DE19828633A1 - Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner sowie Kühlsystem, Plasmadüsen bzw. WIG-Elektrodenspannzangen, Spannsystem für Plasmaelektrodennadeln u. verfahrensübergreifendes Konstruktionsprinzip hierfür - Google Patents
Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner sowie Kühlsystem, Plasmadüsen bzw. WIG-Elektrodenspannzangen, Spannsystem für Plasmaelektrodennadeln u. verfahrensübergreifendes Konstruktionsprinzip hierfürInfo
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Abstract
Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner, insbesondere WIG- oder Plasmabrenner, mit einem Kühlsystem, in dem das Kühlmedium durch zwei hohlzylinderartige Ringspalte, die koaxial zur Brennerachse liegen, geführt wird, wobei diese, das Kühlmedium führenden Elemente, nacheinander durchströmt werden, und die äußere Kühlkammer mit der Vorlaufleitung und die innere Kühlkammer mit der Rücklaufleitung des Kühlmediums verbunden sind. Eine wärmeleitende Gaslinse leitet aus dem Bereich der größten Wärmebelastung, bei Plasmabrennern der Schweiß- bzw. Schneiddüsenspitze, über eine entsprechende Anordnung gemeinsamer Kontaktflächen von der Außenkontur der Plasmadüse über eine ebenfalls wärmeleitende Schutzgasdüse und den Brennerkörper einen zur üblichen Düsenkühlung zusätzlichen Wärmestrom zur äußeren Kühlkammer des oben beschriebenen Kühlsystems. Die Schweiß- bzw. Schneiddüsen der Plasmabrenner bzw. Elektrodenspannzangen bei WIG-Brennern sind gewindelos und mit einem Doppelkegel ausgestattet, bei dem die Fußkreisflächen beider Kegel aneinanderliegen und die Kegelspitzen in die entgegengesetzten Richtungen zeigen. Die Düsen bzw. die Spannzangen werden über den in Richtung zum Brenner zeigenden Kegel im Brennerkörper zentriert und über den zweiten Kegel und die vorgenannten Kontaktflächen zur Wärmeableitung durch die Gaslinse und die Schutzgasdüse gleichzeitig mit dem Brennerkörper verspannt. DOLLAR A Die Elektrode der Plasmabrenner wird über eine mit einem besonders schlanken Kegel ...
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere
Plasma- oder WIG-Brenner, der verfahrensübergreifend aus weitestgehend gleichen Bauteilen
gefertigt ist, sowie einem Kühlsystem, bei dem ein i. d. R. flüssiges Kühlmedium die jeweils ver
fahrensabhängig am stärksten thermisch beanspruchten Bauteile, Plasmadüse bzw. schwer
abschmelzende Elektrode bei WIG-Brennern, entlastet, einem höher belastbaren, gewindelosen
Plasmadüsen- bzw. WIG-Spannzangensystem und einem Plasmaelektrodenspannsystem mit
Differentialschraubtrieb hierfür.
Plasmabrenner, speziell Plasmaschweißbrenner haben in der Schweißtechnik zahlenmäßig eine
weitaus geringere Verbreitung als WIG-Brenner und werden demzufolge in deutlich kleineren
Stückzahlen gefertigt, wodurch sich unter anderem ein signifikanter Kostennachteil ergibt.
Üblicherweise werden Plasmabrenner trotz ihrer geringen Fertigungsstückzahlen unabhängig
von Brennern für andere, verwandte Verfahren konstruiert, ohne, durch eine im Prinzip mög
liche Anpassung kostenintensiver Bauteile, beispielsweise an entsprechende Bauteile von WIG-
Brennnen, über eine erhöhte Fertigungsstückzahl dieser Teile eine Kostenreduzierung herbei
zuführen. Durch diese Vorgehensweise ergibt sich ein hoher Konstruktionskostenanteil, der
auch die Bereitschaft der Hersteller zu einer laufenden Produktpflege oder Entwicklung neuer
Brennertypen stark einschränkt. Dadurch bedingt werden für ein, auch im Hochtechnologie
sektor eingesetztes und von hohen Qualitätsansprüchen begleitetes Verfahren oftmals kon
struktiv überalterte Brennermodelle angeboten und demzufolge auch eingesetzt.
Ein wesentliches Merkmal für die Belastbarkeit und Standzeit eines Lichtbogenschweiß- oder
schneidbrenners bzw. seiner Verschleißteile ist die Effektivität seines Kühlsystems, wobei der
Erfolg der hierzu getroffenen Maßnahmen von verschiedenen Faktoren wie z. B. der Lage,
Größe und geometrischen Gestaltung der Kühlflächen/Wärmetauschflächen, den Querschnitten
und der Auswahl der Werkstoffe von Kühlkörpern und direkt angrenzenden Bauteilen abhängt.
Bei den bekannten Brennern sind bereits verschiedene der hier genannten Faktoren, z. T. auch
in Kombination untereinander berücksichtigt und konstruktiv umgesetzt worden. Einfache
Rohrumschlingungen oder auch in den Brennerkörper integrierte Kühlkammern wurden z. B.
bereits bei verschiedenen Modellen ausgeführt. Im Bemühen um eine möglichst hohe
Kühlwirkung durch eine Strömungsverlängerung wird das Kühlmedium bei Brennern mit einem
höheren Qualitätsanspruch üblicherweise aufwendig durch den Brennerkörper geleitet. Be
kannte Beispiele hierfür sind, wie auch in DE 43 14 097 C2 beschrieben, einschalig
hintereinandergeschaltete und über Strömungsschikanen bzw. versetzte Durchlässe zwangs
weise durchströmte Kühlkammern sowie gewindeartige Strömungskanäle. Bei diesen Maß-
nahmen stehen der Effktivitätsgrad der Kühlungsverbesserung und der konstruktive bzw.
Herstellungsaufwand in einem engen Verhältnis. In der Praxis bedeutet dies, daß Bauteile,
insbesondere Kühlkörper, für eine definierte Zwangskühlung eine komplizierte Formgebung
aufweisen, was erhöhte Herstellungskosten zur Folge hat.
Letztenendes ist jedoch neben den Strömungsrichtungen des Kühlmediums und der im Brenner
erzeugten und abzuführenden Wärme immer die Größe und Anordnung der zum Wärmeaus
tausch zur Verfügung stehenden Fläche für den Erfolg der Kühlmaßnahmen und damit für die
Belastbarkeit eines Brenners und seiner Verschleißteile ausschlaggebend. Die hierfür zur Ver
fügung stehende Fläche, auch bei zwangsgelenkter Kühlmediumführung nach den vorgenann
ten Methoden, bei der bisher üblichen einschaligen Kühlkammerausführung ist jedoch durch
die aus verschiedenen Gründen möglichst gering zu haltende Bauhöhe des Brennerkörpers stark
begrenzt.
Eine weitere Leistungsbegrenzung für Lichtbogenschweiß- oder schneidbrenner ist durch die
eingeschränkte thermische Belastbarkeit der zur Isolierung des Brennerkörpers erforderlichen
Kunststoffummantelung gegeben. Zur Vermeidung von Überbeanspruchung, was sich bei der
bisherigen Standardkühltechnik durch partielles anschmelzen, teigig werden oder zersetzen des
Kunststoffs einstellen könnte, wird teilweise auch die obere mögliche Strombelastungsgrenze für
die Brenner vom Hersteller nach unten korrigiert.
Wie ebenfalls aus DE 43 14 097 C2 bekannt, wird, um diesem Problem entgegenzuwirken, bei
flüssigkeitsgekühlten Brennern neuer Bauart, durch die Verwendung von Chrom-Nickelstahl als
schlecht wärmeleitendem Werkstoff für das äußere Brennergehäuse der Wärmefluß vom
aufgeheizten Kühlmedium zum Kunststoffüberzug verzögert. Bei der Verwendung von Chrom-
Nickelstahl anstelle der klassischen, leicht bearbeitbaren Brennerwerkstoffe Kupfer und Mes
sing ergibt sich in diesem Fall durch die höheren Herstellungskosten ein deutlicher Kosten
nachteil. Außerdem sind für flüssigkeitsgekühlte Brenner bei der dort beschriebenen Material
kombination Kupfer/Chrom-Nickelstahl langfristig Korrosionsprobleme durch die Bildung
eines galvanischen Elements aufgrund der relativ hohen Potentialdifferenz in der Elektro
lytischen Spannungsreihe zwischen diesen Materialien zumindest theoretisch nicht auszu
schließen, insbesondere dadurch, daß der Brennerhersteller auf eine mögliche unsachgemäße
Auswahl und Pflege des Kühlmediums durch den Anwender keinen Einfluß hat.
