DE19833316A1 - Zündkerze für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Zündkerze für eine BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Es wird eine Zündkerze mit einem rohrförmigen metallischen Gehäuse vorgeschlagen, die eine Innenleiteranordnung aufweist, welcher einen tempraturfesten Abbrandwiderstand erhält, wobei dieser temperaturfeste Abbrandwiderstand entweder als gewickelter Drahtwiderstand oder als gewendelter Dünnschichtwiderstand ausgebildet ist.
Description
Die Erfindung geht aus von einer Zündkerze wie sie bereits
aus der DE 196 23 989 A1 bekannt ist. Hier wird eine
Zündkerze beschrieben, die ein rohrförmiges metallisches
Gehäuse aufweist, in welchem ein Isolator eingebettet ist,
in dem eine stabförmige Innenleiteranordnung angeordnet ist.
Die hier gezeigte und beschriebene Innenleiteranordnung
besteht aus einem Anschlußbolzen, einem strombegrenzenden
Widerstand, einem beschichteten Kontaktstift und einer
nagelförmigen Platinmittelelektrode. Der Abbrandwiderstand
besteht aus einem leitfähigen Material, welches in der
Regel als Vergußmasse in den Isolator eingebracht ist. Am
Gehäuse sind weiterhin mindestens zwei vorzugsweise vier
Masseelektroden befestigt, die zur Mittelelektrode hin
abgebogen sind.
Die erfindungsgemäße Zündkerze hat gegenüber den bekannten
Zündkerzen den Vorteil, daß durch die Veränderung des
Abbrandwiderstandes in der Art, daß auf einem isolierenden
Keramikträger elektrisch leitende Wicklungen den
Abbrandwiderstand bilden, die Zylinderkapazität verringert
wird. Bei einer geringeren Zylinderkapazität wird die Gefahr
für Eingrabungen in den Isolator verringert, da durch die
Verringerung der Zündkerzenkapazität die Energieumsetzung im
Moment der Durchbruchphase des Funkens herabgesetzt.
Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten
Maßnahmen sind weitere vorteilhafte Ausführungen der
erfindungsgemäßen Zündkerze möglich.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen Fig. 1 das brennraumseitige Ende der
erfindungsgemäßen Zündkerze mit Widerstandspaket in
geschnittener Darstellung, Fig. 2 ein zweites
Ausführungsbeispiel der brennraumseitigen Zündkerze in
geschnittener Darstellung, Fig. 3 den gewickelten
Drahtwiderstand, Fig. 4 einen gewendelten
Dünnschichtwiderstand und Fig. 5 den Abbrandwiderstand in
Planartechnik hergestellt.
Der prinzipielle Aufbau einer Zündkerze ist bereits aus der
DE 196 23 989 oder beispielsweise aus der DE-OS 44 31 143
hinreichend bekannt, so daß dieser hier nicht nochmals
erläutert werden soll.
Die Fig. 1 zeigt das brennraumseitige Ende eines ersten
Ausführungsbeispiels mit verbesserter Zündkerzenkapazität.
In einem metallischen rohrförmigen Gehäuse 10 ist ein
Isolator 11 angeordnet, wobei die rotationssymetrischen
Achsen des Gehäuses 10 und des Isolators 11 deckungsgleich
liegen. In den Isolator 11 sind ein Kontaktbolzen 12, ein
Abbrandwiderstand 13, ein leitfähiges Kontaktpanat 14 und
eine Mittelelektrode 15 eingebettet. Der Abbrandwiderstand
13 ist ein hochtemperaturfester Widerstand, dessen Aufbau
der Fig. 3 zu entnehmen ist. Die Mittelelektrode wird hier
von einem Platin-Stift gebildet, der durch seine kleine
Stirnfläche relativ wenig Wärme aus dem Brennraum aufnimmt.
Dies hat zur Folge, daß über die Innenleiteranordnung keine
nennenswerten Wärmemengen abzuführen sind, so daß bei diesem
Kerzentyp der gut wärmeleitende metallische Kontaktstift
durch einen schlecht wärmeleitenden vorgezogenen
Abbrandwiderstand ersetzt werden kann.
