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Die
Erfindung geht aus von einem Hobelkopf für eine Handhobelmaschine nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Bei
einem bekannten Hobelkopf dieser Art (
DE 195 36 559 A1 ), auch
Messerträger
oder Hobelwelle genannt, der drehbar im Gehäuse der Handhobelmaschine gelagert
und elektromotorisch angetrieben ist, ist der integrierte Fliehkeil
allein über
eine Feder unverlierbar, d.h. nicht zerstörungsfrei demontierbar, innerhalb
einer Aussparung im Grundkörper
des Hobelkopfes an diesem elastisch festgelegt und übt im Stillstand
des Hobelkopfes auf das in der Längsnut
einliegende Hobelmesser einer Vorspannkraft aus, die das Hobelmesser
am Herausrutschen hindert. Bei rotierendem Hobelkopf wird der Fliehkeil nach
außen
gedrängt,
wodurch sich seine Anpreßkraft
auf das Hobelmesser erhöht.
Eine im Fliehkeil ausgebildete Fangnut, die mit einem Vorsprung
am Grundkörper
zusammenwirkt, begrenzt dabei den radialen Hub des Fliehkeils nach
innen und außen.
Der Grundkörper
ist aus einem durchgehenden Paket von
DE 197 17 702 zeigt eine Hobelwelle
mit Fliehkeil und mit einer achsparallelen Exzenterschraube allein zum Öffnen des
Fliehkeils zum Messerwechsel. Diese Exzenterschraube ist nicht für ein feinfühliges Einstellen
der Vorspannkraft des Fliehkeils geeignet. im wesentlichen identischen
Profilscheiben oder Profillamellen gebildet, die drehfest auf einer
Hobelkopfwelle sitzen und axial durch an der Welle sich abstützenden
Spannkörpern
miteinander verspannt sind. In jeder Profilscheibe ist ein Fliehkeil-
und ein Blattfederprofil ausgebildet, so daß sich durch die Paketierung
auch der Fliehkeil mit einer diesen am Grundkörper elastisch festlegenden
Blattfeder ergibt.
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Vorteile der
Erfindung
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Der
erfindungsgemäße Hobelkopf
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß durch
die Möglichkeit
der Änderung
der Vorspannkraft sowohl der Messerwechsel erleichtert als auch die
Toleranzempfindlichkeit im Messerspannbereich verbessert wird, da
der Flieh- oder Spannkeil mittels der mindestens einen Stellschraube
positioniert werden kann. Für
den Messerwechsel wird eine geringere Falztiefe als bisher benötigt. Durch
die mindestens eine Stellschraube ist das Hobelmesser gegen Schlageinwirkung
(durch Ast oder Nagel) abgestützt. Das
Holzeinschlagrisiko ist durch die Schraubenvorspannung verringert.
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Durch
die in den weiteren Ansprüchen
aufgeführten
Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch
1 angegebenen Hobelkopfs möglich.
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Zeichnung
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Die
Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
im folgenden näher
beschrieben. Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines Hobelkopfes für eine Handhobelmaschine,
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2 einen
Querschnitt längs
der Linie II-II in 1,
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3 eine
Seitenansicht einer Stellschraube zum Einschrauben in den Hobelkopf
gemäß 1, vergrößert dargestellt,
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4 einen
Längsschnitt
längs der
Linie IV-IV in 2,
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5 jeweils
eine Draufsicht von verschiedenen bis 9 Profillamellen im Hobelkopf
gemäß 1.
