DE19829430A1 - Verbrennungsmotor, insbesondere Zweitakt-Dieselmotor - Google Patents
Verbrennungsmotor, insbesondere Zweitakt-DieselmotorInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Verbrennungsmotor, insbesondere Zweitakt-Dieselmotor, mit wenigstens einem einen Brennraum aufweisenden Arbeitszylinder, der zumindest einen Einlaß und wenigstens einen Auslaß aufweist, die jeweils dem Brennraum des Arbeitszylinders zugeordnet sind. Der Auslaß des Verbrennungsmotors weist erfindungsgemäß wenigstens zwei voneinander getrennte Auslaßkanäle auf, wobei ein Auslaßkanal für einen Abgas-Spülstrom und ein weiterer Auslaßkanal für einen Abgas-Nutzstrom vorgesehen ist. DOLLAR A Des weiteren betrifft die Erfindung einen Verbrennungsmotor, insbesondere Zweitakt-Dieselmotor, mit wenigstens zwei Arbeitszylindern, die jeweils einen im Arbeitszylinder bewegbaren Kolben aufweisen, der mittels einer Pleuelstange mit einer Kurbelwelle kraftschlüssig verbunden ist. Bei dem Verbrennungsmotor ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß wenigstens zwei Arbeitszylinder symmetrisch zur Kurbelwelle gegenüberliegend angeordnet sind und daß die Pleuelstangen der Kolben der gegenüberliegenden Arbeitszylinder an einem gemeinsamen Kurbelzapfen der Kurbelwelle gelagert sind.
Description
Die Erfindung betrifft einen Verbrennungsmotor, insbeson
dere Zweitakt-Dieselmotor, mit wenigstens einem einen Brennraum
aufweisenden Arbeitszylinder, der zumindest einen Einlaß und
wenigstens einen Auslaß aufweist, die jeweils dem Brennraum des
Arbeitszylinders zugeordnet sind.
Des weiteren betrifft die Erfindung einen Verbrennungs
motor, insbesondere Zweitakt-Dieselmotor, mit wenigstens zwei
Arbeitszylindern, die jeweils einen im Arbeitszylinder beweg
baren Kolben aufweisen, der mittels einer Pleuelstange mit ei
ner Kurbelwelle kraftschlüssig verbunden ist.
Bekannte Verbrennungsmotoren der vorbezeichneten Gattungen
werden insbesondere als Triebwerke für Leichtflugzeuge einge
setzt, wobei die Verbrennungsmotoren zum Beispiel einen Propel
ler des Leichtflugzeuges antreiben. Da ein Ausfall des Trieb
werkes zumeist den Absturz des Leichtflugzeuges zur Folge hat,
werden an die Triebwerke der Leichtflugzeuge immer höhere An
forderungen hinsichtlich ihrer Betriebssicherheit gestellt.
Es ist bekannt, daß durch die begrenzte Zuladung der
Leichtflugzeuge auch die mitführbare Treibstoffmenge begrenzt
ist. Ein relativ geringer Wirkungsgrad der bekannten Verbren
nungsmotoren hat einen entsprechend hohen Treibstoffverbrauch
zur Folge, so daß die Reichweite der Leichtflugzeuge durch die
begrenzte Treibstoffmenge erheblich einschränkt ist. Darüber
hinaus werden durch den hohen Treibstoffverbrauch die
Betriebskosten des Leichtflugzeuges erhöht, so daß die Nutzung
derartiger Leichtflugzeuge unwirtschaftlich werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verbren
nungsmotor der vorbezeichneten Gattung bereitzustellen, der
eine möglichst hohe Betriebssicherheit gewährleistet und mit
einem besonders hohen Wirkungsgrad arbeitet.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen beschrieben.
Dabei ist für die Erfindung wesentlich, daß der Auslaß we
nigstens zwei voneinander getrennte Auslaßkanäle aufweist, daß
ein Auslaßkanal für einen Abgas-Spülstrom vorgesehen ist und
daß ein weiterer Auslaßkanal für einen Abgas-Nutzstrom vorgese
hen ist.
Bei den zum Beispiel als Triebwerk für Leichtflugzeuge
verwendeten Verbrennungsmotoren wird der erforderliche Abgas
austausch nach der Verbrennung des Treibstoffes im Brennraum
durch einen Auslaß ermöglicht, bei dem das aus dem Arbeitszy
linder stammende Abgas in einen Abgas-Spülstrom und einen Ab
gas-Nutzstrom getrennt wird. Durch die Trennung kann zunächst
das noch eine Restenergie enthaltene Abgas aus dem Brennraum
als Abgas-Nutzstrom ausströmen und zum Beispiel in vorteilhaf
ter Weise zum Antrieb einer Abgasturbine verwendet werden. Die
Abgasturbine kann zum Beispiel wiederum einen Turbolader an
treiben, der einen Ladeluftstrom für die Beladung der Arbeits
zylinder des Verbrennungsmotors erzeugt. Somit wird der ei
gentliche Antrieb des Turboladers entlastet, so daß der Wir
kungsgrad des Verbrennungsmotors insgesamt erhöht wird. Das
restliche noch im Brennraum des Arbeitszylinders verbliebene
Abgas kann dann durch den separaten Auslaßkanal für den Ab
gas-Spülstrom ausgespült werden, so daß für die nachfolgende Bela
dung des Arbeitszylinders mit komprimierter Ladeluft optimale
Bedingungen geschaffen werden. Durch die Trennung des Ab
gasstromes wird einerseits der Treibstoffverbrauch durch die
Nutzung der Restenergie des Abgases verringert, wobei der
Treibstoffverbrauch um etwa 10% reduziert werden kann, und
andererseits die Betriebssicherheit des erfindungsgemäßen
Verbrennungsmotors erhöht, da durch die den Turbolader
antreibende Abgasturbine eine zusätzliche Antriebskomponente
des Turboladers gegeben ist.
