DE19825521C2 - Flüssigkeitsringpumpe - Google Patents
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Abstract
Flüssigkeitsringpumpe, mit einem Arbeitsgehäuse (10), mindestens einem darin umlaufenden Laufrad, das durch einen Motor (2) über eine Koppelvorrichtung (7) antreibbar ist, mindestens einer Steuerscheibe (11) mit mindestens einer Saugöffnung (12) und mindestens einer Drucköffnung (13), mindestens einem Seitenschild (15), das zusammen mit der jeweiligen Steuerscheibe (11) einen Saug- und einen Druckraum bildet, in die jeweils die zugehörigen Stutzen (18, 19) münden und einem Motorlagerschild. Um die Teile der Flüssigkeitsringpumpe und die Anzahl der Dichtstellen zu reduzieren, wird das Arbeitsraumgehäuse, das Seitenschild, die Stutzen und die Steuerscheibe durch ein einstückiges Gußteil gebildet, wobei im Bereich der Laufradachsendurchführung (6) des Gußteils Taschen bzw. Ausnehmungen vorhanden sind, um Mittel zur Abdichtung und zur Lagerung der Laufradachse aufzunehmen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsringpumpe mit einem
Arbeitsraumgehäuse, mindestens einem darin umlaufenden Lauf
rad, das durch einen Motor über eine Koppelvorrichtung an
treibbar ist, mindestens einer Steuerscheibe mit mindestens
einer Saugöffnung und mindestens einer Drucköffnung, minde
stens einem Seitenschild, das zusammen mit der jeweiligen
Steuerscheibe einen Saug- und einen Druckraum bildet, in die
jeweils die zugehörigen Stutzen münden und einem Motorlager
schild.
Eine gattungsgemäße Flüssigkeitsringpumpe ist aus der euro
päischen Patentschrift EP 0 644 317 A1 bekannt. Die einzelnen
Komponenten dieser Flüssigkeitsringpumpe, wie Arbeitsraumge
häuse, Steuerscheibe, Seitenschild sind vornehmlich durch
Schraubverbindungen miteinander verbunden. Aus der DE 41 23
938 A1 ist eine Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe mit einem An
trieb und einer Antriebswelle bekannt. Die einzelnen Kompo
nenten wie Laufrad, Steuerscheibe, Exzentergehäuse, Auslaß
öffnung, Ventilanordnung sind als Einzelteile ausgebildet und
werden bei der Montage zusammengesteckt. Nachteilig dabei ist
der erhöhte Montageaufwand aufgrund der Vielzahl der Dicht
trennstellen dieser Flüssigkeitsringpumpe und die Einhaltung
vorgegebener Toleranzen der einzelnen Flüssigkeitsringpumpen
komponenten.
Die Aufgabe der Erfindung besteht demnach darin, eine Flüs
sigkeitsringpumpe zu schaffen, die bei Reduzierung der Her
stellkosten mindestens gleiche Pumpencharakteristika wie ver
gleichbare Flüssigkeitsringpumpen aufweist. Außerdem soll bei
einer derartigen Flüssigkeitsringpumpe die Anzahl der Dicht
trennstellen reduziert und damit die Toleranzprobleme bei
Montage- und Wartungsarbeiten vermieden werden.
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt dadurch, daß Ar
beitsraumgehäuse, Seitenschild, Stutzen und Steuerscheibe
durch ein einstückiges Gußteil gebildet sind, wobei im Be
reich der Laufradachsendurchführung des Gußteils Taschen bzw.
Ausnehmungen vorhanden sind, um Mittel zur Abdichtung und La
gerung der Laufradachse aufzunehmen.
Durch eine derartige Flüssigkeitsringpumpe verringert sich
gegenüber herkömmlichen Flüssigkeitsringpumpen die Montage
zeit, der Logistikaufwand und die Teilekosten. Des weiteren
wird durch die erhebliche Reduktion der Anzahl der
Dichttrennstellen gegenüber herkömmlichen Flüssigkeitsring
pumpen die Betriebssicherheit und der Wirkungsgrad der Flüs
sigkeitsringpumpe wesentlich erhöht. Außerdem entfallen die
bei einer Montage der einzelnen Flüssigkeitsringpum
penkomponenten auftretenden Toleranzprobleme aufgrund der In
tegration der gesamten Komponenten in einem einstückigen Guß
teil.
