DE19821292A1 - Zweistufiger Gasdruckregler - Google Patents
Zweistufiger GasdruckreglerInfo
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Abstract
Der Regler weist einen Einlaß (2) und einen Auslaß auf, deren Achsen senkrecht zueinander stehen und in einer gemeinsamen Ebene liegen. Durchlaß (4) und Membran (8) der ersten Stufe sind auf einer gemeinsamen Achse angeordnet, und zwar zusammen mit einem SAV, dessen Ventilelement (22) mit dem Durchlaß (4) der ersten Stufe zusammenarbeitet. Die zweite Stufe weist einen Durchlaß (11) auf, der mit dem Einlaß (2) auf einer gemeinsamen Achse angeordnet ist. Die Achse der zugehörigen Membran verläuft senkrecht hierzu und fluchtet mit dem Auslaß. Dem Durchlaß (11) der zweiten Stufe ist eine Gasmangelsicherung zugeordnet. Ferner verfügt der Regler über ein Sicherheitsabblasventil, welches die Membran der zweiten Stufe von unzulässig hohem Auslaßdruck entlastet.
Description
Die Erfindung betrifft einen zweistufigen Gasdruckregler
mit
- - einem Gehäuse, das einen Einlaß, einen Auslaß und eine Zwischenkammer bildet,
- - einem ersten Durchlaß, der zwischen dem Einlaß und der Zwischenkammer angeordnet ist und einen ersten Ventilsitz für ein erstes Ventilelement aufweist,
- - einer ersten Membran, die gegen die Kraft einer Feder mit dem Druck in der Zwischenkammer belastet und an das erste Ventilelement gekoppelt ist,
- - einem zweiten Durchlaß, der zwischen der Zwischenkam mer und dem Auslaß angeordnet ist und einen zweiten Ventil sitz für ein zweites Ventilelement aufweist, und
- - einer zweiten Membran, die gegen die Kraft einer Feder mit dem Druck im Auslaß belastet und an das zweite Ventil element gekoppelt ist.
Ein derartiger zweistufiger Gasdruckregler, wie er aus
der Praxis bekannt ist, entspannt den Eingangsdruck in der
ersten Regelstufe auf einen Zwischendruck und diesen in der
zweiten Regelstufe auf den Ausgangsdruck. Er weist eine hohe
Regelgüte und ein besonders gutes dynamisches Verhalten bei
schnellen Belastungsänderungen auf.
Allerdings können sich Einbauschwierigkeiten dadurch er
geben, daß es sich um einen sogenannten Durchgangsregler
handelt, bei dem Einlaß und Auslaß auf einer gemeinsamen
Achse liegen.
Die Erfindung richtet sich daher darauf, diese Einbau
schwierigkeiten zu beseitigen, und löst diese Aufgabe bei
einem Gasdruckregler der eingangs genannten Art dadurch, daß
der Einlaß und der Auslaß mit ihren Achsen im wesentlichen
senkrecht zueinander stehen und vorzugsweise in einer ge
meinsamen Ebene liegen.
Der Regler eignet sich insbesondere dazu, direkt an
einen Gaszähler angeschlossen zu werden, wobei er dessen
Einlaßkrümmer ersetzt. Insgesamt ergibt sich eine sehr kom
pakte und wirtschaftlich günstig zu fertigende Bauform. Vor
allen Dingen kann das Gehäuse als kompaktes, einteiliges
Druckgußstück ausgebildet werden.
Vorteilhafterweise liegen der erste Durchlaß und die
erste Membran auf einer gemeinsamen Achse, welche winklig,
vorzugsweise rechtwinklig sowohl zur Achse des Einlasses als
auch zur Achse des Auslasses verläuft. Dabei kann die ge
meinsame Achse des ersten Durchlasses und der ersten Membran
die Achse des Einlasses an einer Stelle schneiden, die
zwischen dem Einlaß und dem Auslaß liegt.
Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal liegt der
zweite Durchlaß auf der Achse des Einlasses und die zweite
Membran auf der Achse des Auslasses, wobei die zweite Mem
bran über einen als Kraftverstärker wirkenden Winkelhebel
mit dem zweiten Ventilelement gekoppelt ist.