Die vorbestimmte zeitliche Abfolge des Öffnens bzw. des
Schließens der Auslaßkanäle wird gemäß einer Weiterbildung der
Erfindung dadurch erreicht, daß der Auslaßkanal für den Abgas-Spül
strom und der Auslaßkanal für den Abgas-Nutzstrom derart in
der Zylinderwand des Arbeitszylinders angeordnet sind, daß ein
im Arbeitszylinder bewegbarer Kolben während der Expansion des
Abgas es im Brennraum zunächst den Auslaßkanal für den Abgas-Nutz
strom freigibt und erst danach den Auslaßkanal für den Ab
gas-Spülstrom öffnet. Der sich im Arbeitszylinder bewegende
Kolben gibt somit auf dem Weg zu seinem unteren Totpunkt die
beiden Auslaßkanäle nacheinander frei, so daß zunächst das
nutzbare Abgas durch den Auslaßkanal für den Abgas-Nutzstrom zu
einer die im Abgas enthaltene Restenergie ausnutzenden Ab
gasturbine geführt wird. Das restliche Abgas kann danach durch
den Auslaßkanal für den Abgas-Spülstrom ausströmen, wobei die
Restwärme des Abgas es zum Beispiel zur Vorwärmung des Treib
stoffes nutzbar ist. Zum Öffnen bzw. Schließen der Auslaßkanäle
sind aufgrund der Kolbensteuerung keine Ventile erforderlich.
Somit wird die Arbeitsweise des Verbrennungsmotors nicht durch
defekte Ventile bzw. durch einen gestörten Ventilantrieb behin
dert, mit dem Vorteil, daß die Betriebssicherheit des erfin
dungsgemäßen Verbrennungsmotors erhöht wird. Die beim erfin
dungsgemäßen Verbrennungsmotor verwendeten Ventile sind an
nicht so exponierter Stelle angeordnet, so daß zum Beispiel
gebrochene Ventile nicht zur teilweisen bzw. vollständigen
Zerstörung des Motors führen.
Es ist möglich, daß dem Auslaßkanal für den Abgas-Nutz
strom ein Absperrorgan zugeordnet ist. Durch den Einsatz des
Absperrorgans gelangt lediglich Abgas mit einem vorbestimmten
Druck, welcher ein Maß für die in dem Abgas enthaltene Energie
ist, durch den Auslaßkanal zur nachfolgenden Abgasturbine, die
insbesondere den Druck des Abgases energetisch ausnutzt. Durch
ein Absperrorgan wird sichergestellt, daß nur Abgas mit einer
für den Antrieb der Abgasturbine erforderlichen Mindestenergie
zur Abgasturbine gelangt. Darüber hinaus wird eine Rückströmung
des Abgasstromes in den Brennraum verhindert. Vorzugsweise ist
das Absperrorgan ein federbelastetes Ventil, welches auf einen
vorbestimmten Druck einstellbar ist und bei Erreichen dieses
Druckes den Auslaßkanal öffnet und diesen bei Unterschreitung
des vorbestimmten Druckes wieder schließt. Alternativ können
auch manuell oder elektronisch mit entsprechenden Stellorganen
oder dergleichen betätigbare Ventile eingesetzt werden. Ein
federbelastetes Ventil hat jedoch den Vorteil, daß es besonders
betriebssicher arbeitet. Das verwendete Absperrorgan kann zum
Beispiel in dem Auslaßkanal angeordnet sein, so daß das als
Absperrorgan eingesetzte Ventil nicht den hohen Verbrennungs
temperaturen und -drücken im Brennraum ausgesetzt ist, wodurch
die Lebensdauer der Ventile und demzufolge die Betriebssicher
heit des Verbrennungsmotors erhöht wird. Es ist auch denkbar,
daß dem Auslaßkanal für den Abgas-Nutzstrom kein Absperrelement
zugeordnet ist.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß
der Einlaß einen gemeinsamen Einlaßkanal für den in den Brenn
raum des Arbeitszylinders einströmenden Lade- und Spülluftstrom
aufweist und daß dem Einlaßkanal eine Vorkammer zugeordnet ist,
die mittels eines Verschlußelementes verschließbar ist. Die
Ausbildung eines gemeinsamen Einlaßkanals für den Lade- und den
Spülluftstrom kommt einer kompakten Bauweise des Verbrennungs
motors vorteilhaft entgegen. Es ist aber auch möglich, daß der
Lade- und der Spülluftstrom jeweils einem separaten Einlaßkanal
zugeordnet sind. Der Ladeluft- und der Spülluftstrom werden,
aus einem Turbolader kommend, in eine Vorkammer geleitet, die
mittels eines zum Beispiel als Ventil ausgebildeten Ver
schlußelementes verschließbar ist. Sobald der in den Brennraum
des Arbeitszylinders gerichtete Einlaßkanal durch den Kolben
freigegeben und das Einlaßventil geöffnet ist, kann die kom
primierte Luft in den Brennraum des Arbeitszylinders einströmen
und zunächst die noch in dem Brennraum enthaltenen Abgase
ausspülen, wodurch eine optimale Beladung des Brennraumes für
den nachfolgenden Arbeitstakt vorbereitet wird.
