DE19820008A1 - Spindelpresse - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
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-
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spindelpresse deren im Pressengestell drehbe
weglich axialfixiert gelagerte Spindel mit ihrem Gewindeschaft in eine im Schlitten
befestigte Mutter eingreift und an ihrem anderen Ende über eine schaltbare
Reibungskupplung mit einer Arbeitsschwungscheibe zur Durchführung eines Arbeits
hubes verbindbar und damit die in der Arbeitsschwungscheibe bis zum Stillstand
gespeicherte Energie verfügbar ist, und die Spindel mit Beendigung des Arbeitshubes
von der Arbeitsschwungscheibe gelöst, die Arbeitsschwungscheibe wieder auf eine
dem Energieinhalt für den nächsten Arbeitshub entsprechende Drehzahl drehbe
schleunigt und der Schlitten gleichzeitig bei Rückdrehung der Spindel in die
Ausgangsstellung zurückgeführt wird.
Eine solche Spindelpresse ist bekannt aus der DE-C2 34 44 240. Die Anordnung
einer schaltbaren Reibungskupplung zwischen Schwungscheibe und Spindel bietet
gegenüber einer Rutschrad-Spindelpresse, bei der das Rutschrad lediglich als
Überlastsicherung dient, den Vorteil, daß die Schwungscheibe bei der Rückdrehung
der Spindel abkuppelbar ist und ist seit langem - beispielsweise aus der DE-PS 729
451 - bekannt.
Die Besonderheit der Spindelpresse nach der DE-C2 34 44 240 besteht darin, daß die
Schwungscheibe als Arbeitsschwungscheibe ausgelegt ist mit einem während eines
Arbeitshubes bis zum Stillstand verfügbaren Energieinhalt, so daß Erwärmung und
Verschleiß der Kupplung minimal bleiben, da die Abkupplung lastfrei bzw. bei geringer
Last erfolgt. Nachteilig ist jedoch, daß die Arbeitsschwungscheibe zu jedem
Arbeitshub aus dem Stillstand auf die den benötigten Energieinhalt ergebende
Drehzahl drehbeschleunigt werden muß, was durch einen die Arbeitsschwungscheibe
treibenden Motor erfolgt. Die für die Drehbeschleunigung erforderliche Zeit bestimmt
somit die Zeit zwischen zwei Arbeitshüben und damit die Taktzeit, und kann nur
gering gehalten werden durch den Einsatz von Motoren entsprechenden Leistungs
vermögens bei entsprechender Stoßbelastung des Stromnetzes.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, unter Vermeidung größerer Stoßbelastungen die
Spindelpresse mit einer Arbeitsschwungscheibe zu betreiben, die bis zum Stillstand
die für einen Arbeitshub erforderliche Energie bereitzustellen vermag. Diese Aufgabe
wird gelöst indem der Arbeitsschwungscheibe eine Speicherschwungscheibe
zugeordnet wird, mit der die Arbeitsschwungscheibe zu ihrer Drehbeschleunigung
reibungsschlüssig kuppelbar ist.
Von der Speicherschwungscheibe kann die Arbeitsschwungscheibe in sehr kurzer
Zeit beschleunigt werden, wobei der Reibschluß zwischen der Speicherschwungschei
be und der Arbeitsschwungscheibe vollends ausreicht, ohne daß es einer
Unterstützung durch weitere Antriebsmittel wie beispielsweise auf den Stößel
einwirkender Hydraulikzylinder oder eines an der Kupplungsnabe angreifenden
Elektromotors bedarf. Damit ist es möglich, auf einen besonderen Antrieb für die
Rückdrehung der Spindel zu verzichten, die gemäß einem weiteren Merkmal der
Erfindung mit der Rückführung des Schlittens über zwischen Pressengestell und
Schlitten als Gewichtsausgleich wirkende Kolben-Zylinder-Einheiten bei deren Beauf
schlagung mit erhöhtem Druck erfolgt.
