DE19827459C1 - Vorrichtung und Verfahren zum Fördern elektronischer Bauelemente - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Fördern elektronischer BauelementeInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung (10; 30) zum Fördern elektronischer Bauelemente (50) mit einer Zuführungsmaschine (11), in der eine Vielzahl von in einer Reihe aneinanderliegend angeordneten Bauelementen (50) in einem Führungskanal (14) angeordnet sind. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, den Querschnitt des Führungskanals (14) zu verändern, um Verkantungen oder Stauungen der in dem Führungskanal (14) aufgenommenen Bauelemente (50) zu verhindern oder zu beheben. Die Vorrichtung (10; 30) weist zu diesem Zweck ein ansteuerbares Stellglied (16) auf. Die Größe des Führungskanals (14) kann kontinuierlich oder diskontinuierlich zwischen einem Minimalwert und einem Maximalwert verändert werden.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum Fördern elektronischer Bauelemente mit einer Zuführungsschiene,
in der eine Vielzahl von in einer Reihe aneinanderliegend angeordneten
Bauelementen in einem Führungskanal angeordnet sind.
Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung können elektroni
sche Bauelemente verschiedener Art, insbesondere integrierte Schal
tungen (IC), Verwendung finden.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 35 39 973 A1 bekannt. Die
bekannte Vorrichtung weist eine schwenkbare Zuführungsschiene mit
einem Führungskanal auf, in dem eine Reihe von zu fördernden Bau
elementen aufgenommen ist. Bei derartigen Vorrichtungen ist es be
kannt, Verkantungen und Stauungen in der Zuführungsschiene zu ver
meiden, indem die Bauelemente in der Zuführungsschiene durch eine
Feder belastet und gegen eine Seite des Führungskanals angedrückt
werden. Diese Feder überdeckt die Zuführungsschiene und verhindert
hierdurch eine Sichtprüfung der in der Zuführungsschiene aufgenom
menen Bauelemente. Darüber hinaus können trotz des Andrückens der
Bauelemente Verkantungen oder Stauungen auftreten, die manuell be
hoben werden müssen. Weiterhin werden die Bauelemente durch das
Andrücken abgebremst, so daß die Förderung beeinträchtigt werden
kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher eine Vorrichtung und
ein Verfahren bereitzustellen, die eine verbesserte Führung und ein zu
verlässiges Verhindern sowie Beheben von Verkantungen und Stauun
gen ermöglicht.
Erfindungsgemäß ist zur Lösung dieser Aufgabe bei einer Vorrichtung
der eingangs genannten Art vorgesehen, daß die Vorrichtung ein an
steuerbares Stellglied zur Veränderung des Querschnitts des Führungs
kanals aufweist, um Verkantungen oder Stauungen der in dem Füh
rungskanal aufgenommenen Bauelemente zu verhindern oder zu behe
ben.
Das ansteuerbare Stellglied ermöglicht eine gezielte Veränderung des
Querschnitts des Führungskanals. Das bisher übliche ständige Anpres
sen, das die Förderung der Bauelemente beeinträchtigt hat, wird ver
mieden. Weiter werden Verkantungen oder Stauungen durch die Ände
rung des Querschnitts des Führungskanals verhindert, da die Bauele
mente wiederholt zueinander ausgerichtet werden. Bereits aufgetretene
Verkantungen oder Stauungen können ebenfalls durch die Veränderung
der Größe des Führungskanals behoben werden. Ein manueller Eingriff
zur Behebung von Verkantungen oder Stauungen ist nicht mehr erfor
derlich.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen
aus den Unteransprüchen hervor.
Vorteilhaft weist die Zuführungsschiene ein Oberteil und ein Unterteil
auf, die zwischen sich den Führungskanal definieren, wobei das Stell
glied geeignet ist, den Abstand zwischen Oberteil und Unterteil zu ver
ändern. Hierdurch wird die Konstruktion der Zuführungsschiene verein
facht, da das Oberteil und das Unterteil getrennt voneinander herge
stellt und anschließend miteinander verbunden werden können.