Die Steuerung des dem Einlaßkanal und der Vorkammer zuge
ordneten Verschlußelementes erfolgt gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung mittels einer Nockenwelle. Die Nockenwelle kann
mit einer dem Arbeitszylinder zugeordneten Kurbelwelle in Ein
griff stehen, so daß das Verschlußelement, in Abhängigkeit von
der Kolbenstellung in dem Arbeitszylinder, in seine Öffnungs- bzw.
Schließstellung gebracht wird. Vorzugsweise wird das als
Ventil ausgebildete Verschlußelement über Stößel und Stoßstan
gen oder dergleichen Verbindungsmittel, mit einem Nocken der
Nockenwelle betätigt. Darüber hinaus kann die Nockenwelle
Zahnradpumpen betätigen, die eine Druckölversorgung für die
Schmierstellen des Verbrennungsmotors und für einen Propeller
regler sicherstellt. Da die Arbeitsweise des Verbrennungsmotors
in vorteilhafter Weise nicht entscheidend von einer absoluten
Dichtigkeit der geschlossenen Verschlußelemente abhängig ist,
sind auch einfache Drehschieber oder dergleichen Ver
schlußelemente einsetzbar.
Es ist denkbar, daß wenigstens ein Einlaß und zumindest
ein Auslaß des Arbeitszylinders gegenüberliegend in der Zylin
derwand des Arbeitszylinders angeordnet sind. Mit dem Vorteil,
daß die Ausspülung des Brennraumes des Arbeitszylinders verbes
sert wird. Alternativ können Einlaß und Auslaß auch an anderen
beliebigen Stellen in der Zylinderwand des Arbeitszylinders
vorgesehen sein. Vorzugsweise sind bei gegenüberliegendem
Einlaß und Auslaß, der Einlaßkanal für den Lade- und den Spül
luftstrom und der Auslaßkanal für den Abgas-Spülstrom auf die
dem Brennraum zugekehrte Innenseite des Zylinderdeckels des Ar
beitszylinders gerichtet. Dadurch wird eine turbulente Strömung
bzw. eine Verwirbelung des einströmenden Luftstromes erreicht,
so daß innerhalb kürzester Zeit eine optimale Ausspülung des
Brennraumes des Arbeitszylinders erreicht wird. Dies hat zur
Folge, daß optimale Voraussetzungen für die nachfolgende Ver
brennung in dem Brennraum des Arbeitszylinder geschaffen wer
den, so daß damit auch der Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors
erhöht wird. Der verbesserte Wirkungsgrad des Verbrennungsmo
tors hat eine Absenkung der Abgastemperaturen zur Folge, so daß
mit Hilfe einer verbesserten Kühlung geringere Temperatur
spannungen in dem Verbrennungsmotor entstehen. Dies führt zu
einer materialschonenden Arbeitsweise des Verbrennungsmotors,
wodurch die Lebensdauer der einzelnen Komponenten des Verbren
nungsmotors verlängert und damit die Betriebssicherheit erhöht
wird.
Der erfindungsgemäße Verbrennungsmotor kann ein selbst
zündender Mitteldruckmotor mit Direkteinspritzung sein, der
eine hohe Leistungsausbeute bei geringer Nenndrehzahl hat. Die
niedrigen Motordrehzahlen wirken sich darüber hinaus positiv
auf die Lärmentwicklung des Verbrennungsmotors aus.
Die vorbezeichnete Aufgabe der Erfindung wird insbesondere
auch mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruches 9 ge
löst, wobei die mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gege
bene Lehre auch eine vorteilhafte Weiterbildung der mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gegebenen Lehre darstellt.
Gemäß dem Patentanspruch 9 ist die der Erfindung zugrunde
liegenden Aufgabe auch dadurch gelöst, daß wenigstens zwei Ar
beitszylinder, symmetrisch zur Kurbelwelle, gegenüberliegend
angeordnet sind, und daß die Pleuelstangen der Kolben der ge
genüberliegenden Arbeitszylinder an einem gemeinsamen Kurbel
zapfen der Kurbelwelle gelagert sind.