Es empfiehlt sich, die Arbeitsschwungscheibe von der Beendigung eines
Arbeitshubes bis zum Beginn des folgenden Arbeitshubes gegen Drehung zu sichern,
wozu gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die Arbeitsschwungscheibe mit
einem Flansch für den Angriff von axial schwimmend gehaltenen, über Kolben-Zy
linder-Einheiten betätigbaren Bremsbacken versehen ist, und die Beaufschlagung der
Kolben-Zylinder-Einheiten entsprechend steuerbar ist.
Die gegen Drehung gesicherte Arbeitsschwungscheibe läßt auch eine Sicherung der
Spindel mit ihrer Reibscheibe gegen Drehung zu, nachdem die Rückdrehung der
Spindel beendet ist, womit gleichzeitig auch der Schlitten in seiner Ausgangslage
gesichert ist. Hierzu ist die Reibungskupplung zwischen der Arbeitsschwungscheibe
und der Spindel zu schließen, was gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
durch Beaufschlagung des die Reibungskupplung gegen Federkraft schließenden
Kupplungskolbens in zwei Druckstufen erfolgt, deren erste Druckstufe geringeren
Drucks die Spindel gegen Drehung hält und deren zweite Druckstufe höheren Drucks
das zur Energieübertragung notwendige Kupplungsmoment bereitstellt.
Inbesondere ist die zweistufige Beaufschlagung des Kupplungskolbens gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung dadurch gegeben, daß der mit Drucköl beaufschlagte
Kupplungskolben in der ersten Druckstufe aus einem Füllzylinder über einen auf der
Gegenseite mit Druckluft beaufschlagten Trennkolben, und in der zweiten Druckstufe,
nach Schließung der Verbindung zwischen Füllzylinder und dem den Kupplungs
kolben führenden Kupplungszylinder, von einem Druckübersetzer beaufschlagbar ist,
dessen auf der größeren Kolbenfläche mit Druckluft beaufschlagte Differentialkolben
mit seiner kleineren Kolbenfläche in die Druckölbeaufschlagung des Kupplungskol
bens verdrängt.
Die Speicherschwungscheibe kann beispielsweise als um eine horizontale Achse
rotierende Seitenscheibe zur Arbeitsschwungscheibe ausgebildet sein, jedoch ist es
baulich von besonderem Vorteil, wenn die Speicherschwungscheibe gleichachsig mit
der Arbeitsschwungscheibe und der Spindel angeordnet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in
Fig. 1 in einem Schnitt längs der senkrechten Mittenebene und in
Fig. 2 in einem Ausschnitt der Fig. 1 in größerem Maßstab dargestellt.
Mit 1 ist ein Pressengestell bezeichnet, in welchem ein Schlitten 2 senkrecht geführt
und beweglich ist. Bewegt wird der Schlitten 2 durch die Drehung einer Spindel 3, die
mit ihrem Gewindezapfen 4 in eine im Schlitten 2 befestigte Gewindemutter 5 greift.
Das Gewicht des Schlittens 2 ist ausgeglichen durch Kolben-Zylinder-Einheiten 6,
deren Kolbenstangen 7 über Jochstücke 8 an dem Schlitten 2 angreifen und deren
Kolben mit Druckluft aufwärts gerichtet beaufschlagbar sind. Die Spindel 2 ist im
Oberjoch 9 des Pressengestells 1 drehbar und axialfixiert gelagert. Des weiteren ist
im Oberjoch 9 eine Speicherschwungscheibe 10 drehbeweglich und in dieser
wiederum drehbeweglich eine Arbeitsschwungscheibe 11 gelagert, wobei die
Arbeitsschwungscheibe 11 die für einen Arbeitshub benötigte Energie speichert und
am Ende des Arbeitshubes zum Stillstand oder nahezu zum Stillstand kommt.
