war über eine Rohrleitung mit einer Ölabscheideranlage
verbunden, die ihrerseits an die Kanalisation angeschlossen
war. Der andere Bodenablauf wurde über eine separate Rohrlei
tung an einen abflußlosen unterirdischen Speicher angeschlos
sen.
Normale verschließbare Bodenabläufe haben für diesen Fall
zwei Nachteile:
- 1. Über dem Verschlußventil steht immer Flüssigkeit, wenn dieses verschlossen ist. Wird das Ventil geöffnet, dann fließt diese Flüssigkeit zu demjenigen nachfolgenden Bauteil, in das sie nicht gelangen darf.
- 2. Beim Waschen landwirtschaftlicher Maschinen fällt in der Regel viel Schlamm an (der aus Erde oder organischem Material besteht). Dieser Schlamm verstopft alle Rohrleitungen sehr schnell und die Rohrleitungen müssen deshalb für eine Reini gung von oben sehr gut zugänglich sein. Dies ist bei den be kannten verschließbaren Bodenabläufen nicht der Fall, denn das Verschlußventil verhindert den Zugang zu dem angeschlos senen Rohr.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verteilweiche
für fließfähige Medien zu schaffen, bei der eine Ablagerung
von Medienresten weitgehend vermieden wird und bei der alle
Teile einschließlich weiterführender Leitungen gut zugänglich
und leicht zu reinigen sind.
Diese Aufgabe wird bei einer Verteilweiche für fließfähige
Medien nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die im
kennzeichnenden Teil angegebenen Merkmale gelöst.
Durch den waagerecht ausgerichteten, ebenen Gehäuseboden wird
erreicht, daß sämtliche Auslauföffnungen auf einem Niveau
liegen und sich weder oberhalb verschlossener Auslauföffnun
gen noch an anderer Stelle des Gehäusebodens Vertiefungen
ausprägen, in denen Pfützen aus Medienresten entstehen könn
ten, die sich dann bei Umschalten der Verteilweiche und Ent
sorgung eines anderen Mediums mit diesem anderen Medium mi
schen können. Da die Verschlüsse auf die restlichen Auslauf
öffnungen aufsetzbar sind und nicht innerhalb der Öffnungen
angebracht sind, wird auch eine Pfützenbildung in den ver
schlossenen Auslauföffnungen vermieden. Somit wird erreicht,
daß sämtliches fließfähige Medium durch die offene Auslauf
öffnung abläuft und außer einem durch Adhäsion an der Ober
fläche des Gehäusebodens anhaftenden minimalem Rest keinerlei
Rückstände im Gehäuse verbleiben. Dadurch ist eine völlig ge
trennte und eine Vermischung vermeidende Entsorgung der un
terschiedlichen Medien möglich.
Durch den Zulauf wird zudem erreicht, daß das zu entsorgende
Medium gezielt in die offene Auslauföffnung gelangt und somit
im Idealfall überhaupt nicht den Gehäuseboden benetzt. Die
exzentrische Anordnung der Auslauföffnungen ermöglicht es,
die Umschaltung der Verteilweiche in der Weise vorzunehmen,
daß derselbe im Gehäuse angeordnete Zulauf in eine andere
mögliche Position im Gehäuse umgesetzt wird, bei der er dann
mit der weiteren oder einer weiteren Auslauföffnung fluchtet.
Gemäß einer Weiterbildung weist der Zulauf einen Mündungs
stutzen auf, der im ausgerichteten Zustand in die Auslauföff
nung hineinragt.
Hierdurch wird die gezielte Leitung des fließfähigen Mediums
in die entsprechende Auslauföffnung weiter verbessert und es
wird verhindert, daß den Hauptstrahl seitlich verlassendes
Medium in unerwünschter Weise auf den Gehäuseboden gelangt.
Der Zulauf kann als Trichter ausgebildet sein, dessen oberer
Rand gegen das Gehäuse abgedichtet ist. Ferner kann der Zu
lauf im Gehäuse abgestützt sein.