Herstellungstechnisch besonders günstige Verhältnisse
ergeben sich dadurch, daß die erste Membran und die zweite
Membran je in einem Federdom angeordnet sind, wobei die Fe
derdome gleiche Abmaße aufweisen.
Ferner wird in Weiterbildung der Erfindung vorgeschla
gen, daß das erste Ventilelement in Richtung auf seine
Schließstellung mit dem Druck im Einlaß belastet ist. Der
Regler arbeitet also mit erhöhter Empfindlichkeit.
Ein weiteres wesentliches Merkmal besteht in der Inte
gration eines Sicherheitsabsperrventils (SAV) mit
- - einem dritten Ventilsitz, der am ersten Durchlaß auf der dem ersten Ventilsitz entgegengesetzten Seite angeordnet ist,
- - einem dritten Ventilelement, das von einer Feder in Richtung auf den dritten Ventilsitz vorgespannt ist und von einem Haltemechanismus in seiner Offenstellung gehalten wird, und
- - einer dritten Membran, die gegen die Kraft einer Feder mit dem Druck im Auslaß belastet und über einen Auslöseme chanismus an dem Haltemechanismus gekoppelt ist.
Das SAV verschließt den vom Einlaß zur Zwischenkammer
führenden ersten Durchlaß, sobald im Auslaß ein durch die
Feder der dritten Membran vorgegebener Druck überschritten
wird. Dabei gibt der Auslösemechanismus den Haltemechanismus
frei, woraufhin das dritte Ventilelement von seiner Feder
gegen den dritten Ventilsitz "geschossen" wird. Auch hier
ist die Anordnung so getroffen, daß der Einlaßdruck in
Schließrichtung auf das dritte Ventilelement einwirkt.
Zwischen dem Ventilschaft des dritten Ventilelements und dem
Auslösemechanismus ist vorteilhafterweise ein Faltenbalg an
geordnet, der die erforderliche Abdichtung bewirkt, ohne die
Leichtgängigkeit des Auslösemechanismus selbst bei Tempera
turen unterhalb von -15°C zu behindern.
Platzmäßig optimale Verhältnisse ergeben sich dadurch,
daß die dritte Membran auf der gemeinsamen Achse des ersten
Durchlasses und der ersten Membran liegt.
Ferner wird vorgeschlagen, daß die dritte Membran in
einem Federdom angeordnet ist, dessen Abmaße denen der Fe
derdome für die erste und die zweite Membran gleich sind.
Dies trägt dazu bei, die Fertigung des Reglers zu verein
fachen.
Ist das SAV ausgelöst worden, so muß es manuell entrie
gelt werden. Hierzu trägt der Federdom eine transparente
Kappe, die die Schaltstellung des SAV erkennen läßt.
Ein wesentliches weiteres Merkmal besteht in der Inte
gration einer Gasmangelsicherung mit
- - einem vierten Ventilsitz, der am zweiten Durchlaß auf der dem dritten Ventilsitz entgegengesetzten Seite angeord net ist, und
- - einem vierten Ventilelement, das mit dem zweiten Ven tilelement fest verbunden ist.
Sinkt der Druck im Auslaß, so öffnet sich zunehmend das
zweite Ventilelement, allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt,
in dem die Gasmangelsicherung wirksam wird.
Dabei ist die Anordnung vorzugsweise so getroffen, daß
das vierte Ventilelement in Richtung auf seine Schließstel
lung mit dem Druck in der Zwischenkammer beaufschlagt und in
Richtung auf seine Öffnungsstellung von einem Druckknopf be
tätigbar ist, welcher von außen zugänglich im Gehäuse gela
gert ist. Da die Gasmangelsicherung in der Schließstellung
unter dem Druck der Zwischenkammer steht, bedarf es einer
manuellen Entriegelung unter Betätigung des Druckknopfes, um
die Funktion der Gasmangelsicherung wieder aufzuheben.
Der Druckknopf ist vorteilhafterweise in einer Halterung
angeordnet, die in das Gehäuse eingeschraubt ist und eine
Aufnahme für ein Spezial-Schraubwerkzeug aufweist. Ein Gas
diebstahl auf diesem Wege ist also nicht möglich.
