DE19825382A1 - Arretier-, Ausstell- und Führungseinrichtung für Scheibewandgüterwagen - Google Patents
Arretier-, Ausstell- und Führungseinrichtung für ScheibewandgüterwagenInfo
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Abstract
Arretier-, Ausstell- und Führungseinrichtung für Schiebewandgüterwagen, bei der durch eine besondere Anordnung des Arretier-, Ausstell- und Führungselementes in der Gelenkkette im Bereich Mittenportal eine bessere Übereinstimmung der Bewegungskurven des Führungskanals der Schiebewand mit der des Arretier-, Ausstell- und Führungselementes erreicht wird, wobei im Bereich Mittenportal (3) auf einem Koppelglied (12) einer Gelenkkette ein Arretier-, Ausstell- und Führungselement (7) fest angeordnet ist und die Gelenkkette aus mindestens vier durch Drehgelenke (16) verbundenen Getriebegliedern, wie angetriebene Kurbel (11), Schwinge (13), Koppelglied (12), Gestell aus Firstträger (2) bzw. Mittenportal (3), besteht.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Arretier-, Ausstell- und
Führungseinrichtung für Schiebewandgüterwagen nach dem Oberbe
griff des Patentanspruches 1.
Es sind nach EP 0 175 073 Einrichtungen für Güterwagen ohne
Firstträger bekannt, bei der je Schiebewand ein Arretier-,
Ausstell- und Führungselement ständig in der Führungsbahn des
Dachteils der Schiebewand verbleibt. Die Kraftübertragung
geschieht zwischen den beiden Betätigungselementen über eine
unter dem Wagenboden verlaufende Welle. Die Krafteinleitung
erfolgt einseitig an dem zur Stirnwand des Fahrzeuges weisen
den Wellenende. Der Antrieb des Betätigungselements am Mitten
portal ist nicht dargestellt. Üblicherweise erfolgt der An
trieb über mehrere, etwa in Wagenlängsmitte angeordnete und
über Umlenkhebel miteinander gekoppelte Stangen, die sich der
Fahrzeugkontur anpassen müssen. Die Vielzahl der Gelenkstellen
verursachen infolge der Spiele eine große Abweichung der Aus
schwenkbewegung der Schiebewand von der theoretisch festgeleg
ten Bahnkurve. Weiterhin sind diese Gelenkstellen der Witte
rung ausgesetzt und müssen korrosionsfest ausgeführt werden.
Da die Betätigungsstangen auch auf Druckbelastung beansprucht
werden, müssen sie entsprechend stark dimensioniert sein, so
daß ein hohes Gewicht und ein hoher Platzbedarf die Folge ist.
Der Fertigungs- und somit finanzielle Aufwand ist entsprechend
hoch.
Nach P 197 01 887.4-21 ist ein Ausstell-Führungsprinzip für
Güterwagen mit Firstträger bekannt, bei dem die Schiebewände
durch je ein Führungselement im oberen Bereich des Güterwagens
geführt werden. Das Arretier-, Ausstell- und Führungselement
auf dem Mittenportal, durch das die Schiebewand während des
Verschiebevorganges geführt wird und in der Transportstellung
die Schiebewand in der Schließstellung sichert, ist an einem
Hebel befestigt, der drehbar auf dem Mittenportal angeordnet
ist. Der Antrieb des Hebels erfolgt durch eine im Firstträger
angeordnete Welle. Als Ausführungsbeispiel für einen schmalen
Firstträger ist der Antrieb des Hebels als mehrgliedriges
Koppelgetriebe ausgebildet. Nachteilig bei dieser Lösung ist
die Relativbewegung zwischen dem Führungskanal der Schiebewand
und dem Arretier-, Ausstell- und Führungselement auf dem Mit
tenportal. Diese Relativbewegung resultiert aus den
unterschiedlichen Drehpunkten und Schwenkwinkeln der beiden
Bauteile während des Ausstellprozesses. Die Schiebewand wird
beim Öffnungsvorgang nach außen geschwenkt, wobei sich der
Drehpunkt im Berührungspunkt Laufrolle - unteres Ausstellelement
befindet. Der Drehpunkt des oberen Arretier-, Ausstell- und
Führungselementes stellt gleichzeitig den Lagerpunkt des He
bels dar. Während die Schiebewand um 1° bis 3° geschwenkt wird,
beschreibt der Hebel einen Schwenkbereich von ca. 90°. Der
notwendige Längenausgleich wird in bekannter Weise durch ein
Langloch im Endbereich des Führungskanals in der Schiebewand
ausgeglichen. Das Langloch führt jedoch zu einem unkontrollier
ten Bewegungsablauf im Schließ- und Ausstellprozeß.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Arretier-, Ausstell- und
Führungseinrichtung für Schiebewände von Güterwagen zu schaf
fen, bei der durch eine besondere Anordnung des Arretier-,
Ausstell- und Führungselementes in der Gelenkkette im Bereich
Mittenportal eine bessere Übereinstimmung der Bewegungskurven
des Führungskanals der Schiebewand mit der des Arretier-,
Ausstell- und Führungselements erreicht wird und bei der die
Schiebewände durch je ein Führungselement im oberen Bereich
des Güterwagens geführt werden und der Antrieb des Führungsele
ments durch technisch unkomplizierte Mittel spielarm erfolgt,
eine geringe Anzahl von Bauelementen notwendig ist, die
kraftübertragenden Elemente einen geringen Platz beanspruchen,
der Laderaumquerschnitt durch Wegfall einer Führungsschiene
vergrößert sowie die Konturführung des Querschnitts verein
facht wird.