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Beschreibung
des Ausführungsbeispiels
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Der
in 1 perspektivisch dargestellte Hobelkopf weist
einen zylinderförmigen
Grundkörper 11 mit
einer im wesentlichen kreisförmigen
Außenkontur auf,
in der eine Spannut 12 genannte Vertiefung sowie ein Längsnut 13 zur
Aufnahme eines Hobelmessers 14 eingebracht ist. Das radial über die
Außenkontur
des Grundkörpers 11 etwas überstehende
Hobelmesser 14 wird mittels eines in einer Grundkörperaussparung 15 einliegenden
Fliehkeils 16 (2) in der Längsnut 13 vorgespannt,
wozu der Fliehkeil 16 über
eine Feder 17 einstückig
mit dem Grundkörper 11 verbunden
ist. Der Grundkörper 11 sitzt
drehfest auf einer Welle 10, die mit ihren beiden an den
Stirnseiten des Grundkörpers 11 vorstehenden
Enden in Drehlagern im Gehäuse
der Handhobelmaschine aufgenommen ist. Das eine Ende der Welle 10 ist über ein
Getriebe mit einem Elektromotor gekuppelt. Bei rotierendem Hobelkopf
wird der Fliehkeil 16 nach außen gedrängt, wodurch sich seine Anpreßkraft auf das
Hobelmesser 14 erhöht.
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Wie
in 1 teilweise angedeutet und in 4 zu
sehen ist, ist der Grundkörper
aus einem durchgehenden Paket mit einer Vielzahl von axial aneinanderliegenden
Profillamellen 18 in insgesamt fünf verschiedenen Ausführungsformen
gebildet, die im einzelnen in 5–9 dargestellt
sind. Die Profillamellen 18 sind gestanzt, rostschutzverzinkt oder
gasnitriert und vernoppt paketiert, so daß sie und drehbar aneinander
festgelegt sind. Das den Grundkörper 11 bildende
gesamte Lamellenpaket ist drehfest auf der Welle 10 aufgenommen.
Alle Profillamellen 18 haben bis auf die in 9 dargestellten beiden äußeren Lamellen 18 des
Lamellenpakets, im folgenden Decklamellen 181 genannt,
zur Gewichtsverringerung zwei gegenüberliegende Hohlräume 20,21 und
zur gegenseitigen Positionierung aneinander ausgedrückte Noppen 19,
sowie eine Aussparung 151. Die Gesamtheit der miteinander
fluchtenden Aussparungen 151 in den Profillamellen 18 bildet die
bereits erwähnte
Grundkörperaussparung 15 im Grundkörper 11.
Der in der Grundkörperaussparung 15 einliegende
Fliehkeil 16 wird von der Gesamtheit der miteinander fluchtenden
Fliehkeilprofile 161 in der Gesamtheit der Profillamellen 18 (5–7) gebildet,
die zusammen mit einem Federprofil 171 in den Profillamellen 18 so
frei gestanzt sind, daß sie
in den Aussparungen 151 einliegen. Alle Fliehkeilprofile 161 sind über in den
Fliehkeilprofilen 161 eingedrückte Noppen 23 starr
miteinander verbunden. Die Fliehkeilprofile 161 bilden
mit der Gesamtheit einer an ihnen ausgebildeten Längskante
die linke Nutflanke 131 der Längsnut 13, während die
rechte Nutflanke 132 von der Vielzahl jeweils einer in
jeder Profillamelle 18 ausgestanzten Längskante gebildet wird. Die Profillamellen 18 gemäß 7, 6 und 5 sind
alle wie vorstehend beschrieben ausgebildet und untereinander noch
zusätzlich
modifiziert. So weist die Profillamelle gemäß 5, im folgenden Hebellamelle 185 genannt,
und die Profillamelle gemäß 7,
im folgenden Keillamelle 183 genannt, je eine Sackaussparung 24 auf,
die sich von der Aussparung 151 aus fortsetzt. Bei der
Hebellamelle 185 ist am Fliehkeilprofil 161 ein
Hebelarm 25 einstückig ausgebildet,
der in die Sackaussparung 24 hineinragt. Bei der Keillamelle 183 gemäß 7 fehlt
ein solcher Hebelarm an dem Fliehkeilprofil 161. Die Profillamelle
gemäß 6,
im folgenden Distanzlamelle 184 genannt, besitzt anstelle
der Sackaussparung einen allseits geschlossenen Durchbruch 26,
der so angeordnet ist, daß er
bei paketierten Profillamellen 18 mit der Sackaussparung 24 in
den Hebellamellen 185 und Keillamellen 183 deckungsgleich
ist. Einen gleichen Durchbruch 26 weisen auch die beiden Decklamellen 181 gemäß 9 auf.