Durch die Ausbildung als Trichter läßt sich das anfallende
Medium gezielt zur jeweiligen Auslauföffnung leiten. Die Ab
dichtung des oberen Randes gegen das Gehäuse verhindert, daß
Medium beim Eintritt von oben in irgendeiner Weise den Zulauf
verfehlt oder umgeht und dann zwischen den Zulauf und das Ge
häuse gelangt. Dies ist besonders bei zähfließenden Medien
ein Problem, da diese vom Gehäuseboden nur langsam zur Aus
lauföffnung driften würden und in der Zwischenzeit austrock
nen könnten, so daß dann überhaupt kein selbsttägiger Abgang
mehr erfolgt.
Bei der Wirksamkeit der Abdichtung zwischen dem Trichter und
dem Gehäuse reicht es aber aus, wenn diese Abdichtung nur für
zähflüssige Medien wirksam ist, während bei dünnflüssigen Me
dien eine begrenzte Durchlässigkeit toleriert werden kann, da
diese ja wegen der konstruktiven Ausgestaltung des Gehäusebo
dens und der Verschlüsse auf den Auslauföffnungen rückstands
frei durch die Auslauföffnung abgeführt werden.
Bei einer praktischen Ausgestaltung liegt der Trichter mit
seinem oberen Rand auf einem umlaufenden Flansch des Gehäuses
auf.
Hierdurch wird sowohl eine ausreichende Dichtung zwischen dem
Gehäuse und dem Trichter erzielt, als auch die gewünschte Ab
stützung im Gehäuse, so daß der Mündungsstutzen des Trichters
in definierter Position in die Auslauföffnung hineinragt.
Zum Auswählen unterschiedlicher Auslauföffnungen kann der
Trichter durch eine kombinierte Hub-, Schwenk- und Senkbewe
gung verlagerbar oder umsetzbar sein.
Durch diese Art der Bewegung wird erreicht, daß der Mündungs
stutzen des Trichters zunächst aus der aktuellen Auslauföff
nung entfernt, anschließend in eine andere Position oberhalb
einer anderen Auslauföffnung gebracht wird und schließlich
wieder in diese Auslauföffnung hinein abgesenkt wird. Der
Vorgang ist manuell oder auch maschinell durchführbar. Wenn
ein maschineller Antrieb beispielsweise als Kulissengetriebe
ausgeführt ist, reicht auch ein einfacher Antrieb aus, der
lediglich innerhalb eines Freiheitsgrades wirken muß, z. B.
ein Hub- oder Druckzylinder.
Bei einer Weiterbildung weist der auf eine zu schließende
Auslauföffnung aufsetzbare Verschluß eine umlaufende Dicht
fläche auf, die flüssigkeitsdicht gegen den Gehäuseboden ab
dichtet.
Da der Gehäuseboden eben ist, kommt eine Dichtung in beliebi
ger Ausrichtung des aufsetzbaren Verschlusses zustande. Au
ßerdem ist so automatisch gewährleistet, daß die Dichtfläche
auf demselben Niveau wie der Gehäuseboden liegt. Dadurch wird
zwangsläufig sichergestellt, daß keinerlei Raum unterhalb der
Dichtfläche entsteht, in der sich Medium ansammeln kann, das
nicht über eine offene Auslauföffnung selbständig abfließen
kann.
Dadurch, daß der Verschluß denjenigen Ablauf verschließt, in
den das Medium nicht gelangen darf, wird sichergestellt, daß
der immer in Ölabscheidern vorhandene, selbsttätige Abschluß
seine Funktion behält.
Bei Erreichen der maximalen Ölspeichermenge im Ölabscheider
verschließt der selbsttätige Abschluß den Auslauf des Ölab
scheiders und das Wasser-Öl-Gemisch staut soweit zurück, bis
oberhalb des Bodenablaufes der Rückstau bemerkt wird. Dies
ist der letzte deutliche Hinweis dafür, daß das im Ölabschei
der gesammelte Öl entsorgt werden muß.
Wenn nun die rückstauende Flüssigkeit in der Verteilweiche
durch die zweite Ablauföffnung und das folgende Rohr zum ab
flußlosen Speicher ablaufen könnte, dann wäre die Funktion
des selbsttätigen Abschlusses nicht mehr vorhanden.
Aus diesem Grund wird die zweite Ablauföffnung durch den Ver
schluß dicht verschlossen.
Weiterhin kann der Verschluß eine Spannvorrichtung aufweisen,
mittels der durch Abstützung am Gehäuse der Andruck der
Dichtfläche gegen den Gehäuseboden erhöht wird.
