DE19820818C2 - Wärmepumpe - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Wärmepumpe, bestehend aus in einem
schall- und wärmeisolierenden, mit Leitungsdurchgriffsöffnungen
versehenen Gehäuse angeordneten Wärmepumpenkreis mit Regel- und
Kontrolleinrichtungen einschließlich eines mit dem Verdampfer
und dem Kondensator des Wärmepumpenkreises in Wirkverbindung
stehenden Teiles eines Wärmeträgersystems.
Derartig ausgestaltete Wärmepumpen sind bspw. nach der DE 33 06 232 A1
und nach der EP 0 035 656 B1 bekannt. In beiden Fällen han
delt es sich im Grunde einfach darum, daß dem ganzen, auf einem
Chassis angeordneten Wärmepumpenaggregat ein schall- und wär
meisolierendes Umschließungsgehäuse mit entsprechenden Durch
griffen für die notwendigen Zu- und Abfuhrleitungen der Be
triebsmedien zugeordnet, d. h., praktisch als Haube mit entspre
chender Raumbeanspruchung übergestülpt ist.
Derartige Wärmepumpen haben sich hinsichtlich Herstellungs- und
Montageaufwand und Stabilität, insbesondere aber hinsichtlich
kompakter Bauweise des wärme- und schalldämmenden Umschlies
sungsgehäuses als verbesserungsfähig erwiesen, worin auch die
Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung besteht.
Diese Aufgabe ist mit einer Wärmepumpe der eingangs genannten
Art nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Gehäuse aus zwei
um die Wärmepumpenkomponenten kompakt zusammenfügbaren Schalen
aus formstabilem, wärme- und schalldämmenden Material mit trag
fähiger Wandstärke gebildet ist, wobei die Innenkonturen der
Schalen mindestens zum Teil an die Außenkonturen mindestens ei
nes Teiles der umschlossenen Wärmepumpenkomponenten angepaßt
sind und zur Aufnahme und Halterung des Wärmepumpenverdichters
eine metallische Tragwand in mindestens einer der Schalen
angeordnet ist.
Mit dieser erfindungsgemäßen Lösung ist bezüglich des Um
schließungsgehäuses bzw. des wärme- und schalldämmenden Mate
rials das Prinzip des "soviel wie nötig/sowenig wie möglich"
verwirklicht, wobei aber nicht etwa der Weg beschritten ist,
das ganze Wärmepumpenaggregat insgesamt einfach einzuschäumen,
was einen vergleichsweise größeren Herstellungsaufwand erfor
derte und einer nunmehr möglich gewordenen, zweckmäßigen
Serienfertigung entgegenstünde, bei der die Gehäuseschalen
einfach separat und gegf. anderen Ortes hergestellt werden
können, die dann ebenso einfach am Wärmepumpenaggregat
anzulegen sind.
Als formstabiles, schall- und wärmedämmendes Material kommt
insbesondere Hartschaum in Frage, aus dem sich vorteilhaft ra
tionell und kostengünstig in entsprechenden Formwerkzeugen die
beiden Gehäuseschalen herstellen lassen. Die im Gehäuse
integrierte Tragwand bildet dabei das Chassis für den
Wärmepumpenverichter, sorgt gleichzeitig für eine Aussteifung
und damit Stabilisierung des Gehäuses und kann, falls dies
vorgesehen sein sollte, als Trag und Aufhängeelement für eine
Wandmontage genutzt werden, was noch näher erläutert wird.
In Weiterbildung kann die eine Schale mit einer geringeren
Tiefe als die andere Schale bemessen und als Verschlußdeckel
zur tieferen Schale ausgebildet sein. Dies verlangt zwar
unterschiedliche Formwerkzeuge für die beiden Schalen, an
dererseits beschränken sich dabei noch zu erläuternde
Formanpassungen im wesentlichen auf die tiefere Schale.
