DE19828188C1 - Fassadenprofil - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Fassadenprofil, welches ein Grundprofil (2) aufweist, an dem ein Hilfsprofil (4) mittels zumindest einem an dem Grundprofil angeordneten Verbindungselement (6; 47; 52; 66) form- und/oder kraftschlüssig angebracht ist, welches an seiner dem Grundprofil (2) abgewandten Seite eine Profilierung (10, 12) aufweist zur Aufnahme von Dichtungselementen (38) und/oder Isolationselementen (48) und/oder Befestigungselementen (46) zum Anbringen von Ausfachungselementen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Fassadenprofil insbesondere für eine im Stahlbau
erstellte Fassade und für Dächer.
Fassadenkonstruktionen bestehen üblicherweise aus senkrecht verlaufenden
Pfosten, zwischen denen horizontal verlaufende Querriegel angeordnet sind. An
diesen Pfosten und Querriegeln werden dann die einzelnen Ausfachungselemen
te, wie beispielsweise Verglasungen, befestigt. Diese Befestigung kann durch
Verkleben oder eine mechanische Befestigung, wie beispielsweise durch Klemm
elemente, erfolgen. Zwischen den Pfosten und Querriegeln und den Fassaden-
bzw. Verglasungselementen sind in der Regel Dichtungselemente, wie beispiels
weise Gummi- oder Silikondichtungen, angeordnet. Diese Dichtungselemente
sind meist in entsprechenden Profilnuten an den Pfosten bzw. Querriegeln
angebracht bzw. befestigt.
Derartige Fassaden werden häufig im Stahlbau erstellt, d. h. die Pfosten und
Querriegel bestehen aus Stahl. Als geeignete Profile für die Pfosten und Querrie
gel einer solchen Stahlfassade werden gewalzte Stahlrohre eingesetzt. Diese
Stahlrohre weisen meist einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf, an
dessen einer Stirnseite, d. h. an einer Längsseite des Profils, Profilnuten zur
Aufnahme von Dichtungs- oder Befestigungselementen ausgebildet sind. Diese
Stahlprofile werden aus geschlossenen Rohren oder aus Blechstreifen durch
Rollformen bzw. Walzen erzeugt. Dabei entsteht das Profil zur Aufnahme der
Befestigungselemente und Dichtungselemente durch "Falten" der entspre
chenden Wandung des Stahlrohrs bzw. Blechstreifens. Der Blechstreifen wird
anschließend zu einem geschlossenen Rohr verschweißt.
Dieses Herstellungsverfahren der Stahlprofile erlaubt nur relativ dünne Wand
stärken, da sonst ein erforderliches Umformen zur Erzeugung der Profilnuten
nicht mehr möglich ist. Daher sind, wenn eine große Belastbarkeit gefordert
wird, große Querschnitte des Stahlprofils erforderlich, was insbesondere eine
große Bautiefe einer Fassade aus derartigen Stahlprofilen bedingt. Weiterhin
besteht in den "Falten" des Profils, welche die Profilnuten zur Aufnahme der
Dichtungs- bzw. Befestigungselemente bilden, die Gefahr von Spaltkorrosion, da
hier zahlreiche Stahlbleche bzw. Stahlblechabschnitte sehr dicht aufeinanderlie
gen. Weiterhin sind derartige Stahlprofile sehr teuer, was insbesondere für
Edelstahlkonstruktionen zutrifft.
Ferner sind aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus der DE 94 14 887 U1
Fassadenprofile bekannt, welche zweiteilig, d. h. aus einem Grund- und einem
Hilfsprofil aufgebaut sind. Bei dem aus der DE 94 14 887 bekannten Fassaden
profil ist an dem Grundprofil ein Vorsprung in Form eines angesetzten Rechteck
profils ausgebildet, auf welches das Hilfsprofil aufgesteckt wird. In das Hilfsprofil
sind Dichtungen eingesetzt, an denen ein Ausfachungselement wie eine Glas
scheibe anliegt. Von außen wird auf die Ausfachungselemente eine Halteleiste
aufgesetzt, welche mittels einer Schraube an dem Vorsprung des Grundprofils
gesichert wird. Die Schraube erstreckt sich ebenfalls durch das Hilfsprofil,
wodurch auch dieses gesichert wird. Dies hat jedoch den Nachteil, daß das
Hilfsprofil an dem Grundprofil erst gesichert ist, wenn die Ausfachungselemente
befestigt sind, wodurch die Montage erschwert wird.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Fassadenprofil zu schaffen, welches eine hohe
Belastbarkeit bei geringen Abmessungen erlaubt, wenig korrosionsanfällig,
kostengünstig zu fertigen und einfach zu montieren ist.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Fassadenprofil für eine Fassade mit den in
Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Das erfindungsgemäße Fassadenprofil weist ein Grundprofil auf, das im wesentli
chen nach den statischen Anforderungen sowie im Hinblick auf eine kostengün
stige Fertigung und nach ästhetischen Gesichtspunkten gestaltet werden kann.
