DE19832825A1 - Verfahren und Vorrichtung zum computergestützten Betreiben von Einrichtungen zur Bestrahlung des menschlichen Körpers - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum computergestützten Betreiben von Einrichtungen zur Bestrahlung des menschlichen KörpersInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum computergestützten Betreiben von Einrichtungen zur Bestrahlung des menschlichen Körpers, wobei diese Einrichtungen in oder an einem Gehäuse angeordnete elektrische Bestrahlungslampen oder -röhren umfassen und wobei weiterhin die hauttypspezifischen Parameter der Bestrahlungseinrichtungen in einer elektronischen Datenbank abgelegt sind. Darüber hinaus wird eine individuelle Erfassung des Hauttyps sowie der Bestrahlungsgewohnheiten des jeweiligen Nutzers vorgenommen und die so erhaltenen Daten werden in einer elektronischen Datenbank und/oder einer persönlichen Speicherkarte aufgezeichnet, um individuelle erythemwirksame, jedoch medizinisch unkritische Bestrahlungszeiten oder -dosen zu berechnen. DOLLAR A Erfindungsgemäß wird für jede der Bestrahlungseinrichtungen eine Erfassung der Betriebsstunden vorgenommen, wobei anhand der jeweiligen Betriebsstundenzahl für die jeweilige Bestrahlungseinrichtung aus einer vorgegebenen Alterungs- oder Lebensdauerkurve der Bestrahlungslampen oder -röhren ein Bestrahlungskorrekturwert ermittelt wird, welcher als Bestrahlungszeitberechnungskoeffizient dem Steuercomputer zuführbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
computergestützten Betreiben von Einrichtungen zur Bestrahlung
des menschlichen Körpers, wobei diese Einrichtungen in einem
Gehäuse angeordnete elektrische Bestrahlungslampen oder -röhren
umfassen und wobei weiterhin die hauttypspezifischen Parameter
der Bestrahlungseinrichtungen in einer elektronischen Datenbank
abgelegt sind, eine individuelle Erfassung des Hauttyps sowie
der Bestrahlungsgewohnheiten des jeweiligen Nutzers erfolgt und
diese Daten in der elektronischen Datenbank und/oder einer
persönlichen Speicherkarte aufgezeichnet werden, um indivi
duelle, erythemwirksame, jedoch medizinisch unkritische
Bestrahlungszeiten bzw. Bestrahlungsdosen zu berechnen gemäß
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 oder 6.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 38 O1 027 A1 ist ein
Verfahren und ein Gerät zur großflächigen Bestrahlung des
menschlichen Körpers oder seiner Teile bekannt, wobei das Gerät
IR-, Licht- und/oder UV-Strahlung emittiert.
Gemäß der bekannten Lösung soll unter Berücksichtigung der zu
ermittelnden individuellen Strahlungsempfindlichkeiten einer zu
bestrahlenden Person und des momentanen strahlungstechnischen
Zustands des Bestrahlungsgeräts eine Dosis unter Berücksichti
gung unterschiedlicher Strahlungsbereiche vorbestimmbar sein,
wobei die ermittelten Größen durch Überprüfung und automatische
Steuerung des Geräts während der Bestrahlung eingehalten werden
sollen.
Hierfür werden die Werte der individuell zulässigen oder beab
sichtigten Bestrahlung des Körpers einer Person oder seiner
Teile aus verschiedenen persönlichen Daten ermittelt und vor
Beginn der Gesamtbestrahlung einer vorzugsweise mit einem
Rechner versehenen und mit den Bestrahlungslampen kombinierten
Steuervorrichtung zur Erzeugung unterschiedlicher Spektren im
Bereich der optischen Strahlung als Rechen- und Steuergrößen
und zur Bestimmung eines Soll-Wertes der Bestrahlung, bezogen
auf einzelne Lampen und/oder Lampengruppen eingegeben und
gespeichert, wobei die Strahlungsleistung der einzelnen Lampen
oder Lampengruppen ständig oder in vorgegebenen Zeitintervallen
gemessen und ihre Ist-Werte der Steuervorrichtung als weitere
Rechen- und Steuergrößen der Steuereinrichtung zugeführt
werden. Beim Erreichen des gespeicherten Soll-Wertes der
jeweils zugeordneten Lampe und/oder Lampengruppe erfolgt ein
Abschalten dieser.
