DE19828207A1 - Verfahren zur Ermittlung des Restfeuchtegehaltes der Wäsche in einem Wäschetrockner sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Ermittlung des Restfeuchtegehaltes der Wäsche in einem Wäschetrockner sowie Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung des Restfeuchtegehaltes der Wäsche in einem Wäschetrockner mit einer die Wäsche aufnehmenden drehbar gelagerten Trommel, einer Heizungsvorrichtung, einem Gebläse, einer Programmsteuereinrichtung sowie einer Einrichtung zur Auswertung und Erfassung des Restfeuchtegehaltes in der Wäsche mittels eines Kondensators, dessen Komponenten durch Bauteile des Trockners, wie z. B. die Trommel, gebildet werden, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. DOLLAR A Um ein Verfahren zur berührungslosen Erfassung des Restfeuchtegehaltes eines Wäschepostens in einer drehbar gelagerten Wäschetrommel derart auszuführen, daß die Feuchtewerte bei unterschiedlichen Wäschearten und unterschiedlichen Beladungsmengen exakt erfaßt werden und für die Steuerung des Trockenprozesses auszuwerten sind, wird ein Spannungsleiter, bestehend aus einer bekannten Kapazität C1 und dem zu messenden unbekannten Wäschewiderstand RW aus einem Wechselspannungsgenerator mit bekannter Wechselspannung und Frequenz, beaufschlagt und über den Spannungsabfall am Wäschewiderstand RW der Wert des Restfeuchtegehaltes ermittelt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung des Restfeuchtegehaltes der Wäsche in
einem Wäschetrockner mit einer die Wäsche aufnehmenden drehbar gelagerten Trommel,
einer Heizungsvorrichtung, einem Gebläse, einer Programmsteuereinrichtung sowie einer
Einrichtung zur Auswertung und Erfassung des Restfeuchtegehaltes in der Wäsche mittels
eines Kondensators, dessen Komponenten durch Bauteile des Trockners wie z. B. die
Trommel gebildet werden sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Aus der DE 196 51 883 C1 ist ein Verfahren zur Restfeuchteerfassung sowie eine Anordnung
zur Durchführung des Verfahrens bekannt, bei der die drehbare Trommel und die
feststehende Tür oder das Gehäuse die Kondensatorplatten eines Kondensators bilden. Die
elektrostatische Aufladung wird dabei durch die Bewegung und die gegenseitige Reibung der
Wäsche in der Trommel erzeugt. Die Entladeströme dieses Kondensators werden über einen
mit der feststehenden Kondensatorplatte, gebildet durch Tür oder Gehäuse, verbundenen
sowie mit der Trommel durch Schleifkontakt verbundenen Widerstand gemessen. Die
Entladeströme werden während festgelegter Zeitintervalle gemessen. Aus den Meßwerten der
einzelnen Zeitintervalle werden Mittelwerte gebildet, wobei die Änderung des Mittelwertes den
Trockengrad der Wäsche bestimmt.
Bei dieser Ausführung treten die gleichen Nachteile wie bei den bisher bekannten
Leitfähigkeitsmeßverfahren in Bezug auf Geräuscherzeugung und Verschleiß auf, da hier
ebenfalls Schleifübertrager zum Einsatz kommen. Außerdem ist die Auswertung der Intensität
des Entladestromes bedingt durch die elektrostatische Aufladung in der Wäsche bei unter
schiedlichen Wäschearten wie z. B. Kunst- oder Naturfaser problematisch. Ein weiterer Nachteil
liegt darin, daß mit diesem Verfahren nur Restfeuchtewerte kleiner als 2% meßbar sind.