In vorteilhafter Weiterbildung ist das Stellglied geeignet, das Oberteil
der Zuführungsschiene gegen das Unterteil zu drücken. Hierdurch wird
der Querschnitt des Führungskanals verändert, so daß die in dem Füh
rungskanal aufgenommenen Bauelemente an dem Unterteil der Zufüh
rungsschiene ausgerichtet werden. Das Unterteil selbst kann festste
hend ausgebildet sein und an einer übergeordneten Vorrichtung ange
bracht sein.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung weist die Vorrichtung ein Rück
stellelement auf, das geeignet ist, das Oberteil der Zuführungsschiene
von dem Unterteil zu entfernen. Das ansteuerbare Stellglied verringert
somit der Querschnitt des Führungskanals, während das Rückstellele
ment diesen vergrößert. Das ansteuerbare Stellglied muß somit nur ei
ne kontrollierte Bewegung in eine Richtung ermöglichen, während zur
Rückstellung ein gesondertes Rückstellelement verwendet wird. Hier
durch wird die Konstruktion und Steuerung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung vereinfacht.
Vorteilhaft ist das Rückstellelement zwischen dem Oberteil und dem
Unterteil der Zuführungsschiene angeordnet und als Federelement aus
gebildet. Bei der Verringerung des Querschnitts des Führungskanals
wird dieses Federelement zusammengedrückt und vergrößert automa
tisch den Führungskanal, sobald die von dem Stellglied aufgebrachte
Kraft entfernt wird. Eine eigene Steuerung zur Vergrößerung des Füh
rungskanals ist nicht erforderlich.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Oberteil über minde
stens ein Gelenk schwenkbeweglich mit dem Unterteil verbunden.
Aufwendige Führungen, die bei einer Parallelverschiebung des Oberteils
gegenüber dem Unterteil erforderlich wären, sind nicht erforderlich.
Vorteilhaft weist das Oberteil Ausnehmungen auf, die eine Sichtkon
trolle der in dem Führungskanal aufgenommenen elektronischen Bau
elemente ermöglichen.
In einer vorteilhaften ersten Ausgestaltung übergreift das Oberteil den
Führungskanal vollständig. Ein zusätzliches Halte- und Führungsele
ment ist nicht erforderlich.
Gemäß einer zweiten vorteilhaften Ausgestaltung übergreift das Ober
teil den Führungskanal teilweise, wobei beabstandet zum Oberteil eine
fest mit dem Unterteil verbundene Führungsleiste zum Abschließen des
Führungskanals vorgesehen ist. Bei dieser Ausgestaltung ist die be
wegte Masse verringert. Weiter wird der für die Bewegung des Ober
teils erforderliche Freiraum verringert, so daß mehrere erfindungsge
mäße Vorrichtungen unmittelbar nebeneinanderliegend angeordnet
werden können.
Vorteilhaft ist das Stellglied als pneumatisches Stellglied ausgebildet.
Durch die Verwendung eines pneumatischen Stellglieds wird die Bil
dung von Magnetfeldern oder elektrischen Störfeldern ausgeschlossen,
die bei der Verwendung elektrisch betätigter Stellglieder eine Prüfung
der elektronischen Bauelemente beeinträchtigen können.
In vorteilhafter Ausgestaltung weist die Vorrichtung einen Anschlag,
insbesondere einen einstellbaren Anschlag, zum Festlegen des maxima
len Querschnitts des Führungskanals auf. Hierdurch kann die Maximal
größe des Führungskanals an die jeweils zu fördernden elektronischen
Bauelemente angepaßt werden.
