DE19603433A1 - Vorrichtung zur vorläufigen Halterung von Einsatzteilen in Riegel- und Pfostenfassaden - Google Patents
Vorrichtung zur vorläufigen Halterung von Einsatzteilen in Riegel- und PfostenfassadenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur vorläu
figen Halterung von Einsatzteilen in Riegel- und Pfostenfassa
den, insbesondere eine Halterung, die Füllungen wie beispielswei
se ISO-Glas oder Fensterelemente so lange in ihrer vorgesehenen
Position halten, bis die endgültige Halterung an den Einsatztei
len angebracht ist.
Halterungen, die für die endgültige Befestigung von Einsatztei
len an Riegel- und Pfostenfassaden verwendet werden, sind im
Stand der Technik bekannt. In der deutschen Offenlegungsschrift
DE 42 06 593 wird eine Dichtungsanordnung für Glasdächer und
Glasfassaden vorgeschlagen, bei der die Füllungen mit einer
Schraube auf einer speziellen Trägerkonstruktion gehaltert wer
den. Zwischen den Füllungen und der Trägerkonstruktion befindet
sich mindestens ein Abstandsklotz, der eine der beiden Füllungen
in ihrer vorgesehenen Position fixiert. Die zweite Füllung, das
heißt das zweite plattenartige Einsatzelement, muß so lange von
einer zweiten Person gehalten werden, bis das zweite Einsatzele
ment durch Verschraubung befestigt ist. Hierdurch werden stets
zwei Personen bei der Befestigung von Einsatzelementen an Fassa
den benötigt, was sich negativ auf die Produktivität des Perso
nals auswirkt.
Weitere gattungsähnliche Vorrichtungen, sind in der DE-P 44 32
568.1 beschrieben.
Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung ist es, die Montage von
Einsatzteilen wie Glasplatten oder Fensterelemente für die Mon
teure zu erleichtern, so daß für die Montage lediglich eine Per
son benötigt wird.
Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrich
tung und ein Verfahren bereitzustellen, die in der Lage sind,
ein Einsatzteil so lange in der Fassade in seiner Position zu
fixieren, bis die endgültige Halterung angebracht ist.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen der unab
hängigen Hauptansprüche gelöst.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur vorläufigen Halterung von
Einsatzteilen (Füllungen) wie ISO-Glas, Paneele oder dergleichen
bei Riegel-/Pfostenfassaden und Fensterelementen ist dadurch ge
kennzeichnet, daß auf die Füllung eine federnde Klemm- und Hal
tevorrichtung gesetzt wird, die mit einer speziellen Vorrichtung
zur endgültigen Befestigung an Trägerkonstruktionen während der
Montage so lange federnd im Eingriff steht, bis die endgültige
Halterung (Deckschale, Glasleiste oder dergleichen) angebracht
wird.
Die nach diesem erfindungsgemäßen Verfahren erstellte Vorrich
tung zur vorläufigen Halterung von Einsatzteilen (Füllungen) bei
Riegel-/Pfostenfassaden und Fensterelementen, die mittels einer
speziellen Vorrichtung zur endgültigen Befestigung an Trägerkon
struktionen angebracht sind, zeichnet sich gegenüber dem Stand
der Technik dadurch aus, daß ein gekantetes flaches Federstahl
teil, das klemmend auf das Einsatzteil gesetzt wird; und minde
stens ein federndes Element aufweist, das zwischen dem gekante
ten flachen Federstahlteil und der speziellen Vorrichtung zur
endgültigen Befestigung der Einsatzteile angeordnet ist.
Vorteilhaft für die erfindungsgemäße Vorrichtung ist ein flaches
Federstahlteil, das U-förmig gebogen ist und über das entspre
chende Einsatzteil gesetzt wird. An diesem flachen Federstahl
teil befinden sich in vorteilhafter Weise zwei federnde Elemen
te, die jeweils zwei Schenkel aufweisen, die einen bestimmten
Winkel (α) einschließen, wobei ein Schenkel mit dem gekanteten
flachen Federstahl in fester Verbindung steht und der andere
Schenkel frei federnd ist. Die Federkraft des federnden Elements
ist so bemessen, daß die Füllungen in ihrer Position mühelos ge
halten werden.