Zur Ermittlung individueller fotobiologischer Wirkungen der
Bestrahlung durch die einzelnen Lampen oder Lampengruppen
werden die persönlichen Merkmale der zu bestrahlenden Person,
wie Geschlecht, Alter, Hauttyp und Anzahl der vorangegangenen
Bestrahlung sowie die Jahreszeit erfaßt. Diese Werte werden in
Kenngrößen gewandelt dem Rechner der Steuereinrichtung einge
geben. Aus den ermittelten Kennwerten lassen sich dann zuläs
sige Bestrahlungen als Soll-Wert, bezogen auf die einzelnen
Lampen oder Lampengruppen errechnen und als Steuergrößen
speichern.
Auf der Basis des oben Genannten soll dann gemäß der bekannten
Lösung ein individueller Bestrahlungsplan erstellt werden,
wobei die durchgeführten Bestrahlungswerte auch als Werte bei
einer späteren Bestrahlung aus dem Speicher eines Rechners oder
einem anderen Speichermedium zur Verfügung stehen.
Gemäß der DE 38 01 027 A1 ist es erforderlich, daß jede Lampe
oder Lampengruppe einen Sensor zur ständigen oder intermit
tierenden Messung der Strahlungsleistung aufweist. Der Sensor
muß mit der Steuereinrichtung elektrisch verbunden und dessen
Ausgangssignal digitalisiert dem Rechner zugeführt werden.
Es ist augenscheinlich, daß die Anordnung von Sensoren an jeder
Bestrahlungseinrichtung und die Rückmeldung der von den
Sensoren erfaßten Meßwerte zu einem zentralen Steuerrechner
außerordentlich aufwendig und störanfällig ist. Die hohe Stör
anfälligkeit ergibt sich dadurch, daß es in der Regel nicht
vermieden werden kann, einen Datenbus mindestens abschnittweise
entlang von Steuerleitungen zu legen, welche die Leistungsteile
der Bestrahlungseinrichtungen aktivieren oder deaktivieren. Die
Leistungsteile schalten jedoch Ströme von 10 A oder mehr mit
einem sich daraus ergebenden breitbandigen Störspektrum.
Weitere Schwierigkeiten der Anordnung der Sensoren bestehen
darin, daß für die Erythemwirksamkeit der Strahlung der Abstand
zwischen der Bestrahlungslampe oder -röhre und der Oberfläche
der menschlichen Haut maßgeblich, jedoch nicht der Abstand
zwischen der Bestrahlungseinrichtung und dem Sensor ist.
Bei der bekannten Lösung führt die individuelle Erfassung der
Strahlungsleistung durch zugeordnete Sensoren weiterhin zu
einer schwer handhabbaren Datenmenge, insbesondere dann, wenn
in einem Sonnenstudio eine Vielzahl von Sonnenbänken, d. h.
Bestrahlungseinrichtungen parallel betrieben werden sollen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein weiterentwickeltes
Verfahren bzw. eine Vorrichtung zum computergestützten
Betreiben von Einrichtungen zur Bestrahlung des menschlichen
Körpers anzugeben, wobei diese Einrichtungen in an sich
bekannter Weise in oder an einem Gehäuse angeordnete elek
trische Bestrahlungslampen oder -röhren umfassen. Unter
Berücksichtigung der Erfassung von hauttypspezifischen
Parametern der Bestrahlungseinrichtung, welche durch den
Hersteller vorgegeben und in einer Datenbank ablegbar sind,
soll nach individueller Erfassung des Hauttyps für den
jeweiligen Benutzer und dessen Bestrahlungsgewohnheiten eine
Bestrahlungszeit oder Bestrahlungsdosis berechnet werden, die
effektiv erythemwirksam ist, ohne daß einerseits zusätzliche
Sensoren zur Erfassung der Bestrahlungsleistung erforderlich
werden oder andererseits keine leistungsgerechte Bestrahlung
gegeben ist. Darüber hinaus sollen die entsprechenden
Bestrahlungseinrichtungen für den jeweiligen Benutzer oder
Kunden manipulationsfrei betrieben werden, so daß sich die
Sicherheit sowohl für den Betreiber von
Bestrahlungseinrichtungen als auch der individuell bestrahlten
Person erhöht.
Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einem Verfah
ren in seiner Definition nach Patentanspruch 1 sowie mit einer
Vorrichtung gemäß den Merkmalen nach Patentanspruch 6, wobei
die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und
Weiterbildungen umfassen.
Ausgehend vom Abspeichern herstellerseitig vorgegebener haut
typspezifischer Parameter der Bestrahlungseinrichtung, wobei
diese Werte in eine elektronische Datenbank abgelegt werden,
wird eine individuelle Ermittlung des Hauttyps sowie der
Bestrahlungsgewohnheiten des jeweiligen Nutzers vorgenommen.
Auch diese. Daten gelangen in eine elektronische Datenbank oder
werden auf eine persönliche Speicherkarte übernommen, um
individuelle, erythemwirksame, jedoch medizinisch unkritische
Bestrahlungszeiten oder -dosen zu berechnen.
Gemäß dem Grundgedanken der Erfindung wird für jede Bestrah
lungseinrichtung eine Erfassung der tatsächlichen Betriebs
stunden vorgenommen, wobei anhand der jeweiligen Betriebs
stundenzahl für die jeweilige Einrichtung aus einer vorgege
benen Alterungs- oder Lebensdauerkurve der Bestrahlungslampen
oder -röhren ein Bestrahlungskorrekturwert ermittelt wird.
Dieser Bestrahlungkorrekturwert bildet einen Bestrahlungszeit
berechnungskoeffizienten, der zum Steuercomputer gelangt. Durch
eine Korrelationsbeziehung zwischen der für jede Bestrahlungs
lampe oder -röhre oder Röhrengruppe erfaßten Betriebsstunden
zahl und dem aus einer Tabelle auslesbaren zugeordneten
Bestrahlungsberechnungskoeffizienten bzw. Bestrahlungkorrek
turwert kann nun die tatsächliche Bestrahlungszeit für den
Nutzer anhand der weiteren Angaben, d. h. des Hauttyps, der
Bestrahlungsgewohnheiten und der Grundparamter der Bestrah
lungslampen berechnet werden.
Andererseits besteht die Möglichkeit, durch die erfaßte
Betriebsstundenzahl die wirksame Leistung unter Beachtung der
Alterungszustände der jeweiligen Lampe oder Röhre zu ermitteln,
um Hautschädigungen zu vermeiden.
Es hat sich gezeigt, daß bei einem Lebensdauerwirkungsgrad
anfangs von im wesentlichen 115 bis zu später 60% Schädigungen
dann nicht auszuschließen sind, wenn eine Berechnung der
Bestrahlungszeit auf der Basis einer 100%-Leistung vorgenommen
wird, die tatsächliche Leistung jedoch um 10% bis 15% darüber
liegt.
Des weiteren wird aufgrund der Tatsache der Erfassung der tat
sächlichen, d. h. effektiven Betriebsdauer der jeweiligen
Bestrahlungseinrichtung ein z. B. Röhren- oder Starterwechsel
tatsächlich erst dann erforderlich, wenn die Leistung erschöpft
bzw. ein vorgegebenes Verhältnis zwischen Bestrahlungsdauer und
empfangener Bestrahlungsdosis überschritten wird.
Die in der Datenbank oder in einem dezentralen Steuerungsmodul
einer CAN-Bus Hardware abgelegte erfaßte Betriebsstundenzahl
dient demnach dem Berechnen und Anzeigen von Wartungsinter
vallen für jede Bestrahlungseinrichtung, so daß Aufwendungen
für den Service, insbesondere in größeren Sonnenstudios ver
ringerbar sind.
Erfindungsgemäß wird die Erfassung der Betriebsstunden je
Bestrahlungseinrichtung in ein elektronisches Steuer- und
Managementsystem eines Sonnenstudios eingebunden. Hierbei wird
nach dem Auslesen persönlicher Daten aus der elektronischen
Datenbank und/oder der individuellen Speicherkarte unter
Berücksichtigung bisheriger aufgenommener Strahlungsdosen nach
Abfrage zur Verfügung stehender freier Bestrahlungseinrich
tungen anhand der abgespeicherten herstellerspezifischen
Parameter und des Bestrahlungkorrekturwerts eine schädigungs
freie neue Bestrahlungszeit berechnet und die jeweilige
Bestrahlungseinrichtung nach Berücksichtigung einer sogenannten
Benutzer-Vorlaufzeit zentral freigegeben oder gesperrt.