Die in 8 skizzierte Profillamelle 18, im folgenden
Rastlamelle 182 genannt, weist ebenfalls eine an die Aussparung 151 sich
anschließende
Sackaussparung 24 auf, jedoch ist sie gegenüber der
Keillamelle 183 gemäß 7 insoweit
modifiziert, als das Federprofil 171 an seinem freien Ende
kein Fliehkeilprofil sondern ein Rastprofil 27 trägt. Dieses
Rastprofil 27 umgreift mit einer Fangnut 271 einen
in der Profillamelle 182 ausgebildeten Vorsprung 38 und
bildet mit einer radial nach außen
führenden
Geradseite ebenfalls die linke Nutflanke 131 der Längsnut 13,
an die sich radial nach außen
die Spannut 12 anschließt. Die rechte Nutflanke 132 der
Längsnut 13 ist
wiederum von einer radial nach außen führenden Geradseite der Rastlamelle 182 gebildet.
Die die linke Nuflanke 131 bildende Geradseite des Rastprofils 27 ist
so ausgebildet, daß die
Längsnut 13 enger
ist als bei den übrigen
Profillamellen 18, so daß das Hobelmesser 14 zangenartig
gespannt ist und bei Stillstand des Hobelkopfes nicht ungewollt
seine axiale Lage verändern
kann bzw. verlorengeht. Zum Lösen
dieser Vorspannung kann ein Hilfswerkzeug in die Sackaussparung 24 eingeführt und
unter das Rastprofil 27 geschoben und damit das Rastprofil 27 in
seine Löseposition
geschwenkt werden. Die Rastlamelle 182 ist an einem Stirnende
des Lamellenpakets unmittelbar neben einer Decklamelle 181 gemäß 9 angeordnet,
so daß das
Hilfswerkzeug durch den Durchbruch 26 in der benachbarten
Decklamelle hindurchgesteckt werden kann, um in die Sackaussparung 24 eingeführt zu werden.
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In 1 und 4 ist
die Paketierung der Profillamellen 18 dargestellt. Zwischen
den beiden außenliegenden
Decklamellen 181 und der an der einen Decklamelle 181 sich
anschließenden Rastlamelle 182 ist
eine Vielzahl von Keillamellen 183 angeordnet. Im Abstand
a von den beiden Stirnenden des Lamellenpakets ist zwischen zwei
Keillamellen 183 jeweils eine Gruppe aus Hebellamellen 185 und Distanzlamellen 184 angeordnet.
Die beiden Gruppen sind gleichartig aufgebaut, wobei jede Gruppe aus
zwei außenliegenden
Hebellamellen 185 und zwei zwischen den Hebellamellen 185 liegenden
Distanzlamellen 184 besteht. Nach Paketierung wird nunmehr
in jede Gruppe aus Hebellamellen 185 und Distanzlamellen 184 ein
radiales Gewindeloch 28 eingeschnitten, das in den Durchbrüchen 26 der
Distanzlamellen 184 und den Sackaussparungen 24 der beiden
Hebellamellen 185 mündet,
wie dies in der Schnittdarstellung der 2 zu sehen
ist. In jedes Gewindeloch 28 wird nunmehr eine Stellschraube 29 eingedreht,
wie sie in 3 dargestellt ist.
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Die
Stellschraube 29 weist einen Gewindeabschnitt 291 mit
einem Außengewinde
zum Verschrauben im Innengewinde des Gewindelochs 28 sowie
einen in Einschraubrichtung vor dem Gewindeabschnitt 291 liegenden
Stellabschnitt 292 auf, dessen kleinste lichte Weite bzw.
