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DE19830146A1 - Übungsschießgerät sowie dieses verwendendes Übungssystem zum Trainieren eines scharfen Schusses - Google Patents

Übungsschießgerät sowie dieses verwendendes Übungssystem zum Trainieren eines scharfen Schusses

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Publication number
DE19830146A1
DE19830146A1 DE1998130146 DE19830146A DE19830146A1 DE 19830146 A1 DE19830146 A1 DE 19830146A1 DE 1998130146 DE1998130146 DE 1998130146 DE 19830146 A DE19830146 A DE 19830146A DE 19830146 A1 DE19830146 A1 DE 19830146A1
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DE
Germany
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shooting device
practice shooting
training
target
missile
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DE1998130146
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Juergen Blesmann
Klaus Waechtler
Meinrad Lugan
Holm Bleyer
Rene Wendt
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Buck Neue Technologien GmbH
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Buck Werke GmbH and Co
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A33/00Adaptations for training; Gun simulators
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G7/00Direction control systems for self-propelled missiles
    • F41G7/006Guided missiles training or simulation devices

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Übungsschießgerät zum Trainieren eines scharfen Schusses, umfassend ein Griffstück mit Bedienelementen sowie in Verbindung mit einer Visiereinrichtung und ein Startrohr für einen Übungsflugkörper sowie mit einer Schutzkappe, wobei das Griffstück einen Zielsuchkopf zum Empfangen sowie Auswerten von Zieldarstellungen und zur waffenspezifischen Zielaufschaltung des Übungsflugkörpers enthält. Ferner betrifft die Erfindung ein Übungssystem zum Trainieren eines scharfen Schusses, verwendend solch ein Übungsschießgerät.

