DE19823223A1 - 3-Schritt-Ätzverfahren für Kontaktfenster - Google Patents
3-Schritt-Ätzverfahren für KontaktfensterInfo
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Abstract
Es wird ein 3-Schritt-Ätzverfahren für Kontaktfenster in integrierten Schaltungen offenbart, wobei der erste Schritt ein anisotroper Ätzschritt ist, der zweite Schritt ein isotroper Ätzschritt ist und der dritte Schritt ein anisotroper Ätzschritt ist, wobei das Verhältnis der durch den dritten Schritt gebildeten Ätztiefe zur durch die drei Schritte gebildeten Gesamtätztiefe weniger als 0,5 beträgt. Das resultierende Kontaktfenster weist eine bessere Aluminiumstufenabdeckung auf und sorgt für zuverlässigere elektrische Verbindungen, ohne die Kosten stark zu erhöhen.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf integrierte Schal
tungen und insbesondere auf das Ätzen von Kontaktfenstern, um in den
integrierten Schaltungen elektrische Verbindungen zu bilden.
Ohne den Bereich der Anmeldung zu beschränken, wird die vorliegende
Erfindung anhand von integrierten statischen Direktzugriffsspeicherschal
tungen (SRAM; Static Random Access Memory) als Beispielen beschrieben.
Bei einem herkömmlichen 0,6 µm-SRAM-Prozeß, wie in Fig. 1a gezeigt,
wird nach der Bildung einer Polysilizium-Gate-Schicht 12 mit einer Dicke
von 3250 Angström (3,25×10-7 m) auf einem aktiven Bereich 11 eine
Oxidschicht 13 mit einer Dicke von 7500 Angström (7,5×10-7 m) auf dem
gesamten aktiven Bereich 11 abgelagert. Dann wird, wie in Fig. 1b ge
zeigt, die Oxidschicht 14 mittels eines Planarisierungsprozesses mit einer
planaren Oberfläche ausgebildet, die 8500 Angström (8,5×10-7 m) von
der Oberfläche der aktiven Schicht 11 entfernt ist. Es kann ein Kontaktfen
ster gebildet werden durch Ätzen in die Oxidschicht 14 zwischen den bei
den benachbarten Polysilizium-Gate-Schichten 12. Falls ein derartiges Kon
taktfenster mittels eines herkömmlichen Submikrometer-Ätzverfahrens her
gestellt wird, kann eine schlechte Stufenabdeckung mit Aluminium auftre
ten, was unzuverlässige elektrische Verbindungen zur Folge hat.
Fig. 2 zeigt ein in die Oxidschicht 14 der Fig. 1b durch ein herkömm
liches Submikrometer-Ätzverfahren gebildetes Kontaktfenster 21. Das Ver
fahren umfaßt zwei Schritte:
- (1) Der erste Schritt ist ein isotropes Ätzen nach unten und seitlich jeweils mit einer Tiefe von 3500 Angström (3,5 × 10-7 m), wodurch ein Bereich gebildet wird, dessen Höhe durch "a" markiert ist. (2) Der zweite Schritt ist ein anisotropes Ätzen nach unten mit einer Tiefe von 5000 Angström (5,0×10-7 m), wodurch ein Bereich gebildet wird, dessen Höhe mit "b" markiert ist. Um Leckströme zwischen dem Kontaktfenster 21 und der Polysili zium-Gate-Schicht 12 zu vermeiden, kann das isotrope Ätzen des ersten Schrit tes nicht zu tief ausgeführt werden. Es verursacht allerdings ein größeres Vertikaltiefenverhältnis (b/a+b) etwa von 59%, wodurch eine schärfere Ecke 22 gebildet wird. Nachfolgende Metall-Abdeckschichten können somit leicht mißlingen bzw. versagen, selbst wenn ein Temperprozeß angewen det wird. Fig. 3 veranschaulicht eine derartige Situation, bei der ein Kon taktfenster 21 mit Titan (Ti) oder Titannitrit (TiN) 31 unten und Aluminium 32 oben metallisiert wurde. Das obere Aluminium 32 weist Brüche nahe dem Titan oder Titannitritmetall 31 auf. Die Aluminiumstufenbedeckung (das Verhältnis der dünnsten Dicke zur dicksten Dicke der Metallabdeck schicht) einer derartigen Zwei-Schritt-Ätzung kann 0% betragen. Folglich kann es passieren, daß die elektrische Verbindung im Kontaktfenster 21 nur durch Titan oder Titannitritmetall 31 aufrecht erhalten wird, so daß die Zuverlässigkeit des Bauteils nachteilig beeinflußt wird.
