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DE19834523A1 - Verfahren und eine Vorrichtung zur Verarbeitung von Fischen - Google Patents

Verfahren und eine Vorrichtung zur Verarbeitung von Fischen

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Publication number
DE19834523A1
DE19834523A1 DE1998134523 DE19834523A DE19834523A1 DE 19834523 A1 DE19834523 A1 DE 19834523A1 DE 1998134523 DE1998134523 DE 1998134523 DE 19834523 A DE19834523 A DE 19834523A DE 19834523 A1 DE19834523 A1 DE 19834523A1
Authority
DE
Germany
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fish
cutting
head
collar bone
spreading
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1998134523
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English (en)
Inventor
Hans Finke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nordischer Maschinenbau Rud Baader GmbH and Co KG
Original Assignee
Nordischer Maschinenbau Rud Baader GmbH and Co KG
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Publication date
Application filed by Nordischer Maschinenbau Rud Baader GmbH and Co KG filed Critical Nordischer Maschinenbau Rud Baader GmbH and Co KG
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    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C25/00Processing fish ; Curing of fish; Stunning of fish by electric current; Investigating fish by optical means
    • A22C25/14Beheading, eviscerating, or cleaning fish

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Abstract

Beschrieben wird eine Vorrichtung zur Verarbeitung von Fischen, die umfaßt, endlos umlaufende Mittel zur Aufnahme von Fischen, wobei die umlaufenden Mittel im wesentlichen quer zur Umlaufrichtung angeordnet sind, Mittel zum Erkennen und/oder Aufnehmen der Kragenknochenflossen der Fische sowie Mittel zum Schneiden und/oder Spreizen, wobei die Mittel zum Schneiden und/oder Spreizen im wesentlichen im Bereich der Kragenknochen angeordnet sind, sowie wenigstens einen Fischausgabe- bzw. -übergabebereich.

Description

Ein derartiges Verfahren bzw. eine derartige Vorrichtung sind bekannt, zum Beispiel aus Norwegen, wo der Fisch oft ohne Kopf angelandet wird. Nach alter Tradition und aus praktischen und wirtschaftlichen Gründen verbleibt der Kragenknochen am Rumpf. Da nun aus diesem Rumpf unterschiedliche Produkte hergestellt werden, der Fischer aber nicht weiß welches, wird der Fisch für die Maximalforderung geköpft, den sogenannten Salz- oder Trockenfisch. Für diese Produkte muß die Schnittfläche eine möglichst kleine Oberfläche aufweisen, damit keine Bakterien und Verunreinigungen eindringen können. Der Köpfschnitt erfolgt also so, daß Kragenknochen, obere Kragenknochen und sehr häufig auch große Teile vom Schädeldach am Rumpf verbleiben. Nachteilig hierbei ist allerdings, daß wenn ein derartiger Rumpf auf einer sogenannten Sattelmaschine zu Filet verarbeitet werden soll, die Knochenreste zu Störungen führen. Die bisher bekannten Kragenknochenschneider können nur die Kragenknochen entfernen, aus Ausbeutegründen können die oberen Kragenknochen nicht erreicht werden, das Schädeldach ist bisher einer Bearbeitung in der Sattelmaschine nicht zugänglich. Der obere Kragenknochen verbleibt so am Filet und muß manuell nachgetrimmt werden, das Schädeldach führt je nach Größe auch zum Nachtrimmen, oder aber zum Maschinenstop, bzw. Ausbeute- und Qualitätsverlust durch Abreißen im Schabemesser.
Aus diesen Gründen wird oftmals der Rumpf nachgeköpft, um Kragenknochen, obere Kragenknochen und Schädeldach zu entfernen. Dies bedeutet jedoch einen zusätzlichen Arbeitsgang sowie einen Ausbeuteverlust. Außerdem ist das ohnehin problematische Einlegen in die nachfolgenden Maschinen durch den fehlenden Kopf erschwert.