An diesem Grundprofil ist ein Hilfsprofil mittels zumindest einem an dem Grund
profil angeordneten Verbindungselement angebracht. Das zumindest eine Verbin
dungselement kann schon bei der Fertigung des Grundprofils an diesem an
gebracht bzw. ausgebildet werden, so daß dann später eine einfache und schnel
le Befestigung des Hilfsprofils an dem Grundprofil möglich ist, die auch auf der
Baustelle ausgeführt werden kann. Das Hilfsprofil weist auf seiner dem Grund
profil abgewandten Seite eine Profilierung auf. Diese Profilierung besteht im
wesentlichen aus in Längsrichtung des Hilfsprofils verlaufenden Profilnuten, in
die erforderliche Dichtungselemente, Isolationselemente oder Verschraubungen
zum Anbringen von Ausfachungselementen eingesetzt werden können. Das
Hilfsprofil kann im wesentlichen nach den Anforderungen an die Profilstruktur
gestaltet werden. Es muß dabei im wesentlichen keine Rücksicht auf die
Anforderungen bezüglich der Tragfähigkeit bzw. Belastbarkeit des Fassaden
profils genommen werden, da die Tragfähigkeit in erster Linie durch das Grund
profil bestimmt wird. Die Form des Hilfsprofils richtet sich daher in erster Linie
danach, welche Form die an dem Fassadenprofil anzubringenden Dichtungs
elemente, Isolationselemente und/oder Befestigungselemente aufweisen. Isola
tionselemente können insbesondere erforderlich sein, wenn es sich bei der
Fassade um eine Warmfassade oder um eine beheizte Fassade handelt. In dem
Fall einer beheizten Fassade ist das Grundprofil als geschlossenes Rohr ausge
bildet, das von einem Heizmedium, beispielsweise Wasser, durchströmt wird.
Zur Isolation der Fassade sind dann zwischen den Ausfachungselementen bzw.
der Verglasung und dem Fassadenprofil zusätzliche Isolationselemente erforder
lich, um den Wärmeverlust zu minimieren. Das erfindungsgemäße Fassadenprofil
erlaubt eine äußerst flexible Gestaltung einer Fassade oder eines Daches, da das
Grundprofil und das Hilfsprofil jeweils nach den an sie gerichteten Erfordernissen
optimiert werden können, ohne daß dabei die Gestalt des jeweils anderen Teils
erheblich beeinflußt wird. Weiterhin können das Hilfsprofil und das Grundprofil
unabhängig voneinander im Hinblick auf möglichst geringe Herstellungskosten
optimiert werden. Das zumindest eine Verbindungselement ist als Befesti
gungsbolzen ausgebildet, an dem das Hilfsprofil mittels eines Federelementes
befestigt ist. Dazu wird das Grundprofil mit den daran befestigten Befestigungs
bolzen vorgefertigt, und das Hilfsprofil kann dann mittels der Federelemente
leicht an den entsprechend ausgestalteten Befestigungsbolzen durch einfaches
Verklipsen bzw. Verrasten befestigt werden, ohne daß aufwendige Schraub-
oder Schweißarbeiten erforderlich sind. Somit ist eine schnelle und kostengün
stige Montage des Fassadenprofils möglich. Der Befestigungsbolzen weist an
seinem Umfang zumindest eine Ringnut zur Aufnahme des Federelementes auf,
das Hilfsprofil weist an seiner dem Grundprofil zugewandten Seite wenigstens
eine Nut zur Aufnahme des Befestigungsbolzens und des Federelementes auf
und das Federelement weist eine Öffnung zur Aufnahme des Befestigungs
bolzens auf, wobei der in die Öffnung eingesetzte Befestigungsbolzen das
Federelement derart aufweitet, daß es in Nut des Hilfsprofils eingreift. Diese
Gestaltung ermöglicht eine Vereinfachung des Befestigungsvorganges des
Hilfsprofils an dem Grundprofil. Zur Befestigung wird das vorteilhafterweise
schon auf einen verjüngten Abschnitt des Befestigungsbolzens aufgesetzte
Federelement in die Nut des Hilfsprofils, welche vorteilhafterweise T-förmig ist,
eingesetzt und dann wird das Hilfsprofil mit dem Federelement auf dem bereits
an dem Grundprofil angebrachten Befestigungsbolzen in Richtung des Grund
profils verschoben, wobei das Federelement in die Ringnut des Befesti
gungsbolzens eingreift und gleichzeitig derart aufgeweitet wird, daß es ebenfalls
in die Nut und vorteilhafterweise in die Quernuten der T-förmigen Nut des
Hilfsprofils eingreift. Auf diese Weise bildet das Federelement eine sichere
Verbindung zwischen dem Hilfsprofil und dem Befestigungsbolzen bzw. dem
Grundprofil. Diese Verbindung ist sehr einfach herzustellen, da keinerlei speziel
les Werkzeug erforderlich ist, die Befestigung erfolgt durch einfaches Verklipsen
bzw. Verrasten, was auch auf der Baustelle leicht durchzuführen ist.
Vorzugsweise bestehen das Grundprofil und das Hilfsprofil aus unterschiedlichen
Materialien, insbesondere aus Stahl, Aluminium, Holz oder Kunststoff. Dies
ermöglicht eine optimierte Gestaltung des Fassadenprofils, bei der die Materialien
für das Grundprofil und das Hilfsprofil unabhängig voneinander, genau angepaßt
an die jeweiligen Erfordernisse ausgewählt werden können. So ist es möglich,
das Grundprofil aus einem möglichst stabilen Material zu fertigen, um die Stabili
tät der Fassade sicherzustellen, während das Hilfsprofil aus einem Material
gefertigt wird, in dem sich leicht die erforderlichen Profilnuten zur Aufnahme von
Dichtungs- und Isolationselementen ausbilden lassen. Auch können die Materia
lien nach gestalterischen Erfordernissen ausgewählt werden. Das Grundprofil
kann angepaßt an die übrige Architektur beispielsweise aus Holz bestehen,
während das Hilfsprofil aus Kunststoff gefertigt wird, um die erforderlichen
Aufnahmenuten für Dichtungs-, Befestigungs- und Isolationselemente zu schaf
fen.
