DE19818362A1 - Verfahren zum Herstellen eines Hohlkörpers durch Innenhochdruckumformen und Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Hohlkörpers durch Innenhochdruckumformen und Werkzeug zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft das Andocken beim Innenhochdruckumformen von zwei aufeinander liegenden und bis auf eine Andocköffnung für den Anschluß eines Andockstempels (6) an ihren Rändern mit einer durchlaufenden Schweißnaht verschweißten Blechplatinen (1, 2) zur Herstellung hohler Bauteile. Für einen dichten Anschluß des mit einer konischen Spitze (6a) versehenen Andockstempels (6) sind im nicht verschweißten Abschnitt (7) der Platinen (1, 2) zum Rand parallel bis divergierend verlaufende Schweißnähte (8a, 8b) vorgesehen. Durch Einschieben des spitzen Andockstempels (6) weitet sich dieser Bereich zu einem dicht anliegenden Andockstutzen (10) auf. An diesem Andockstutzen (10) kann aufgrund seiner besonderen Formgebung und gegebenenfalls unter Zuhilfenahme einer Dichtung auf dem Andockstempel (6) der Andockstempel (6) in dichtender Anlage durch eine auf ihn einwirkende axiale Stützkraft gehalten werden, wenn beim Ausformen der Platinen (1, 2) im Formhohlraum (5) des Werkzeuges (3, 4) aus dem Bereich des Andockstutzens (10) Material in den Formhohlraum nachfließt.
Description
Für die Herstellung eines komplexen Bauteils mit hoher
Steifigkeit und geringem Gewicht eignet sich das
Innenhochdruckumformen von flach aufeinander liegenden,
an ihren Rändern verschweißten Platinen, sogenannten
Doppelplatinen. Ein Problem bei der Herstellung solcher
hohler Bauteile ist das Andocken der Doppelplatinen an
Einrichtungen für die Einleitung eines Wirkmediums unter
hohem Druck in den Raum zwischen den Platinen.
Problematisch ist das Andocken zum einen, weil die
Andockmittel möglichst dicht an die Doppelplatine
anzuschließen sind, und zum anderen, weil die Möglichkeit
bestehen soll, daß beim Ausformen der Doppelplatine in
den Formhohlraum eines Werkzeugs, das die Doppelplatine
an ihren Rändern eingeklemmt hält, Material von den
eingeklemmten Randbereichen in den Formhohlraum
nachfließt.
Obgleich aus dem Stand der Technik viele verschiedene
Andocksysteme bekannt sind, gibt es kein Andocksystem,
bei dem beide Zielsetzungen erfüllt werden.
Bei einem bekannten Andocksystem zum Querandocken
(DE 44 27 140 C1) besteht das Werkzeug aus einem Ober- und
einem Unterteil, die zwischen sich einen Formhohlraum
entsprechend der Form des herzustellenden hohlen Bauteils
bilden. Bei diesem Werkzeug wird eine an ihren Rändern
mit einer durchlaufenden Naht verschweißte Doppelplatine
mit ihren Randbereichen zwischen dem Ober- und Unterteil
eingeklemmt gehalten. Zum Andocken ist in einer der
beiden Platinen, insbesondere in der unteren Platine, im
eingespannten Randbereich eine Andocköffnung vorgesehen.
In diese Andocköffnung kann ein vom Unterteil getragener
Andockstempel, über den das einzuleitende Wirkmedium
zuführbar ist, eingeführt werden, wobei diesem Stempel im
Oberteil eine entsprechende Ausnehmung zugeordnet ist,
in die beim Einführen des Stempels in die Öffnung der
unteren Platine die obere Platine ausweichen kann. Das
Ober- und Unterteil weisen um diese Öffnung herum
konzentrische Zacken auf, die durch plastische Verformung
des Platinenmaterials dafür sorgen, daß der Bereich um
die Öffnung herum nach außen abgedichtet ist.
Eine Schwierigkeit bei diesem Andocksystem ist, daß der
Bereich der Platine, die im Andockstempel liegt, beim
Aus formen des Formhohlraums ein Nachfließen des fest
eingeklemmten Platinenrandes nicht zuläßt. Von Nachteil
ist ferner, daß sich das Wirkmedium durch den um die
Andocköffnung herum durch plastische Verformung
weitgehend abgedichteten und fest eingeklemmten Bereich
selbst seinen Weg in den Zwischenraum zwischen den
Platinen zum Formhohlraum gegen den Widerstand dieser
auch zwischen den Platinen wirksamen Abdichtung suchen
muß, was zu einer Zeitverzögerung bei der Einleitung des
Wirkmediums und damit zu längeren Taktzeiten
(Zykluszeiten) führt.