Die DE 43 21 322 A1 beschreibt ein Verfahren zur berührungslosen Bestimmung des
Feuchtegehaltes einer bewegten Materialbahn, bei dem ein elektrisches Feld über der zu
messenden Bahn erzeugt wird. Mittels einer mit hoher Gleichspannung beaufschlagten
Elektrode wird lokal in der Materialbahn ein Ladungssignal influenziert, dessen Höhe und
zeitliches Verhalten in Ladungsmeßsonden erfaßt wird, welche in Materiallaufrichtung gesehen
der Elektrode nachgeschaltet und in geometrisch genau festgelegten Positionen angeordnet
sind. Anhand des Ladungsaufbaus im Feld und der nachfolgenden Entladung wird der
Restfeuchtegehalt der Materialbahn erfaßt. Diese Anordnung ist geeignet, den Feuchtegehalt
einer mit gleichmäßiger bekannter Geschwindigkeit bewegten Materialbahn zu bestimmen.
In einem Wäschetrockner, bei dem die Bewegung des Wäschepostens in der Trommel von
der Trommeldrehzahl und Trommeldrehrichtung, der eingefüllten Wäschemenge sowie der
Größe der einzelnen Wäschestücke und der Wäscheart abhängig ist, wäre eine solche
Anordnung nicht einzusetzen.
Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein Verfahren zur berührungslosen Erfassung des
Restfeuchtegehaltes eines Wäschepostens in einer drehbar gelagerten Wäschetrommel derart
auszuführen, daß die Feuchtewerte bei unterschiedlichen Wäschearten und unterschiedlichen
Beladungsmengen exakt erfaßt werden und für die Steuerung des Trockenprozesses
auszuwerten sind. Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens soll auf eine
Übertragung der Meßwerte mittels Schleifkontakt in der bisher üblichen Bauart verzichten.
Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Verfahren mit den im Patentanspruch 1 oder
3 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des
erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich aus den jeweils nachfolgenden Unter
ansprüchen. Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in
Anspruch 5 beschrieben. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungs
gemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen darin, daß auf die für die bisher
bekannten Leitfähigkeitsmeßverfahren üblichen Kohleschleifübertrager verzichtet werden
kann. Dadurch wird eine Geräuschminderung gegenüber den bekannten Leitfähigkeits
meßverfahren und gegenüber dem aus der DE 196 51 883 C1 bekannten Stand der Technik
erzielt. Außerdem ist die berührungslos arbeitende Meßanordnung verschleißfrei.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist insgesamt kostengünstig herstellbar, da
die hohen Anforderungen an die elektrischen Isolationseigenschaften von Kontaktband
unterlagen und Halterung des Kohleschleifübertragers entfallen. Die Fühlerelektrode zur
Meßwerterfassung ist galvanisch von der Meßanordnung getrennt und da außerdem ein reiner
Wechselstrom als Meßstrom vorliegt, sind galvanische Materialwanderungen bei der
Fühlerelektrode ausgeschlossen.
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, daß die Frequenz am
Eingang des ersten Kondensators derart nachgeregelt werden kann, daß über den gesamten
Wäschewiderstandsbereich ein konstanter Spannungsabfall am Wäschewiderstand meßbar
ist. Über die Frequenz sind dadurch Restfeuchtewerte in kleinsten Abstufungen erkennbar.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 Einen Wäschetrockner mit einer schematischen Darstellung der Vorrichtung zur
Ermittlung des Restfeuchtegehaltes in der Wäsche,
Fig. 2 eine Schaltungsskizze zur Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 die Anordnung der Kondensatorplatten der Vorrichtung zur Ermittlung des
Restfeuchtegehaltes gegenüber dem Trommelmantel.
In der Fig. 1 ist ein Wäschetrockner mit einer die Wäsche aufnehmenden drehbar gelagerten
Trommel (1), einem Gebläse (2) und einer Heizungsvorrichtung (3) in einem Prozeßluftkanal
(4), einer Programmsteuereinrichtung (5) sowie einer Einrichtung (6) zur Auswertung und
Erfassung des Restfeuchtegehaltes in der Wäsche dargestellt. In der Wäschetrommel (1) sind
Trommelrippen (7) angeordnet, von denen mindestens eine mit einer Meßelektrode (8) der
Vorrichtung zur Erfassung des Restfeuchtegehaltes in der Wäsche ausgebildet ist. Diese
Trommelrippe (7) ist unter Zwischenlage einer Isolierung (9) isoliert gegenüber dem
Trommelmantel angeordnet. Beim Trocknungsvorgang wird die Wäsche in der Trommel (1)
bewegt und mit der warmen Prozeßluft beaufschlagt. Der Restfeuchtegehalt in der Wäsche
wird über die vom Wäschewiderstand RW abhängige Spannung über den gesamten
Trocknungsprozeß ermittelt. Mit zunehmender Trocknung der Wäsche nimmt der
Restfeuchtegehalt ab und der Wäschewiderstand RW erhöht sich. Die Meßanordnung zur
Ermittlung der Spannung über dem Wäschewiderstand RW arbeitet berührungslos mittels
einer Kondensatorplattenanordnung am Trommelmantel. Dazu sind die Kondensatorplatten C1
und C2 eines ersten und zweiten Kondensators auf Abstand zum Trommelmantel angeordnet.