Demnach sind Manipulationen beim Einstellen der Bestrahlungs
zeit durch den Benutzer ausgeschlossen, da ein Aktivieren und
Deaktivieren durch den übergeordneten Steuerrechner automatisch
nach Ablauf der maximalen, neuen Bestrahlungszeit und der damit
einhergehenden Bestrahlungsdosis erfolgt.
Das elektronische Steuer- und Managementsystem zum Betreiben
einer Vielzahl von Bestrahlungseinrichtungen umfaßt in der dort
vorgesehenen Datenbank auch individuelle Kundenkonten, wobei
die Abbuchung oder Belastung von Leistungen anhand der tat
sächlich aufgenommenen erythemwirksamen Bestrahlung respektive
der jeweiligen Dosis unter Berücksichtigung des Bestrahlungs
korrekturwerts erfolgt. Demnach bekommt der Nutzer oder Kunde
eines Sonnenstudios nur die konkrete Bestrahlungsdosis berech
net, welche er von einer Bestrahlungseinrichtung erhalten hat,
welche beispielsweise bezogen auf die Alterungskurve unterhalb
100% liegt. Die erhöhte Bestrahlungszeit zum Empfang der ent
sprechenden Bestrahlungsdosis wird dabei vom Kunden kaum wahr
genommen. Um jedoch eine merkbare Erhöhung der Bestrahlungszeit
zu vermeiden, wird als Abbruchkriterium, d. h. Signal zum Aus
wechseln von Bestrahlungslampen oder -röhren ein Wirkungsgrad
von z. B. 60% oder mehr gesetzt.
Erfindungsgemäß läßt sich aus der elektronischen Datenbank und
den dort abgelegten Herstellerparametern für die jeweilige
Bestrahlungseinrichtung und der erfaßten jeweiligen effektiven
Betriebsdauer jeder Bestrahlungseinrichtung durch den zentralen
Steuercomputer ein Service- und Reinigungsmenu aufrufen, wobei
anhand einer Bestrahlungseinrichtungs-Identifikationsnummer ein
jeweils erforderlicher Bestrahlungslampen- oder -röhrenwechsel,
ein Starterwechsel oder eine Reinigung des Kühlluftfilters
einer entsprechenden Kühleinrichtung signalisierbar ist.
Bisher notwendiger Aufwand einer kontinuierlichen Wartung über
feste Zeitabschnitte und damit möglicherweise verbundene
erhöhte Kosten, aber auch möglicherweise bedingte Störungen
durch zu späte Wartung bei hoher Nutzungsdauer oder -rate sind
ausgeschlossen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum computergestützten
Betreiben von Einrichtungen zur Bestrahlung des menschlichen
Körpers geht davon aus, an jeder der Bestrahlungseinrichtungen
einen die tatsächliche Betriebszeit erfassenden Zähler als
Hardwarebaustein anzuordnen, wobei die Zählerstandswerte über
einen Datenbus abfragbar sind.
Der Datenbus ist an einen zentralen Steuercomputer angeschlos
sen1 wobei die jeweils übertragenen aktuellen Zählerstandswerte
in die Datenbank des Steuercomputers übernommen werden und dort
in einer Tabelle abgelegt sind, welche auch die Bestrahlungs
einrichtungs-Identifikationsnummer (ID) enthält. Diese ID-
Nummer kann auf ein Sonnenstudio bezogene und/oder Informa
tionen bezüglich der jeweiligen Sonnenbank enthalten.
Der Datenbus ist ein CAN-Industriebus, an welchen für jede
Bestrahlungseinrichtung ein Bus-Koppel-Modul anschließbar ist.
Die Bus-Koppel-Module weisen eine Kommandoeinheit zur Kom
munikation mit dem zentralen Steuercomputer sowie eine
Leistungssteuereinheit zum Aktivieren oder Deaktivieren der
Bestrahlungseinrichtung sowie optional zur Steuerung der
Nachlaufzeit einer Kühlung für die Bestrahlungseinrichtung auf.
Die Leistungssteuereinheit ist so ausgestaltet, daß bei Empfang
von Befehlen über die Kommandoeinheit diese auch bei zeitwei
liger Busunterbrechung oder -trennung abgearbeitet werden.