Die Lösung wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 er
reicht, wobei das Arretier-, Ausstell- und Führungselement im
Bereich des Mittenportals auf dem Koppelglied eines vier oder
mehrgliedrigen Koppelgetriebes angeordnet ist. Das Koppelge
triebe besteht mindestens aus der durch die Welle angetriebe
nen Kurbel, einer Schwinge, einer Koppel, die Kurbel und
Schwinge durch Drehgelenke miteinander verbindet und aus dem
aus Firstträger bzw. Mittenportal bestehendem Gestell. Eine
vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist im Unteranspruch
angegeben. Es ist im Sinne der Erfindung, daß bei fehlender
Baufreiheit im Anschlußbereich des Firstträgers und Mittenpor
tals die gegenüberliegenden Kurbelhebel in Wagenlängsrichtung
versetzt angeordnet werden. Durch die erfindungsgemäß aufgebau
te Arretier-, Ausstell- und Führungseinrichtung gelingt es,
daß das Führungselement eine von der Kreisbahn abweichende und
der dem Führungskanal der Schiebewand besser angepaßten Bewe
gungskurve folgt und damit eine verschleißfreiere und eine
leichte und zuverlässige Bedienung möglich ist. Die Bauteilan
zahl und Spiele im Antriebsstrang sind auf ein Minimum redu
ziert.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die stilisierte Gesamtansicht eines Güterwagens ohne
Laufwerk,
Fig. 2 den Schnitt durch den Firstträger im Mittenportalbe
reich,
Fig. 3 wie Fig. 2, rechte Seite Schiebewand gespreizt,
Fig. 4 wie Fig. 3, mit Langloch zwischen Koppel und Schwin
ge.
Gemäß Fig. 1 und 2 besteht die Ausstelleinrichtung einer Schie
bewand 4 eines Güterwagens mit einem Firstträger 3 aus einer
die Laufrollen der Schiebewand 4 tragenden unteren Ausstell
welle 8 und einer oberen Ausstellwelle 9. Diese Ausstellwellen
8 und 9 werden in bekannter Weise durch in der Zeichnung
nicht näher dargestellte Lagerungen am Wagenkasten gehalten.