Die Arbeitsschwungscheibe 11 ist mit einem hohlen Lagerzapfen 12 versehen, mit
dem sie in der Bohrung der Speicherschwungscheibe 10 radial gelagert ist und über
den sie sich axial auf einer Lagerscheibe im Oberjoch 9 abstützt. Gegen Drehung
kann die Arbeitsschwungscheibe 11 von Backenbremsen 13 festgelegt werden, deren
Backen einen Flansch 14 der Arbeitsschwungscheibe 11 greifen und einen geringen
axialen Versatz der Arbeitsschwungscheibe 11 zulassen. Ferner ist die Arbeits
schwungscheibe 11 mit mehreren auf einem Kreis angeordneten Zylinderbohrungen
15 und darin eingesetzten Kolben 16 versehen, die an ihrer freien Stirnfläche mit
Reibbelägen 17 versehen sind. Durch Beaufschlagung der Kolben 16 in den
Zylinderbohrungen 15 über die Rohrleitung 18 wird der Auflagedruck der Arbeits
schwungscheibe 11 in ihrem Axiallager aufgehoben, wenn - wie im Ausführungsbei
spiel vorgesehen ist - die Arbeitsschwungscheibe 11 in ihrem Axiallager lediglich
abgestützt ist. Die Reibkraft ist hierbei begrenzt durch das Gewicht der Arbeits
schwungscheibe 11. Eine größere Reibkraft ist - wenn erforderlich - bei axialer
Festlegung der Arbeitsschwungscheibe 11 in der Speicherschwungscheibe 10 mög
lich, oder es können anstatt axial wirkender radial wirkende Reibkörper vorgesehen
werden.
Die Speicherschwungscheibe 10 ist von einem Motor 19 durch einen Riementrieb 20
durchlaufend angetrieben. Die Arbeitsschwungscheibe 11 ist mit einer Reibscheibe
21, die drehfest mit der Spindel 3 verbunden ist, kuppelbar. An ihrer Oberseite ist die
Arbeitsschwungscheibe 11 mit einer Ausnehmung 23 versehen, die mit ihrem Boden
eine ringförmige Reibfläche 24 bildet. Ein Deckel 25 trägt eine Druckscheibe 26 und
ist mit einer ringförmigen, einen Zylinderraum 27 für die Aufnahme eines Ringkolbens
28 bildenden Ausnehmungen versehen. Durch Beaufschlagung des Ringkolbens 28
ist die Druckscheibe 26 gegen die Kraft von Federn 29, die über Zuganker 30 auf die
Druckscheibe 26 wirken, beweglich. Die mit dem oberen Ende der Spindel 3
verbundene Reibscheibe 21 ist in Ausnehmungen mit Reibklötzen 22 versehen. Durch
Beaufschlagung des Ringkolbens 28 werden von der Druckscheibe 26 die Reibklötze
22 und damit die Reibscheibe 21 der Spindel 3 mit der Arbeitsschwungscheibe 11
reibschlüssig verbunden. Durch die Drehung der Spindel 3 wird der Schlitten 2
abwärts bewegt bei zunehmender Winkelgeschwindigkeit der Spindel 3 und
zunehmender Geschwindigkeit des Schlittens 2. Am Ende der kurzen Anlaufstrecke
erreicht der Schlitten 2 seine volle Geschwindigkeit. Je nach Arbeitsausführung wird
der Reibschluß durch Entlastung des Ringkolbens 28 durch ein weg- oder
kraftabhängige Schaltung gelöst, wobei die Preßkraft durch Steuerung des auf den
Ringkolben 28 wirkenden Drucks einstellbar ist. Mit der Beendigung des Arbeitshubes
und Aufhebung des Reibungsschlusses zwischen der Arbeitsschwungscheibe 11 und
der Reibscheibe 21 wird der Schlitten 2 zurückbewegt unter gleichzeitiger
Rückdrehung der Spindel 3, was durch einen auf die Spindel 3 wirkenden
Rückdrehantrieb oder - wie im Ausführungsbeispiel vorgesehen - durch eine
Beaufschlagung der Kolben in den für den Gewichtsausgleich vorgesehenen
Kolben-Zylinder-Einheiten 6 mit erhöhtem Druck, wie im Ausführungsbeispiel
vorgesehen, oder durch Beaufschlagung von Kolben in getrennten, zusätzlich
angeordneten Kolben-Zylinder-Einheiten.
