DE19835401A1 - Supraleitende Magnete - Google Patents
Supraleitende MagneteInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf verbesserte Gestaltungen für kompakte, starke
Felder erzeugende, supraleitende Magnete für die Verwendung bei der Magnetresonanz-
Spektroskopie und der Magnetresonanz-Mikroskopie oder bei der Abbildung von kleinen
Strukturen. Insbesondere ist die vorliegende Erfindung auf Magnetsysteme gerichtet, die
eine homogene Magnetfeldkomponente in einem Volumenbereich erzeugen und bei denen
die Länge des Magnetsystems aufgrund der Gestaltungsvorgaben beschränkt ist. Ferner ist
das außerhalb des kompakten Magneten vorhandene Feld aufgrund von Abschirmwicklun
gen, die in der Magnetkonstruktion enthalten sind, gering.
Die Magnetresonanz-Mikroskopie (MRM) ist ein leistungsstarkes Werkzeug zur Erfor
schung von Strukturen und molekulardynamischen Erscheinungen im mikroskopischen
Maßstab. Auch wenn die Auflösung der Magnetresonanz-Mikroskopie im Vergleich mit
anderen Geräten, wie etwa einem Elektronenmikroskop, schlecht ist, besitzt die Magnetre
sonanz-Mikroskopie den Vorteil, daß sie nicht zerstörend ist und daß sie die Fähigkeit
zeigt, nicht nur den inhärenten Aufbau eines Systems, sondern auch dessen dynamische Er
scheinungen untersuchen zu können. Die Magnetresonanz-Mikroskopie ist im Grundsatz
eine mit Magnetresonanz arbeitende Bildgabe (MR-Bildgabe) in einem kleineren Maßstab,
wobei das System derart umstrukturiert ist, daß es Bilder mit hoher Auflösung bereitstellt.
Die hauptsächliche Anforderung bei der Durchführung einer Magnetresonanz-Mikroskopie
anstelle einer Magnetresonanz-Bildgabe besteht in der Notwendigkeit, eine starke Erhö
hung des Signal-Stör-Verhältnisses (Störabstand) zu erreichen. Damit beispielsweise von
einer typischen isotropen Auflösung von 1 mm3 der Magnetresonanz-Bildgabe auf eine
Auflösung (Maßstabsauflösung) von 5 µm3 bei der Magnetresonanz-Mikroskopie überge
gangen werden kann, ist eine Verbesserung des Signal-Stör-Verhältnisses je Voxel (Volu
menelement) von 8 × 106 erforderlich. Das Signal-Stör-Verhältnis ist allerdings nicht der
einzige, zu der Auflösung bei der Magnetresonanz-Mikroskopie beitragende Faktor, da
auch Eigenschaften wie etwa die molekulare Diffusion, das Relaxationsverhalten und die
durch Proben hervorgerufenen Störungen der Suszeptibilitäts- bzw. Erfassungsgrenzen die
äußersten Auflösungsgrenzen beeinflussen.
Die zur Erzielung von Verbesserungen des Signal-Stör-Verhältnisses normalerweise einge
setzte Methode besteht darin, die Größe der Probe und der zugehörigen Hardware-Kon
struktionen, speziell der Hochfrequenzsonden (Radiofrequenz-Sonden) und der Gradienten
sätze, zu verringern und die statische Feldstärke beim Betrieb zu erhöhen. Wenn kleine
Ausführungsformen der Hochfrequenzspulen eingesetzt werden, dominiert die Resonanzim
pedanz der Spule normalerweise gegenüber der Probenimpedanz, und es ist das Signal-
Stör-Verhältnis ungefähr proportional zu B0 7/4, wobei B0 die statische Flußdichte, ausge
drückt in Tesla, bezeichnet. Hierdurch ergibt sich die Anforderung, die Magnetresonanz-
Mikroskopie in starken Magnetfeldern auszuführen, wobei typischerweise bei der moder
nen Magnetresonanz-Mikroskopie 7 Tesla (Präzessionsfrequenz der Protonen von 300
MHz) oder mehr eingesetzt werden.