Durch Ausbildung von Taschen bzw. Ausnehmungen im Bereich der
Laufradachsendurchführung des Gußteils können vorzugsweise
während des Montagevorganges der Flüssigkeitsringpumpe Dich
telemente bzw. Lagerelemente eingesetzt werden. Bezüglich der
Ausgestaltung des Arbeitsraumgehäuses sind, was die äußere
als auch die innere Gestaltung betrifft, sämtlich bekannte
Formen gattungsgemäßer Flüssigkeitsringpumpen denkbar. So
können die Gehäuse z. B. sowohl innen als auch außen im Quer
schnitt elliptisch oder rund geformt sein. Eine konische Ge
staltung des Arbeitsraumgehäuses vorzugsweise für den Innen
teil kann gleichzeitig für eine Abführung der im Fördermedium
enthaltenen Schmutzpartikeln genutzt werden. Eine gußtechni
sche Ausgestaltung des Seitenschilds ermöglicht die Einbezie
hung sämtlicher Teile wie z. B. Saug- und Druckräume, die für
einen ordnungsgemäßen Betrieb einer Flüssigkeitsringpumpe
notwendig sind. Die vorzugsweise am Seitenschild befindlichen
Stutzen können in Richtung der Anschlußvorrichtung zu exter
nen Verbindungsstücken bereits angegossene Adapter oder ande
re Mittel zur Befestigung aufweisen. Der Ausrichtung der
Stutzen sind gußtechnisch keine Grenzen gesetzt. Für die Aus
gestaltung der Steuerscheibe sind sämtliche Druck- und Saug
schlitzausgestaltungen möglich. Ebenso sind in der Steuer
scheibe Betriebswasserzuführungen oder Entlüftungsöffnungen
ausführbar. Zur Herstellung des beschriebenen Gußteils können
sämtlich bekannte Gußverfahren verwendet werden. Taschen bzw.
Ausnehmungen im Bereich der Laufradachsendurchführung des
Gußteils gestatten eine einfache Montage von Abdicht- oder
Lagerungselementen.
In einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung dieser Flüssigkeits
ringpumpe sind an das Gußteil vorzugsweise Mittel zur Auf
stellung der Flüssigkeitsringpumpe angeordnet. Dabei können
angegossene Füße oder Laschen zur Befestigung an einem Ge
stell vorgesehen werden. Außerdem weist das Gußteil Vorrich
tungen auf, der Flüssigkeitsringpumpe axial, seitlich oder
auch über der Flüssigkeitsringpumpe einen Motor zuzuordnen.
Der Motor kann dabei über Getriebe oder Riemen die Pumpe an
treiben. Dies geschieht z. B. durch bereits angegossene La
schen oder Zugankeransätze. Auf einer der Antriebsseite abge
wandten Seite des Arbeitsraumgehäuses ist vorzugsweise ein
angeformter Flansch angegossen, der Mittel zur Befestigung
eines Pumpendeckels aufweist. Dabei können sämtlich bekannten
Befestigungsarten eines Pumpendeckels an einem Gußteil einge
setzt werden.
Ebenso können weitere für den Betrieb, die Aufstellung oder
Wartungsarbeiten notwendigen Funktionsteile der Flüssigkeits
ringpumpe angegossen sein.
In einer weiteren Ausgestaltung dieser Flüssigkeitsringpumpe
bildet das Motorlagerschild eine weitere Komponente des ein
stückigen Gußteils, so daß vorzugsweise für eine Flüssig
keitsringpumpe mit axialem Anschluß des Motor die Anzahl der
Dichttrennstellen und die Toleranzprobleme weiter reduziert
werden können. Es entsteht dadurch eine kompakte Motor-Flüs
sigkeitsringpumpen-Anordnung.
Da die Flüssigkeitsringpumpe als komplette Einheit vorliegt,
sind auch andere Antriebsvarianten z. B. über Kardangelenke
oder Riemen einsetzbar.
Eine bevorzugte Ausführungsform wird in einer schematisch
dargestellten Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Motor-
Flüssigkeitsringpumpen-Anordnung.
Fig. 1 zeigt eine Flüssigkeitsringpumpe 1 ohne Laufrad und ei
ne in ein Arbeitsraumgehäuse 10 ragende Antriebswelle 7 eines
Motors 2. Der Motor 2 weist am Motorgehäuse 4 befestigte
Stellfüße 3 auf. Das Motorgehäuse 4 weist außerdem radial an
geordnete Kühlrippen 5 auf. Die Flüssigkeitsringpumpe 1 zeigt
die aus einer Laufradachsendurchführung 6 des Arbeitsraumge
häuses 10 ragende Antriebswelle 7 mit einer Nut- und Feder
verbindung 8 vorgesehenen Welle-Nabe-Verbindung zwischen An
triebswelle 7 und einen nicht näher dargestellten Laufrad. Es
sind ebenso andere Welle-Nabe-Verbindungen einsetzbar, wie
z. B. Polygonverbindungen, um aus einer mit dem Laufrad gekop
pelten Antriebswelle 7 die Laufradachse zu bilden. Dabei sind
in der Gußform die Laufradachsen-Durchführung 6 mit ihren Ta
schen und Ausnehmungen für die Aufnahme von Dichtungen und
Lagerelementen dementsprechend anzupassen. Die Antriebswelle
7 weist in axialer Richtung einen zentrischen Gewindegang 9
auf, der zur axialen Laufradeinstellung und -befestigung
dient.