Bei dem insbesondere als Triebwerk für ein Leichtflugzeug
vorgesehenen Verbrennungsmotor sind die sich gegenüberliegenden
Arbeitszylinder spiegelbildlich zueinander angeordnet, wobei
die Symmetrieebene durch das Drehzentrum der gemeinsamen Kur
belwelle verläuft. Jeweils gegenüberliegende Arbeitszylinder
bilden ein Zylinderpaar, bei dem sich die jeweils entstehenden
Zugbeanspruchungen gegenseitig aufheben. Die Pleuelstangen der
Kolben jedes Zylinderpaares sind derart gelenkig an einem Kur
belzapfen, der auch als Pleuellager bezeichnet wird, gelagert,
daß ein Kraftschluß zwischen den Pleuelstangen und dem Kurbel
zapfen der Kurbelwelle besteht. Somit wirken die durch die
Pleuelstangen eines Zylinderpaares auf die Kurbelwelle übertra
genden Kräfte bzw. Momente auf eine Stelle der Kurbelwelle, so
daß keine Biegebelastungen auf die Kurbelwelle wirken, wie es
bei den bekannten Verbrennungsmotoren üblich ist. Die von den
Pleuelstangen eines Zylinderpaares jeweils auf die Kurbelwelle
übertragenen Kompressions- und Arbeitsmomente wirken einander
derart entgegen, daß nur die Differenz der Momente auf die
Kurbelwelle übertragen wird. Dadurch werden die Torsionskräfte,
die auf die Kurbelwelle wirken, reduziert. Dies führt insgesamt
zu einer geringeren mechanischen Belastung der Kurbelwelle, wo
durch die Kurbelwelle geringer dimensioniert werden kann. Dies
führt zu einem geringeren Gesamtgewicht des Verbrennungsmotors,
welches sich positiv auf das Leistungsgewicht und auf den
Treibstoffverbrauch des erfindungsgemäßen Verbrennungsmotors
auswirkt. Des weiteren werden durch die platzsparende Anordnung
der Arbeitszylinder die Abmessungen der Kurbelwelle und somit
auch die Abmessungen des gesamten Verbrennungsmotors, der auch
als Pseudoboxermotor bezeichnet werden kann, verringert.
Darüber hinaus ist ein derartiger Verbrennungsmotor als
Triebwerk eines in der Regel nur einen geringen Platzbedarf
aufweisenden Leichtflugzeuges einfacher unterzubringen, so daß
der erfindungsgemäße Verbrennungsmotor ohne weiteres bei den
meisten der in Betrieb befindlichen Leichtflugzeugtypen nach
rüstbar ist.
Infolge der einfachen und der kompakten, robusten Bauweise des
Verbrennungsmotors ist dieser wartungsfreundlich und be
triebssicher.
Die Lagerung der Pleuelstangen von gegenüberliegenden Ar
beitszylindern an einem gemeinsamen Kurbelzapfen der Kurbel
welle wird nach einer Weiterbildung der Erfindung dadurch er
reicht, daß das Ende der Pleuelstange eine Abstufung aufweist,
wobei der zurückversetzte Bereich der Abstufung als kreisseg
mentförmige Aufnahme ausgebildet ist, so daß das Ende einer
anderen auch an den Kurbelzapfen gelagerten Pleuelstange derart
aufnehmbar ist, daß die beiden Enden der gegenüberliegenden
Pleuelstangen abstützend ineinandergreifen. Die gegenüberlie
genden Pleuelstangen werden somit in Art und Weise eines Knie
gelenkes an dem gemeinsamen Kurbelzapfen gelagert, so daß dies
auch als Kniegelenkpleuel bezeichnet werden kann. Die Kolben
eines Zylinderpaares werden von dem gemeinsamen Kurbelzapfen
der Kurbelwelle derart geführt, das die Kolben um 180° gegen
einander versetzt bewegt werden.
Es ist denkbar, daß ein vorstehender Bereich der Abstufung
des Endes der Pleuelstangen mit einem Lagerbügel einen den Kur
belzapfen der Kurbelwelle aufnehmenden Ring bildet. Die Enden
der Pleuelstangen umschließen jeweils den Kurbelzapfen, wobei
die Innenfläche jedes Ringes der Enden der Pleuelstangen die
Lagerfläche bildet. Die Außenfläche des Ringes bildet eine La
gerfläche über ein Kreissegment von etwa 220°, die der eine
Kniegelenklagerschale bildenden Aufnahme einer jeweils gegen
überliegenden Pleuelstange zugeordnet ist.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die kreissegmentförmige Aufnahme jeder Pleuelstange einen Win
kel von etwa 140° aufweist. Damit wird eine sichere Führung der
Pleuelstangen an dem Kurbelzapfen der Kurbelwelle gewährlei
stet. Alternativ kann die Aufnahme auch ein Kreissegment mit
einem größeren oder kleineren Winkel aufweisen.
Es ist auch möglich, daß die Pleuelstange und der zugehö
rige Lagerbügel lösbar miteinander verbunden sind. Dabei kann
die Pleuelstange und der Lagerbügel jeweils als Halbschale aus
gebildet sein, die zum Beispiel mittels Schrauben oder derglei
chen Befestigungsmittel zu einem Ring zusammenfügbar sind, der
den Kurbelzapfen der Kurbelwelle umschließt. Durch eine derar
tige Ausbildung von Pleuelstange und Lagerbügel wird die Mon
tage der Pleuelstange an dem Kurbelzapfen auf einfachste Weise
ermöglicht.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß
der erfindungsgemäße Verbrennungsmotor mehrere jeweils gegen
überliegende Arbeitszylinder entlang der Kurbelwelle aufweist.