Der Betrieb bei hohen Feldstärken ist auch von großem Vorteil bei der Kernspinresonanz-
Spektroskopie (NMR-Spektroskopie), was wiederum auf die Erhöhung des Signal-Stör-
Verhältnisses, aber auch auf die erhöhte Dispersion bzw. Streuung der chemischen Ver
schiebung zurückzuführen ist. Der Einsatz von starke Magnetfelder erzeugenden Systemen
für die Untersuchung von molekularen Strukturen ist bereits seit einiger Zeit vor der Mag
netresonanz-Mikroskopie bekannt. Alle bekannten Magnetresonanz-Mikroskopie-Systeme
arbeiten mit Magneten, die für die Ermittlung von molekularen Strukturen ausgelegt sind,
wobei diese Magnete üblicherweise im Vergleich mit ihrer Bohrungsgröße, d. h. ihrem
Durchmesser sehr lang sind, so daß die in der Untersuchung befindliche Probe nur
schlecht zugänglich ist. Diese begrenzte Zugänglichkeit ist ein erheblicher Nachteil bei vie
len Einsätzen der Magnetresonanz-Mikroskopie. Bei der Kernspinresonanz eingesetzte
Magnete, die für starke Felder bereitstellende Einsätze vorgesehen sind, bestehen üblicher
weise aus einem Satz aus koaxialen, solenoidförmigen (magnetspulenförmigen) Spulen, die
mit zwei oder mehr externen "Korrektur"-Spulen in der bereits vor einiger Zeit von Gar
rett beschriebenen Weise verschaltet sind (M.W. Garrett, Journal of Applied Physics, 22,
1091(1951); M.W. Garrett, Journal of Applied Physics, 38, 2563 (1967)). Diese Ausge
staltungen bilden die Grundlage selbst der modernsten Spulengestaltungen (siehe T. Kami
kadoetal., IEEE, Trans. Magn. 30, 2214 (1994); S.-T. Wang, etal., IEEE Trans. Magn.
30, 2340 (1994)). Die in diesen Veröffentlichungen vorgestellten Magnetgestaltungen sind
im Vergleich mit ihrer Bohrungsgröße, d. h. ihrem Durchmesser, üblicherweise sehr lang,
so daß die in der Untersuchung befindliche Probe nur schlecht zugänglich ist (üblicherwei
se liegt das Verhältnis zwischen der gesamten Spulenlänge und dem Durchmesser des sen
sitiven Volumens bei 20 oder dergleichen). Diese beschränkte Zugänglichkeit kann ein er
heblicher Nachteil bei vielen Einsätzen sein. Eine als repräsentatives Beispiel dienende
Ausgestaltung ist in Fig. 2 im Querschnitt gezeigt, wobei jeder Querschnitt viele Tausend
Windungen eines supraleitenden Drahts enthält. Die Anforderungen an diese Ausgestaltung
bestehen darin, daß sie in einem sensitiven Volumen bzw. Untersuchungsvolumen in des
sen Durchmesserrichtung (DSV = diameter-sensitive-volume) "homogen" ist, in dem die
Leiter im Hinblick auf ihre kritische Strombelastbarkeit und das kritische Feld, in dem sie
angeordnet sind, mit angemessenem Sicherheitsfaktor betrieben werden. Aus Gründen der
Einfachheit sind in der vorliegenden Offenbarung lediglich der Spulenaufbau, nicht aber
die zusätzlichen kryogenen Konstruktionen, detailliert behandelt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Magnetgestaltungen für eine mit
starkem Feld und hoher Auflösung durchführbare Spektroskopie und Bildgabe bereitzustel
len, die im Vergleich mit herkömmlichen Gestaltungen verringerte Länge besitzen und
dennoch ausreichend homogene Felder in einem zentralen Volumenbereich erzeugen, wo
bei zugleich nur ein kleiner Anteil des Felds zu dem Bereich außerhalb des Magneten
heraustreten kann.
Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch 1 genannten Merkmalen gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Allgemein gesprochen, enthält der Magnet zwei oder vorzugsweise drei Spulengruppen.
Die erste Gruppe besteht aus einer oder mehreren internen Korrekturspulen, die den inne
ren Teil eines Hauptabschnitts des Magneten bilden. Diese Korrekturspule oder Korrektur
spulen weisen Windungen auf, die entgegengesetzt zu dem Hauptteil der Windungen in den
anderen Spulen in dem primären Magnet (Spule bzw. Spulen 10 in den Fig. 1 und 3 bis
5) verlaufen und die konventionsgemäß derart ausgelegt sind, daß sie eine überwiegend ne
gative Stromdichte besitzen. Die zweite Gruppe besteht aus einer Mehrzahl von Spulen,
die auf einem erheblich größeren Radius als die erste Gruppe angeordnet sind, wobei der
Hauptteil der Windungen derart gewickelt ist, daß sie eine positive Stromdichte besitzen,
die sehr viel größer ist als diejenige der internen Korrekturspule oder Korrekturspulen
(Spulen 12 in den Fig. 1, 3, 4 und 5). Die zweite Gruppe bildet den äußeren Teil des
Hauptabschnitts des Magneten. Die dritte Spulengruppe ist mit einem Radius gewickelt,
der größer ist als derjenige der Spulen der zweiten Gruppe, und umfaßt eine oder mehrere
Spulen. Wenn diese Gruppe aus mehr als einer Spule besteht, weist der größte Teil der
Spulen in dieser Gruppe eine negative Stromdichte auf; diese Gruppe wirkt als ein Ab
schirmabschnitt, der zur Verringerung des Streufelds des Magneten dient (Spule 14 gemäß
den Fig. 1, 3, 4 und 5).
In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform der Gruppe mit drei Spulen dargestellt. Die
Spulen der Gruppe 1 wirken derart, daß die Gesamtlänge des Magneten verringert werden
kann, wobei aber ein homogenes Feld in der zentralen Region aufrecht erhalten wird. Vor
zugsweise sind alle Spulen bei jeglicher Einzelmagnetkonfiguration in Reihe geschaltet, so
daß sie alle den gleichen Transportstrom führen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine als Beispiel dienende Ausführungsform einer Magnetspulengestal
tung, die eine Spule 10 in einer ersten Gruppe, drei Spulen 12 in einer zweiten
Gruppe und eine Spule 14 in einer dritten Gruppe umfaßt,
Fig. 2 zeigt ein Beispiel eines typischen, ein starkes Feld erzeugenden Magnetsystems
gemäß dem Stand der Technik,
Fig. 3 zeigt eine als Beispiel dienende Ausführungsform eines Magnetspulenaufbaus,
der gleichartig ist wie der in Fig. 1 gezeigte Magnetspulenaufbau, mit der Aus
nahme, daß die erste, die Spulen 10 enthaltende Spulengruppe aus vier Spulen
besteht,
Fig. 4 zeigt eine ausgeschnittene, perspektivische Ansicht des in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiels,
Fig. 5 zeigt eine als Beispiel dienende Ausführungsform eines Magnetspulenaufbaus,
der ähnlich ist wie der in Fig. 1 gezeigte Magnetspulenaufbau, mit der Ausnah
me, daß die dritte, die Spulen 14 enthaltende Spulengruppe aus drei Spulen be
steht, und
Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Magnetspulenaufbaus.
Da es eine große Anzahl von Entwurfsvariablen bei einem solchen Magnetsystem gibt, ist
es notwendig, eine Optimierungsroutine für diese Systeme zu entwickeln. Nachstehend
wird eine kurze Erläuterung der grundlegenden Methoden vorgestellt.
Bei der Magnetresonanz (MR) kann die üblicherweise interessierende Feldkomponente
durch den Laplace-Operator beschrieben werden:
Δ2Bz = 0.