Gewindekerndurchmesser kleiner ist als der Außendurchmesser des Gewindeabschnitts 291.
Der Stellabschnitt 292 ist mit einem von dem Gewindeabschnitt 291 bis
nahe dem freien Ende des Stellabschnitts 292 sich erstreckenden
Einstich 293 versehen, dessen Einstichtiefe etwa der axialen
Dicke eines Hebelarms 25 an den Fliehkeilprofilen 161 der
Hebellamellen 185 entspricht, also der Dicke der gestanzten
Profillamellen 18. Die axiale Länge des Einstichs 293 und
die in gleiche Richtung weisende Abmessung h des Hebelarms 25 (5)
sind so aufeinander abgestimmt, daß der Hebelarm 25 mit
Axialspiel im Einstich 293 liegt. Das vordere freie Ende
des Stellabschnitts 292 ist kegelstumpfförmig ausgebildet.
Am Übergang
vom Stellabschnitt 292 zum Einstich 293 und vom
Einstich 293 zum Gewindeabschnitt 291 ist jeweils
eine Radialschulter 293a und 293b ausgebildet.
Der Außendurchmesser
des Stellabschnitts 292 an der Radialschulter 293a ist
etwas größer bemessen
als der lichte axiale Abstand zwischen den Hebelarmen 25 der beiden
Hebellamellen 185, während
der Außendurchmesser
des Einstichs 293 etwa dem lichten axialen Abstand zwischen
den Hebelarmen 25 entspricht. Zum Verschrauben der Stellschraube 29 ist die
in Stirnseite des Gewindeabschnitts 291 ein Imbus 294 zum
Ansetzen eines Hilfswerkzeugs eingebracht.
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Wird
nunmehr die Stellschraube 29 in das Gewindeloch 28 eingedreht,
so taucht der Stellabschnitt 292 mit seinem vorderen kegelstumpfförmigen Kopf
zwischen die Hebelarme 25 der beiden Hebellamellen 195 ein
und drückt
diese auseinander. Ist der kegelstumpfförmige Kopf an den Hebelarmen 25 vorbeigeschoben,
so schnappen die beiden Hebelarme 25 in den Einstich 293 ein,
so daß sie
nunmehr im Einstich 293 an diametralen Stellen zwischen
dessen vorderer Radialschulter 293a und dessen hinterer Radialschulter 293b unverlierbar
einliegen. Je nach Drehrichtung der Stellschraube 29 werden
nunmehr die beiden Hebelarme 25 von der Radialschulter 293b oder
von der Radialschulter 293a mitgenommen, wodurch die Hebelarme 25 radial
nach innen oder radial nach außen
gedrückt
werden. Da über
die Noppen 23 alle Fliehkeilprofile 161 in den
Profillamellen 18 miteinander starr verbunden sind, wird
im ersten Fall, also bei der radial einwärts gerichteter Bewegung der
Hebelarme 25, die Vorspannkraft des Fliehkeils 16 auf
das Hobelmesser 14 verringert und das Hobelmesser 14 gelöst, z.B.
zu Wechselzwecken, während
im zweiten Fall, also bei radial auswärts gerichteter Bewegung der
Hebelarme 25, die Vorspannkraft des Fliehkeils 16 auf
das Hobelmesser 14 vergrößert. Damit kann sowohl das
Hobelmesser 14 gelöst
als auch definiert vorgespannt werden. Durch das vorhandene Axialspiel
der Hebelarme 25 in dem Einstich 293 wird die
Erhöhung
der Messerspannung durch Fliehkraft nicht behindert. Da durch die
beiden Stellschrauben 29 der Fliehkeil 16 sehr exakt
positioniert werden kann, ist der Messerspannbereich gegenüber Toleranzen
beim Stanzen der Fliehkeilprofile 161 in den Profillamellen 18 wesentlich
unempfindlicher.