Von erheblicher Bedeutung für die Präzision der Arbeitsausführung, für die Wärme
beanspruchung und den Verschleiß der Bauteile der Reibungskupplung ist die
zeitgenaue und schnelle Aufhebung des Drucks am Ringkolben 28, die durch eine
Beaufschlagung des Ringkolbens 28 mittels Öl sichergestellt ist, wobei aber die
Anwendung der Ölhydraulik auf den Ringkolben 28 beschränkt ist und die Steuerung
des Öldrucks über den Differentialkolben 33 eines Druckübersetzers 34 erfolgt, der
mit seiner kleineren Kolbenfläche aus einem Innenzylinder 35 in die
Druckölbeaufschlagung des Ringkolbens 28 verdrängt, indem die größere
Kolbenfläche des Differentialkolbens 33 über eine Rohrleitung 36 mit Druckluft
beaufschlagt ist. Indem die Rohrleitung 36 von der Druckluftquelle abgeschaltet und
drucklos geschaltet ist, fällt der Luftdruck auf die größere Kolbenfläche des
Differentialkolbens 33 ab und es genügt ein sehr geringer Hub des Differentialkolbens
33 um den Abfall des Öldrucks am Ringkolben 28 zu bewirken. Das weitere Lüften der
Reibungskupplung, bei dem sich die Druckscheibe 26 von den Reibklötzen 22 abhebt,
geschieht unter der Kraft der Federn 29.
Um ein zeitgenaues Schließen der Reibungskupplung sicherzustellen ist es erfor
derlich, den gewünschten, die Preßkraft bestimmenden Enddruck am Ringkolben 18
bei stets gleichem Hub des Differentialkolbens 33 zu erreichen. Verschleiß an den
Reibteilen (Reibklötze 22, Druckscheibe 26, Reibfläche 24) und eventuelle Leck
verluste im ölhydraulischen Bereich werden dadurch ausgeglichen, daß vor der
Beaufschlagung des Differentialkolbens 33 aus einem Füllzylinder 37 in den den
Ringkolben 28 führenden Zylinderraum Öl nachgeführt wird, indem ein Trennkolben
38 an seiner dem Öl entgegengesetzten Seite über eine Rohrleitung 39 so
beaufschlagt wird, daß unter Überwindung der Kraft der Federn 29 die Druckscheibe
26 mit minimalem Druck zur Anlage an den Reibklötzen 22 gelangt. Sodann erfolgt
die Beaufschlagung des Differentialkolbens 33, dessen kleinerer Kolben mit Eintreten
in den Innenzylinder 35 zunächst die Zylinderräume des Füllzylinders 37 und des
Innenzylinders 35 voneinander trennt und sodann den gewünschten Enddruck am
Ringkolben 28 aufbaut.
Der Arbeitsablauf ist wie folgt:
In der Ausgangsstellung ist die Arbeitsschwungscheibe 11 in Ruhe und durch die an ihrem Flansch 14 angreifenden, geschlossenen Backenbremsen 13 gegen Drehung gesichert. Über die Rohrleitung 39 ist der Trennkolben 38 mit Druckluft beaufschlagt, so daß das Öl im Füllzylinder 37 und über den Innenzylinder 35 im Zylinderraum 27 unter gleichem Druck steht und den Ringkolben 28 beaufschlagt. Dieser Druck ist so bemessen, daß die Druckscheibe 26 gegen die Kraft der Federn 29 die Reibscheibe 21 mit ihren Reibklötzen 22 reibschlüssig einspannt, die Spindel 3 gegen Drehung sichert und damit zugleich den Schlitten 2 in der oberen Stellung festhält.
In der Ausgangsstellung ist die Arbeitsschwungscheibe 11 in Ruhe und durch die an ihrem Flansch 14 angreifenden, geschlossenen Backenbremsen 13 gegen Drehung gesichert. Über die Rohrleitung 39 ist der Trennkolben 38 mit Druckluft beaufschlagt, so daß das Öl im Füllzylinder 37 und über den Innenzylinder 35 im Zylinderraum 27 unter gleichem Druck steht und den Ringkolben 28 beaufschlagt. Dieser Druck ist so bemessen, daß die Druckscheibe 26 gegen die Kraft der Federn 29 die Reibscheibe 21 mit ihren Reibklötzen 22 reibschlüssig einspannt, die Spindel 3 gegen Drehung sichert und damit zugleich den Schlitten 2 in der oberen Stellung festhält.
