DE19834585A1 - Medizinische Fixationsvorrichtung - Google Patents
Medizinische FixationsvorrichtungInfo
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Abstract
Eine medizinische Fixationsvorrichtung zum Fixieren eines Teils eines menschlichen Körpers, insbesondere einer weiblichen Brust (1), umfaßt ein erstes und ein zweites Fixationsteil (4, 8), die gegenüberliegend angeordnet und relativ zueinander beweglich sind. Das erste Fixationsteil (4) ist an einer dem zweiten Fixationsteil (8) zugewandten Seite konkav ausgebildet.
Description
Die Erfindung betrifft eine medizinische Fixationsvorrichtung
zum Fixieren eines Teils eines menschlichen Körpers, insbe
sondere einer weiblichen Brust, mit einem ersten und einem
zweiten Fixationsteil, die gegenüberliegend angeordnet und
relativ zueinander beweglich sind.
Eine medizinische Fixationseinrichtung der eingangs genannten
Art ist aus der US-PS 5,678,549 bekannt. Die dort beschriebe
ne Fixationseinrichtung wird als Zusatz für ein Kernspintomo
graphie- oder Magnetresonanzgerät zur Durchführung von mammo
graphischen Untersuchungen eingesetzt. Die Fixationseinrich
tung umfaßt zwei gegenüberliegend parallel angeordnete, ebene
Kompressionsplatten, die an einem Stativ zueinander beweglich
und arretierbar gelagert sind. Die zu untersuchende Brust
wird zwischen die beiden Kompressionsplatten gebracht, dann
komprimiert und damit fixiert. Mindestens eine der Kompressions
platten besitzt Durchgangslöcher, um eine Biopsie oder ei
ne Nadelmarkierung an der fixierten Brust durchzuführen. Der
Eingriff kann über dabei erstellte Kernspintomogramme beob
achtet werden. Zusätzlich können an den Kompressionsplatten
Marker angeordnet sein, die in einem Kernspintomogramm sicht
bare Markierungen erzeugen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Fixations
vorrichtung mit einem erhöhten Patientenkomfort anzugeben.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das erste Fixationsteil
an einer dem zweiten Fixationsteil zugewandten Seite konkav
ausgebildet ist. Durch die konkave Ausgestaltung ist auch
schon bei geringerer Kompression eine ausgezeichnete Fixation
des zu untersuchenden Körperteils, insbesondere der weibli
chen Brust, gegeben. Die Belastung des Patienten oder der Pa
tientin zur Fixation ist damit gegenüber bekannten stark re
duziert.
Eine einfache Mechanik ergibt sich gemäß einer vorteilhaften
Ausgestaltung dadurch, daß das erste Fixationsteil fest be
züglich einer Patientenlagerung angeordnet ist und daß an dem
zweiten Fixationsteil unabhängig voneinander einstellbare An
preßmittel angreifen zum Pressen des zweiten Fixationsteils
in Richtung der konkaven Seite. Die Lagerung des Patienten
bzw. der Patientin erfolgt so, daß das zu untersuchende Kör
perteil zunächst an der konkaven Seite positioniert wird,
dann erfolgt die Fixation mit Hilfe des zweiten Fixations
teils mit den individuell einstellbaren Anpreßmitteln.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird der Ana
tomie noch besser Rechnung getragen, indem das zweite Fixations
teil zusätzlich zur Beweglichkeit in Preßrichtung um min
destens eine Achse frei schwenkbar angeordnet ist. Damit wird
eine noch gleichmäßigere Verteilung des Anpreßdrucks er
reicht.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das
zweite Fixationsteil als Halterahmen mit einer zentralen Zu
gangsöffnung zum fixierten Körperteil ausgebildet. Der Hal
terahmen gibt eine ausreichende Fixation und erlaubt gleich
zeitig einen freien Zugang zum fixierten Körperteil. Dabei
können z. B. mit einem medizinischen Zielgerät die für einen
Eingriff notwendigen Instrumente unter MR-Kontrolle in das
Zielgebiet geführt werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Hochfrequenzantenne zum Anregen und/oder
Empfangen von Hochfrequenzsignalen benachbart zu einer äuße
ren Seite des zweiten Fixationsteils angeordnet ist. Diese
als Lokalantenne arbeitende Hochfrequenzantenne erlaubt eine
kernspintomographische Kontrolle eines durchzuführenden Ein
griffs.