Bevorzugt werden sechs Arbeitszylinder verwendet, wobei die
hintereinander in einer gemeinsamen Ebene aufgereihten Zylin
derpaare einen sechszylindrigen Verbrennungsmotor bilden. Die
dem Verbrennungsmotor zugeordnete Kurbelwelle weist lediglich
drei Kurbelzapfen bzw. Kurbelwellenkröpfungen auf, wobei
jeweils an einem Kurbelzapfen die Pleuelstangen eines Zylinder
paares gelagert sind. Dies hat eine konstruktiv einfache Ausge
staltung der Kurbelwelle zur Folge. Dadurch kann die Kurbel
welle höhere mechanische Belastungen aufnehmen, so daß die Be
triebssicherheit des Verbrennungsmotors erhöht wird. Darüber
hinaus wird die Laufruhe des Verbrennungsmotors verbessert.
In vorteilhafter Weise können bei einer derartigen Anord
nung der Arbeitszylinder die Verschlußelemente jedes Einlasses
jedes Zylinderpaares mittels eines Nockens einer gemeinsamen
Nockenwelle betätigt werden. Die gemeinsame Nockenwelle steht
mit der Kurbelwelle in Eingriff und betätigt die beiden als
Ventile ausgebildeten Verschlußelemente über Stößel und Stoß
stangen. Eine symmetrische Anordnung der Arbeitszylinder hat
darüber hinaus den weiteren Vorteil, daß keine Unterscheidung
bezüglich rechter und linker Motorbaugruppen erforderlich ist,
welches die Produktionskosten der erfindungsgemäßen Verbren
nungsmotoren senkt.
Es ist möglich, daß die Kurbelwelle den als Luftverdichter
bezeichneten Turbolader und erforderliche Nebenaggregate, wie
zum Beispiel einen Startermotor zusätzlich antreibt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich wei
tere erfinderische Merkmale ergeben, ist in der Zeichnung dar
gestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Zylinder
paares eines Verbrennungsmotors,
Fig. 2 eine Seitenansicht von zwei an einem Kurbelzapfen
gelagerten Pleuelstangen und
Fig. 3 einen Schnitt durch die an dem Kurbelzapfen gela
gerten Pleuelstangen längs der Linie III-III in
Fig. 2.
Fig. 1 zeigt einen Verbrennungsmotor, insbesondere Zwei
takt-Dieselmotor für Leichtflugzeuge, mit wenigstens einem ei
nen Brennraum 1 aufweisenden Arbeitszylinder 2, 2', der zumin
dest einen Einlaß 3, 3' und wenigstens einen Auslaß 4, 4' auf
weist, die jeweils dem Brennraum 1, 1' des Arbeitszylinders 2, 2'
zugeordnet sind. In Fig. 1 sind zwei spiegelbildlich gegenüber
liegende Arbeitszylinder 2, 2' dargestellt, die ein Zylinderpaar
bilden, wobei der Verbrennungsmotor mehrere parallel nebenein
anderliegende Arbeitszylinder umfaßt, die in Fig. 1 nicht
sichtbar sind. Jeder Arbeitszylinder 2, 2' weist einen bewegba
ren Kolben 5, 5, auf, der mittels einer Pleuelstange 6, 6' mit
einem Kurbelzapfen 7 einer Kurbelwelle 8 kraftschlüssig ver
bunden ist, wobei die Kurbelwelle 8 in einem Kurbelgehäuse 29
gelagert ist, welches auch die Arbeitszylinder des Verbren
nungsmotors aufnimmt.
Der Einlaß 3, 3' des Arbeitszylinders 2, 2' weist einen ge
meinsamen Einlaßkanal 9, 9' für den in den Brennraum 1, 1' des
Arbeitszylinders 2, 2' einströmenden Lade- und Spülluftstrom
auf. Dem Einlaßkanal 9, 9' ist eine Vorkammer 10, 10' zugeordnet,
die mittels eines Verschlußelementes 11, 11', welches als Ventil
12, 12' ausgebildet ist, verschließbar ist. Das Ventil 12 wird
durch einen Nocken 30 einer von außen zugänglichen oben auf dem
Kurbelgehäuse 29 gelagerten Nockenwelle 31 betätigt. Die
Nockenwelle 31 steht mit durch Kreise in Fig. 1 angedeuteten
Zahnrädern 32 mit der Kurbelwelle 8 in Eingriff. Der Nocken 30
der Nockenwelle 31 steuert über Hydrostößel 33, 33' und Stoß
stangen 34, 34' die Ventile 12, 12' der Arbeitszylinder 2, 2' ei
nes Zylinderpaares. Ein weiterer Nocken 35 der Nockenwelle 31
steuert Pumpenelemente 36 des Zylinderpaares, die einer Ein
spritzeinrichtung 13, 13' des Arbeitszylinders 2, 2' zugeordnet
sind. Die Vorkammer 10, 10' ist an einen nicht weiter darge
stellten Turbolader angeschlossen, der den Lade- und Spülluft
strom erzeugt. Der Einlaßkanal 9, 9' ist auf eine dem Brennraum
1, 1' zugekehrte Innenseite eines die Einspritzeinrichtung
13, 13' aufnehmenden Zylinderdeckels 14, 14' des Arbeitszylinders
2, 2' gerichtet.