Description

Die gegenwärtige Erfindung betrifft ein Übungsschießgerät zum Trainieren eines scharfen Schusses, umfassend ein Griffstück mit Bedienelementen sowie in Verbindung mit einer Vi­ siereinrichtung und ein Startrohr für einen Übungsflugkörper sowie mit einer Schutzkappe. Ferner betrifft die Erfindung ein dieses Übungsschießgerät verwendendes Übungssystem zum Trainieren eines scharfen Schusses.
Beispielsweise für die in Nutzung von Streitkräften befindlichen Waffensysteme, die unter der Sammelbezeichnung "schulterverschießbare Flugkörper, gelenkt und ungelenkt, ein­ schließlich deren Adaption auf Waffenträger", zusammengefaßt werden, ist ein scharfer Schuß mit erheblichen Kosten verbunden. Zudem muß für einen scharfen Schuß eine beson­ dere Infrastruktur für Übungsplätze mit bestimmten Sicherheitsbereichen vorliegen und au­ ßerdem sind spezielle Witterungsbedingungen wünschenswert, so daß ein Training meist nur in wenigen Monaten eines jeden Jahres möglich ist.
Jedoch ist ein Trainieren eines scharfen Schusses unerläßlich dafür, einem Schützen zum ei­ nen das notwendige Wissen über durchzuführende Handlungsabläufe und zum anderen einen hohen Grad an Bedienungs- und Zielsicherheit und damit einen hohen Grad an Gefechtsbe­ reitschaft zu vermitteln.
Es bestehen bereits einige Trainingsmöglichkeiten, die auf die Verwendung von Exerziermo­ dellen, modifizierten Originalsystemen, die die Sequenzen von Handlungsabläufen simulie­ ren, sowie Trainingskomplexe, durch die mittels einer virtuellen Umgebung spezielle Abläufe trainierbar sind, zurückgreifen. Allerdings weisen diese bislang praktizierten Trainingsverfah­ ren einige Nachteile auf, vor allem da nicht alle Handlungsabläufe unter realistischen Bedin­ gungen erprobt werden können. So ist beispielsweise als Exerziermodell ein sogenannter "Tracking-Head-Trainer" bekannt, der nur die Simulation von Richtübungen und der Be­ triebsabläufe ermöglicht, jedoch keine Geometriegleiche zu einem Originalwaffensystem auf­ grund eines Bedienungskontrollgeräts aufweist. Als Trainingskomplex wird zur Zeit meist ein sogenannter "Dome-Trainer" eingesetzt, der lediglich die Simulation von Richtübungen und Betriebsabläufe ermöglicht, keine realistische Zieldarstellung aufweist und vor allem stets mit hohen Kosten verbunden ist.
Der gegenwärtigen Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Übungsschießgerät sowie ein dieses verwendendes Übungssystem zum Trainieren eines scharfen Schusses zu liefern, so daß die Nachteile des Stands der Technik überwunden werden, insbesondere ein kostengün­ stiges Training unter gefechtsnahen Bedingungen mit realistischer Zieldarstellung ohne be­ sondere Forderungen an Infrastruktur und Sicherheitsbereiche ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Übungsschießgerät zum Trainieren eines scharfen Schusses nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Griffstück einen Zielsuchkopf, insbesondere einen optischen, UHF- und/oder IR-Zielsuchkopf, zum Empfangen sowie Aus­ werten von Zieldarstellungen und zur waffenspezifischen Zielaufschaltung des Übungsflug­ körpers enthält.
Dabei kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß das Griffstück alle Bedienelemente und die jeweiligen Zielinformationen, die systemspezifisch unterschiedlich in optischer, akusti­ scher und/oder mechanischer Hinsicht sein können, umfaßt.
Ferner wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das Griffstück eine Elektronikbaugruppe zur Pegelumsetzung der Zielsuchkopfsignale nach Detektion und Verstärkung von Zieldar­ stellungen, insbesondere über einen Wangenvibrator oder Signaltonerzeuger, enthält.
Eine Weiterentwicklung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück ein optisch­ elektronisches System zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit eines Schützen enthält, wobei vorzugsweise physiologische Parameter, wie Pulsfrequenz und/oder Atemfrequenz über ein an den Wangenvibrator gekoppeltes Sensorsystem, Augenbewegung über ein Kamerasystem und/oder dergleichen, meßbar sind.
Bevorzugt ist dabei erfindungsgemäß, daß das optisch-elektronische System und der Ziel­ suchkopf auf eine gemeinsame Elektronikbaugruppe zurückgreifen.
Es kann erfindungsgemäß auch vorgesehen sein, daß das Startrohr in Anpassung an das Kali­ ber des Übungsflugkörpers und mit einem Gewicht sowie einer Schwerpunktsanordnung ei­ nes durch das Übungsschießgerät zu simulierenden Originalschießgeräts ausgebildet ist.
Ferner wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Übungsflugkörper eine optische und/oder akustische Abschußgeometrie und Signatur aufweist, die mit der eines zu simulie­ renden Originalflugkörpers vergleichbar ist, wobei vorzugsweise die Flugweite des Übungs­ flugkörpers durch Selbstzerlegung mit optischer und/oder akustischer Wahrnehmung variabel begrenzbar ist.
