DE19828749A1 - Unterflursägemaschine - Google Patents
UnterflursägemaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Unterflursägemaschine mit einem langgestreckten Ma
schinentisch und mit zumindest einem unterhalb des Maschinentisches vorgesehenen und
entlang desselben verfahrbaren Sägeaggregat mit mindestens einem über die Ebene des
Maschinentisches anhebbaren und unter die Ebene des Maschinentisches absenkbaren
Kreissägeblatt und in der Schnittebene der Unterflursägemaschine und oberhalb des der
Auflage der Werkstücke dienenden Maschinentisches ein gegenüber diesem anhebbarer
und absenkbarer Druckbalken angeordnet ist.
Auf solchen Unterflursägemaschinen werden Platten aus Aluminium oder Holzwerkstoffen
aufgeteilt. Platten aus Aluminium oder aus Holzwerkstoffen weisen zum Teil starke innere
Spannungen auf, die durch den Herstellungs- bzw. Abkühlungsprozeß verursacht sind. Beim
Aufteilen der Platten kommt es daher in der Regel vor, daß sich die getrennten Teile gegen
einander bewegen und den Schnittspalt unmittelbar hinter dem Sägeblatt verengen bzw.
überhaupt ganz schließen. Dies hat zur Folge, daß das Sägeblatt nicht nur mit seiner Vor
derseite das Material zu zerspanen hat, sondern daß auch auf der gegenüberliegenden,
rückwärtigen Seite noch einmal ein sogenanntes Nachschneiden auftritt. Dieses Nach
schneiden verschlechtert einerseits die Qualität der Schnittflächen, andererseits ist dadurch
ein großer Kraftaufwand erforderlich, und als Folge davon wird die Sägeleistung vermindert
bzw. es muß von vorneherein die erforderliche Leistung des Sägemotors vergrößert werden.
Herkömmliche Sägemaschinen haben unmittelbar hinter dem Sägeblatt einen Spaltkeil (US-
A 5 447 085; DE-C2 40 04 705; DE-A1 24 42 592; DE-A1 23 64 910; EP-A1 519 347; GB-A
2 138 742). Dieser Spaltkeil dringt in den Sägespalt ein und hält die getrennten Teile ausein
ander. Bei diesen herkömmlichen Sägemaschinen wird entweder das Werkstück am ortsfe
sten Sägeaggregat vorbeigeschoben oder ein fahrbares Sägeaggregat trennt das festste
hende Werkstück auf. In beiden Fällen bewegen sich Spaltkeil und Werkstück relativ zuein
ander. Durch die Reibung zwischen Spaltkeil und Werkstück treten erhebliche Kräfte auf.
Aus diesem Grund ist es nicht möglich, diese bekannten Maßnahmen bei Unterflursägema
schinen einzusetzen, auf welchen dicke Platten, z. B. bis 150 mm, oder ganze Plauenpakete
mit Pakethöhen bis zu 200 mm aufgeteilt werden. Für solche Unterflursägemaschinen gibt es
bislang nur die Möglichkeit, mit sogenannten Stufenschnittverfahren zu arbeiten: Z. B. bei
einer Platte mit 60 mm Dicke wird zuerst ein Schnitt mit einer Schnittiefe von 20 mm ge
macht, dann anschließend ein zweiter Schnitt in derselben Ebene mit einer Schnittiefe von
40 mm und anschließend ein dritter Schnitt in derselben Ebene, mit dem dann die Platte
durchtrennt wird. Dieses Verfahren erfordert aber sehr viel Zeit und ist daher nicht wirtschaft
lich.
Ausgehend von diesem Stand der Technik hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, hier
eine geeignete Lösung vorzuschlagen, um die aufgezeigten Nachteile zu beheben. Erfin
dungsgemäß gelingt dies dadurch, daß in der Schnittebene mindestens ein am Druckbalken
vorgesehener und gegenüber diesem heb- und senkbarer Spaltkeil angeordnet ist. Unterflur
sägemaschinen haben immer einen Druckbalken, der von oben die aufzuteilenden Werk
stücke während des Aufteilvorganges auf den Maschinentisch drückt. In diesem Druckbalken
werden ein oder mehrere Spaltkeile vorgesehen, die jeweils unmittelbar nach dem Trennen
der Platten oder Plattenpakete hinter dem Sägeblatt abgesenkt werden und dabei in den
Schnittspalt eindringen. Die Positionierung der Spaltkeile ist so vorgesehen, daß diese im
Anfangsbereich der Platten liegen. Bei unterschiedlichen Plattenlängen können entweder
mehrere Spaltkeile erforderlich sein oder ein Spaltkeil kann beweglich und vorpositionierbar
sein. Die Steuerung wird dabei so ausgelegt und programmiert, daß der Spaltkeil unmittelbar
hinter dem vorbeigefahrenen Kreissägeblatt sich absenkt.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert, ohne sie auf das gezeigte Ausfüh
rungsbeispiel einzuschränken. Es zeigen:
Fig. 1 einen Detailschnitt durch eine Unterflursägemaschine mit abgesenktem Druckbalken
und abgesenktem Spaltkeil;
Fig. 2 einen Längsschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Horizontalschnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2.
Die hier nicht näher veranschaulichte Unterflursägemaschine besitzt einen langgestreckten
Maschinentisch 1, dessen Längsachse rechtwinkelig zur Zeichenebene nach Fig. 1 steht.
Unterhalb dieses Maschinentisches 1 mit dem Längsspalt 2 für den Durchtritt des Kreissä
geblattes 3 liegt das längs des Maschinentisches 1 verfahrbare, nicht dargestellte Sägeag
gregat, das das heb- und senkbare Kreissägeblatt 3 trägt. Oberhalb des Maschinentisches 1
ist der Druckbalken 4 angeordnet, der sich über die Länge des Längsschlitzes 2 erstreckt
und der aus einem nach unten offenen Profil 5 besteht. An der Oberseite dieses Hohlprofiles
5 ist mit vertikaler Achse eine Kolben-Zylinder-Einheit 6 angeordnet, deren Kolbenstange 7
in das Innere des Hohlprofiles 5 ragt und die an ihrem unteren Ende einen Spaltkeil 8 trägt.
Die Kolbenstange 7 durchsetzt zweckmäßigerweise das Gehäuse der Kolben-Zylinder-Ein
heit 6, und an ihrem oberen, gegenüber dem erwähnten Gehäuse vorstehenden Abschnitt ist
an dieser Kolbenstange 7 ein seitlich auskragender Hebel 12 festgelegt, der mit einem ma
schinenseitig angeordneten Anschlag 13 zusammenwirkt, der gegebenenfalls hinsichtlich
seiner Höhenlage gegenüber dem Maschinentisch 1 einstellbar ist. Die Funktion der letzter
wähnten beiden Baukomponenten, nämlich des Hebels 12 und des Anschlages 13, wird
nachstehend noch erörtert. Der Druckbalken 4 ist an seinen beiden Enden an vertikalen
Schienen geführt und mit einer Hubeinrichtung heb- und senkbar.
Fig. 1 veranschaulicht im Detailschnitt den bereits aktivierten Spaltkeil 8. Auf dem Maschi
nentisch 1 liegt ein Paket 9 aus drei Platten, der Druckbalken 4 ist auf das Paket 9 abge
senkt und drückt dieses im Bereich des Sägespaltes zusammen, das hochgestellte Kreis
sägeblatt 3 ist bereits in das Paket 9 eingefahren (Fig. 2), und unmittelbar hinter dem so ein
gefahrenen Kreissägeblatt 3 hat sich der Spaltkeil 8 abgesenkt und ist dabei in den Schnitt
spalt eingefahren. Die Pakete aus den aufzuteilenden Platten können unterschiedliche Hö
hen H aufweisen. Es ist denkbar, daß auf der Unterflursägemaschine nur eine relativ dünne
Platte aufgeteilt wird, ebenso ist es denkbar, daß ein Paket aus Platten aufgelegt wird mit der
für die jeweilige Maschinentype zulässigen Nennhöhe. Unabhängig von der Höhe H des auf
zuteilenden Paketes 9 soll aber zweckmäßigerweise sichergestellt sein, daß sich der Spalt
keil 8 gegenüber dem Maschinentisch 1 immer auf das im wesentlichen gleiche Maß ab
senkt, so daß die Unterkante 14 des Spaltkeiles 8 etwa in der Ebene des Maschinentisches
1 liegt. Dies stellen nun der Hebel 12 und der maschinenfeste Anschlag 13 sicher. Unab
hängig davon, wie weit der Druckbalken 4 sich gegenüber dem Maschinentisch 1 absenkt,
der einfahrende Spaltkeil senkt sich nur soweit ab, daß seine Unterkante 14 im Bereich der
Ebene des Maschinentisches 1 liegt. Anstelle einer solchen mechanischen Bewegungsbe
grenzung wäre es auch möglich, eine Prozeßsteuerung vorzusehen, die die Abwärtsbewe
gung des Spaltkeiles 8 in Abhängigkeit der Höhe H des aufgelegten Paketes 9 steuert. Eine
solche Prozeßsteuerung wäre dann vor allem zweckmäßig, wenn der Spaltkeil 8 bezüglich
des Druckbalkens 4 nicht ortsfest angeordnet ist, sondern gegenüber diesem in dessen
Längsrichtung verschiebbar gelagert ist.
