DE19828195A1 - Fütterungsautomat für die Jungtieraufzucht und/oder Tiermast - Google Patents
Fütterungsautomat für die Jungtieraufzucht und/oder TiermastInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Fütterungsautomaten (1), DOLLAR A - mit mindestens einem Futtertrog (12), DOLLAR A - mit einem Trockenfutter-Vorratsbehälter (10), aus dem Trockenfutter in den Trog (12) ausgebbar ist, DOLLAR A - mit einer Wasserleitung (15, 16), aus der dem Trockenfutter im Trog (12) Wasser zugebbar ist, und DOLLAR A - mit einer Steuereinheit (13) zum Betreiben des Fütterungsautomaten (1) in einer Intervallfütterungs-Betriebsweise. DOLLAR A Der Fütterungsautomat (1) gemäß Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, DOLLAR A - daß am oder im Futtertrog (12) eine Sensoranordnung (17, 18) zur berührungslosen Futter-Füllstandsmessung angeordnet ist, die mit der Steuereinheit (13) verbunden ist, DOLLAR A - daß der Fütterungsautomat (1) durch die Steuereinheit (13) alternativ in einer zweiten, Sattfütterungs-Betriebsweise betreibbar ist, wobei die Futterausgabe nach Maßgabe der Meßsignale erfolgt, die die Sensoranordnung (17, 18) an die Steuereinheit (13) übermittelt, und DOLLAR A - daß die Steuereinheit (13) über einen Speicher verfügt, in dem zumindest zwei für die wahlweise Ausführung der beiden Betriebsweisen dienende Programme gespeichert sind.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fütterungsauto
maten für die Jungtieraufzucht und/oder Tiermast, insbe
sondere für die Ferkelaufzucht und/oder Schweinemast,
mit mindestens einem Futtertrog, mit einem Trockenfut
ter-Vorratsbehälter, aus dem Trockenfutter in den Trog
ausgebbar ist, mit einer Wasserleitung, aus der dem
Trockenfutter im Trog Wasser zugebbar ist, und mit einer
Steuereinheit zum Betreiben des Fütterungsautomaten in
einer Intervallfütterungs-Betriebsweise, bei der vorgeb
bare Futter-Tagesrationen in einer vorgebbaren Zahl von
Teilportionen zeitlich verteilt ausgegeben werden.
Ein Fütterungsautomat der genannten Art ist aus der prak
tischen Anwendung bekannt. Dieser bekannte Fütterungs
automat dient dazu, Jungtiere, insbesondere Ferkel, in
einer ersten Aufzuchtphase nach ihrer Trennung vom Mut
tertier in einer dem natürlichen Freßrhythmus angepaßten
Art und Weise zu füttern. Ferkel nehmen beispielsweise
bei der Muttersau 15 bis 20 mal pro Tag Nahrung auf; des
halb ist nach dem Absetzen der Ferkel von der Muttersau
die angepaßte Fütterungsweise die sogenannte Intervall
fütterung, bei der vorgebbare Futter-Tagesrationen in ei
ner vorgebbaren Zahl von Teilportionen zeitlich verteilt
ausgegeben werden. Diese Intervallfütterung hat den Vor
teil, daß Verdauungsprobleme mit zum Teil schweren Kom
plikationen, wie Coli-Infektionen oder Durchfall, ver
mieden werden. Da Jungtiere außerdem flüssige Nahrung
gewohnt sind, ist es zweckmäßig, dem Trockenfutter aus
reichend Wasser zuzugeben. Aus der Praxis ist es bei der
Intervallfütterung außerdem bekannt, die einzelnen Teil
portionen mit der Zeit zu vergrößern und die Zahl der
Teilportionen zu vermindern, um die Jungtiere hinsicht
lich der Futteraufnahme mit der Zeit umzustellen, da es
ab einem gewissen Alter der Jungtiere für die Tiermast
zweckmäßiger ist, eine sogenannte Sattfütterung vorzu
nehmen. Hierzu ist es bisher erforderlich, die Jungtiere
umzustallen in einen Stall, der statt mit einem Fütte
rungsautomaten für die Intervallfütterungs-Betriebsweise
mit einem Fütterungsautomaten für eine Sattfütterungs-
Betriebsweise ausgestattet ist.