Bei einem anderen bekannten Verfahren zum Herstellen
eines hohlen Bauteils durch Innenhochdruckumformen findet
ein anderes Andocksystem Anwendung (DE 40 17 072 A1,
DE 42 32 161 A1, DE 44 16 147 A1). Dieses System
unterscheidet sich von dem beschriebenen System des
Querandockens darin, daß die umlaufende Schweißnaht einen
kurzen Abschnitt frei läßt, der als Andocköffnung dient.
In diese Andocköffnung wird von der Seite zwischen die
Platinen ein Andockstempel eingeführt. Um das Einführen
zu erleichtern, sind die Platinen entsprechend
vorgeformt. Um zu einem dichtenden Anschluß zwischen dem
Andockstempel und der Doppelplatine zu kommen, ist der
Andockstempel konisch ausgebildet und mit Ringwülsten
versehen, während das Ober- und Unterteil des
Umformwerkzeuges dazu passend am Rand konisch aufgeweitet
ist. Zwischen diesem Rand und dem konischen Teil des
Andockstempels wird der Rand der Doppelplatine im Bereich
der Andocköffnung fest eingeklemmt.
Wie beim beschriebenen Querandocken erlaubt auch diese
Art des Andockens nicht, daß aus dem Bereich des
Andockortes beim Ausformen des hohlen Bauteils Material
in den Formhohlraum nachfließt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zum Herstellen eines hohlen Bauteils aus einer
Doppelplatine sowie ein zur Durchführung des Verfahrens
geeignetes Formwerkzeug zu schaffen. Das Verfahren und
das Werkzeug sollen ein dichtes Andocken an die
Doppelplatine für die Zufuhr des Wirkmediums und ein
Nachfließen von Platinenmaterial aus dem im Formwerkzeug
eingespannten Rand der Doppelplatine, insbesondere auch
aus dem Bereich des Andockstutzens, in den Formhohlraum
des Formwerkzeuges beim Ausformen des hohlen Bauteils
ermöglichen.
Bei der verfahrensmäßigen Lösung geht die Erfindung aus
von einem Verfahren zum Herstellen eines hohlen Bauteils
aus zwei an ihren umlaufenden Rändern bis auf eine
Andocköffnung miteinander verschweißten und an den
Rändern zwischen einem Ober- und einem Unterteil eines
einen Formhohlraum bildenden Formwerkzeuges eingeklemmt
gehaltenen Platinen durch Innenhochdruckumformen mit
einem zwischen die Platinen über die Andocköffnung
eingeleiteten Wirkmedium.
Bei einem solchen Verfahren wird die gestellte Aufgabe
dadurch gelöst, daß vor der Zufuhr des Wirkmediums aus
vorgeformten oder flach aufeinander liegenden Bereichen
der Platinen mit dem nicht verschweißten Abschnitt in
Verbindung mit in diesen Bereichen zum Rand hin parallel
bis divergierend verlaufenden Schweißnähten ein
Andockstutzen dadurch gebildet wird, daß diese Bereiche
der Platinen durch einen zwischen ihnen paßgenau und
dicht einzusetzenden Andockstempel für das einzuleitende
Wirkmedium aufgeweitet werden, wobei eine auf den
Andockstempel ausgeübte axiale Stützkraft den
Andockstempel in dichtender Anlage am Andockstutzen hält,
während beim Ausformen des hohlen Bauteils im
Formhohlraum aus dem Bereich des Andockstutzens
Platinenmaterial in den Formhohlraum nachfließt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erlaubt die besondere
Art der Andockung des Andockstempels an die Doppelplatine
ein Nachfließen von Platinenmaterial auch aus dem Bereich
des Andockstutzens. Die Dichtwirkung zwischen
Andockstutzen und Andockstempel beruht zum einen auf dem
großflächigen paßgenauen Sitz des Andockstempels im
Andockstutzen und zum anderen darauf, daß die Anpreßkraft
aus der eigenen Spannkraft des aufgeweiteten
Andockstutzens zumindest zum überwiegenden Teil
abgeleitet wird, im Grenzfall sogar vollständig. Deshalb
kann die vom Formwerkzeug auf den Andockstutzen ausgeübte
Stütz kraft so klein gehalten werden, daß der
Andockstutzen nicht ortsfest im eingespannten Bereich
zwischen dem Ober- und Unterteil verharrt, sondern
gemeinsam mit dem Andockstempel unter Aufrechterhaltung
der Dichtwirkung zwischen dem Andockstempel und dem
Andockstutzen entsprechend der in den Formhohlraum
nachfließenden Materialmenge nachgeführt wird.