Der Spaltkeil 8 ist zweckmäßigerweise in jenem Bereich des Druckbalkens 4 angeordnet, der
dem Abschnitt des Maschinentisches 1 benachbart liegt, in dem beim Beginn eines Schnitt
vorganges das Kreissägeblatt 3 über die Ebene des Maschinentisches 1 angehoben wird.
Entlang des Druckbalkens 4 können auch mehrere solcher heb- und senkbarer Spaltkeile
vorgesehen werden. Die Kolben-Zylinder-Einheit 6 kann pneumatisch oder hydraulisch be
aufschlagt werden. Grundsätzlich sind auch mechanische Hubeinrichtungen verwendbar.
Ist ein aus Platten bestehendes Paket 9 auf den Maschinentisch 1 aufgelegt und ist der
Druckbalken 4 abgesenkt, so ist vorerst der Spaltkeil 8 innerhalb des Hohlprofiles 5, das den
Druckbalken 4 bildet, angehoben. Nun fährt das Kreissägeblatt 3 am einen Ende des lang
gestreckten Maschinentisches 1 aus seiner unteren Endlage hoch und beginnt dann den
Trennschnitt, ausgehend von einer Stirnseite 10 des Paketes. In diesem Bereich der Stirn
seite 10 des Paketes 9 ist auch der Spaltkeil 8 gelagert. Sobald das Kreissägeblatt 3 seine
Trennarbeit begonnen hat, in das Plattenpaket eingefahren ist und den hochgehobenen
Spaltkeil 8 passiert hat (Fig. 2), senkt sich der Spaltkeil 8 ab, wobei seine Abwärtsbewegung
durch den Hebel 12 und den Anschlag 13 begrenzt wird, und verhindert dadurch, daß sich
der Trennspalt 11 verjüngt bzw. überhaupt verschließt.
1
Maschinentisch
2
Längsschlitz
3
Kreissägeblatt
4
Druckbalken
5
Hohlprofil
6
Kolben-Zylinder-Einheit
7
Kolbenstange
8
Spaltkeil
9
Paket
10
Stirnseite
11
Trennspalt
12
Hebel
13
Anschlag
14
Unterkante des Spaltkeiles.
Claims (9)
1. Unterflursägemaschine mit einem langgestreckten Maschinentisch (1) und mit zumindest
einem unterhalb des Maschinentisches (1) vorgesehenen und entlang desselben ver
fahrbaren Sägeaggregat mit mindestens einem über die Ebene des Maschinentisches
(1) anhebbaren und unter die Ebene des Maschinentisches (1) absenkbaren Kreissäge
blatt und in der Schnittebene der Unterflursägemaschine und oberhalb des der Auflage
der Werkstücke dienenden Maschinentisches (1) ein gegenüber diesem anhebbarer und
absenkbarer Druckbalken (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Schnittebene mindestens ein am Druckbalken (4) vorgesehener und gegenüber diesem
heb- und senkbarer Spaltkeil (8) angeordnet ist.
2. Unterflursägemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spaltkeil (8)
in jenem Bereich des Druckbalkens (4) angeordnet ist, der dem Abschnitt des Maschi
nentisches (1) benachbart liegt, in dem beim Beginn des Schnittvorganges das Kreissä
geblatt (3) über die Ebene des Maschinentisches (1) anhebbar ist.
3. Unterflursägemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß entlang des
Druckbalkens (4) mehrere heb- und senkbare Spaltkeile (8) vorgesehen sind.
4. Unterflursägemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spaltkeil (8) mit einer Kolben-Zylinder-Einheit (6) verbunden ist und die Kolben-
Zylinder-Einheit (6) am Druckbalken (4) gelagert ist.
5. Unterflursägemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spaltkeil (8) bzw. die mit ihm verbundene Kolben-Zylinder-Einheit (6) pro
grammgesteuert sind.
6. Unterflursägemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die zur Betätigung des Spaltkeiles (8) vorgesehene Kolben-Zylinder-Einheit (6) an
der Oberseite des Druckbalkens (4) festgelegt ist und der Spaltkeil (8) innerhalb des
nach unten offenen, den Druckbalken bildenden Hohlprofiles (5) liegt.
7. Unterflursägemaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben
stange (7) der Kolben-Zylinder-Einheit (6) mit einem seitlich auskragenden Hebel (12)
verbunden ist, der zusammen mit einem maschinenfest vorgesehenen Anschlag (13)
den Absenkweg des Spaltkeiles (8) unabhängig von der Höhe eines aufzuteilenden
Plattenpaketes (9) begrenzt.
8. Unterflursägemaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhenlage
des maschinenseitig vorgesehenen Anschlages (13) gegenüber dem Maschinentisch (1)
einstellbar ist.
9. Unterflursägemaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der den auskra
genden Hebel (12) tragende Abschnitt der Kolbenstange (7) der Kolben-Zylinder-Einheit
(6) deren Gehäuse nach oben überragt.
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