Die Dichtung ist dann auch in der Lage, unter Druck stehendes
Medium am Abfließen durch eine der nicht zulässigen Auslauf
öffnungen zu verhindern. Außerdem sorgt diese Maßnahme dafür,
daß bei leichten Verschmutzungen der Dichtfläche diese Ver
schmutzungen eher überbrückt werden und die Dichtigkeit si
chergestellt wird.
Die Spannvorrichtung kann durch eine Kurvenbahn und einen auf
ihr gleitenden Knebel gebildet sein.
Der Knebel folgt dann der Kurvenbahn, auf der er sich ab
stützt und die Dichtfläche des Verschlusses gegen den Gehäu
seboden erhöht. Dabei kann die Kurvenbahn am Gehäuse und der
Knebel am Verschluß angeordnet sein. Ebenso ist jedoch eine
Vertauschung der Anordnung von Kurvenbahn und Knebel möglich.
Am einfachsten wird der Andruck der Dichtung erreicht, wenn
die Kurvenbahn gekrümmt ist und das Gleiten zwischen Knebel
und Kurvenbahn durch Drehen des Knebels erreicht werden kann.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung ist über einen Lagesen
sor die Position des Zulaufs zu einer Überwachungsvorrichtung
übertragbar. Diese Weiterbildung steigert die Sicherheit der
Verteilweiche gegen eine mögliche Fehlbedienung.
Weiterhin kann über einen Lagesensor die Position der Spann
vorrichtung zu einer Überwachungsvorrichtung übertragbar
sein. Auch diese Maßnahme dient der Sicherheit, um den festen
Sitz der Verschlüsse kontrollieren zu können.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Verteilerweiche
als Bodenablauf ausgebildet.
Sie kann dann direkt auf der Arbeitsfläche installiert sein,
auf der die eingangs erwähnten Arbeiten durchgeführt werden.
Dabei ist von Vorteil, daß die Durchgängigkeit und Sauberkeit
der Verteilweiche optisch leicht kontrolliert werden kann und
daß außerdem auch eine eventuelle Reinigung von Verschmutzun
gen einfach ist.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung erläu
tert. In dieser zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine in einen
Bodenablauf integrierte Verteilweiche,
Fig. 2 als Einzelheit aus Fig. 1 einen Ver
schlußdeckel mit einer Spannvorrichtung
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine weitere in
einen Bodenablauf integrierte Verteilwei
che mit einem Kolben-Zylinder-Antrieb zur
Umschaltung,
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Gehäuseboden der
Ausführung nach Fig. 4 und
Fig. 5 eine Darstellung der Kulissensteuerung
der Ausführung nach Fig. 3.
Fig. 1 zeigt eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ver
teilweiche, wie sie integral in einem Bodenablauf mit einem
Rost angeordnet ist.
Der Bodenablauf 32 umfaßt ein Gehäuse 10, das an der tiefsten
Stelle einer Arbeitsfläche 34 zum Abfüllen von Flüssigkeiten
oder Waschen von Fahrzeugen angeordnet ist. Der obere äußere
Rand des Gehäuses 10 schließt mit der Arbeitsfläche 34 ab.
Der Gehäuseboden 12 ist waagerecht ausgerichtet und eben. Im
Boden 12 sind exzentrisch zur senkrechten Mittelachse 14 des
Gehäuses 10 zwei Auslauföffnungen 18, 20 angeordnet, unter
denen sich Ablaufrohre 36, 38 befinden. Ein Ablaufrohr 36
führt über einen Ölabscheider in die Kanalisation, ein ande
res Ablaufrohr 38 in einen abflußlosen unterirdischen Spei
cher.
Im oberen Bereich des Gehäuses 10 ist ein Flansch 28 ausge
bildet, auf dem ein Trichter 26 aufliegt, dessen Mündungs
stutzen 24 in die in der Zeichnung linke Auslauföffnung 18
hineinragt und unterhalb des Niveaus des Gehäusebodens 12 en
det. Außerdem ist mit dem Trichter 26 ein Gitterrost 40 ver
bunden, das den Trichter 26 flüssigkeitsdurchlässig von der
oberen Arbeitsfläche 34 trennt. Der Flansch 28 des Gehäuses
10 ist dabei um das Maß der Höhe des Gitterrostes 40 abge
senkt, so daß der auf dem Flansch liegende Rost bündig mit
der oberen Seite der Arbeitsfläche 34 abschließt.