Weiter ist eine derartige Vorrichtung aus der DE 38 91 159 bekannt, die eine Kopfabtrennstation mit zwei rotierenden Messern zeigt. Hierbei ist von Nachteil, daß auf jeden Fall als Ausgangsprovenienz nur Fische mit Köpfen vorliegen müssen. Bei dieser Anwendung ist ein deutlicher Ausbeuteverlust bezüglich der zu gewinnenden Fleischmenge zu verzeichnen. Fische ohne Köpfe, wie sie beispielsweise in Norwegen angelandet werden können mit einer derartigen Vorrichtung nicht oder nur nach aufwendiger Handarbeit maschinell weiterverarbeitet werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Vorrichtung bzw. ein Verfahren zu schaffen, die die oben genannten Nachteile vermeiden und bei hoher Ausbeute sicher, preiswert und zuverlässig Fische mit und ohne Kopf verarbeiten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Vorrichtung zur Verarbeitung von Fischen geschaffen wird, die umfaßt, endlos umlaufende Mittel zur Aufnahme von Fischen, wobei die umlaufenden Mittel im wesentlichen quer zur Umlaufrichtung angeordnet sind, Mittel zum Erkennen und/oder Aufnehmen der Kragenknochenflossen von Fischen sowie Elemente zum Schneiden und/oder Spreizen, wobei die Mittel zum Schneiden und/oder Spreizen im wesentlichen im Bereich der Kragenknochen angeordnet sind.
Das Einlegen des Fisches erfolgt aus einer Vorratsmulde, die die zu verarbeitenden Fische in der gleichen Höhe bevorratet. Der Fisch wird in Seitenlage mit dem Kopf gegen einen Nasenanschlag angelegt, wobei er mit dem Rücken gegen die Muldenrückwand anliegt. Die von einer Endloskette angetriebenen Mulden transportieren den Fisch durch die Bearbeitungswerkzeuge. Der Nasenanschlag ist in Fischlängsrichtung beweglich und übt eine Kraft auf den Fisch aus, die ihn in Schwanzrichtung bewegen kann. Durch die Muldentransportbewegung einerseits, die quer zur Fischlängsachse erfolgt, und der durch den Nasenanschlag verursachten Bewegung des Fisches entlang seiner Längsachse erfolgt vor Eintritt in die schneidenden Bearbeitungswerkzeuge ein sogenanntes Vorrichten, bei dem durch Aufnahmemittel, die als sich relativ vom Schwanz des Fisches zu dessen Kopf hin bewegende Bürsten ausgebildet sind, um die Kragenknochenflosse aufzustellen. Die abstehende Kragenknochenflosse wird mittels einer Leiste gefangen, die schräg im Raum steht und sich durch die Bewegung des Fisches relativ an die fortschreitende Aufnahme der Kragenknochenflosse macht.
Das Mittel zur Aufnahme der Kragenknochenflosse läuft bei großen Fischen im wesentlichen im Bereich des Schwanzendes auf den Fisch, was zum Vorteil hat, daß das Mittel zur Aufnahme der Kragenknochenflosse nicht unbedingt auf die größtmögliche Fischdicke eingestellt werden muß und trotzdem das weitest mögliche Größenspektrum abdecken kann, und führt dann durch die Transportbewegung relativ in Richtung Kopf und sammelt die Kragenknochenflosse auf. Ein kleiner Fisch läuft beinahe ohne mechanische Beaufschlagung, die Flosse wird dann kurz vor Erreichen des Endes des Bereiches zwischen Mittel zur Aufnahme der Kragenknochenflosse und dem Element zur Längsverschiebung erfaßt und aufgesammelt.