Bei der Tiermast, insbesondere Schweinemast, ist es zu
dem zweckmäßig, nach einer gewissen Zeit die Sattfütte
rung einzustellen und dann wieder zu einer Intervallfüt
terung überzugehen, um eine unerwünschte Verfettung der
gemästeten Tiere zu vermeiden. Für diese zweite Umstel
lung der Fütterungsweise ist bisher auch ein zweites
Umstallen mit den damit verbundenen Nachteilen nötig.
Nachteilig ist demnach bisher die Vorhaltung von zwei
oder sogar drei verschiedenen Fütterungsautomaten er
forderlich, was die Investitions- und Betriebskosten für
einen Betrieb, insbesondere für einen relativ kleinen
Betrieb, ungünstig in die Höhe treibt. Außerdem ist
jedes Umstallen für die Tiere eine Streßsituation, die
eine anschließende Erholungs- und Eingewöhnungsphase
erforderlich macht, in welcher die Gewichtszunahme der
Tiere nicht optimal verläuft.
Aus der DE 94 09 364 U1 ist eine Vorrichtung zum kontinu
ierlichen Füttern, also für eine Sattfütterungs-Be
triebsweise, bekannt, wobei die Vorrichtung einen Pulver
vorratsbehälter und einen Schneckendosierer aufweist.
Weiter umfaßt diese bekannte Vorrichtung einen Behälter,
der aus drei konzentrischen Kammern besteht, wovon die
innerste Kammer als Anrühr- und Futterbehälter, die nach
oben geschlossene mittlere Kammer zum Erwärmen des Fut
ters und die äußere Kammer als Vorrats- und Warmhalte
behälter dient. Der Behälter ist durch einen Deckel, der
eine verschließbare Pulvereinfallöffnung aufweist, ver
schließbar. Die Außenwand des Behälters ist höher als
die die Kammern abtrennenden Wände. Schließlich umfaßt
die Vorrichtung eine Pumpe, die zum einen beim Anrühren
des Futters als Rührmotor in einem Rührkreislauf
"innerste Kammer - Pumpe - innerste Kammer", zum anderen
beim Füttern zum Pumpen des Futters in einen der beiden
Futterkreisläufe "innerste Kammer - Pumpe - Futtersta
tion/en - äußere Kammer" bzw. "äußere Kammer - Pumpe -
Futterstation/en - äußere Kammer" dient.
Mit dieser Vorrichtung kann simultan Futter angerührt
und über Futterkreisläufe an Futterstationen verteilt
werden, wodurch unerwünschte Stillstandszeiten verhin
dert werden; diese bekannte Vorrichtung ist also nur für
eine Sattfütterungs-Betriebsweise ausgelegt und vorge
sehen. Zwar ist in dieser Schrift erwähnt, daß ein Pro
zeßrechner zur Steuerung der Vorrichtung dienen kann und
daß der Prozeßrechner zusätzlich zur Steuerung von Fut
terstationen dienen kann, jedoch werden keine Hinweise
gegeben, die Vorrichtung in einer von der Sattfütte
rungs-Betriebsweise abweichenden Betriebsweise einzu
setzen. Ein Nachteil dieser bekannten Vorrichtung ist
auch darin zu sehen, daß das Futter zunächst angemischt
wird und dann über Leitungen zu entfernt plazierten Fut
tertrögen transportiert werden muß. Hierdurch besteht
eine erhöhte Gefahr von Funktionsstörungen und es ist
ein hoher Reinigungsbedarf erforderlich, um eine Verkei
mung innerhalb der Vorrichtung und der anschließenden
Leitungen sicher auszuschließen.