Dieser Laplace-Operator kann hinsichtlich der Kugelfunktionen in üblicher Weise über eine
Kugel mit dem Radius r hinweg wie folgt erweitert werden:
Bz = rn(anmcos mΦ + bnmsin mΦ) Pnm(cos Φ).
Hierbei bezeichnen anm und bnm die Amplituden der Harmonischen, und es bezeichnet
Pnm(cos Φ) die zugehörigen Legendreschen Polynome mit der Ordnung n und dem Grad m.
Im Fall von Systemen, die eine vollständige zylindrische Symmetrie besitzen, wie es bei
den hier beschriebenen Gestaltungen der Phase ist, müssen lediglich die zonalen Kugel
funktionen (m = 0) bei dem Entwurfsprozeß berücksichtigt werden. Damit davon ausge
gangen werden kann, daß der Magnet über sein DSV-Volumen (Durchmesser-empfindli
ches Volumen bzw. Untersuchungsvolumen) hinweg homogen ist, sollte die Summe aller
zonalen Kugelfunktionen kleiner als ein vorgegebener Anteil der Harmonischen nullter
Ordnung, d. h. des Felds Bz sein, das üblicherweise auf dem Gebiet der Kernspinresonanz
als das Feld B0 bezeichnet wird. Die interessierenden harmonischen Terme sind ferner auf
zonale Terme geradzahliger Ordnung beschränkt, da die Verteilung der Stromdichte in die
sen Magneten gleichförmig und achsensymmetrisch ist. Bei einer theoretischen Auslegung
sollten die Anforderungen an die Homogenität kleiner sein als 5 ppm (Teile je Million).
Bei Systemen für die Magnetresonanz-Bildgabe ist eine Anforderung an die Homogenität
des bloßen Magneten von 20 ppm oder weniger über das Untersuchungsvolumen (DSV-
Volumen) hinweg üblich.
Es ist weiterhin wichtig, daß die räumliche Verteilung der Feldinhomogenität in dem Feld
nach der Herstellung durch die Terme niedriger Ordnung charakterisiert wird, so daß sie
durch passive oder aktive (supraleitende) Trimmung beseitigt werden können, d. h. durch
einen Vorgang, bei dem die Reinheit des Felds durch die Verwendung von zusätzlichen
(Trimm-) Spulen verbessert wird. Bei dem theoretischen Auslegungsprozeß muß daher be
sonderer Nachdruck auf die Verringerung der Terme höherer Ordnung gelegt werden. Das
Problem besteht dann darin, einen Spulenaufbau zu schaffen, durch den die Anforderungen
an die Oberwellenreinheit erfüllt werden, wobei die Gesamtlänge des Magneten beschränkt
wird. Darüberhinaus muß der Spulenaufbau so festgelegt werden, daß das Feld außerhalb
des Magneten verringert wird.
Die "Simulated Annealing"-Methode (Methode mit simulierten Glühen; SA-Methode) (S.
Kirkpatrick, D. C. Gelatt and M. P Vechhi, Science 220, 671 (1983)) stellt eine effektive
Methode zur Optimierung im großen Maßstab dar und kann bei dem Entwurf von starke
Felder erzeugende Magneten eingesetzt werden. Bei Auferlegung von Längenbeschränkun
gen versucht die "Simulated Annealing"-Methode effektiv, die "best"-mögliche Lösung
innerhalb dieser Grenzen zu finden. Hierbei bezieht sich der Ausdruck "best" auf die Mi
nimierung einer Fehlerfunktion, die in diesem Fall Ausdrücke enthält, die die Homogenität
im sensitiven Volumen (Untersuchungsvolumen) und dem Streufeld außerhalb des Magne
ten repräsentieren. Es ist möglich, je nach Anforderungen des Gestalters andere Terme in
die Funktion aufzunehmen. Die Fehlerfunktion für die hier vorgestellten Gestaltungen ist
einfach die folgende:
Hierbei stellen ka und kb die Gewichtsfaktoren für die Homogenitäts- bzw. Abschirmterme
dar, wohingegen kn die Gewichtsfaktoren für die zonalen Kugelfunktionen repräsentiert und
A2n die Amplituden der zonalen Kugelfunktionen geradzahliger Ordnung von Bz bezeich
net. Die beiden Summenbildungen der Abschirm-Terme stellen die Modul-Feld-Additionen
in Längsrichtung bzw. in vertikaler Richtung bei den gewählten Abschirmabständen dar,
und es werden für jede Iteration 10 Punkte je Richtung aufsummiert (d. h. l = 10).