Weitere Ausgestaltungen sind durch die Unteransprüche gekenn
zeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an
hand von vier Figuren erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in einer Draufsicht eine medizinische Fixationsvor
richtung zum Fixieren einer weiblichen Brust,
Fig. 2 eine Vorderansicht der Fixationsvorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Fixationsvorrichtung nach Fig. 1 und
Fig. 4 im in einer Seitenansicht im Schnitt die Fixations
vorrichtung mit fixiertem Körperteil.
In den Fig. 1 und 2 ist zu erkennen, daß die Fixationsvor
richtung zum Fixieren einer weiblichen Brust 1 (in Fig. 4
dargestellt) als Aufsatz für eine Patientenlagerung 2 ausge
führt. Der Aufsatz ist auf der Patientenlagerung 2 in einer
festen Position angeordnet, z. B. durch eine entsprechende
Formgebung der Berührungsflächen. Ein erstes Fixationsteil 4
ist Teil einer Patientenlagerungshilfe 6. Die Patientenlage
rungshilfe 6 besteht im wesentlichen aus einem elastischen
Schaumstoffkörper, der auf einer stabilen Grundplatte 7 ange
ordnet ist. Die Fixationsvorrichtung umfaßt ein zweites Fixa
tionsteil 8, das gegenüberliegend zum ersten Fixationsteil 4
angeordnet ist.
Das erste Fixationsteil 4 ist an einer dem zweiten Fixations
teil 8 zugewandten Seite konkav ausgebildet. Dazu ist eine
halbkonische Ausnehmung 10 an einer Seite der Patientenlage
rungshilfe 6 ausgeformt. Die Ausnehmung 10 ist als halbko
nisch bezeichnet, weil sie nur bis zu einer Symmetrieachse in
die Patientenlagerungshilfe 6 eingearbeitet ist. Die Symme
trieachse der Ausnehmung 10 ist annähernd senkrecht zur Ober
fläche der Patientenlagerung 2 ausgerichtet.
Das zweite Fixationsteil 8 ist als Halterahmen mit einer zen
tralen Zugangsöffnung 12 zum fixierten Körperteil ausgebil
det. An seitlichen, vertikalen Stegen 14 des Halterahmens
sind zwei Durchgangsbohrungen eingebracht, die auf einer Ach
se 14 liegen. Die Achse 14 ist parallel zu horizontalen
Längsstegen im Halterahmen ausgerichtet. Durch jede Durch
gangsbohrungen ist eine Schraube 18 geführt, die jeweils in
einen Haltewinkel 20 eingeschraubt sind. Die Haltewinkel 20
sind an der Grundplatte 7 befestigt und vertikal ausgerich
tet. Die Schrauben 18 sind individuell einstellbar und pres
sen in der Anwendung das Fixationsteil 8 in Richtung der kon
kav geformten Seite des ersten Fixationsteils 4, was durch
einen Pfeil 21 veranschaulicht ist.
In der Patientenlagerungshilfe 6 ist seitlich von der halbko
nischen Ausnehmung 10 eine weitere, zylindrische Ausnehmung
22 zur Aufnahme der zweiten Brust ausgeformt.