Auch kann nach der Erfindung vorgesehen sein, daß der Übungsflugkörper ein Anzündsy­ stem, ein Leitwerk, eine Treibladung, eine Verzögerungsladung, einen Rauchsatz, einen Knallsatz und einen Blitzlichtsatz umfaßt.
Bevorzugt ist ferner gemäß der Erfindung, daß der Übungsflugkörper, insbesondere seine Wirkladung(en), aus umweltfreundlichem Material besteht.
Die äußere Form des Übungsschießgeräts ist außerdem vorzugsweise gemäß der Erfindung an die eines zu simulierenden Originalschießgeräts angepaßt.
Ebenso vorteilhaft ist eine Weiterentwicklung der Erfindung, bei der die Bestandteile des Übungsschießgeräts, abgesehen von dem jeweiligen Übungsflugkörper, wiederverwendbar sind.
Schließlich schlägt die Erfindung auch ein Übungssystem zum Trainieren eines scharfen Schusses vor, daß ein erfindungsgemäßes Übungsschießgerät verwendet.
Dabei umfaßt das Übungssystem erfindungsgemäß eine Zieldarstellungseinheit mit einem Sender für optische, UHF- und/oder IR-Charakteristika.
Erfindungsgemäß kann dabei vorgesehen sein, daß die Zieldarstellungseinheit ein reales Flu­ gobjekt, wie ein Flugzeug, ein Hubschrauber oder dergleichen, ein Hubschraubermodell, ein Flugzeugmodell, ein Schleppziel, eine Drohne und/oder ein pyrotechnisches Darstellungssy­ stem enthält.
Schließlich wird erfindungsgemäß auch vorgeschlagen, daß ein Modell, wie ein Hubschrau­ bermodell oder Flugzeugmodell, über zumindest zwei Teleskopmasten an einen vorherbe­ stimmten Ort anordbar ist, wobei vorzugsweise die Position und/oder die Bewegung des Mo­ dells elektrisch und/oder ferngesteuert verstellbar ist.
Der Erfindung liegt somit die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß ein zu simulierendes Originalschießgerät zum Bilden eines Übungsschließgeräts derart modifiziert wird, daß ein Zielsuchkopf in das Griffstück integriert wird, anstatt Bestandteil des verschießbaren Flug­ körpers zu sein, so daß der Zielsuchkopf "wiederverwendbar" ist, was zu erheblichen Kosten­ reduktionen führt.
Außerdem können erfindungsgemäß mittels der Elektronikbaugruppe des Suchkopfes auch gleichzeitig Akquisitionsgrößen, wie eine Vibration der Wangen oder einen Signalton, er­ zeugt und die Leistungsfähigkeit eines Schützen beurteilt werden. Dabei wird die Leistungs­ fähigkeit des Schützens dadurch ermittelt, daß objektiviert die Richtigkeit von Handlungsab­ läufen zur Sicherung einer hohen Trefferwahrscheinlichkeit, die Ausrichtung des Waffensy­ stems auf ein Ziel, die Zielverfolgung und Entfernungsbestimmung, die Rechtzeitigkeit der Betätigung eines Sicherungs- und Aktivierungsschalters, das Drücken einer Kreiselentriege­ lungstaste, das Richten von Aufsatz und Vorhaltewinkel, die Weiterverfolgung des Zieles bis zum Abschuß durch Erfassen mechanischer und optischer Größen und dergleichen über moto­ rische, sensomotorische, sensorische und emotionale Körperfunktionen des Schützens, wie sie sich durch physiologische Parameter, beispielsweise Pulsfrequenz, Atemfrequenz und Au­ genbewegung, ergeben, bestimmt.
Durch die erfindungsgemäße Konstruktion des Übungsflugkörpers mit einem Anzündsystem, einer Treibladung, einer Verzögerungsladung, einem Rauchsatz, einen Knallsatz und einem Blitzlichtsatz wird ferner sichergestellt, daß der Übungsflugkörper das Übungsschießgerät mit optisch und akustisch vergleichbarer Abschußgeometrie und Signatur wie ein Originalflug­ körper verläßt.
Um ein wirtschaftlich vertretbares Training unter gefechtsnahen Übungsbedingungen zu ge­ währleisten, unter Einhaltung aller relevanten Sicherheits-, Betriebs- und Umweltschutzbe­ dingungen, schlägt die Erfindung außerdem die Verwendung einer Zieldarstellungseinheit vor, die in hinreichender Entfernung zu einem Schützen, je nach Forderung der Truppe, auf­ baubar ist. Diese Zieldarstellungseinheit umfaßt vorzugsweise ein Modell, das mittels einer Führung über zwei oder mehr Teleskopmasten bewegbar ist und einen optischen, UHF- und/oder IR-Sender umfaßt, so daß die Zieldarstellungseinheit frei wählbar zur Blickrichtung des Schützens aufgebaut werden kann, damit sichergestellt ist, daß sowohl ein Vorbeiflug von links beziehungsweise rechts als auch ein Anflug und Abflug trainierbar sind. Dadurch, daß die Teleskopmasten verstellbar sind, insbesondere elektrisch vertikal verstellbar sind, können ebenfalls unterschiedliche Flugprofile eingestellt werden. Außerdem kann ein Algorithmus zur Steuerung der Bewegung des Modells verwendet werden, so daß eine beliebige Flugbahn­ einstellung konfigurierbar ist.
Insgesamt weist das erfindungsgemäße Übungsschießgerät, insbesondere verwendet in einem erfindungsgemäßen Übungssystem, daher folgende Vorteile auf:
Alle Elemente der Bedienung eines zu simulierenden Schießgeräts, insbesondere auch zur Bekämpfung von niedrig fliegenden Luftzielen, sind trainierbar.
Das Training mit scharfem Schuß ist unter allen gefechtsnahen Übungsbedingungen bei realistischer Zieldarstellung möglich.
Ein Schütze erlebt die physischen und psychischen Belastungen eines scharfen Schus­ ses unter nahezu realen Gefechtsbedingungen.
Die psycho-physische Leistungsfähigkeit eines Schützens kann unter nahezu realen Gefechtsbedingungen objektiv ermittelt werden.
Die Kosten für das realistische Schießtraining mit dem Übungsflugkörper liegen we­ sentlich unter denen eines tatsächlichen scharfen Schusses.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschrei­ bung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von schematischen Zeichnungen im einzelnen erläutert ist. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine Teilschnittansicht eines erfindungsgemäßen Übungsschießgeräts; und
Fig. 2 eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Übungsflugkörpers, der aus dem in Fig. 1 gezeigten Übungsschießgerät verschießbar ist.
Wie Fig. 1 zu entnehmen ist, umfaßt ein erfindungsgemäßes Übungsschießgerät 1 ein Griffstück 10, ein Startrohr 20, einen Übungsflugkörper 30, eine Schutzkappe 40 und eine Visiereinrichtung. In dem Griffstück 10 ist dabei ein nicht gezeigter (IR/UHF-Optik)- Zielsuchkopf integriert, der zum einen als Empfänger für eine dementsprechende Zieldarstel­ lung dient und zum anderen Suchkopfinformationen über eine Elektronikbaugruppe auswer­ ten kann, um an die bestehenden waffenspezifische Signalpegel angepaßte Signale, wie Wan­ genvibration und Signaltöne zu erzeugen, so daß eine originalgetreue Zielaufschaltung, zum Beispiel optisch und akustisch, ermöglicht wird. Außerdem sind Pulsfrequenz, beispielsweise über einen Sensor und Augenbewegungen, beispielsweise über ein Kamerasystem, erfaßbar, um die motorischen sensomotorischen, sensorischen und emotionalen Körperfunktionen ei­ nes Schützen objektiv messen und auswerten zu können.
Wie Fig. 2 zu entnehmen ist, umfaßt ein erfindungsgemäßer Übungsflugkörper 30 ein An­ zündsystem 31, wie einen elektrischen Anzünder, ein Leitwerk 32, das vorzugsweise nach Abschuß ausfahrbar ist, eine Treibladung 33, eine Verzögerungsladung 34, einen Rauchsatz 35, einen Knallsatz 36 und einen Blitzlichtsatz 37.
Das Startrohr 20 ist dabei an den Übungsflugkörper 30 angepaßt, so daß ein bestimmtes Kali­ ber vorliegt und das gleiche Gewicht sowie die gleiche Schwerpunktsposition wie im Falle eines Originalschießgeräts vorliegen.
Mit dem eben beschriebenen erfindungsgemäßen Übungsschießgerät 1 läßt sich wie folgt ein scharfer Schuß trainieren:
Unter Gefechtsbedingungen wird eine nicht dargestellte Zieldarstellungseinheit, umfassend beispielsweise ein bewegbares Flugzeugmodell, dessen Bewegungsbahn beliebig konfigurier­ bar ist, in einer bestimmten Entfernung von einem Schützen aufgebaut. Dieser kann das Übungsschießgerät 1, das nicht nur in seiner äußeren Formgebung, sondern auch in seinen Gewichtsbedingungen und der Anordnung seiner Bedienelemente einem zu simulierenden Originalschießgerät entspricht, betätigen. Zu diesem Zweck zielt er über die Visiereinrichtung auf das Modell, das entweder UHF- oder IR-Strahlung absendet, die von dem Zielsuchkopf empfangbar und auswertbar sind, so daß dem Schützen beispielsweise bestimmte Signaltöne oder Wangenvibrationen zur originalgetreuen Zielaufschaltung übermittelt werden können. Sobald der Schütze das Anzündsystem 31 aktiviert hat, verläßt der Übungsflugkörper 30 das Startrohr 20, ohne Beschädigung desselben.
Während des Bedienens des Übungsschießgerätes 1 ist gleichzeitig die Richtigkeit der Hand­ lungsabläufe des Schützens, einschließlich seiner Körperfunktionen, über die Elektronikbau­ gruppe des Zielsuchkopfs im Griffstücks 10 möglich. Bei der Umsetzung der Wirkladungen 35 bis 37 des Übungsflugkörpers 30 kommt es nicht zu einer Belastung des Schützens und der Umwelt, da umweltfreundliche Materialien erfindungsgemäß bevorzugt verwendet werden.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen offen­ barten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombi­ nation für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen we­ sentlich sein.
Bezugszeichenliste
1
Übungsschießgerät
10
Griffstück
20
Startrohr
30
Übungsflugkörper
31
Anzündsystem
32
Leitwerk
33
Treibladung
34
Verzögerungsladung
35
Rauchsatz
36
Knallsatz
37
Blitzlichtsatz
40
Schutzkappe

Claims (15)

1. Übungsschießgerät zum Trainieren eines scharfen Schusses, umfassend ein Griffstück mit Be­ dienelementen sowie in Verbindung mit einer Visiereinrichtung und ein Startrohr für einen Übungsflugkörper sowie mit einer Schutzkappe, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück (10) einen Zielsuchkopf, insbesondere einen optischen, UHF- und/oder IR- Zielsuchkopf, zum Empfangen sowie Auswerten von Zieldarstellungen und zur waffenspezifi­ schen Zielaufschaltung des Übungsflugkörpers (30) enthält.
2. Übungsschießgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück (10) alle Bedienelemente und die jeweiligen Zielinformationen, die systemspezi­ fisch unterschiedlich in optischer, akustischer und/oder mechanischer Hinsicht sein können, um­ faßt.
3. Übungsschießgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück (10) eine Elektronikbaugruppe zur Pegelumsetzung der Zielsuchkopfsignale nach Detektion und Verstärkung von Zieldarstellungen, insbesondere über einen Wangenvibrator oder Signaltonerzeuger, enthält.
4. Übungsschießgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück (10) ein optisch-elektronisches System zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit ei­ nes Schützen enthält, wobei vorzugsweise physiologische Parameter, wie Pulsfrequenz und/oder Atemfrequenz über ein an den Wangenvibrator gekoppeltes Sensorsystem, Augenbewegung über ein Kamerasystem und/oder dergleichen, meßbar sind.
5. Übungsschießgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das optisch-elektronische System und der Zielsuchkopf auf eine gemeinsame Elektronikbaugrup­ pe zurückgreifen.
6. Übungsschießgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Startrohr (20) in Anpassung an das Kaliber des Übungsflugkörpers (30) und mit einem Ge­ wicht sowie einer Schwerpunktsanordnung eines durch das Übungsschießgerät (1) zu simulieren­ den Originalschießgeräts ausgebildet ist.
7. Übungsschießgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Übungsflugkörper (30) eine optische und/oder akustische Abschußgeometrie und Signatur aufweist, die mit der eines zu simulierenden Originalflugkörpers (30) vergleichbar ist, wobei vor­ zugsweise die Flugweite des Übungsflugkörpers durch Selbstzerlegung mit optischer und/oder akustischer Wahrnehmung variabel begrenzbar ist.
8. Übungsschießgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Übungsflugkörper (30) ein Anzündsystem (31), ein Leitwerk (32), eine Treibladung (33), eine Verzögerungsladung (34), einen Rauchsatz (35), einen Knallsatz (36) und einen Blitzlichtsatz (37) umfaßt.
9. Übungsschießgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Übungsflugkörper (30), insbesondere seine Wirkladung(en) (35, 36, 37), aus umweltfreundli­ chem Material besteht.
10. Übungsschießgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Form des Übungsschießgeräts (1) an die eines zu simulierenden Originalschießgeräts angepaßt ist.
11. Übungsschießgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bestandteile des Übungsschießgeräts (1), abgesehen von dem jeweiligen Übungsflugkörper (30), wiederverwendbar sind.
12. Übungssystem zum Trainieren eines scharfen Schusses, verwendend ein Übungsschießgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche.
13. Übungssystem nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch eine Zieldarstellungseinheit mit einem Sender für optische, UHF- und/oder IR-Charakteristika.
14. Übungssystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zieldarstellungseinheit ein reales Flugobjekt, wie ein Flugzeug, ein Hubschrauber oder der­ gleichen, ein Hubschraubermodell, ein Flugzeugmodell, ein Schleppziel, eine Drohne und/oder ein pyrotechnisches Darstellungssystem enthält.
15. Übungssystem nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein Modell, wie ein Hubschraubermodell oder Flugzeugmodell, über zumindest zwei Teleskop­ masten an einen vorherbestimmten Ort anordbar ist, wobei vorzugsweise die Position und/oder die Bewegung des Modells elektrisch und/oder ferngesteuert verstellbar ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2422910C2 (ru) * 2009-09-07 2011-06-27 Открытое акционерное общество "Корпорация "Тактическое ракетное вооружение" Способ обучения летного состава с использованием в качестве тренажера учебно-летной ракеты и устройство для обучения летного состава в виде учебно-летной ракеты

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4534735A (en) * 1982-07-29 1985-08-13 Giravions Dorand Fire simulation device for training in the operation of shoulder weapons and the like

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