Vorzugsweise wird für die Bereiche der Platinen, aus
denen der Andockstutzen geformt wird, eine Zuschnittform
mit vorstehenden Ansätzen gewählt. In Abhängigkeit von
der Form des zu formenden hohlen Bauteils können
unterschiedliche Querschnitte für den Andockstempel
gewählt werden. So kann der Andockstempel kreisförmig
oder oval sein.
Um die Dichtwirkung zwischen Andockstutzen und
Andockstempel zu verbessern, kann ein Andockstempel mit
einer äußeren Ringdichtung verwendet werden, die zwischen
dem Andockstempel und dem Andockstutzen radial
verspannbar ist. Ein Formwerkzeug der vorstehenden Art
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit
zusätzlicher Abdichtung durch eine Ringdichtung ist
erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der in
Richtung des Formhohlraums des beweglichen Werkzeugs
gelagerte Andockstempel eine Spitze oder Schneide zum
Aufweiten der Platinen an der Andocköffnung hat und die
Ringdichtung als Quetschdichtung zwischen einem
feststehenden und einem axial verstellbaren Kragen
ausgebildet ist. Bei Verwendung eines solchen Werkzeuges
ist es nicht einmal erforderlich, bereits bei der
Vorbereitung der Platinen die auch im Bereich des
Andockstutzens flach aufeinander liegenden Platinen
vorher aufzuweiten.
Die Ringdichtung kann alternativ zur Ausbildung als
Quetschdichtung auch als druckmittelbeaufschlagte Membran
ausgebildet sein. In diesem Fall kann nach einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, daß die
Membran mit ihrem dem Formhohlraum abgewandten Rand dicht
am Andockstempel angeschlossen ist und mit ihrem dem
Formhohlraum zugewandten Rand zum Formhohlraum offen ist,
wobei das Wirkmedium dem Formhohlraum über den von der
Membran und dem Andockstempel gebildeten, zum
Formhohlraum offenen Zwischenraum und einen im
Zwischenraum auslaufenden Kanal im Andockstempel
zuführbar ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer verschiedene
Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher
erläutert. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 ein Werkzeug im Querschnitt mit eingespannter
Doppelplatine und angedocktem Andockstempel vor
der Einleitung eines Wirkmediums,
Fig. 2 das Werkzeug gemäß Fig. 1 im Querschnitt
während der Einleitung eines Wirkmediums,
Fig. 3 das Werkzeug gemäß Fig. 1 im Querschnitt am
Ende des Umformvorgangs,
Fig. 4 eine Doppelplatine mit Andockstutzen und
Andockstempel aber ohne Umformwerkzeug in
Aufsicht,
Fig. 5 die Platine gemäß Fig. 4 mit Andockstempel im
Werkzeug im Querschnitt in der ersten Phase des
Andockens,
Fig. 6 die Platine gemäß Fig. 4 mit Andockstempel im
Werkzeug im Querschnitt in der Endphase des
Andockens,
Fig. 7a, b einen Andockstempel in Aufsicht und in
Seitenansicht in einer zu Fig. 4 anderen
Ausführung,
Fig. 8 einen Andockstutzen einer Doppelplatine im
Umformwerkzeug mit angedocktem Andockstempel
in einer zu den Ausführungen der Fig. 4-7
anderen Ausführung im Querschnitt
und
Fig. 9 einen Andockstutzen einer Doppelplatine im
Umformwerkzeug mit angedocktem Andockstempel
in einer zu den Ausführungen der Fig. 5-8
anderen Ausführung im Querschnitt.
Das in der Zeichnung dargestellte Formwerkzeug zum
Innenhochdruckumformen von Doppelplatinen, die aus zwei
flach aufeinander gelegten, bis auf eine Andocköffnung an
ihren Rändern mit einer durchlaufenden Schweißnaht
zusammengeschweißten Platinen 1, 2, einer sogenannten
Doppelplatine, bestehen, setzt sich aus einem Oberteil 3
und einem Unterteil 4 zusammen. Beide Teile 3, 4 bilden
zwischen sich einen Formhohlraum 5. Um die beiden Teile 3, 4
in der in den Fig. 1-3 dargestellten Stellung zu
halten, sind in der Zeichnung nicht dargestellte
Führungs- und Preßvorrichtungen vorgesehen.