Die obere Einrichtung besteht aus einem auf einer Stirnwand 1
angebrachten Arretier- und Ausstellelement 6 in der Art eines
Hebels und einem im Mittenportalbereich auf einer Koppel 12
befestigten Arretier-, Ausstell- und Führungselement 7. Die
Koppel 12 wird auf der einen Seite durch einen an der oberen
Ausstellwelle 9 befestigten Kurbelhebel 11 angetrieben und
stützt sich am anderen Ende an einer in einem Drehgelenk 16
gelagerten Schwinge 13 ab. Überschreitet der Kurbelhebel 11 in
der geschlossenen Stellung, wie in Fig. 2 dargestellt, die
Wagenlängsmitte, so werden die gemäß Fig. 3 gegenüberliegenden
Kurbelhebel 11 in Wagenlängsrichtung versetzt angeordnet. Ein
Führungskanal 10 der Schiebewand 4 bewegt sich abhängig von
der Gestaltung der unteren Ausstelleinrichtung auf einer Kreis
bahn oder einer aus Translation und Rotation zusammengesetzten
Bewegungskurve. Durch Wahl der Abmessungen der Getriebeglieder
der oberen Arretier-, Ausstell- und Führungseinrichtung, im
einzelnen: der Länge der Koppel 12, des Kurbelhebels 11, der
Schwinge 13 und der Positionierung des Arretier-, Ausstell-
und Führungselementes 7 auf der Koppel 12, wird die Bewegungs
kurve des Arretier-, Ausstell- und Führungselementes 7 dem des
Führungskanales 10 der Schiebewand 4 angeglichen. Das Arre
tier-, Ausstell- und Führungselement 7 verbleibt somit ständig
im Führungskanal 10 der Schiebewand 4. Die Anordnung eines
Translationsgelenkes 17 gemäß Fig. 4 zwischen Koppel 12 und
Schwinge 13 ermöglicht eine noch bessere Übereinstimmung der
Bewegungskurven des Führungskanals 10 der Schiebewand 4 mit
der des Arretier-, Ausstell- und Führungselements 7. Das Trans
lationsgelenk 17 wird durch ein Langloch 15 in der Schwinge 13
hergestellt. Ein Druckstück 18 wird an der Schwinge 13 so
positioniert, daß im letzten Bereich des Ausstellprozesses die
Koppel 12 im Langloch 15 nach oben gedrückt wird. Der Antrieb
der oberen Ausstellwelle 9 erfolgt in bekannter Weise gemäß
Fig. 1 durch ein Handrad 5 an der Stirnwand 1. Ein Betätigungsge
stänge 14 verbindet das Handrad 5 mit dem Arretier- und
Ausstellelement 6. Beim Drehen des Handrades 5 wird eine Zug-
oder Druckkraft in das Betätigungsgestänge 14 eingebracht.
Durch die Einleitung eines Drehmomentes auf die obere Ausstell
welle 9 werden das auf der Stirnwand 1 angebrachte Arretier-
und Ausstellelement 6 und das im Bereich eines Mittenportals 3
befestigte Arretier-, Ausstell- und Führungselement 7 gleich
zeitig geschwenkt und bewegen somit die Schiebewand 4 im obe
ren Bereich in die Verschiebestellung. Beim Verschieben der
Schiebewand 4 verläßt ein in der Zeichnung nicht näher darge
stellter Führungsbolzen der Schiebewand 4 das Arretier- und
Ausstellelement 6. Ab diesem Zeitpunkt wird die Schiebewand 4
im oberen Bereich nur durch das im Bereich des Mittenportals 3
befestigte Arretier-, Ausstell- und Führungselement 7 aufgenom
men. Der Führungskanal 10 im Dachbereich der Schiebewand 4
verläuft durchgehend über die gesamte Seitenwandlänge.
1
Stirnwand
2
Firstträger
3
Mittenportal
4
Schiebewand
5
Handrad
6
Arretier- und Ausstellelement (in der Art eines Hebels)
[auf der Stirnwand]
7
Arretier-, Ausstell- und Führungselement
[im Bereich Mittenportal]
8
untere Ausstellwelle (und Laufschiene)
9
obere Ausstellwelle
10
Führungskanal
11
Kurbelhebel
12
Koppel
13
Schwinge
14
Betätigungsgestänge
15
Langloch
16
Drehgelenk
17
Translationsgelenk
18
Druckstück
Claims (2)
1. Arretier-, Ausstell- und Führungseinrichtung für Schiebe
wandgüterwagen, bestehend aus einer ebenen in vertikaler Wagen
querrichtung angeordneten, durch eine Welle angetriebenen Ge
lenkkette, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich eines Mitten
portals (3) auf einem Koppelglied (12) einer Gelenkkette ein
Arretier-, Ausstell- und Führungselement (7) fest angeordnet
ist, wobei die Gelenkkette aus mindestens vier durch Drehge
lenke (16) verbundenen Getriebegliedern, wie angetriebene Kur
bel (11), Schwinge (13), Koppelglied (12), Gestell aus
Firstträger (2) bzw. Mittenportal (3), besteht.
2. Arretier-, Ausstell- und Führungseinrichtung nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Koppel (12) und Schwin
ge (13) ein Translationsgelenk (17) angeordnet ist.
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| DE19825382A DE19825382C2 (de) | 1998-05-28 | 1998-05-28 | Arretier-, Ausstell- und Führungseinrichtung für Scheibewandgüterwagen |
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