Durch das Zusammenwirken von dem Element zur Längsverschiebung des Fisches mit den vom Fisch bewegten Bürsten und dem Mittel zur Aufnahme der Kragenknochenflosse ergibt sich ein kleiner, exakt definierter Bereich, in dem die Flosse aufgesammelt wird, was im Ergebnis die Maschine effektiv, kurz in der Baulänge und somit kostengünstig macht. Am Ende der Leiste hat der Fisch die richtige Lage erreicht und wird ins nahtlos folgende Werkzeug eingefädelt. Ein kleiner Fisch läuft unbelastet bis seine Kragenknochenflosse von einer kanalartig ausgestalteten Führung aufgesammelt wird. Von Vorteil ist hier, daß ein großer Fisch belastbarer ist und geschoben bzw. gezogen wird. Je kleiner der Fisch ist, um so weniger Verschiebung ist nötig. Es erfolgt die Bewegung des Fisches im wesentlichen entgegen seiner Schwimmrichtung.
Die Lage der Leiste ist am Ende parallel zur Muldenbewegung um den nahtlosen Übergang zu den schneidenden Bearbeitungswerkzeugen, hier dem sogenannten Schabemesser zu gewährleisten.
Eine erfindungsgemäße Weiterbildung sieht vor, daß die Mittei zur Aufnahme von Fischen als Mulden ausgeführt sind.
In einer anderen erfindungsgemäßen Weiterbildung ist vorgesehen, daß die Mittel zur Aufnahme von Fischen wenigstens zweiteilig ausgeführt sind. Weiter kann man erfindungsgemäß vorsehen, daß die Mittel zur Aufnahme von Fischen Elemente zur Längsverschiebung der Fische, inbesondere an einen Überlastanschlag gekoppelte, aufweisen. Hierbei kommen beispielsweise mittels elastischer Federn angelenkte Hebel zum Einsatz, die die Elemente zur Längsverschiebung in der Weise ansteuern, daß eine Ausweichbewegung der Elemente bei größeren Fischen möglich ist.
Eine erfindungsgemäße Weiterbildung sieht vor, daß die Elemente zum Schneiden aus Kreismessern und/oder Klingen, insbesondere stehenden Klingen bestehen.
Nachdem die Kragenknochenflosse aufgenommen und an das Schabemesserpaar übergeben worden ist, fährt dieses ganz flach von oben und von unten, hinter die Kragenknochenflossen und führt je einen Schnitt am Kragenknochen und oberen Kragenknochen entlang bis zur Mittelgräte durch. Das Vorschneiden erfolgt mit stehender Klinge, der Schnitt wird realisiert, durch den Fischtransport und Druck vom Kopf, der Kragenknochen wird nicht durchtrennt, es wird an diesem entlang geschabt. Oberes und unteres Schabemesser sind jedes für sich über einen Drehpunkt auf der Kopfseite gelagert. Durch einen Anschlag und einen Federzug wird eine hintere Öffnung entsprechend der Grätendicke des kleinen Fisches eingestellt. Eine dickere Gräte kann die Messer gegen den Federzug aufdrücken. Um die Messer an die unterschiedlichen Fischdicken anzupassen sind beide Anlenkpunkte der Schabemesser nicht ortsfest, sondern um einen Punkt zwischen den Anlenkpunkten drehbar gelagert. Mittels einer sogenannten Lauerstellung ist die Einstellung der Schabemesser für kleinen Fisch realisiert, ein großer Fisch dreht und drückt die Schabemesser entsprechend seiner Dicke auf. Da ein breiter Größenbereich bearbeitet wird, die Fischdicken streuen, wird die Einlauföffnung durch eine Überleitung vom Vorrichten angesteuert. Durch Druck vom Nasenanschlag in Richtung Schwanz wird der Fisch in die Schabemesser geschoben und im Zusammenwirken mit der Transportbewegung der Schnitt durchgeführt. Hierbei wird vorzugsweise eine glatte Unterfläche, z. B. in der Mulde eingesetzt, bzw. mit Wasserberieselung gearbeitet.