In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen,
- - daß der zweite Durchlaß als axiale Eintrittsöffnung eines Hohlkörpers ausgebildet ist, der unter Bildung eines Ringspaltes in einer Gehäusekammer angeordnet ist,
- - daß der Hohlkörper eine radiale Austrittsöffnung auf weist, die vor einer zum Auslaß führenden Öffnung der Gehäu sekammer liegt, und
- - daß der Ringspalt durch eine weitere Öffnung der Ge häusekammer mit der zweiten Membran kommuniziert.
Der Ringspalt stellt eine konstruktiv sehr einfache Mög
lichkeit dar, den Raum stromab des zweiten Ventilsitzes so
wohl an den Auslaß als auch an die zweite Membran anzu
schließen. Vorzugsweise ist das zweite Ventilelement inner
halb des Hohlkörpers angeordnet.
Ein wesentliches weiteres Merkmal besteht in der Inte
gration eines Sicherheitsabblasventils mit einem dritten
Durchlaß, der zentral in der zweiten Membran angeordnet ist
und einen fünften Ventilsitz für ein fünftes Ventilelement
aufweist, wobei das fünfte Ventilelement in die Kopplung
zwischen der zweiten Membran und dem zweiten Ventilelement
eingebunden und von einer an der Membran angreifenden Feder
gegen den fünften Ventilsitz verspannt ist. Das Sicherheits
abblasventil wird wirksam, wenn die zweite Reglerstufe ge
schlossen ist und wenn sodann der Druck im Auslaß beispiels
weise durch Temperaturerhöhung weiter ansteigt. Dabei setzt
die zweite Membran ihre Bewegung in Schließrichtung fort und
öffnet das Sicherheitsabblasventil bei festgehaltenem fünf
tem Ventilelement.
Dieses fünfte Ventilelement weist einen Schaft auf, der
auf der dem fünften Ventilsitz entgegengesetzten Seite aus
dem dritten Durchlaß vorsteht und über einen Bajonettever
schluß mit einem Federteller für die Feder des fünften Ven
tilelements verbunden ist. Daraus ergibt sich eine einfach,
wirksame und zuverlässige Konstruktion.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen zweistufi
gen Gasdruckregler;
Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch den Regler nach
Fig. 1.
Der Regler weist, wie in Fig. 1 gezeigt, ein Gehäuse 1
mit einem Einlaß 2 und einem Auslaß 3 auf. Die Achsen des
Einlasses 2 und des Auslasses 3 stehen senkrecht zueinander
und liegen in einer gemeinsamen Ebene. Der Regler kann in
dieser Form und in der in Fig. 1 gezeigten Orientierung di
rekt auf den Einlaß eines Gaszählers aufgesetzt werden.
Nach Fig. 2 ist ein erster Durchlaß 4 vorgesehen, der
den Einlaß 2 mit einer Zwischenkammer 5 verbindet. Der erste
Durchlaß 4 bildet einen ersten Ventilsitz 6 für ein erstes
Ventilelement 7, welches mit einer ersten Membran 8 verbun
den ist. Die Unterseite der Membran 8 ist über eine Bohrung
9 an die Zwischenkammer 5 angeschlossen, während auf die
Oberseite der Membran eine Feder 10 einwirkt.
Im übrigen ist die Anordnung so getroffen, daß das erste
Ventilelement 7 in Richtung auf seine Schließstellung mit
dem Druck im Einlaß 2 belastet wird.
Die vorstehend beschriebene erste Reglerstufe dient da
zu, den Eingangsdruck des Reglers auf den in der Zwischen
kammer 5 eingestellten Zwischendruck zu reduzieren.
Aus Fig. 2 ergibt sich, daß der erste Durchlaß 4 und die
erste Membran 8 auf einer gemeinsamen Achse liegen. Diese
Achse verläuft rechtwinklig zu der des Einlasses 2 und, wie
es sich aus einer gemeinsamen Betrachtung von Fig. 1 und 2
ergibt, auch rechtwinklig zur Achse des Auslasses 3. Ferner
ist die Anordnung so getroffen, daß die gemeinsame Achse des
ersten Durchlasses 4 und der ersten Membran 8 die Achse des
Einlasses 2 an einer Stelle schneidet, die zwischen dem Ein
laß 2 und dem Auslaß 3 liegt.