Vorteilhaft ist dieser Anschlag als Stellschraube ausgebildet. Derartige
Stellschrauben sind einfach und kostengünstig anzubringen und leicht
sowie präzise zu verstellen.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum
Fördern elektronischer Bauelemente, wobei eine Vielzahl von in einer
Reihe aneinanderliegend angeordneten Bauelementen in einem Füh
rungskanal einer Zuführungsschiene aufgenommen ist, insbesondere
ein Verfahren zum Betrieb einer eingangs beschriebenen Vorrichtung.
Erfindungsgemäß ist bei diesem Verfahren vorgesehen, daß der Quer
schnitt des Führungskanals durch ein ansteuerbares Stellelement ver
ändert wird, um Verkantungen oder Stauungen der in dem Führungs
kanal aufgenommenen Bauelemente zu verhindern oder zu beheben.
In einer ersten Ausführung des Verfahrens ist vorgesehen, daß der
Querschnitt des Führungskanals kontinuierlich zwischen einem Mini
malwert und einem Maximalwert verändert wird. Die Größe des Füh
rungskanals ändert sich ständig, so daß Verkantungen von Bauelemen
ten in dem Führungskanal ausgeschlossen sind.
Gemäß einer zweiten Ausgestaltung wird der Querschnitt des Füh
rungskanals diskontinuierlich zwischen einem Minimalwert und einem
Maximalwert verändert. Der Querschnitt des Führungskanals bleibt
somit über einen bestimmten Zeitraum unverändert, wird anschließend
geändert und nimmt danach wieder den Ausgangswert an. Durch die
stoßartige Veränderung des Führungskanals werden Verkantungen oder
Stauungen von Bauelementen verhindert. Weiter werden bereits beste
hende Verkantungen oder Stauungen aufgelöst.
Vorteilhaft erfolgt die Änderung des Querschnitts des Führungskanals
in vorgegebenen Zeitabständen. Die Zeitabstände werden empirisch
ermittelt und können beispielsweise fünf Sekunden betragen. Die Zeit
abstände werden so gering gewählt, daß Verkantungen oder Stauun
gen nicht auftreten können. Die Förderung der elektronischen Bauele
mente kommt daher nicht zum Stillstand. Vorbeugend wird in den be
stimmten Zeitabständen des Querschnitts des Führungskanals verän
dert, um Ansätze von Verkantungen oder Stauungen nicht entstehen
zu lassen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen nä
her erläutert, die in schematischer Weise in der Zeichnung dargestellt
sind. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel der Er
findung;
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II;
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III;
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines elektronischen
Bauelements;
Fig. 5 bis 7 den Ablauf bei der Behebung einer Verkantung oder
Stauung durch Änderung des Querschnitts des Führungs
kanals;
Fig. 8 eine Ansicht ähnlich Fig. 3 in einer weiteren Ausfüh
rungsform; und
Fig. 9 und 10 zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Änderung
des Querschnitts des Führungskanals.
In den Fig. 1 bis 3 ist eine erste Ausgestaltung einer erfindungsge
mäßen Vorrichtung 10 dargestellt. Diese Vorrichtung 10 weist eine
Zuführungsschiene 11 bestehend aus einem Oberteil 12 sowie einem
Unterteil 13 auf. Zwischen dem Oberteil 12 und dem Unterteil 13 wird
ein Führungskanal 14 gebildet. Das Oberteil 12 weist eine Reihe von
Ausnehmungen 15 zur Sichtkontrolle von in dem Führungskanal 14
aufgenommenen elektronischen Bauelementen auf.
Zur Veränderung des Querschnitts des Führungskanals 14 ist ein
Pneumatikzylinder 16 mit einem Kolben 17 vorgesehen, der in Pfeilrich
tung 18 auf das Oberteil 12 der Zuführungsschiene 11 wirkt. Zwi
schen dem Oberteil 12 und dem Unterteil 13 ist eine Rückstellfeder 19
angeordnet, die in Aufnahmen 20, 21 an dem Oberteil 12 und dem
Unterteil 13 eingreift und auf diese Weise geführt wird. Ein Zwischen
raum 22 zwischen dem Oberteil 12 und dem Unterteil 13 ermöglicht
eine Bewegung des Oberteils 12 gegenüber dem Unterteil 13. Als
Wegbegrenzung für die maximale Bauteilhöhe ist eine Stellschraube 23
vorgesehen, die das Oberteil 12 durchgreift und in dem Unterteil 13
befestigt ist.