Der Homogenitäts-Term ist am schwierigsten zu minimieren und kann daher im Vergleich
zu dem Abschirm-Term mit 5 : 1 gewichtet werden. Die zonalen Kugelfunktionen gerad
zahliger Ordnung können 1 : 10 : 100 : 1000 : 5000 : 8000 : 10.000 : 12.000 : 15.000 bis
hoch zu der 18. Ordnung gewichtet werden.
Die Parameter für die Störungen bei dem Auslegungsprozeß für jede Iteration sind die axia
len und radialen Abmessungen jeder Spule, die Anzahl von Windungen je Spule und die
radiale und die axiale Position jeder Spule. Damit ausreichend große Freiheitsgrade bei die
sen Beschränkungsproblemen bereitgestellt werden konnten, begann die Auslegung mit ei
ner relativ großen Anzahl von Spulen (10) und ermöglichte es der "Simulated Annealing"-
Methode, die Spulen anders zu verteilen. Es wurde eine adaptive Schrittbemessung bzw.
Schrittgrößenfestlegung (A. Corona, M. Marchesi, C. Martini und S. Ridella, ACM
Trans. Math. Soft. 13, 262 (1987)) implementiert, und es wurden anfängliche Schrittgrö
ßen und Temperaturen ausgewählt, indem jede Spule vor der Durchführung des "Simulated
Annealing"-Verfahrens hinsichtlich ihrer parametrischen bzw. parametermäßigen Emp
findlichkeit getestet wurde.
Bei einem Ausführungsbeispiel wurde der Prozeß dazu benutzt, ein Magnetsystem für 7
Tesla mit einem inneren Spulenradius zu entwerfen, der auf 55 mm beschränkt ist, so daß
der freie Bohrungsdurchmesser bzw. freie Innendurchmesser sich dem Wert von 89 mm
annähern kann (eine standardmäßige Zahl bei kommerziellen Geräten). Die Erfindung ist
nicht auf die präzise Form oder die Abmessungen beschränkt, die bei diesem Ausführungs
beispiel offenbart sind. In Fig. 1 ist eine schematische Darstellung des resultierenden,
kompakten Designs im Querschnitt dargestellt. Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht
der optimierten Struktur, wobei die Bohrung bzw. Öffnung der resultierenden Gestaltung
entweder in vertikaler oder in horizontaler Richtung orientiert sein kann, wie dies in Fig.
4 gezeigt ist. Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung sind alle Spulen der
art ausgelegt, daß sie elliptische Querschnittsflächen anstelle von kreisförmigen Querschnit
ten, die in den Zeichnungen dargestellt sind, haben.