Um dieses Problem zu lösen, wurde ein Hochtemperaturaluminiumverfahren
verwendet. Obwohl das Hochtemperaturaluminiumverfahren eine bessere
Aluminiumstufenabdeckung, etwa 15% bis 20%, erreicht, bringt es viele
Nachteile mit sich: (1) Erforderlich ist eine zweistufige Temperatur
erhöhung, wodurch Zeit verbraucht wird, der Durchsatz vermindert wird
und Energie verbraucht wird. (2) Schlechte Leitungseigenschaften aufgrund
von Rissen/Sprüngen in der Aluminiumoberfläche nach dem Kühlen ver
ursachen unerwartete Widerstandsänderungen. (3) Die benötigte Ausrü
stung ist teurer.
Deshalb besteht ein Bedürfnis für ein Submikrometer-Ätzverfahren für Kon
taktfenster mit geringeren Kosten, das Kontaktfenster mit einer praktik
ablen Aluminiumstufenabdeckung, einem kleineren Vertikaltiefenverhältnis
und sanfteren Ecken erzeugen kann und zuverlässige elektrische Verbin
dungen in der integrierten Schaltung mit der gleichen oder einer schmale
ren Linienbreite (Leitungsbreite) bildet.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, Kontaktfenster mit
einer besseren Aluminiumstufenabdeckung zu bilden.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, Kontaktfenster mit
einem kleineren Vertikaltiefenverhältnis zu bilden.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, Kontaktfenster mit
sanfteren (insbesondere runderen bzw. glatteren) Ecken zu bilden.
Gemäß der Erfindung wird ein dreistufiges Ätzverfahren für Kontaktfenster
bereitgestellt. Der erste Schritt ist ein anisotropes Ätzen; der zweite Schritt
ist ein isotropes Ätzen; und der dritte Schritt ist ein anisotropes Ätzen,
wobei das Verhältnis der durch den dritten Schritt gebildeten Ätztiefe zur
durch alle drei Schritte gebildeten Gesamtätztiefe kleiner als 0,5 ist. Das
sich ergebende Kontaktfenster weist eine bessere Aluminiumstufenabdec
kung auf, wodurch zuverlässigere elektrische Verbindungen erzeugt wer
den, ohne die Kosten stark zu vergrößern.
Ein besseres Verständnis des obigen und weiterer Aufgaben und Merkmale
der vorliegenden Erfindung kann aus der folgenden detaillierten Beschrei
bung zusammen mit den beigefügten Zeichnungen erhalten werden, die ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulichen. In den Figuren zeigen
Fig. 1a und 1b schematische Querschnittsansichten, die sich auf die
Kontaktfensterstruktur in einem herkömmlichen 0,6 µm-SRAM-Prozeß
beziehen;
Fig. 2 eine schematische Querschnittsansicht des Kontaktfensters,
das in der Struktur der Fig. 1b durch ein herkömmliches
Submikrometer-Ätzverfahren gebildet wurde;
Fig. 3 eine schematische Querschnittsansicht des Kontaktfensters in
Fig. 2 nach einem Metallisierungsprozeß;
Fig. 4a eine schematische Querschnittsansicht des Kontaktfensters,
das gemäß dem ersten Schritt der bevorzugten Ausführungs
form der vorliegenden Erfindung gebildet wurde;
Fig. 4b eine schematische Querschnittsansicht des gemäß dem zwei
ten Schritt der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung gebildeten Kontaktfensters;
Fig. 4c eine schematische Querschnittsansicht des gemäß dem dritten
Schritt der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung gebildeten Kontaktfensters;
Fig. 5 eine Elektronenmikroskopaufnahme, die einen vergrößerten
Querschnitt des metallisierten Kontaktfensters zeigt, das in
einem 0,6 µm-SRAM gemäß der bevorzugten Ausführungs
form der vorliegenden Erfindung gebildet wurde.
Es wird nun auf Fig. 4a Bezug genommen, die den ersten Verfahrens
schritt der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
In diesem Schritt wird durch anisotropes Ätzen über eine Dicke von 1500
Angström (1,5×10-7 m) nach unten in die Oxidschicht 14 ein Kontaktfen
ster 41 gebildet. Nachfolgend wird mit dem zweiten Schritt der bevorzug
ten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wie in Fig. 4b gezeigt,
ein Kontaktfenster 42 erzeugt, in dem über eine Dicke von 3500 Angström
(3,5×10-7m) isotrop geätzt wird. Dann wird der dritte Schritt der bevor
zugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung durchgeführt (vgl.
Fig. 4c). Hierzu wird über eine Dicke von 3500 Angström (3,5×10-7 m)
nach unten geätzt, um ein Kontaktfenster 43 zu bilden. Hiernach kann ein
Temperprozeß in einer sauerstoffarmen Atmosphäre Ecken 44 des Kontakt
fensters 43 glätten bzw. abrunden.
Bei der bevorzugten Ausführungsform weist das Kontaktfenster 43, das
gemäß dem 3-Schritt-Ätzverfahren der vorliegenden Erfindung gebildet ist,
ein kleineres Vertikaltiefenverhältnis (d. h. B/A+B) von etwa 41% auf.