Die zweite Reglerstufe ist vollständig in Fig. 1 darge
stellt. Sie dient dazu, den in der Zwischenkammer 5 einge
stellten Zwischendruck auf den Druck im Auslaß 3 zu reduzie
ren.
Hierzu ist ein zweiter Durchlaß 11 vorgesehen, der einen
zweiten Ventilsitz 12 für ein zweites Ventilelement 13 bil
det. Das zweite Ventilelement 13 steht mit einer zweiten
Membran 14 in Verbindung.
Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß der zweite
Durchlaß 11 auf der Achse des Einlasses 2 liegt, während die
zweite Membran 14 auf der Achse des Auslasses 3 angeordnet
ist. Die Bewegungsrichtung des zweiten Ventilelements 13
verläuft also senkrecht zur Bewegungsrichtung der zweiten
Membran 14. Dementsprechend ist das zweite Ventilelement 13
über einen Winkelhebel 15 mit der zweiten Membran 14 gekop
pelt, wobei der Winkelhebel 15 gleichzeitig die Funktion
eines Kraftverstärkers erfüllt. Bei seiner Schließbewegung
arbeitet das zweite Ventilelement 13 gegen den in der Zwi
schenkammer 5 herrschenden Zwischendruck.
Der Druck im Auslaß 3 wird von einer Feder 16 bestimmt,
die von oben auf die zweite Membran 14 einwirkt. Die Unter-
Seite der zweiten Membran 14 wird mit dem Druck im Auslaß 3
beaufschlagt. Dies geschieht folgendermaßen:
Der zweite Durchlaß 11 bildet die axiale Eintrittsöff nung eines Hohlkörpers 17, der in einer Gehäusekammer ange ordnet ist. Zwischen dem Hohlkörper 17 und der Gehäusekammer befindet sich ein Ringspalt 18, in welchem der Druck des Auslasses 3 herrscht. Der Innenraum des Hohlkörpers 17 steht mit dem Auslaß 3 über eine Öffnung 19 in Verbindung. Gegen überliegend ist eine Öffnung 20 vorgesehen, die eine Verbin dung zwischen der Unterseite der zweiten Membran 14 und dem Ringraum 18 herstellt. Auf diese Weise ist die Unterseite der Membran 14 mit dem Auslaß 3 verbunden.
Der zweite Durchlaß 11 bildet die axiale Eintrittsöff nung eines Hohlkörpers 17, der in einer Gehäusekammer ange ordnet ist. Zwischen dem Hohlkörper 17 und der Gehäusekammer befindet sich ein Ringspalt 18, in welchem der Druck des Auslasses 3 herrscht. Der Innenraum des Hohlkörpers 17 steht mit dem Auslaß 3 über eine Öffnung 19 in Verbindung. Gegen überliegend ist eine Öffnung 20 vorgesehen, die eine Verbin dung zwischen der Unterseite der zweiten Membran 14 und dem Ringraum 18 herstellt. Auf diese Weise ist die Unterseite der Membran 14 mit dem Auslaß 3 verbunden.
Der Regler ist mit einem SAV versehen, dessen Aufbau aus
Fig. 2 hervorgeht. Der erste Durchlaß 4 bildet einen dritten
Ventilsitz 21 für ein drittes Ventilelement 22, welches mit
einer dritten Membran 24 verbunden ist. Durch einen nicht
dargestellten Kanal wird die Oberseite der dritten Membran
24 mit dem Druck im Auslaß 3 beaufschlagt. Sofern dieser
Druck einen von einer Feder 25 vorgegebenen Grenzwert über
schreitet, bewegt sich die dritte Membran 24 nach unten. Sie
nimmt dabei eine Hülse 26 mit, wodurch eine Sperrkugel 27
freigegeben wird. Letztere hat bis dahin das dritte Ventil
element 22 über dessen Ventilschaft 28 gegen eine gehäuse
feste Hülse 29 verriegelt. Sobald diese Verriegelung gelöst
ist, "schießt" eine Feder 30 das dritte Ventilelement 22 auf
den zugehörigen dritten Ventilsitz 21.