Das Verhalten bzw. Leistungsvermögen des Magneten ist in Tabelle 1 detailliert darge
stellt, wobei die hohe Homogenität und die kleinen Streufelder des Magneten ersichtlich
sind. Die gesamte Lange der Magnetspulen in Richtung der Achse Z beträgt 200 mm, was
zu einem Verhältnis zwischen der Spulenlänge und dem Durchmesser der homogenen Re
gion von 5,7 führt, was die Kompaktheit des Systems anzeigt. Die Harmonischen des
Felds wurden bis zu der 18. Ordnung berechnet, und es wurden der Wert "Spitze zu Spit
ze" und die Abweichungen des Effektivwerts des Felds für 800 Punkte auf der Oberfläche
des DSV-Volumens (Untersuchungsvolumens) in 20 Ebenen berechnet, wobei die Vertei
lung dieser Ebenen so gewählt wurde, daß sie den Nullstellen bzw. Nullwerten des Legen
dreschen Polynoms 20. Ordnung entsprachen, so daß eine Gauss'sche Integration leicht rea
lisiert werden kann, und daß sichergestellt wurde, daß die Nyquist-Abtastkriterien für die
Oberwellenanalysen der Harmonischen 18. Ordnung erfüllt sind. Hierbei ist anzumerken,
daß die Homogenitätszahlen reine (bloße) Homogenitätswerte darstellen, d. h. es waren kei
ne zusätzlichen, supraleitenden oder bei Raumtemperatur befindlichen Spulen zur weiteren
Verbesserung der Feldreinheit hinzugefügt.
Fig. 6 zeigt eine ausgeschnittene Ansicht einer Magnetspulenkonfiguration mit einer als
Couplet bzw. Paar ausgebildeten Magnetspule. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Ab
schirmabschnitt 14, der bei dem vorstehend erläuterten Ausführungsbeispiel vorhanden ist,
weggelassen. Die Spule 20 ist in entgegengesetzter Richtung zu der für die Spulen 21 vor
gesehenen Wicklungsrichtung gewickelt. Wie in Fig. 6 gezeigt ist, sind zusätzliche Spulen 22
und 23 zwischen den benachbarten Spulen 21 vorhanden. In der Tabelle 3 sind die
charakteristischen Leistungswerte für die in Fig. 6 dargestellte Magnetspule aufgelistet.
In der nachstehenden Tabelle 4 sind Einzelheiten von Magnetspulenauslegungen darge
stellt, wobei td die Wicklungsdichte in jeder Spule bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel bezeichnet.
Die Harmonischen des Felds wurden bis zu der 18. Ordnung berechnet, und es wurden der
Wert "Spitze zu Spitze" und die Abweichungen des Effektivwerts des Felds für 800 Punkte
auf der Oberfläche des DSV-Volumens (Untersuchungsvolumens) in 20 Ebenen berechnet,
wobei die Verteilung dieser Ebenen so gewählt wurde, daß sie den Nullstellen bzw. Null
werten des Legendreschen Polynoms 20. Ordnung entsprachen, so daß die Gauss'sche
Integration einfach durchgeführt werden konnte, und daß sichergestellt wurde, daß die Ny
quist-Abtastkriterien für die Oberwellenanalysen der Harmonischen 18. Ordnung erfüllt
waren. Es wurde die Genauigkeit dieser Feld- und Harmonischen-Berechnungen mit Hilfe
eines Vergleichs mit im Handel erhältlicher Software-Programme für Elektromagnetismus
(Vector Fields, Oxford) überprüft und bestätigt; die Ergebnisse lagen jeweils wechselseitig
in einem Bereich von 0,01%. Es ist anzumerken, daß die Homogenitätszahlenwerte Werte
für die bloße Homogenität darstellen, d. h. es waren keine zusätzlichen, supraleitenden oder
bei Raumtemperatur befindlichen Spulen zur weiteren Verbesserung der Reinheit des Felds
hinzugefügt. Bei einer Hinzufügung derartiger Trimmungen ist der in den Tabellen 3 und
4 beschriebene Magnet auch für chemische Einsätze, ebenso wie für die Magnetresonanz-
Mikroskopie, geeignet.
Eine wichtige Überlegung bei supraleitenden Magneten besteht darin, sicherzustellen, daß
die Leiter innerhalb akzeptabler Grenzwerte für die Stromdichte und die Feldstärken des
eingetauchten Felds betrieben werden. Es wurde berechnet, daß das maximale Feld in je
dem Leiter gleich 12,1 T ist. Wenn ein Leiter aus Nb3Sn eingesetzt wird, der eine Wick
lungsdichte bzw. Windungsdichte von 0,444 mm-2 (s. Tabelle 4) besitzt, liegt das Füllver
hältnis zwischen Supraleiter und Matrix ungefähr bei 0,6, so daß sich eine recht vernünfti
ge Betriebssicherheitsgrenze ergibt. Auch wenn Nb3Sn ein teurerer Leiter ist als NbTi, be
deuten seine Fähigkeit, eine höhere Stromdichte führen zu können, und sein kompakter
Aufbau, daß eine relativ kleine Leitermenge, verglichen mit herkömmlichen Gestaltungen,
benötigt wird.