Unabhängig davon, ob nun die beiden Schalen in Form Pum
penaufnahmeschale/Deckelschale ausgebildet sind oder beide
Schalen die gleiche Tiefe und gegf. sogar Formidentität haben,
sind die gegenseitigen Anschlußränder der beiden Schalen vor
teilhaft nut- und federartig miteinander verrastbar ausge
bildet, was besondere Schließ- und Zusammenhalteelemente für
das doppelschalige Gehäuse entbehrlich macht.
Die im Innenraum des sonst ohne alle sonstigen Stütz- oder
Versteifungselemente auskommenden Gehäuses angeordnete und die
ses aussteifende Tragwand ist vorteilhaft ringsum mit ab
gekröpften Rändern versehen, denen in den Schalen Rand
aufnahmenuten entsprechen. Diese Ausbildung macht die Tragwand
nicht nur außerordentlich stabil, sondern kommt auch der Zu
ordnung zu den beiden Schalen entgegen und schafft damit auch
eine günstige Voraussetzung für eine evtl. zu berücksichtigende
Wandmontage, d. h., für diesen Fall sind die Tragwand und die
benachbarten Wandbereiche der Schalen auf denkbar einfache
Weise mit Elementen zur Wandbefestigung zu versehen.
Anknüpfend an die bevorzugte Ausführungsform des Gehäuses, bei
der die eine Schale als Verschlußdeckel ausgebildet ist, sind
vorteilhaft in der tieferen Schale für Verdampfer und Kondensator
formangepaßte Aufnahmegefache angeordnet, deren Begren
zungswände integrale Teile der tieferen Schale sind.
Unter "formangepaßte" Aufnahmegefache sind dabei auch Forman
passungen derart zu verstehen, daß die betreffenden Pumpenkom
ponenten(Verdampfer/Kondensator) straff sitzend in die Gefache,
d. h., selbsthaltend eingebracht bzw. eingesteckt werden können
und diese Komponenten gewissermaßen "eingebettet" in der Schale
sitzen. Eine derartige Formanpassung der beiden Schalen ist
zweckmäßig auch für die mit abgekröpften Rändern versehene
Tragwand vorgesehen.
Mit Rücksicht auf die Doppelschalenbauweise des Gehäuses sind
schließlich in den Wandungen der beiden Schalen, und zwar in
deren Anschlußrändern zueinander fluchtende, gegeneinander of
fene, hälftige Leitungsdurchgriffsöffnungen angeordnet. Dies
macht Sondergestaltungen für die notwendigen Leitungsdurch
griffe entbehrlich, sorgt für eine einfache Zusammenfügbarkeit
aller beteiligten Komponenten und außerdem für eine problemlose
Zugriffszugänglichkeit zu den im Gehäuse befindlichen Pum
penkomponenten.
Die erfindungsgemäße Wärmepumpe wird nachfolgend anhand der
zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen näher er
läutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Wärmepumpe;
Fig. 2 einen Schnitt durch die Wärmepumpe längs
Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der tieferen
Schale des Gehäuses ohne eingesetzte Wärmepum
penkomponenten;
Fig. 4 einen Teilschnitt durch die Anschlußränder der
beiden Gehäuseschalen in besonderer Ausführungs
form;
Fig. 5 vergrößert einen Teilschnitt durch die tiefere
Schale und
Fig. 6 schematisch und nur der Vollständigkeit halber
die den Wärmepumpenkreis bildenden Komponenten
in Verbindung mit der Tragwand als in das Dop
pelschalengehäuse einsetzbare Baueinheit.
Die Wärmepumpe besteht nach wie vor aus in einem schall- und
wärmeisolierenden, mit Leitungsdurchgriffsöffnungen versehenen
Gehäuse 3 angeordneten Wärmepumpenkreis mit Regel- und Kontrol
leinrichtungen einschließlich eines mit dem Verdampfer 1 und
dem Kondensator 2 des Wärmepumpenkreises in Wirkverbindung ste
henden Teiles eines Wärmeträgersystems, von dem in Fig. 1, 2
nur die Leitungsanschlüsse LA dargestellt sind, die vorteilhaft
als selbstabdichtende Steckanschlüsse SA an der unteren Gehäu
sewand enden.