Vorteilhafterweise ist das Grundprofil ein Stahlprofil und vorzugsweise ein im
wesentlichen rechteckiges Stahlrohr. Durch ein Stahlprofil kann eine äußerst
hohe Tragfähigkeit der Fassade bei gleichzeitig geringen Abmessungen des
Fassadenprofils erreicht werden. Weiterhin sind derartige Stahlprofile relativ
kostengünstig zu fertigen, da es sich meist um Standardprodukte handelt. Ein
rechteckiges Stahlrohr weist eine äußerst hohe Stabilität auf, und ist dabei
dennoch kostengünstig zu fertigen. Weiterhin eignet sich ein derartiges Stahlrohr
für eine beheizte Fassade, da das geschlossene Stahlrohr gleichzeitig als Heizel
ement dienen kann, welches beispielsweise von heißem Wasser durchströmt
wird.
Das Hilfsprofil ist vorzugsweise ein Aluminiumprofil. Ein Aluminiumprofil erlaubt
äußerst flexible Gestaltungsmöglichkeiten bei gleichzeitig geringen Herstellungs
kosten. So kann ein derartiges Aluminiumprofil beispielsweise durch Strang
pressen äußerst kostengünstig erzeugt werden, wobei eine große Vielfalt von
unterschiedlichen, nahezu beliebigen Profilformen erzeugt werden kann. Somit
ist eine kostengünstige Anpassung des Hilfsprofils an unterschiedliche Einsatz
zwecke und Fassadenkonstruktionen möglich. Weiterhin kann durch ein Alumini
umprofil eine hohe Korrosionsbeständigkeit erzielt werden. Insbesondere bei
Kombination mit einem Grundprofil in Form eines Stahlrohrs kann durch ein Alu
miniumprofil eine optimale Konfiguration des Fassadenprofils erzielt werden. Das
Stahlprofil sorgt dabei als Grundprofil für die erforderliche Festigkeit bzw. Steifig
keit des Profils, während das Aluminiumprofil als Hilfsprofil optimal an die aufzu
nehmenden Dichtungs-, Isolations- bzw. Befestigungselemente angepaßt werden
kann, ohne die Trageigenschaften des Grundprofils aus Stahl nachteilig zu
beeinflussen. Ein derartiges Fassadenprofil ist äußerst kostengünstig zu fertigen,
da das Grundprofil und das Hilfsprofil jeweils so konfiguriert sind, daß sie einzeln
leicht und preiswert herzustellen sind und erst im Anschluß miteinander verbun
den werden.
Zwischen dem Grundprofil und dem Hilfsprofil ist bevorzugt ein Wärme-Isola
tionselement angeordnet. Diese Anordnung ist insbesondere für Warmfassaden
und beheizte Fassaden geeignet. Bei beheizten Fassaden dient das Grundprofil
gleichzeitig als Heizungselement zur Beheizung der hinter der Fassade liegenden
Räume eines Gebäudes. In diesem Fall ist es erwünscht, daß zwischen dem
Hilfsprofil und dem Grundprofil eine ausreichende Wärmeisolation gewährleistet
wird, so daß ein unerwünschter Wärmeübergang zwischen dem Grundprofil und
dem Hilfsprofil vermieden werden kann. Auf diese Weise können Wärmeverluste
an der Fassade bzw. Kältebrücken minimiert werden. Weiterhin hat die An
ordnung des Wärme-Isolationselementes zwischen dem Grundprofil und dem
Hilfsprofil den Vorteil, daß an dem Hilfsprofil an dessen dem Grundprofil abge
wandten Seite weiterhin Dichtungselemente zur Abdichtung der Fassade an
gebracht werden können. Bei der Anbringung der Dichtungselemente muß dabei
nicht auf eventuelle Wärme-Isolationselemente Rücksicht genommen werden, es
ist vielmehr möglich, die dem Grundprofil abgewandte Seite des Hilfsprofils
optimal an die verwendeten Dichtungs- bzw. Befestigungselemente anzupassen,
d. h. dementsprechende Profil- bzw. Befestigungsnuten auf dieser Seite des
Hilfsprofils auszubilden. Gleichzeitig kann die dem Grundprofil zugewandte Seite
des Hilfsprofils optimal an die Befestigung eines oder mehrerer Wärme-Isolations
elemente angepaßt werden.
Weiter bevorzugt ist der Befestigungsbolzen an dem Grundprofil angeschweißt.
Dies ermöglicht eine äußerst schnelle und kostengünstige Anbringung des
Befestigungsbolzens bzw. der Befestigungsbolzen an dem Grundprofil. So
können die Befestigungsbolzen beispielsweise durch Widerstandspreßschweißen
leicht und schnell an dem Grundprofit angeschweißt werden. Neben dem Wider
standspreßschweißen sind jedoch auch andere geeignete Schweißverfahren zum
Anbringen der Befestigungsbolzen an dem Grundprofil einsetzbar. Das An
schweißen der Befestigungsbolzen an dem Grundprofil hat den weiteren Vorteil,
daß keinerlei Löcher bzw. Bohrungen in dem Grundprofil zur Befestigung der
Befestigungsbolzen erforderlich sind, wie sie beispielsweise zum Einschrauben
notwendig sein könnten. Derartige Löcher können beispielsweise bei einer
beheizten Fassade nicht angebracht werden, da bei einer derartigen Fassade das
Heizmedium an genannten Öffnungen bzw. Löchern austreten könnte.
Der Befestigungsbolzen ist vorteilhafterweise an dem Grundprofil angeschraubt.
Dazu können einerseits Bohrungen, insbesondere Gewindebohrungen in dem
Grundprofil ausgebildet werden, andererseits kann der Befestigungsbolzen auch
einen Gewindebolzen aufweisen, der an dem Grundprofil angebracht ist. Der
Gewindebolzen kann beispielsweise, wie zuvor beschrieben, an dem Grundprofil
angeschweißt werden. Auf den Gewindebolzen können dann je nach Einsatzfall
verschiedene Befestigungsbolzen aufgeschraubt werden. So ist es beispielsweise
möglich, beim Einsatz eines zusätzlichen Wärme-Isolationselementes zwischen
dem Grundprofil und dem Hilfsprofil und/oder den Ausfachungselementen einen
längeren Befestigungsbolzen einzusetzen, um einen größeren Abstand zwischen
dem Hilfsprofil bzw. dem Ausfachungselement und dem Grundprofil zu erzielen.