Das Oberteil 12 weist mehrere Gelenke 24 auf und ist mit Befesti
gungsschrauben 25 an dem Unterteil 13 befestigt. Zur Befestigung des
Pneumatikzylinders 16 sind Befestigungsschrauben 26 vorgesehen. Der
Pneumatikzylinder 16 ist weiter über ein Distanzstück 27 von dem Un
terteil 13 abgesetzt. Durch Veränderung der Bauhöhe dieser Distanz
stücke 27 kann die Aufprallgeschwindigkeit des Kolbens 17 variiert
werden.
Das Oberteil 12 ist somit über die Gelenke 24 gegenüber dem Unterteil
13 verschwenkbar. Der Pneumatikzylinder 16 kann über den Kolben 17
in Pfeilrichtung 18 eine Kraft auf das Oberteil 12 auswirken. Das Ober
teil 12 wird hierdurch in Pfeilrichtung 18 verschwenkt, so daß der
Querschnitt des Führungskanals 14 verkleinert wird. Zur Rückstellung
wird der Pneumatikzylinder 16 entlastet. Die Rückstellfeder 19 bewegt
das Oberteil 12 in Gegenrichtung zur Pfeilrichtung 18 und vergrößert
hierdurch den Führungskanal 14. Die Maximalgröße des Führungska
nals 14 wird über die Stellschraube 23 eingestellt, die den maximalen
Zwischenraum 22 zwischen dem Oberteil 12 und dem Unterteil 13 und
damit den Querschnitt des Führungskanals 14 festlegt.
In Fig. 4 ist eine zu förderndes elektronisches Bauelement 50 darge
stellt. Das Bauelement 50 ist etwa quaderförmig ausgebildet und weist
eine obere Hälfte 51 sowie eine untere Hälfte 52 auf. Zwischen den
beiden Hälften 51, 52 ist eine nicht dargestellte Platine aufgenommen,
die über Anschlüsse 53 zugänglich ist. Im Stoßbereich zwischen den
beiden Hälften 51, 52 bildet sich eine Kante 54.
Auf Grund von Produktionsungenauigkeit sind die beiden Hälften 51,
52 häufig nicht genau zueinander ausgerichtet. Die beiden Hälften 51,
52 sind darüber hinaus nicht vollständig quaderförmig sondern weisen
im Regelfall leicht schräg stehende Seitenwände auf. Hierdurch können
sich Verkantungen oder Stauungen in der Zuführungsschiene 11 bil
den.
In den Fig. 5 bis 7 sind das Bilden einer derartigen Verkantung oder
Stauung sowie das Auflösen dargestellt. Fig. 5 zeigt den regulären
Förderzustand. In dem Führungskanal 14 der Zuführungsschiene 11
sind zwei Bauelemente 50a, 50b dargestellt, die sich störungsfrei be
wegen. In Fig. 6 hat sich das Bauelement 50a an das Bauelement
50b angelegt und in seine dargestellte Position 50a' verschoben. Es ist
somit in dem Führungskanal 14 verkantet, so daß eine weitere Förde
rung nicht mehr möglich ist.
Zur Behebung der Verkantung oder Stauung wird das Oberteil 12 in
Pfeilrichtung 18 gegen das Unterteil 13 in seine Position 12' verbracht.
