DE19824756A1 - Helligkeitssteuerung für Leuchtmittel - Google Patents
Helligkeitssteuerung für LeuchtmittelInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Helligkeitssteuerung für Leuchtmittel, die sowohl ein einzelnes Leuchtmittel als auch ein einzelnes Leuchtmittel innerhalb eines oder mehrerer Leuchtmittelsystem ansteuern kann und deren Helligkeit individuell variierbar und einstellbar ist. Diese Helligkeitssteuerung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtmittel innerhalb eines oder mehrerer Leuchtsysteme über Datenaustausch sowohl insgesamt als Einheit oder separat, jedes Leuchtmittel für sich, ansteuerbar sind, wobei der Datenaustausch optisch, über Glasfaser, über Funk, akustisch über gepulste Magnetfelder, über Trägerfrequenzverfahren oder mittels galvanischer Kopplung erfolgt, wobei die Steuerungsschaltung als Modul am oder im Leuchtmittel integriert ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Helligkeitssteuerung für Leuchtmittel, die
sowohl ein einzelnes Leuchtmittel als auch einzelne Leuchtmittel
innerhalb eines oder mehrerer Leuchtmittelsysteme ansteuern kann
wobei deren Helligkeit individuell variierbar und einstellbar ist.
Insbesondere Halogenleuchten sind weit verbreitet und erfreuen sich
aufgrund deutlicher Vorteile gegenüber konventioneller Lichttechnik,
damit sind insbesondere herkömmliche Glühlampen gemeint, großer
Nachfrage. Dies resultiert im wesentlichen daraus, daß
Halogenleuchten einen entsprechend höheren Wirkungsgrad haben,
ein helleres Licht ausstrahlen, eine höhere Lebensdauer aufweisen
und liegen nicht zuletzt in der Niedervolttechnik, die zur Anwendung
kommt. Nicht zuletzt darin liegt die sehr große Nachfrage nach diesen
Leuchten begründet.
Im Zuge dieser Nachfrage wurden neue ergänzende Produkte für diese
Halogenlichtsysteme, wie z. B. elektronische Trafos, Dimmer, Fern
schaltsysteme und Beleuchtungssteuerungen entwickelt.
War das Dimmen, das Helligkeitssteuern von Halogenlampen er
wünscht, konnte bisher aufgrund der Parallelschaltung der Lampen nur
das komplette Leuchtsystem gedimmt bzw. ein- oder ausgeschaltet
werden.
Individuelles Dimmen bzw. Ein- und Ausschalten erforderte komplexe
Steuerungssysteme und meistens hierarchische Strukturen (Controller,
Nodecontroller usw.), wobei die Controller über eigene Steuerleitungen
(Busleitungen) verfügten und Daten in analoger oder digitaler Form
übermittelt wurden.
Das Schalten bzw. Dimmen der Halogenlampen erfolgte durch Ansteu
ern des jeweiligen Endcontrollers, der auch gleichzeitig die Helligkeits
regelung übernahm.
Mehrere Halogenleuchten konnten gebündelt an einem Endcontroller
angeschlossen werden, wobei jede Halogenleuchte über eine eigene
Adressennummer und separate Versorgungsleitung verfügte.
Andere aus dem Stand der Technik bekannte Steuersysteme
benötigten für jede Halogenleuchte eine eigene Regelschaltung mit
dazugehöriger Steuerleitung bzw. dazugehörigen Steuerleitungen. Der
Installations- bzw. Verdrahtungsaufwand und ebenso der finanzielle
Aufwand für die Erstellung der vorab genannten Anlagen war somit
erheblich. Weiterhin war es oft unmöglich bzw. sehr schwer möglich,
eine optisch ästhetische Verkabelung durchzuführen. Dies bedeutet
mit anderen Worten die vorab genannten Leuchtsysteme so zu
verkabeln, daß die Verkabelung nicht sichtbar war. Im privaten Bereich
wurden deshalb sehr oft Unterputzinstallationen angewandt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Auf
gabe zugrunde, eine Helligkeitssteuerung für Leuchtmittel zu
entwickeln, wobei sowohl das gesamte Leuchtsystem als auch separat
jede einzelne Leuchte ansteuerbar, also in ihrer Helligkeit steuerbar
bzw. ein- und ausschaltbar ist, und deren Installation einfach und
kostengünstig ausführbar ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Helligkeitsteuerung
für Leuchtmittel nach Patentanspruch 1 dadurch gelöst, daß die
Leuchtmittel innerhalb eines oder mehrerer Leuchtsysteme über
Datenaustausch sowohl insgesamt als Einheit oder separat, jedes
Leuchtmittel für sich, ansteuerbar sind, wobei der Datenaustausch
optisch, über Glasfaser, über Funk, akustisch, über gepulste
Magnetfelder, über Trägerfrequenzverfahren oder mittels galvanischer
Kopplung erfolgt, wobei die Steuerungsschaltung der
Helligkeitsteuerung als Modul am oder im Leuchtmittel selbst integriert
ist. Die anzusteuernden Leuchtmittel müssen nicht galvanisch
miteinander verbunden sein, diese können auch auf verschiedenen
Ebenen angeordnet sein.
Das neue Modul, welches die elektrische Steuerschaltung realisiert,
kann dabei vor der Fassung des Leuchtmittels, in die Fassung des
Leuchtmittels integriert oder zwischen Fassung und Leuchtmittel
angeordnet sein. Das vorzugsweise in die Fassung des Leuchtmittel
integrierte Modul verfügt über eine drahtlose Kommunikation.
Das die elektrische Steuerschaltung realisierende Modul versorgt sich
vorzugsweise aus dem Stromkreis der Leuchtmittel heraus selbst,
wobei sowohl Gleichspannung als auch Wechselspannung möglich ist.
Zur Realisierung eines dezenten Designs wird die Baugröße der
elektrischen Steuerschaltung bzw. des Modules ungefähr die Größe
einer konventionellen Halogenlampenfassung erreichen, so daß es
vorteilhafterweise möglich ist, die die elektrische Steuerschaltung
realisierenden Module in herkömmliche Halogenlampenfassung
einzupassen bzw. zu integrieren.
Durch das drahtlose Konzept des Datenaustausches wird eine relativ
einfache Installation bzw. ein relativ einfacher Austausch der entspre
chenden Module ermöglicht werden.
Weiterhin soll die neue Steuerschaltung vorteilhafterweise moderne
Schutzfunktionen bereits innerhalb des Modules integriert haben. So
werden beispielsweise Schutzfunktionen wie Abschaltung bei
Kurzschluß oder zu hohem Strom oder beispielsweise eine
Überwachung der Temperatur im Modul implementiert sein.
Innerhalb der Steuerschaltung ist ein Modul für eine sogenannte Soft-
Start-Funktion integrierbar. Durch die Implementierung dieser Soft-
Start-Funktion wird die Lebenserwartung der Halogenleuchten bzw. der
Leuchten insgesamt deutlich gesteigert.
In die erfindungsgemäße Steuerschaltung, in das Steuerschaltungs
modul, sind sowohl die Funktionen "Ein- und Ausschalten", als auch
die Funktion "Dimmen" implementiert, wobei beide Funktionen
unabhängig voneinander ansteuerbar und realisierbar sind. Dies
bedeutet mit anderen Worten, neben einer unabhängigen Ein- und
Ausschaltfunktion kann die Dimmfunktion des gesamten Leuchtsystems
als auch einzelner Leuchtmittel realisiert werden.
Jedem Modul ist innerhalb der Helligkeitssteuerung eine einstellbare,
feste Adresse zugeordnet. Dies bedeutet, daß bis zu einigen Tausend
Module parallel zusammengeschlossen werden können und von nur
einem Sender bzw. einem Hauptcontroller aus - dies kann vorteilhaf
terweise auch ein PC oder Kleinrechner sein - separat angesprochen
werden können, ohne daß sogenannte Node-Controller vorhanden sein
müssen.
Zur Versorgung der Module aus dem Netz des Leuchtsystems mit
Spannung besitzt jedes Modul eine eigene Spannungsregelung, welche
aus der Gleich- bzw. Wechselspannung des Leuchtmittelnetzes eine
geregelte, konstante Gleichspannung produziert, die zur Versorgung
der elektronischen Bauteile dient.
Jedes Modul kann aber auch über eine eigene Stromversorgung, wie
beispielsweise eine Batterie oder einen Akku, verfügen.
Zur Realisierung der drahtlosen Kommunikation weist jedes Modul eine
Datenempfangseinrichtung auf, welche ankommende Datenbits deco
diert, die Adressbits überprüft und bei Übereinstimmung mit der auf
dem jeweiligen Modul eingestellten Adresse diese in analoge Ströme
und Spannungen transformiert, wobei diese Analogwerte als Sollwerte
dienen.
Die Datenempfangseinrichtung gewinnt aus den optisch oder durch
Funk übermittelten Informationen aufmodulierte, vorzugsweise digitale
Daten. Diese regenerierten Datenbits werden decodiert, um aus dem
seriellen Bitstrom die Adressbits ausblenden und überprüfen zu
können. Bei Übereinstimmung der übermittelten mit der auf dem Modul
eingestellten Adresse, werden die Datenbits ausgegeben und in
analoge Spannungen bzw. Ströme transformiert.
Dem folgenden Leistungssteller dienen diese Analogwerte als
Sollgröße zur Einstellung einer proportionalen Leistung bzw.
Helligkeit. Diese Leistungsregelung innerhalb der Helligkeitssteuerung
erfolgt vorzugsweise durch Pulsweitenmodulation (PWM), durch
Phasenanschnittsteuerung, wird durch ähnliche artverwandte
Steuerungen realisiert oder erfolgt durch regelbaren Vorwiderstand.
Durch dieses Konzept der Adressdecodierung ist es möglich, jede
Halogenleuchte mit einer Nummer zu versehen und damit individuell
anzusteuern.
Die Helligkeitssteuerung kann sowohl für den
Niederspannungsbereich, wie beispielsweise 12 Volt, als auch für
Hochspannungsbereiche, wie 115 Volt oder 230 Volt, eingesetzt
werden.
Die Helligkeitssteuerung ist neben Halogenlampen und Glühlampen
auch für Fluoreszenzlampen und Hochdrucklampen über in die oder an
die jeweiligen Lampensockel implementierbare bzw. integrierbare
Module geeignet.
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel (Fig. 1)
näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Schaltungs
aufbau einer Helligkeitssteuerung für Leuchtmittel.
Der Gleichrichter 1 ist so ausgelegt, daß er sowohl den Lampenstrom
(Laststrom) als auch den Schaltungsstrom liefern kann. Mit Hilfe des
Spannungsreglers 2 wird eine konstante Spannung von 5 Volt dc er
zeugt, womit sämtliche integrierten Bauteile und passiven
Komponenten versorgt werden.
Durch Infrarotstrahlung übertragene Daten werden von einer
Photodiode 3a empfangen und in Ströme umgewandelt. Diese sehr
schwachen Signale werden im Verstärker 3b gefiltert, verstärkt und an
den Frequenzdetector 4 weitergegeben. Der Frequenzdetector hat die
Aufgabe, daß die Daten, welche durch Modulation auf einen
höherfrequenten Hilfsträger aufgebracht wurden, wieder auszusieben
und zu regenerieren. Um nun diesen Datenstrom wieder in Adress- und
Datenbits trennen zu können, werden die Daten im Decoder 5
decodiert und die Adressbits mit der gewählten Adresseinstellung 6
verglichen. Bei Übereinstimmung werden die Datenbits an den D/A-
Wandler 7 gelegt und in eine entsprechend analoge Spannung
konvertiert.
Zur Realisierung von Arbeitspunkteinstellungen wird dem Analogwert
im Addierer 8 eine regelbare Offsetspannung 9 aufsummiert und im
Operationsverstärker 10 um einen konstanten Faktor verstärkt.
In dem Pulsweitenmodulator (PWM) 11 wird durch Variation der Puls
breite bei konstanter Frequenz, erzeugt im Rechteckgenerator 12, eine
dem Sollwert proportionale Leistung eingestellt. Der Treiber 13 dient
lediglich zum sicheren Ansteuern des Leistungsschalters 14, hier bei
spielsweise ein n-Kanal Mosfet und zur Realisation der Schutz
funktionen, wie beispielsweise der Temperatur und Stromüberwachung.
Anstatt der PWM 11 könnte auch eine Phasenanschnittsteuerung zum
Einsatz kommen, wobei der Vorteil in einer einfacheren bzw. nicht
notwendigen Gleichrichtung liegt. Dieser Vorteil wird aber durch eine
aufwendigere Kontroll- und Ansteuerschaltung erkauft.
Die Schaltung kann idealerweise auch mit einem Funkempfänger
ausgestattet werden, wobei die Vorteile in einer höheren Reichweite
liegen, Wände und Türen durchdrungen werden und eine höhere
Störunempfindlichkeit sowie eine höhere Übertragungssicherheit
gewährleistet wird.
Claims (13)
1. Helligkeitssteuerung für Leuchtmittel
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leuchtmittel innerhalb eines oder mehrerer
Leuchtsysteme über Datenaustausch sowohl insgesamt als Einheit
oder separat, jedes Leuchtmittel für sich, ansteuerbar sind, wobei
der Datenaustausch optisch, über Infrarot, über Glasfaser, über
Funk, akustisch, über gepulste Magnetfelder, über
Trägerfrequenzverfahren oder mittels galvanischer Kopplung
erfolgt, wobei die Steuerungsschaltung als Modul am oder im
Leuchtmittel integriert ist.
2. Helligkeitssteuerung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das die elektrische Steuerschaltung realisierende Modul vor
der Leuchtmittelfassung, in die Fassung des Leuchtmittels oder
zwischen Fassung und Leuchtmittel integriert ist.
3. Helligkeitssteuerung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die die integrierten Steuerschaltung enthaltende Fassung
ein Modul einfügbar ist, welches Schutzfunktionen für das Leucht
system gewährleistet.
4. Helligkeitssteuerung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb der Steuerschaltung ein Modul für eine Soft-Start-
Funktion integrierbar ist.
5. Helligkeitssteuerung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Module selbst aus dem Stromkreis des
Leuchtsystems und/oder über eine eigene Stromversorgung mit
Spannung versorgen.
6. Helligkeitssteuerung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb des Modules sowohl die Funktionen "Ein- und Aus
schalten", als auch die Funktion "Dimmen" implementiert sind, wo
bei beide Funktionen unabhängig voneinander realisiert werden
kann.
7. Helligkeitssteuerung nach Anspruch 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Modul innerhalb der Helligkeitssteuerung eine einstell
bare, feste Adresse zugeordnet werden kann.
8. Helligkeitssteuerung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Leistungsregelung innerhalb der Helligkeitssteuerung
durch Pulsweitenmodulation (PWM), durch Phasenanschnitt
steuerung, durch eine artverwandte Steuerung oder regelbaren
Vorwiderstand erfolgen kann.
9. Helligkeitssteuerung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Helligkeitssteuerung sowohl für den Niederspannungs
bereich als auch für den Hochspannungsbereich einsetzbar ist.
10. Helligkeitssteuerung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einsetzbaren Module sowohl für Gleichspannung als auch
für Wechselspannung einsetzbar sind.
11. Helligkeitssteuerung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Vielzahl von Modulen parallel zusammengeschlossen
werden und von lediglich einem Hauptcontroller separat angesteu
ert werden.
12. Helligkeitssteuerung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Modul eine eigene Spannungsregelung zur Versorgung
der elektrischen Bauteile besitzt, die aus der anliegenden
Versorgungsspannung eine geregelte Gleichspannung zur
Versorgung der elektronischen Bauteile erzeugt.
13. Helligkeitssteuerung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
das neben Halogenlampen und Glühlampen auch Fluoreszenz
lampen und Hochdruckampen über integrierbare Module regelbar
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19824756A DE19824756A1 (de) | 1998-06-03 | 1998-06-03 | Helligkeitssteuerung für Leuchtmittel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19824756A DE19824756A1 (de) | 1998-06-03 | 1998-06-03 | Helligkeitssteuerung für Leuchtmittel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19824756A1 true DE19824756A1 (de) | 1999-12-23 |
Family
ID=7869755
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19824756A Withdrawn DE19824756A1 (de) | 1998-06-03 | 1998-06-03 | Helligkeitssteuerung für Leuchtmittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19824756A1 (de) |
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1998
- 1998-06-03 DE DE19824756A patent/DE19824756A1/de not_active Withdrawn
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