Fig. 1 zeigt außerdem ein zylindrisch geformtes Arbeitsraumge
häuse 10. Eine leichte Konizität im Inneren des Arbeitsraum
gehäuses 10 erleichtert im Betrieb die Schmutzpartikelabfüh
rung, durch z. B. vorgesehene Schmutzfallen oder dementspre
chende Durchlässe am Rand einer Steuerscheibe 11 oder des Ar
beitsraumgehäuses 10. Die im Gußteil integrierte Steuerschei
be 11 zeigt die Saug- 12 bzw. Drucköffnungen 13 und eine Ent
lüftungsöffnung 14. Gußtechnisch sind alle anderen Arten von
Steuerscheiben 11 mit Löchern, Schlitzen oder Kombinationen
davon, realisierbar. Außerdem können an der Steuerscheibe
oder einem Seitenschild 15 Ausnehmungen vorgesehen werden,
die den Einsatz von Ventilplatten, Zungenventilen, Dämmplat
ten oder dergleichen ermöglichen. Ein an das Arbeitsraumge
häuse 10 angegossener Flansch 16 an der antriebsfernen Seite
gestattet die Befestigung eines nicht dargestellten Pumpen
deckels durch vorgesehene Bohrungen 17 im Flansch 16. Dichte
lemente können sich dabei in Nuten des Pumpendeckels oder in
einer nicht dargestellten Nut des Flansches 16 befindet. Zwi
schen Steuerscheibe 11 und Seitenschild 15 befinden sich
Saug- und Druckraum. Stutzen 18, 19 für Eintritt und Austritt
des Fördermediums sind an ihrem von der Flüssigkeitsringpumpe
1 weisenden Ende bereits für externe Anschlüsse bearbeitet.
Die Ausrichtung der Stutzen kann durch die Gußform beliebig
gewählt werden.
Claims (5)
1. Flüssigkeitsringpumpe (1) mit einem Arbeitsraumgehäuse
(10), mindestens einem darin umlaufenden Laufrad, das durch
einen Motor (2) mittels einer Antriebswelle (7) antreibbar
ist, mindestens einer Steuerscheibe (11) mit mindestens einer
Saugöffnung (12) und mindestens einer Drucköffnung (13), min
destens einem Seitenschild (15), das zusammen mit der jewei
ligen Steuerscheibe (11) einen Saug- und einen Druckraum bil
det, in die jeweils die zugehörigen Stutzen (18, 19) münden
und einem Motorlagerschild, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Arbeitsraumgehäuse (10), der Sei
tenschild (15), die Stutzen (18, 19) und die Steuerscheibe
(11) durch ein einstückiges Gußteil gebildet sind und dieses
Gußteil eine Durchführung (6) für die Antriebswelle (7) auf
weist, wobei im Bereich der Durchführung (6) des Gußteils Ta
schen bzw. Ausnehmungen vorhanden sind, um Mittel zur Abdich
tung und Lagerung der Antriebswelle (7) aufzunehmen.
2. Flüssigkeitsringpumpe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gußteil Mittel zur
Aufstellung der Flüssigkeitsringpumpe (1) aufweist.
3. Flüssigkeitsringpumpe nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß das Gußteil
Mittel zur Befestigung der Flüssigkeitsringpumpe (1) an dem
Motor (2) aufweist.
4. Flüssigkeitsringpumpe nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Gußteil einen auf der der Antriebsseite ab
gewandten Seite des Arbeitsraumgehäuses (10) angeformten
Flansch (16) mit Mitteln zur Befestigung (17) eines Pumpen
deckels aufweist.
5. Flüssigkeitsringpumpe nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Motorlagerschild Teil des Gußteils ist.
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| DE20016016U1 (de) * | 2000-09-15 | 2002-01-31 | Speck-Pumpenfabrik Walter Speck GmbH & Co. KG, 91154 Roth | Steuerdeckel für eine Flüssigkeitsringpumpe und mit derartigem Steuerdeckel versehene Pumpe |
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- 1998-06-08 DE DE1998125521 patent/DE19825521C2/de not_active Expired - Fee Related
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- 1999-05-27 EP EP99110318A patent/EP0964160A3/de not_active Withdrawn
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Also Published As
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| EP0964160A2 (de) | 1999-12-15 |
| EP0964160A3 (de) | 2000-02-23 |
| DE19825521A1 (de) | 2000-01-27 |
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Owner name: NASH_ELMO INDUSTRIES GMBH, 90461 NUERNBERG, DE |
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