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Bus-Koppel-
Module eine Notbetriebseinheit auf, um durch befugte Personen
einen Testlauf oder ein Notan- oder abschalten vornehmen zu
können.
Der erfindungsgemäß vorgesehene Zähler zur Erfassung der
Betriebszeit ist z. B. durch einen Stromsensor mit dem
Leistungsteil oder der Leistungssteuereinheit verbunden, so daß
nur tatsächliche Betriebszeiten ermittelt werden. Demnach wird
also der Zähler beim Fließen eines üblichen Betriebsstroms
angestoßen. Die Zählung wird dann beendet, wenn der Betriebs
strom unterbrochen wird. Durch diese Maßnahme kann im Gegensatz
zu einer Erfassung von Betriebszeiten im Steuercomputer selbst
auf eine Rückmeldeleitung verzichtet werden und es besteht die
Möglichkeit, über eine geeignete Leseeinrichtung auch bei
Störungen oder abgeschaltetem Zentralcomputer an der Datenbank
den Alterungszustand der dort vorgesehenen Bestrahlungslampen
oder -röhren diskret abzufragen. Der Zähler kann alternativ
durch Erfassen des Zustandes der den Schaltvorgang meldenden
Rückleitung angestoßen werden.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbei
spiels sowie unter Zuhilfenahme einer Figur näher erläutert
werden.
Die Figur zeigt hierbei ein Blockschaltbild der Vorrichtung zum
computergestützten Betreiben von Bestrahlungseinrichtungen.
Beim gezeigten Beispiel wird von Bestrahlungseinrichtungen 1
bis 3, z. B. Ganzkörpersonnenbänken ausgegangen.
An jeder der Bestrahlungseinrichtungen 1 bis 3 ist ein Zähler 4
zur Erfassung der Betriebsstunden vorgesehen.
Der Zähler 4 ist dabei so aufgebaut, daß ein Fließen eines
Betriebsstroms I in der Leitungsverbindung 10 mittels eines
Stromsensors (nicht dargestellt) erfaßt werden kann, wodurch
der Zähler 4 angestoßen oder angehalten wird.
Die Bestrahlungseinrichtungen 1 bis 3 sind über einen CAN-Bus 5
mit dem zentralen Steuercomputer 6 verbunden. Ein jeweils vor
gesehenes Bus-Koppel-Modul umfaßt eine Kommandoeinheit 7 und
eine mit dieser verbundene Leistungssteuereinheit 8.
Die Leistungssteuereinheit 8 gibt nach Empfang eines entspre
chenden Kommandos über den CAN-Bus 5 und konvertiert durch die
Einheit 7 eine Verbindung zum Netz 9 frei.
Der Stromfluß zur jeweils kommandoseitig freigegebenen
Bestrahlungseinrichtung wird dann durch den erwähnten Strom
detektor festgestellt und der jeweilige Zähler aktiviert.
Über eine Verbindung 11 zwischen Zähler 4 und der jeweiligen
Kommandoeinheit 7 kann der jeweilige Zählerstand ausgelesen und
zum zentralen Steuercomputer 6 übertragen und dort in einer
entsprechenden Datenbank abgelegt werden.
Durch eine hardwareseitig vorgesehene Möglichkeit der diskreten
Fehlerstandserfassung kann auch bei Störungen im zentralen
Steuercomputer 6 die jeweilige Betriebsdauer der entsprechenden
Bestrahlungseinrichtung 1 bis 3 ermittelt und protokolliert
werden.
Mittels entsprechender Softwareroutinen wird im zentralen
Steuercomputer 6 ein Bestrahlungskorrekturwert bestimmt, indem
unter Berücksichtigung der jeweiligen Zählerstände und der
abgelegten Bestrahlungseinrichtung-Herstellerspezifika bei
spielsweise durch eine Look-up-Tabelle ermittelt werden. Der
Bestrahlungkorrekturwert dient in diesem Sinne als weiterer
Koeffizient zur Berechnung einer Bestrahlungszeit, die für eine
gewünschte oder maximale Bestrahlungsdosis unter Beachtung des
Wirkungsgrades der betreffenden Bestrahlungseinrichtung not
wendig ist.