Bei den z. Zt. bekannten Plasmaschweiß- und -schneidbrennern werden überwiegend indirekt
gekühlte Plasmadüsen verwendet, die ausschließlich über ein Ein- oder Aufschraubgewinde
und eine angrenzende ringförmige oder einem Kurzkegel entsprechende Anlagefläche gekühlt
werden. Dieses Konstruktionsprinzip hat wesentliche Nachteile, dadurch bedingt, daß auf die ge
samte Länge des für den Gewindeauslauf zwangsläufig erforderlichen Freistichs keine Wärme
übertragung stattfinden kann und unter Vernachlässigung der grundsätzlich mit der Einschraub
tiefe abnehmenden Flankenpressung auch nur jeweils eine Gewindeflanke pro Steigung zur
Anlage und somit als Kühlfläche in Betracht kommt. Erschwerend kommt hinzu, daß dieses
Gewinde über die Gebrauchsdauer (Lebensdauer) des Brenners durch den häufigen Düsen
wechsel einem nicht zu vernachlässigenden Verschleiß unterliegt, wodurch sich die Wärme
übergangsfläche stetig verringert. Der für die, als Hauptkühlfläche anzusehende, ringförmige
oder kurzkegelartige Anlagefläche zur Verfügung stehende Platz wird in der Regel durch die
Schutzgasaustrittsöffnungen und/oder durch die stets angestrebten möglichst geringen Bren
nerabmessungen begrenzt und gestattet keine, den Kühleffekt unterstützende großzügige Di
mensionierung. Für dieses Konstruktionsprinzip typisch ist auch die relativ große Entfernung
zwischen der themisch am stärksten belasteten Düsenspitze und den erst und ausschließlich
am hinteren Teil der Düse angeordneten Wärmeübergangsflächen sowie der den Wärmeabfluß
innerhalb der Düse behindernde stufenförmige Materialabtrag zur Herstellung des Einschraub
gewindes, insbesondere im Bereich des Gewindefreistichs.
Bis jetzt realisierte effektivere Kühlsysteme für den Bereich des Plamakanals und der Düsen
spitze verwenden ausschließlich direkt gekühlte Düsen, d. h., die Plasmadüsen werden unter
Verwendung von Dichtelementen, i. d. R. O-Ringen, direkt in das zum Düsenwechsel geöffne
ten Kühlsystem eingesetzt. Diese Methode hat die Nachteile, daß der Düsenwechsel üblicher
weise nur mit Hilfe von Spezialwerkzeug durchgeführt werden kann und die Dichtelemente
sowie die Dichtsitze im Brenner verschleißbehaftet und beschädigungsgefährdet sind. Derar
tige Undichtigkeiten, die zu einem Kühlmittelaustritt während des Schweißens führen, können
die Qualität des geschweißten Werkstücks entscheidend negativ beeinflussen bzw. den Total
verlust von Werkstück und Schweißbrenner zur Folge haben. Außerdem sind zumindest die
Verunreinigung von Arbeitsplatz und/oder des zu schweißenden Werkstücks durch austreten
des Kühlmittel während des Düsenwechsels eine häufige und unangenehme Folge sowie die
ggf. hinzukommenden negativen Arbeitssicherheitsaspekte.
Für beide, direkt und indirekt gekühlte Plasmabrennersysteme ergibt sich in der Praxis ein
gemeinsamer Nachteil dadurch, daß i. d. R. die Plasmadüsen nur mit Hilfe von Werkzeugen in
den Brennerkopf fest eingeschraubt oder eingesetzt werden können. Teilweise werden von den
Brennerherstellern Sonderwerkzeuge vorgesehen, die jedoch oftmals verloren gehen.
Üblicherweise werden diese Sonderwerkzeuge dann durch die auch für das Einschrauben aller
anderen Düsenarten verwendete Kombizange ersetzt, was zwangsläufig früher oder später zu
Beschädigungen an Düsen und Brennern führt. Selbst die mit einem Rändel am Außendurch
messer versehenen Düsentypen werden in der Praxis oftmals mittels Zangen angezogen, um
auch sicherzustellen, daß die für den betreffenden Brennertyp bestmögliche Düsenkühlung
erreicht werden kann.
Bei Plasmabrennern nach dem Stand der Technik ist die Wartung oftmals dadurch erschwert,
daß, sofern vorhanden, die Gaslinsen fest eingebaut und nicht oder nur mit Spezialwerkzeug
gewechselt werden können, was zwangsläufig auch dazu führt, daß mit nicht einwandfreien
Brennern produziert wird.
Bei herkömmlichen Elektrodenspannsystemen für schwer schmelzende Elektrodennadeln von
Plasmabrennern werden die Elektroden über eine Einstellehre in die vorgegebene Position
gebracht und direkt geklemmt. Bei weiterentwickelten Spannsystemen, wie sie vorwiegend bei
in Deutschland produzierten Plasmabrennern zu finden sind, werden die Elektroden in einem
eigenen, im oberen Brennerbereich (Kathodenbereich) angeordneten, Zwischengehäuse
gespannt. Über ein feingängiges Außengewinde auf diesem Zwischengehäuse und ein im Bren
ner befindliches Innengewinde kann das Zwischengehäuse und damit die geklemmte Elektrode
dann in ihrer Position im Brenner feinjustiert werden, was für die Bildung eines optimalen
Plasmastrahls von Vorteil ist.
Ein deutlicher Nachteil bei der Realisiertung der oben beschriebenen Spanntechniken aber ist,
daß die Elektrodenklemmung oft in relativ großer Entfernung von ihrer thermisch hoch belaste
ten Spitze und mittels einer sehr einfach konstruierten, aber in der Schweißtechnik weit
verbreiteten Spannzange erfolgt. Bei dieser Spannzange handelt es sich um ein in Längsrich
tung geschlitztes Messing- oder Kupferrohr, das an einem Ende einen etwa 1-2 mm langen, ca.
60- bis 90°-Kegel aufweist, der dann, durch Aufbringen einer Längskraft über eine mit einem
Gewinde versehene Spannkappe, in eine zugehörige Kegelsenkung im Zwischengehäuse ge
drückt wird. Da der Innendurchmesser der Spannzange zumindest für den gemäß Herstell
toleranz größten Elektrodendurchmesser gefertigt werden muß ergibt sich eine echte Klem
mung nur für den sehr kurzen, unmittelbaren Kegelbereich. Da aber für eine möglichst
verlustarme Übertragung des Schweißstroms einerseits und eine möglichst effektive Wärme
abfuhr von der Elektrode andererseits nur über fest an der Elektrode anliegende Kontaktflächen
erfolgen kann, wird zumindest bei einer bestehenden Brennerkonstruktion versucht diesem
offensichtlich mangelbehafteten Konstruktionsprinzip dadurch entgegenzuwirken, daß ein
ebenfalls geschlitzter sog. Elektroden-Führungseinsatz in das Kathodengehäuse eingeschraubt
wird, der dann an der Elektrode eine zusätzliche Anlageflächenvergrößerung darstellen soll. Ein
weiterer Nachteil des bestehenden Spannsystems ist, daß die erforderliche Schweißstrom
übertragung vom Kathoden auf das Zwischengehäuse nur über eine Flankenseite des natur
gemäß spielbehafteten gemeinsamen Gewindes erfolgen kann. Um bei diesem Prinzip wenig
stens einseitig zu definierten Anlage- und damit Stromübergangsflächen zu kommen, weisen
alle derart konstruierten Plasmabrenner im Kathodengehäuses unterhalb des Zwischengehäuses
eine lose Druckfeder auf, die über ihre durch Zusammendrücken erzeugte Längskraft das
Gewindespiel kompensieren und die Flanken zur Anlage bringen sowie ein selbsttätiges Ver
stellen der Elektrodenjustierung verhindern soll.