An der äußeren Seite des zweiten Fixationsteils 8 ist noch
eine Hochfrequenzantenne 24 zum Anregen und/oder Empfangen
von Kernspinresonanzsignalen angeordnet. Die Hochfrequenzan
tenne ist in Form einer Rahmenspule so gestaltet, daß ein
freier Zugang zur fixierten Brust 1 möglich ist. Damit sind
Eingriffe, wie z. B. Nadellokalisationen oder eine Biopsie von
Läsionen, unter Bildgebung mittels Kernspinresonanzsignalen
möglich. Zur Lokalisierung von Befunden oder auch Instrumen
ten im Magnetresonanztomogramm ist eine Markierung 25 (siehe
Fig. 3) an der Grundplatte 2 befestigt. Sie enthält eine ma
gnetresonanztechnisch nachweisbare Substanz, deren Abbildung
im Tomogramm als Bezugspunkt herangezogen werden kann.
Die Patientenlagerungshilfe 6 ist, wie der in Fig. 3 darge
stellten Ansicht zu entnehmen ist, keilförmig ausgebildet,
wodurch sich als Untersuchungsposition eine schräge Bauchlage
für die Patientin ergibt. Die Seite mit der zu untersuchenden
Brust ist damit erhöht und gut zugänglich. Die Fixationsvor
richtung ist an der hohen Seitenfläche des Keils angeordnet.
In Fig. 4 ist in Schnittdarstellung die Fixationsvorrichtung
in der Anwendung gezeigt. Die zu fixierende Brust 1 wird zu
nächst in der Ausnehmung 10 gelagert. Danach wird mit Hilfe
der Schrauben 18 das zweite Fixationsteil 8 gegen die noch
freie Seite der Brust 1 gepreßt, bis die gewünschte Fixations
wirkung erreicht ist. Dabei können die Schrauben 18 indi
viduell entsprechend der Anatomie eingestellt werden. Eine
gute Verteilung des Anpreßdrucks ergibt sich zusätzlich da
durch, daß das zweite Fixationsteil 8 um die Achse 16 frei
schwenkbar oder kippbar ist. Im allgemeinen ist dadurch in
der Anwendung eine nicht vertikale Ausrichtung des zweiten
Fixationsteils 8 gegeben.
Das zweite Fixationsteil 8 ist leicht austauschbar. So wird
bei kleinen Brüsten ein Fixationsteil 8 mit geringerer Höhe H
verwendet werden als bei größeren. Die Fixationsteile 8 un
terscheiden sich lediglich in der Lage des unteren Längsstegs
voneinander. Bei einem für kleinere Brüste geeigneten Fixations
teil 8 ist der untere Längssteg näher zum oberen hin ver
schoben angeordnet als bei einem für größere Brüste geeigne
ten. Zum Austausch müssen zunächst die Schrauben 18 aus den
Haltewinkeln 20 geschraubt werden. Nach Auswahl des passenden
Fixationsteils 8 wird dieses mit Hilfe der Schrauben 18 an
den Haltewinkeln 20 angeschraubt.
Da die konkav ausgebildete Seite des ersten Fixationsteils 4
als Teil des Schaumstoffkörpers elastisch nachgiebig ist,
wird der von dem zweiten Kompressionsteil 8 ausgeübte Druck
gleichmäßig vom ersten Fixationsteil 4 aufgenommen. Dabei
formt sich die konkave Seite des ersten Fixationsteils 4 gut
an die Brustoberfläche an. Die Anpreß- oder Berührungsfläche
der Brust 1 zum ersten Fixationsteils 4 ist damit weitgehend
unababhängig von der Form und Größe der Brust 1 immer maxi
mal, wodurch der Patientenkomfort weiter verbessert ist.
Claims (14)
1. Medizinische Fixationsvorrichtung zum Fixieren eines Teils
eines menschlichen Körpers, insbesondere einer weiblichen
Brust (1), mit einem ersten und einem zweiten Fixationsteil
(4, 8), die gegenüberliegend angeordnet und relativ zueinander
beweglich sind, dadurch gekennzeich
net, daß das erste Fixationsteil (4) an einer dem zwei
ten Fixationsteil (8) zugewandten Seite konkav ausgebildet
ist.