Bei Einsatz des Fassadenprofils ohne ein zusätzliches Wärme-Isolationselement
kann dann leicht ein kürzerer Befestigungsbolzen an dem Grundprofil montiert
werden, ohne daß Veränderungen an dem Grundprofil erforderlich sind. Auf
diese Weise ist ein äußerst flexibler Einsatz ein und desselben Grundprofils für
verschiedene Anwendungsfälle möglich.
Vorteilhafterweise ist auf der dem Grundprofil abgewandten Seite des Hilfsprofils
eine sich in Profillängsrichtung erstreckende Nut ausgebildet, in welche Schrau
ben zum Befestigen der Ausfachungselemente einschraubbar sind. Diese Nut
bildet somit einen Schraubkanal, der sich über die gesamte Länge des Fassaden
profils erstreckt, so daß an beliebiger Stelle Schrauben zum Befestigen von
Ausfachungselementen einsetzbar sind. Es werden dabei vorzugsweise selbst
schneidende Schrauben eingesetzt, die ein Gewinde in den Schraubkanal ein
schneiden. Auf diese Weise wird die Montage einer Fassade mit dem erfindungs
gemäßen Fassadenprofil zusätzlich erleichtert, da die Befestigungselemente zum
Befestigen von Ausfachungselementen, wie beispielsweise Glasscheiben, an
beliebigen Stellen in das Fassadenprofil eingesetzt werden können. Bei der
Montage auf der Baustelle müssen somit keine vorgegebenen Befestigungs
punkte berücksichtigt werden, wie beispielsweise in regelmäßigen Abständen
vorgesehene Gewindebohrungen. Weiterhin ist es auch nicht erforderlich, spe
zielle Gewindebohrungen oder anderweitige Aufnahmen für Befestigungselemen
te für einen speziellen Einsatzzweck an dem Fassadenprofil bzw. dem Hilfsprofil
auszubilden, da der Schraubkanal das Anbringen einer beliebigen Anzahl von
Befestigungselementen an beliebigen Stellen des Fassadenprofils ermöglicht.
Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft anhand der beiliegenden Zeichnun
gen beschrieben. In diesen zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 die Befestigung des Hilfsprofils an dem Grundprofil mittels Feder
element gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 3 eine Schnittansicht durch einen Fassadenteil mit dem Fassadenprofil
gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Fassadenteil mit dem Fassadenprofil
gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, und
Fig. 5 eine perspektivische Explosionsansicht des Fassadenprofils gemäß der
ersten Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch ein Fassadenprofil gemäß einer ersten
Ausführungsform der Erfindung. Das Fassadenprofil wird durch ein Grundprofil 2
und ein Hilfsprofil 4 gebildet, wobei das Grundprofil 2 ein Stahlrohr mit im
wesentlichen rechteckigem Querschnitt ist und das Hilfsprofil 4 ein Alumini
umstrangpreßprofil ist. An einer Stirnseite des rechteckigen Stahlrohrs sind
Verbindungselemente in Form von Befestigungsbolzen 6 (in diesem Schnitt ist
nur einer zu erkennen) angebracht. Die Befestigungsbolzen 6 sind vorzugsweise
an dem Grundprofil 2 angeschweißt. Das Hilfsprofil 4 ist an dem Grundprofil 2
bzw. den Befestigungsbolzen 6 mit Federelementen 8 befestigt, wie anhand von
Fig. 2 näher beschrieben wird. Auf der dem Grundprofil 2 abgewandten Seite
des Hilfsprofils 4 sind Profilnuten 10 zur Aufnahme von Dichtungselementen
ausgebildet, die sich in Profillängsrichtung über die gesamte Länge des Profils
erstrecken. In diese Profilnuten 10 können Dichtungselemente beispielsweise in
Form von Gummidichtungen eingesetzt bzw. eingeklemmt werden. Weiterhin ist
auf der dem Grundprofil 2 abgewandten Seite an dem Hilfsprofil 4 ein
Schraubkanal 12 ausgebildet, der sich in der Mitte des Hilfsprofils 4 durch
gehend über die gesamte Länge des Profils erstreckt. In diesen Schraubkanal 12
können an beliebigen Stellen Schrauben zur Befestigung von Ausfachungs
elementen eingeschraubt werden.
Fig. 2 zeigt die Befestigung des Hilfsprofils 4 an dem Grundprofil 2 mittels eines
Federelementes 8 im Detail. In dem Hilfsprofil 4, dessen Querschnitt dem in
Fig. 1 gezeigten entspricht, ist auf der dem Grundprofil 2 zugewandten Seite
mittig eine T-förmige Nut 14 ausgebildet, die im Inneren des Hilfsprofils 4 zwei
sich gegenüberliegende Quernuten 16 aufweist, beabstandet von der dem
Grundprofil 2 zugewandten Oberfläche des Hilfsprofils 4. Die Nuten 14 und 16
erstrecken sich wie auch die anderen Nuten in dem Hilfsprofil 4 in Längsrichtung
durchgehend über dessen gesamte Länge. Ein mit derartigen Nuten versehenes
Hilfsprofil 4 kann leicht und kostengünstig durch Strangpressen von Aluminium
gefertigt werden. An dem Grundprofil 2 ist ein Befestigungsbolzen 6 ange
schweißt. Der Befestigungsbolzen 6 ist ein rotationssymmetrisches Bauteil und
weist beabstandet von dem Grundprofil 2 eine Ringnut 18 auf, die sich entlang
dem Umfang des Befestigungsbolzens 6 erstreckt. Die Ringnut 18 hat einen im
wesentlichen rechteckigen Querschnitt und ihre Breite ist an die Dicke des
Federelementes 8 angepaßt, d. h. die Ringnut 18 hat eine Breite, die zumindest
der Dicke des Federelementes 8 entspricht. Im Anschluß an die Ringnut 18 ist
der Befestigungsbolzen 6 in der dem Grundprofil 2 abgewandten Richtung
konisch ausgebildet, d. h. er verjüngt sich zu seinem freien Ende hin. An den
konischen Bereich 20 des Befestigungsbolzens 6 schließt sich ein weiterer
zylindrischer Bereich 22 an, dessen Durchmesser geringer ist als der Innendurch
messer der Ringnut 18.