Vom Stand der Technik ausgehend stellt sich für die Erfindung die Aufgabe einen flüssig
keitsgekühlten Lichtbogenschweiß- oder schneidbrenner, insbesondere WIG- oder Plasma
brenner, unter Verwendung konstruktiv gleicher Elemente für die verfahrensabhängig
unterschiedlichen Konstruktionen, und hierfür ein aus konstruktiv und herstellungstechnisch
einfachen Teilen und leicht bearbeitbaren, unproblematischen Werkstoffen gefertigtes und in
seiner Effektivität erweitertes Kühlsystem, eine verbesserte Plasmadüsenkühlung mit zusätzli
cher Kühlung der Düsenspitze ohne das Kühlkanalsystem des Brenners bei einem Düsenwech
sel zu öffnen bzw. eine verbesserte Elektrodenkühlung für WIG-Brenner, sowie ein deutlich
verbessertes Elektrodenspannsystem für nadelartige Elektroden bei Plasmabrennern zu
entwickeln, und damit bei annähernd gleichen oder möglichst kleineren Brennerabmessungen
als bisher üblich eine Steigerung der baugrößenspezifischen Strombelastbarkeitsgrenze für
WIG- und insbesondere für Plasmabrenner zu realisieren.
Als Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung vor, einen flüssigkeitsgekühlten Lichtbogen
schweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, unter Beachtung eines
vorgegebenen Konstruktionsprinzips zu entwickeln, und zwar dahingehend, daß wesentliche
Teile oder Baugruppen, wie beispielsweise das i. d. R. kostenintensive Kühlsystem oder die
Schutzgasverteilung, weitestgehend baugleich, verfahrensübergreifend zur Reduzierung der
Herstellungskosten übernommen werden können. Dazu wird das Kühlsystem derart gestaltet,
daß die Aufnahmekontur für die Düse im inneren Kühlmantelgehäuse eines Plasmaschweiß-
oder schneidbrenners gleichzeitig auch eine optimale Aufnahmemöglichkeit für die Elektroden
spannzange eines WIG-Brenners darstellt. Gleichzeitig wird die der Düsenaufnahme gegenüber
liegende Seite dieses, i. d. R. als Anodenteil eines Plasmabrenners verwendeten, Kühlsystems
derart ausgebildet, daß anstelle des Isolators als Abgrenzung zum anschließenden Kathodenteil
und des Kathodenteils selbst lediglich eine Brennerkappe zur Abdeckung des freien
Elektrodenendes bei der so entstandenen WIG-Brennervariante eingesetzt wird. Für diese
Elektrodenkappe kann sogar das übliche Anzugsgewinde entfallen, da die Elektrode über die
von vorn in den Brenner eingesetzte Spannzange geklemmt wird und gegen einen Lufteintritt in
den hinteren Brennerbereich eine O-Ringabdichtung an der Elektrodenabdeckkappe vorgesehen
ist. Darüberhinaus kann das für beide Schweißverfahren erforderliche Schutzgasverteilsystem
so in das gemeinsame Kühlsystem integriert werden, daß es bei beiden Verfahren eine opti
male Schutzgasabdeckung des Schmelzbades gewährleistet.
Bei der Realisierung des gemeinsamen Kühlsystems wird die zur Wärmeabgabe an das flüssige
Kühlmedium zur Verfügung stehende Fläche dadurch erheblich vergrößert, daß der im Brenner
vorgesehene Kühlraum als zwei koaxial zur Brennerachse angeordnete und als Hohlzylinder
ausgebildete Ringspalte ausgeführt ist. Diese ringspaltartigen Hohlzylinder werden nacheinan
der in axialer Richtung gegenläufig durchströmt, wobei die axiale Umlenkung in die
Gegenrichtung durch definierte, in Umfangsrichtung angeordnete Spalte an unterster Stelle
des Kühlsystems, d. h. in möglichst unmittelbarer Nähe zur thermisch höchst beanspruchten
Stelle des Brenners, erfolgt. Dabei wird der Volumenstrom des den Brenner durchströmenden
Kühlmediums durch eine entsprechend enge Spaltführung weitgehend einem Kühlfilm
angenähert, wodurch deutlich mehr Kühlmittelmoleküle mit dem wärmeabgebenden inneren
Kühlmantelgehäuse in Kontakt treten und der Wärmeübergang auf das Kühlmedium verbessert
wird. Im Bereich des Aufnahmekegels für eine Plasmadüse oder ein Elektrodenspannelement
eines WIG-Brenners ist die Außenkontur des inneren Kühlmantelgehäuses durch mehrere
einstichartige Eindrehungen in ihrer Oberfläche vergrößert, was eine erhöhte Wärmeableitung
zur Folge hat.
Der Eintritt des Kühlmediums in den Brennerkopf bzw. das Kühlsystem ist im obersten Bereich
des äußeren Kühlmantelgehäuses vorgesehen, wodurch das noch kalte Kühlmedium den äuße
ren Kühlmantel des Brenners von oben nach unten, d. h. in Richtung zum Lichtbogen bzw.
Plasmastrahl, und bedingt durch die außermittige Einleitung, drallbehaftet durchströmt und die
im Innern des Brenners vorhandene Prozeßwärme von der Innenseite der Kunststoffumhüllung
fernhält und somit verhindert, daß die temperaturempfindliche Kunststoffschicht von ihrer
Innenseite thermisch überlastet wird. Für die thermische Entlastung der Kunststoffumhüllung
ist bei der hier vorgestellten Konstruktion also die Aufteilung des im Brennerinneren vor
handenen Kühlraumes in zwei koaxiale Kühlschalen oder auch Kühlmäntel unterschiedlicher
Temperatur ausschlaggebend; eine besondere Werkstoffauswahl für die am Kunststoff
anliegenden Bauteile, z. B. Chrom-Nickelstahl, ist daher nicht erforderlich. Vorteilhafterweise
wird dieser Effekt noch dadurch verstärkt, daß, sowohl für die WIG- als auch für die
Plasmabrennervariante, im unteren Bereich des äußeren Kühlmantels ein weiterer, ebenfalls
hohlzylinderartiger Ringspalt angeordnet ist, der von dem für den WIG- und den Plasma
schweißprozeß benötigten Schutzgas in Richtung zum WlG-Lichtbogen bzw. zum Plasmastrahl
durchströmt wird und somit eine weitere Barriere gegen die themische Überlastung der
Kunststoffummantelung speziell in diesem, thermisch höher beanspruchten Brennerbereich
darstellt.
Ein wesentliches Merkmal dieses Kühlsystems ist, daß der erste gezielte Wärmeeintrag in das
frische Kühlmedium bereits im unteren Teil des äußeren Kühlmantels und zwar von der
Außenseite des Brennergehäuses her erfolgt. Hierzu wird über eine als Wärmebrücke dienende
Anordnung wärmeleitender Bauteile aus größtmöglichster Nähe der thermisch am höchsten
belasteten Zonen von Plasma- und WIG-Brennern, also den Plasmadüsenspitzen bzw. den
Elektrodenspitzen, ein Wärmestrom zum Aufnahmegewinde der Gasdüse und von dort über nur
durch schmale Schutzgaskanäle unterbrochene und großzügig dimensionierte Kontaktflächen
an den äußeren, das noch kalte Kühlmedium führenden Kühlmantel und von dort auf das
Kühlmittel übertragen. Dieses Konstruktionsmerkmal ermöglicht auf besonders vorteilhafte
Weise Plasmadüsen zusätzlich zur Kühlung im hinteren, mit dem Kühlkörper in Innern des
Brenners im direkten Kontakt stehenden Teil auch im Bereich der thermisch am stärksten
belasteten Düsenspitze, also in der Nähe des Plasmakanals zu kühlen, ohne dabei den
Kühlmittelkanal im Brenner, z. B. zum Düsenwechsel, öffnen zu müssen. Dies basiert darauf,
daß von der zur Düsenspitze gerichteten kegelartigen äußeren Düsenmantelfläche über die mit
gleichem Kegelwinkel gefertigte innere Mantelfläche einer aus wärmeleitendem Material
hergestellten Gaslinse Wärme abgezogen und über die aus ebenfalls wärmeleitendem Material
gefertigte Schutzgasdüse wie oben beschrieben dem Kühlmittel im äußeren Kühlmantel des
Brennerkopfes zugeführt wird, wobei das die wärmeleitende Gaslinse durchströmende Schutz
gas diesen Kühleffekt zusätzlich unterstützt, da es bereits beim Durchströmen der Gaslinse
einen erheblichen Wärmeaustrag aus der Gaslinse bewirkt.