In einer anderen erfindungsgemäßen Weiterbildung ist vorgesehen, daß die Elemente zum Schneiden im wesentlichen quer zur Fischlängsachse angeordnet sind.
Weiter kann man erfindungsgemäß vorsehen, daß die Elemente zum Schneiden in einem Neigungswinkelbereich von 10 bis 90 Grad, bezogen auf die Fischlängsachse, angeordnet sind.
Eine erfindungsgemäße Weiterbildung sieht vor, daß die Mittel zum Spreizen zu den Mitteln zum Schneiden korrespondierbar ausgeführt sind. Eine Überleitung vom Vorschneiden sowie Druck vom Kopf in Richtung Rumpf durch den Nasenanschlag spreizen die Kiemendeckel und Kragenknochen auf, so, daß sie im gleichen Winkel wie die nachfolgenden Kreismesser stehen, um einen Schnitt am Schädeldach zu realisieren. Zwei Kreismesser mit Abstand von 2-3 mm durchtrennen die Mittelgräte, die Führung erfolgt durch den Schnitt vom Vorschneiden. Durch den Abstand zwischen den Messern wird die Mittelplatte nicht beschädigt und verbleibt am Kopf. Eine Zentrierung stellt die Kreismesser so ein, daß die Mittelgräte mittig zum Spalt liegt. Somit wird die am Kopf angewachsene Mittelplatte vorteilhafterweise nicht beschädigt. Ein Pflug zieht Kopf und Rumpf etwas auseinander, so, daß die Mittelplatte nicht mehr in den Rumpf hineinragt.
Ein nachfolgendes Trennmesser durchtrennt die letzten noch verbliebenen Hautverbindungen, die, bedingt durch den Messerabstand der beabstandeten Kreismesser bestehen. Kopf und Rumpf sind nun vollständig getrennt und werden separat aus der Maschine geführt.
In einer anderen erfindungsgemäßen Weiterbildung ist vorgesehen, daß im wesentlichen jedes Mittel zum Schneiden ein korrespondierendes Mittel zum Schneiden oder Spreizen in Schneidgegenlage aufweist. In einer alternativen Ausgestaltung ist eine Nachköpfeinrichtung realisiert, welche sowohl den Kragenknochen als auch den oberen Kragenknochen und das Schädeldach eines bereits geköpften Fisches in einem Stück entfernt. Der Nasenanschlag, wird durch das Fehlen des Kopfes, angepaßt. Nach Vorrichten und Vorschneiden, sind die Federkräfte in der Weise eingestellt, daß der Rumpf in das Trennaggregat einläuft. Die Messer derart angeordnet, daß sie ineinander stehen, wobei der untere Messerkopf mit einem zweiten Kreismesser bestückt ist, so, daß eine Schneidgegenlage für das obere Messer entsteht. In den Spalt zwischen den beiden Untermessern wird das Obermesser abgesenkt. Weiter kann man vorsehen, die Geschwindigkeit des Obermessers zu erhöhen, insbesondere um Schlupf zwischen Ober- und Untermesser zu erzielen, um eine geeignete Trennwirkung zu erreichen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Verfahren zur Verarbeitung von Fisch geschaffen wird, wobei eine Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche zum Einsatz kommt.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 die schematische Darstellung der Fischverarbeitung in der Reihenfolge der Bearbeitungsvorgänge,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 2 im Bereich der Schabemesser, (Schnittlinie A-A)
Fig. 4 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 2 im Bereich der Brechmesser, (Schnittlinie B-B)
Fig. 5 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 2 im Bereich des Trennmessers, (Schnittlinie C-C)
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 2
Fig. 7 eine schematische Darstellung des Fischzuführbereichs.
Die in der Vorrichtung zum Verarbeiten von Fisch 1 angewandte Bearbeitungsreihenfolge ist in Fig. 1 von oben nach unten dargestellt. Nachdem die Kragenknochenflosse 12 des zu verarbeitenden Fisches 11 in den Bereich der Mittel zum Aufnehmen der Kragenknochenflosse 10 gelangt ist, wie dies beispielsweise in Fig. 6 zu sehen ist, wird der Fisch 11 bei seiner weiteren Vorwärtsbewegung in den Bereich der Mittel zum Schneiden 5 gefördert, die als Klingen bzw. als sogenannte Schabemesser ausgestaltet sind. Diese ortsfesten Klingen 5 sind derart keilförmig ausgestaltet, daß bei einer weiteren Bewegung des Fisches 11 die keilförmige Ausgestaltung schabend bis zur Hauptgräte des Fisches 11 hinter seine Kiemen schneidet. Im weiteren Verlauf der Bearbeitung geht die stehende Klinge 5 in ein Mittel zum Spreizen 8 über, welches mit der Klinge 5 in der Weise kommuniziert, daß es als stumpfe Verlängerung zu betrachten ist. Das Mittel zum Spreizen 8 hat keine Schneidefunktion, dafür verändert es aber den Neigungswinkel bezogen auf die Fischlängsachse in der weiteren Forwärtsbewegung so, daß die Kiemendeckel gemäß der Darstellung 2 in der Fig. 1 aufgebogen werden. Dies erfolgt bis zu einem Neigungswinkel, der im wesentlichen dem der nachfolgenden Mittel zum Schneiden 6, welche als Kreismesser, bzw. als sogenannte Brechmesser 6 ausgestaltet sind, entspricht. Diese Brechmesser 6 durchtrennen die Hauptgräte des Fisches 11, ohne dabei die sogenannte Mittelplatte zu zerstören. Auf die Brechmesser 6 folgen in Bewegungsrichtung die Mittel zum Abziehen 9, die ähnlich wie die Mittel zum Spreizen sich in Bewegungsrichtung keilförmig erweitern. Durch diese keilförmige Erweiterung der Mittel zum Abziehen 9 wird der lediglich noch an knochenfreiem Gewebe hängende Kopf 14 entlang seiner Längsachse gedehnt, um die knochenhaltigen Bereiche des Kopfes 14 aus der Schneidezone des Mittels zum Schneiden 7, welches ebenfalls als Kreismesser bzw. als sogenanntes Trennmesser 7 ausgeführt ist, abzuziehen. Das Trennmesser 7 löst alle Verbindungen zwischen Kopf 14 und dem verbleibendem Rumpf des Fisches 11. Sowohl der Kopf 14 als auch der Rumpf des Fisches 11 verlassen die Vorrichtung über den Fischausgabe- bzw. -übergabebereich 15.
Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung zur Verarbeitung von Fischen 1 weist ein endlos umlaufendes Muldenband 16 auf, auf dem die zu bearbeitenden Fische 11 im wesentlichen quer zu ihrer Transportrichtung liegen und welches sie zu den Bearbeitungswerkzeugen transportiert. Aus der unsortierten Fischmenge in der Vorratsmulde 17 wird ein Fisch z. B. von Hand entnommen und in Seitenlage, mit dem Rücken an die Begrenzung der Mulde 2 und mit dem Kopf voran gegen ein Element zur Längsverschiebung 3, wie in den Fig. 5 und 6 zu sehen, den sogenannten Nasenanschlag 3 geschoben. Die Fischmulde 2 ist zur späteren Aufnahme von jeweils Kopf und Rumpf nach dem Köpfen zweigeteilt. Vorrats- 17 und Fischmulde 2 liegen in einer Ebene, so, daß kein Anheben des Fisches erforderlich ist. Ein erstes Werkzeug, das Mittel zum Aufnehmen der Kragenknochenflosse 10, das als keilförmig zulaufender Spalt zwischen zwei Platinen ausgebildet ist, erfaßt die Kragenknochenflosse 12 und durch den Transport wird der Fisch an diesen Platinen gegen den ausweichenden Nasenanschlag 3, geschoben. Am Ende des Elementes zur Längsverschiebung des Fisches hat der Kragenknochen 12 eine Lage erreicht, in der er gegen die Platinen des Mittels zum Aufnehmen der Kragenknochenflosse 10 gedrückt wird. Der Übergang in das Vorschneide-Aggregat von den zuvor beschriebenen Platinen zum Schabemesser erfolgt nahtlos ohne Übergang, wobei die Schabemesser an die Platinen angrenzen. Der anliegende Kragenknochen wird auf diese Weise von den Platinen an die Schabemesser übergeben. Eine Vorzentrierung stellt das Werkzeug auf die jeweilige Fischgröße ein. Anschließend fährt ein mittels Ausgleichgetriebes 18 synchronisiertes Schabemesserpaar 5 ganz flach, sowohl von oben als auch von unten, hinter die Kragenknochenflosse 12 und schneidet, geführt vom bereite anliegenden Kragenknochen, oberem Kragenknochen und Schädeldach tief in den Schädel 14 bis auf die Mittelgräte und in Längsrichtung bis zum Schädeldach ein. Der erforderliche Schnittdruck wird vom Nasenanschlag 3 aufgebracht. Anschließend wird der Fisch in die Brechmesser 6 übergeleitet. Mitteis zunehmenden Druck vom Nasenanschlag 3 in Richtung Rumpf werden Kragenknochen und Kiemendeckel 13 mittels der Mittel zum Spreizen 8 aufgebogen bis sie im wesentlichen unter gleichem Winkel stehen wie die Brechmesser 6. Dieses Messerpaar 6 steht mit ca. 2-3 mm Abstand zueinander und durchtrennt die Hauptgräte ohne die sogenannte Mittelplatte zu beschädigen, da eine vom Kopf abgetrennte Mittelplatte am Rumpf zu Störungen in der Filetmaschine führen kann. Nach dem ersten Brechschnitt werden Kopf 14 und Rumpf durch ein Mittel zum Abziehen 9 etwas auseinandergezogen, damit die Mittelplatte nicht mehr in den Rumpf hineinragt, anschließend trennt ein letztes Trennmesser 7 die noch verbliebenen (Haut-) Verbindungen zum Kopf. Abschließend werden Kopf 14 und Rumpf getrennt über den Fischausgabe- bzw. -Übergabebereich 15 aus der Maschine geführt.
In Fig. 3 wird ein Schnitt durch die Vorrichtung zum Verarbeiten von Fisch 1 im Bereich der Schabemesser 5 dargestellt. Die Mittel zur Aufnahme des Fisches, die hier als zweigeteilte Mulde 2 zu sehen sind, enthalten auf der ' Seite, auf der der Kopf des Fisches zu liegen kommt ein Element zur Längsverschiebung 3, das an einen federangelenkten Überlastanschlag 4 gekoppelt ist. Durch das Zusammenwirken von Längsverschiebung des Fisches 11 bei seinem Weitertransport in Richtung der Mittel zum Schneiden, die als Schabemesser 5 ausgebildet sind sowie die sich in Transportrichtung des Fisches in seine Kopfrichtung hin erstreckenden Schabemesser 5 führen zu einem Schabeschnitt hinter den Kragenknochen, bzw. an diesen entlang. Das endlos umlaufendes Muldenband 16 ist unterhalb der Mulde 2 angeordnet. Die Beabstandung der Schabemesser 5 zueinander in Abhängigkeit der Dicke des jeweilig zu bearbeitenden Fisches wird mittels Ausgleichgetriebe 18 eingestellt.
