DE19832998A1 - Verfahren zur Ermittlung von in einem kontinuierlichen Datenstrom enthaltenen Datenpaketen - Google Patents
Verfahren zur Ermittlung von in einem kontinuierlichen Datenstrom enthaltenen DatenpaketenInfo
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Abstract
Die Datenpakete (SE) weisen jeweils einen Zellkopf konstanter Länge 1, bestehend aus Zellkopf-Daten (CID, LI, UUI) und einer abschließenden Zellkopf-Kontrollsumme (HEC) auf. Durch eine Prüfungseinheit (PE) werden die letzten 1 aus dem kontinuierlichen Datenstrom (TDM) empfangenen Daten durch ein, der Berechnung der Zellkopf-Kontrollsumme (HEC) aus den Zellkopf-Daten (CID, LI, UUI) zugrunde liegenden Generatorpolynom dividiert und in Fällen, in denen der Divisionsrest Null ergibt, wird eine, den Beginn eines Datenpakets (SE) markierende Zeitmarke (Z) gesetzt.
Description
Durch den zunehmenden Bedarfan einer Übertragung von Video-
Informationen in der modernen Kommunikationstechnik, wie z. B.
Fest- und Bewegtbilder bei Bildtelefonanwendungen, oder die
Darstellung von hochauflösenden Graphiken an modernen DV-An
lagen, steigt die Bedeutung von Übertragungs- und Vermitt
lungstechniken für hohe Datenübertragungsraten (größer 100
Mbit/s). Ein bekanntes Datenübertragungsverfahren für hohe
Übertragungsbitraten ist der sogenannte Asynchrone Transfer
Modus (ATM). Eine Datenübertragung auf Basis des Asynchronen
Transfer Modus ermöglicht derzeit eine variable Übertragungs
bitrate von bis zu 622 Mbit/s.
Bei der als Asynchroner Transfer Modus (ATM) bekannten Über
mittlungstechnik werden für den Datentransport Datenpakete
fester Länge, sogenannte ATM-Zellen benutzt. Eine ATM-Zelle
setzt sich aus einem, die für den Transport einer ATM-Zelle
relevanten Vermittlungs-Daten enthaltenden, fünf Bytes langen
Zellkopf, dem sogenannten "Header" und einem 48 Bytes langen
Nutzdatenfeld, der sogenannten "Payload" zusammen. Hierbei
werden im Nutzdatenfeld einer ATM-Zelle nur einer logischen
Verbindung - in der Literatur häufig mit "Virtual Channel" VC
oder ATM-Kanal bezeichnet - zugeordnete Daten übermittelt.
In der deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen
198 18 776.9 wurde bereits ein Verfahren vorgeschlagen, durch
welches eine Übermittlung von, unterschiedlichen logischen
Verbindungen zugeordneten Daten im Nutzdatenbereich einer
bzw. mehrerer ATM-Zellen ermöglicht wird. Hierzu werden im
Nutzdatenbereich einer bzw. mehrerer ATM-Zellen gemäß der be
kannten ATM-Anpassungs-Schicht AAL-Typ2 sogenannte Substruk
tur-Elemente mit einem variablen 0 bis 64 Bytes langem Nutz
datenfeld definiert, wobei mittels eines Adressfeldes im
Zellkopf des Substruktur-Elementes eine Zuordnung zu einer
logischen Verbindung erfolgt. Durch die sogenannte ATM-An
passungs-Schicht AAL - in der Literatur häufig mit "ATM Adap
tion Layer" bezeichnet - erfolgt dabei die Anpassung des ATM-
Datenformats - in der Literatur häufig auch mit "ATM-Layer"
(Schicht 2) bezeichnet - auf die Vermittlungsschicht (Schicht
3) gemäß des OSI-Referenzmodells (Open Systems Interconnecti
on). Zusätzlich zur Untergliederung des Nutzdatenbereichs ei
ner ATM-Zelle in Substruktur-Elemente ist das erste Byte des
Nutzdatenbereiches einer ATM-Zelle als ein Zeiger definiert,
der auf das erste im Nutzdatenbereich angeordnete Substruk
tur-Element zeigt, d. h. es ist die Anfangsadresse des ersten
im Nutzdatenbereich befindlichen Zellkopfs eines Substruktur-
Elementes gespeichert. Anhand dieses Zeigers ist eine Wieder
herstellung der Synchronisation zwischen Sender und Empfänger
für den Fall, daß eine oder mehrere ATM-Zellen z. B. durch ei
nen Übertragungsfehler verloren gegangen sind möglich.
Des weiteren wird in der zeitranggleichen Patentanmeldung GR
98 P 2136 (internes Aktenzeichen) vorgeschlagen eine Vermitt
lung von ATM-Zellen, die gemäß der ATM-Anpassungs-Schicht
AAL-Typ2 in Substruktur-Elemente untergliedert sind, durch
eine ISDN-Vermittlungsanlage mittels eines darin angeordneten
zeitschlitz-orientierten Koppelfeldmoduls zu realisieren.
Hierzu erfolgt eine Umwandlung des paket-orientierten ATM-
Datenformats gemäß ATM-Anpassungs-Schicht AAL-Typ2 auf ein
zeitschlitz-orientiertes Datenformat gemäß dem TDM-Verfahren
(Time Division Multiplex). Im Rahmen des zeitschlitz-orien
tierten Datenformats gemäß des TDM-Verfahrens stehen für eine
Datenübermittlung 32 Nutzkanäle, welche als ISDN-orientierte
B-Kanäle (Integrated Services Digital Network) mit einer
Übertragungsbitrate von jeweils 64 kBit/s ausgestaltet sind
zur Verfügung.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren an
zugeben, durch welches ein Erkennen von Grenzen zwischen ein
zelnen Datenpaketen für eine Extraktion von in einen kontinu
ierlichen Datenstrom eingefügten Datenpaketen ermöglicht
wird.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merk
malen des Patentanspruchs 1.
Zum besseren Verständnis des paket-orientierten ATM-Daten
formats gemäß der ATM-Anpassungs-Schicht AAL-Typ2 erscheint
es erforderlich zunächst noch einmal auf bekannte Prinzipien
näher einzugehen.
Bei einer Datenübertragung im Rahmen des paket-orientierten
ATM-Datenformats gemäß der ATM-Anpassungs-Schicht AAL-Typ2
besteht die Möglichkeit den Nutzdatenbereich einer ATM-Zelle
in Substruktur-Elemente zu untergliedern.
Ein Substruktur-Element gemäß der ATM-Anpassungs-Schicht AAL-
Typ2 setzt sich aus einem 3 Bytes langem Zellkopf und einem
Nutzdatenbereich variabler Länge (0 bis 64 Byte) zusammen.
Der Zellkopf eines Substruktur-Elementes untergliedert sich
wiederum in eine 8 Bit lange Kanal-Identifizierung CID (Chan
nel Identifier), eine 6 Bit lange Längen-Identifizierung LI
(Length Indicator), eine 5 Bit lange Sender-Empfänger-Identi
fizierung UUI (User-to-User Indication) und eine 5 bit lange
Zellkopf-Kontrollsumme HEC (Header Error Control).
Die Zellkopf-Kontrollsumme HEC - in der Literatur häufig auch
mit Blockprüfzeichenfolge bezeichnet - wird bei einer soge
nannten Zyklischen Blockprüfung - in der Literatur häufig
auch mit codeungebundener Fehlersicherung bezeichnet und mit
CRC (Cyclic Redundancy Check) abgekürzt - ermittelt und dient
zur Überprüfung der Korrektheit der ersten 19 im Zellkopf ei
nes Substruktur-Elementes übermittelten Bits.
Bei der Zyklischen Blockprüfung dienen die Binärzeichen des
zu sichernden Datenblocks - also die ersten 19 im Zellkopf
eines Substruktur-Elementes übermittelten Bits - als Koeffi
zienten eines sogenannten Grundpolynoms. So ergibt sich bei
spielsweise aus einem Datenblock "1000001000010001001" ein
Grundpolynom "x18 + x12 + x7 + x3 + 1". Dieses Grundpolynom
wird durch ein sogenanntes Generatorpolynom "x5 + x2 + 1"
(standardisiert durch ITU-T 1.362) Modulo-2 dividiert. Der
nach der Division verbleibende Rest entspricht der Zellkopf-
Kontrollsumme HEC.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens be
steht nun darin, daß eine Rückgewinnung von in einen kontinu
ierlichen Datenstrom eingefügten Datenpaketen ohne Übermitt
lung einer, den Beginn eines Datenpaketes markierenden Zusat
zinformation ermöglicht wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen angegeben.
Ein Vorteil von in den Unteransprüchen definierten Ausgestal
tungen der Erfindung besteht unter anderem darin, daß durch
das Einfügen von Füllzellen bzw. von Fülldaten in ein Sub-
Struktur-Element bei der Umwandlung eines paket-orientierten
Datenformats in ein zeitschlitz-orientiertes Datenformat, ei
ne Vermittlung von komprimierten Daten (mit einer variablen
Übertragungsbitrate) ohne vorige Dekompression möglich ist.
Somit wird bei der Vermittlung von komprimierten Daten ein
Qualitätsverlust vermieden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an
hand der Zeichnung näher erläutert.
Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Strukturbild zur schematischen Darstellung der
Umwandlung des paket-orientierten ATM-Datenformats
in das zeitschlitz-orientiertes TDM-Datenformat ge
mäß eines ersten Umwandlungsmodus;
Fig. 2 ein Strukturbild zur schematischen Darstellung der
Umwandlung des paket-orientierten ATM-Datenformats
in das zeitschlitz-orientiertes TDM-Datenformat ge
mäß eines zweiten Umwandlungsmodus;
Fig. 3 ein Strukturbild zur schematischen Darstellung ei
nes TDM-Kanals mit zugehörigen Zeitmarken.
Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Umwand
lung des paket-orientierten ATM-Datenformats gemäß der ATM-
Anpassungs-Schicht AAL-Typ2 (ATM Adaption Layer) in das zeit
schlitz-orientierte Datenformat gemäß dem TDM-Verfahren (Time
Division Multiplex) gemäß eines ersten Umwandlungsmodus einer
Umwandlungseinheit UE. Eine Datenübermittlung im Rahmen des
paket-orientierten ATM-Datenformats erfolgt über ATM-Zellen
ATM-Z1, ATM-Z2. Eine ATM-Zelle ATM-Z1, ATM-Z2 setzt sich aus
einem, die für den Transport einer ATM-Zelle ATM-Z1, ATM-Z2
relevanten Vermittlungs-Daten enthaltenden, fünf Bytes langem
Zellkopf H und einem 48 Bytes langem Nutzdatenfeld zusammen.
Bei einer Datenübertragung im Rahmen des paket-orientierten
ATM-Datenformats gemäß der ATM-Anpassungs-Schicht AAL-Typ2
besteht die Möglichkeit den Nutzdatenbereich einer ATM-Zelle
ATM-Z1, ATM-Z2 in Substruktur-Elemente SE zu untergliedern.
Ein Substruktur-Element SE gemäß der ATM-Anpassungs-Schicht
AAL-Typ2 setzt sich aus einem 3 Bytes langem Zellkopf und ei
nem Nutzdatenbereich I variabler Länge (0 bis 64 Byte) zusam
men. Der Zellkopf eines Substruktur-Elementes SE unterglie
dert sich wiederum in eine 8 Bit lange Kanal-Identifizierung
CID (Channel Identifier), eine 6 Bit lange Längen-Identifi
zierung LI (Length Indicator), eine 5 Bit lange Sender-Emp
fänger-Identifizierung UUI (User-to-User Indication) und eine
5 bit lange Zellkopf-Kontrollsumme HEC (Header Error Con
trol).
Durch die Untergliederung einer ATM-Verbindung mit Hilfe von
Substruktur-Elementen SE in einzelne voneinander unabhängige
Datenströme, wie am Beispiel der ATM-Zellen ATM-Z1, ATM-Z2 in
der Figur dargestellt, können innerhalb einer ATM-Verbindung
anhand der 8-Bit langen Kanal-Identifizierung CID mehrere
(256) logische Verbindungen adressiert werden, die alle mit
der gleichen ATM-Adresse - bestehend aus einem VPI-Wert
(Virtual Path Identifier) und einem VCI-Wert (Virtual Channel
Identifier) - angesprochen werden. Des weiteren besteht die
Möglichkeit ein Substruktur-Element SE für eine Übermittlung
von, den logischen Verbindungen zugeordneten Signalisierungs-
Information zu definieren.
In der Figur sind beispielsweise vier unterschiedliche Sub
struktur-Elemente SE dargestellt, die anhand unterschiedli
cher Kanal-Identifizierungen CID im Zellkopf 0,. . .,3 der Sub
struktur-Elemente SE definiert sind. Durch die 6 Bit lange
Längen-Identifizierung LI Im Zellkopf eines Substruktur-
Elements SE kann ein Nutzdatenfeld I variabler Länge (0 bis
26 Byte) definiert werden, so daß für die unterschiedlichen
logischen Verbindungen eine Datenübertragung mit variabler
Übertragungsbitrate realisierbar ist.
Für eine Umwandlung des paket-orientierten Datenformats gemäß
der ATM-Anpassungs-Schicht AAL-Typ2 auf das zeitschlitz
orientierte Datenformat gemäß dem TDM-Verfahren wird jedem,
für eine Übermittlung von Nutzdaten definierten Substruktur-
Element SE einer ATM-Zelle ATM-Z1, ATM-Z2 ein TDM-Kanal
K0, . . ., K3 des zeitschlitz-orientierten Datenformats gemäß
dem TDM-Verfahren zugeordnet. Eine Zuordnung eines Substruk
tur-Elements SE zu einem TDM-Kanal K0, . . ., K3 erfolgt dabei in
einer, der Nutzdatenübermittlung vorangehenden Signalisie
rungsphase. Für eine Datenübermittlung im Rahmen des zeit
schlitz-orientierten Datenformats gemäß des TDM-Verfahrens
stehen allgemein 32 Nutzkanäle, welche als ISDN-orientierte
B-Kanäle mit einer konstanten Übertragungsbitrate von jeweils
64 kBit/s ausgestaltet sind zur Verfügung.
Im Rahmen der Umwandlung des paket-orientierten Datenformats
gemäß der ATM-Anpassungs-Schicht AAL-Typ2 auf das zeit
schlitz-orientierte Datenformat gemäß dem TDM-Verfahren muß
zusätzlich eine Anpassung der, durch die Größe und das Ein
treffen von Substruktur-Elementen SE sich ergebenden - even
tuell variablen - Übertragungsbitrate des paket-orientierten
Datenformats auf die konstante Übertragungsbitrate von 64
kBit/s des zeitschlitz-orientierte Datenformats erfolgen.
Dies wird im Rahmen des ersten Umwandlungsmodus einer Umwand
lungseinheit UE durch ein Einfügen von sogenannten Füllzellen
FZ variabler Länge in den kontinuierlichen TDM-Datenstrom er
reicht.
In der Umwandlungseinheit UE werden über eine paket-orien
tierte Datenübertragungsstrecke empfangene und in ATM-Zellen
ATM-Z1, ATM-Z2 verpackte Substruktur-Elemente SE entpackt.
Anschließend werden für die Umsetzung der, durch die Größe
und das Eintreffen der Substruktur-Elemente SE sich ergeben
den - eventuell variablen - Übertragungsbitrate auf die kon
stante Übertragungsbitrate von 64 kBit/s des zeitschlitz
orientierten Datenformats sogenannte Füllzellen FZ zu den,
die Nutzdaten enthaltenden Substruktur-Elementen SE hinzuge
fügt. Durch einen sogenannten Füllzellen-Header FZH wird die
Länge einer Füllzelle FZ bestimmt. Die Länge einer Füllzelle
FZ wird dabei so gewählt, daß die Gesamt-Übertragungsbitrate
eines Substruktur-Elements SE und einer Füllzelle FZ ein
Ganzzahliges Vielfaches von 64 kBit/s ergibt. Ist die Über
tragungsbitrate eines Substruktur-Elementes SE größer als 64
kBit/s - also größer als die Übertragungsbitrate eines TDM-
Kanals K1, . . ., K4 - werden die in einem Substruktur-Element SE
übermittelten Nutzdaten auf mehrere TDM-Kanäle K1, . . ., K4 auf
geteilt.
Abschließend werden diese Daten (Substruktur-Elemente SE und
Füllzellen FZ gemeinsam) einem in der Signalisierungsphase
vereinbarten TDM-Kanal K0, . . ., K1 einer zeitschlitz-orientier
ten Datenübertragungsstrecke zugewiesen und weiterübermit
telt.
Fig. 2 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Umwand
lung des paket-orientierten ATM-Datenformats gemäß der ATM-
Anpassungs-Schicht AAL-Typ2 (ATM Adaption Layer) in das zeit
schlitz-orientierte Datenformat gemäß dem TDM-Verfahren (Time
Division Multiplex) gemäß eines zweiten Umwandlungsmodus der
Umwandlungseinheit UE.
Im Gegensatz zum ersten Umwandlungsmodus werden beim zweiten
Umwandlungsmodus keine separaten Füllzellen FZ in den konti
nuierlichen TDM-Datenstrom eingefügt. Eine Anpassung der,
durch die Größe und das Eintreffen der Substruktur-Elemente
SE an der Umwandlungseinheit UE sich ergebenden - eventuell
variablen - Übertragungsbitrate des paket-orientierten Daten
formats gemäß der ATM-Anpassungs-Schicht AAL-Typ2 auf die
konstante Übertragungsbitrate von 64 kBit/s des zeitschlitz
orientierten Datenformats gemäß dem TDM-Verfahren erfolgt
durch ein Auffüllen der Substruktur-Elemente SE mit Fülldaten
FD, so daß die Gesamt-Übertragungsbitrate eines Substruktur-
Elementes SE - bestehend aus Nutzdaten und Fülldaten FD - ein
Ganzzahliges Vielfaches von 64 kBit/s ergibt.
Fig. 3 zeigt in einer schematischen Darstellung einen TDM-Ka
nal TDM mit darin verpackten Substruktur-Elementen SE. Der
oktettorientierte TDM-Datenstrom des TDM-Kanals durchläuft
eine Prüfeinheit PE, in der eine Prüfung - im weiteren mit
Zellkopf-Prüfung bezeichnet - der empfangenen Daten auf eine
bestimmte, den Beginn eines Substruktur-Elementes SE kenn
zeichnende Bitfolge vorgenommen wird. Diese Zellkopf-Prüfung
erfolgt anhand der im Zellkopf SEH eines Substruktur-
Elementes SE übermittelten Zellkopf-Kontrollsumme HEC.
Wie bereits beschrieben, werden im Rahmen einer Zyklischen
Blockprüfung die Binärzeichen eines zu sichernden Datenblocks -
in diesem Fall die ersten 19 im Zellkopf SEH eines Sub
struktur-Elementes SE übermittelten Bits - als Koeffizienten
eines sogenannten Grundpolynoms herangezogen. Dieses Grund
polynom wird durch ein sogenanntes Generatorpolynom
"x5 + x2 + 1" (standardisiert durch ITU-T I.362) Modulo-2 di
vidiert. Der nach der Division verbleibende Rest entspricht
der Zellkopf-Kontrollsumme HEC.
Für die Zellkopf-Prüfung werden die letzten drei von der
Prüfeinheit PE empfangenen Bytes in einem Schieberegister -
häufig auch als FIFO-Speicher (First In First Out) bezeichnet -
zwischengespeichert und durch das Generatorpolynom Modulo-2
dividiert. Ergibt sich bei der Division der Rest Null, so
handelt es sich bei den 3 zwischengespeicherten Bytes um die
gesuchte charakteristische Bitfolge und eine zum Beginn des
Zellkopfs synchrone Zeitmarke Z wird gesetzt. Anschließend
wird das zuerst im Schieberegister gespeicherte Byte aus dem
Schieberegister gelöscht und ein neues - das zuletzt an der
Prüfungseinheit PE empfangene - Byte für eine erneute Divisi
on in das Schieberegister geschrieben.
Diese charakteristische Bitfolge wiederholt sich mit jedem
Zellkopf SEH eines Substruktur-Elementes SE. Außerdem besteht
die Möglichkeit, daß die charakteristische Bitfolge im konti
nuierlichen Datenstrom aufgrund einer zufälligen Bitkonstel
lation an einer beliebigen Stelle auftritt. Um derartige zu
fällig auftretenden Bitkonstellationen bei der Erkennung des
Beginns eines Substruktur-Elementes SE - also des Zellkopfs
SEH eines Substruktur-Elementes SE - unterdrücken zu können,
wird zusätzlich zur Zellkopf-Prüfung eine zusätzliche Prüfung -
im weiteren mit Abstands-Prüfung bezeichnet - durchgeführt.
Treten wie im Fall einer Umwandlung des paket-orientierten
ATM-Datenformats in das zeitschlitz-orientierte TDM-Daten
format gemäß des zweiten Umwandlungsmodus der Umwandlungsein
heit UE nur Substruktur-Elemente SE mit gleicher Länge - die
Länge eines Substruktur-Elementes SE wird durch Auffüllen mit
Fülldaten FD auf die erforderliche konstante Übertragungsbit
rate eines TDM-Kanals angepaßt - auf, so wird im Rahmen der
Abstands-Prüfung lediglich überprüft, ob die charakteristi
sche Bitfolge im gleichen Abstand auftritt. Tritt die charak
teristische Bitfolge dreimal hintereinander im gleichen Ab
stand auf, so gilt die Erkennung als synchron. Tritt eine
charakteristische Bitfolge in einem von dem Abstandsintervall
abweichenden Abstand auf, so wird die Erkennung asynchron.
Die Erkennung wird nach dreimaligem Erkennen der charakteri
stische Bitfolge im gleichen Abstand wieder synchron. Mit
Hilfe der im Zellkopf SEH eines solchen Substruktur-Elementes
SE übermittelten Längen-Identifizierung LI können die über
mittelten Nutzdaten von den Fülldaten FD getrennt werden.
Treten wie im Fall einer Umwandlung des paket-orientierten
ATM-Datenformats in das zeitschlitz-orientierte TDM-Daten
format gemäß des ersten Umwandlungsmodus der Umwandlungsein
heit UE Substruktur-Elemente SE mit unterschiedlicher Länge -
die Längen der jeweiligen Substruktur-Elementes SE und die
Längen der jeweiligen Füllzellen FZ können unterschiedlich
sein - auf, so erfolgt die Abstands-Prüfung unter Berücksich
tigung der im Zellkopf SEH eines Substruktur-Elementes SE
übermittelten Längen-Identifizierung LI. Tritt die charakte
ristische Bitfolge dreimal hintereinander in dem durch die
Längen-Identifizierung LI vorgegebenen Abstand auf, so gilt
die Erkennung als synchron. Tritt eine charakteristische Bit
folge in einem nicht durch die Längen-Identifizierung LI vor
gegebenen Abstand auf, so wird die Erkennung asynchron. Die
Erkennung wird nach dreimaligem Erkennen der charakteristi
sche Bitfolge in dem durch die Längen-Identifizierung LI vor
gegebenen Abstand wieder synchron.
Claims (8)
1. Verfahren zur Erkennung von in einem kontinuierlichen Da
tenstrom (TDM) nacheinander übermittelten Datenpaketen (SE),
wobei die Datenpakete (SE) jeweils einen m Bit langen Zell kopf (SEH) aufweisen, der sich aus einem n Bit langen Zell kopf-Datenfeld (CID, LI, UUI) und einer p Bit langen Zell kopf-Kontrollsumme (HEC) zusammensetzt,
wobei durch eine Prüfungseinheit (PE) jeweils die letzten m aus dem kontinuierlichen Datenstrom (TDM) empfangenen Bits auf eine vorgebbare Korrelation zwischen den ersten n Bits und den nachfolgenden p Bits überprüft werden, und
in Fällen, in denen diese Korrelation erkannt wird, eine den letzten m Bits zugeordnete, den Beginn eines Datenpaketes (SE) markierende Synchronisationsinformation (Z) erzeugt wird.
wobei die Datenpakete (SE) jeweils einen m Bit langen Zell kopf (SEH) aufweisen, der sich aus einem n Bit langen Zell kopf-Datenfeld (CID, LI, UUI) und einer p Bit langen Zell kopf-Kontrollsumme (HEC) zusammensetzt,
wobei durch eine Prüfungseinheit (PE) jeweils die letzten m aus dem kontinuierlichen Datenstrom (TDM) empfangenen Bits auf eine vorgebbare Korrelation zwischen den ersten n Bits und den nachfolgenden p Bits überprüft werden, und
in Fällen, in denen diese Korrelation erkannt wird, eine den letzten m Bits zugeordnete, den Beginn eines Datenpaketes (SE) markierende Synchronisationsinformation (Z) erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß für eine darauffolgende Überprüfung eine, von den letzten
m Bits zuerst an der Prüfungseinheit (PE) empfangene q-Bit-
Gruppe von den m Bits abgetrennt und eine zuletzt an der Prü
fungseinheit (PE) empfangene q-Bit-Gruppe neu angehängt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß für eine Überprüfung der letzten m Bits, die aus dem kon
tinuierlichen Datenstrom (TDM) an der Prüfungseinheit (PE)
empfangen wurden, diese m Bits durch ein, der Erstellung der
Zellkopf-Kontrollsumme (HEC) aus den Zellkopf-Daten (CID, LI,
UUI) zugrundegelegenes Generatorpolynom dividiert werden, und
in Fällen, in denen der Divisionsrest Null ergibt, die Syn
chronisationsinformation (Z) erzeugt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die aus dem kontinuierlichen Datenstrom (TDM) empfangenen letzten m Bits in einem Schieberegister zwischengespeichert werden, und
daß für eine darauffolgende Division, die von den gespeicher ten letzten m Bits zuerst an der Prüfungseinheit (PE) empfan gene q-Bit-Gruppe aus dem Schieberegister herausgeschoben und die zuletzt an der Prüfungseinheit (PE) empfangene q-Bit- Gruppe neu eingeschoben werden.
daß die aus dem kontinuierlichen Datenstrom (TDM) empfangenen letzten m Bits in einem Schieberegister zwischengespeichert werden, und
daß für eine darauffolgende Division, die von den gespeicher ten letzten m Bits zuerst an der Prüfungseinheit (PE) empfan gene q-Bit-Gruppe aus dem Schieberegister herausgeschoben und die zuletzt an der Prüfungseinheit (PE) empfangene q-Bit- Gruppe neu eingeschoben werden.
5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Fällen, in denen die Länge des Zellkopfs (SEH) ein
ganzzahliges Vielfaches von 8 Bit ist, die q-Bit-Gruppe eine
Länge von 8 Bit aufweist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Fällen, in denen die Datenpakete (SE) eine konstante
Länge aufweisen, die zuletzt erzeugte Synchronisationsinfor
mation (Z) nur dann als gültig bewertet wird, wenn die letz
ten x Synchronisationsinformationen (Z) im gleichen zeitli
chen Abstand zueinander erzeugt wurden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Fällen, in denen die Datenpakete (SE) eine variable,
durch eine Längen-Identifizierung (LI) in den Zellkopf-Daten
vorgegebene Länge aufweisen, die zuletzt erzeugte Synchroni
sationsinformation (Z) nur dann als gültig bewertet wird,
wenn die letzten x Synchronisationsinformationen (Z) in den
durch die jeweilige Längen-Identifizierungen (LI) vorgegebe
nen zeitlichen Abständen erzeugt wurden.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß als die letzten x Synchronisationsinformationen (Z) die
letzten 3 Synchronisationsinformationen (Z) vorgesehen sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998132998 DE19832998A1 (de) | 1998-07-22 | 1998-07-22 | Verfahren zur Ermittlung von in einem kontinuierlichen Datenstrom enthaltenen Datenpaketen |
| PCT/DE1999/001963 WO2000005918A1 (de) | 1998-07-22 | 1999-07-01 | Verfahren zur ermittlung von in einem kontinuierlichen datenstrom enthaltenen datenpaketen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998132998 DE19832998A1 (de) | 1998-07-22 | 1998-07-22 | Verfahren zur Ermittlung von in einem kontinuierlichen Datenstrom enthaltenen Datenpaketen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19832998A1 true DE19832998A1 (de) | 2000-02-03 |
Family
ID=7874936
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998132998 Withdrawn DE19832998A1 (de) | 1998-07-22 | 1998-07-22 | Verfahren zur Ermittlung von in einem kontinuierlichen Datenstrom enthaltenen Datenpaketen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19832998A1 (de) |
| WO (1) | WO2000005918A1 (de) |
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| US7431923B2 (en) | 2005-01-03 | 2008-10-07 | Arius Research Inc. | Cytotoxicity mediation of cells evidencing surface expression of CD63 |
| US7534429B2 (en) | 2000-11-29 | 2009-05-19 | Hoffmann-La Roche Inc. | Cytotoxicity mediation of cells evidencing surface expression of CD63 |
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| CA2145017C (en) * | 1994-03-31 | 2000-02-15 | Masaru Murakami | Cell multiplexer having cell delineation function |
| US5774469A (en) * | 1996-04-01 | 1998-06-30 | Telefonaktiebolaget Lm Ericsson | Combined minicell alignment and header protection method and apparatus |
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1998
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-
1999
- 1999-07-01 WO PCT/DE1999/001963 patent/WO2000005918A1/de not_active Ceased
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| WO2000005918A1 (de) | 2000-02-03 |
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