Vorteilhaft ist es auch, daß der freie federnde zweite Schenkel
mit dem Vorsprung eines bestimmten Halters im Eingriff steht und
so das Einsatzteil so lange in der vorgesehenen Position fi
xiert, bis die endgültige Befestigung angebracht ist. Die Schen
kel des federnden Elements können sowohl einen stumpfen als auch
einen spitzen Winkel einschließen. Die Wahl der Größe des Win
kels (α) ist von dem jeweiligen Anwendungsbereich abhängig. Auch
ist die Größe der gesamten erfindungsgemäßen Vorrichtung abhän
gig von dem jeweils zu verarbeitenden Fassaden- oder Fenstersy
stem.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind den Unteransprüchen zu
entnehmen.
Im nun folgenden wird anhand von Zeichnungen die Erfindung im
einzelnen näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1a die Vorderansicht des erfindungsgemäßen Federstahlhal
ters (1); und
Fig. 1b die Seitenansicht des erfindungsgemäßen Federstahlhal
ters (1);
Fig. 2 eine Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Klemm
vorrichtung (1) mit einem Einsatzelement (3);
Fig. 3 die erfindungsgemäße Klemmvorrichtung (1) im eingebauten
Zustand zwischen der Befestigungsvorrichtung (4) und dem
Einsatzelement (3);
Fig. 4 einen speziellen Halter (13) in Seitenansicht und Vor
deransicht;
Fig. 5 eine Explosionsdarstellung, bei der die erfindungsgemäße
Vorrichtung (1) auf ein Glas-/Alu-Paneel (2) gesetzt
wird mit dem darüber befindlichen Halter (13);
Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Vorrichtung (1)
zwischen einem Glas-/Alu-Paneel (2) und einem ISO-Glas
(3) zur Anwendung kommt;
Fig. 7 ein weiteres Anwendungsbeispiel, zum Einsatz der Vor
richtung (1) für zwei ISO-Gläser (3);
Fig. 8 ein weiteres Anwendungsbeispiel, bei dem die erfindungs
gemäße Vorrichtung (1) für eine komplizierte Befesti
gungsvorrichtung (14) vorgesehen ist und die Schenkel
des federnden Elements (8) einmal einen stumpfen Winkel
(α) und einmal einen spitzen Winkel (α) einschließen.
Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Haltevorrichtung 1 in Vorder-
und Seitenansicht. Die Vorrichtung zur vorläufigen Befestigung
besteht aus einem gekanteten flachen Federstahlblech 7, auf das
das Federelement 8 angebracht ist. Das flache Federstahlblech 7
ist etwa 50 mm lang und 20 bis 35 mm breit, wobei sich die
Breite nach den zu verwendenden Einsatzteilen 2, 3 bemißt. Die
Längsseiten des flachen Federstahls 7 sind etwa 10 bis 15 mm ab
gekantet, so daß die Querschnittsform des flachen Federstahl
blechs U-förmig ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das
Federelement unlösbar auf die Oberseite des flachen Federstahl
blechs 7 befestigt. Die Befestigung kann durch Punktschweißung
oder eine andere Art von Schweißung oder Klebung durchgeführt
werden. Das Federelement besteht aus zwei Schenkeln 9, 10, die
einen bestimmten Winkel (α) einschließen. Einer der Schenkel 9
ist an der Oberseite des U-förmig gebogenen Bügels 7 befestigt,
während der andere Schenkel 10 frei federnd in einem gewissen
Abstand zur Oberfläche des flachen Federstahlteils 7 beabstandet
ist. Das Ende des freien Schenkels 10 ist an beiden Ecken in
einem bestimmten Radius abgerundet. In der Nähe dieser Rundungen
6 befinden sich zwei Ausnehmungen 11.
In einem anderen hier nicht gezeigten Ausführungsbeispiel kann
das Federelement 8 eine herausgestanzte Lasche 10 darstellen,
die an der unteren Linie aus der Ebene des flachen Federstahls 7
herausgebogen wird. Dadurch erübrigt sich unter Umständen der
Arbeitsgang des Punktschweißens bzw. die Herstellung eines ge
sonderten Federelements 8.