Die erforderliche Abdichtung zwischen der Hülse 26 und
dem Ventilschaft 28 wird von einem Faltenbalg 31 bewirkt,
der praktisch keinerlei Behinderung des Schließvorganges
darstellt.
Das SAV wird also wirksam, wenn der Druck im Auslaß 3
einen vorbestimmten Grenzwert übersteigt. Der Verschluß des
Systems erfolgt direkt stromab des Einlasses 2.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist die dritte Membran 24
auf der gemeinsamen Achse des ersten Durchlasses 4 und der
ersten Membran 8 angeordnet. Daraus ergibt sich eine beson
ders günstige Platzgestaltung.
Der Regler ist ferner mit einer Gasmangelsicherung ver
sehen, die den Gasdurchfluß sperrt, wenn der Druck im Auslaß
3 unzulässig absinkt. Das zweite Ventilelement 13 wandert
dabei in seine vollständig geöffnete Stellung, wobei es ein
viertes Ventilelement 32 mitnimmt und gegen einen vierten
Ventilsitz 33 drückt, welcher vom zweiten Durchlaß 11 gebil
det wird, und zwar auf der dem zweiten Ventilsitz 12 entge
gengesetzten Seite.
Schließlich verfügt der Regler über ein Sicherheitsab
blasventil, welches, wie aus Fig. 1 ersichtlich, mit der
zweiten Membran 14 gekoppelt ist. Es weist ein fünftes Ven
tilelement 34 auf, an welchem der Winkelhebel 15 angreift.
In unbetätigtem Zustand wird das fünfte Ventilelement 34 ge
gen einen fünften Ventilsitz 35 gedrückt, und zwar von einer
Feder 36, die zwischen der zweiten Membran 14 und einem Fe
derteller 37 wirksam ist. Letzterer ist über einen Bajo
nettverschluß mit dem Schaft des fünften Ventilelements 34
verbunden.
Steigt im Auslaß 3 der Druck unzulässig hoch an, so
schließt, wie erläutert, das SAV. Außerdem nimmt auch das
zweite Ventilelement 13 seine Schließstellung ein. Die
zweite Membran 14 wird jedoch mit dem ansteigenden Auslaß
druck beaufschlagt, und zwar über den Ringspalt 18 und die
Öffnung 20. Die zweite Membran 14 kann sich also weiter nach
oben bewegen. Da das fünfte Ventilelement vom Winkelhebel 15
festgehalten wird, löst sich der fünfte Ventilsitz 35 vom
fünften Ventilelement 34 und gibt einen dritten Durchlaß 38
frei, der ein Ablassen des Auslaßdrucks ermöglicht.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, sind die Membranen
8, 14 und 24 je in einem Federdom 39 angeordnet, wobei die
Federdome und damit auch die Membranen gleiche Abmaße besit
zen. Das Gehäuse 1 verfügt also über drei abmaßgleiche Fe
derdomanschlüsse, ferner über die Öffnungen für den Einlaß
und den Auslaß und schließlich über eine Öffnung, die Zugang
zu der den Hohlkörper 17 aufnehmenden Gehäusekammer gewährt.
Das Gehäuse besitzt also eine sechsflächige Grundfiguration,
vergleichbar mit der eines Quaders.
Im Gegensatz zum Sicherheitsabblasventil, das nach Wie
derherstellung normaler Betriebsbedingungen automatisch
schließt, bedürfen das SAV sowie die Gasmangelsicherung nach
ihrer Betätigung einer manuellen Entriegelung. Hierzu trägt
der Federdom des SAV eine lösbare Kappe 40, die Zugang zum
Schaft 28 des dritten Ventilelements 22 gewährt. Die Kappe
40 ist vorzugsweise transparent ausgebildet, um die Schalt
stellung des SAV erkennen zu können.