Zum Arbeitshub werden Backenbremsen 13 gelüftet, die Kolben 16 über die
Rohrleitung 18 und der Differentialkolben 33 über die Rohrleitung 36 beaufschlagt,
während der Trennkolben 38 über die Leitung 39 gedrosselt entlüftet wird, so daß der
Differentialkolben 33 mit seiner kleineren Kolbenfläche in den Innenzylinder 35 eintritt,
dessen Zylinderraum von dem des Füllzylinders 37 trennt und das Öl im Innenzylinder
35 und dem Zylinder 27 komprimiert, womit der Ringkolben 28 mit dem übersetzten
Druck beaufschlagt wird und das zur Energieübertragung von der Arbeitsschwung
scheibe 11 auf die Spindel 3 notwendige Kupplungsmoment erreicht ist. Sobald die
Arbeitsschwungscheibe 11 eine vorgewählte Drehzahl erreicht hat, wird die Leitung
18 mit den Zylinderräumen 15 drucklos geschaltet und damit der Reibschluß zwischen
der Arbeitsschwungscheibe 11 und der Speicherschwungscheibe 10 abgebaut. Beim
Aufprall des von dem Schlitten 2 getragenen Werkzeugs auf das Werkstück wird die
Rotationsenergie der Arbeitsschwungscheibe 11 umgewandelt in Umformenergie,
Federarbeit im Pressengestell und Reibenergie. Kurz vor Erreichen des unteren
Umkehrpunktes in der Bewegung des Schlittens 2 wird der Kolben in der
Kolben-Zylinder-Einheit 6 für den Gewichtsausgleich mit erhöhtem Druck für den
Rückhub des Schlittens 2 beaufschlagt. Kurz bevor die Arbeitsschwungscheibe 11
zum Stillstand kommt, wird die Rohrleitung 36 drucklos geschaltet und über den
Differentialkolben 33 der Ringkolben 28 entlastet, so daß für den Rückhub des
Schlittens 2 und die Rückdrehung der Spindel 3 die mit der Spindel 3 verbundene
Reibscheibe 21 keinen Reibschluß mehr mit der Arbeitsschwungscheibe 11 hat. Die
Arbeitsschwungscheibe 11 mit ihrem Flansch 14 wird von den Backenbremsen 13
vollends zum Stillstand abgebremst und in der Ruhelage gehalten. Wenn auch die
Rückdrehung der Spindel 3 beendet ist, wird über die Rohrleitung 39 der Trennkolben
38 wieder beaufschlagt, womit wieder die Ausgangsstellung erreicht ist.
Während im Ausführungsbeispiel Füllzylinder 37 und Druckübersetzer 34
zusammengefaßt sind, können diese auch getrennt ausgebildet sein, wobei anstelle
des kleineren Kolbens eines Differentialkolbens ein Ventilstößel vorgesehen ist, der
die Verbindung des Füllzylinders 37 zum Zylinderraum 15 abschießt und ein
getrennter Druckübersetzer vorgesehen ist.
Claims (6)
1. Spindelpresse deren im Pressengestell (1) drehbeweglich axialfixiert
gelagerte Spindel (3) mit ihrem Gewindeschaft (4) in eine im Schlitten (2)
befestigte Mutter (5) eingreift und an ihrem anderen Ende über eine
schaltbare Reibungskupplung mit einer Arbeitsschwungscheibe (11) zur
Durchführung eines Arbeitshubes verbindbar und damit die in der
Arbeitsschwungscheibe (11) bis zum Stillstand gespeicherte Energie
verfügbar ist, und die Spindel (3) mit Beendigung des Arbeitshubes von der
Arbeitsschwungscheibe (11) gelöst, die Arbeitsschwungscheibe (11) wieder
auf eine dem Energieinhalt für den nächsten Arbeitshub entsprechende
Drehzahl drehbeschleunigt und der Schlitten (2) gleichzeitig bei
Rückdrehung der Spindel (3) in die Ausgangsstellung zurückgeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine durchlaufende Speicherschwungscheibe (10) vorgesehen ist, mit
der die Arbeitsschwungscheibe (11) zu ihrer Drehbeschleunigung reibungs
schlüssig kuppelbar ist.
2. Spindelpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückführung des Schlittens (2) über zwischen Pressengestell (1)
und Schlitten (2) als Gewichtsausgleich wirkende Kolben-Zylinder-Ein
heiten (6) bei deren Beaufschlagung mit erhöhtem Druck oder Beauf
schlagung zusätzlicher, gleichwirkender Kolben-Zylinder-Einheiten erfolgt.
3. Spindelpresse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arbeitsschwungscheibe (11) mit einem Flansch (14) für den Angriff
von axial schwimmend gehaltenen, über Kolben-Zylinder-Einheiten
betätigbaren Bremsbacken (13) versehen ist, und die Beaufschlagung der
Kolben-Zylinder-Einheiten derart steuerbar ist, daß die Arbeitsschwung
scheibe (11) von der Beendigung eines Arbeitshubes bis zum Beginn eines
folgenden Arbeitshubes gegen Drehung gesichert ist.
4. Spindelpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beaufschlagung des die Reibungskupplung gegen Federkraft
schließenden Kupplungskolbens (28) in zwei Druckstufen schaltbar ist,
deren erste Druckstufe geringeren Drucks die Spindel (3) gegen Drehung
hält und deren zweite Druckstufe höheren Drucks das zur Energieübertra
gung notwendige Kupplungsmoment bereitstellt.
5. Spindelpresse nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mit Drucköl beaufschlagte Kupplungskolben (28) in der ersten
Druckstufe aus einem Füllzylinder (37) über einen auf der Gegenseite mit
Druckluft beaufschlagten Trennkolben (38), und in der zweiten Druckstufe
nach Schließung der Verbindung zwischen Füllzylinder (37) und dem den
Kupplungskolben (28) führenden Kupplungszylinder (27), von einem
Druckübersetzer (34) beaufschlagbar ist, dessen auf der größeren
Kolbenfläche mit Druckluft beaufschlagte Differentialkolben (33) mit seiner
kleineren Kolbenfläche in die Druckölbeaufschlagung des Kupplungskol
bens (28) verdrängt.
6. Spindelpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Speicherschwungscheibe (10) gleichachsig mit der Arbeits
schwungscheibe (11) und der Spindel (3) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998120008 DE19820008A1 (de) | 1998-05-06 | 1998-05-06 | Spindelpresse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998120008 DE19820008A1 (de) | 1998-05-06 | 1998-05-06 | Spindelpresse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19820008A1 true DE19820008A1 (de) | 1999-11-11 |
Family
ID=7866712
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998120008 Withdrawn DE19820008A1 (de) | 1998-05-06 | 1998-05-06 | Spindelpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19820008A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112109354A (zh) * | 2020-06-22 | 2020-12-22 | 山东圣德智能装备有限公司 | 一种伺服高能螺旋压力机及其工作方法 |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8610938U1 (de) * | 1986-04-22 | 1987-08-20 | SMS Hasenclever Maschinenfabrik GmbH, 4000 Düsseldorf | Spindelpresse zur Herstellung von feuerfesten Formsteinen |
| DE3642743C2 (de) * | 1986-12-13 | 1989-03-30 | Horst 8633 Roedental De Bachmann | |
| DE3734551A1 (de) * | 1986-12-13 | 1989-04-27 | Horst Dipl Ing Bachmann | Spindelpresse |
| DE3915859A1 (de) * | 1989-05-16 | 1990-11-22 | Beche & Grohs Gmbh | Spindelpresse |
| DE3444240C2 (de) * | 1984-12-05 | 1991-02-07 | Maschinenfabrik Mueller-Weingarten Ag, 7987 Weingarten, De |
-
1998
- 1998-05-06 DE DE1998120008 patent/DE19820008A1/de not_active Withdrawn
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