Fig. 3 zeigt den temperaturfesten Widerstand als
gewickelten Drahtwiderstand 30, wobei auf einem
Keramikträger 31, der im wesentlichen zylindrische Form
aufweist ein Widerstandsdraht 32 aufgewickelt ist, der
anschließend durch eine Glasabdeckung 33 isoliert ist. An
den beiden Enden des zylindrischen Keramikträgers 31 sind
Metallkappen 34 angeordnet, die eine elektrische
Kontaktierung des Abbrandwiderstandes ermöglichen. Die
Glasabdeckung 33 ist zur Vermeidung von Oxydationsprozessen
bei hohen Temperaturen sowie zur Fixierung der Wicklungen
aufgebracht. Das Einbrennen des Glases erfolgt unter
Schutzgas oder im Vakuum.
Fig. 2 zeigt ebenfalls einen brennraumseitigen Abschnitt
einer Zündkerze mit den gleichen konstruktiven
Grundmerkmalen wie Fig. 1, so daß gleiche Bauteile hier mit
gleichen Bezugszeichen versehen sind. Im Unterschied zu
Fig. 1 ist der Abbrandwiderstand 13 hier als gewendelter
Dünnschichtwiderstand auf einem Keramikträger ausgebildet.
Aufbau und Funktionsweise dieses Widerstandes als
gewendelter Dünnschichtwiderstand soll im Zusammenhang mit
Fig. 4 erläutert werden. Die Mittelektrode in diesem
zweiten Ausführungsbeispiel besteht aus einer kalt
montierten dicken Mittelelektroden. Eine solche
Mittelelektrode nimmt im Gegensatz zu der Mittelelektrode
aus Fig. 1 viel Wärme aus dem Brennraum auf und kann die
aufgenommene Wärme über eine gut wärmeleitende axiale
Anbindung ins Kerzeninnere abführen. Hierzu ist auf eine
ausreichende Wärmeleitfähigkeit des vorgezogenen
Abbrandwiderstandes zu achten. Diese Forderung kann erfüllt
werden, indem als Keramikträger des Widerstands
Aluminiumnitrat (ALN) verwendet wird.
Fig. 4 zeigt eine mögliche Gestaltung des ausgebildeten
temperaturfesten Widerstandes als Dünnschichtwiderstand. Der
zylindrische Keramikträger 31 wird zunächst beispielsweise
durch Sputtern im Vakuum beschichtet. Anschließend erfolgt
die Strukturierung durch Verdampfen der Dünnschicht mittels
Laser. Auch diese Ausführungsform wird mit einer
temperaturfesten Glasschicht 33 zum Schutz vor Oxydation
überzogen. Ebenso sind die Stirnflächen des zylindrischen
Keramikträgers mit einer temperaturfesten Metallkappe 34
versehen, die die Kontaktierung gewährleisten.
Fig. 5 zeigt eine Ausführung des Dünnschichtwiderstandes,
der alternativ auch im Planartechnik hergestellt werden
kann. Bei dieser Ausführung in Planartechnik wird zunächst
eine keramische Substratplatte vollflächig beispielsweise
durch Bedampfen oder Besputtern beschichtet. Anschließend
werden die Mäanderstrukturen vorteilhafterweise in
fotolitographischer Technik realisiert. Die erforderliche
Glasabdeckung und Kontaktmetallisierung kann in
Dickschichttechnik erfolgen, so daß zum Schluß eine
Vereinzelung der Widerstände ohne größeren Aufwand möglich
ist.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellten Zündkerzenendabschnitte
zeigen die eingebauten hochtemperaturfesten
Abbrandwiderstände. Der extern gefertigte
hochtemperaturfeste Abbrandwiderstand 13 wird nach dem
Einsintern der Mittelelektrode in den Kerzenstein von hinten
in den Isolator eingelegt und mittels Glaspanat 14 mit dem
Anschlußbolzen 12 kontaktiert und abgedichtet.