Der Querschnitt des Führungskanals 14 wird auf die dargestellten Ab
messungen 14' verringert. Das Oberteil 12 der Zuführungsschiene 11
übt somit eine Kraft auf das verkantete Bauelement 50a aus und
drückt dieses gegen das Unterteil 13. Hierdurch werden die beiden
Bauelemente 50a, 50b voneinander entfernt und die Verkantung und
damit die Stauung behoben. Anschließend wird das Oberteil 12 in Ge
genrichtung zur Pfeilrichtung 18 in seine in Fig. 5 dargestellte Aus
gangsposition zurückbewegt. Die Bauelemente 50a, 50b können erneut
störungsfrei gefördert werden.
Die Änderung des Querschnitts des Führungskanals 14 wird bevorzugt
durchgeführt, ehe sich die in Fig. 6 dargestellte Verkantung oder
Stauung vollständig ausgebildet hat. Bei nur geringen Schrägstellungen
des Bauelements 50a ist die Förderung in der Zuführungsschiene 11
noch nicht beeinträchtigt, obwohl eine Verkantung oder Stauung in
kurzer Zeit auftreten wird. Auch diese geringen Schrägstellungen wer
den durch eine Änderung der Größe des Führungskanals 14 beseitigt.
Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemä
ßen Vorrichtung 30. Gleiche und identische Bauelemente sind hierbei
mit denselben Bezugszeichen wie in den Fig. 1 bis 3 versehen. In
Fig. 8 ist ein Oberteil 31 vorgesehen, das den Führungskanal 14 nur
teilweise übergreift. Beabstandet zum Oberteil 31 ist eine Führungslei
ste 32 vorgesehen, die den Führungskanal 14 abschließt. Das Bauele
ment 50 wird somit zuverlässig in dem Führungskanal 14 gehalten. Die
Befestigung des Oberteils 31 sowie der Führungsleiste 32 erfolgt mit
tels Distanzstücken 33, 34 sowie Befestigungsschrauben 25, 35. In
dieser Ausführungsform ist der Freiraum, der für die Schwenkbewe
gung des Oberteils 31 erforderlich ist, geringer als in der Ausführungs
form gemäß den Fig. 1 bis 3. Es können insbesondere zwei erfin
dungsgemäße Vorrichtungen 30 unmittelbar nebeneinander mit einer
gemeinsamen Führungsleiste 32 vorgesehen werden.
In den Fig. 9 und 10 sind zwei Möglichkeiten der Änderung des
Querschnitts des Führungskanals 14 dargestellt. In beiden Fällen ist auf
der Abszisse die Zeit T und auf der Ordinate die Querschnittsfläche F
des Führungskanals 14 aufgetragen.
Fig. 9 zeigt eine kontinuierliche Veränderung des Querschnitts des
Führungskanals 14 zwischen einem Minimalwert Fmin und einem Maxi
malwert Fmax. Durch diese kontinuierliche Änderung werden Verkan
tungen oder Stauungen von Bauelementen 50 in dem Führungskanal
14 verhindert oder behoben.
Fig. 10 zeigt eine diskontinuierliche Änderung des Querschnitts des
Führungskanals 14, wiederum zwischen einem Minimalwert Fmin und
einem Maximalwert Fmax. Der Querschnitt des Führungskanals 14 wird
stoßartig von dem Maximalwert Fmax auf den Minimalwert Fmin verrin
gert und anschließend wieder vergrößert. Hierdurch werden Fehlstel
lungen von Bauelementen 50 in dem Führungskanal 14, die Verkan
tungen oder Stauungen auslösen können, behoben, also Verkantungen
oder Stauungen verhindert. Zusätzlich können bereits vorhandene Ver
kantungen oder Stauungen behoben werden.