Dem Ventilelement 32 der Gasmangelsicherung ist ein von
außen zugänglicher Druckknopf 41 zugeordnet, der ein Öffnen
des zweiten Durchlasses gegen den in der Zwischenkammer 5
herrschenden Druck ermöglicht. Der Druckknopf 41 sitzt in
einer Halterung 42, die lediglich unter Einsatz eines Spe
zial-Schraubwerkzeugs von Gehäuse 1 gelöst werden kann, um
auf diese Weise Gasdiebstahl zu verhindern.
Im Rahmen der Erfindung sind durchaus Abwandlungsmög
lichkeiten gegeben. Dies gilt vor allen Dingen für die Zu
ordnung der Federdome zu dem vom Einlaß und vom Auslaß defi
nierten Muster, obwohl sich die Zuordnung nach dem Ausfüh
rungsbeispiel als ganz besonders vorteilhaft erwiesen hat.
Gleiches gilt für die Anordnung der Durchlässe und die Zu
ordnung der Ventilelemente zu den Durchlässen.
Claims (17)
1. Zweistufiger Gasdruckregler mit
daß der Einlaß (2) und der Auslaß (3) mit ihren Achsen im wesentlichen senkrecht zueinander stehen und vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene liegen.
- 1. einem Gehäuse (1), das einen Einlaß (2), einen Auslaß (3) und eine Zwischenkammer (5) bildet,
- 2. einem ersten Durchlaß (4), der zwischen dem Einlaß (2) und der Zwischenkammer (5) angeordnet ist und einen ersten Ventilsitz (6) für ein erstes Ventilelement (7) aufweist,
- 3. einer ersten Membran (8), die gegen die Kraft einer Feder (10) mit dem Druck in der Zwischenkammer (5) belastet und an das erste Ventilelement (7) gekoppelt ist,
- 4. einem zweiten Durchlaß (11), der zwischen der Zwi schenkammer (5) und dem Auslaß (3) angeordnet ist und einen zweiten Ventilsitz (12) für ein zweites Ventilelement (13) aufweist, und
- 5. einer zweiten Membran (14), die gegen die Kraft einer Feder (16) mit dem Druck im Auslaß (3) belastet und an das zweite Ventilelement (13) gekoppelt ist,
daß der Einlaß (2) und der Auslaß (3) mit ihren Achsen im wesentlichen senkrecht zueinander stehen und vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene liegen.
2. Regler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Durchlaß (4) und die erste Membran (8) auf einer
gemeinsamen Achse liegen, welche winklig, vorzugsweise
rechtwinklig sowohl zur Achse des Einlasses (2) als auch zur
Achse des Auslasses (3) verläuft.
3. Regler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die gemeinsame Achse des ersten Durchlasses (4) und der
ersten Membran (8) die Achse des Einlasses (2) an einer
Stelle schneidet, die zwischen dem Einlaß (2) und dem Auslaß
(3) liegt.
4. Regler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der zweite Durchlaß (11) auf der Achse des
Einlasses (2) und die zweite Membran (14) auf der Achse des
Auslasses (3) liegt, wobei die zweite Membran (14) über
einen als Kraftverstärker wirkenden Winkelhebel (15) mit dem
zweiten Ventilelement (13) gekoppelt ist.
5. Regler nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die erste Membran (8) und die zweite Mem
bran (14) je in einem Federdom (39) angeordnet sind, wobei
die Federdome (39) gleiche Abmaße aufweisen.
6. Regler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß das erste Ventilelement (7) in Richtung
auf seine Schließstellung mit dem Druck im Einlaß (2) be
lastet ist.
7. Regler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeich
net durch ein SAV mit
- 1. einem dritten Ventilsitz (21), der am ersten Durchlaß (4) auf der dem ersten Ventilsitz (6) entgegengesetzten Seite angeordnet ist,
- 2. einem dritten Ventilelement (22), das von einer Feder (30) in Richtung auf den dritten Ventilsitz (21) vorgespannt ist und von einem Haltemechanismus in seiner Offenstellung gehalten wird, und
- 3. einer dritten Membran (24), die gegen die Kraft einer Feder (25) mit dem Druck im Auslaß (3) belastet und über einen Auslösemechanismus an den Haltemechanismus gekoppelt ist.