Die isoliert gegenüber dem Trommelmantel befestigte Trommelrippe (7) bildet die zweite
Kondensatorplatte für beide Kondensatoren C1 und C2, die über den Wäschewiderstand RW
mit der Spannungsmeßeinrichtung U verbunden sind. Das am Trommelmantel erforderliche
Massepotential M wird zum Beispiel mittels einer am Zentrallager (10) der Trommel (1)
angeordneten Kontaktfeder übertragen. Wie aus der Fig. 3 zu erkennen ist, stehen sich die
Kondensatorplatten der Kondensatoren C1 und C2 nur in einem bestimmten Drehwinkel der
Trommel (7) gegenüber, so daß die Ermittlung der Restfeuchte in der Wäsche im Verlauf einer
Trommelumdrehung nur einmal erfolgen kann. Die ersten Kondensatorplatten der
Kondensatoren C1 und C2 sind in Vorzugsdrehrichtung V der Trommel (1) gesehen auf einer
Trommelmantellinie (11) angeordnet, die in einem Winkelbereich von 0° bis 30° gemessen von
der unteren Totpunktlage der Trommelrippe (7) liegt. Der Kondensatorplatte C1 ist ein
Wechselspannungserzeuger (12) und der Kondensatorplatte C2 ist eine Spannungs
meßeinrichtung (13) zugeordnet. Fig. 2 zeigt die Schaltungsskizze zu dieser Anordnung. Der
Oszillator (12) erzeugt beispielsweise eine Wechselspannung von 30 V mit einer Frequenz von
ca. 50 Hz bis 100 kHz am Punkt a. Dieses Signal wird über den Kondensator C1 mit einer
bekannten Kapazität auf den Punkt b am unbekannten Wäschewiderstand RW übertragen.
Die am Punkt b sich einstellende Spannung läßt sich rechnerisch ermitteln.
Die Spannung am Punkt b wird über den Kondensator C2 zur Spannungsmeßeinheit U
übertragen und dort gemessen. Der Wäschewiderstand RW läßt sich rechnerisch ermitteln.
Aus dem Wäschewiderstand ist der Wert der Restfeuchte in der Wäsche zu ermitteln.
Nach dem zuvor beschriebenen Verfahren wird der Restfeuchtegehalt über die Spannung
ermittelt. In einer weiteren Ausführung ist es aber auch möglich bei gleichem
Schaltungsaufbau den Wert der Restfeuchte über die Oszillatorfrequenz zu ermitteln. Dazu
wird die Frequenz f derart nachgeregelt, daß am Wäschewiderstand RW ein konstanter
Spannungsabfall meßbar ist.
Claims (7)
1. Verfahren zur Ermittlung des Restfeuchtegehaltes der Wäsche in einem Wäschetrockner
mit einer die Wäsche aufnehmenden drehbar gelagerten Trommel, einer
Heizungsvorrichtung, einem Gebläse, einer Programmsteuereinrichtung sowie einer
Einrichtung zur Auswertung und Erfassung des Restfeuchtegehaltes in der Wäsche mittels
eines Kondensators, dessen Komponenten durch Bauteile des Trockners wie z. B. die
Trommel gebildet werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Spannungsteiler bestehend aus einer bekannten Kapazität C1 und dem zu
messenden unbekannten Wäschewiderstand RW aus einem Wechselspannungsgenerator
(12) mit bekannter Wechselspannung und Frequenz beaufschlagt wird und über den
Spannungsabfall am Wäschewiderstand RW der Wert des Restfeuchtegehaltes ermittelt
wird.