Fig. 2 zeigt eine Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen
Klemm- und Haltevorrichtung 1, wie sie sinngemäß auf das Ein
satzelement 3, was in diesem Falle eine ISO-Verglasung ist, ge
setzt wird. Der U-förmig gebogene Flachstahl 7 wird mit seinen
abgekanteten Längsseiten auf die Außenseiten 15 des ISO-Glases 3
infolge der Federwirkung des Bügels geklemmt. Zum Anbringen der
Klemmvorrichtung 1 wird lediglich eine Person benötigt. Das
Aufsetzen der erfindungsgemäßen Klemm- und Haltevorrichtung 1
wird vor dem Anbau des plattenförmigen Einsatzelements 3 auf
eine Seite des Einsatzelements gesetzt.
In Fig. 3 ist ein Ausschnitt der zusammengesetzten Halterungs
teile 1, 4 auf einer speziellen Trägerkonstruktion 5 gezeigt.
Die hier nicht näher zu beschreibende Halterung 4 zur endgülti
gen Befestigung der Einsatzelemente 3 wird auf den Vorsprung 16
der Trägerkonstruktion 5 aufgesetzt und mit einem speziellen
Halter 13, der in der Regel aus Kunststoff ist, versehen. Der
Kunststoffhalter 13 und die spezielle Vorrichtung 4 sind in ih
ren Formen aufeinander abgestimmt. Nachdem das obere ISO-Glas 3
auf den Kunststoffhalter 13 aufgesetzt ist, wird das untere ISO-
Glas 3, das an der entsprechenden Seite mit der erfindungsgemä
ßen Klemm- und Haltevorrichtung 1 versehen ist, in Richtung Trä
gerkonstruktion 5 geschoben, bis das obere Ende 6 des freien
Schenkels 10 des Federelements 8 hinter dem Vorsprung 16 des
Kunststoffhalters 13 eingreift. Dadurch wird dem ISO-Glas 3 eine
vorläufige Halterung in der vorgesehenen Position geboten. An
schließend wird der Haltebügel 14, der von einer Bohrschraube 17
durchdrungen ist, in die Trägerkonstruktion 5 eingeschraubt, so
daß dadurch die endgültige Befestigung der Einsatzelemente 3 be
wirkt wird. Über den Haltebügel 14 wird eine Abdeckleiste 18 fe
dernd eingeklemmt.
In Fig. 4 wird der Kunststoffhalter 13 in Seiten- und Vorderan
sicht gezeigt. Der gesamte Halter 13 ist etwa 70 mm lang und
weist in der Regel zwei Bohrungen 19 für die Schrauben 17 auf.
Der Kunststoffhalter 13 besteht aus zwei Profilschenkeln 20, 21,
deren Profil sich der äußeren Form der speziellen Haltevorrich
tung 4 anpaßt.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Anwendungsbeispiel, bei dem die erfin
dungsgemäße Klemm- und Haltevorrichtung 1 auf ein Glas-/Alu-
Paneel 2 zu setzen ist. Das Paneel 2 besteht aus einer Glasplat
te 22 und einem treppenförmig gekanteten Aluminiumblech 23. Zwi
schen einem Schenkel des abgekanteten Aluminiumblechs 23 und der
Glasplatte 22 befindet sich ein Abstandsklotz 24 zur Befestigung
der Konstruktion. Im anschließenden Teil an den Abstandsklotz 24
befindet sich ein bestimmter Werkstoff 25, der zur Wärme- und
Schalldämmung dient.
In Fig. 6 wird ein Anwendungsbeispiel einer Kombination aus
einem ISO-Glas und einem Glas-/Alu-Paneel 2 im zusammengestell
ten Zustand ausschnittsweise gezeigt. Der untere Teil stellt das
Glas-/Alu-Paneel 2 dar, auf dessen Vorsprung, bestehend aus
Glasplatte 22 und Abstandsklotz 24, die erfindungsgemäße Klemm-
und Haltevorrichtung 1 gesetzt ist.