Gleichzeitig lassen sich durch Aufruf eines Menupunktes unter
Zuhilfenahme des zentralen Steuercomputers 6 Wartungsintervalle
berechnen und anzeigen. Die Anzeige kann weiterhin für den
Betreiber des Studios kenntlich machen, in welcher
durchschnittlichen Zeitspanne für eine ausgewählte Bestrah
lungseinrichtung ein Röhrenwechsel, ein Starterwechsel oder
eine Reinigung eines Kühlluftfilters ansteht.
Es sei an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, daß die
Kommando- und Leistungssteuereinheit der Bus-Koppel-Module so
ausgebildet ist, daß auch dann, wenn eine zeitweilige Busun
terbrechung oder -trennung vorliegt, der entsprechende Job bis
zum Ablauf einer vorgegebenen Bestrahlungszeit abgearbeitet
werden kann. Hierfür können die Bus-Koppel-Module auf die vom
Zähler bereitgestellten Zähl-, d. h. Zeitwerte zurückgreifen.
Durch diese Maßnahme ist sichergestellt, daß eine die Sonnen
bank benutzende Person nicht unangenehm und unerwartet von
einer Betriebsunterbrechung überrascht wird mit den daraus sich
ergebenden Folgen eines unerwünschten Neustarts der Bestrah
lungseinrichtung bzw. eines Sonnenbankwechsels.
Zur Entlastung der Steuerungsaufgaben sowie des Busses ist die
Leistungssteuereinheit des jeweiligen Bus-Koppel-Moduls in der
Lage, zumindest optional die Steuerung der Nachlaufzeit einer
Kühlung für die jeweilige Bestrahlungseinrichtung zu über
nehmen.
1
bis
3
Bestrahlungseinrichtung
4
Zähler
IBetriebsstrom
IBetriebsstrom
5
CAN-Bus
6
zentraler Steuercomputer
7
Kommandoeinheit
8
Leistungssteuereinheit
9
Netz
10
Verbindung zwischen Zähler und Bestrahlungsein
richtung
11
Verbindung zwischen Kommandoeinheit und Zähler
Claims (7)
1. Verfahren zum computergestützten Betreiben von Einrichtungen
zur Bestrahlung des menschlichen Körpers, wobei diese Einrich
tungen in oder an einem Gehäuse angeordnete elektrische
Bestrahlungslampen oder -röhren umfassen und wobei weiterhin
die hauttypspezifischen Parameter der Bestrahlungseinrichtungen
in einer elektronischen Datenbank abgelegt sind,
eine individuelle Erfassung des Hauttyps sowie der Bestrah
lungsgewohnheiten des jeweiligen Nutzers erfolgt und diese
Daten in der elektronischen Datenbank und/oder einer persön
lichen Speicherkarte aufgezeichnet werden, um individuelle,
erythemwirksame, jedoch medizinisch unkritische Bestrahlungs
zeiten oder -dosen zu berechnen,
dadurch gekennzeichnet, daß
für jede der Bestrahlungseinrichtungen eine Erfassung der
Betriebsstunden erfolgt, wobei anhand der jeweiligen Betriebs
stundenzahl für die jeweilige Einrichtung aus einer vorge
gebenen Alterungs- oder Lebensdauerkurve der Bestrahlungslampen
oder -röhren ein Bestrahlungkorrekturwert ermittelt wird,
welcher als Bestrahlungszeitberechnungskoeffizient dem Steuer
computer zuführbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
aus der erfaßten und in der Datenbank abgelegten Betriebs
stundenzahl für jede Bestrahlungseinrichtung Wartungsintervalle
berechen- und anzeigbar sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Erfassung der Betriebsstunden je Bestrahlungseinrichtung in
ein elektronisches Steuer- und Managementsystem eines Sonnen
studios eingebunden ist, wobei nach Auslesen persönlicher Daten
aus der elektronischen Datenbank und/oder der Speicherkarte
unter Berücksichtigung bisheriger aufgenommener Bestrahlungs
dosen nach Abfrage zur Verfügung stehender freier Bestrah
lungseinrichtungen anhand der abgespeicherten herstellerspe
zifischen Parameter und des Bestrahlungkorrekturwerts eine
schädigungsfreie neue Bestrahlungszeit berechnet wird und die
jeweilige Bestrahlungseinrichtung nach Berücksichtigung einer
Benutzer-Vorlaufzeit zentral freigegeben oder gesperrt, d. h.