8. Regler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die dritte Membran (24) auf der gemeinsamen Achse des ersten
Durchlasses (4) und der ersten Membran (8) liegt.
9. Regler nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeich
net, daß die dritte Membran (24) in einem Federdom (39) an
geordnet ist, dessen Abmaße denen der Federdome (39) für die
erste und die zweite Membran (8, 14) gleich sind.
10. Regler nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das dritte Ventilelement (22) mit seinem
Ventilschaft (28) reibungsfrei in einer Hülse (26) geführt
ist und daß der Ventilschaft (28) von einem Faltenbalg (31)
gegen die Hülse (26) abgedichtet ist.
11. Regler nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekenn
zeichnet durch eine Gasmangelsicherung mit
- 1. einem vierten Ventilsitz (33), der am zweiten Durchlaß (11) auf der dem dritten Ventilsitz (12) entgegengesetzten Seite angeordnet ist, und
- 2. einem vierten Ventilelement (32), das mit dem zweiten Ventilelement (13) fest verbunden ist.
12. Regler nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das vierte Ventilelement (32) in Richtung auf seine Schließ
stellung mit dem Druck in der Zwischenkammer (5) beauf
schlagt und in Richtung auf seine Öffnungsstellung von einem
Druckknopf (41) betätigbar ist, welcher von außen zugänglich
im Gehäuse (1) gelagert ist.
13. Regler nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der Druckknopf (41) in einer Halterung (42) angeordnet ist,
die in das Gehäuse (1) eingeschraubt ist und eine Aufnahme
für ein Spezial-Schraubwerkzeug aufweist.
14. Regler nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet,
- 1. daß der zweite Durchlaß (11) als axiale Eintrittsöff nung eines Hohlkörpers (17) ausgebildet ist, der unter Bil dung eines Ringspaltes (18) in einer Gehäusekammer angeord net ist,
- 2. daß der Hohlkörper (17) eine radiale Austrittsöffnung (19) aufweist, die vor einer zum Auslaß führenden Öffnung der Gehäusekammer liegt, und
- 3. daß der Ringspalt (18) durch eine weitere Öffnung (20) der Gehäusekammer mit der zweiten Membran (14) kommuniziert.
15. Regler nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
das zweite Ventilelement (13) innerhalb des Hohlkörpers (17)
angeordnet ist.
16. Regler nach einem der Ansprüche 1 bis 15, gekenn
zeichnet durch ein Sicherheitsabblasventil mit einem dritten
Durchlaß (38), der zentral in der zweiten Membran (14) ange
ordnet ist und einen fünften Ventilsitz (35) für ein fünftes
Ventilelement (34) aufweist, wobei das fünfte Ventilelement
(34) in die Kopplung zwischen der zweiten Membran (14) und
dem zweiten Ventilelement (13) eingebunden und von einer an
der Membran (14) angreifenden Feder (36) gegen den fünften
Ventilsitz (35) verspannt ist.
17. Regler nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
das fünfte Ventilelement (34) einen Schaft aufweist, der auf
der dem fünften Ventilsitz (35) entgegengesetzten Seite aus
dem dritten Durchlaß (38) vorsteht und über einen Bajonette
verschluß mit einem Federteller (37) für die Feder (36) des
fünften Ventilelements (34) verbunden ist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19821292A DE19821292A1 (de) | 1998-05-13 | 1998-05-13 | Zweistufiger Gasdruckregler |
| PL99332932A PL188843B1 (pl) | 1998-05-13 | 1999-05-04 | Dwustopniowy regulator ciśnienia gazu |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19821292A DE19821292A1 (de) | 1998-05-13 | 1998-05-13 | Zweistufiger Gasdruckregler |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19821292A1 true DE19821292A1 (de) | 1999-11-18 |
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ID=7867547
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19821292A Ceased DE19821292A1 (de) | 1998-05-13 | 1998-05-13 | Zweistufiger Gasdruckregler |
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| Country | Link |
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| PL (1) | PL188843B1 (de) |
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Also Published As
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