Ein Schnitt durch die Vorrichtung zum Verarbeiten von Fisch 1 wird in Fig. 4 gezeigt. Der Fisch 11 liegt in der Mulde 2, die das Element zur Längsverschiebung 3, das in dieser Bearbeitungsstufe deaktiviert ist, in seiner Ausgangsstellung zeigt. Die Mittel zum Schneiden, die als Kreis- bzw., Brechmesser 6 ausgeführt sind, durchtrennen die Hauptgräte, wobei die Kreismesser derart geneigt sind, daß sie hinter die im gleichen Winkel gespreizten Kiemendeckel 13 des Fisches 11 greifen ohne diese zu beschädigen. Der Kopf 14 des Fisches 11 hängt nun nur noch lose, bedingt durch den Spalt zwischen den Kreismessern 6, an den verbliebenen Hautverbindungen am Rumpf, welche durch das in Fig. 5 dargestellte Trennmesser 7 restlos durchtrennt werden. Anschließend werden die voneinander getrennten Teile in der jeweiligen Muldenhälfte in den Ausgangsbeich, bzw. in den Eingangsbereich einer nachfolgend angeordneten Maschine abtransportiert.
Die in Fig. 6 dargestellte Vorrichtung zur Verarbeitung von Fischen weist ein endlos umlaufendes Muldenband 16 auf, auf dem die zu bearbeitenden Fische im wesentlichen quer zu ihrer Transportrichtung liegen und welches sie zu den Bearbeitungswerkzeugen transportiert. Der Fisch liegt in Seitenlage, mit dem Rücken an die Begrenzung der Mulde 2 und mit dem Kopf voran gegen das Element zur Längsverschiebung 3, den sogenannten Nasenanschlag an. Die Fischmulde 2 ist zur späteren Aufnahme von jeweils Kopf und Rumpf nach dem Köpfen zweigeteilt. Ein erstes Werkzeug, das Mittel zum Aufnehmen der Kragenknochenflosse 10, das als keilförmig zulaufender Spalt zwischen zwei Platinen ausgebildet ist, erfaßt die Kragenknochenflosse des zu verarbeitenden Fisches, durch den Transport wird der Fisch an diesen Platinen gegen den ausweichenden Nasenanschlag 3, geschoben. Am Ende dieses als Schiebeleiste ausgestalteten Nasenanschlags 3 hat der Kragenknochen des Fisches eine Lage erreicht, in der er gegen die Platinen des Mittels zum Aufnehmen der Kragenknochenflosse 10 gedrückt wird. Im Bereich dieses Mittels zur Aufnahme der Kragenknochenflosse sind bewegliche Bürsten 19 angeordnet, die die Aufgabe haben, eventuell am Fischrumpf anliegende Kragenknochenflossen aufzurichten, so daß das Mittel 10 definiert hinter die Flosse und somit in den Einflußbereich des Kragenknochens eingreifen kann. Der Übergang in das Vorschneide-Aggregat von den zuvor beschriebenen Platinen zum Schabemesser 5 erfolgt nahtlos ohne Übergang, wobei die Schabemesser an die Platinen angrenzen, der anliegende Kragenknochen wird auf diese Weise von den Platinen an die Schabemesser übergeben. Eine Vorzentrierung stellt das Werkzeug auf die jeweilige Fischgröße ein. Anschließend fährt ein mittels Ausgleichgetriebe 18 (Fig. 3) synchronisiertes Schabemesserpaar 5 ganz flach, sowohl von oben als auch von unten, hinter die Kragenknochenflosse 12 und schneidet, geführt vom bereits anliegenden Kragenknochen, oberem Kragenknochen und Schädeldach tief in den Schädel 14 bis auf die Mittelgräte und in Längsrichtung bis zum Schädeldach ein. Der erforderliche Schnittdruck wird vom Nasenanschlag 3 aufgebracht. Anschließend wird der Fisch in die Brechmesser 6 übergeleitet. Mittels zunehmenden Druck vom Nasenanschlag 3 in Richtung Rumpf werden Kragenknochen und Kiemendeckel 13 mittels der Mittel zum Spreizen 8 aufgebogen bis sie im wesentlichen unter gleichem Winkel stehen wie die Brechmesser 6. Dieses Messerpaar 6 steht mit ca. 2-3 mm Abstand zueinander und durchtrennt die Hauptgräte ohne die sogenannte Mittel- bzw. Knochenplatte, die das Schädeldach abstützt und in der Symmetrieebene des Fisches liegt, zu beschädigen, da eine vom Kopf abgetrennte Mittelplatte am Rumpf zu Störungen in der Filetmaschine führen kann. Nach dem ersten Brechschnitt werden Kopf 14 und Rumpf durch ein Mittel zum Abziehen 9 etwas auseinandergezogen, damit die Mittelplatte nicht mehr in den Rumpf hineinragt, anschließend trennt ein letztes Trennmesser 7 die noch verbliebenen Hautverbindungen zum Kopf.
