DE19819430A1 - Zugentlastungseinrichtung für ein Kabel oder eine Leitung - Google Patents
Zugentlastungseinrichtung für ein Kabel oder eine LeitungInfo
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Abstract
Zur zugentlastenden Festlegung eines Kabels oder einer Leitung wird eine Zugentlastung vorgeschlagen, die einen Haltekörper (2) aufweist. Der Haltekörper (2) ist durch ein erstes und ein zweites Halteteil (3, 4) gebildet. Die Halteteile (3, 4) begrenzen einen Kanal (7), in dem eine Leitung (6) anordenbar ist. Mit den Halteteilen (3, 4) ist ein Verbindungselement (5) lösbar verbunden. Das Verbindungselement (5) umgreift das erste und das zweite Halteteil (3, 4) teilweise. Es übt auf das erste und auf das zweite Halteteil (3, 4) eine Kraft aus, durch die eine im Kanal (7) verlegte Leitung (6) zwischen den Halteteilen (3, 4) geklemmt wird. Das Verbindungselement (5) ist federelastisch.
Description
Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf eine Zugentlastungseinrich
tung für ein Kabel oder eine Leitung mit einem Haltekörper, der ein erstes
und ein zweites Halteteil aufweist, wobei die Halteteile einen Kanal begren
zen, und mit wenigstens einem die Halteteile lösbar verbindenden Verbin
dungselement.
Eine solche Zugentlastungseinrichtung ist beispielsweise durch die DE 94 14 666 U1
bekannt.
Durch die DE 44 13 303 C1 ist eine weitere Ausführungsform einer Zug
entlastungseinrichtung für Kabel oder Leitungen bekannt. Diese Zugentla
stungseinrichtung umfaßt einen U-förmig ausgebildeten Grundkörper. Die
freien Schenkel des Grundkörpers sind mit einem Halteteil verbindbar.
Innerhalb des U-förmigen Grundkörpers ist ein Halteteil angeordnet, welches
über eine Schraube gegen eine Leitung gedrückt werden kann. Die Leitung
wird zwischen den Halteteilen geklemmt. Bei einer solchen Ausgestaltung
einer Zugentlastungseinrichtung besteht die Gefahr, daß durch die Schraube
eine zu große Kraft auf die Leitung übertragen wird, so daß diese ge
quetscht wird. Andererseits wenn die Kraft, die durch die Schraube in die
Leitung eingebracht wird, zu gering ist, besteht die Gefahr, daß eine zuver
lässige Zugentlastung der Leitung nicht gewährleistet werden kann. Die
Klemmkraft, die über die Schraube in die Leitung eingeleitet wird, ist
abhängig von dem Bedienpersonal, welches die Schraube anzieht.
Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Zielsetzung zugrunde
eine Zugentlastungseinrichtung für ein Kabel oder eine Leitung anzugeben,
bei der sichergestellt ist, daß einerseits eine ausreichend hohe Kraft in die
Leitung eingeleitet wird, so daß eine Zugentlastung gewährleistet wird, und
andererseits die Kraft nicht so hoch ist, daß ein Zerquetschen der Leitung
eintritt.
Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Einrichtung mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausge
staltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die erfindungsgemäße Zugentlastungseinrichtung für ein Kabel oder eine
Leitung weist einen Haltekörper auf, der durch ein erstes und ein zweites
Halteteil gebildet ist. Die Halteteile begrenzen einen Kanal, der zur Auf
nahme einer Leitung oder eines Kabels dient. Die Zugentlastungseinrichtung
weist ferner ein Verbindungselement auf, daß das erste und das zweite
Halteteil teilweise umgreift. Das Verbindungselement übt auf das erste und
auf das zweite Halteteil eine Kraft aus, durch die eine im Kanal verlegte
Leitung oder ein Kabel zwischen den Halteteilen und durch diese geklemmt
wird. In Abkehr von den bisher bekannten Zugentlastungseinrichtungen wird
die Kraft, die zum Klemmen des Kabels bzw. der Leitung notwendig ist,
nicht mehr über eine Schraube oder dergleichen erzeugt, sondern durch das
Verbindungselement selbst.
Vorzugsweise ist das Verbindungselement wenigstens teilweise federnd
ausgebildet, so daß das Verbindungselement eine vorbestimmte Kraft auf die
Halteteile ausübt. Das Verbindungselement übt dabei eine radial einwärts
gerichtete Kraft aus, die im wesentlichen von der Federsteifigkeit des
Verbindungselementes abhängig ist.
Nach einer vorteilhaften Ausbildung der Zugentlastungseinrichtung wird
vorgeschlagen, daß das Verbindungselement im wesentlichen C-förmig ausge
bildet ist. Durch diese Ausbildung des Verbindungselementes wird eine
relativ einfache Montage des Verbindungselementes am Haltekörper erreicht.
Vorzugsweise ist das Verbindungselement als eine Feder ausgebildet.
Um sicherzustellen, daß das federelastische Verbindungselement nicht
unbeabsichtigt von dem Haltekörper gelöst wird, wenn beispielsweise Vibra
tionen auftreten, wird vorgeschlagen, daß das Verbindungselement den Kanal
über einen Winkel von mehr als 180° umgibt. Durch diese Ausgestaltung
des Verbindungselementes ist es zum Lösen der Verbindung notwendig, daß
das Verbindungselement aufgespreizt wird.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Zugentlastungseinrichtung wird vorgeschlagen, daß das Verbindungselement
Endbereiche aufweist, die in sich in Längsrichtung des Halteteils erstrecken
de Rillen hineinragen. Hierdurch wird eine formschlüssige Verbindung
zwischen dem Verbindungselement und dem Haltekörper erreicht. Durch
diese Ausgestaltung der Zugentlastungseinrichtung wird auch ein relativ
kompakter Aufbau der Zugentlastungseinrichtung erzielt.
Nach einer noch weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Zugentlastungsein
richtung wird vorgeschlagen, daß die Endbereiche des Verbindungselementes
einander zugewandte Vorsprünge aufweisen und die Rillen einen an den
Querschnitt der Vorsprünge angepaßte Innenkontur haben.
Das Verbindungselement ist vorzugsweise im Querschnitt als ein C-förmiges
Profil ausgebildet. Die freien Schenkel des Profils des Verbindungselementes
greifen in an den Halteteilen ausgebildete Rillen hinein. Der in das C-för
mige Profil eingreifende Abschnitt der Halteteile ist korrespondierend zum
Querschnitt des Verbindungselementes ausgebildet. Vorzugsweise verringert
sich der Abstand der einander zugewandten Schenkel des C-förmigen Profils
des Verbindungselementes, so daß das Verbindungselement auf dem durch die
Halteteile gebildeten Haltekörper geklemmt werden kann.
Zur Festlegung der Zugentlastungseinrichtung an oder auf einer Anlagefläche
wird vorgeschlagen, daß das erste Halteteil an seinen freien Enden jeweils
ein Anschlußelement aufweist. Das Anschlußelement kann beispielsweise eine
Durchgangsbohrung haben, durch die ein Verbindungsmittel durchführbar ist,
so daß das Verbindungsmittel das Anschlußelement an oder auf der An
lagefläche festlegt.
Zweckmäßigerweise ist die Zugentlastungseinrichtung so ausgebildet, daß das
zweite Halteteil zwischen den Anschlußteilen angeordnet ist, wobei die
Längserstreckung des zweiten Halteteils im wesentlichen einem Abstand der
Anschlußteile in Längsrichtung des zweiten Halteteils entspricht. Die An
schlußteile dienen hierbei als Anschläge für das zweite Halteteil, so daß eine
axiale Verschiebung des zweiten Halteteils nicht oder nur in einem sehr
begrenzten Umfang stattfinden kann.
Die Zugentlastungseinrichtung kann aus einem Kunststoff hergestellt sein. Die
Zugentlastungseinrichtung kann nach dem Kunststoffspritzverfahren hergestellt
werden. Insbesondere, wenn die Zugentlastungseinrichtung aus einem Kunst
stoff besteht, ist es vorteilhaft, wenn die Halteteile gelenkig miteinander
verbunden sind, so daß die Zugentlastungseinrichtung einstückig ausgebildet
ist. Die gelenkige Verbindung der Halteteile kann mittels wenigstens eines
Filmscharniers erfolgen.
Durch die erfindungsgemäße Zugentlastungseinrichtung kann eine relativ
großflächige Anlage der Halteteile an eine Leitung erfolgen, da die Haltetei
le in ihrer axialen Erstreckung im wesentlichen frei wählbar sind. Besteht
wenigstens ein Teil der Wandung des Kanals aus einem elektrisch leitenden
Werkstoff und ist die Wandung elektrisch mit einem Massepotential verbind
bar, so eignet sich die erfindungsgemäße Zugentlastungseinrichtung besonders
als elektrischer Schirmanschluß. Durch die elektrisch leitend ausgebildete
Wandung wird ein niederohmiger und gut leitender Anschluß der Zugent
lastungseinrichtung an einem Kabelschirm erreicht. Die Zugentlastungsein
richtung erfüllt so nicht nur die Funktion der Zugentlastung sondern auch
die Funktion eines Schirmanschlusses. Die Halteteile können auch vollständig
aus einem Metall bestehen. Hierbei können die Halteteile beispielsweise aus
einem Blech entsprechend gebogen sein. Die Halteteile können auch als
Gußteile ausgebildet sein.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der erfindungsgemäßen Zugentlastungsein
richtung werden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei
spiele erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Ein erstes Ausführungsbeispiel einer Zugentlastungseinrichtung in
einer Vorderansicht,
Fig. 2 die Zugentlastungseinrichtung nach Fig. 1 in einer Seitenansicht
von rechts,
Fig. 3 ein erstes Halteteil der Zugentlastungseinrichtung nach Fig. 1 in
einer Vorderansicht,
Fig. 4 das erste Halteteil nach Fig. 3 im Schnitt entlang der Schnittlinie
E-E,
Fig. 5 das erste Halteteil im Schnitt entlang der Schnittlinie G-G nach
Fig. 3,
Fig. 6 ein Schnitt entlang der Schnittlinie F-F des ersten Halteteils nach
Fig. 3,
Fig. 7 eine Seitenansicht von rechts des ersten Halteteils nach Fig. 3,
Fig. 8 das zweite Halteteil der Zugentlastungseinrichtung nach Fig. 1 in
einer Draufsicht und im Teilschnitt,
Fig. 9 das zweite Halteteil nach Fig. 8 in einer Schnittdarstellung entlang
der Schnittlinie H-H,
Fig. 10 eine Seitenansicht des zweiten Halteteils nach Fig. 8,
Fig. 11 ein Verbindungselement,
Fig. 12 das erste Halteteil und das zweite Halteteil in einer Seitenansicht
und im Schnitt,
Fig. 13 und 14 die Zugentlastungseinrichtung nach Fig. 1 mit Kabeln
unterschiedlichen Durchmessers,
Fig. 15 einen Haltekörper einer Zugentlastungseinrichtung in einer Vorder
ansicht,
Fig. 16 eine Seitenansicht von rechts des Haltekörpers nach Fig. 15,
Fig. 17 eine Schnittdarstellung des Haltekörpers nach Fig. 15 entlang der
Schnittlinie A-A,
Fig. 18 eine Schnittdarstellung des Haltekörpers entlang der Schnittlinie B-B
nach Fig. 15,
Fig. 19 eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie C-C nach Fig. 15,
Fig. 20 eine Schnittdarstellung des Haltekörpers nach Fig. 15 entlang der
Schnittlinie D-D,
Fig. 21 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Zugentlastungseinrichtung in
einer Schnittdarstellung mit einem Haltekörper nach Fig. 15,
Fig. 22 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Zugentlastungseinrichtung in
einer Vorderansicht,
Fig. 23 die Zugentlastungseinrichtung nach Fig. 22 in einer Seitenansicht
von rechts,
Fig. 24 ein Verbindungselement der Zugentlastungseinrichtung nach Fig.
22 in einer Vorderansicht und
Fig. 25 das Verbindungselement nach Fig. 24 in einer Seitenansicht von
unten.
Fig. 1 und 2 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel einer Zugentlastungsein
richtung 1 für Kabel oder eine Leitung. Die Zugentlastungseinrichtung 1
weist einen Haltekörper 2 auf. Der Haltekörper 2 ist durch ein erstes
Halteteil 3 und ein zweites Halteteil 4 gebildet. Die Halteteile 3, 4 begren
zen einen Kanal 7. In dem Kanal 7 ist eine Leitung oder ein Kabel verleg
bar.
Ein Verbindungselement 5 umgreift teilweise das erste Halteteil 3 sowie das
zweite Halteteil 4. Das Verbindungselement 5 übt auf das erste und das
zweite Halteteil 3, 4 eine radial einwärts gerichtete Kraft aus, durch die
eine im Kanal 7 verlegte Leitung 6 zwischen und durch die Halteteile 3, 4
geklemmt wird.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Haltekörper 2 im
wesentlichen in Längsrichtung der Leitung 6. Wie aus der Fig. 1 ersicht
lich ist sind drei Verbindungselemente 5 vorgesehen, die die Halteteile 3, 4
umgreifen. Die Anzahl der Verbindungselemente ist im wesentlichen be
stimmt durch die aufzubringende Klemmkraft.
Fig. 3 bis 7 zeigen die Ausgestaltung des ersten Halteteils 3. Das
Halteteil 3 weist einen Grundkörper 8 auf, an dem eine Halteschale 9
ausgebildet ist. Die Halteschale 9 weist eine Wandung 10 auf, die konkav
gekrümmt ist. Die Krümmung der Wandung 10 entspricht vorzugsweise einer
Kreiskrümmung.
Die Halteschale 9 weist eine Außenwand 11 auf. In der Außenwand 11 ist
eine sich in Längsrichtung des ersten Halteteils 3 erstreckende Rille 12
ausgebildet. Die Rille 12 ist im Querschnitt bogenförmig ausgebildet.
An jedem Endbereich des Grundkörpers 8 ist jeweils ein Anschlußteil 13
bzw. 14 ausgebildet. Jedes Anschlußteil 13, 14 weist eine im wesentlichen
U-förmige Ausnehmung 15 auf. Die Ausnehmung 15 ist so ausgebildet, daß
ein Verbindungsmittel, welches nicht dargestellt ist, in die Ausnehmung 15
einbringbar ist und das erste Halteteil 3 an einer Auflagefläche festlegt. Die
Ausnehmung 15 ist so ausgebildet, daß diese eine Kopfaufnahme 16 auf
weist, in die ein Schraubenkopf einbringbar ist. Der Rand des Kopfes der
Schraube, welche nicht dargestellt ist, liegt auf der Auflagefläche 17 auf.
Jedes Anschlußteil 13, 14 weist ferner Schlitze 18 auf, in die der Rand
eines Profils 19 einbringbar ist, wie dies aus der Fig. 1 ersichtlich ist.
Die Profile 19 dienen zur örtlichen Festlegung des ersten Halteteils 3.
In den Fig. 8 bis 10 ist das zweite Halteteil 4 dargestellt. Der prinzi
pielle Aufbau des zweiten Halteteils 4 entspricht im wesentlichen dem
Aufbau des ersten Halteteils 3. Der wesentliche Unterschied zwischen dem -
ersten Halteteil 3 und dem zweiten Halteteil 4, wie es in den Fig. 8 bis
10 dargestellt ist, ist, daß das zweite Halteteil 4 keine Anschlußteile 13, 14
aufweist. Das zweite Halteteil 4 weist ebenso wie das erste Halteteil 3 einen
Grundkörper 8 auf, an dem sich eine Halteschale 9 anschließt. Die Halte
schale 9 weist an ihrer Außenwand 11 eine Rille 12 auf, die sich in Längs
richtung des Halteteils 4 erstreckt.
Die Längserstreckung des Halteteils 4 entspricht im wesentlichen dem
Abstand zwischen den Anschlußteilen 13, 14 des ersten Halteteils 3. Das
zweite Halteteil 4 ist zwischen die Anschlußteile 13, 14 des ersten Halteteils
3 einbringbar, wie dies aus der Fig. 12 ersichtlich ist.
Die Halteschale 9 des ersten Halteteils 3 und des zweiten Halteteils 4
begrenzen einen im Querschnitt im wesentlichen kreisförmigen Kanal 7, in
dem eine Leitung 6 anordenbar ist, wie dies beispielsweise aus der Fig. 13
bzw. Fig. 14 ersichtlich ist. Die Halteteile 3, 4 werden durch das Ver
bindungselement 5 miteinander verbunden. Das Verbindungselement 5 ist als
eine Feder ausgebildet. Das Verbindungselement 5 ist im wesentlichen U-för
mig ausgebildet. Wie insbesondere aus der Fig. 13 ersichtlich ist umgibt
das Verbindungselement 5 den Kanal 7 über einen Winkel von mehr als
180°, so daß zum Lösen des Verbindungselementes 5 dieses aufgespreizt
werden muß.
Das Verbindungselement 5 weist Endbereiche 20 auf, die in sich in Längs
richtung des ersten Halteteils 3 und des zweiten Halteteils 4 erstreckende
Rille 12 hineinragen. Die Endbereiche 20 weisen einander zugewandte
Vorsprünge 21 auf. Diese Vorsprünge sind im wesentlichen kreisförmig
ausgebildet, wie dies die Fig. 11 zeigt. Das Element 5 ist vorzugsweise
aus einem federelastischen Blech gebildet. Die Vorsprünge 21 sind durch
Umbiegen der Endbereiche 20 gebildet.
Fig. 13 zeigt eine Leitung 6 im Kanal 7, wobei die Leitung 6 einen
Durchmesser aufweist, der größer ist als ein Kanal 7, wenn die Halteteile
3, 4 mit ihren Stirnflächen 22 aneinander stoßen, wie dies aus der Fig. 14
ersichtlich ist.
In den Fig. 15 bis 21 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Zugent
lastungseinrichtung 23 für ein Kabel oder eine Leitung dargestellt. Die
Zugentlastungseinrichtung 23 weist einen Haltekörper 24 auf. Der Haltekör
per 24 ist durch ein erstes Halteteil 25 und ein zweites Halteteil 26 gebil
det.
Das erste Halteteil 25 umfaßt einen Grundkörper 30, der eine Halteschale
31 aufweist. Die Halteschale 31 weist eine gekrümmt ausgebildete Wand 32
auf, die einen Kanal 29, wie er in der Fig. 21 dargestellt ist, teilweise
begrenzt. An der Außenwand 33 der Halteschale 31 ist eine Rille 34 ausge
bildet. Die Rille 34 erstreckt sich in Längsrichtung des Haltekörpers 24.
An jedem Endbereich des ersten Halteteils 25 ist jeweils ein Anschlußteil
35, 36 ausgebildet. Das Anschlußteil 35, 36 weist eine U-förmige Aus
nehmung 37 auf. Die Ausnehmung 37 weist eine Kopfaufnahme 38 mit
einer Auflagefläche 39 auf. In die Kopfaufnahme 38 ist beispielsweise der
Kopf einer Schraube einbringbar. Statt einer Schraube kann auch eine Mutter
in die Kopfaufnahme 38 eingebracht werden. Der Haltekörper 24 kann über
die Anschlußteile 35, 36 mit einer Auflagefläche mittels Schrauben oder
Gewindestiften mit Muttern festgelegt werden. Alternativ hat jedes Anschluß
teil 35, 36 Schlitze 40, in die die Schenkel eines Profils einbringbar sind,
wie dies bei der ersten Ausführungsform der Zugentlastungseinrichtung nach
Fig. 1 dargestellt ist.
Das zweite Halteteil 26 ist durch einen Grundkörper 30 gebildet. Der
Grundkörper 30 ist mit einer Halteschale 31 verbunden. Die Halteschale 31
weist eine gekrümmt ausgebildete Wand 32 auf. Die Wand 32 des zweiten
Halteteils 26 begrenzt teilweise einen Kanal 29. Die Längserstreckung des
zweiten Halteteils 26 entspricht im wesentlichen dem Abstand der Anschluß
teile 35, 36 zueinander. In dem in der Fig. 15 dargestellten Ausführungs
beispiel sind die Grundkörper 30 des ersten Halteteils 25 und des zweiten
Halteteils 26 über Filmscharniere 41 gelenkig miteinander verbunden. Der
Haltekörper 24 besteht aus einem Kunststoff. Dieser ist einstückig ausgebil
det.
Die gelenkige Verbindung der Halteteile 25, 26 ist so gewählt, daß die
Wand 32 des ersten Halteteils 25 und des zweiten Halteteils 26 einen Kanal
29 begrenzen. Wie aus der Fig. 20 ersichtlich ist, kann das zweite Halte
teil entsprechend dem Pfeil verschwenkt werden, so daß ein Kanal 29 zur
Aufnahme einer Leitung 28, wie in der Fig. 21 dargestellt ist, gebildet
wird.
Die Halteteile 25, 26 sind miteinander durch Verbindungselement 27 mitein
ander verbunden. Die Ausgestaltung des Verbindungselementes 27 entspricht
im wesentlichen der Ausgestaltung des in der Fig. 11 dargestellten Ver
bindungselementes 5. Auch hinsichtlich der Ausgestaltung der Nuten 34 kann
auf die Beschreibung zum ersten Ausführungsbeispiel einer Zugentlastungs
einrichtung verwiesen werden.
In den Fig. 22 bis 24 ist ein drittes Ausführungsbeispiel einer Zugent
lastungseinrichtung 44 dargestellt. Die Zugentlastungseinrichtung 44 umfaßt
einen Haltekörper 45, der durch ein erstes Halteteil 46 und ein zweites
Halteteil 47 gebildet ist. Die Halteteile 46, 47 sind durch Scharniere 42, 43
gelenkig miteinander verbunden. Die Halteteile 46, 47 begrenzen einen Kanal
49, der zur Aufnahme einer nicht dargestellten Leitung geeignet ist. Zur
Festlegung des Haltekörpers 45 weist dieser Anschlußteile 50, 51 auf, die
in ihrer Ausgestaltung den Anschlußteilen 13, 14 entsprechen.
Der prinzipielle Aufbau des ersten Halteteils 46 und des zweiten Halteteils
47 entspricht dem Aufbau des ersten Halteteils 25 bzw. des zweiten Halte
teils 26 des zweiten Ausführungsbeispiels einer Zugentlastungseinrichtung 23.
Die Halteteile 46, 47 sind über ein Verbindungselement 48 miteinander
verbunden. Das Verbindungselement 48 ist im Querschnitt im wesentlichen
C-förmig ausgebildet. Es weist Vorsprünge 54, 55 auf, die zur Anlage an
eine Außenwand 56, 57 des ersten Halteteils 46 bzw. des zweiten Halteteils
47 gelangen. Wie aus der Fig. 25 ersichtlich ist, verjüngt sich der lichte
Abstand der Stirnflächen 56, der Vorsprünge 54, 55. Die Stirnflächen 56
sind rauh ausgebildet, so daß ein relativ hoher Reibungskoeffizient zwischen
der Stirnfläche 56 und der Wand 56 bzw. 57 des ersten Halteteils 46 bzw.
des zweiten Halteteils 47 entsteht. Das erste Halteteil 46 weist eine radial
auswärts gerichtete Rippe 52 auf. In entsprechender Weise ist das zweite
Halteteil 47 ausgebildet. Auch dieses weist eine radial auswärts gerichtete
Rippe 23 auf. Zur Festlegung einer Leitung in dem Kanal 49 wird das
Verbindungselement 48 so auf den Haltekörper 45 geschoben, daß die
Rippen 52, 53 in das C-förmige Profil 58 des Verbindungselementes 48
hineinragen. Durch den sich verringernden Abstand zwischen den Stirn
flächen 56 der Vorsprünge 54, 55 wird auf das erste Halteteil 46 und auf
das zweite Halteteil 47 eine einwärts gerichtete Kraft ausgeübt, so daß eine
im Kanal 49 angeordnete Leitung durch die Halteteile 46, 47 festgeklemmt
wird.
Zur Vereinfachung der Aufbringung des Verbindungselementes 48 auf den
Haltekörper 45 weist dieser eine Montagenase 59 auf.
Die vorstehend beschriebenen Zugentlastungseinrichtungen sind auch dazu
geeignet, einen elektrischen Schirmabschluß zu bilden. Hierzu können die
Halteteile der Zugentlastungseinrichtung aus einem Metall bestehen, der
elektrisch leitend ist. Die Zugentlastungseinrichtung kann über geeignete
Mittel mit einem Massepotential verbunden sein. Besteht der Haltekörper aus
einem Kunststoff, so wird vorgeschlagen, daß die Wand der Halteteile, die
zur Anlage an eine Abschirmung eines Kabels gelangt, metallisiert ist.
Hierzu kann die Wand mit einem Metall beschichtet sein.
1
Zugentlastungseinrichtung
2
Haltekörper
3
erstes Halteteil
4
zweites Halteteil
5
Verbindungselement
6
Leitung
7
Kanal
8
Grundkörper
9
Halteschale
10
Wandung
11
Außenwand
12
Rille
13
,
14
Anschlußteil
15
Ausnehmung
16
Kopfaufnahme
17
Auflagefläche
18
Schlitz
19
Profil
20
Endbereich
21
Vorsprung
22
Stirnfläche
23
Zugentlastungseinrichtung
24
Haltekörper
25
erstes Halteteil
26
zweites Halteteil
27
Verbindungselement
28
Leitung
29
Kanal
30
Grundkörper
31
Halteschale
32
Wand
33
Außenwand
34
Rille
35
,
36
Anschlußteil
37
Ausnehmung
38
Kopfaufnahme
39
Auflagefläche
40
Schlitz
41
Filmscharnier
42
,
43
Scharnier
44
Zugentlastungseinrichtung
45
Haltekörper
46
erstes Halteteil
47
zweites Halteteil
48
Verbindungselement
49
Kanal
50
,
51
Anschlußteil
52
,
53
Rippe
54
,
55
Vorsprung
56
,
57
Wand
58
Profil
59
Montagenase
Claims (13)
1. Zugentlastungseinrichtung für ein Kabel oder eine Leitung mit einem
Haltekörper (2, 24, 45), der ein erstes und ein zweites Halteteil (3, 4,
25, 26, 46, 47) aufweist, wobei die Halteteile (3, 4, 25, 26, 46, 47)
einen Kanal (7, 29, 49) begrenzen, und mit wenigstens einem die
Halteteile (3, 4, 25, 26, 46, 47) lösbar verbindenden Verbindungs
element (5, 27, 48), dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungs
element (5, 27, 48) das erste und das zweite Halteteil (3, 4, 25, 26,
46, 47) teilweise umgreift, wobei jedes Verbindungselement (5, 27, 48)
auf das erste und auf das zweite Halteteil (3, 4, 25, 26, 46, 47) eine
Kraft ausübt, durch die eine im Kanal (7, 29, 49) verlegte Leitung (6,
28) zwischen den Halteteilen (3, 4, 25, 26, 46, 47) geklemmt wird.
2. Zugentlastungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verbindungselement (5, 27), im wesentlichen C-förmig ausgebildet
ist.
3. Zugentlastungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß Verbindungselement (5, 27), wenigstens teilweise federnd
ausgebildet ist.
4. Zugentlastungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verbindungselement (5, 27) eine Feder bildet.
5. Zugentlastungseinrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Verbindungselement (5, 27) den Kanal (7, 29) über
einen Winkel von mehr als 180° umgibt.
6. Zugentlastungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (5, 27) Endbereiche (20)
aufweist, die in Längsrichtung des Halteteils (3, 4, 25, 26) sich er
streckende Rillen (12, 34) hineinragen.
7. Zugentlastungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Endbereiche (20) aneinander zugewandte Vorsprünge (21) aufweisen
und die Rillen (12, 34) einen an den Querschnitt der Vorsprünge (31)
angepaßte Innenkontur aufweisen.
8. Zugentlastungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Halteteil (3, 25, 46) an seinen freien
Enden jeweils ein Anschlußteil (13, 14, 35, 36, 50, 51) aufweist.
9. Zugentlastungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das zweite Halteteil (4, 26, 47) zwischen den Anschlußteilen (13, 14,
35, 36, 50, 51) angeordnet ist, wobei die Längserstreckung des zweiten
Halteteils (4, 26, 47) im wesentlichen einem Abstand der Anschlußteile
(13, 14, 35, 36, 50, 51) in Längsrichtung des zweiten Halteteils (4,
26, 47) entspricht.
10. Zugentlastungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halteteile (25, 26) gelenkig miteinander ver
bunden sind.
11. Zugentlastungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, daß
wenigstens die Wandung (10, 32) des Kanals (7, 29) elektrisch leitend
ausgebildet ist und die Wandung (10, 32) elektrisch mit einem Masse
potential verbindbar ist.
12. Zugentlastungseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteteile (3, 4, 25, 26, 46, 47) aus einem Kunststoff gebildet
sind und die Wandung (10, 32) wenigstens teilweise mit einer elektrisch
leitenden Metallschicht versehen ist.
13. Zugentlastungseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteteile (3, 4, 25, 26, 46, 47) aus einem Metall bestehen.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998119430 DE19819430A1 (de) | 1998-04-30 | 1998-04-30 | Zugentlastungseinrichtung für ein Kabel oder eine Leitung |
| EP99107332A EP0954078B1 (de) | 1998-04-30 | 1999-04-20 | Halteeinrichtung für wenigstens ein Kabel oder eine Leitung |
| DE59908839T DE59908839D1 (de) | 1998-04-30 | 1999-04-20 | Halteeinrichtung für wenigstens ein Kabel oder eine Leitung |
| JP11150377A JP2000004523A (ja) | 1998-04-30 | 1999-04-21 | 少なくとも1つのケ―ブル又は導線のための保持装置 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998119430 DE19819430A1 (de) | 1998-04-30 | 1998-04-30 | Zugentlastungseinrichtung für ein Kabel oder eine Leitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19819430A1 true DE19819430A1 (de) | 1999-11-11 |
Family
ID=7866348
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998119430 Ceased DE19819430A1 (de) | 1998-04-30 | 1998-04-30 | Zugentlastungseinrichtung für ein Kabel oder eine Leitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19819430A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1253265A3 (de) * | 2001-04-25 | 2003-12-03 | Gust. Alberts GmbH & Co. KG | Pfostenkappe für einen Holzpfosten |
| WO2008135395A2 (de) | 2007-05-04 | 2008-11-13 | Kabelschlepp Gmbh | Zugentlastungseinheit, insbesondere für kabel, leitungen oder schläuche |
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| DE9303853U1 (de) * | 1993-03-16 | 1993-07-15 | Stewing Nachrichtentechnik GmbH & Co KG Berlin, 1000 Berlin | Zugentlastungsvorrichtung für Kabel, insbesondere für Kabeleinführungen bei Vorrichtungen zum Verbinden und Abzweigen von Installationskabeln |
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1998
- 1998-04-30 DE DE1998119430 patent/DE19819430A1/de not_active Ceased
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