2. Medizinische Fixationsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das er
ste Fixationsteil (4) fest bezüglich einer Patientenlagerung
(2) angeordnet ist und daß an dem zweiten Fixationsteil (8)
unabhängig voneinander einstellbare Anpreßmittel (18) angrei
fen zum Pressen des zweiten Fixationsteils (8) in Richtung
(21) der konkaven Seite.
3. Medizinische Fixationsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das
zweite Fixationsteil (8) zusätzlich zur Beweglichkeit in
Preßrichtung (21) um mindestens eine Achse (16) frei schwenk
bar angeordnet ist.
4. Medizinische Fixationsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Achse (16) horizontal ausgerichtet ist.
5. Medizinische Fixationsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die An
preßmittel (18) zwei Anpreßeinheiten (18) umfassen.
6. Medizinische Fixationsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die An
preßeinheiten (18) auf der Achse (16) beabstandet angeordnet
sind.
7. Medizinische Fixationsvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die konkave Seite elastisch nachgiebig ist.
8. Medizinische Fixationsvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Patientenlagerung (2) eine Patientenlagerungshilfe
(6) umfaßt, daß das erste Fixationsteil (4) Teil der Patien
tenlagerungshilfe (6) ist und daß Patientenlagerungshilfe (6)
an einer Seite eine Ausnehmung (10) aufweist, die dem zweiten
Fixationsteil (8) zugewandt ist.
9. Medizinische Fixationsvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Ausnehmung (10) konisch ausgebildet ist.
10. Medizinische Fixationsvorrichtung nach Anspuch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pa
tientenlagerungshilfe (6) eine zweite Ausnehmung (22) für die
Aufnahme der nicht zu fixierenden Brust aufweist.
11. Medizinische Fixationsvorrichtung nach einem der Ansprü
che 9 bis 10, dadurch gekennzeich
net, daß die Patientenlagerungshilfe (6) als Keil aus
gebildet ist, wobei die erste Ausnehmung (10) an einer Sei
tenfläche des Keils angeordnet ist.
12. Medizinische Fixationsvorrichtung nach einem der Ansprü
che 1 bis 11, dadurch gekennzeich
net, daß das erste Fixationsteil (4) als Schaumstoff
körper ausgebildet ist.
13. Medizinische Fixationsvorrichtung nach einem der Ansprü
che 1 bis 12, dadurch gekennzeich
net, daß das zweite Fixationsteil (8) als Halterahmen
mit einer zentralen Zugangsöffnung (12) zum fixierten Körper
teil ausgebildet ist.
14. Medizinische Fixationsvorrichtung nach einem der Ansprü
che 1 bis 13, dadurch gekennzeich
net, daß eine Hochfrequenzantenne (24) zum Anregen und/oder
Empfangen von Kernspinresonanzsignalen benachbart zu ei
ner äußeren Seite des zweiten Fixationsteils (8) angeordnet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19834585A DE19834585A1 (de) | 1998-07-31 | 1998-07-31 | Medizinische Fixationsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19834585A DE19834585A1 (de) | 1998-07-31 | 1998-07-31 | Medizinische Fixationsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19834585A1 true DE19834585A1 (de) | 2000-02-10 |
Family
ID=7876002
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19834585A Withdrawn DE19834585A1 (de) | 1998-07-31 | 1998-07-31 | Medizinische Fixationsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19834585A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP1208798A3 (de) * | 2000-11-23 | 2002-12-18 | Siemens-Elema AB | Röntgendiagnostikgerät |
| WO2013014911A1 (en) * | 2011-07-26 | 2013-01-31 | Canon Kabushiki Kaisha | Property information acquiring apparatus |
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- 1998-07-31 DE DE19834585A patent/DE19834585A1/de not_active Withdrawn
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