In Fig. 7 wird ein weiteres Anwendungsbeispiel der erfindungsge
mäßen Klemm- und Haltevorrichtung 1 gezeigt. Hier sitzt der
Kunststoffhalter 13′ auf einer speziellen Trägerkonstruktion 5′
auf. Die Handhabung der erfindungsgemäßen Klemm- und Haltevor
richtung 1 ist jedoch die gleiche wie die, die in Fig. 3 und 6
beschrieben wurde.
In Fig. 8 ist eine etwas kompliziertere Vorrichtung zur endgül
tigen Befestigung von Einsatzteilen 2, 3 gezeigt, bei der zwei
verschiedene Arten der erfindungsgemäßen Klemm- und Haltevor
richtung 1 und 1′ verwendet werden. Im oberen Teil der Zeichnung
kommt eine Haltevorrichtung 1 mit zwei Schenkeln 9, 10 zur An
wendung, wobei die beiden Schenkel 9, 10 einen spitzen Winkel
(α) einschließen. Im unteren Teil der Zeichnung ist der von den
beiden Schenkeln 9′ und 10′ eingeschlossene Winkel (α) stumpf.
Auf die übrigen konstruktiven Merkmale der speziellen endgülti
gen Halterung soll an dieser Stelle nicht näher eingegangen wer
den.
Claims (10)
1. Vorrichtung zur vorläufigen Halterung von Einsatzteilen (2)
(Füllungen) bei Riegel-/Postenfassaden und Fensterelementen
(3), die mittels einer speziellen Vorrichtung (4) zur
endgültigen Befestigung an Trägerkonstruktionen (5)
angebracht sind, gekennzeichnet durch
- - ein gekantetes flaches Federstahlteil (7), das klemmend auf das Einsatzteil (2, 3) gesetzt wird; und
- - mindestens einem federnden Element (8), das zwischen dem gekanteten flachen Federstahl (7) und der speziellen Vor richtung (4) zur endgültigen Befestigung der Einsatzteile (2, 3) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das gekantete flache Federstahlteil (7) U-förmig
gebogen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das federnde Element (8) zwei Schenkel (9, 10)
aufweist, die einen bestimmten Winkel (α) einschließen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Schenkel (9) mit dem gekanteten fla
chen Federstahlteil (7) in fester Verbindung steht und der
zweite Schenkel (10) frei federnd ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Federkraft des federnden Elements (8) so be
messen ist, daß die Füllungen (2, 3) in ihrer Position ge
halten werden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der freie federnde zweite Schenkel (10) mit dem
Vorsprung (12) eines Halters (13) im Eingriff stehen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Winkel (α) ein spitzer Winkel ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Winkel (α) ein stumpfer Winkel ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das gekantete Federstahlteil (7) und der
Halter (13) den unterschiedlichen Fassaden- und Fenstersy
stemen angepaßt ist.
10. Verfahren zur vorläufigen Halterung von Einsatzteilen (2, 3)
(Füllungen), wie ISO-Glas, Paneelen, Einsatzelemente oder
dergleichen bei Riegel-/Pfostenfassaden und Fensterele
menten (3), dadurch gekennzeichnet, daß auf die
Füllung eine federnde Klemm- und Haltevorrichtung (1) ge
setzt wird, die mit einer speziellen Vorrichtung (4) zur
endgültigen Befestigung an Trägerkonstruktionen (5) während
der Montage so lange federnd im Eingriff steht, bis die
endgültige Halterung (14) (Deckschale, Glasleiste oder der
gleichen) angebracht werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996103433 DE19603433C2 (de) | 1996-01-31 | 1996-01-31 | Vorrichtung zur vorläufigen Halterung von Einsatzteilen in Riegel- und Pfostenfassaden |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996103433 DE19603433C2 (de) | 1996-01-31 | 1996-01-31 | Vorrichtung zur vorläufigen Halterung von Einsatzteilen in Riegel- und Pfostenfassaden |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19603433A1 true DE19603433A1 (de) | 1997-08-07 |
| DE19603433C2 DE19603433C2 (de) | 1998-05-14 |
Family
ID=7784140
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996103433 Expired - Fee Related DE19603433C2 (de) | 1996-01-31 | 1996-01-31 | Vorrichtung zur vorläufigen Halterung von Einsatzteilen in Riegel- und Pfostenfassaden |
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