Im Schritt I wird nun die erste Stufe der Befestigung mittels des Federelementes
8 gezeigt. Neben dem Querschnitt des Hilfsprofils 4 an des Grundprofils 2 ist
eine Draufsicht auf das Federelement 8 gezeigt. Das Federelement 8 weist einen
im wesentlichen rechteckigen Mittelabschnitt 24 auf. In der Mitte dieses Mittel
abschnittes 24 ist eine Öffnung bzw. Bohrung 26 angeordnet, von der ausge
hend sich zwei Schlitze 28 in Richtung zweier gegenüberliegender Kanten des
rechteckigen Mittelteils 24 erstrecken. An der Stelle, an der die Schlitze 28 die
Kanten des Mittelteils 24 schneiden, schließt sich auf jeder der gegenüberliegen
den Seiten ein U-förmiger Bereich 30 an, dessen freie Schenkel jeweils rechts
und links neben dem Schlitz 28 in den Mittelabschnitt 24 übergehen. Das ge
samte Federelement 8 ist einstückig ausgebildet. Der Durchmesser der Bohrung
26 entspricht mindestens dem Durchmesser des zylindrischen Abschnitts 22 des
Befestigungsbolzens 6. In Schritt I wird nun das Federelement 30 mit seiner
Bohrung 26 auf den zylindrischen Abschnitt 22 des Befestigungsbolzens 6
aufgesetzt und gleichzeitig wird das Hilfsprofil 4 derart auf das Federelement 8
aufgesetzt, daß die gegenüberliegenden Kanten 32 des Federelementes, die
parallel zu den U-förmigen Abschnitten 30 und den Schlitzen 28 liegen, im
Bereich der T-förmigen Nut 14 bzw. der Quernuten 16 an dem Hilfsprofil 4 zur
Anlage kommen. Im Anschluß an den Querschenkel des T-förmigen Querschnit
tes der Nut 14 bzw. an die Quernuten 16 der T-förmigen Nut 14 ist diese in der
dem Grundprofil 2 abgewandten Richtung durch einen Bereich 34 verlängert, in
den der Befestigungsbolzen 6 eindringen kann. Der Bereich 34 erstreckt sich,
wie auch die T-förmige Nut 14, entlang der Längsachse des Hilfsprofils 4 durch
gehend über dessen gesamte Länge. Die Quernuten 16 sind derart ausgebildet,
daß ihre dem Grundprofil 2 abgewandten Seitenflächen sich weiter in den
Bereich der Nut 14, 34 hineinerstrecken als die gegenüberliegenden Seitenflä
chen der Quernuten 16. Auf diese Weise ist es möglich, das Federelement 8 in
die T-förmige Nut 14 einzusetzen, wobei dieses im Bereich der Quernuten 16 zur
Anlage kommt und nicht weiter in den verlängerten Bereich 34 der T-förmigen
Nut 14 eindringen kann. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß die parallelen
Seitenkanten 32 des Federelementes 8 jeweils den Quernuten 16 gegenüberlie
gen.
Im Schritt II wird nun das Hilfsprofil 4 auf das Grundprofil 2 zubewegt, wobei
das Federelement 8, das im Bereich der Quernuten 16 anliegt, mitgenommen
wird und auf den konischen Teil 20 des Befestigungsbolzens 6 aufgeschoben
wird. Der im Schritt II gezeigte Befestigungsbolzen 6 weist eine variierte Kopf
form auf, an den konischen Bereich 20 schließt sich hier kein weiterer zylin
drischer Bereich 22 an, so daß bei dieser Ausführungsform das Federelement 8
mit seiner Bohrung 26 direkt auf den konischen Teil 20 aufgesetzt wird. Durch
das Aufschieben des Federelementes 8 auf den konischen Teil 20 dringt der
konische Teil 20 weiter in die Bohrung 26 ein und weitet diese auf. Dabei weitet
sich das gesamte Federelement 8 derart, daß sich die U-förmigen Bereiche 30
elastisch aufbiegen und sich die durch die Schlitze 28 voneinander getrennten
Bereiche des rechteckigen Mittelteils 24 voneinander entfernen. Dabei entfernen
sich auch die gegenüberliegenden parallelen Kanten 32 des Federelementes 8
voneinander und dringen in die Quernuten 16 der T-förmigen Nut 14 an dem
Hilfsprofil 4 ein.