In Fig. 7 wird schematisch dargestellt, wie die Fische 11, die sowohl verschieden groß als auch an unterschiedlichen Stellen des endlos umlaufenden Muldenbandes 16 zu liegen kommen, durch das Zusammenspiel des Elementes zur Längsverschiebung 3 des Fisches 11 definiert in den Einflußbereich des Mittels zum Aufnehmen der Kragenknochenflosse gelangen, so daß besagtes Mittel hinter jeden Kragenknochen eines jeden Fisches eingreifen kann.
Bezugszeichenliste
1
Vorrichtung zum Verarbeiten von Fisch
2
Mittel zur Aufnahme, Mulde
3
Element zur Längsverschiebung
4
Überlastanschlag
4
5
Mittel zum Schneiden, Klinge, Schabemesser
6
Mittel zum Schneiden, Kreismesser, Brechmesser
7
Mittel zum Schneiden, Kreismesser, Trennmesser
8
Mittel zum Spreizen
9
Mittel zum Abziehen
10
Mittel zum Aufnehmen der Kragenknochenflosse
11
Fisch
12
Kragenknochenflosse
13
Kiemendeckel
14
Kopf
15
Fischausgabe- bzw. -übergabebereich
16
endlos umlaufendes Muldenband
17
Vorratsmulde
18
Ausgleichgetriebes
19
Bürsten

Claims (10)

1. Vorrichtung zur Verarbeitung von Fischen, die umfaßt, endlos umlaufende Mittel zur Aufnahme von Fischen, wobei die umlaufenden Mittel im wesentlichen quer zur Umlaufrichtung angeordnet sind, Mittel zum Erkennen und/oder Aufnehmen der Kragenknochenflossen der Fische sowie Mittel zum Schneiden und/oder Spreizen, wobei die Mittel zum Schneiden und/oder Spreizen im wesentlichen im Bereich der Kragenknochen angeordnet sind, sowie wenigstens einen Fischausgabe- bzw. übergabebereich.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Aufnahme von Fischen als Mulden ausgeführt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Aufnahme von Fischen wenigstens zweiteilig ausgeführt sind.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung Elemente zur Längsverschiebung der Fische, insbesondere an einen Überlastanschlag gekoppelte, aufweist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Schneiden aus Kreismessern und/oder Klingen, insbesondere stehenden Klingen bestehen.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente zum Schneiden im wesentlichen quer zur Fischlängsachse angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente zum Schneiden in einem Neigungswinkelbereich von 10 bis 90 Grad, bezogen auf die Fischlängsachse angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Spreizen zu den Mitteln zum Schneiden korrespondierbar ausgeführt sind.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen jedes Mittel zum Schneiden ein korrespondierendes Mittel zum Schneiden oder Spreizen in Schneidgegenlage aufweist.
10. Verfahren zur Verarbeitung von Fisch, wobei eine Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche zum Einsatz kommt.
DE1998134523 1998-07-31 1998-07-31 Verfahren und eine Vorrichtung zur Verarbeitung von Fischen Withdrawn DE19834523A1 (de)

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