Tatsächlich kann das Vertikaltiefenverhältnis nach oben auf weniger als
50% begrenzt sein, während seine unterste Grenze die Dicke der
Polysilizium-Gate-Schicht 12 berücksichtigen muß. Dies liegt daran, daß es
leicht ist, die Polysilizium-Gate-Schicht 12 zu beschädigen, falls das isotro
pe Ätzen NF3 als Hauptätzgas verwendet. Deshalb muß das isotrope Ätzen
vor der Oxidschicht 14 anhalten, die (wie in Fig. 4c gezeigt) die
Polysilizium-Gate-Schicht 12 berührt. Als ein Ergebnis ist die unterste Gren
ze des Vertikaltiefenverhältnisses auf größer als "die Dicke der Polysili
zium-Gate-Schicht 12/die Gesamttiefe des Kontaktfensters" gesetzt.
Aufgrund des kleineren Vertikaltiefenverhältnisses im Kontaktfenster 43
nach der vorliegenden Erfindung weist dessen Ecke 44 einen sanfteren
Winkel auf, wodurch eine bessere Aluminiumabdeckung hierauf ohne we
sentliche Sprünge oder Brüche, wie in der Aufnahme der Fig. 5 gezeigt,
gebildet wird. Die Aluminiumstufenabdeckung der vorliegenden Erfindung
kann 15% bis 20% erreichen, wie sich durch tatsächliche Messungen
ergab.
Wenn auch die vorliegende Erfindung mit Bezugnahme auf integrierte
Schaltungen des 0,6 µm-Typs beschrieben wurde, kann sie tatsächlich
auch bei integrierten Schaltungen des 0,35 µm-Typs angewendet werden.
Zusammenfassend weist das 3-Schritt-Ätzverfahren für Kontaktfenster
nach der vorliegenden Erfindung die folgenden Vorteile auf:
- 1. Es führt zu glatteren bzw. sanfteren Ecken, ohne daß sich leicht Me tall ansammelt;
- 2. erreicht werden kleinere Vertikaltiefenverhältnisse, die eine leichte Abdeckung mit Metall ermöglichen;
- 3. es wird eine bessere Aluminiumstufenabdeckung erreicht;
- 4. es ermöglicht, daß die ursprüngliche Linienbreite (Leitungsbreite) beibehalten wird, ohne daß die Konstruktionen/Konfigurationen und elektrischen Eigenschaften beeinflußt werden; und
- 5. es ist für integrierte Schaltungen des 0,35 µm- bis 0,6 µm-Typs ein setzbar.
Obwohl die vorliegende Erfindung mit Bezugnahme auf die obigen bevor
zugten Ausführungsformen im Detail beschrieben wurde, ist es nicht be
absichtigt, daß sie einschränkend ausgelegt wird. Für Fachleute im Fach
gebiet sind relevante Änderungen und Modifikationen nach Bezugnahme
auf die obige Beschreibung naheliegend. Deshalb ist es beabsichtigt, daß
alle derartige Änderungen und Modifikationen durch die beigefügten An
sprüche erfaßt werden.
Es wird ein 3-Schritt-Ätzverfahren für Kontaktfenster in integrierten Schal
tungen offenbart, wobei der erste Schritt ein anisotroper Ätzschritt ist, der
zweite Schritt ein isotroper Ätzschritt ist und der dritte Schritt ein anisotro
per Ätzschritt ist, wobei das Verhältnis der durch den dritten Schritt ge
bildeten Ätztiefe zur durch die drei Schritte gebildeten Gesamtätztiefe weni
ger als 0,5 beträgt. Das resultierende Kontaktfenster weist eine bessere
Aluminiumstufenabdeckung auf und sorgt für zuverlässigere elektrische
Verbindungen, ohne die Kosten stark zu erhöhen.
Claims (6)
1. 3-Schritt-Ätzverfahren für Kontaktfenster in integrierten Schaltun
gen, wobei das Verfahren die Schritte umfaßt
- a) anisotropes Ätzen, wodurch eine erste Ätztiefe gebildet wird;
- b) isotropes Ätzen, wodurch eine zweite Ätztiefe gebildet wird; und
- c) anisotropes Ätzen, wodurch eine dritte Ätztiefe gebildet wird;
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ver
hältnis größer als das Verhältnis der Dicke eines Polysilizium-Gates in
der integrierten Schaltung zur Gesamtätztiefe ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, ferner umfassend den Schritt:
- d) Glätten/Abrunden von Ecken des Kontaktfensters durch Tem pern in einer sauerstoffarmen Atmosphäre.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet,
daß die integrierte Schaltung vom 0,35 µm- bis 0,6 µm-Typ ist.
5. Kontaktfensterstruktur für integrierte Schaltungen, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Struktur unter Anwendung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 4 hergestellt ist.
6. Integrierte Schaltung mit einer Kontaktfensterstruktur nach Anspruch
5.
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