Für die vorliegende Erfindung stellt sich deshalb die
Aufgabe, einen Fütterungsautomaten der eingangs genann
ten Art zu schaffen, mit dem die aufgeführten Nachteile
vermieden werden und bei dem insbesondere ein Umstallen
von Tieren mit seinen negativen Folgen vermieden werden
kann. Außerdem soll der Fütterungsautomat relativ gerin
ge Investitionen erfordern und zuverlässig und betriebs
sicher arbeiten.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Fütterungsautomat der
eingangs genannten Art vorgeschlagen, der dadurch gekenn
zeichnet ist,
- - daß am oder im Futtertrog eine Sensoranordnung zur berührungslosen Futter-Anwesenheits- oder Futter-Füll standsmessung angeordnet ist, die mit der Steuerein heit zur Übermittlung von Meßsignalen verbunden ist,
- - daß der Fütterungsautomat durch die Steuereinheit alternativ in einer zweiten, Sattfütterungs-Betriebs weise betreibbar ist, bei der ständig Futter verfügbar ist und entsprechend dem Verzehr durch die Tiere ausge geben wird, wobei die Futterausgabe nach Maßgabe der Meßsignale erfolgt, die die Sensoranordnung an die Steuereinheit übermittelt, und
- - daß die Steuereinheit über einen Programm- und Daten speicher verfügt, in dem zumindest zwei für die wahl weise Ausführung der beiden Betriebsweisen dienende Programme mit zugehörigen Daten und Steuerparametern gespeichert sind.
Mit dieser Erfindung wird vorteilhaft ein Fütterungsauto
mat geschaffen, der in zwei verschiedenen Fütterungs-Be
triebsweisen zeitlich nacheinander betreibbar ist. Dabei
müssen keinerlei Umbauten an dem Fütterungsautomaten vor
genommen werden und es ist auch kein Umstallen der Tiere
nach einer gewissen Zeit erforderlich. Die am Fütterungs
automaten zusätzlich vorzusehenden Einzelteile und Maß
nahmen sind von einem begrenzten Umfang, so daß mit rela
tiv geringem zusätzlichen Aufwand der Fütterungsautomat
auch für die Sattfütterungs-Betriebsweise geeignet wird.
Die Tiere können bei Verwendung des erfindungsgemäßen
Fütterungsautomaten über einen wesentlich längeren Zeit
raum in demselben Stall verbleiben, wobei sie als Jung
tiere mit dem Fütterungsautomaten zunächst in mehreren
Tagesrationen gefüttert werden, die dann vorteilhaft mit
der Zeit in ihrer Zahl pro Tag abnehmen. Nach einer ge
wissen Umstellungszeit können dann die Tiere von demsel
ben Fütterungsautomaten mit einer Sattfütterung versorgt
werden, bei der ständig Futter zur Verfügung steht, von
dem die Tiere nach Bedarf fressen. Dabei gewährleistet
der erfindungsgemäße Fütterungsautomat, daß einerseits
kein Futtermangel auftritt und daß andererseits auch
nicht zu viel Futter im Trog liegt, da dann Futter aus
dem Trog gewühlt würde und/oder es zu einem Verderben
des Futters und dadurch zu Krankheiten der Tiere kommen
könnte. In einer späteren Phase der Mast kann dann eine
weitere Umstellung der Fütterungsweise erfolgen, nämlich
wieder auf eine Intervallfütterung mit altersgemäß ange
paßten Fütterungsintervallen und Futterrationen, wodurch
eine Verfettung der gemästeten Tiere vermieden wird, wie
sie bei fortgestzter Sattfütterung auftreten würde.
In einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, daß
die Steuereinheit über eine Zeitmeßeinheit verfügt, mit
tels welcher nach Ablauf einer vorgebbaren Zeit der Füt
terungsautomat selbsttätig von der ersten auf die zweite
und/oder von der zweiten auf die erste Betriebsweise um
stellbar ist. Auf diese Weise wird erreicht, daß keine
manuellen Eingriffe mehr erforderlich sind, um den Füt
terungsautomaten nach einer gewünschten Zeit von der ei
nen Fütterungs-Betriebsweise auf die andere Fütterungs-
Betriebsweise umzustellen.
Bevorzugt umfaßt die Sensoranordnung zwei im oder am
Trog oberhalb des trogtiefsten Bereiches angeordnete
Widerstands-Meßelektroden. Alternativ dazu kann der Trog
zumindest in einem Teilbereich seiner inneren Oberfläche
aus einem elektrisch leitenden Material bestehen und die
Sensoranordnung eine im Abstand von der inneren Trogober
fläche angeordnete Widerstands-Meßelektrode umfassen.
Mit beiden Anordnungen kann durch elektrische Wider
standsmessungen festgestellt werden, ob sich in Höhe der
Sensoranordnung bzw. der Widerstands-Meßelektrode(n)
Futter befindet oder nicht. Die Widerstands-Meßmethode
ist dabei sehr zuverlässig, weil das Futter einen brei
förmigen oder flüssigen Zustand hat, der für eine rela
tiv hohe elektrische Leitfähigkeit sorgt. Gleichzeitig
genügen für die Messung sehr geringe Meßströme, so daß
keinerlei Gefahr für die Tiere, die aus dem Trog fres
sen, besteht.
Alternativ kann die Sensoranordnung auch mindestens eine
im oder am Trog angeordnete kapazitive Meßelektrode um
fassen. Auch mittels einer kapazitiven Messung ist die
Anwesenheit oder Abwesenheit von Futter in dem erfaßten
Trogbereich problemlos möglich.
Um den Fütterungsautomaten möglichst platzsparend unter
bringen zu können und um ihn unabhängig von der Gestal
tung der zugehörigen Stallung zu halten, ist bevorzugt
vorgesehen, daß der Futtertrog als ringförmiger Rundtrog
ausgeführt ist und daß die Meßelektroden ebenfalls ring
förmig angeordnet sind. Gleichzeitig bietet diese Form
des Troges auch den Vorteil, daß die Mittel zur Ausgabe
des Futters aus dem oben erwähnten Trockenfutter-Vorrats
behälter in den Trog relativ einfach gehalten werden
können, weil keine Futterverteilung über große Troglän
gen erforderlich ist. Vorteilhaft kann außerdem, wie an
sich von Fütterungsautomaten für die Intervallfütterung
bekannt, die Futterzuführung zentral von oben erfolgen
oder zentral oberhalb des Rundtroges ein trichterförmi
ger Vorratsbehälter angeordnet sein.
Um die Konsistenz des bereitgestellten Futters den Freß
gewohnheiten der Tiere altersgemäß anpassen zu können,
ist vorgesehen, daß die Wasserleitung mit einem von der
Steuereinrichtung fernbetätigbaren Dosierventil ausge
stattet ist und daß das Mengenverhältnis zwischen ausge
gebenem Trockenfutter und zugegebenem Wasser auf vorgeb
bare Werte einstellbar ist. Die Futterkonsistenz kann so
in der Anfangsphase der Fütterung bei jungen Tieren auf
flüssig und dann später zunehmend dickflüssiger bis brei
förmig oder pastös eingestellt werden.
In Anpassung an die Ringform des Troges ist vorgesehen,
daß die Wasserleitung ringförmig parallel zu einer ra
dial äußeren Trogwand im Trog verläuft und in ihrem Ver
lauf mehrere zum Troginneren weisende Wasserauslaßbohrun
gen oder -düsen aufweist.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand einer Zeichnung erläutert. Die einzige Figur der
Zeichnung zeigt einen Fütterungsautomaten in Seitenan
sicht, teils im Vertikalschnitt, in einer schematisier
ten Darstellung.