Die rechte Auslauföffnung 20 ist durch einen Verschluß 22
verschlossen. Dieser Verschluß 22 weist eine Dichtung 30 auf,
die gegen den Gehäuseboden 12 von oben abdichtet. Ein Zen
trieransatz 42 des Verschlusses 22 ragt in die Auslauföffnung
20 hinein und zentriert den Verschluß 22 bezüglich dieser
Öffnung 20.
Ferner besitzt der Verschluß noch eine Spannvorrichtung, die
in Fig. 2 näher detailliert dargestellt ist.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Verteilweiche kann in der ge
zeichneten Stellung Medium, das auf der Arbeitsfläche 34 an
fällt, durch den Rost 40 und den Trichter 26 über die linke
Auslauföffnung 18 im Gehäuseboden 12 ablaufen. Soll eine an
dere Art von Medium entsorgt werden, das über das in der
Zeichnung rechte Ablaufrohr 38 abgeführt werden soll, wird
der Trichter 26 mit dem Rost 40 zunächst entfernt, anschlie
ßend der Verschluß 22 gelöst, auf die andere Auslauföffnung
18 aufgesetzt und wieder befestigt und dann der Gitterrost 40
mit dem Trichter 26 so umgesetzt, daß sein Mündungsstutzen 24
nun in die rechte Auslauföffnung 20 im Gehäuseboden 12 hin
einragt.
Bei der Darstellung nach Fig. 2 besteht die Spannvorrichtung
aus einem am Verschluß 22 angeordneten Knebel 44 und einer
mit den Gehäuse 10 verbundenen Kurvenbahn 46. Mittels eines
Bedienschlüssels 48 kann der Knebel 44 verschwenkt werden und
gleitet dann auf der Kurvenbahn 46 am Gehäuse 10 in der Wei
se, daß sich der Knebel 44 an der abwärts führenden Kurven
bahn 46 abstützt und so den Verschluß 22 mit einer zusätzli
chen Vorspannkraft gegen den Gehäuseboden 12 andrückt.
Bei der Darstellung nach Fig. 3 erfolgt die Umschaltung der
Verteilweiche mittels eines Kolben-Zylinder-Antriebs 50. Ein
Entfernen des Gitterrostes zum Umschalten ist nicht nötig.
Bei der Ausgestaltung gemäß Fig. 3 ist die Gehäusewand 52 zy
lindrisch ausgestaltet. Im Zentrum des Gehäuses 10 ist ein
Kolben-Zylinder-Antrieb 50 angeordnet, der einerseits gegen
das Gehäuse 10 abgestützt ist und andererseits mit dem Trich
ter 26 zentral verbunden ist. Der Trichter 26 ist in einem
Kulissenrohr 54 angeordnet, das eine Bewegungsbahn in Abhän
gigkeit einer Hub- und Senkbewegung des Kolben-Zylinder-
Antriebs 50 vorgibt. Durch Anheben und anschließendes Absen
ken wird dabei der Trichter 26 sowohl ebenfalls angehoben und
abgesenkt als auch zusätzlich relativ zum feststehenden Ku
lissenrohr 54 gedreht.
Bei einem vollständigen Hebe- und Senkzyklus des Kolben-
Zylinder-Antriebs 50 gelangt dabei der Trichter 26 von einer
Auslauföffnung A in eine weitere, zur vorherigen Auslauföff
nung in einem Winkel versetzten Auslauföffnung B. Gleichzei
tig ist auch der Verschluß 22 für die nicht benötigte Aus
lauföffnung mit dem Trichter 26 gekoppelt und wird somit
ebenfalls angehoben, verschwenkt und wieder abgesenkt. Somit
erfolgt das Umschalten der Weiche, also das Überführen des
Mündungsstutzen 24 des Trichters 26 und das Überführen des
Verschlußdeckels 22 synchron.