Gemäß Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, 2 ist das Gehäuse 3 aus
zwei Schalen 5, 5' aus formstabilem, wärme- und schalldämmenden
Material mit tragfähiger Wandstärke gebildet und dessen
Innenraum durch eine metallische, formschlüssig zwischen den
beiden Schalen 5, 5' angeordnete Tragwand 4 in zwei Kammern 7, 7'
gegliedert, in denen einerseits der auf der Tragwand 4
montierte Verdichter 6 und andererseits die Wärmetauscher WT
des Wärmepumpenkreises angeordnet sind.
Orientiert an der in den Fig. 1, 2 dargestellten Aufstellungs-
und gegf. auch Aufhängungsposition des ganzen Gerätes, ist die
Tragwand 4 quer zur vertikal orientierten Längserstreckung der
beiden Schalen 5, 5' im von diesen umschlossenen Innenraum
angeordnet, und außerdem ist die eine Schale 5 mit einer
geringeren Tiefe T als die andere Schale 5' bemessen, die somit
die eigentliche Aufnahmeschale für die in Fig. 6 dargestellte
Wärmepumpen-Einbaueinheit bildet, während die andere Schale 5
nur eine Verschlußfunktion hat, um für Staub- und Feuchtig
keitsabdichtung des Gehäuseinnenraumes zu sorgen.
Um diese "Deckelschale" möglichst ohne zusätzliche Halteele
mente mit der anderen Schale 5' selbsthaltend aber auch lösbar
verbinden zu können, sind unter Verweis auf Fig. 4 die gegen
seitigen Anschlußränder 8 der beiden Schalen 5, 5' nut- und fe
derartig miteinander verrastbar ausgebildet, wobei unter "ver
rastbar" bspw. auch ein "straffer" Aufstecksitz zu verstehen
ist, obgleich ein gewisser Hinterschnitt nut- und federartig
ineinandergreifender Anschlußränder 8 bevorzugt wird.
Die Tragwand 4, die gewissermaßen integrales Bauteil der in
Fig. 6 schematisch dargestellten, vorgefertigten Einbaueinheit
aus den Wärmepumpenkomponenten ist, ist aus den einleitend
genannten Gründen ringsum mit abgekröpften Rändern 4', wie
bspw. dargestellt, versehen, denen in den Schalen 5, 5'
Randaufnahmenuten 9 entsprechen. Bei noch nicht applizierter
Schale 5 (Verschlußdeckel) kann also die ganze Baueinheit gemäß
Fig. 6 mit ihrer Tragwand 4 in die entsprechend tiefe Schale 5'
eingeschoben werden. Um ein solches einfaches Einschieben (mit
mehr oder weniger straffem Sitz) dieser Einbaueinheit auch
bzgl. der Leitungsanschlüsse LA zu ermöglichen, sind vor
teilhaft in den Wandungen der beiden Schalen 5, 5', und zwar in
deren Anschlußrändern 8 zueinander fluchtende, gegeneinander
offene, hälftige Leitungsdurchgriffsöffnungen 13 angeordnet
(siehe Fig. 3 unterer Gehäuserand).
Wie in Fig. 5 dargestellt, können die den Verdichter 6 tragende
Tragwand 4 und die benachbarten Wandbereiche der Schalen 5, 5'
mit Elementen 10 zur Wandbefestigung versehen sein. Unter sol
chen Elementen 10, zu denen letztlich auch die abgekröfpten
Ränder 4' der Tragwand 4 zählen, sind im einfachsten Fall
Löcher (wie dargestellt) zu verstehen, die bspw. auf in einer
Wand mit Schablone gesetzte Schraubdübel aufgesetzt werden. Es
kann sich dabei aber auch um Aufhängeösen bzw. -bügel handeln,
die in die Ränder 4' der Tragwand 4 nach deren Einschub in die
Schale 5' eingeschraubt werden.