An der dem Einlaß 3, 3' gegenüberliegenden Zylinderwand des
Arbeitszylinders 2, 2' ist der Auslaß 4, 4' angeordnet. Der Aus
laß 4, 4' weist zwei voneinander getrennte Auslaßkanäle
15, 15'; 16, 16' auf, wobei der Auslaßkanal 15, 15' für einen Ab
gas-Spülstrom vorgesehen ist und der Auslaßkanal 16, 16' für ei
nen Abgas-Nutzstrom vorgesehen ist. Die beiden Auslaßkanäle
15, 15'; 16, 16' sind ebenso wie der Einlaßkanal 6, 6' auf die dem
Brennraum 1, 1' zugekehrte Innenseite des Zylinderdeckels 14, 14'
des Arbeitszylinders 2, 2' gerichtet. Der Auslaßkanal 16, 16' für
den Abgas-Nutzstrom weist ein Absperrorgan 17, 17' auf, welches
als federbelastetes Ventil 18, 18' ausgebildet ist.
Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Teilansicht der beiden Pleu
elstangen 6, 6' der Kolben 5, 5' der gegenüberliegenden Arbeits
zylinder 2, 2'. Die Enden der Pleuelstangen 6, 6' sind an einem
Kurbelzapfen 7 der Kurbelwelle 8 derart gelenkig gelagert, daß
die Pleuelstangen 6, 6' kraftschlüssig mit der Kurbelwelle 8
verbunden sind, wobei in Fig. 2 nur die Lagerung des Endes der
Pleuelstange 6 der ineinandergreifenden Enden der Pleuelstange
6, 6' sichtbar ist. Das der Kurbelwelle 8 zugekehrte Ende jeder
Pleuelstange 6, 6' bildet mit einem Lagerbügel 19, 19' einen den
Kurbelzapfen 7 der Kurbelwelle 8 aufnehmenden Ring 20, 20'. Die
den Kurbelzapfen 7 aufnehmenden Ringe 20, 20' sind parallel zu
einander angeordnet, wobei in Fig. 2 nur der Ring 20 sichtbar
ist. Der als Halbschale 21, 21' ausgebildete Lagerbügel 19, 19'
wird mittels Schrauben 22 an dem Ende der Pleuelstange 6, 6'
befestigt, so daß die Innenfläche eines derart gebildeten
Ringes 20, 20' einer ringförmigen Lagerschale 23 des Kurbelzap
fens 7 zugeordnet ist. Der Ring 20 ist dem als kreissegment
förmige Aufnahme 25' ausgebildeten Ende der Pleuelstange 6'
derart zugeordnet, daß die Außenfläche des Ringes 20 an der als
Kniegelenklagerschale ausgebildeten Aufnahme 25, 25' gelagert
ist. Die Außenfläche des durch den Lagerbügel 19, 19' gebildeten
Ringes 20, 20' umfaßt jeweils ein Kreissegment von etwa 220°,
wobei die Enden der Pleuelstangen 6, 6' jeweils um dieses
Kreissegment in der jeweils zugeordneten als Kniegelenklager
schale ausgebildeten Aufnahme 25, 25' bewegbar ist. Die kreis
segmentförmige Aufnahme 25, 25' weist eine Lagerfläche 26' auf,
die sich über einen Winkel von etwa 140° erstreckt. Durch
Strichlinien sind in Fig. 2 unsichtbare Bereiche der Schrauben
22 und der Lagerfläche 26 angedeutet.
In Fig. 3 sind die ineinandergreifenden Pleuelstangen 6, 6'
dargestellt, wobei die nicht sichtbaren Schrauben 22 durch
Strichlinien angedeutet sind. Die Enden der Pleuelstangen 6, 6'
weisen jeweils eine Abstufung 24, 24' auf, wobei ein zurückver
setzter Bereich der Abstufung 24, 24' die kreissegmentförmige
Aufnahme 25, 25' bildet, so daß das Ende der jeweils anderen
auch an dem Kurbelzapfen 7 gelagerten Pleuelstange 6, 6' derart
aufnehmbar ist, daß die beiden Enden der gegenüberliegenden
Pleuelstangen 6, 6' abstützend ineinandergreifen und insgesamt
ein Kniegelenkpleuel bilden, welches sich wie ein Kniegelenk
bewegen läßt. Ein vorstehender Bereich der Abstufung 24, 24' des
Endes der Pleuelstange 6, 6' ist als Lagerbügel 19, 19' ausge
bildet, wobei die der Aufnahme 25, 25' zugekehrte Außenfläche
des Lagerbügels 19, 19' die Lagerfläche 26, 26' zwischen den
gegenüberliegenden Pleuelstangen 6, 6' bildet. Die beiden
gegenüberliegenden Pleuelstangen 6, 6' sind mittels der Lager
schale 23 gemeinsam an dem Kurbelzapfen 7 der Kurbelwelle 8 ge
lagert und können bei entsprechender Bewegung der Kolben 5, 5,
der Arbeitszylinder 2, 2' um die Kurbelwelle 8 kurbelnd bewegt
werden, wobei die Kolben 5, 5' eines Zylinderpaares um 180° ge
geneinander versetzt arbeiten. Bei einem sechszylindrigem Ver
brennungsmotor führen die Kolben der Arbeitszylinder jeweils um
60° versetzt zueinander einen Arbeitstakt aus.