Ein bestmöglicher Wärmeübergang von jedem in den Wärmestrom eingebundenen Bauteil auf
das nächste wird dadurch sichergestellt, daß die Schutzgasdüse gleichzeitig auch als
Spannelement (Spannmutter) für die durch einen zweiten Kegel im Brennerkopf gehaltene
Plasmadüse dient und damit sicherstellt, daß Plasmadüse, Gaslinse und Schutzgasdüse mit den
Wärmetauscherflächen des Brennerkopfes, nämlich Gasdüsenaufnahmegewinde und Innenkegel
des inneren Kühlmantels ( = Aufnahmekegel der Plasmadüse im Brennerkopf) ein intensiv
flächig verspanntes System bilden. Vorzugsweise werden als Materialien für die wärmeleitende
Schutzgasdüse möglichst reines Aluminiumoxid oder Aluminium mit einer zur elektrischen
Isolation entsprechend dicken Eloxalschicht verwendet. Für die Gaslinse ist wegen der
zusätzlichen mechanischen Beanspruchung die Verwendung von gasdurchlässiger Sinterbronze
oder eines entsprechend geformten hohlen Metallkörpers mit eingelegten Sieben bzw.
eingelegtem Metallflies vorgesehen.
Die Plasmadüse ist nach diesem Vorschlag also derart ausgebildet, daß in ihrer geometrisch
einfachsten Form einem mit der Gaslinse in Kontakt stehenden und zur Düsenspitze zeigenden
Kegel ein zweiter gegenüberliegend angeordnet ist, wobei dieser zweite Kegel mit seiner
Fußkreisfläche an der Fußkreisfläche des anderen Kegels anliegt und somit die Kegelspitzen
voneinander wegzeigen. Diese, den Namen Doppelkegeldüse bzw. -spannzange prägende Form,
kann funktionsgleich variiert werden, und zwar derart, daß an dem aus dem Brennerkopf
herausragenden Teil zusätzlich zum Kegel ein zylindrischer Ansatz mit einer Stirnfläche für ein
als Spannelement dienendes Bauteil oder nur eine zylindrische mit einer Anlagefläche ver
sehene Kontur angebracht ist. Weitere geeignete Formgebungsvarianten anstelle des oben
beschriebenen geradlinigen Kegels sind rotationssymmetrische Konturen, deren stetige
Konturerweiterung durch mathematische Gleichungen höherer Ordnung beschrieben sind und
sinnvolle Kombinationen aller vorgenannten Möglichkeiten.
Durch das beschriebene sog. Doppelkegelprinzip wird auf vorteilhafte Weise sichergestellt, daß
sich die beweglichen Brennerteile, insbesondere Plasmadüse bzw. Elektrodenspannzange beim
WIG-Brenner und Gaslinse, beim Spannen selbsttätig zueinander und zur Brennerachse zen
trisch ausrichten.
Ein weiterer hervorzuhebender Vorteil dieser Doppelkegeldüse ist dadurch gegeben, daß, im
Vergleich zu herkömmlichen Einschraubdüsen mit etwa gleichem Außendurchmesser, die im
Brennerkopf verspannte Kegelmantelfläche dieser hier vorgestellten neuen Düse eine weitaus
größere Kontaktfläche zur Wärmeableitung an das innere Kühlsystem aufweist.
Diese größere Kontaktfläche und damit intensivere Düsenkühlung sowie die zusätzliche oben
beschriebene Wärmeableitung von der Düsenspitze über die Gaslinse ermöglichen als nächsten
Vorteil nicht nur eine höhere Düsenstandzeit sondern auch eine Steigerung der zulässigen
Stromstärken in Bezug auf die Durchmesser der Plasmakanäle in den Plasmadüsen. In Verbin
dung mit dem in seiner Effektivität gesteigerten doppelschaligen inneren Brennerkühlsystem
wird gleichzeitig auch die zulässige Strombelastbarkeitsgrenze für Plasmabrenner dieser Bau
größe verbessert.
Die Handhabung eines Plasmaschweiß- oder -schneid- bzw. WIG-Brenners im täglichen Einsatz
wird dadurch verbessert, daß wie bei dem oben beschriebenen Düsen- bzw. Elektroden
spannsystem für einen Düsen- oder Elektrodenwechsel, der üblicherweise auch von der
Brennervorderseite vorgenommen wird, nur noch ein Gewinde gelöst werden muß, um an die
zum Austausch vorgesehenen Brennerteile zu gelangen. Der gleiche erheblich Rüstzeit
einsparende Vorteil ergibt sich auch bei der Wiedermontage des Brenners.
Für das Lösen und die einwandfreie Festlegung des Spanngewindes an der Schutzgasdüse und
damit der Plasmadüse ist kein Werkzeug erforderlich, da der Außendurchmesser und die
Oberflächenstruktur der Schutzgasdüse durch ihre konstruktive Gestaltung das Einbringen
eines genügend großen Drehmoments in den Spannmechanismus ermöglichen ohne, daß die
bei Einschraubsystemen aufgrund von Werkzeuggebrauch oft beobachteten Beschädigungen an
Brenner oder Düse auftreten.
Für die Wartung und den praktischen Einsatz der Brenner ist es vorteilhaft, daß bei dem vorge
stellten System die Gaslinse als loses Einzelteil vorliegt und dadurch, z. B. bei Verschmutzung,
problemlos und ohne Zeitaufwand jederzeit ausgewechselt werden kann. Für den Fall, daß die
Schweißaufgabe eine Gaslinse mit einer speziellen Gasdurchlässigkeit verlangen sollte, kann
auch ein solches Teil ohne Zeitverlust problemlos in das System eingelegt werden.
Alle vorgenannten Vorteile, wie sie sich insbesondere aus der sog. Doppelkegelform der
Plasmadüse und der neuartigen zusätzlichen Wärmeableitung von der vorderen Düsenkontur
ergeben, sind auch unabhängig von der koaxialen Kühlkammeranordnung auf die Konstruktion
von WIG-Brennern übertragbar, wenn anstelle der "doppelkegeligen" Plasmadüse eine als sog.
Doppelkegel ohne Einschraub- oder sonstige Anzugsgewinde ausgebildete Elektrodenspann
zange in den Aufnahmekegel eines entsprechenden, für das WIG-Verfahren konzipierten
Brennerkopfes eingesetzt wird.