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf den Gehäuseboden 12 nach
Fig. 3. Dort sind Auslauföffnungen A und B angedeutet, die im
Winkel von 90° versetzt sind. Bei dieser Ausführung sind zwei
Verschlußdeckel 22, 23 mit dem Trichter 26 gekoppelt. In der
dargestellten Ausführung ist die Auslauföffnung B durch einen
Verschlußdeckel 22 verschlossen, während gleichzeitig ein zu
sätzlicher Verschlußdeckel 23 der Auslauföffnung B gegenüber
steht. Wird der Trichter 26 angehoben, um 90° im Uhrzeiger
sinn verschwenkt und anschließend wieder abgesenkt, so durch
greift nun der Mündungsstutzen 24 die Auslauföffnung B und
der zunächst unbenutzte Verschlußdeckel 23 ist zur Auslauf
öffnung A gelangt und verschließt diese.
Fig. 5 zeigt schließlich in einer Abwicklung der Mantelfläche
des Kulissenrohres 54 die Bahn, die ein Kulissenstein bei Be
tätigung der Kolben-Zylinder-Anordnung 50 durchläuft.
Wenn sich der Kulissenstein zunächst in einer Stellung 1 be
findet und anschließend der Kolben-Zylinder-Antrieb 50 betä
tigt wird, so läuft der Kulissenstein zunächst in der Bahn
aufwärts, verschwenkt dann in der oberen Bahn nach rechts bis
zur Position 2 im Zenit und senkt sich bei Absenken des Kol
ben-Zylinder-Antriebs 50 anschließend unter weiterer Schwenk
bewegung nach rechts bis schließlich die Position 3 erreicht
wird. Bei erneuter Betätigung wird der Kulissenstein wieder
angehoben, diesmal durchläuft er aber die untere Bahn bis zur
Position 4 im Zenit und anschließend wieder in die ursprüng
liche Ausgangsposition 1.
Claims (11)
1. Verteilweiche für fließfähige Medien, insbesondere für
Flüssigkeiten, gekennzeichnet durch ein Gehäuse (10) mit ei
nem waagerecht ausgerichteten, ebenen Gehäuseboden (12), in
dem sich exzentrisch zu einer senkrechten Mittelachse (14)
des Gehäuses (10) wenigstens zwei Auslauföffnungen (18, 20)
befinden, durch einen im Gehäuse (10) angeordneten Zulauf
(16), der wahlweise auf eine der Auslauföffnungen (18; 20)
ausrichtbar ist, sowie durch auf die restlichen Auslauföff
nungen (18; 20) aufsetzbare Verschlüsse (22).
2. Verteilweiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zulauf (16) einen Mündungsstutzen (24) aufweist, der
im ausgerichteten Zustand in die Auslauföffnung (18) hinein
ragt.
3. Verteilweiche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zulauf (16) als Trichter (26) ausgebildet
ist, dessen oberer Rand gegen das Gehäuse (10) abgedichtet
ist, und daß der Zulauf (16) im Gehäuse (10) abgestützt ist.
4. Verteilweiche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Trichter (26) mit seinem oberen Rand auf einem umlau
fenden Flansch (28) des Gehäuses (10) aufliegt.
5. Verteilweiche nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß zum Auswählen unterschiedlicher Auslauföffnun
gen (18; 20) der Trichter (26) durch eine kombinierte Hub-,
Schwenk- und Senkbewegung verlagerbar oder umsetzbar ist.
6. Verteilweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der auf eine zu schließende Auslauföff
nung (18; 20) aufsetzbare Verschluß (22) eine umlaufende
Dichtfläche (30) aufweist, die flüssigkeitsdicht gegen den
Gehäuseboden (12) abdichtet.
7. Verteilweiche nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschluß (22) eine Spannvorrichtung aufweist, mit
tels der durch Abstützung am Gehäuse (10) der Andruck der
Dichtfläche (30) gegen den Gehäuseboden (12) erhöht wird.
8. Verteilweiche nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannvorrichtung durch eine Kurvenbahn (46) und einen
auf ihr gleitenden Knebel (44) gebildet ist.
9. Verteilweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß über einen Lagesensor die Position des
Zulaufs (16) zu einer Überwachungsvorrichtung übertragbar
ist.
10. Verteilweiche nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß über einen Lagesensor die Position der
Spannvorrichtung zu einer Überwachungsvorrichtung übertragbar
ist.
11. Verteilweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß sie als Bodenablauf (32) ausgebildet ist.
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|---|---|---|---|---|
| DE9409861U1 (de) * | 1994-06-17 | 1994-09-08 | Passavant Werke | Anlage zum Abfüllen und Umschlagen von wassergefährdenden Flüssigkeiten |
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1998
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