Schritt III zeigt nun den letzten Schritt der Befestigung des Hilfsprofils 4 an dem
Grundprofil 2. Das Hilfsprofil 4 ist nun soweit in Richtung des Grundprofils 2
verschoben worden, daß es mit diesem in Anlage kommt und auch das Feder
element 8 vollständig über den konischen Teil 20 hinübergeschoben ist. Das
Federelement 8 bzw. dessen der Bohrung 26 zugewandten Kanten dringen nun
in die Ringnut 18 des Befestigungsbolzens 6 ein, wobei sich das Federelement
8 wieder elastisch zurückverformt, d. h. die Kanten 32 bzw. die durch die Schlit
ze 28 getrennten Bereiche des rechteckigen Mittelteils 24 nähern sich wieder
einander an. Da jedoch die Ringnut 18 einen größeren Durchmesser als der
zylindrische Teil 22 und vor allem als die Bohrung 26 aufweist, kann sich das
Federelement 8 nicht vollständig zurückverformen, so daß die Kanten 32 vonein
ander ausgelenkt und somit mit den Quernuten 16 der T-förmigen Nut 15 in
Eingriff bleiben. Das Federelement 8 ist nun sowohl mit der Ringnut 18 als auch
mit den Quernuten 16 in dem Hilfsprofil 4 in Eingriff, so daß das Hilfsprofil 4
durch das Federelement 8 an dem Befestigungsbolzen 6 und somit auch an dem
Grundprofil 2 sicher gehalten wird.
Die T-förmige Nut 14 ist in ihrem dem Grundprofil 2 zugewandten Bereich
vorteilhafterweise so ausgebildet, daß ihre Seiten abgeschrägt bzw. angefast
sind, so daß das Einsetzen des Federelementes 8 erleichtert wird. Weiterhin
weist das Hilfsprofil 4 vorteilhafterweise entlang seiner Außenkanten in Profil
längsrichtung verlaufende Vorsprünge 36 auf, die sich in Richtung des Grund
profils 2 von dem Hilfsprofil 4 wegerstrecken und mit diesem in Anlage kommen.
Auf diese Weise kann bei entsprechender Dimensionierung des Befestigungs
bolzens 6 und des Hilfsprofils 4 erreicht werden, daß das Hilfsprofil 4 zunächst
mit seinen Vorsprüngen 36 mit dem Grundprofil 2 in Kontakt kommt, bevor das
Federelement 8 vollständig über den konischen Teil 20 des Befestigungsbolzens
6 hinübergeschoben ist um in die Ringnut 18 eindringen zu können. Dies be
wirkt, daß, nachdem die Vorsprünge 36 mit dem Grundprofil 2 in Kontakt
gekommen sind, das Hilfsprofil leicht elastisch verformt werden muß, um ein
weiteres Andrücken in Richtung des Grundprofils 2 und das vollständige Hin
überschieben des Federelementes 8 über den konischen Teil 20 des Befesti
gungsbolzens 6 zu ermöglichen, so daß das Federelement 8 in die Ringnut 18
eingreifen kann. Auf diese Weise wird im befestigten Zustand eine Vorspannung
in dem Hilfsprofil 4 bewirkt, d. h. das Hilfsprofil 4 ist zwischen dem Grundprofil 2
und dem Federelement 8 bzw. der Ringnut 18 verspannt. Das Hilfsprofil 4 wird
somit fest und spielfrei an dem Grundprofil 2 gehalten.
Das hier gezeigte Federelement 8 wird vorzugsweise aus einem Blech aus
geeignetem Federstahl, d. h. einem Material mit den erforderlichen elastischen
Eigenschaften, gestanzt bzw. geschnitten. Auf diese Weise ist eine schnelle und
kostengünstige Herstellung auch großer Stückzahlen der erforderlichen Feder
elemente 8 möglich.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt eines Teils einer Fassadenkonstruktion mit dem
erfindungsgemäßen Fassadenprofil. An dem Grundprofil 2, das hier als im
wesentlichen quadratisches Stahlrohr ausgebildet ist, ist mittels des Befesti
gungsbolzens 6 und des Federelementes 8 das Hilfsprofil 4 angebracht, wie
anhand von Fig. 2 beschrieben. In die Profilnuten 10 des Hilfsprofils 4 sind
Dichtungselemente 38 eingesetzt, die im wesentlichen den Dichtungsprofilen
entsprechen, wie sie in Verbindung mit den bekannten Stahlprofilen eingesetzt
werden. An den Dichtungselementen 38 liegen Ausfachungselemente beispiels
weise in Form von Isolierglasscheiben 40 an, wobei an jedem der zwei Dich
tungselemente 38 eine Scheibe 40 mit ihrem Endbereich anliegt. Die Scheiben
40 werden durch eine Glashalteleiste 44 gehalten, die den Stoß zwischen den
beiden Isolierglasscheiben 40 wetterseitig überdeckt. Gebäudeseitig sind in den
Randbereichen der Glashalteleiste 44 in entsprechenden Nuten Dichtungselemen
te 42 eingesetzt, die auf den Außenseiten der Isolierglasscheiben 40 anliegen.
Die Glashalteleiste 44 wird durch Schrauben 46 an dem Hilfsprofil 4 befestigt.