Gemäß der Zeichnung umfaßt das dargestellte Ausführungs
beispiel des Fütterungsautomaten 1 in seinem oberen Teil
einen Trockenfutter-Vorratsbehälter 10 in Form eines
Trichters. Nach unten schließt sich an den Vorratsbehäl
ter 10 eine Dosier- und Ausgabeeinrichtung 11 von an
sich bekannter Bauart an.
Unterhalb der Dosier- und Ausgabeeinrichtung 11 ist ein
Futtertrog 12, hier in Form eines Rundtroges, angeord
net. Der Futtertrog 12 besitzt einen annähernd konischen
Mittelteil 12', der sich nach oben hin bis in das untere
Ende der Dosier- und Ausgabeeinrichtung 11 erstreckt.
Wie durch gestrichelte Pfeile am Mittelteil 12' des Fut
tertroges 12 angedeutet ist, wird durch die Dosier- und
Ausgabeeinrichtung 11 Trockenfutter aus dem Vorratsbehäl
ter 10 ausgegeben, das nach Verlassen der Dosier- und
Ausgabeeinrichtung 11 über die Oberfläche des Mittel
teils 12' nach unten in den Futtertrog 12 rutscht.
Der Futtertrog 12 ist in Form einer ringförmigen Mulde
ausgebildet, aus der die Tiere, z. B. Ferkel, die mit dem
Fütterungsautomaten 1 zu füttern sind, mit ihrer Schnau
ze das Futter aufnehmen.
Um dem ausgegebenen Trockenfutter innerhalb des Futter
troges 12 eine gewünschte flüssige oder breiförmige Kon
sistenz verleihen zu können, ist weiterhin eine Wasser
ringleitung 16 vorgesehen, die im Troginneren am radial
äußeren oberen Rand des Futtertroges 12 angeordnet ist.
Die Wasserringleitung 16 weist eine Anzahl von Düsenboh
rungen 16' auf, durch die Wasser in Richtung der an den
Düsenbohrungen 16' eingezeichneten Pfeile in das Innere
des Futtertroges 12 ausgebbar ist. Zur Versorgung der
Wasserringleitung 16 mit Wasser dient eine Wasserversor
gungsleitung 15.
Zum Betreiben des Fütterungsautomaten und zur Steuerung
der einzelnen Vorgänge, insbesondere der Dosierung und
Ausgabe von Futter durch die Einrichtung 11 sowie die
Zugabe von Wasser durch die Wasserringleitung 16 und die
Wasserversorgungsleitung 15, dient eine Steuereinheit
13. Diese Steuereinheit 13 ist zweckmäßig eine elektro
nische Steuerung mit Programm- und Datenspeicher, um den
Fütterungsautomaten 1 soweit wie möglich automatisch und
ohne manuelle Eingriffe betreiben zu können. Die Steuer
einheit 13 wird über eine Stromversorgungsleitung 14,
die in nicht dargestellter Art und Weise mit einem Strom
netz zur Versorgung verbunden ist, mit elektrischer
Energie gespeist. Außerdem ist die Wasserversorgung über
die Steuereinheit 13 steuerbar, wozu in die Wasserversor
gungsleitung 15 ein nicht dargestelltes, von der Steuer
einheit 13 fernbetätigbares Steuerventil eingefügt ist,
mittels welchem die Menge und/oder die Dauer der Wasser
zugabe in den Futtertrog 12 steuerbar ist.
Die Ausgabe von Trockenfutter aus dem Vorratsbehälter 10
durch die Dosier- und Ausgabeeinrichtung 11 in den Fut
tertrog 12 erfolgt zweckmäßig anhand eines vorab gespei
cherten Fütterungsprogrammes, das in dem Programm- und
Datenspeicher innerhalb der Steuereinheit 13 abgelegt
ist.