Das als Stand der Technik beschriebene in Längsrichtung verstellbare Elektrodenspannsystem
wird dadurch entscheidend verbessert, daß eine massive, mit einem besonders langen und
schlanken Kegel ausgestattete geschlitzte Spannzange in ein längsverstellbares Spann
zangengehäuse eingesetzt wird. Dieses Spannzangengehäuse ist in seinem Aufnahmekonus
bereich geschlitzt und wird über ein zur Längsverstellung genutztes Gewinde im Kathoden
gehäuse des Plasmabrenners geführt. Das Anziehen und Lösen der Spannzange erfolgt über
eine im Spannzangengehäuse über ein feingängiges Gewinde geführte Spannkappe, die
gleichzeitig ein mit dem Spannzangengewinde übereinstimmendes Innengewinde mit großer
Steigung aufweist. Durch das Einschrauben der Spannkappe in das Spannzangengehäuse über
das feingängige Gewinde wird die, in die Spannkappe vorher bereits eingeschraubte Spann
zange, durch die gleichzeitige Drehung des grobgängigen Gewindes um den Differenzbetrag
beider Gewindesteigungen in den Spannkonus gezogen. Dieser Differentialschraubtrieb erzeugt
durch die Drehung der Spannkappe eine hohe Längskraft, die dazu führt, daß der schlanke
Spannzangenkegel das geschlitzte Aufnahmegehäuse spreizt, welches sich dadurch mit seinem
langen Verstellgewinde mit dem Innengewinde des Kathodengehäuses fest verspannt. Bedingt
durch den langen und besonders schlanken Spannzangenkegel erreicht der Spannmechanismus
im Kegelbereich Selbsthemmung, die aber zum Lösen des Systems durch umgekehrte Drehung
der Spannkappe über den Differentialschraubtrieb wieder aufgehoben werden kann. Während
der intensiven Verspannung des Systems im Selbsthemmungszustand legt sich das Außen
gewinde des gespreizten Spannzangengehäuses mit dem vollen Gewindeprofil in das Gegen
gewinde des Kathodengehäuses und gewährleistet somit zusammen mit den anderen fest ver
spannten Kontaktflächen einen optimalen Stromübergang vom Kathodengehäuse zur Elektrode
und einen maximalen Wärmeabfluß von der Elektrode in die umgekehrte Richtung. Die Spann
zange ist derart dimensioniert, daß sie die Elektrode bereits am unteren Ende des tief in das
Kathodengehäuse eingeschraubten Spannzangenaufnahmegehäuses spannen kann, was den
Wärmeabfluß von der Elektrode zusätzlich begünstigt und über die große Elektrodennach
schleiflänge bei den Betriebskosten einen wirtschaftlichen Vorteil bedeutet.
In den Zeichnungen Fig. 1 bis Fig. 3 werden entsprechend dem vorgegebenen
Konstruktionsprinzip zwei verschiedene Ausführungsbeispiele eines verfahrenübergreifend
konstruierten Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenners mit jeweils einem Plasma- und einem
WIG-Brenner sowie weitere Einzelheiten beschrieben.
Im Einzelnen zeigen
Fig. 1 eine mögliche Ausführungsvariante eines Plasmabrenners mit einem erfindungsgemäßen
Kühlsystem einschließlich wärmeableitender Gaslinse und gewindeloser Doppelkegeldüse
sowie einem Plasmaelektrodenspannsysstem mit Differentialschraubtrieb im Längsschnitt
(Fig. 1A) und im Querschnitt (Fig. 1B)
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen indirekt gekühlten Plasmabrenner nach dem Stand der
Technik
Fig. 3 eine mögliche Ausführungsvariante eines WIG-Brenners mit einem gleichartigen Kühl
system wie in Fig. 1, jedoch mit dem Unterschied, daß anstelle der Doppelkegeldüse eine
Doppelkegelspannzange in das kombinierte Kühl- und Spannsystem eingesetzt ist.
Fig. 4 verschiedene Ausbildungsvarianten der Außenkontur für die sog. Doppelkegel-Plasma
düse bzw. -Elektrodenspannzange für die WIG-Brennerversion.
Der flüssigkeitsgekühlte Plasmabrennerkopf nach Fig. 1 wird durch einen Isolator 4 senkrecht
zur Brennerachse in einen oberen Kathodenbereich 2 und einen unterhalb des Isolators 4
angeordneten Anodenbereich 3 geteilt, wobei das neu vorgestellte Kühlsystem den
Anodenbereich 3 bildet. Die innerste Schale dieses Kühlsystems bildet ein inneres Kühl
mantelgehäuse 5, in dessen oberem Bereich der Isolator 4 eingesetzt ist und das im unteren
Bereich einen Aufnahmekonus 6 aufweist zur Aufnahme der Doppelkegeldüse 7, die gleich
zeitig im Brenner als Anode wirkt. Das innere Kühlmantelgehäuse 5 zentriert an seinem oberen
Flanschansatz einen Trennmantel 8 der gleichzeitig an seinem oberen Ansatz des
Außendurchmessers ein äußeres Kühlmantelgehäuse 9 zentriert, das sich mit seinem unteren
Innendurchmesser wiederum auf dem untersten Außendurchmesser des inneren Kühl
mantelgehäuses 5 abstützt. Ein Absatz am Außendurchmesser des äußeren Kühlmantel
gehäuses 9 zentriert in seinem oberen Bereich eine Schutzgasdüsenaufnahme 10 und bildet in
seinem unteren, nur durch schmale Schutzgasdurchlaßkanäle 11 unterbrochenen Bereich eine
gemeinsame Wärmeübergangsfläche mit der Schutzgasdüsenaufnahme 10, wobei eine innere
umlaufende Schutzgasverteilkammer 12 im äußeren Kühlmantelgehäuse 9 mit dem
Schutzgaszuführrohr 13 direkt in Verbindung steht. In eine Schutzgasdüse 14, die auf das
Außengewinde der Schutzgasdüsenaufnahme 10 aufgeschraubt ist, ist eine Gaslinse 15
eingesetzt, die mit ihrem Innenkonus am Außenkegel der Doppelkegeldüse 7 direkt anliegt und
diese in den Aufnahmekonus des inneren Kühlmantelgehäuses 5 drückt, wobei das obere Ende
der Schutzgasdüse 14 gegen eine Dichtung 16 preßt, die dadurch gegen die kreisringförmige
Stirnfläche, der den Brennerkörper umschließenden isolierenden Kunststoffummantelung 17,
drückt. Zwischen der unteren Stirnfläche des äußeren Kühlmantelgehäuses 9, die gleichzeitig
die Schutzgasaustrittsebene aus dem Brennerkopf darstellt, und der Oberseite der Gaslinse 15
wird durch die Innenwand der Schutzgasdüse 14 und die Außenkontur der Doppelkegeldüse 7
eine umlaufende äußere Schutzgasverteilkammer 18 gebildet, wobei die in diesem Bereich
liegende Greifrille 19 an der Außenkontur der Doppelkegeldüse 7 zur Erleichterung der
Demontage der Doppelkegeldüse 7 dient. Das, auf gleicher Höhe und hinter dem
Kühlmittelaustrittsrohr 20 und im Längsschnitt Fig. 1A von Fig. 1 nicht direkt erkennbare
Kühlmitteleintrittsrohr 21 führt das Kühlmedium in den ringspaltartigen, als Hohlzylinder
konzipierten äußeren Kühlmantel 22 und von dort über die Umlenkschlitze 23 in den inneren
Kühlmantel 24, wobei im unteren, unmittelbar hinter der Doppelkegeldüse 7 liegenden Bereich
des inneren Kühlmantels 24 in das innere Kühlmantelgehäuse ringförmige und zum inneren
Kühlmantel 24 offene Eindrehungen zur Vergrößerung der Wärmetauscherflächen angebracht
sind. Die Innenkontur der Doppelkegel-Plasmaschweiß- oder -schneiddüse 7 wird durch den
zentrisch zur Düsenachse angeordneten Plasmakanal an der Düsenspitze, dem Plasmagas
vorströmkanal im Mittelteil und der Aufnahmebohrung für ein, die schwer abschmelzende
Elektrode 25 zentrierendes und mit Plasmagaskanälen 26 ausgestattetes, keramisches
Zentrierrohr 27 gebildet.
Dieser Plasmaschweiß- oder -schneidbrenner weist durch die Anwendung einer sog. Doppel
kegelkontur für die Plasmaschweiß- oder -schneiddüse 7 in Bezug auf die Düsenhaupt
abmessungen Durchmesser und Länge ein Maximum an Wärmeübergangsflächen auf, was
mehr als einer Verdopplung gegenüber den entsprechenden Flächen der Plasmadüse des in
Fig. 2 gezeigten Plasmabrenners nach dem Stand der Technik entspricht. Durch die glatten und
definierten Kegeloberflächen wird ein Verschleiß der Düsenaufnahmesitze im Brennerkopf
vermieden. Die Anordnung zweier koaxialer Kühlmäntel in Verbindung mit der Kühlmittelfließ
richtung unter gleichzeitiger Maximierung der Wärmeübergangsflächen stellt einerseits eine
größtmögliche Kühlung der wärmeempfindlichen Brennerteile und andererseits einen größt
möglichen Wärmeaustrag aus dem Brenner sicher. Durch die Kombination der vorgenannten
Merkmale in Verbindung mit der an der Düse 7 direkt anliegenden wärmeableitenden Gaslinse
15 und der aus wärmeleitenden Material gefertigten Schutzgasdüse 14 wird die Effektivität der
Brennerkühlung noch erhöht.