Der Zeitabstand Δt zwischen den Querschnittsänderungen des Füh
rungskanals 14 wird derart festgelegt, daß Verkantungen oder Stauun
gen nicht auftreten können, also verhindert werden. Ein typischer Zeit
abstand Δt beträgt etwa fünf Sekunden, wobei in Abhängigkeit von der
Größe der Bauelemente 50, der Fördergeschwindigkeit und von ande
ren Randbedingungen auch andere Zeitabstände gewählt werden kön
nen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10, 30 und das erfindungsgemäße
Verfahren sind geeignet, geringe Fehlstellungen oder Schrägstellungen
von in der Zuführungsschiene 11 aufgenommenen Bauelementen 50 zu
beseitigen. Hierdurch werden Verkantungen oder Stauungen der in dem
Führungskanal 14 aufgenommenen Bauelemente verhindert. Sollten
dennoch Verkantungen oder Stauungen auftreten, so können diese er
findungsgemäß behoben werden.
Claims (16)
1. Vorrichtung (10; 30) zum Fördern elektronischer Bauelemente
(50) mit einer Zuführungsschiene (11), in der eine Vielzahl von in
einer Reihe aneinanderliegend angeordneten Bauelementen (50)
in einem Führungskanal (14) angeordnet sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Vorrichtung (10; 30) ein ansteuerbares Stell
glied (16) zur Veränderung des Querschnitts des Führungskanals
(14) aufweist, um Verkantungen oder Stauungen der in dem
Führungskanal (14) aufgenommenen Bauelemente (50) zu ver
hindern oder zu beheben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zuführungsschiene (11) ein Oberteil (12; 31) und ein Unterteil
(13) aufweist, die zwischen sich den Führungskanal (14) definie
ren, wobei das Stellglied (16) geeignet ist, den Abstand zwi
schen dem Oberteil (12; 31) und dem Unterteil (13) zu verän
dern.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stellglied (16) geeignet ist, das Oberteil (12; 31) der Zufüh
rungsschiene (11) gegen das Unterteil (13) zu drücken.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung (10; 30) ein Rückstellelement (19) aufweist, das
geeignet ist, das Oberteil (12; 31) der Zuführungsschiene (11)
von dem Unterteil (13) zu entfernen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rückstellelement (19) zwischen dem Oberteil (12; 31) der Zu
führungsschiene (11) und dem Unterteil (13) angeordnet und als
Federelement ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Oberteil (12; 31) der Zuführungsschiene (11)
über mindestens ein Gelenk (24) schwenkbeweglich mit dem
Unterteil (13) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Oberteil (12; 31) der Zuführungsschiene (11)
mit Ausnehmungen (15) versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Oberteil (12) der Zuführungsschiene (11) den
Führungskanal (14) vollständig übergreift.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Oberteil (31) der Zuführungsschiene (11) den
Führungskanal (14) teilweise übergreift und beabstandet zu dem
Oberteil (31) eine fest mit dem Unterteil (13) verbundene Füh
rungsleiste (32) zum Abschließen des Führungskanals (14) vor
gesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Stellglied (16) als pneumatisches Stellglied
ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Vorrichtung (10; 30) einen Anschlag (23),
insbesondere einen einstellbaren Anschlag, zum Festlegen der
Maximalgröße des Führungskanals (14) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Anschlag (23) als Stellschraube ausgebildet ist.
13. Verfahren zum Fördern elektronischer Bauelemente (50), wobei
eine Vielzahl von in einer Reihe aneinanderliegend angeordneten
Bauelementen (50) in einem Führungskanal (14) einer Zufüh
rungsschiene (11) aufgenommen ist, insbesondere zum Betrieb
einer Vorrichtung (10; 30) nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Füh
rungskanals (14) durch ein ansteuerbares Stellelement (16) ver
ändert wird, um Verkantungen oder Stauungen der in dem Füh
rungskanal (14) aufgenommenen Bauelemente (50) zu verhin
dern oder zu beheben.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Querschnitt des Führungskanals (14) kontinuierlich zwischen ei
nem Minimalwert und einem Maximalwert verändert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Querschnitt des Führungskanals (14) diskontinuierlich zwischen
einem Minimalwert und einem Maximalwert verändert wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Änderung des Querschnitts des Führungskanals (14) in vorgege
benen Zeitabständen erfolgt.
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US6186305B1 (en) | 2001-02-13 |
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