aktiviert und nach Ablauf der maximalen, neuen Bestrahlungszeit
deaktiviert wird.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die elektronischen Datenbank individuelle Kundenkonten auf
weist, wobei die Abbuchung oder Belastung dieser Konten anhand
der tatsächlich erythemwirksamen Bestrahlungsdosis unter
Berücksichtigung des Bestrahlungkorrekturwerts erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
aus der elektronischen Datenbank und den dort abgelegten Her
stellerparametern und der erfaßten jeweiligen effektiven
Betriebsdauer jeder Bestrahlungseinrichtung durch den zentralen
Steuercomputer ein Service- und Reinigungsmenu aufrufbar ist,
wobei anhand einer Bestrahlungseinrichtungs-Identifikations
nummer ein jeweils erforderlicher Bestrahlungslampen- oder
-röhrenwechsel, ein Starterwechsel oder eine Reinigung des
Kühlluftfilters signalisierbar ist.
6. Vorrichtung zum computergestützten Betreiben von Einrich
tungen zur Bestrahlung des menschlichen Körpers, wobei diese
Einrichtungen in oder an einem Gehäuse angeordnete elektrische
Bestrahlungslampen oder -röhren umfassen und wobei weiterhin
die hauttypspezifischen Parameter der Bestrahlungseinrichtungen
in einer elektronischen Datenbank abgelegt sind,
eine individuelle Erfassung des Hauttyps sowie der Bestrah lungsgewohnheiten des jeweiligen Nutzers erfolgt und diese Daten in der elektronischen Datenbank und/oder einer persön lichen Speicherkarte aufgezeichnet werden, um individuelle, erythemwirksame, jedoch medizinisch unkritische Bestrahlungs zeiten oder -dosen zu berechnen,
dadurch gekennzeichnet, daß an jeder der Bestrahlungseinrichtungen (1 bis 3) ein die tatsächliche Betriebszeit erfassender Zähler (4) angeordnet ist, dessen Zählerstandswerte über einen Datenbus (5) abfragbar sind, wobei der Datenbus (5) an einen zentralen Steuercomputer (6) angeschlossen ist, wobei die jeweils übertragenen aktuellen Zählerstandswerte in die Datenbank des Steuercomputers (6) übernommen werden.
eine individuelle Erfassung des Hauttyps sowie der Bestrah lungsgewohnheiten des jeweiligen Nutzers erfolgt und diese Daten in der elektronischen Datenbank und/oder einer persön lichen Speicherkarte aufgezeichnet werden, um individuelle, erythemwirksame, jedoch medizinisch unkritische Bestrahlungs zeiten oder -dosen zu berechnen,
dadurch gekennzeichnet, daß an jeder der Bestrahlungseinrichtungen (1 bis 3) ein die tatsächliche Betriebszeit erfassender Zähler (4) angeordnet ist, dessen Zählerstandswerte über einen Datenbus (5) abfragbar sind, wobei der Datenbus (5) an einen zentralen Steuercomputer (6) angeschlossen ist, wobei die jeweils übertragenen aktuellen Zählerstandswerte in die Datenbank des Steuercomputers (6) übernommen werden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
gekennzeichnet durch
einen CAN-Bus (5), an welchen für jede Bestrahlungseinrichtung
ein Bus-Koppel-Modul angeschlossen ist und die Bus-Koppel-
Module eine Kommandoeinheit (7) zur Kommunikation mit dem
Steuercomputer (6) sowie eine Leistungssteuereinheit (8) dem
Aktivieren und Deaktivieren der Bestrahlungseinrichtung (1 bis
3) sowie optional zur Steuerung der Nachlaufzeit einer Kühlung
für den Bestrahlungseinrichtung umfassen, wobei die Leistungs
steuereinheit (8) nach Empfang von Befehlen über die Kommando
einheit (7) diese Befehle auch bei zeitweiliger Busunter
brechung oder -trennung abarbeitet.
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| DE19832825A Expired - Fee Related DE19832825C2 (de) | 1998-06-15 | 1998-07-21 | Verfahren zum computergestützten Betreiben von Einrichtungen zur Bestrahlung des menschlichen Körpers |
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