Bei den beschriebenen Zündkerzen handelt es sich um
Gleitentladungskerzen, bei welchen der Zündfunke teilweise
über den Isolator gleitet. Hierbei können Eingrabungen des
elektrischen Funkens auf der Gleitbahn entstehen, die zu
Zündaussetzern führen können, weil die Energieabgabe ans
brennbare Gemisch eingeschränkt wird, wenn der Funke tief in
einem Graben brennt. Da solche tiefen Eingrabungen zur
Zerstörung der Zündkerze führen können ist es das Ziel,
diese Eingrabungen zu vermeiden. Die kritische Phase zur
Entstehung von Eingrabungen ist die Durchbruchphase des
Funkens. In diesem Bereich, der nur wenige Nanosekunden
umfaßt, ist die gesamte umgesetzte Energie auf der
Keramikoberfläche vorhanden. Diese Energie stammt aus dem
Teil der Kerzenkapazität, die sich nicht über einen
Entstörwiderstand entladen kann und ist bei heutigen
Zündkerzen annähernd durch die Zylinderkapazität CZ
beschreibbar, die sich zwischen Innenleiter und Außenleiter
bildet, jedoch nur wirksam ist auf der Länge l vom Ende des
Abbrandwiderstandes bis zur Mittelelektrode. In Fig. 1 und
2 ist dieser Abstand l eingezeichnet.
Die in der Zylinderkapazität CZ gespeicherte Energie E
beträgt:
E = 1/2 × CZ × UZ 2,
wobei UZ die Zündspannung der Kerze ist. Hieraus ergibt
sich, daß die Gefahr für Eingrabungen umso größer ist, je
höher die Zündspannungen sind. Zur Vermeidung von
Eingrabungen ist es bereits bekannt, die Energie der
Durchbruchphase zu reduzieren, in dem die relevante
Kapazität CZ reduziert wird. Dies ist bisher üblicherweise
durch eine Verringerung der Länge l, des Abstandes vom Ende
der Abbrandwiderstandes bis zur Mittelelektrode, erfolgt.
Weiterhin ist eine Reduzierung des Durchmessers des
Innenleiters möglich, um die Zylinderkapazität zu
verringern.
Mit den erfindungsgemäßen Ausführungen verringert sich die
relevante Zylinderkapazität, da aufgrund der konstruktiv
neuen Gestaltung des Abbrandwiderstandes die maßgebene
Länge l wesentlich verkürzt werden kann.
Da die Erosion erst auftritt, wenn die keramische Gleitbahn
durch den Funken nicht nur aufgeheizt ist sondern auch
aufgeschmolzen ist, also bezüglich der Energie eine Schwelle
überschritten wurde, bedeutet die erfindungsgemäße Lösung
der Energiereduzierung, da die kritische Schwelle nicht mehr
überschritten werden kann, daß keine Eingrabungen des
Funkens in der Gleitbahn mehr auftreten.
Im Vergleich zu konventionellen Abbrandwiderständen aus
Glaspanat weisen gewickelte Drahtwiderstände oder gewendelte
Metall-Dünnschichtwiderstände eine deutlich induktive
Widerstandskomponente auf, die sich vorteilhaft auf die
Entstörung des Abbrandwiderstands auswirkt. Daher kann
vorteilhafterweise beim Einsatz derartig vorgezogener
Abbrandwiderstände in den Zündkerzen auf Entstörwiderstände
im Kerzenstecker verzichtet werden.
Die Berechnung der Zylinderkapazität erfolgt in der Regel
nach folgender Formel:
e0 - Dielektrizitätskonstante,
εr - relative Dielektrizitätskonstante,
l - die Länge des Zylinders,
∅a - der Außendurchmesser
∅i - der Innendurchmesser.
εr - relative Dielektrizitätskonstante,
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∅a - der Außendurchmesser
∅i - der Innendurchmesser.
Claims (4)
1. Zündkerze mit einem rohrförmigen metallischen Gehäuse mit
einem darin eingebetteten Isolator, in welchem eine
stabförmige Innenleiteranordnung angeordnet ist, die einen
Kontaktbolzen mit einer Mittelelektrode verbindet, dadurch
gekennzeichnet, daß zur elektrischen Kontaktierung zwischen
Mittelelektrode und Kontaktbolzen ein leitfähiges
Kontaktpanat und ein temperaturfester Abbrandwiderstand mit
mäanderförmig angeordneten leitfähigen Wicklungen vorgesehen
ist.
2. Zündkerzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der temperaturfeste Abbrandwiderstand ein gewickelter
Drahtwiderstand ist.
3. Zündkerzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der temperaturfeste Abbrandwiderstand ein gewendelter
Dünnschichtwiderstand auf einem Keramikträger ist.
4. Zündkerzen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der gewendelte Dünnschichtwiderstand in der Planartechnik
hergestellt ist.
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