In der nachfolgenden Tabelle 2 sind Einzelheiten der Ausgestaltungen von Magnetspulen
dargestellt, wobei td die Wicklungs- bzw. Windungsdichte in jeder Spule bei den in den
Fig. 1 und 4 gezeigten Ausführungsbeispielen bezeichnet.
Hierbei bezeichnet "Zed" die longitudinale Position der Mitte jeder Spule, wohingegen
"Breite" die axiale Ausdehnung jeder Spule angibt und td die Windungs- bzw. Wicklungs
dichte bezeichnet.
Es ist somit ein kompakter Magnet offenbart, der für starke Felder erzeugende, supralei
tende Magnete für den Einsatz bei der Magnetresonanz-Spektroskopie geeignet ist. Der
Magnet weist mindestens eine erste und eine zweite Spulengruppe auf, wobei die oder jede
Spule in der ersten Gruppe so gewickelt ist, daß sie eine negative Stromdichte im Ver
gleich zu den anderen Spulen bereitstellt. Die erste Gruppe bewirkt, daß die Gesamtlänge
des Magnet verkürzt werden kann, wobei zugleich aber ein homogenes Feld in der zentra
len Region des Magneten aufrecht erhalten bleibt.
Claims (9)
1. Magnet für den Einsatz bei der Magnetresonanz-Spektroskopie, mit einem
Hauptabschnitt, der mindestens eine erste Spule (10), die einen inneren Teil des Hauptab
schnitts des Magneten bildet, und mindestens eine Gruppe zweiter Spulen (12) umfaßt, die
einen größeren Radius als die mindestens eine erste Spule (10) aufweisen, wobei die Spu
len (10, 12) derart gewickelt sind, daß die mindestens eine erste Spule (10) eine
Stromdichte besitzt, die entgegengesetzt zu derjenigen der Gruppe zweiter Spulen (12) ist,
die ihrerseits eine Stromdichte aufweisen, die sehr viel größer ist als die Stromdichte der
mindestens einen ersten Spule (10).
2. Magnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine
erste Spule (10) einen Teil einer Gruppe bildet, die zwei oder mehr Spulen (10) enthält.
3. Magnet nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Spule
(10), oder mindestens eine der ersten Spulen, eine interne Korrekturspule darstellt.
4. Magnet nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle in der die ersten
Spulen enthaltenen Gruppe vorhandenen Spulen (10) interne Korrekturspulen sind.
5. Magnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
mindestens eine dritte Spule (14), die mit einem größeren Radius als die mindestens eine
erste Spule (10) und die zweiten Spulen (12) gewickelt ist und als ein Abschirmabschnitt
zur Verringerung von Streufeldern dient, wobei die mindestens eine dritte Spule (14)
derart gewickelt ist, daß sie eine Stromdichte besitzt, die entgegengesetzt ist zu derjenigen
der zweiten Spulen (12).
6. Magnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spulen einer Gruppe in Reihe geschaltet sind.
7. Magnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß er eine Magnetfeldstärke von ungefähr 7 Tesla besitzt und daß der Radius der
innersten Spule ungefähr 55 mm beträgt, wobei der freie Bohrungsdurchmesser bzw.
Innendurchmesser bei ungefähr 89 mm liegt.
8. Magnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die die zweiten Spulen (12) enthaltende Gruppe drei zweite Spulen (12) umfaßt.
9. Magnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß alle Spulen einen elliptischen Querschnitt besitzen.
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