Als Spannelement für die nadelartige, schwer schmelzende Plasmaelektrode 25 dient eine
massive, mit einem besonders langen und schlanken Kegel ausgestattete geschlitzte Spann
zange 28, die in ein ebenfalls geschlitztes Spannzangenaufnahmegehäuse 30 eingesetzt wird.
Die Spannkappe 29 weist an ihrem Außendurchmesser ein Gewinde mit geringer Steigung auf,
über welches es in dem Spannzangenaufnahmegehäuse 30 gehalten und geführt wird. In dem
mit einer großen Steigung versehenen Innengewinde der Spannkappe 29 wird die Spannzange
28 mit der Elektrode 25 eingeschraubt und durch Rechtsdrehen der Spannkappe 29 über die
Steigungsdifferenz der beiden Spannkappengewinde in das Spannzangenaufnahmegehäuse 30
gezogen. Das Spannzangenaufnahmegehäuse 30 wird dabei durch den Spannzangenkegel
gespreizt und verspannt sich auf die volle Tiefe und über beide Flanken seines Außengewindes
mit dem zugehörigen Innengewinde des Kathodengehäuses 31. Obwohl die Elektrode 25 fest
und unverschiebbar in der Spannzange 28 geklemmt ist, kann das Spannzangen
aufnahmegehäuse 30 über seinen Verstellring in seinem feingängigen Außengewinde gedreht
und damit die Elektrode 25 in ihrer Längsrichtung feinjustiert werden. Bedingt durch die inten
sive gegenseitige "Verzahnung" der Gewinde von Spannzangenaufnahmegehäuse 30 und
Kathodengehäuse 31 muß für die Elektrodenlängsverstellung ein erhöhtes Drehmoment
aufgebracht werden, was gleichzeitig sicherstellt, daß sich die Elektrodenposition nicht
selbsttätig verstellt.
Durch das Plasmagaszuleitungsrohr 32 wird das Plasmagas in das Kathodengehäuse 31 und
von dort über die Spreizschlitze des Spannzangenaufnahmegehäuses 30 und die Plasmagas
kanäle 26 im Zentrierrohr 27 und den unteren Bereich der Doppelkegeldüse 7 in den Plasma
kanal geleitet.
Fig. 1B zeigt die Einleitung des Kühlmediums durch das Kühlmitteleintrittsrohr 21 in den äuße
ren Kühlmantel 22 und die Anordnung des Kühlmittelaustrittsrohres 20 sowie die Lage der
Kühlmäntel 22 und 24 zueinander bzw. in Bezug zur Brennerkopfachse des in Fig. 1A darge
stellten Plasmaschweiß- oder -schneidbrenners.
Fig. 2 stellt einen, dem Stand der Technik entsprechenden, indirekt wassergekühlten Plasma
brenner dar, bei dem das Kühlmedium ein einschaliges Kühlsystem 40, bestehend aus zwei
hintereinandergeschalteten Kühlkammern durchströmt ohne, daß das Kühlmedium in die
unmittelbare Nähe der Plasmadüsenanlageflächen geleitet wird. Die Plasmadüse 37 wird über
einen Gewindeansatz an der Düse in das Aufnahmegewinde des inneren Kühlkörpers ge
schraubt, wobei für den Wärmeübergang nur die schmale Düsenstirnfläche und großzügig
betrachtet je eine eingreifende Flanke pro Steigung genutzt werden kann. Eine großzügige
Dimensionierung des inneren Kühlkörpers im Bereich der Plasmadüsenanlageflächen ist bei
diesem Konstruktionsprinzip nicht möglich, da für die an der unteren, zur Plasmadüse 37
zeigenden Stirnfläche des Brennerkopfes Platz für zwei als Gaslinse eingelegte und von einem
Federring gehaltene Drahtsiebe 41 geschaffen werden muß.
Die Elektrode 25 wird mittels einer rohrähnlichen, auf einer Seite mit einer kegelartigen Fase
versehenen Spannzange 38 im Zwischengehäuse 39 gespannt, in dem die Spannkappe 29 in
das Zwischengehäuse 39 eingeschraubt wird und dabei auf das hintere Ende der Spannzange
38 drückt. Aufgrund des in Fig. 2 gut erkennbaren, sehr kurzen Klemmkegels der Spannzange
38 ist auch der intensiv gespannte Elektrodenbereich nur sehr kurz, was die Stromübergangs
fläche und die Wärmeabfuhr von der Elektrode 25 deutlich reduziert. Um diesem Mangel zu
begegnen, wird in das Kathodengehäuse 31 ein sog. Elektroden-Führungseinsatz 36 ein
geschraubt, der federnd an der Elektrode 25 anliegt und auf diese Weise den Stromübergang
verbessern sowie Wärme aufnehmen und an das Kathodengehäuse 31 weiterleiten soll. Um zu
verhindern, daß sich die über das Zwischengehäuse in Längsrichtung justierte Elektrode 25
unbeabsichtigt wieder verstellt und auch der Stromübergang vom Kathoden- 31 auf das
Zwischengehäuse 39 etwas verbessert wird, muß unterhalb des Zwischengehäuses 39 eine
zusätzliche lose Druckfeder 35 eingebaut werden.
In Fig. 3 ist ein flüssigkeitsgekühlter WIG-Schweißbrenner dargestellt, dem entsprechend dem
vorgegebenen verfahrensübergreifenden Konstruktionsprizip die gleiche Kühltechnik und
Schutzgasführung zugrunde liegt, wie sie bereits für Fig. 1 beschrieben wurde. Anstelle der
Doppelkegel-Plasmaschweiß- oder -schneiddüse 7 aus Fig. 1 ist eine ebenfalls als Doppelkegel
ausgebildete und gewindelose Elektrodenspannzange 33 in die Konusaufnahme des inneren
Kühlmantelgehäuses 5 eingesetzt ist. Die Elektrodenspannzange 33 wird wie in Fig. 1 über
eine wärmeableitende Gaslinse 15 und eine ebenfalls wärmeleitende Schutzgasdüse 14 mit
dem Brennerkopf und dadurch mit dem bereits in Fig. 1 beschriebenen Doppelmantelkühl
system verspannt, wodurch eine intensive Kühlung der Elektrode 25 bewirkt wird und
gleichzeitig wieder eine zusätzliche äußere Schutzgasverteilkammer 18 entsteht. Bedingt durch
die Verwendung gleicher Bauteile kann die im inneren Kühlmantelgehäuse 5 zur Aufnahme des
Isolators 4 aus Fig. 1 auf besonders vorteilhafte Weise zur Aufnahme und Abdichtung einer
gewindelosen Elektrodenabdeckkappe 34, welche die Elektrode 25 in ihrem hinteren Teil ab
deckt, verwendet werden.
Fig. 4 zeigt 5 verschiedene Ausführungen im Hinblick auf mögliche Außenkonturvarianten für
die sog. Doppelkegel-Plasmaschweiß- und -schneiddüsen bzw. sog. Doppelkegel-Elektroden
spannzangen. In Fig. 4A wird die bereits in Fig. 1 und Fig. 3 gezeigte Doppelkegelkontur die
durch zwei mit ihren Fußkreisflächen aneinanderliegende und mit ihren Spitzen in die entgegen
gesetzten Richtungen zeigende Kegelstümpfe dargestellt. Der Kegelmantel wird bei den hier
verwendeten Kegeln durch eine unter einem Winkel zur Längsachse geneigte, und umlaufende
gerade Linie gebildet, wobei die Neigungswinkel der beiden Kegel unterschiedliche Werte ha
ben können. Der Doppelkegel aus Fig. 4A wird in Fig. 4B dahingehend variiert, daß im Bereich
des vorderen, aus dem Brenner herausragenden Kegel ausschließlich oder zusätzlich ein zylin
drischer Ansatz mit einer senkrecht zur Kegellängsachse stehenden Anlagefläche für eine
Gaslinse bzw. ein Spannelement angebracht ist, um das Doppelkegelteil mit seinem
gegenüberliegenden Kegel in der Aufnahmekontur des inneren Kühlmantelgehäuses 5 zu halten.