In einer ersten Betriebsweise ist der Fütterungsautomat
1 in einer Intervallfütterungs-Betriebsweise einsetzbar,
in welcher definierte Futtermengen in mehreren Teilratio
nen mit zeitlichem Abstand ausgegeben werden. Diese In
tervallfütterung ist insbesondere an die Freßgewohnhei
ten von besonders jungen Tieren angepaßt, die gerade von
ihrem Muttertier abgesetzt worden sind. Die Gesamtmenge,
die jeweiligen Teilrationen und deren zeitliche Vertei
lung sind in Form eines Steuerungsprogrammes nebst zuge
hörigen Daten und Steuerparametern innerhalb der Steuer
einheit 13 gespeichert und der Fütterungsvorgang läuft
dann ohne manuelle Eingriffe automatisch ab.
In einer alternativen Betriebsweise kann derselbe Fütte
rungsautomat 1 in einer Sattfütterungs-Betriebsweise be
trieben werden. In dieser Betriebsweise, die insbesonde
re für etwas ältere Jungtiere geeignet ist, wird ständig
Futter angeboten, von dem sich die Tiere nach Belieben
bedienen. Dabei soll sichergestellt werden, daß einer
seits stets Futter angeboten wird, daß aber andererseits
nie zu viel Futter in den Futtertrog 12 gelangt. Hierzu
ist der Fütterungsautomat gemäß der Zeichnung im Futter
trog 12 mit zwei ringförmig angeordneten Widerstands-
Meßelektroden 17, 18 ausgestattet. Die Elektroden 17, 18
sind in die Wandung des Troges 12 eingebettet, wobei sie
aber über einen Teil ihrer Oberfläche aus der Trogwand
hervorstehen. Außerdem sind die Elektroden 17, 18 etwas
erhöht über dem trogtiefsten Bereich angebracht. Die bei
den Elektroden 17, 18 stehen über elektrische Leitungen
17', 18' zur Übermittlung von Meßsignalen mit der Steuer
einheit 13 in Verbindung. In der Sattfütterungs-Betriebs
weise liefern die Meßelektroden 17, 18 Meßsignale an die
Steuereinheit 13, die diese darüber informieren, ob in
Höhe der Meßelektroden 17, 18 Futter vorhanden ist oder
nicht. Bei Vorhandensein von Futter wird kein weiteres
Futter ausgegeben; bei Nichtvorhandensein von Futter in
Höhe der Meßelektroden 17, 18 wird die Futterausgabe
mittels der Dosier- und Ausgabeeinrichtung 11 gestartet,
bis die Elektroden 17, 18 wieder das Vorhandensein von
Futter signalisieren. Gleichzeitig erfolgt unter Kontrol
le durch die Steuereinheit 13 die Zugabe einer angemesse
nen und vorgebbaren Wassermenge über die Wasserleitung
15, 16 und die Düsenbohrungen 16'.
Bei der Tiermast kann in einer späteren Mastphase der
Fütterungsautomat 1 erneut in seiner Betriebsweise auf
eine Intervallfütterung umgestellt werden, wodurch eine
Verfettung der gemästeten Tiere vermieden wird.
Die Nachlieferung von Trockenfutter in den Vorratsbehäl
ter 10 kann, wie an sich bekannt, manuell aus Eimern
oder Säcken erfolgen oder mittels einer betriebsinternen
Förderanlage, an die mehrere Fütterungsautomaten ange
schlossen sein können, durchgeführt werden. Bei Verwen
dung mehrerer Fütterungsautomaten besteht außerdem die
Möglichkeit, eine übergeordnete Steuereinrichtung vorzu
sehen, die mit dezentralen Steuereinheiten 13 an den
verschiedenen Fütterungsautomaten 1 kommuniziert. Das
Umschalten oder Umstellen des Fütterungsautomaten 1 von
der einen Betriebsweise in die andere Betriebsweise kann
wahlweise durch manuellen Eingriff einer Bedienungsper
son oder zeitgesteuert mittels der Steuereinheit 13 er
folgen.