2. Verfahren zur Ermittlung des Restfeuchtegehaltes der Wäsche in einem Wäschetrockner
nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Wechselspannung von beispielsweise 30 V mit einer Frequenz im Bereich
zwischen 50 Hz bis 100 kHZ erzeugt wird.
3. Verfahren zur Ermittlung des Restfeuchtegehaltes der Wäsche in einem Wäschetrockner
mit einer die Wäsche aufnehmenden drehbar gelagerten Trommel, einer
Heizungsvorrichtung, einem Gebläse, einer Programmsteuereinrichtung sowie einer
Einrichtung zur Auswertung und Erfassung des Restfeuchtegehaltes in der Wäsche mittels
eines Kondensators, dessen Komponenten durch Bauteile des Trockners wie z. B. die
Trommel gebildet werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Spannungsteiler bestehend aus einer bekannten Kapazität C1 und dem zu
messenden unbekannten Wäschewiderstand RW aus einem Wechselspannungsgenerator
(12) mit bekannter Wechselspannung und Frequenz beaufschlagt wird, wobei die Frequenz
im Verlauf des Trockenprozesses derart nachregelbar ist, daß am Wäschewiderstand RW
ein konstanter Spannungsabfall über den gesamten Trockenprozeß meßbar ist und der
Wert des Restfeuchtegehaltes über die durch den Wechselspannungsgenerator (12)
vorgegebene Frequenz ermittelt wird.
4. Verfahren zur Ermittlung des Restfeuchtegehaltes der Wäsche in einem Wäschetrockner
nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Frequenz in Bereichen derart nachregelbar ist, daß ein konstanter Spannungsabfall
in einem Bereich von beispielsweise 15 V bis 20 V meßbar ist.
5. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Ermittlung des Restfeuchtegehaltes der
Wäsche in einem Wäschetrockner mit einer die Wäsche aufnehmenden drehbar gelagerten
Trommel, einer Heizungsvorrichtung, einem Gebläse, einer Programmsteuereinrichtung
sowie einer Einrichtung zur Auswertung und Erfassung des Restfeuchtegehaltes in der
Wäsche mittels eines Kondensators, dessen Komponenten durch Bauteile des Trockners
wie z. B. die Trommel gebildet werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kondensatorplatten C1 und C2 eines ersten und zweiten Kondensators auf
Abstand zum Trommelmantel angeordnet sind und die isoliert gegenüber dem
Trommelmantel befestigte Trommelrippe (7) die zweite Kondensatorplatte für beide
Kondensatoren bildet, die über den Wäschewiderstand RW mit der
Spannungsmeßeinrichtung U verbunden sind, wobei der Kondensatorplatte C1 ein
Wechselspannungserzeuger (12) zugeordnet ist und der Kondensatorplatte C2 eine
Spannungsmeßeinrichtung (13) zugeordnet ist und der am Wäschewiderstand RW
anliegende Spannungsabfall ein Maß für den Restfeuchtegehalt darstellt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten Kondensatorplatten der Kondensatoren C1 und C2 in Vorzugsdrehrichtung
V der Trommel (1) gesehen auf einer Trommelmantellinie (11) in einem Winkelbereich von
beispielsweise 0° bis 30° gemessen von der unteren Totpunktlage der Trommelrippe (7)
angeordnet sind, so daß die Restfeuchtemessung bei einer Trommelumdrehung nur jeweils
einmal in der durch Anordnung der Kondensatorplatten C1 und C2 vorgegebenen Position
der Trommelrippe (7) erfolgt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das am Trommelmantel erforderliche elektrische Massepotential M zur Erfassung des
Spannungsabfalls am Wäschewiderstand RW über eine im Zentrallager (10) der Trommel
angeordnete Kontaktfeder übertragen wird.
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