DE19830784A1 - Haltevorrichtung - Google Patents
HaltevorrichtungInfo
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Abstract
Haltevorrichtung, bestehend aus einer Schiene und einer Befestigungsvorrichtung für die Anbringung der Schiene an einer Wand oder Decke eines Gebäudes, wobei die ein hohles Profil aufweisende Schiene an mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten hinterschnittene, in Längsrichtung der Schiene achsparallele Schultern aufweist und die Befestigungsvorrichtung einen an der Wand oder der Decke anbringbaren Befestigungsabschnitt und einen klauenförmigen Abschnitt, der die Schiene teilweise übergreift und die Schultern hintergreift.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Haltevorrichtung mit einer Halteschiene nach dem
Patentanspruch 1.
Bei der Installation von Leitungen aller Art in Gebäuden besteht die Notwendigkeit,
diese in geeigneter Weise an Wänden und Decken zu befestigen. In diesem Zusam
menhang ist bekannt, Schienen an der Wand oder einer Decke anzubringen. Die
Schienen haben zumeist einen C-förmigen Querschnitt. In der Seite, die dem Längs
schlitz gegenüberliegt, sind Löcher vorgesehen, um die Schienen mit Hilfe von
Schrauben oder dergleichen am Untergrund zu befestigen. Mit der Schiene werden
Haltevorrichtungen verbunden, die zumeist aus einem Haltekörper bestehen, der über
den Schlitz in die Schiene eingeführt und anschließend um annähernd 90° gedreht
wird. Der Haltekörper steht in Verbindung mit einer Gewindestange, die entweder in
einer Gewindebohrung des Haltekörpers oder in einer Bohrung des Haltekörpers fest
mit diesem verbunden ist. Außerhalb der Schiene ist eine Platte oder dergleichen vor
gesehen, die gegen die Außenseite der Schiene angelegt wird, um den Haltekörper im
Inneren gegen nach innen gebogene Kanten im Bereich des Schlitzes klemmend
anzulegen. Mit der Platte bzw. der Gewindestange kann dann ein Mittel verbunden
werden, um eine Leitung anzubringen. Dies kann beispielsweise eine Rohrschelle o. ä.
sein. Es ist auch möglich, einen Schienenwinkel und andere Befestigungselemente
anzubringen. Die Anbringung an Schienen hat den Vorteil, daß über die Länge der
Schienen eine beliebige Anbringung der Haltevorrichtungen möglich ist.
Nachteilig bei den bekannten Vorrichtungen ist die Tatsache, daß für die Montage der
Schienen erforderlich ist, diese vom Inneren her in geeigneter Weise am Untergrund
zu befestigen. Besteht dieser aus Beton, wie das insbesondere bei Decken häufig der
Fall ist, bereitet es erhebliche Mühe, ein Loch in den Beton zu bohren, um zum Bei
spiel über eine Dübelbefestigung eine Schiene anzubringen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Haltevorrichtung mit einer Schiene
derart auszubilden, daß sie auf einfache Weise an einem Untergrund angebracht wer
den kann. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung weist die hohle Profilschiene auf minde
stens zwei gegenüberliegenden Seiten eine hinterschnittene Schulter auf. Die Befesti
gungsvorrichtung zur Anbringung der Schiene an einem Untergrund weist einen Be
festigungsabschnitt auf zur Anbringung der Befestigungsvorrichtung an der Wand
oder der Decke. Diese kann zum Beispiel von einem Schlaganker, einer Stock
schraube, einem Gewindebolzen, einem Nagel, einem Schweißbolzen oder derglei
chen gebildet sein. Außerdem weist die Befestigungsvorrichtung einen klauenartigen
Abschnitt auf, der mit entsprechenden, einen Hinterschnitt aufweisenden Abschnitten
die Schiene umgreift und in Eingriff mit den Schultern tritt. Ist die Befestigungsvor
richtung an der Decke oder der Wand angebracht, wobei vorzugsweise eine Mehrzahl