Der Verbrennungsmotor arbeitet wie folgt:
Der Arbeitszyklus des Arbeitszylinders 2 wird beispielhaft für sämtliche Arbeitszylinder des Verbrennungsmotors beschrieben. Der Kolben 5, der sich an seinem vor der Kompressionsphase liegenden unteren Totpunkt befindet, gibt in dieser Stellung den Einlaßkanal 9 und die Auslaßkanäle 15, 16 des Arbeitszylin ders 2 frei, wobei der Auslaßkanal 16 durch ein federbelastetes Auslaßventil 18 geschlossen ist. In dieser Stellung wird durch das geöffnete Einlaßventil 12 der unter Druck stehende Lade- und Spülluftstrom in den Brennraum 1 des Arbeitszylinders 2 eingelassen, wobei der Brennraum 1 des Arbeitszylinders 2 mit dem Lade- und Spülluftstrom ausgespült wird. Der Abgas- Spülstrom strömt durch den geöffneten Auslaßkanal 15 aus dem Brennraum 1 des Arbeitszylinders 2 wieder aus.
Der Arbeitszyklus des Arbeitszylinders 2 wird beispielhaft für sämtliche Arbeitszylinder des Verbrennungsmotors beschrieben. Der Kolben 5, der sich an seinem vor der Kompressionsphase liegenden unteren Totpunkt befindet, gibt in dieser Stellung den Einlaßkanal 9 und die Auslaßkanäle 15, 16 des Arbeitszylin ders 2 frei, wobei der Auslaßkanal 16 durch ein federbelastetes Auslaßventil 18 geschlossen ist. In dieser Stellung wird durch das geöffnete Einlaßventil 12 der unter Druck stehende Lade- und Spülluftstrom in den Brennraum 1 des Arbeitszylinders 2 eingelassen, wobei der Brennraum 1 des Arbeitszylinders 2 mit dem Lade- und Spülluftstrom ausgespült wird. Der Abgas- Spülstrom strömt durch den geöffneten Auslaßkanal 15 aus dem Brennraum 1 des Arbeitszylinders 2 wieder aus.
Der sich in Richtung des oberen Totpunktes bewegende Kol
ben 5 verengt zunehmend den Auslaßkanal 15 für den Ab
gas-Spülstrom bis dieser bei einer Drehwinkelstellung des Kurbel
zapfens 7 der Kurbelwelle 8 von etwa 55° vollständig durch den
Kolben 5 verschlossen ist, so daß sich im Brennraum 1 des Ar
beitszylinders 2 der Druck des Ladeluftstromes kontinuierlich
aufbaut. Bei einer Drehwinkelstellung von etwa 70° verschließt
der Kolben 5 auch den Einlaßkanal 6, so daß bei der Fortsetzung
der Bewegung des Kolbens 5 der Kompressionsvorgang im Brennraum
1 des Arbeitszylinders 2 beginnt.
Bei einer Drehwinkelstellung von 165° erfolgt die Brenn
stoffzufuhr durch die Einspritzeinrichtung 13 in den Brennraum
1 des Arbeitszylinders 2. Nach Überwindung des oberen Tot
punktes beginnt bei einer Drehwinkelstellung von 180° der Ar
beitstakt, wobei die sich im Arbeitszylinder 2 entspannenden
Verbrennungsgase den Kolben 5 zurücktreiben. Bei einer Drehwin
kelstellung von 280°, bei dem die Verbrennungsgase circa 80%
ihrer Energie an den Kolben abgegeben haben, wird der
Auslaßkanal 16 durch den Kolben 5 freigegeben. Die unter Druck
stehenden Abgase können den Brennraum 1 durch das federbela
stete Auslaßventil 18 verlassen und ihre Restenergie an eine
angeschlossene nicht weiter dargestellte Abgasturbine nutz
bringend abgeben, so daß auch noch die Restenergie des Abgas
stromes genutzt wird.
Bei einer Drehwinkelstellung von 290° wird zunächst der
Einlaßkanal 9 und dann bei einer Drehwinkelstellung von 305°
der Auslaßkanal 15 durch den Kolben 5 freigegeben, so daß der
entspannte Abgasstrom aus dem Brennraum 1 des Arbeitszylinders
2 austreten kann. Bei einer Drehwinkelstellung von 325° wird
auch das der Vorkammer 10 zugeordnete Einlaßventil 12 durch die
mit der Kurbelwelle 8 in Eingriff stehende Nockenwelle 31 über
Stößel 33, 33' und Stoßstangen 34, 34' geöffnet, so daß der
Brennraum 1 des Arbeitszylinders 2 zunächst gespült und dann
wieder mit Ladeluft befüllt werden kann. Sobald der Kolben 5
den unteren Totpunkt erreicht, beginnt der hier beschriebene
Arbeitszyklus von neuem.
Claims (14)
1. Verbrennungsmotor, insbesondere Zweitakt-Dieselmotor,
mit wenigstens einem einen Brennraum (1, 1') aufweisenden Ar
beitszylinder (2, 2'), der zumindest einen Einlaß (3, 3') und
wenigstens einen Auslaß (4, 4') aufweist, die jeweils dem
Brennraum (1, 1') des Arbeitszylinders (2, 2') zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Auslaß (4, 4') wenigstens zwei voneinander getrennte Auslaßkanäle (15, 15'; 16, 16') aufweist,
daß ein Auslaßkanal (15, 15') für einen Abgas-Spülstrom vorge sehen ist und daß ein weiterer Auslaßkanal (16, 16') für einen Abgas-Nutzstrom vorgesehen ist.
dadurch gekennzeichnet,
daß der Auslaß (4, 4') wenigstens zwei voneinander getrennte Auslaßkanäle (15, 15'; 16, 16') aufweist,
daß ein Auslaßkanal (15, 15') für einen Abgas-Spülstrom vorge sehen ist und daß ein weiterer Auslaßkanal (16, 16') für einen Abgas-Nutzstrom vorgesehen ist.
2. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Auslaßkanal (15, 15') für den Abgas-Spülstrom und
der Auslaßkanal (16, 16') für den Abgas-Nutzstrom derart in der
Zylinderwand des Arbeitszylinders (2, 2') angeordnet sind, daß
ein im Arbeitszylinder (2, 2') bewegbarer Kolben (5, 5') während
der Expansion des Abgases im Brennraum zunächst den Auslaßkanal
(16, 16') für den Abgas-Nutzstrom freigibt und erst danach den
Auslaßkanal (15, 15') für den Abgas-Spülstrom freigibt.
3. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Auslaßkanal (16, 16') für den
Abgas-Nutzstrom ein Absperrorgan (17, 17') zugeordnet ist.
4. Verbrennungsmotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß das Absperrorgan (17, 17') ein federbelastetes Ventil
(18, 18') ist.
5. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaß (3, 3') einen ge
meinsamen Einlaßkanal (9, 9') für den in den Brennraum (1, 1')
des Arbeitszylinders (2, 2') einströmenden Lade- und Spülluft
strom aufweist und daß dem Einlaßkanal (9, 9') eine Vorkammer
(10, 10') zugeordnet ist, die mittels eines Verschlußelementes
(11, 11') verschließbar ist.
6. Verbrennungsmotor nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Verschlußelement (11, 11') mittels einer
Nockenwelle (31) betätigbar ist.
7. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaß (3, 3') und der
Auslaß (4, 4') des Arbeitszylinders (2, 2') einander gegen
überliegend in der Zylinderwand des Arbeitszylinders (2, 2')
angeordnet sind.
8. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaßkanal (9, 9') für den
Lade- und den Spülluftstrom und der Auslaßkanal (15, 15') für
den Abgas-Spülstrom auf eine dem Brennraum (1, 1') zugekehrte
Innenseite eines Zylinderdeckels (14, 14') des Arbeitszylinders
(2, 2') gerichtet sind.
9. Verbrennungsmotor, insbesondere nach einem der An
sprüche 1 bis 8, vorzugsweise Zweitakt-Dieselmotor, mit wenig
stens zwei Arbeitszylindern (2, 2'), die jeweils einen im
Arbeitszylinder (2, 2') bewegbaren Kolben (5, 5') aufweisen, der
mittels einer Pleuelstange (6, 6') mit einer Kurbelwelle (8)
kraftschlüssig verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß we
nigstens zwei Arbeitszylinder (2, 2') symmetrisch zur Kurbel
welle (8) gegenüberliegend angeordnet sind und daß die Pleuel
stangen (6, 6') der Kolben (5, 5') der gegenüberliegenden Ar
beitszylindern (2, 2') an einem gemeinsamen Kurbelzapfen (7) der
Kurbelwelle (8) gelagert sind.
10. Verbrennungsmotor nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Ende der Pleuelstange (6, 6') eine Abstufung
(24, 24') aufweist, wobei ein zurückversetzter Bereich der
Abstufung (24, 24') als kreissegmentförmige Aufnahme (25, 25')
ausgebildet ist, so daß das Ende einer anderen auch an den
Kurbelzapfen (7) gelagerten Pleuelstange (6, 6') derart
aufnehmbar ist, daß die beiden Enden der gegenüberliegenden
Pleuelstangen (6, 6') abstützend ineinandergreifen.
11. Verbrennungsmotor nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß der vorstehende Bereich der Abstufung (24, 24')
des Endes der Pleuelstange (6, 6') mit einem Lagerbügel (19, 19')
einen den Kurbelzapfen (7) der Kurbelwelle (8) aufnehmenden
Ring (20, 20') bildet.
12. Verbrennungsmotor nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die kreissegmentförmige Aufnahme (25, 25') einen
Winkel von etwa 140° aufweist.
13. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ende der Pleuelstange (6, 6')
und der jeweilige Lagerbügel (19, 19') lösbar aneinander be
festigt sind.
14. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere jeweils gegenüberliegende
Arbeitszylinder (2, 2') entlang der Kurbelwelle (8) parallel zu
einander angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998129430 DE19829430A1 (de) | 1998-07-01 | 1998-07-01 | Verbrennungsmotor, insbesondere Zweitakt-Dieselmotor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998129430 DE19829430A1 (de) | 1998-07-01 | 1998-07-01 | Verbrennungsmotor, insbesondere Zweitakt-Dieselmotor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19829430A1 true DE19829430A1 (de) | 2000-01-05 |
Family
ID=7872657
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998129430 Withdrawn DE19829430A1 (de) | 1998-07-01 | 1998-07-01 | Verbrennungsmotor, insbesondere Zweitakt-Dieselmotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19829430A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO2017157376A1 (de) | 2016-03-16 | 2017-09-21 | Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Wälzlager für eine radialkolbenpumpe sowie radialkolbenpumpe mit dem wälzlager |
| DE102022126869A1 (de) | 2022-10-14 | 2024-05-16 | Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Wälzlager mit einen Innenring radial übergreifenden Bördelbord |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |