DE10162941C1 - Beleuchtungssystem mit separat dimmbaren Niedervolt-Halogenlampen - Google Patents
Beleuchtungssystem mit separat dimmbaren Niedervolt-HalogenlampenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Halogenbeleuchtungssystem mit einem Netzteil zum Erzeugen einer Versorgungsspannung und wenigstens zwei Niedervolt-Halogenlampen, die während des Betriebs des Halogenbeleuchtungssystems an eine Zweidrahtleitung angeschlossen sind, um die Versorgungsspannung zu empfangen. Die Niedervolt-Halogenlampen sind miteinander parallel verschaltet. Ferner ist eine Halogenlampendimmvorrichtung zum Dimmen der Leuchtstärke einer der Niedervolt-Halogenlampen vorgesehen, wobei sich die Halogenlampendimmvorrichtung an dem halogenlampenseitigen Ende der Zweidrahtleitung befindet. Die Halogenlampendimmvorrichtung weist eine Signalempfangseinrichtung zum Empfangen eines Steuersignals, eine Dimmsteuereinheit zum Steuern des Dimmvorgangs für die Niedervolt-Halogenlampe in Übereinstimmung mit dem empfangenen Steuersignal und eine Versorgungsspannungsausgabeeinrichtung zum Ausgeben einer Versorgungsspannung für die Niedervolt-Halogenlampe unter Steuerung durch die Dimmsteuereinheit auf. Die Erfindung erlaubt separates Dimmen einzelner Niedervolt-Halogenlampen in einem solchen Halogenbeleuchtungssystem.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Halogenbeleuchtungssysteme und befasst
sich insbesondere mit dem Dimmen von Niedervolt-Halogenlampen in einem
solchen Beleuchtungssystem.
Halogenbeleuchtungssysteme sind im Stand der Technik bereits zahlreich be
kannt. Sie bestehen in der Regel aus einem Netzteil und mehreren Halogen
lampen, die mit dem Netzteil verbunden sind. Bei der Verdrahtung der Halo
genlampen kommen oft Zweidrahtsysteme zur Anwendung, da hierbei der Ver
drahtungsaufwand minimiert ist. Die verschiedenen Halogenlampen sind in ei
nem solchen Zweidrahtsystem parallel verschaltet. Die Leitungsführung kann
hierbei in Strang- oder Sternform erfolgen.
Solche Halogenbeleuchtungssysteme sind bereits im Stand der Technik dimm
bar. Wie in Fig. 1 gezeigt, verfügt ein solches herkömmliches dimmbares Halo
genbeleuchtungssystem über einen Dimmer 120, der mit dem Netzteil 110 ver
bunden ist und die von dem Netzteil 110 bereitgestellte Versorgungsspannung
herunterdimmt. Gesteuert wird der Dimmer 120 über einen Signalgeber 130,
der beispielsweise eine Taste oder einen Schalter oder auch einen Helligkeits-
oder einen anderen Sensor umfasst. Die gedimmte Ausgangsspannung wird
auf die Zweidrahtleitung ausgegeben, so dass die Halogenlampen 150, 170,
190, die über jeweilige Sockel 140, 160, 180 mit dem Zweidrahtsystem verbun
den sind, in ihrer Helligkeit geregelt werden.
Ein solches herkömmliches dimmbares Halogenbeleuchtungssystem weist je
doch den Nachteil auf, dass die verschiedenen Halogenlampen 150, 170, 190
nur in ihrer Gesamtheit gedimmt werden können. Es ist jedoch in einer Vielzahl
von Anwendungen wünschenswert, Halogenlampen separat zu dimmen. Bei
spielsweise kann es erwünscht sein, durch gezieltes Dimmen einzelner Halo
genlampen den Gesamtstromverbrauch zu reduzieren. Ferner ließen sich durch
separates Dimmen einzelner Halogenlampen besondere Lichteffekte erzielen.
Für andere als Halogenbeleuchtungssysteme sind im Stand der Technik bereits
Techniken beschrieben worden, die ein separates Dimmen ermöglichen.
Die US 5,323,088 beschreibt einen Dimmsteuerschaltkreis für eine Vielzahl von
Beleuchtungsgeräten. Der Schaltkreis enthält einen separaten Halbleiterlei
stungsschalter, um kontrolliert gepulste unidirektionale Stromstärken für die Be
leuchtungskörper bereitzustellen.
Die US 4,220,895 offenbart eine hochfrequente Signalisierung für Lampendim
merschaltkreise, bei der verschiedene hochfrequente Steuerspannungen über
eine gemeinsame Leitung übertragen werden. Es werden zwei Rechtecksignale
verwendet, die bei derselben Frequenz gechoppt sind.
Aus der JP 08-180979 A ist ferner ein Beleuchtungssystem bekannt, das die
Lichtstärke von mehreren Lichtquellen separat ändern kann. Es werden Fluk
tuationsdaten verwendet, die aus einem Datenspeicher ausgelesen werden.
Ähnliche Beleuchtungssysteme mit über ein Bussystem dimmbaren Hochvolt-
Halogenlampen sind ebenfalls bekannt. Diese bekannten Dimmsysteme lassen
sich jedoch auf Niedervolt-Halogenbeleuchtungssysteme nur eingeschränkt
anwenden. Wird ein Zweidraht-Halogenbeleuchtungssystem, in dem die Nie
dervolt-Halogenlampen parallel verschaltet sind, um solche separaten Dimmei
genschaften erweitert, so ist es nötig, zusätzliche Datenleitungen zur Signalisie
rung zu legen, was den Installationsaufwand des Halogenbeleuchtungssystems
nachteilig erhöht. Zudem lässt sich ein Niedervolt-Halogenbeleuchtungssystem
unter Verwendung der bekannten Dimmtechniken nicht mehr in kompakter Bau
form fertigen, da die erforderlichen Schaltelemente eine beträchtliche Verlust
leistung hervorrufen. Ferner ergeben sich Spannungsabfälle, die die maximal
mögliche Lichtstärke verringern.
Die DE 91 16 534 U1 beschreibt ein Fernsteuersystem für Niedervoltleuchten,
die Niedervolt-Halogenleuchten sein können. Es sind Empfangsvorrichtungen
vorgesehen, die pulscodemodulierte hochfrequente Signale empfangen. Die
Steuersignale werden direkt über die Niederspannungsleitungen übertragen.
Die Niedervoltlampen können in der Helligkeit verändert werden. Es kann ein
Infrarotsender verwendet werden.
Die DE 44 38 901 A1 offenbart ein Verfahren zur Leistungssteuerung von Ver
brauchern, die an eine Niedervolt-Zweidrahtleitung angeschlossen sind. Jedes
einzelne Leuchtmittel ist in seiner Helligkeit einstellbar. Die Leuchtmittel sind mit
jeweils einem vorgeschalteten Empfangsgerät parallel zueinander verbunden.
Zu den Empfangsgeräten werden Daten gesendet, die pulsabstandsmoduliert
sind. Die Empfangsgeräte können eine Baugröße von z. B. 32 × 12 × 10 mm2
haben. Steuerbefehle können von einer Infrarot-Fernbedienung stammen. Der
Infrarotsender kann durch einen Computer nachgebildet werden, um eine au
tomatische Lichtsteuerung zu realisieren.
Aus der DE 38 43 036 A1 ist eine Stromschiene für Beleuchtungskörper be
kannt. Die Beleuchtungskörper können Niedervolt-Halogenglühlampen sein.
Neben den Schienenleitern können noch ein oder mehrere weitere Leiter zum
Dimmen der entsprechenden Beleuchtungskörper vorgesehen sein, wobei über
diese weiteren Leiter die Steuerinformationen zu den zugeordneten Dimmschal
tungen übertragen werden. Es werden Frequenzen zwischen 20 kHz und
200 kHz verwendet, um ausserhalb des Hörbereichs zu arbeiten und um Hoch
frequenzleistungsverluste zu vermeiden.
Die DE 196 10 381 C2 betrifft ein Installationsbussystem für eine Stromschie
nenbeleuchtung. In einer Modemschaltung werden den logischen Pegeln "0"
und "1" bestimmte Frequenzen zugeordnet, z. B. "0" entspricht 133,05 kHz und
logisch "1" entspricht 131,85 kHz. Diese Frequenzen werden auf die Leitung
aufmoduliert.
Schliesslich offenbart die DE 27 40 533 C2 ein Fernwirkverfahren, bei dem
Adressen- und Steuersignale in Form von Signalpulsen übermittelt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Niedervolt-
Halogenbeleuchtungssystem und ein zugehöriges Verfahren sowie eine ent
sprechende Dimmvorrichtung und Dimmsteuervorrichtung bereitzustellen, die
ein separates Dimmen auch von parallel an eine Zweidrahtleitung angeschlos
senen Niedervolt-Halogenlampen ermöglicht, ohne die erwähnten Nachteile
hervorzurufen.
Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche ge
löst.
Erfindungsgemäß sind wenigstens zwei Niedervolt-Halogenlampen mit einem
Netzteil über eine Zweidrahtleitung verbunden, um die Versorgungsspannung
zu empfangen. Die Niedervolt-Halogenlampen sind miteinander parallel ver
schaltet. Ferner ist eine Halogenlampendimmvorrichtung zum Dimmen der
Leuchtstärke wenigstens einer der Niedervolt-Halogenlampen vorgesehen. Die
Halogenlampendimmvorrichtung befindet sich an dem halogenlampenseitigen
Ende der Zweidrahtleitung und umfasst eine Signalempfangseinrichtung zum
Empfangen eines Steuersignals, eine Dimmsteuereinrichtung zum Steuern des
Dimmvorgangs für die Niedervolt-Halogenlampe in Übereinstimmung mit dem
empfangenen Steuersignal und eine Versorgungsspannungsausgabeeinrich
tung zum Ausgeben einer Versorgungsspannung für die Niedervolt-Halogen
lampe unter Steuerung durch die Dimmsteuereinheit.
Hierdurch lassen sich in einem Halogenbeleuchtungssystem einzelne Nieder
volt-Halogenlampen, die gemeinsam aus einer Quelle versorgt werden und
parallel geschaltet sind, separat dimmen und schalten. Einzelne Niedervolt-
Halogenlampen lassen sich vorteilhafterweise an einer gemeinsamen Leitung,
die nur zwei Adern aufweist, unabhängig voneinander betreiben. Die Leitung
dient als Versorgungsleitung sowie als Datenleitung. Hierdurch wird der weitere
Vorteil erzielt, dass das Halogensystem nach wie vor flexibel und kostengünstig
installiert werden kann, in den Montagemöglichkeiten sehr vielfältig ist und auch
besondere Lichteffekte mit reduzierter Verdrahtungsarbeit in hoher Designfrei
heit realisierbar sind. Ferner lassen sich bestehende herkömmliche Halogen
beleuchtungssysteme mit der erfindungsgemäßen Dimmtechnik in einfacher
und somit kostengünstiger Weise nachrüsten, ohne eine Neuverdrahtung vor
nehmen zu müssen.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das erfindungsgemäße Beleuchtungs
system kompatibel zu herkömmlichen Systemen ist. So können beispielsweise
in dem Halogenbeleuchtungssystem auch solche Halogenlampen unterge
bracht und betrieben werden, die von vornherein nicht gedimmt werden sollen.
In diesem Falle wird die Halogenlampe in Parallelverschaltung an die Zwei
drahtleitung angeschlossen und empfängt die volle Versorgungsspannung. Es
lassen sich somit nicht nur gezielt einzelne Halogenlampen dimmen, es können
zudem in kostengünstiger Weise einzelne Halogenlampen von jeglichem
Dimmvorgang ausgeschlossen werden.
Die durch das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem erzielbare Nachrüstbar
keit ermöglicht ferner den schrittweisen Ausbau des Dimmsystems, da einzelne
Halogenlampendimmvorrichtungen auch erst nach und nach in das System
eingebracht werden können.
Die vorteilhafterweise durch die Erfindung erreichbare Kompatibilität zu her
kömmlichen, nicht dimmbaren Beleuchtungssystemen schließt insbesondere
auch die Kompatibilität zu in solchen System bisher verwendeten Netzteilen ein.
Somit ist beim Nachrüsten eines bestehenden Halogenbeleuchtungssystems
vorteilhafterweise auch gewährleistet, dass die in das System eingebrachten,
erfindungsgemäß separat dimmbaren Niedervolt-Halogenlampen in ihrer Maxi
malleuchtstärke die gleiche Helligkeit aufweisen wie die bereits im System be
findlichen, nicht dimmbaren Halogenlampen.
Die Verwendung der der Spannungsversorgung dienenden Zweidrahtleitung zur
Signalübertragung gewährleistet zudem den Einsatz der Halogenlampen als
Einbaulampen, da keine zusätzlichen Verbindungen zu errichten sind und auch
kein Taster, Schalter, Infrarotempfänger, RF-Empfänger etc. an der Lampe vor
gesehen sein muss.
Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Verwendung einer Feldeffekttransistor-Brückenschaltung als Gleichrichter
in der Halogenlampendimmvorrichtung führt zu dem besonderen Vorteil, dass
die Gleichrichtung sehr verlustarm erfolgt und so im Gegensatz zu herkömmli
chen Systemen die maximale Helligkeit tatsächlich erzielbar ist, da der Dimmer
nahezu verlustfrei arbeitet. Der Einsatz einer solchen Feldeffekttransistor-
Brückenschaltung ist daher insbesondere für den Betrieb von separat dimmba
ren Halogenlampen im Niedervoltbereich vorteilhaft.
Ferner ist die Schaltung aufgrund ihrer geringen Verluste in besonders kom
pakter Bauweise realisierbar. Dies ermöglicht insbesondere den Einbau der
Halogenlampendimmvorrichtung in den Sockel der Halogenlampe. Zusätzlich
zu der erzielbaren kompakten Bauweise wird auch die Wärmeentwicklung ver
mindert, so dass keine besonderen Anforderungen in dieser Hinsicht an die
Lampenfassungen gestellt werden müssen.
Durch die Verwendung eines Widerstandsnetzwerks oder eines anderen elek
tronischen Netzwerks, das den Kanalwiderstand der Feldeffekttransistoren in
Abhängigkeit vom Eingabesignal variiert, wird die Verlustleistung des Gleich
richters vorteilhafterweise weiter reduziert.
Die Verwendung von Leistungsfeldeffekttransistoren erhöht zudem in vorteil
hafter Weise die Betriebssicherheit und Lebensdauer der Dimmvorrichtungen.
Ist die Halogenlampendimmvorrichtung eingerichtet zum Dimmen der Leucht
stärke der Niedervolt-Halogenlampe auf einen voreingestellten Wert, wenn kein
Steuersignal empfangen werden kann, so gestattet dies einen Betrieb auch mit
Netzteilen, die eine an sich zu hohe Spannung liefern. Neben einem Schutz der
jeweiligen Halogenlampen werden hierdurch ferner Helligkeitsschwankungen
vermindert.
Werden die Steuersignale als frequenzmodulierte, symmetrische Digitaldaten
ausgestaltet, so kann hierdurch in vorteilhafter Weise ein kontinuierlicher Ener
giefluss aufgebaut werden, ohne dass Lampen in ihrer Sollhelligkeit beeinflusst
werden. Die effektive Versorgungsspannung im System ist immer konstant. Zu
dem können die Lampen durch das symmetrische Datenformat polaritätsunab
hängig angeschlossen werden. Eine Lampe, die ohne zugehörige Dimmvor
richtung in das System eingebracht ist, leuchtet mit konstanter Helligkeit.
Wird als Signalgeber ein Infrarotsender verwendet, der seine Steuersignale zu
einem Empfänger am zentralen Netzteil oder zu einer anderen Steuereinheit
sendet, so hat dies den Vorteil, dass insbesondere im sensiblen Bereich von
z. B. Krankenhäusern keine elektromagnetische Verschmutzung auftritt. Ferner
wird keine Antenne benötigt, so dass sich ein kompakter Aufbau realisieren
lässt.
Wird hingegen als Signalgeber ein RF-Sender verwendet, ist in vorteilhafter
Weise eine Steuerung auch ohne direkten Sichtkontakt möglich.
Wird über die Zweidrahtleitung die Signalübertragung unidirektional durchge
führt, so lassen sich Spannungsmodulationsverfahren anwenden, die sich ein
fach und kostengünstig realisieren lassen. Wird hingegen eine bidirektionale
Kommunikation verwendet, wird der Vorteil erhöhter Flexibilität in der Anord
nung der Systemkomponenten sowie in der Auswahl derselben erzielt. Wird für
die Rückübertragung ein Strommodulationsverfahren verwendet, so wird in
vorteilhafter Weise keine Fremdenergie eingespeist.
Bevorzugte Ausgestaltungen werden nunmehr unter Bezugnahme auf die bei
gefügten Zeichnungen näher erläutert:
Fig. 1 zeigt ein dimmbares Halogenbeleuchtungssystem nach dem Stand der
Technik;
Fig. 2 zeigt eine erste bevorzugte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen
Halogenbeleuchtungssystems;
Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer Dimmsteuerung in dem
Halogenbeleuchtungssystem von Fig. 2;
Fig. 4a und 4b zeigen die Spannungsverläufe, die von dem Kodierer der
Dimmsteuerung von Fig. 3 zur Kennzeichnung einer logischen Eins bzw. Null
erzeugt werden;
Fig. 5 zeigt ein kodiertes Datenformat gemäß einer bevorzugten Ausführungs
form;
Fig. 6 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines Dimmers in dem Halogen
beleuchtungssystem von Fig. 2;
Fig. 7 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines Gleichrichters des Dim
mers von Fig. 6;
Fig. 8 zeigt eine zweite bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Halogenbeleuchtungssystems;
Fig. 9 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines Signalgebers in dem Halo
genbeleuchtungssystem von Fig. 8;
Fig. 10 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer Dimmsteuerung in dem
Halogenbeleuchtungssystem von Fig. 8;
Fig. 11 zeigt eine dritte bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Halogenbeleuchtungssystems;
Fig. 12 zeigt eine vierte bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Halogenbeleuchtungssystems;
Fig. 13 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines Dimmers in dem Halo
genbeleuchtungssystem von Fig. 12;
Fig. 14 zeigt eine fünfte bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Halogenbeleuchtungssystems; und
Fig. 15 zeigt einen unsymmetrisch veränderten Signalverlauf zur Erzeugung
eines positiven DC-Offsets.
Zunächst wird auf Fig. 2 Bezug genommen, die eine erste bevorzugte Ausge
staltung des erfindungsgemäßen Halogenbeleuchtungssystems zeigt. In dieser
Ausgestaltung weist das System eine Dimmsteuerung 210 auf, die an dem
netzteilseitigen Ende der Zweidrahtleitung angeordnet ist und über den Signal
geber 130 Benutzereingaben oder andere Steuereingaben beispielsweise eines
erhält. Die Niedervolt-Halogenlampe 170 ist in dem Halogenbeleuchtungssy
stem von Fig. 2 dimmbar ausgestaltet, indem der Lampensockel durch einen
Dimmer 220 ersetzt worden ist. Der Dimmer 220 ist somit über die Zweidraht
leitung und die Dimmersteuerung 210 auch mit dem Netzteil 110 verbunden.
Der Dimmer 220 kann in einen herkömmlichen Sockel eingebaut sein oder auch
zusätzlich zu einem herkömmlichen Sockel, vorzugsweise in dessen Nähe, an
gebracht werden. In dem Beispiel von Fig. 2 ist nur die Halogenlampe 170
dimmbar, während die Halogenlampen 150 und 190 bei voller Leuchtstärke be
trieben werden. Die Erfindung ist jedoch keineswegs auf das Dimmen nur einer
Halogenlampe im System beschränkt, sondern umfasst ebenfalls das separate
Dimmen jeder im System vorhandenen Halogenlampe oder auch jeder anderen
Untermenge davon. Alle im System befindlichen dimmbaren wie nicht dimmba
ren Halogenlampen weisen dabei dieselbe Maximalhelligkeit auf.
In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 2 wird der Schalt- bzw. Dimmvorgang
somit direkt am Leuchtmittel realisiert. Der Dimmer 220 wird über die Zwei
drahtleitung hinweg von der Dimmsteuerung 210 gesteuert und erhält zu die
sem Zweck ein Steuersignal von dieser Dimmsteuerung 210. Die im System
von Fig. 2 verwendeten Halogenlampen 150, 170, 190 sind Niedervolt-Halo
genlampen, beispielsweise 12-Volt-Lampen.
Die in dem System von Fig. 2 gezeigte Dimmsteuerung 210 ist in Fig. 3 näher
erläutert. Vom Netzteil 110 empfängt die Dimmsteuerung 210 eine Versor
gungsspannung, die der Stromversorgung der Dimmsteuerung 210 und deren
Untereinheiten dient. Auf der Ausgangsseite umfasst die Dimmsteuerung 210
einen Ausgangstreiber 320, der die für den Betrieb der Halogenlampen 150,
170, 190 notwendige Spannung erzeugt. Der Ausgangstreiber 320 ist so aus
gelegt, dass er die vom Kodierer 310 aufmodulierten digitalen Signale ebenfalls
auf die Zweidrahtleitung überträgt.
Der Kodierer 310 empfängt eine Eingabe vom Signalgeber 130 über eine Da
tenschnittstelle 330. Die Datenschnittstelle kann eine Computerschnittstelle
sein, beispielsweise eine RS232- oder RS485-Schnittstelle, wenn der Signalge
ber 130 als Computer ausgeführt ist. Die Datenschnittstelle 330 kann alternativ
eine Infrarotschnittstelle oder auch eine RF-Schnittstelle (Radiofrequenz-
Schnittstelle) sein. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die
Schnittstelle eine LON-Schnittstelle (Local Operating Network).
Der Kodierer 310 moduliert die Zustandsinformation für die jeweiligen Lampen
durch Modulation der Versorgungsspannung, durch Frequenz
modulation. Somit ist der Informationsträger die frequenzmodulierte Versor
gungsspannung, und die Information wird über die Versorgungsleitungen an
den Dimmer 220 übertragen. Die hierbei verwendeten Signalverläufe sind in
den Fig. 4a und 4b gezeigt.
In der vorliegenden bevorzugten Ausführungsform wird eine logische Eins
durch ein höherfrequentes Rechtecksignal dargestellt (Fig. 4a), während für die
logische Null eine geringere Frequenz verwendet wird (Fig. 4b). Die digitalen
Informationen werden somit durch lange und kurze Perioden repräsentiert, wo
bei durch die Symmetrie der Signale der Effektivwert der Spannung unabhängig
von den übertragenen Daten immer konstant bleibt. Es wird hierdurch insbe
sondere zu keinen Helligkeitsschwankungen kommen.
Ein bevorzugtes Datenformat für die Übertragung der Informationen von der
Dimmsteuerung 210 zum Dimmer 220 ist in Fig. 5 dargestellt. Die Datenstruk
tur beginnt mit einer Synchronisationssequenz 510 von vorzugsweise minde
stens zehn Einsen, also höherfrequenten Rechtecksignalen. Nach der Syn
chronisationssequenz wird die Datenübertragung eingeleitet durch eine einzel
ne Startnull 520. Es folgt in der Datenstruktur ein Byte von acht Bit Nutzdaten.
Dieses Datenbyte 530 dient der Adressierung des Empfängers und wird durch
eine weitere Null 540 abgeschlossen. Die Zwischenbytenull 540 dient zur
Kennzeichnung des nachfolgenden Datenabschnitts. In diesem Datenabschnitt
werden ein oder mehrere Bytes 550 von jeweils acht Bit Nutzdaten übertragen.
Beendet wird die Datenstruktur durch eine Eins 560 anstelle einer Zwischen
bytenull 540. Obgleich in Fig. 5 lediglich ein einzelnes Datenbyte übertragen
wird, kann die gezeigte Datenstruktur somit auch erweitert werden, indem nach
dem Datenbyte 550 eine weitere Zwischenbytenull 540 und ein zweites Daten
byte 550 nachfolgt. Durch Anfügen wiederum weiterer Datenbytes in derselben
Weise kann die Datenstruktur beliebig verlängert werden.
In Fig. 6 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Dimmers 220 gezeigt.
Der Dimmer ist mit einem Gleichrichter 610 und einem Dekodierer 630 an die
Zweidrahtleitung angeschlossen. Der Gleichrichter 610 richtet die vom Aus
gangstreiber 320 bereitgestellte Versorgungsspannung gleich und liefert sie an
den Pulsbreitenmodulationstreiber 620 (PWM, Pulse Width Modulation). Der
Pulsbreitenmodulationstreiber 620 führt die eigentliche Dimmung durch und ist
zu diesem Zweck in einer entsprechend getakteten MOSFET-Technik ausge
staltet.
Der ebenfalls mit der Zweidrahtleitung verbundene Dekodierer 630 wertet die
auf der Zweidrahtleitung empfangenen digitalen Steuersignale aus. Hierzu führt
er zunächst eine Synchronisierung auf die jeweilige Datenstruktur durch und
liest dann die in der jeweiligen Datenstruktur enthaltene Adresse A8. . .A1 aus.
Entspricht die ausgelesene Adresse der eigenen Adresse des jeweiligen Dim
mers 220, so wertet der Dekodierer ferner die in der entsprechenden Daten
struktur nachfolgenden Nutzdaten D8. . .D1 aus. Diese Nutzdaten enthalten vor
zugsweise eine Angabe des gewünschten Dimmpegels, beispielsweise die An
gabe einer von mehreren vorgegebenen Dimmstufen. Die ausgelesenen Nutz
daten werden an die Dimmsteuereinheit 640 des Dimmers 220 weitergeleitet,
die durch geeignete Taktung des Pulsbreitenmodulationstreibers 620 die Steue
rung des Dimmvorgangs übernimmt.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des Gleichrichters 630 ist in Fig.
7 gezeigt. Der Gleichrichter ist hier als eine MOSFET-Transistorbrücke ausge
staltet. Die Substratdioden der Leistungstransistoren 710, 720, 730, 740 werden
dabei als Gleichrichter zusammengeschaltet. Zu dem Zeitpunkt, in dem die je
weilige Substratdiode im Durchlassbetrieb ist, wird durch ein Widerstandsnetz
werk 750, 760, 770, 780 der jeweilige Transistor eingeschaltet. Die Stromrich
tung im Transistor ist dann invers, so dass der Spannungsabfall und somit auch
die Verlustleistung nur noch abhängig vom Drain-Source-Widerstand des Tran
sistors ist. Das Widerstandsnetzwerk 750, 760, 770, 780 variiert somit den Ka
nalwiderstand der MOSFET-Transistoren 710, 720, 730, 740 in Abhängigkeit
vom Eingabesignal, um die Verlustleistung des Gleichrichters zu reduzieren.
Anstelle eines Widerstandsnetzwerkes kann auch ein anderes elektronisches
Netzwerk verwendet werden.
Durch die Verwendung von MOSFET-Transistoren wird die thermische wie
elektrische Verlustleistung sowohl im Gleichrichter 610 als auch im Pulsbrei
tenmodulationstreiber 620 wirkungsvoll verringert.
Vorzugsweise wird beim Betrieb des Pulsbreitenmodulationstreibers 620 die
Dimmfrequenz in den über der Hörgrenze liegenden Frequenzbereich verlagert.
Die Schwingungen, die in der Glühdrahthalterung durch die magnetische
Rückwirkung der Glühwendel bei getakteter Ansteuerung entstehen, sind somit
für den Benutzer nicht mehr hörbar.
Fig. 8 zeigt eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Halogenbeleuchtungssystems. Dieses Halogenbeleuchtungssystem unter
scheidet sich von dem in Fig. 2 gezeigten System dadurch, dass der Signalge
ber 820 ein Steuersignal nicht mehr direkt an die Dimmsteuerung 810 ausgibt,
sondern hierfür ebenfalls die Zweidrahtleitung verwendet.
Der Signalgeber 820 weist dann die in Fig. 9 gezeigte Form auf und enthält
einen Taster/Schalter 910 oder einen anderen beliebigen Sensor, eine Sen
de/Empfangssteuereinheit 920 und eine Sende/Empfangseinheit 930. Wird der
Taster oder Schalter 910 betätigt oder stattdessen beispielsweise ein optischer
Signalgeber verwendet, der ein Signal ausgibt, so steuert die Sen
de/Empfangssteuereinheit 920 die Sende/Empfangseinheit 930, um ein ent
sprechendes Signal über die Zweidrahtleitung an die Dimmsteuerung 810 wei
terzuleiten.
Die Dimmsteuerung 810 weist die in Fig. 10 gezeigte Struktur auf, wonach das
über die Zweidrahtleitung empfangene Signal in einem Signalempfänger 1010
empfangen und ausgewertet wird, der dann das für den Kodierer 310 erforderli
che Eingabesignal bereitstellt. Die Ausgabe des Kodierers 310 wird dann im
Ausgangstreiber 320 der Zweidrahtleitung aufmoduliert.
In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 8 wird die Zweidrahtleitung somit bidirek
tional betrieben, da das digitale Steuersignal von der Dimmsteuerung 810 zum
Dimmer 220 in der einen Richtung übertragen wird, der Signalgeber 820 die
Zweidrahtleitung jedoch in umgekehrter Richtung verwendet. Die Datenübertra
gung in Rückwärtsrichtung vom Signalgeber 820 zur Dimmsteuerung 810 er
folgt dabei vorzugsweise durch Strommodulation, wobei die in der Dimmsteue
rung 810 strommoduliert empfangenen Signale in entsprechende spannungs
modulierte Signale umgewandelt werden, die dann an die anderen Teilnehmer
übertragen werden. Die Kommunikation ist hierbei vorzugsweise vollduplex. Der
Buszugriff wird durch die Arbitrierung von Dimmsteuerung 810, Dimmer 220
und Signalgeber 820 umgesetzt.
Fig. 11 zeigt eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Halogenbeleuchtungssystems, das sich von dem System von Fig. 8 darin un
terscheidet, dass am netzteilseitigen Ende der Zweidrahtleitung keine Dimm
steuerung 810 vorgesehen ist. Der Signalgeber 1120 sendet vielmehr seine
Daten direkt über die Zweidrahtleitung an den Dimmer 1110.
Der Signalgeber 1120 kann hierbei so ausgestaltet sein, dass er im wesentli
chen die in Fig. 2 gezeigte Dimmsteuerung 210 sowie den dort gezeigten Si
gnalgeber 130 enthält. Der Dimmer 1110 kann dann baugleich mit dem in Fig.
6 gezeigten Dimmer ausgestaltet sein. In diesem Fall überträgt der Signalgeber
1120 seine Daten unidirektional und spannungsmoduliert über die Zweidraht
leitung.
In Fig. 12 ist eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Halogenbeleuchtungssystems gezeigt. In diesem System wird dem Dimmer
1210 von einem Signalgeber 130 direkt ein Signal zugeführt.
In einer ersten bevorzugten Variante ist der Dimmer 1210 ähnlich dem in Fig. 1
gezeigten Dimmer ausgestaltet, d. h. er wertet das vom Signalgeber 130 emp
fangene Signal selbst aus und steuert dementsprechend den Dimmvorgang der
mit dem Dimmer 1210 verbundenen Halogenlampe 170.
In einer anderen bevorzugten Variante reicht der Dimmer 1210 das vom Si
gnalgeber 130 empfangene Signal über die Zweidrahtleitung an die Dimm
steuerung 810 weiter, die dann die Steuerung des Dimmers 1210 oder eines
oder meherer anderer im System vorhandener (nicht gezeigter) Dimmer vor
nimmt. Der Dimmer 1210 hat dann die in Fig. 13 gezeigte Struktur und weist
somit zusätzlich zu den in Fig. 6 gezeigten Einheiten eine Datenschnittstelle
1310 auf, die die vom Signalgeber 130 empfangenen Daten an die Sende-
/Empfangssteuereinheit 1320 weiterleitet, die dann die Steuerung der Sende-
/Empfangseinheit 1330 durchführt.
Die Sende-/Empfangseinheit 1330 überträgt in strommodulierter Form ein Si
gnal an die Dimmsteuerung 810, die das Signal auswertet, entsprechend ko
diert und in spannungsmodulierter Form an den Dimmer 1210 weiterleitet, der
im Dekodierer 630 die Auswertung der Daten übernimmt. Diese bidirektionale
Anordnung mit Signalgeberspeisung am Dimmer 1210 und zentraler Dimm
steuerung 810 kann insbesondere in komplexen Beleuchtungsanordnungen von
Vorteil sein, in denen die Signalgeber in der Nähe der Halogenlampen ange
ordnet sind und gegebenenfalls zur Steuerung mehrerer Dimmer dienen.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung ist in Fig. 14 gezeigt. In
diesem System sind die zuvor genannten Varianten parallel verwirklicht, indem
mehrere Signalgeber 130, 820, 1120 in verschiedenen Anordnungen, mehrere
Dimmer 220, 1110, 1210 sowie eine Dimmsteuerung 210, 810 vorgesehen sind.
Zusätzlich weist das System ein Zusatzgerät 1410 auf, das ebenfalls an die
Zweidrahtleitung angeschlossen ist.
Das Zusatzgerät 1410 weist ebenfalls die im Dimmer 220, 1110, 1210 enthalte
nen Einheiten auf, dient aber nicht der Dimmung von Halogenlampen sondern
dem Betrieb beispielsweise eines Jalousiemotors, der durch einen der Signal
geber gesteuert wird. Der Betrieb von Jalousiemotoren auf diese Weise ist be
sonders vorteilhaft, wenn sich die Jalousie im Edelgasbereich von Isolierglas
fenstern befindet, da bei solchen Fenstern gasdichte Kabeldurchführungen er
forderlich sind, die sehr teuer sind. Durch die erfindungsgemäß verwendete
Zweidrahttechnik wird die Anzahl solcher Kabeldurchführungen vorteilhafter
weise verringert. Ist das Zusatzgerät 1410 ein Jalousiemotor, so kann ein Si
gnalgeber beispielsweise ein Positionssensor der Jalousie sein.
Ein weiteres Beispiel für ein Zusatzgerät 1410, das in dem erfindungsgemäßen
Halogenbeleuchtungssystem verwendet werden kann, stellt ein Deckenventila
tor dar, der mit Gleichspannung betrieben wird. Ferner lassen sich vorzugswei
se auch DC-Lüftermotoren verwenden.
Wird ein DC-Lüftermotor verwendet, so kann unter Anwendung der in Fig. 15
gezeigten Signalstruktur ein Betrieb auch ohne Dekodierer 630 erzielt werden.
Der in Fig. 15 gezeigte Signalverlauf führt durch unsymmetrische Verlängerung
der die logische Null symbolisierenden Rechtecksignalform zu einem
Gleichspannungsoffset, der dann den Motor treibt. Da der Effektivwert der
Spannung konstant bleibt, werden die Halogenlampen hiervon nicht gestört. In
gleicher Weise kann ein negativer Gleichspannungsoffset erzielt werden.
Obgleich unter Bezugnahme auf die Figuren bevorzugte Ausgestaltungen der
Erfindung beschrieben wurden, umfasst die Erfindung weitere bevorzugte Aus
führungsformen. Beispielsweise kann der in den Dimmern 220, 1210 enthaltene
Dekodierer 630 vorzugsweise so ausgestaltet sein, dass er eine standardisierte
Ausgabe erzeugt, wenn eingangsseitig keine kodierten Signale empfangen
werden. Somit kann der Dimmer auch mit herkömmlichen Netzteilen 110 zu
sammen betrieben werden und dimmt dann die jeweilige Halogenlampe auf
eine voreingestellte Lichtstärke. Die voreingestellte Lichtstärke kann so bemes
sen sein, dass an die Halogenlampen 170, 190 eine Spannung im Nennbereich
der jeweiligen Lampen selbst dann ausgegeben wird, wenn die Versorgungs
spannung auf der Zweidrahtleitung über den Normalwert ansteigt. Dies gestat
tet einen Betrieb des erfindungsgemäßen Halogenbeleuchtungssystems mit
Netzteilen 110, die eine an sich zu hohe Spannung liefern. Neben einem Schutz
der jeweiligen Halogenlampen 170, 190 werden hierdurch ferner Helligkeits
schwankungen vermindert, da das Netzteil 110 besser überlastet und daher
stabiler betrieben werden kann.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die in den Dimmern vor
handenen Steuereinheiten und/oder Dekodierer durch einen Mikrocontroller mit
EEPROM (elektrisch löschbarem Schreib-Lesespeicher) ausgestaltet.
Es ist ferner anzumerken, dass der in Fig. 7 gezeigte invers betriebene Lei
stungsfeldeffekt-Transistorgleichrichter in Form einer verlustarmen Brücke vor
zugsweise in jeder der oben beschriebenen Ausgestaltungen der Erfindung
verwendet wird.
Claims (26)
1. Halogenbeleuchtungssystem, umfassend:
ein Netzteil (110) zum Erzeugen einer Versorgungsspannung,
wenigstens zwei Niedervolt-Halogenlampen (150, 170, 190), die während des Betriebes des Halogenbeleuchtungssystems an eine Zweidrahtleitung ange schlossen sind, um die Versorgungsspannung zu empfangen, und
wenigstens eine Halogenlampendimmvorrichtung (220, 1110, 1210) zum Dim men der Leuchtstärke einer der wenigstens zwei Niedervolt-Halogenlampen, wobei sich die Halogenlampendimmvorrichtung an dem halogenlampenseitigen Ende der Zweidrahtleitung befindet und eine Signalempfangseinrichtung (630) zum Empfangen eines Steuersignals, eine Dimmsteuereinheit (640) zum Steu ern des Dimmvorgangs für die Niedervolt-Halogenlampe in Übereinstimmung mit dem empfangenen Steuersignal, und eine Versorgungs spannungsausgabeeinrichtung (620) zum Ausgeben einer Versorgungs spannung für die Niedervolt-Halogenlampe unter Steuerung durch die Dimm steuereinheit umfaßt,
wobei über die Zweidrahtleitung eine entsprechend dem digitalen Steuersignal frequenzmodulierte, rechteckförmige Wechselspannung übertragen wird, so dass der Effektivwert der Versorgungsspannung unabhängig von den übertra genen Daten immer konstant bleibt.
ein Netzteil (110) zum Erzeugen einer Versorgungsspannung,
wenigstens zwei Niedervolt-Halogenlampen (150, 170, 190), die während des Betriebes des Halogenbeleuchtungssystems an eine Zweidrahtleitung ange schlossen sind, um die Versorgungsspannung zu empfangen, und
wenigstens eine Halogenlampendimmvorrichtung (220, 1110, 1210) zum Dim men der Leuchtstärke einer der wenigstens zwei Niedervolt-Halogenlampen, wobei sich die Halogenlampendimmvorrichtung an dem halogenlampenseitigen Ende der Zweidrahtleitung befindet und eine Signalempfangseinrichtung (630) zum Empfangen eines Steuersignals, eine Dimmsteuereinheit (640) zum Steu ern des Dimmvorgangs für die Niedervolt-Halogenlampe in Übereinstimmung mit dem empfangenen Steuersignal, und eine Versorgungs spannungsausgabeeinrichtung (620) zum Ausgeben einer Versorgungs spannung für die Niedervolt-Halogenlampe unter Steuerung durch die Dimm steuereinheit umfaßt,
wobei über die Zweidrahtleitung eine entsprechend dem digitalen Steuersignal frequenzmodulierte, rechteckförmige Wechselspannung übertragen wird, so dass der Effektivwert der Versorgungsspannung unabhängig von den übertra genen Daten immer konstant bleibt.
2. Halogenbeleuchtungssystem nach Anspruch 1, wobei die Halogenlam
pendimmvorrichtung einen Gleichrichter (610) umfasst, der eine MOSFET-
Gleichrichterbrücke enthält.
3. Halogenbeleuchtungssystem nach Anspruch 2, wobei der Gleichrichter
ferner ein Widerstandsnetzwerk (750-780) umfasst, das den Kanalwiderstand
der MOSFET-Transistoren (710-740) in Abhängigkeit vom Eingabesignal vari
iert, um die Verlustleistung des Gleichrichters zu reduzieren.
4. Halogenbeleuchtungssystem nach Anspruch 1 oder 2, wobei die
MOSFET-Transistoren Leistungsfeldeffekttransistoren sind.
5. Halogenbeleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei
das Steuersignal ein Digitalsignal ist, das eine Datenstruktur aufweist, die meh
rere Synchronisationsbits, mehrere Adressbits und mehrere Nutzdatenbits um
fasst.
6. Halogenbeleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei
die Halogenlampendimmvorrichtung in einem Sockel der zu dimmenden Nie
dervolt-Halogenlampe untergebracht ist.
7. Halogenbeleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, ferner
eine am netzteilseitigen Ende der Zweidrahtleitung befindliche Dimmsteuerung
(210, 810) umfassend, die das Steuersignal erzeugt und auf die Zweidrahtlei
tung ausgibt.
8. Halogenbeleuchtungssystem nach Anspruch 7, ferner einen Signalgeber
(820) umfassend, der an die Zweidrahtleitung angeschlossen ist und ein
strommoduliertes Signal auf die Zweidrahtleitung ausgibt.
9. Halogenbeleuchtungssystem nach Anspruch 8, wobei die am netzteilsei
tigen Ende der Zweidrahtleitung befindliche Dimmsteuerung einen Signalemp
fänger (1010) aufweist, um das strommodulierte Signal auszuwerten und das
Steuersignal in Abhängigkeit von dem ausgewerteten strommodulierten Signal
zu erzeugen.
10. Halogenbeleuchtungssystem nach Anspruch 8 oder 9, wobei das strom
modulierte Signal und das Steuersignal im Vollduplexmodus bidirektional über
tragen werden.
11. Halogenbeleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei
die Halogenlampendimmvorrichtung eingerichtet ist zum Dimmen der Leucht
stärke der Niedervolt-Halogenlampe auf einen voreingestellten Wert, wenn kein
Steuersignal empfangen werden kann.
12. Halogenbeleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei
die Versorgungsspannungsausgabeeinrichtung eingerichtet ist, um die Versor
gungsspannung für die Niedervolt-Halogenlampe bei einer Dimmfrequenz aus
zugeben, die oberhalb der menschlichen Hörgrenze liegt.
13. Halogenbeleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, ferner
einen Signalgeber (130) umfassend, der ein Steuersignal an eine am netzteil
seitigen Ende der Zweidrahtleitung befindliche Dimmsteuerung (210, 810) oder
an die Halogenlampendimmvorrichtung überträgt, um die Steuerung des Dimm
vorgangs zu beeinflussen.
14. Halogenbeleuchtungssystem nach Anspruch 13, wobei der Signalgeber
ein Infrarotsignalgeber ist.
15. Halogenbeleuchtungssystem nach Anspruch 13, wobei der Signalgeber
ein Radiofrequenzsignalgeber ist.
16. Halogenbeleuchtungssystem nach Anspruch 13, wobei der Signalgeber
ein Computer ist, der über eine Computerschnittstelle mit der Dimmsteuerung
bzw. mit der Halogenlampendimmvorrichtung verbunden ist.
17. Halogenbeleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 16, ferner
ein Zusatzgerät (1410) umfassend, das an die Zweidrahtleitung angeschlossen
und durch das Steuersignal steuerbar ist.
18. Halogenbeleuchtungssystem nach Anspruch 17, wobei das Zusatzgerät
durch eine Gleichspannung betrieben wird und das Steuersignal eine Asymme
trie aufweist, die zu einem das Zusatzgerät treibenden Gleichspannungsoffset
führt.
19. Halogenlampendimmvorrichtung zum Dimmen der Leuchtstärke einer
Niedervolt-Halogenlampe (170, 190), umfassend:
eine Versorgungsspannungseingabeeinrichtung (610) zum Empfangen einer Versorgungsspannung von einem Netzteil (110), wobei die Versorgungsspan nungseingabeeinrichtung und das Netzteil während des Betriebes der Halogen lampendimmvorrichtung (220, 1110, 1210) über eine Zweidrahtleitung mitein ander verbunden sind,
eine Signalempfangseinrichtung (630) zum Empfangen eines Steuersignals,
eine Dimmsteuereinheit (640) zum Steuer des Dimmvorgangs für die Nieder volt-Halogenlampe in Übereinstimmung mit dem empfangenen Steuersignal, und
eine Versorgungsspannungsausgabeeinrichtung (620) zum Ausgeben einer Versorgungsspannung für die Niedervolt-Halogenlampe unter Steuerung durch die Dimmsteuereinheit,
wobei über die Zweidrahtleitung eine entsprechend dem digitalen Steuersignal frequenzmodulierte, rechteckförmige Wechselspannung übertragen wird, so dass der Effektivwert der Versorgungsspannung unabhängig von den übertra genen Daten immer konstant bleibt.
eine Versorgungsspannungseingabeeinrichtung (610) zum Empfangen einer Versorgungsspannung von einem Netzteil (110), wobei die Versorgungsspan nungseingabeeinrichtung und das Netzteil während des Betriebes der Halogen lampendimmvorrichtung (220, 1110, 1210) über eine Zweidrahtleitung mitein ander verbunden sind,
eine Signalempfangseinrichtung (630) zum Empfangen eines Steuersignals,
eine Dimmsteuereinheit (640) zum Steuer des Dimmvorgangs für die Nieder volt-Halogenlampe in Übereinstimmung mit dem empfangenen Steuersignal, und
eine Versorgungsspannungsausgabeeinrichtung (620) zum Ausgeben einer Versorgungsspannung für die Niedervolt-Halogenlampe unter Steuerung durch die Dimmsteuereinheit,
wobei über die Zweidrahtleitung eine entsprechend dem digitalen Steuersignal frequenzmodulierte, rechteckförmige Wechselspannung übertragen wird, so dass der Effektivwert der Versorgungsspannung unabhängig von den übertra genen Daten immer konstant bleibt.
20. Halogenlampendimmvorrichtung nach Anspruch 19, eingerichtet zum
Betrieb in dem Halogenbeleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis
18.
21. Vorrichtung zum Steuern des Dimmvorgangs für eine Niedervolt-
Halogenlampe (170, 190) in einem Halogenbeleuchtungssystem, wobei die Vor
richtung (210, 810; 820, 1120) und die Niedervolt-Halogenlampe während des
Betriebes des Halogenbeleuchtungssystems über eine Zweidrahtleitung mitein
ander verbunden sind, umfassend:
eine Signalerzeugungseinrichtung (310; 910, 920) zum Erzeugen eines Steuer signals, und
eine Signalsendeeinrichtung (320; 930) zum Ausgeben des erzeugten Steuer signals auf die Zweidrahtleitung,
wobei das Steuersignal auf eine an dem halogenlampenseitigen Ende der Zweidrahtleitung befindliche Halogenlampendimmvorrichtung (220, 1110, 1210) für die Niedervolt-Halogenlampe abgestimmt ist und die Ausgabe des erzeug ten Steuersignals auf die Zweidrahtleitung in der Halogenlampendimmvorrich tung den Dimmvorgang für die Niedervolt-Halogenlampe bewirkt,
wobei über die Zweidrahtleitung eine entsprechend dem digitalen Steuersignal frequenzmodulierte, rechteckförmige Wechselspannung übertragen wird, so dass der Effektivwert der Versorgungsspannung unabhängig von den übertra genen Daten immer konstant bleibt.
eine Signalerzeugungseinrichtung (310; 910, 920) zum Erzeugen eines Steuer signals, und
eine Signalsendeeinrichtung (320; 930) zum Ausgeben des erzeugten Steuer signals auf die Zweidrahtleitung,
wobei das Steuersignal auf eine an dem halogenlampenseitigen Ende der Zweidrahtleitung befindliche Halogenlampendimmvorrichtung (220, 1110, 1210) für die Niedervolt-Halogenlampe abgestimmt ist und die Ausgabe des erzeug ten Steuersignals auf die Zweidrahtleitung in der Halogenlampendimmvorrich tung den Dimmvorgang für die Niedervolt-Halogenlampe bewirkt,
wobei über die Zweidrahtleitung eine entsprechend dem digitalen Steuersignal frequenzmodulierte, rechteckförmige Wechselspannung übertragen wird, so dass der Effektivwert der Versorgungsspannung unabhängig von den übertra genen Daten immer konstant bleibt.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, wobei die Vorrichtung eine am
netzteilseitigen Ende der Zweidrahtleitung befindliche Dimmsteuerung (210,
810) ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 21, wobei die Vorrichtung ein mit der Zwei
drahtleitung verbundener Signalgeber (820, 1120) ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 23, eingerichtet zum Be
trieb in dem Halogenbeleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 18.
25. Verfahren zum Dimmen der Leuchtstärke einer Niedervolt-Halogenlampe
in einem Halogenbeleuchtungssystem mit einem Netzteil (110), wenigstens
zwei Niedervolt-Halogenlampen (150, 170, 190) und wenigstens einer Halogen
lampendimmvorrichtung (220, 1110, 1310), wobei die wenigstens zwei Nieder
volt-Halogenlampen mit dem Netzteil über
eine Zweidrahtleitung verbunden sind, wobei das Verfahren die folgenden
Schritte umfaßt:
Erzeugen eines Steuersignals,
Ausgeben des erzeugten Steuersignals auf die Zweidrahtleitung,
Empfangen eines Steuersignals in der Halogenlampendimmvorrichtung von der Zweidrahtleitung,
Steuern des Dimmvorgangs für die Niedervolt-Halogenlampe in der Halogen lampendimmvorrichtung in Übereinstimmung mit dem empfangenen Steuersi gnal, und
Ausgeben einer Versorgungsspannung für die Niedervolt-Halogenlampe in Übereinstimmung mit dem gesteuerten Dimmvorgang,
wobei über die Zweidrahtleitung eine entsprechend dem digitalen Steuersignal frequenzmodulierte, rechteckförmige Wechselspannung übertragen wird, so dass der Effektivwert der Versorgungsspannung unabhängig von den übertra genen Daten immer konstant bleibt.
Erzeugen eines Steuersignals,
Ausgeben des erzeugten Steuersignals auf die Zweidrahtleitung,
Empfangen eines Steuersignals in der Halogenlampendimmvorrichtung von der Zweidrahtleitung,
Steuern des Dimmvorgangs für die Niedervolt-Halogenlampe in der Halogen lampendimmvorrichtung in Übereinstimmung mit dem empfangenen Steuersi gnal, und
Ausgeben einer Versorgungsspannung für die Niedervolt-Halogenlampe in Übereinstimmung mit dem gesteuerten Dimmvorgang,
wobei über die Zweidrahtleitung eine entsprechend dem digitalen Steuersignal frequenzmodulierte, rechteckförmige Wechselspannung übertragen wird, so dass der Effektivwert der Versorgungsspannung unabhängig von den übertra genen Daten immer konstant bleibt.
26. Verfahren nach Anspruch 25, eingerichtet zum Dimmen der Leuchtstärke
einer Niedervolt-Halogenlampe in einem Halogenbeleuchtungssystem nach
einem der Ansprüche 1 bis 18.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10162941A DE10162941C1 (de) | 2001-12-20 | 2001-12-20 | Beleuchtungssystem mit separat dimmbaren Niedervolt-Halogenlampen |
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| DE10162941A DE10162941C1 (de) | 2001-12-20 | 2001-12-20 | Beleuchtungssystem mit separat dimmbaren Niedervolt-Halogenlampen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE10162941C1 true DE10162941C1 (de) | 2003-08-14 |
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| DE10162941A Expired - Fee Related DE10162941C1 (de) | 2001-12-20 | 2001-12-20 | Beleuchtungssystem mit separat dimmbaren Niedervolt-Halogenlampen |
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