derartiger Vorrichtungen in Abständen angebracht ist, kann die Schiene durch ein
faches Einsetzen in die klauenartigen Abschnitte angebracht werden. Zusätzliche
Befestigungen sind nicht erforderlich. Das Anbringen der Schiene wird nach einer
Ausgestaltung der Erfindung erleichtert und die Halterung verbessert, wenn der
klauenartige Abschnitt als Clip ausgebildet ist, in den die Schiene eingeclipst wird.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der klauenartige Abschnitt
zwei armartige Krallen oder dergleichen auf die schwenkbar oder biegbar an einem
Plattenabschnitt angebracht sind und Greifabschnitte aufweisen, die komplementär zu
den Schultern der Schienen geformt sind. Beim Einsetzen einer Schiene werden die
krallenartigen Abschnitte zur Seite gelenkt, bis sie die Schultern hintergreifen. Die
Krallen können einteilig mit dem Plattenabschnitt geformt sein und federnd wirken,
sie können jedoch auch getrennte Teile sein, die schwenkbar am Plattenabschnitt auf
genommen sind. Sie können mit Hilfe geeigneter Federmittel in Richtung Schiene,
d. h. aufeinander zu vorgespannt sein. Es ist jedoch auch nach einer weiteren Aus
gestaltung der Erfindung möglich, auf den Plattenabschnitt eine Art Abdeckung anzu
bringen mit seitlichen zu einer Seite weisenden federnd nachgebenden Laschen, die
sich gegen die Außenseite der Krallen anlegen und diese in Richtung aufeinander zu
vorspannen, wenn eine Schiene zwischen die Krallen eingeschoben wird.
Bei der oben beschriebenen Ausführung einer Haltevorrichtung läßt sich eine Lose
zwischen Schiene und Befestigungsvorrichtung nicht vollständig vermeiden. Daher ist
nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß zwischen der Be
festigungsvorrichtung und der Schiene eine Feder angeordnet ist, wodurch Krallen
abschnitte und Schultern der Schiene in Eingriff gehalten werden. Diese Vorrichtung
kann in einer Feder unterhalb des Plattenabschnitts bestehen, die gegen die zugeord
nete Schienenseite anliegt oder in den Schlitz der Schiene eingreift, um diese vom
Plattenabschnitt fort vorzuspannen. Als Feder kann ein flacher Federabschnitt vorge
sehen werden, beispielsweise in Form eines eine oder mehrere Wölbungen aufweisen
den Blattfederstreifens. Zur Festlegung der Feder kann an der Abdeckung ein Paar
Ansätze auf gegenüberliegenden Seiten des Abdeckungsteils angebracht werden, wel
che die Feder halten bzw. an einer seitlichen Verschiebung hindern. Derartige Ansätze
haben vorzugsweise eine Breite, daß sie passend in den Längsschlitz der Schiene oder
eine entsprechende Nut eingreifen können. Dadurch ist eine Zentrierung der Befesti
gungsvorrichtung an der Schiene geschaffen. Beim Eingreifen in den Längsschlitz
verhindern die Ansätze, daß die Schiene im Bereich des Längsschlitzes zusammen
gedrückt wird.
Alternativ zu der Feder kann auch ein Spannkeil vorgesehen werden, beispielsweise
ein U-förmiger Spannkeil, der zwischen Schiene und plattenförmigem Abschnitt des
Klauenabschnitts eingeführt wird. Er kann mit Nocken oder dergleichen versehen
werden, durch welche eine Kraft zwischen Schiene und Plattenabschnitt aufgebracht
wird.
Um eine sichere Lagerung der Schiene zu erreichen, ist es ferner vorteilhaft, wenn
unterhalb des Plattenabschnitts ein Vorsprung vorgesehen ist, der entweder in den
Schlitz der Schiene oder in eine Nut der Schiene eingreift, um die Schiene an einer
seitlichen Bewegung relativ zur Befestigungsvorrichtung zu hindern. Der Eingriff des
Vorsprungs kann auch derart sein, daß eine federnde Nachgiebigkeit erreicht wird zur
Erzeugung einer oben beschriebenen Vorspannung der Schiene von dem plattenarti
gen Abschnitt der Befestigungsvorrichtung fort.
Von besonderen Vorteil ist, wenn die Schiene so ausgebildet ist, daß sie in jeder
Drehlage in den Klauenabschnitt eingeclipst werden kann. Daher sind mindestens drei
Seiten der im Querschnitt quadratischen Schiene (die Eckpunkte liegen auf einem
Quadrat) identisch geformt. Bei der Formung eines Längsschlitzes in der Schiene hat
dieser eine Abmessung und eine Lage, daß er wie die hinterschnittenen Schultern an
den anderen Seiten des Profils wirkt. Es ist daher gleich, in welcher Drehlage die
Schiene in die Befestigungsvorrichtung eingesetzt wird.
Die beschriebene Vorrichtung ermöglicht auch die Verwendung von Haltern zur
Anbringung von Bauteilen an der Schiene, welche mit der Befestigungsvorrichtung
nahezu gleich ausgebildet sind. Der einzige Unterschied besteht darin, daß mit dem
plattenartigen Abschnitt der Befestigungsvorrichtung kein Befestigungselement zur
Anbringung an dem Untergrund verbunden ist, sondern statt dessen eine Gewindeboh
rung vorgesehen ist zur Aufnahme einer Gewindestange, an der dann in bekannter
Weise das Bauteil angebracht wird, z. B. eine Rohrschelle. Die Gewindebohrung kann
in dem Plattenabschnitt selbst geformt sein, z. B. durch Formung eines Kragens oder
von einer angeschweißten Mutter oder dergleichen gebildet sein. Die Gewindestange
kann mit der zugeordneten Seite der Schiene, beispielsweise einer Nut, zusammen
wirken und dadurch den Halter sicher an der Schiene befestigen, so daß er auch gegen
eine Verschiebung gesichert ist. Eine Kontermutter braucht nicht verwendet zu wer
den.
Das Aufclipsen der Halter auf die Schiene legt die Halter in ihrer Lage vorübergehend
fest, bevor eine endgültige Befestigung mit Hilfe etwa der Gewindestange erfolgt. Bei
einer vertikalen Anordnung der Schiene besteht jedoch Gefahr, daß der Halter von der
Schiene rutscht. Vorzugsweise werden daher an den Enden der Schiene Vorsprünge
angebracht, welche ein vollständiges Herunterrutschen der Halter verhindern.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Vorrichtung nach der Erfindung.
Fig. 2 zeigt eine Alternative zur Vorrichtung nach Fig. 1.
Fig. 3 zeigt einen Teil einer Befestigungsvorrichtung der Vorrichtung nach Fig. 1.
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf das Teil nach Fig. 3.
Fig. 5 zeigt eine ähnliche Darstellung wie Fig. 4, jedoch für einen Halter für die Vor
richtung nach Fig. 1.
Fig. 6 zeigt die Seitenansicht des Teils nach Fig. 5.
Fig. 7 zeigt die Seitenansicht einer Kralle nach Fig. 1.
Fig. 8 zeigt die Seitenansicht der Kralle nach Fig. 7 in Richtung Pfeil 8.
Fig. 9 zeigt die Seitenansicht einer Abdeckung der Vorrichtung nach Fig. 1.
Fig. 10 zeigt die Untersicht der Abdeckung nach Fig. 9.
Fig. 11 zeigt die Seitenansicht der Abdeckung nach Fig. 9.
Fig. 12 zeigt eine ähnliche Befestigungsvorrichtung wie Fig. 1.
Fig. 13 zeigt eine Druntersicht über die Abdeckung der Vorrichtung nach Fig. 12.
Fig. 14 zeigt eine Seitenansicht der Abdeckung nach Fig. 13.
Fig. 15 zeigt die um 90° verdrehte Seitenansicht der Abdeckung nach Fig. 13.
Fig. 16 zeigt eine Draufsicht auf die Feder der Vorrichtung nach Fig. 12.
Fig. 17 zeigt eine Seitenansicht der Feder nach Fig. 16
Fig. 18 zeigt einen Klemmkeil für eine Vorrichtung nach Fig. 1 oder 12.
Fig. 19 zeigt eine Seitenansicht des Klemmteils nach Fig. 18.
In Fig. 1 ist eine Schiene 10 zu erkennen. Sie ist so ausgebildete daß ihre Längskanten
im Schnitt auf einem Quadrat liegen. Die Schiene 10 weist an drei Seiten eine gestufte
Nut 12 auf, die weiter innen eine geringere Breite hat als weiter außen. Die Nutwand
bildet im breiteren Bereich eine hinterschnittene Schulter oder einen Hinterschnitt 14
aus. Zwischen der Schulter und dem schmaleren Abschnitt 16 ist eine Stufe 18
geformt. Die Nuten an zwei weiteren Seiten sind der Nut 12 gleich. Die vierte Seite
der Schiene 10 besitzt einen Längsschlitz 20. Der Längsschlitz 20 hat einen Abstand
von den zugekehrten Kanten, der dem Abstand der Nut 12 im Eintrittsbereich von den
zugekehrten Kanten entspricht.
Die Schiene ist aus einem herkömmlichen Material, beispielsweise durch Strangpres
sen, hergestellt.
Die Schiene 10 ist an einer Befestigungsvorrichtung 22 angebracht. Sie besteht aus
einem Klauenabschnitt 24 und einem Befestigungsabschnitt 26. Im vorliegenden Fall
wird der Befestigungsabschnitt von einem sogenannten Schlaganker 28 gebildet, der
in einer Öffnung eines plattenartigen Abschnitts 30 einsitzt. Der plattenartige
Abschnitt 30 geht deutlicher aus den Fig. 3 und 4 hervor. Man erkennt, daß er U-
förmig ist mit einem plattenartigen Stegabschnitt 32 und parallelen Schenkeln 34, 36,
die in der Vorrichtung nach Fig. 1 nach oben weisen. Der plattenartige Stegabschnitt
32 weist auf gegenüberliegenden Seiten rechteckige Ausnehmungen 38, 40 auf.
Auf der dem Schlaganker 28 gegenüberliegenden Seite ist am plattenartigen Abschnitt
32 eine Mutter 42 angeschweißt. Der Schlaganker 28 kann zum Beispiel mit der Mut
ter 32 verschraubt und anschließend so gestaucht werden, daß er unverdrehbar fest
sitzt. In Fig. 4 ist die Mutter strichliert gezeichnet und viereckig.
In den Fig. 5 und 6 ist ein Halteteil 30a dargestellt, das dem Teil 30 nach den Fig.
3 und 4 gleicht. Gleiche Teile sind daher mit gleichen Bezugszeichen versehen,
denen jedoch ein "a" hinzugefügt ist. Man erkennt, daß der plattenartige Abschnitt ein
mittiges Rundloch 44 aufweist, das mit der Mutter 42a ausgerichtet ist. Es kann mithin
eine Gewindestange (nicht gezeigt) in die Mutter 42a eingeschraubt werden und sich
über das Loch 44 hinaus erstrecken. Auf das Teil nach den Fig. 5 und 6 wird wei
ter unten noch näher eingegangen.
In den Fig. 7 und 8 ist ein Krallenabschnitt 46 dargestellt, der in Fig. 1 mit der
Befestigungsvorrichtung 22 verbunden und mit der Schiene 10 in Eingriff ist. Wie aus
der Zusammenschau der Fig. 7 und 8 hervorgeht, weist der Krallenabschnitt 46
einen mittleren Plattenabschnitt 48 auf, der am oberen Ende mit einer rechtwinkligen
Abbiegung 50 versehen ist, wobei jedoch auf beiden Seiten Ausnehmungen 52 im
Plattenabschnitt 48 geformt sind. Außerdem ist der Plattenabschnitt 48 mit zwei aus
der Zeichenebene nach oben weisenden Abbiegungen 54 versehen, die, wie Fig. 7
zeigt, hakenförmig sind. Die Krallenabschnitte 46 werden in die Ausnehmungen 38,
40 bzw. 38a, 40a der Plattenabschnitte 30, 30a eingesetzt, wobei der Abschnitt des
Plattenabschnitts 48, der der Abbiegung 50 unmittelbar benachbart ist, annähernd die
Breite hat wie die Breite der Ausnehmungen 38, 40. Die Anordnung der Krallen
abschnitte ist in Fig. 1 zu erkennen.
In den Fig. 9 bis 11 ist eine Abdeckung 60 zu erkennen. Sie weist einen Platten
abschnitt 62 auf mit einem mittigen Loch 64 und seitlichen Laschen. Der Platten
abschnitt 60 ist so bemessen, daß er innerhalb der Schenkel 34, 36 bzw. 34a, 36a des
Bauteils 30 bzw. 30a nach den Fig. 3 bis 6 paßt, wobei die Laschen 66, 68 sich
durch die Ausnehmungen 38, 40 bzw. 38a, 40a erstrecken und gegen die Außenseite
der Plattenabschnitte 48 der Krallen 46 anlegen, wie in Fig. 1 zu erkennen. Der Plat
tenabschnitt 62 weist an der Unterseite rechteckige Ausnehmungen 70, 72 auf, welche
die abgebogenen Abschnitte 50 der Krallenabschnitte 46 aufnehmen, die in der
Anordnung nach Fig. 1 auf der Oberseite des Plattenabschnitts 32 bzw. 32a der Teile
30, 30a aufliegen. Seitlich der Laschen 66, 68 sind Abschnitte 74, 76 geformt mit
einem Hinterschnitt 78, welche die Kante des Plattenabschnitts 32 bzw. 32a beidseits
der Ausnehmungen 38, 40, 38a, 40a aufnehmen zur Festlegung der Abdeckung 60 auf
der Oberseite des Plattenabschnitts 24.
Die beschriebene Befestigungsvorrichtung 22 kann aus geeignetem Metall geformt
werden, wobei auch die Verwendung von geeignetem Kunststoffmaterial denkbar ist.
Der Plattenabschnitt 24 kann zum Beispiel aus geeignetem Flachmaterial hergestellt
werden mit anschließender Umbiegung der Schenkel 34, 36 bzw. 34a, 36a. Das glei
che trifft auf die Erstellung der Krallenabschnitte 46 zu. Auch die Abdeckung kann
aus Metall geformt sein, wobei jedoch auch an Kunststoffmaterial gedacht sein kann.
In jedem Fall ist erforderlich, daß die Laschen 66, 68 federnd nachgeben, um die
Krallenabschnitte 46 in Fig. 1 aufeinander zu vorzuspannen, wenn sie nach außen
abgelenkt werden.
Bei der Montage wird zunächst eine Befestigungsvorrichtung 22 an einer Decke oder
einer Wand befestigt. Zu diesem Zweck wird der Schlaganker 28 in eine geeignete
Bohrung eingeführt und in bekannter Weise befestigt. Es ist auch denkbar, zunächst
den Schlaganker 28 zu befestigen und anschließend den Plattenabschnitt 24 auf einen
Gewindeabschnitt des Schlagankers aufzuschrauben, und zwar mit der Mutter 24. Wie
schon weiter oben erwähnt, kann anstelle des Schlagankers 28 auch ein anderes
schaftartiges Befestigungsmittel eingesetzt werden.
Die Befestigungs- oder Halteanordnung 22 ist in der oben beschriebenen Art und
Weise montiert. Somit stehen die Krallenabschnitte 46 von dem Plattenabschnitt 24
vor. Wie erkennbar, kann nun die Schiene 10 in beliebiger Drehlage zwischen die
Krallenabschnitte 46 eingeführt werden, bis die Hakenabschnitte 54 hinter die Hinter
schnitte 14 in den Nuten 12 schnappen. Die vorübergehende Auslenkung der Krallen
abschnitte 46 wird durch die Federwirkung der Laschen 66, 68 aufgehoben. In Fig. 1
ist die Anordnung der Schiene 10 so, daß der Vorsprung oder die Mutter 42 in den
Schlitz 20 der Schiene eingreift und mithin eine seitliche Festlegung erfolgt. Wird
hingegen die Schiene in einer anderen Drehorientierung eingesetzt, taucht die Mutter
42 in die Nut 12 ein und legt sich gegen die Absätze 18, wodurch ebenfalls eine seit
liche Sicherung stattfindet.
Fig. 2 zeigt eine Alternative für die Ausbildung eines Plattenabschnitts 24b. An der
Unterseite des Plattenabschnitts 24b sind zwei Federabschnitte 80 angebracht in Form
von zwei nach unten konvergierenden Schenkeln. Sie greifen in den Schlitz 20b der
Schiene 10b ein und spannen mithin die Schiene 10b von dem Plattenabschnitt 24b
fort. Auf diese Weise kann eine Lose, die bei einer Montage gemäß Fig. 1 nicht voll
ständig vermieden werden kann, kompensiert werden.
Für die Montage einer Schiene 10 an einer Decke oder einer Wand eines Gebäudes
sind mindestens zwei Befestigungsvorrichtungen 22 erforderlich. Die Anzahl richtet
sich naturgemäß nach der Länge der Schiene. In jedem Fall ist zu erkennen, daß die
Montage der Schiene außerordentlich einfach ist.
Die Schiene dient dazu, Bauteile an Wand oder Decke anzubringen. Dies können zum
Beispiel Leitungen aller Art sein. Zu diesem Zweck wird ein Halter verwendet, der
ähnlich der Befestigungsvorrichtung 22 ausgebildet ist, und etwa einen Platten
abschnitt 30a aufweist, der in gleicher Weise wie die Befestigungsvorrichtung nach
Fig. 1 auf die Schiene mit Hilfe von Krallenabschnitten 46 aufgeclipst wird. Der Plat
tenabschnitt 30a besitzt mit Hilfe der angeschweißten Mutter 42a eine Gewindeboh
rung zur Aufnahme einer Gewindestange, an der in bekannter Weise eine Rohrschelle
oder dergleichen angebracht werden kann. Bei der Anbringung eines derartigen Hal
ters an der Schiene 10 kann die Gewindestange (nicht gezeigt) so weit durch die Mut
ter 44 hindurchgeschraubt werden, daß sie in Eingriff mit der Nut 12 gelangt, um den
Halter in seiner Lage an der Schiene 10 zu fixieren. Eine Kontermutter oder derglei
chen ist nicht erforderlich.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 12 ist ein ähnlich geformter Klauenabschnitt wie bei der
nach Fig. 1 vorgesehen mit einem U-förmigen Plattenabschnitt 80, der in der Drauf
sicht ähnlich geformt ist wie der nach Fig. 4. Ein Unterschied besteht nur in einem
Kragen 82, der um das mittige Loch herum geformt ist zur Ausbildung eines Muttern
gewindes für eine einzuschraubende nicht dargestellte Gewindestange. Die Befesti
gungsvorrichtung nach Fig. 12 ist daher dazu geeignet, an eine Schiene gemäß Fig. 1
angeclipst zu werden und ihrerseits ein Bauteil zu halten.
Krallenabschnitte 84, 86 sind wiederum ähnlich denen nach den Fig. 7 und 8 vor
gesehen, in Fig. 12 sind sie jedoch im Querschnitt U-förmig, was durch die gestri
chelte Linie in Fig. 12 angedeutet ist.
Eine Abdeckung 88 ist wiederum ähnlich wie die nach Fig. 1 und den Fig. 9 bis 11
ausgebildet mit seitlichen Armen 90, 92 und U-förmigen Ausnehmungen 94, 96 für
die überstehenden Enden der Krallenabschnitte 84, 86 und einem mittigen Loch 98 im
oberen Plattenabschnitt 100. An gegenüberliegenden Seiten des Plattenabschnitts 100
sind hakenartige Ansätze 102, 104 angeformt, deren Profil aus Fig. 15 deutlicher
erkennbar ist. Die hakenartigen Ansätze 102, 104 kommen seitlich gegen den Platten
abschnitt 88 zu liegen, unterfassen jedoch mit den Haken den Plattenabschnitt, wobei
ein kleiner Zwischenraum zum Plattenabschnitt verbleibt. Dieser Zwischenraum wird
ausgefüllt durch einen Federabschnitt 106, der in Fig. 16 und 17 näher dargestellt ist.
Er ist von quadratischer Kontur mit einem mittleren Kreisloch 108, das ausgerichtet ist
zur Gewindebohrung im Kragen 82 und zum Loch 98 in der Abdeckung 88. Wie
jedoch aus Fig. 17 hervorgeht, ist der Federabschnitt 106, der aus einem geeigneten
Federmetall besteht, mit zwei Ausbiegungen 110, 112 versehen. Sie sind in ihrer Lage
derart, daß sie sich beidseits der Hakenabschnitte 10, 104 befinden. Auf diese Weise
ist der Federabschnitt 106 sicher in der Befestigungsvorrichtung festgelegt und übt
eine Vorspannkraft aus auf die nicht dargestellte Schiene, um den Eingriff der Kral
lenabschnitte 84, 86 ohne Lose zu ermöglichen.
Die Breite der Hakenabschnitte 102, 104 ist derart, daß sie in den Längsschlitz 20
einer Schiene 10 nach Fig. 1 annähernd passend eingreifen und dadurch ein Zusam
mendrücken der Schiene verhindern. Außerdem zentrieren sie die gesamte Befesti
gungsvorrichtung auf der Schiene.
In den Fig. 18 und 19 ist eine Alternative zu einer Feder dargestellt in Form eines
U-förmigen Keils 114, dessen Schenkel, wie aus Fig. 19 hervorgeht, keilartige Nocken
116 aufweist. Der Steg ist mit einer abstehenden Lasche 118 versehen, an der der Keil
114 angefaßt werden kann. Der Abstand der Schenkel ist so, daß er in die hakenartigen
Abschnitte 102, 104 eingeschoben werden kann, wobei die Nocken 116 gegen die ent
sprechende Seite der Schiene zur Anlage gelangen, um die gewünschte Vorspannung
zu erzeugen.
Claims (23)
1. Haltevorrichtung, bestehend aus einer Schiene und einer Befestigungsvorrichtung
für die Anbringung der Schiene an einer Wand oder Decke eines Gebäudes, wobei
die ein hohles Profil aufweisende Schiene an mindestens zwei gegenüberliegenden
Seiten hinterschnittene, in Längsrichtung der Schiene achsparallele Schultern auf
weist und die Befestigungsvorrichtung einen an der Wand oder der Decke
anbringbaren Befestigungsabschnitt und einen klauenförmigen Abschnitt, der die
Schiene teilweise übergreift und die Schultern hintergreift.
2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungs
abschnitt einen Schlaganker (28), eine Stockschraube, einen Gewindebolzen, einen
Nagel, einen Schweißbolzen oder dergleichen aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Befesti
gungsabschnitt (28) fest mit dem Klauenabschnitt (24) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klauenabschnitt (24) als Clip ausgebildet ist, in welchen die Schiene (10) einge
clipst wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klauenabschnitt (24) zwei armförmige Krallenabschnitte (46) aufweist, die
schwenkbar oder biegbar an einem Plattenabschnitt (30) angebracht sind und
Greifabschnitte (54) aufweisen, die komplementär zu den Schultern (14) der
Schiene (10) geformt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Krallenabschnitte
(46) in Öffnungen oder Ausnehmungen (38, 40) des Plattenabschnitts (30)
begrenzt schwenkbar aufgenommen sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Krallenabschnitte
einteilig mit dem Plattenabschnitt geformt sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Krallenabschnitte (46) und/oder der Plattenabschnitt (30) aus Flachmaterial
geformt sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schiene (10) zumindest an der Seite, die sich zwischen den mit dem Hinterschnitt
geformten Seiten befindet, eine achsparallele Nut (12) aufweist und an der der
Schiene (10) zugekehrten Seite des klauenförmigen Abschnitts (24) ein Vorsprung
(42, 80) vorgesehen ist, der entweder passend in die Nut (12) eingreift oder
federnd mit der Nut (12) zusammenwirkt, um den Klauenabschnitt (24) von der
Schiene (10) fort vorzuspannen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Plattenabschnitt (30, 30a) des Klauenabschnitts (24) eine Abdeckung (60) aufweist
mit zwei beabstandeten zur einen Seite vorstehenden federnden Laschen (66, 68),
die sich von außen gegen die Krallenabschnitte (46) anlegen, wenn die Abdeckung
(60) auf den Plattenabschnitt (30, 30a) aufgesetzt wird.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (60)
auf dem Plattenabschnitt (30, 30a) aufgeclipst wird.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
Plattenabschnitt (30, 30a) aus Flachmaterial U-förmig gebogen ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abdeckung (88) an beiden anderen gegenüberliegenden Seiten jeweils einen
Ansatz (102, 104) aufweist, der so bemessen ist, daß er in eine Nut (12) oder einen
Längsschlitz (20) der Schiene (10) annähernd passend eingreift.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen Platten (80) des Klauenabschnitts und der Schiene (10) ein flacher
Federabschnitt (106) angeordnet ist, der die Teile voneinander fort zu drücken
sucht.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine gewölbte Blatt
feder (106) vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ansätze (102, 104) einen hakenartigen Abschnitt aufweisen, welcher die Feder
(106) festlegt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein
annähernd U-förmiger Spannkeil (114) vorgesehen ist, der zwischen Schiene (10)
und Plattenabschnitt (80) des Klauenabschnitts einschiebbar ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Eckkanten der Schiene (10) im Querschnitt ein Quadrat aufspannen und die
Schiene so geformt ist, daß sie in jeder Drehlage in den Klauenabschnitt (24) ein
setzbar ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schiene (10) an einer Seite einen achsparallelen Längsschlitz (20, 20b) aufweist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Klauen
abschnitt (24, 24b) bei entsprechender Lage der Schiene (10, 10b) mit dem Längs
schlitz (20, 20b) haltend zusammenwirkt.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß ein
klauenartiger Halter vorgesehen ist mit zwei die Hinterschnitte (14) der Schiene
(10) hinterfassenden Krallenabschnitten und einem Plattenabschnitt (30a), an dem
die Krallenabschnitte angebracht sind und am Plattenabschnitt (30a) eine Ge
windebohrung (44, 42a) vorgesehen ist zur Aufnahme einer Gewindestange.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebohrung
eine aufgeschweißte Mutter (42a) oder einen Kragen mit einem Gewinde aufweist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20 und 21 oder 22, dadurch gekenn
zeichnet, daß Befestigungsvorrichtung und Halter einen gleich geformten bzw. aufgebauten Klauenabschnitt aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998130784 DE19830784A1 (de) | 1998-07-09 | 1998-07-09 | Haltevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998130784 DE19830784A1 (de) | 1998-07-09 | 1998-07-09 | Haltevorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19830784A1 true DE19830784A1 (de) | 2000-01-13 |
Family
ID=7873523
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998130784 Withdrawn DE19830784A1 (de) | 1998-07-09 | 1998-07-09 | Haltevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19830784A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8480330B2 (en) | 2007-06-13 | 2013-07-09 | Schletter Gmbh | Fixture for attaching a profile rail to another component |
| EP2029946B2 (de) † | 2006-06-15 | 2017-09-20 | Mounting Systems GmbH | Montagesystem insbesondere für solarmodule |
| US12003206B2 (en) | 2021-08-24 | 2024-06-04 | Ironridge, Inc. | Rail-based solar panel mounting system |
-
1998
- 1998-07-09 DE DE1998130784 patent/DE19830784A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2029946B2 (de) † | 2006-06-15 | 2017-09-20 | Mounting Systems GmbH | Montagesystem insbesondere für solarmodule |
| US8480330B2 (en) | 2007-06-13 | 2013-07-09 | Schletter Gmbh | Fixture for attaching a profile rail to another component |
| US12003206B2 (en) | 2021-08-24 | 2024-06-04 | Ironridge, Inc. | Rail-based solar panel mounting system |
| US12506436B2 (en) | 2021-08-24 | 2025-12-23 | Ironridge, Inc. | Rail-based solar panel mounting system |
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