Fig. 4C zeigt sinngemäß eine der Fig. 4A entsprechende Außenkontur der Doppelkegel-Plasma
düse 7 bzw. der Doppelkegel-Elektrodenspannzange 33, jedoch mit dem Unterschied, daß die
Kegelform nicht durch eine um die Kegellängsachse umlaufende gerade Linie erzeugt wird, son
dern durch eine gekrümmte, sich stetig der Längsachse nähernde bzw. von ihr entfernende
umlaufende Linie beschrieben wird, wobei die Linienkrümmungen unterschiedlichen mathemati
schen Gleichungen folgen können. Das Beispiel aus Fig. 4D entspricht sinngemäß dem in
Fig. 4B, jedoch mit dem Unterschied, daß der sich in seinem Durchmesser stetig verändernde
Kegel entsprechend der Vorstellung von Fig. 4C durch eine gekrümmte umlaufende Linie er
zeugt wird.
1
Brennerkörper
2
Kathodenbereich bei Plasmabrennern, wenn Elektrode am - Pol anliegt
3
Anodenbereich bei Plasmabrennern, wenn Elektrode am - Pol anliegt
4
Isolator
5
Inneres Kühlmantelgehäuse
6
Aufnahmekonus
7
Doppelkegel-Plasmaschweiß- oder -schneiddüse
8
Trennmantel
9
Äußeres Kühlmantelgehäuse
10
Gasdüsenaufnahme
11
Schutzgasdurchlaßkanal
12
Innere Schutzgasverteilkammer
13
Schutzgaszuleitungsrohr
14
Schutzgasdüse
15
Gaslinse
16
Dichtung
17
Kunststoffummantelung des Brennerkörpers
18
Äußere Schutzgasverteilkammer
19
Greifrille
20
Kühlmittelaustrittsrohr
21
Kühlmitteleintrittsrohr
22
Äußerer Kühlmantel
23
Umlenkschlitze
24
Innerer Kühlmantel
25
Elektrode
26
Plasmagaskanal
27
Zentrierrohr
28
Elektrodenspannzange für Plasmaelektrode
29
Spannkappe
30
Spannzangenaufnahmegehäuse
31
Kathodengehäuse
32
Plasmagaszuleitungsrohr
33
Doppelkegel-Elektrodenspannzange für WIG-Brennervariante
34
Elektrodenabdeckkappe
35
Druckfeder
36
Elektroden-Führungseinsatz
37
Plasmadüse n. d. St. d. Technik
38
Spannzangen. d. St. d. Technik
39
Zwischengehäuse n. d. St. d. Technik
40
Einschaliges Kühlsystem für flüssige Kühlmedien n. d. St. d. Technik
41
Gaslinsensiebe n. d. St. d. Technik, durch Federring gehalten
Die Begriffe Kathodenbereich 2 und Anodenbereich 3 gelten für den in der Beschreibung
zugrundegelegten Standardanwendungsfall, d. h., daß die Elektrode mit dem - Pol der Strom
quelle verbunden ist. Für den selteneren Anwendungsfall, der sog. Plasmapluspol-Schweißung,
kehren sich die Bezeichnungen für die Brennerbereiche 2 und 3 um, wobei die beschriebenen
Vorteile dieser Brennerkonstruktion auch für diesen Fall gelten.
Claims (26)
1. Flüssigkeitsgekühlter Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder
WIG-Brenner, dadurch gekennzeichnet, daß das Konstruktionsprinzip so gehalten ist, daß das für
beide Brenner wesentliche Kühlsystem und die Schutzgasverteilung ohne oder nur mit geringfü
giger Veränderung der Einzelteile sowohl zur Herstellung von Plasmabrennern als auch zur Her
stellung von WIG-Brennern verwendet werden kann.
2. Flüssigkeitsgekühlter Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder
WIG-Brenner, dadurch gekennzeichnet, daß der im Brenner vorgesehene Kühlraum als zwei koa
xial zur Brennerachse angeordnete, als Hohlzylinder ausgebildete Ringspalte (22 u. 24) ausge
führt ist, die von dem Kühlmedium nacheinander in axialer Richtung gegenläufig durchströmt
werden, wobei die axiale Umlenkung in die Gegenrichtung durch einen durchgehenden oder meh
rere in Umfangsrichtung verteilte Spalte an unterster Stelle (23), das heißt an der dem Lichtbogen
zugewandten Seite, des Kühlsystems und in möglichst unmittelbarer Nähe zur thermisch höchst
beanspruchten Stelle des Brennerkörpers erfolgt.
2.1. Flüssigkeitsgekühlter Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder
WIG-Brenner, sowie Kühlsystem hierfür, gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Volumenstrom des den Brenner durchströmenden Kühlmediums durch eine entsprechend enge
Spaltführung weitgehend einem Kühlfilm angenähert wird, und dadurch mehr Kühlmittelmoleküle
mit den wärmeabgebenden Oberflächen in Kontakt treten.
2.2. Flüssigkeitsgekühlter Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder
WIG-Brenner, sowie Kühlsystem hierfür, gemäß Anspruch 2 und/oder 2.1, dadurch gekennzeich
net, daß die Außenkontur des inneren Kühlmantelgehäuses (5), welche mit dem Kühlmedium in
Kontakt tritt, an ihren thermisch höchstbelasteten Stellen eine durch mehrere einstichartige Ein
drehungen vergrößerte Oberfläche aufweist.
2.3. Flüssigkeitsgekühlter Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder
WIG-Brenner, sowie Kühlsystem hierfür, gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kühlmedium den als erstes durchströmten Kühlmantel durch eine außermittige Einleitung bedingt,
drallbehaftet durchströmt.
2.4. Flüssigkeitsgekühlter Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder
WIG-Brenner, sowie Kühlsystem hierfür, gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kühlmedium den äußeren Kühlmantel (22) des Brenners zuerst und dann den inneren Kühlmantel
(24) durchströmt.
2.5. Flüssigkeitsgekühlter Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder
WIG-Brenner, sowie Kühlsystem hierfür, gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kühlmedium zuerst den inneren Kühlmantel (24) und nach der Umlenkung den äußeren Kühlman
tel (22) durchströmt.
2.6. Kühlsystem für flüssigkeitsgekühlte Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere
Plasma- oder WIG-Brenner, nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 2.5.
3. Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Gaslinse (15) aus gut wärmeleitendem Material an den thermisch
hochbelasteten Bauteilen Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-Elektrodenspannzange (33) an
groß ausgebildeten Flächen definiert anliegt und einen zusätzlichen Wärmeabfluß aus der Plasma
düse (7) beziehungsweise Elektrode und Elektrodenspannzange (33) über die Flächen der Gaslin
se (15) und das die Gaslinse (15) durchströmende kalte Schutzgas ermöglicht.
3.1. Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, nach
Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Wärmeübergang benutzten Berührflächen an
der, konstruktionsabhängig nahestmöglichen Stelle, von Plasmadüsenspitze beziehungsweise
Elektrodenspitze eines WIG-Brenners liegen.
3.2. Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, nach
Anspruch 3 und 3.1, dadurch gekennzeichnet, daß die für den Wärmeübergang benutzten wär
meleitenden Bauteile Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-Elektrodenspannzange (33) und Gas
linse (15) mit dem Brennerkörper (1) und der Schutzgasdüse (14) im Betriebszustand axial ver
spannt sind, wobei die Spannkraft durch die Montage der Schutzgasdüse (14) aufgebracht wird,
ähnlich einer Überwurfmutter.
3.3. Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, nach
Anspruch 3 bis 3.2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzgasdüse (14) aus einem gut wär
meleitenden Material besteht und dadurch in Verbindung mit der wärmeleitenden Gaslinse (15)
ein Wärmefluß von der Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-Elektrodenspannzange (33) in das
Kühlsystem des Brennerkörpers (1) ermöglicht wird.
3.4. Gaslinse (15) und Schutzgasdüse (14) sowie Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-
Elektrodenspannzange (33) für Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma-
oder WIG-Brenner, nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 3.3.
4. Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, dadurch
gekennzeichnet, daß die indirekt gekühlte Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-
Elektrodenspannzange (33) kein Spanngewinde besitzt und eine Geometrie aufweist, die es er
möglicht, die Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-Elektrodenspannzange (33) über ein weiteres
Bauteil, welches die Funktion einer Spann- oder Überwurfmutter übernimmt und auch aus einer
Kombination von mehreren Bauteilen, zum Beispiel Gaslinse (15) und Schutzgasdüse (14), beste
hen kann, mit dem Brennerkörper (1) zu verspannen.
4.1. Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, gemäß
Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verspannung der Plasmadüse (7) beziehungsweise
WIG-Elektrodenspannzange (33) durch ein als Überwurf- oder Spannmutter ausgeführtes Bauteil
geschieht.
4.2. Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, gemäß
Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kombination aus einer Schutzgasdüse (14) und
einer in diese Schutzgasdüse (14) eingesetzte Gaslinse (15) zur Verspannung der Plasmadüse (7)
beziehungsweise der WIG-Elektrodenspannzange (33) mit dem Brennerkörper (1) dient, wobei die
Gaslinse (15) an der Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-Elektrodenspannzange (33) mit einer
definierten Fläche anliegt und die Spannkraft durch die Montage der Schutzgasdüse (14) auf den
Brenner aufgebracht wird, ähnlich einer Überwurfmutter.
4.3. Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, nach
einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 4.2, dadurch gekennzeichnet, daß die Berührflächen
von Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-Elektrodenspannzange (33) mit dem Brennerkörper (7)
und die Berührflächen von Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-Elektrodenspannzange (33) mit
dem dazugehörigen Bauteil, welches die Wärmeableitung im vorderen Düsen- beziehungsweise
Spannzangenbereich gewährleistet, und/oder welches die Spannkraft überträgt, so ausgebildet
sind, daß sich die beweglichen Brennerteile, Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-Elektroden
spannzange (33) und Gaslinse (15), beim Spannen selbsttätig zueinander und zur Brennerachse
zentrisch ausrichten.
4.4. Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, sowie
Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-Elektrodenspannzange (33) hierfür, nach einem oder meh
reren der Ansprüche 4 bis 4.3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur der Plasmadüse
(7) beziehungsweise WIG-Elektrodenspannzange (33) im einfachsten Fall die Form zweier Kegel
oder Kegelstümpfe aufweist, deren Spitzen voneinander weg zeigen und deren Fußkreisflächen
einander zugewandt sind, wobei der eine Kegel die Sitzfläche für das Spannelement bildet und
der andere Kegel im Aufnahmekonus (6) des Brennerkörpers (1) aufgenommen wird.
4.5. Gaslinse (15) und Schutzgasdüse (14) sowie Plasmadüse (7) beziehungsweise WIG-
Elektrodenspannzange (33) für Lichtbogenschweiß- oder Schneidbrenner, insbesondere Plasma-
oder WIG-Brenner, nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 4.4.
5. Lichtbogenschweiß- oder schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, und Elek
trodenspannsystem hierfür, dadurch gekennzeichnet, daß die nadelförmige, schwer schmelzende
Elektrode (25) in einer Spannzange (28) gehalten wird, die an einem Ende mit einem Gewinde
ausgestattet und ihre für die Krafterzeugung zur Elektrodenklemmung vorgesehene Kontur als ein
derart schlanker Außenkegel ausgebildet ist, daß nach der Betätigung der Spannkappe (29), wel
che die Spannzange (28) über ihr gemeinsames Gewinde in ihren Gegenkegel bewegt, bedingt
durch die entsprechend schlanke Kegelpaarung in jedem Fall eine Verspannung mit Selbsthem
mung gewährleistet ist, wobei beim Lösen des blockierten Systems durch Drehung der Spann
kappe (29) in die entgegengesetzte Richtung zwangsweise eine Längskraft erzeugt wird, welche
den Selbsthemmungszustand aufhebt und die Spannzange (28) selbsttätig aus dem Klemmkegel
bewegt.
5.1. Lichtbogenschweiß- oder schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, und
Elektrodenspannsystem hierfür, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannkappe (29), welche die
Elektrodenklemmung durch die Längsbewegungung der Spannzange (28) bewirkt beziehungswei
se aufhebt, während des Spannvorgangs mit der Spannzange (28) über das gemeinsame Gewin
de verbunden und gleichzeitig selbst im Brennerkörper (1) oder in einem separaten Spannzan
genaufnahmegehäuse (30) axial direkt oder über ein entsprechendes Gewinde gehalten ist.
5.1.1. Lichtbogenschweiß- oder schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, und
Elektrodenspannsystem nach Anspruch 5.1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannkappe (29),
welche die Elektrodenklemmung durch die Längsverschiebung der Spannzange (28) bewirkt be
ziehungsweise aufhebt mit zwei Gewinden ausgebildet ist, die eine Steigungsdifferenz aufweisen,
wobei, bedingt durch die Steigungsdifferenz dieser beiden Gewinde, beim Drehen der Spannkap
pe (29) die Spannzange (28) pro Umdrehung um diesen Steigungsdifferenzbetrag in ihrer Längs
richtung verschoben wird und dieser Differentialschraubtrieb gleichzeitig eine entsprechend große
Kraft für den Elektrodenspannvorgang beziehungsweise für die Aufhebung eines sich in Selbst
hemmung befindlichen Systems erzeugt.
5.1.2. Lichtbogenschweiß- oder schneidbrenner, insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner, und
Elektrodenspannsystem nach Anspruch 5.1 und 5.1.1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spann
kappe (29) mit einem grobgängigen Innengewinde zur Bewegung der Spannzange (28) und einem
feingängigen Außengewinde zur axialen Festlegung im Brennerkörper (1) oder in einem separaten
Spannzangenaufnahmegehäuse (30) ausgebildet ist.
5.2. Lichtbogenschweiß- oder schneidbrenner, insbesondere Plasmabrenner, und Elektroden
spannsystem hierfür, dadurch gekennzeichnet, daß die nadelförmige, schwer schmelzende Elek
trode (25) in einer Spannzange (28) gehalten wird, die mit ihrem Außenkegel in einem mit einem
passenden Gegenkegel versehenen und in diesem Kegelbereich in Längsrichtung geschlitzten
Spannzangenaufnahmegehäuse (30) aufgenommen wird, welches an seiner Außenkontur in sei
nem dünnwandigen und geschlitzten Bereich ein Gewinde aufweist und sich, bedingt durch das
Spannen der Elektrode (25) in der Spannzange (28) über ihren Kegelsitz, radial aufweitet und
dadurch in das zugehörige Innengewinde des Brennerkörpers (1) mit beiden Gewindeflanken
großflächig und fest einfügt.
5.3. Elektrodenspannsystem für Lichtbogenschweiß- oder schneidbrenner insbesondere Plasma-
oder WIG-Brenner nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 5.2.
6. Lichtbogenschweiß- oder schneidbrenner insbesondere Plasma- oder WIG-Brenner nach einem
oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19828633A DE19828633B4 (de) | 1998-06-26 | 1998-06-26 | Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner sowie Kühlsystem, Plasmadüsen bzw. WIG-Elektrodenspannzangen, Spannsystem für Plasmaelektrodennadeln u. verfahrensübergreifendes Konstruktionsprinzip hierfür |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19828633A DE19828633B4 (de) | 1998-06-26 | 1998-06-26 | Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner sowie Kühlsystem, Plasmadüsen bzw. WIG-Elektrodenspannzangen, Spannsystem für Plasmaelektrodennadeln u. verfahrensübergreifendes Konstruktionsprinzip hierfür |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19828633A1 true DE19828633A1 (de) | 1999-12-30 |
| DE19828633B4 DE19828633B4 (de) | 2004-07-29 |
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ID=7872177
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19828633A Expired - Lifetime DE19828633B4 (de) | 1998-06-26 | 1998-06-26 | Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner sowie Kühlsystem, Plasmadüsen bzw. WIG-Elektrodenspannzangen, Spannsystem für Plasmaelektrodennadeln u. verfahrensübergreifendes Konstruktionsprinzip hierfür |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE19828633B4 (de) |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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