Die Schrauben 46 erstrecken sich durch eine Durchgangsbohrung von der
Außenseite der Glashalteleiste 44 her in den Schraubkanal 12 in dem Hilfsprofil
4. Es werden hier selbstschneidende Schrauben verwendet, die ein entsprechen
des Gewinde in dem Schraubkanal 12 selbst einschneiden. Durch Anziehen der
Schraube 46 wird die Glashalteleiste 44 in Richtung des Hilfsprofils 4 gezogen,
wobei die Isolierglasscheiben 40 zwischen den Dichtungselementen 38 und 42
bzw. der Glashalteleiste 44 und dem Hilfsprofil 4 eingeklemmt werden. Die
Ausführung ist nicht auf den Einsatz von Isolierglasscheiben beschränkt, viel
mehr können auch andere Ausfachungselemente auf ähnliche Weise an dem
Hilfsprofil 4 befestigt werden.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch einen Teil einer Fassadenkonstruktion, unter
Verwendung des erfindungsgemäßen Fassadenprofils. Bei der hier gezeigten
Ausgestaltung handelt es sich um eine beheizte Fassade, d. h. das Grundprofil 2
dient gleichzeitig als Heizelement zum Beheizen eines Innenraumes eines Gebäu
des. Wie auch das Grundprofil 2 in Fig. 3 hat der hier gezeigte Grundprofil 2 eine
im wesentlichen quadratische Grundform und ist als geschlossenes Stahlrohr
ausgebildet, so daß er beispielsweise von heißen Wasser durchströmt werden
kann. Im Unterschied zu Fig. 3 ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
zwischen dem Grundprofil 2 und dem Hilfsprofil 4 ein Wärme-Isolationsele
ment 48 angeordnet. Dieses Wärme-Isolationselement 48 dient zur Wärmeisola
tion zwischen dem Grundprofil 2 und dem Hilfsprofil 4, um beispielsweise bei
dem Einsatz des Grundprofils 2 als Heizelement mögliche Wärmeverluste über
die Fassade zu minimieren. Das Wärme-Isolationselement 48 ist als durchgehen
de Leiste ausgebildet, die sich in Längsrichtung des Fassadenprofils durchgehend
zwischen dem Grundprofil 2 und dem Hilfsprofil 4 erstreckt. Zur Befestigung des
Hilfsprofils 4 und des Wärme-Isolationselementes 48 an dem Grundprofil 2 sind
an dem Grundprofil 2 Verbindungselemente in Form von Gewindebolzen 47
ausgebildet, die entsprechend der zuvor beschriebenen Befestigungsbolzen 6
befestigt bzw. angeordnet sind. Auf das Grundprofil 2 wird im Bereich der
Gewindebolzen 47 zunächst ein Zwischenprofil 50 aufgesetzt, welche hier als
durchgehendes Profil ausgebildet ist und sich in Längsrichtung des Fassaden
profils erstreckt und entsprechende Öffnungen bzw. Ausnehmungen für die
Gewindebolzen 47 aufweist. Das Zwischenprofil 50 muß jedoch nicht als durch
gehendes Profil ausgebildet sein, vielmehr kann es auch nur abschnittweise
angeordnet sein. Auf das Zwischenprofil 50 ist das Wärme-Isolationselement 48
aufgesetzt. Das Wärme-Isolationselement 48 weist eine entsprechende Profilnut
zur Aufnahme des Zwischenprofils 50 auf, so daß die seitlichen Bereiche des
Wärme-Isolationselementes 48 neben dem Zwischenprofil 50 auf dem Grund
profil 2 anliegen. Das Wärme-Isolationselement 48 weist entsprechende Durch
gangsbohrungen 52 auf, die entsprechend der an dem Grundprofil 2 vorgesehe
nen Gewindebolzen 47 zueinander beabstandet sind. In die Durch
gangsbohrungen 52 ist jeweils ein Befestigungsbolzen 6 eingesetzt und auf dem
Gewindebolzen 47 so aufgeschraubt, daß eine Stirnseite des Befestigungs
bolzens 6 an dem Zwischenprofil 50 anliegt, so daß das Zwischenprofil 50 fest
auf das Grundprofil 2 aufgepreßt wird. Das Zwischenprofil 50 bietet dabei eine
sichere Anlage für den Befestigungsbolzen 6, da dieser somit nicht direkt entlang
dem Umfang des Gewindebolzens 47 an dem Grundprofil 2 anliegt. Gerade in
diesem Bereich kann an dem Grundprofil 2 häufig keine ebene Anlagefläche für
einen Befestigungsbolzen 6 geschaffen werden, da sich hier durch das
Anschweißen des Gewindebolzens 47 Schweißraupen und Oberflä
chenunregelmäßigkeiten ausbilden können. Der Befestigungsbolzen 6 erstreckt
sich durch die Durchgangsbohrung 52 des Wärme-Isolationselementes 48, so
daß er mit seinem konischen Abschnitt 20 soweit über die zur Fassadenaußen
seite hin gerichtete Oberfläche des Wärme-Isolationselements 48 hinausragt, daß
das Hilfsprofil 4 mittels des Federelementes 8 an dem Befestigungsbolzen 6
befestigt werden kann, wie anhand von Fig. 2 beschrieben ist. Der einzige
Unterschied zu dem in Fig. 2 beschriebenen Beispiel liegt dann darin, daß das
Hilfsprofil 4 nicht direkt an dem Grundprofil 2 anliegt sondern an dem Wärme-
Isolationselement 48. Die Anbringung des Gewindebolzens 47 an dem Grund
profil 2 ermöglicht einen flexiblen Einsatz ein und desselben Grundprofils 2 für
unterschiedliche Formen und insbesondere Dicken von Wärme-Isolationselemen
ten 48, da lediglich unterschiedlich gestaltete Befestigungsbolzen 6, insbesonde
re mit unterschiedlichen Längen, eingesetzt werden müssen, um das Hilfsprofil
4 an dem Grundprofil 2 zu befestigen. Die Befestigung der Isolierglasscheiben 40
mittels der Glashalteleiste 44 entspricht der in Fig. 3 gezeigten Anordnung.