Um für die Wärmetauscher WT, d. h., Kondensator 2 und Verdampfer
1 des Wärmepumpenkreises Paßsitze im Gehäuse zu schaffen,
besteht ferner eine vorteilhafte Weiterbildung darin, daß in
der tieferen Schale 5' für Verdampfer 1 und Kondensator 2
formangepaßte Einbettungs-Aufnahmegefache 11 angeordnet und de
ren Begrenzungswände 12 als integrale Teile der tieferen Schale
5' ausgebildet sind.
Die inneren Begrenzungswände 12 der Gefache 11 sind dabei nur
so hoch bemessen, wie dies die Wärmetauscher WT erfordern,
d. h., bei der in Fig. 1, 2, 3 dargestellten und bevorzugten
Ausführungsform sind die Außenwände der Schale 5' etwa doppelt
so hoch bemessen, und es bleibt neben den WTn ausreichend Frei
raum 14 für die Leitungsführungen und ggf. dort auch unterzu
bringendes Regel- und Kontrollzubehör, das nicht besonders dar
gestellt ist. Um dieses Regel- und Kontrollzubehör sicht- und
ggf. direkt zugriffszugänglich zu halten, ohne die Schale 5 ab
nehmen zu müssen, können vorteilhaft in der Schale 5 enstpre
chend formangepaßte Öffnungen (nicht dargestellt) vorgesehen
sein.
Claims (8)
1. Wärmepumpe, bestehend aus in einem schall- und wärmeiso
lierenden, mit Leitungsdurchgriffsöffnungen versehenen
Gehäuse (3) angeordneten Wärmepumpenkreis mit Regel- und
Kontrolleinrichtungen einschließlich eines mit dem Ver
dampfer (1) und dem Kondensator (2) des Wärmepumpenkreises
in Wirkverbindung stehenden Teiles eines Wärmeträger
systems,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (3) aus zwei um die Wärmepumpenkomponenten
zusammenfügbaren Schalen (5, 5') aus formstabilem, wärme-
und schalldämmenden Material mit tragfähiger Wandstärke
gebildet ist, wobei die Innenkonturen der Schalen (5, 5')
mindestens zum Teil an die Außenkonturen mindestens eines
Teiles der umschlossenen Wärmepumpenkomponenten angepaßt
sind und daß zur Aufnahme und Halterung des Wärmepum
penverdichters (6) eine metallische Tragwand (4) in
mindestens einer der Schalen (5, 5') angeordnet ist.
2. Wärmepumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die eine Schale (5) mit einer geringeren Tiefe (T) als
die andere Schale (5') bemessen und als Verschlußdeckel
zur tieferen Schale (5') ausgebildet ist.
3. Wärmepumpe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gegenseitigen Anschlußränder (8) der beiden Scha
len (5, 5') nut- und federartig miteinander verrastbar
ausgebildet sind.
4. Wärmepumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragwand (4) ringsum mit abgekröpften Rändern (4')
versehen ist, denen in den Schalen (5, 5') Randaufnahmenu
ten (9) entsprechen.
5. Wärmepumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragwand (4) und die benachbarten Wandbereiche der
Schalen (5, 5') mit Elementen (10) zur Wandbefestigung
versehen sind.
6. Wärmepumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in mindestens einer der Schalen (5, 5') für Verdampfer
(1) und Kondensator (2) formangepaßte Einbettungs-Auf
nahmegefache (11) angeordnet sind, deren Begenzungswände
(12) integrale Teile der einen und/oder anderen Schale
(5, 5') sind.
7. Wärmepumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Wandungen der beiden Schalen (5, 5'), und zwar
in deren Anschlußrändern (8) zueinander fluchtende, gegen
einander offene, hälftige Leitungsdurchgriffsöffnungen(13)
angeordnet sind.
8. Wärmepumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Schale (5) Sicht- und/oder Zugriffsöffnungen
für im Innenraum des Gehäuses (3) angeordneten Regel- und
Kontrolleinrichtungen angeordnet sind.
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|---|---|---|---|
| DE19820818A DE19820818C2 (de) | 1998-05-09 | 1998-05-09 | Wärmepumpe |
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