Claims (8)
1. Fütterungsautomat (1) für die Jungtieraufzucht
und/oder Tiermast, insbesondere für die Ferkel
aufzucht und/oder Schweinemast,
- 1. mit mindestens einem Futtertrog (12),
- 2. mit einem Trockenfutter-Vorratsbehälter (10), aus dem Trockenfutter in den Trog (12) ausgebbar ist,
- 3. mit einer Wasserleitung (15, 16), aus der dem Troc kenfutter im Trog (12) Wasser zugebbar ist, und
- 4. mit einer Steuereinheit (13) zum Betreiben des Füt
terungsautomaten (1) in einer Intervallfütterungs-
Betriebsweise, bei der vorgebbare Futter-Tagesra
tionen in einer vorgebbaren Zahl von Teilportionen
zeitlich verteilt ausgegeben werden,
dadurch gekennzeichnet, - 5. daß am oder im Futtertrog (12) eine Sensoranordnung (17, 18) zur berührungslosen Futter-Anwesenheits- oder Futter-Füllstandsmessung angeordnet ist, die mit der Steuereinheit (13) zur Übermittlung von Meßsignalen verbunden ist,
- 6. daß der Fütterungsautomat (1) durch die Steuerein heit (13) alternativ in einer zweiten, Sattfütte rungs-Betriebsweise betreibbar ist, bei der ständig Futter verfügbar ist und entsprechend dem Verzehr durch die Tiere ausgegeben wird, wobei die Futter ausgabe nach Maßgabe der Meßsignale erfolgt, die die Sensoranordnung (17, 18) an die Steuereinheit (13) übermittelt, und
- 7. daß die Steuereinheit (13) über einen Programm- und Datenspeicher verfügt, in dem zumindest zwei für die wahlweise Ausführung der beiden Betriebsweisen dienende Programme mit zugehörigen Daten und Steuer parametern gespeichert sind.
2. Fütterungsautomat nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Steuereinheit (13) über eine Zeit
meßeinheit verfügt, mittels welcher nach Ablauf einer
vorgebbaren Zeit der Fütterungsautomat (1) selbsttä
tig von der ersten auf die zweite oder von der zwei
ten auf die erste Betriebsweise umstellbar ist.
3. Fütterungsautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sensoranordnung (17, 18) zwei
im oder am Trog (12) oberhalb des trogtiefsten Berei
ches angeordnete Widerstands-Meßelektroden (17, 18)
umfaßt.
4. Fütterungsautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Trog (12) zumindest in einem
Teilbereich seiner inneren Oberfläche aus einem elek
trisch leitenden Material besteht und daß die Sensor
anordnung (17, 18) eine im Abstand von der inneren
Trogoberfläche angeordnete Widerstands-Meßelektrode
umfaßt.
5. Fütterungsautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sensoranordnung (17, 18) min
destens eine im oder am Trog (12) angeordnete kapazi
tive Meßelektrode umfaßt.
6. Fütterungsautomat nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Futtertrog
(12) als ringförmiger Rundtrog ausgeführt ist und daß
die Meßelektroden (17, 18) ebenfalls ringförmig ange
ordnet sind.
7. Fütterungsautomat nach einem der vorangehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserleitung
(15, 16) mit einem von der Steuereinrichtung (13)
fernbetätigbaren Dosierventil ausgestattet ist und
daß das Mengenverhältnis zwischen ausgegebenem Troc
kenfutter und zugegebenem Wasser auf vorgebbare Werte
einstellbar ist.
8. Fütterungsautomat nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wasserleitung (16) ringförmig
parallel zu einer radial äußeren Trogwand im Trog
(12) verläuft und in ihrem Verlauf mehrere zum Trog
inneren weisende Wasserauslaßbohrungen oder -düsen
(16') aufweist.
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1998
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