Fig. 5 zeigt eine perspektivische Explosionsansicht des Fassadenprofils mit der
zuvor beschriebenen Befestigungsmethode zum Anbringen des Hilfsprofils 4 an
dem Grundprofil 2. An den hier gezeigten Grundprofilen 2 sind in regelmäßigen
Abständen Befestigungsbolzen 6 angeschweißt. Die Federelemente 8 sind
bereits auf die Befestigungsbolzen 6 aufgesetzt, so daß zur vollständigen Monta
ge der Fassadenprofile nur noch die Hilfsprofile 4 auf die Grundprofile 2 mit den
Befestigungsbolzen 6 und den Federelementen 8 aufgesetzt bzw. aufgeschoben
werden müssen. Die hier gezeigten Befestigungsbolzen 6 weisen eine Verliersi
cherung für die Federelemente 8 in Form eines Kopfes auf, welche verhindert,
daß die Federelemente 8 von den Befestigungsbolzen 6 abrutschen bzw. her
unterfallen können. Dies ermöglicht, daß die Federelemente 8 bereits in der
Werkstatt an den Befestigungsbolzen 6 angebracht werden können, so daß
später bei der entgültigen Montage auf der Baustelle nicht mehr mit den leicht zu
verlierenden Federelementen 8 hantiert werden muß. Weiterhin sind die hier
gezeigten Federelemente 8 U-förmig gestaltet, wodurch ein seitliches Aufschie
ben der Federelemente 8 auf die Befestigungsbolzen 6 ermöglicht wird. Vorteil
hafterweise können die Befestigungsbolzen 6 und die korrespondierende Boh
rung 26 nicht kreisförmig, beispielsweise elliptisch oder eckig, ausgestaltet sein,
wodurch eine exakte Positionierung der Federelemente 8 an den Befestigungs
bolzen 6 ermöglicht wird, so daß leicht sichergestellt werden kann, daß die
Federelemente 8 entsprechend der korrespondierenden Nut 14, 16 in dem
Hilfsprofil 4 auf den Befestigungsbolzen 6 und damit an dem Grundprofil 2
ausgerichtet sind. Ferner sind in Fig. 5 die Dichtungselemente 38, eine Isolier
glasscheibe 40 sowie Auflageklötze für diese angedeutet.
Auch wenn in den zuvor beschriebenen Figuren jeweils nur ein Befestigungs
bolzen 6, Gewindebolzen 47 oder Befestigungsbolzen 52 zu erkennen ist,
werden doch üblicherweise zahlreiche dieser Bolzen 6, 47, 52 vorzugsweise in
regelmäßigen Abständen an dem Grundprofil 2 angebracht um das Hilfsprofil 4
auf seiner gesamten Länge sicher zu befestigen.
2
Grundprofil
4
Hilfsprofil
6
Befestigungsbolzen
8
Federelement
10
Profilnut
12
Schraubkanal
14
Nut
16
Nut
18
Ringnut
20
konischer Bereich
22
zylindrischer Bereich
24
Mittelteil
26
Bohrung
28
Schlitz
30
U-förmiger Bereich
32
Kante
34
verlängerter Bereich
36
Vorsprung
38
Dichtungselement
40
Isolierglasscheibe
42
Dichtungselement
44
Glashalteleiste
46
Schraube
47
Gewindebolzen
48
Wärme-Isolationselement
50
Zwischenprofil
52
Durchgangsbohrung
54
Befestigungsnut
Claims (8)
1. Fassadenprofil, welches ein Grundprofil (2) aufweist, an dem ein Hilfs
profil (4) angebracht ist, welches an seiner dem Grundprofil (2) abge
wandten Seite eine Profilierung (10, 12) aufweist zur Aufnahme von
Dichtungselementen (38) und/oder Isolationselementen (48) und/oder
Befestigungselementen (46) zum Anbringen von Ausfachungselementen,
wobei
an dem Grundprofil (2) zumindest ein Befestigungsbolzen (6) angeordnet ist, welcher an seinem Umfang zumindest eine Ringnut (18) zur Auf nahme des Federlementes (8) aufweist,
das Hilfsprofil (4) an seiner dem Grundprofil (2) zugewandten Seite wenigstens eine Nut (14, 16) zur Aufnahme des Befestigungsbolzens (6) und des Federelementes (8) aufweist und
das Federelement (8) eine Öffnung (26) zur Aufnahme des Befestigungs bolzens (6) aufweist, wobei der in die Öffnung eingesetzte Befestigungs bolzen (6) das Federelement (8) derart aufweitet, daß es in die Nut (14; 16) des Hilfsprofils (4) eingreift.
an dem Grundprofil (2) zumindest ein Befestigungsbolzen (6) angeordnet ist, welcher an seinem Umfang zumindest eine Ringnut (18) zur Auf nahme des Federlementes (8) aufweist,
das Hilfsprofil (4) an seiner dem Grundprofil (2) zugewandten Seite wenigstens eine Nut (14, 16) zur Aufnahme des Befestigungsbolzens (6) und des Federelementes (8) aufweist und
das Federelement (8) eine Öffnung (26) zur Aufnahme des Befestigungs bolzens (6) aufweist, wobei der in die Öffnung eingesetzte Befestigungs bolzen (6) das Federelement (8) derart aufweitet, daß es in die Nut (14; 16) des Hilfsprofils (4) eingreift.
2. Fassadenprofil nach Anspruch 1, bei welchem das Grundprofil (2) und
das Hilfsprofil (4) aus unterschiedlichen Materialien bestehen, insbeson
dere aus Stahl, Aluminium, Holz oder Kunststoff.
3. Fassadenprofil nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem das Grundprofil (2)
ein Stahlprofil und vorzugsweise ein im wesentlichen rechteckiges Stahl
rohr ist.
4. Fassadenprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem
das Hilfsprofil (4) ein Aluminiumprofil ist.
5. Fassadenprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem
zwischen dem Grundprofil (2) und dem Hilfsprofil (4) ein Wärme-Isola
tionselement (48) angeordnet ist.
6. Fassadenprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem
der Befestigungsbolzen (6) an dem Grundprofil (2) angeschweißt ist.
7. Fassadenprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem
der Befestigungsbolzen (6) an dem Grundprofil (2) angeschraubt ist.
8. Fassadenprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem
auf der dem Grundprofil (2) abgewandten Seite des Hilfsprofils (4) eine
sich in Profillängsrichtung erstreckende Nut (12) ausgebildet ist, in wel
che Schrauben (46) zum Befestigen der Ausfachungselemente ein
schraubbar sind.
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|---|---|---|---|
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