Eine Besonderheit bei der Doppelplatine 1, 2 besteht
darin, daß sie mit einem Ansatz 7 versehen ist, wo die
sonst durchlaufende Schweißnaht 8 mit zwei parallel bis
divergierend zum Rand verlaufenden Schweißnahtenden 8a, 8b
liegen, wie in Fig. 4 dargestellt ist. Nachdem eine
solche Doppelplatine 1, 2 hergestellt ist, wird sie in das
Werkzeug 3, 4 eingelegt und das Oberteil 3 und das
Unterteil 4 durch die Führungs- und Preßvorrichtungen
zusammengefahren, so daß die Doppelplatine 1, 2 umlaufend
bis auf einen schmalen zum Rand hin verlaufenden Streifen
im Bereich des Ansatzes 7 für die Andocköffnung
eingeklemmt wird, wo durch Nuten im Oberteil 3 und
Unterteil 4 ein im Querschnitt der Querschnittsform des
Andockstempels 6 entsprechender Kanal 9 mit konstantem
Querschnitt auf seiner gesamten Länge ausgebildet ist,
wie in Fig. 1 dargestellt ist. Dann erfolgt das
Andocken, indem der Andockstempel 6 mit seiner Spitze 6a
zwischen die flach aufeinander liegenden oder durch
Vorverformung leicht aufgeweiteten Ansätze 7 der beiden
Platinen 1, 2 eingeschoben wird. Dabei bildet sich durch
plastische Verformung ein Andockstutzen 10 aus. Diese
Phase des Andockens ist in Fig. 4 und 5 dargestellt.
Beim weiteren Vorschieben des Andockstempels 6 weitet
sich der Andockstutzen 10 weiter auf. Durch die paßgenaue
Abstimmung der Schweißnahtenden 8a, 8b und der im
wesentlichen konischen Form der Spitze 6a des
Andockstempels 6 ergibt sich dabei eine großflächige,
paßgenaue und dichte Anlage. Diese Phase ist in Fig. 6
dargestellt. Die Geometrie und die Dimension von
Andockstutzen 10 und Andockstempel 6 sind so aufeinander
abgestimmt, daß einerseits ein dichtender Anschluß des
Andockstempels 6 an den Andockstutzen 10 gewährleistet
ist, andererseits aber auch eine Bewegung des
Andockstutzens 10 in dem über seine gesamte Länge einen
konstanten Querschnitt aufweisenden und deshalb auch als
Führung für den Andockstutzen 10 dienenden Kanal 9 auch
ohne Schmiermittel in Richtung des Formhohlraums 5
zuläßt.
Über die Form des Andockstempels 6 ist es möglich, die
Wirkmediumverteilung zu beeinflussen. Im
Ausführungsbeispiel der Fig. 4-6 ist ein
rotationssymmetrischer Andockstempel 6 vorgesehen,
während er in Fig. 7a, 7b eine im Querschnitt elliptische
oder linsenförmige Form hat. In diesem Fall kann sich der
Wirkmedienkanal 6b zum Formhohlraum hin verzweigen.
Nachdem der Andockstempel 6 dicht an den Andockstutzen 10
angedockt ist und mit einer Haltekraft P beaufschlagt
wird (Fig. 1: Andockphase), wird Wirkmedium über einen
axialen Kanal 6a im Andockstempel 6 zugeführt. Das
Wirkmedium weitet die Doppelplatine 1, 2 im Formhohlraum 5
auf (Fig. 2: Aufweitphase). Während dieser Aufweitphase
kann wegen des erfindungsgemäßen Andocksystems im
Gegensatz zu den im Stand der Technik anders gestalteten
Andocksystemen auch aus dem Bereich des Andockstutzens 10
Material in Richtung S des Formhohlraums 5 nachfließen.
Bei weiterer Zufuhr von Wirkmedium nimmt die
Doppelplatine 1, 2 endlich die Form des Formhohlraums 5
und damit die Endform an (Fig. 3: Kalibrierphase). In
dieser Kalibrierphase ist die Doppelplatine 1, 2 im
gesamten Randbereich durch das Werkzeug 3, 4 fest
eingespannt, 50 daß kein Material mehr nachfließen kann.
Der Andockstempel 6 wird aber weiter durch die Haltekraft P
in dichter Anlage am Andockstutzen 10 gehalten. Das
Material im Formhohlraum wird dann plastisch verformt.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 8 weist der
Andockstempel 6* mit seiner den Andockstutzen 10
aufweitenden Spitze 6a* eine als Quetschdichtung
ausgebildete äußere Ringdichtung 11 auf. Die Ringdichtung
ist zwischen einem rückseitigen Kragen 6c* der Spitze 6a*
und der Stirnseite 12a einer auf dem Andockstempel 6*
verschieblichen Hülse 12 eingeklemmt. Die Hülse 12 ist
von einer Feder 13 beaufschlagt, die sich an einem
Widerlager 6d* des Andockstempels 6* abstützt. Dadurch
ist gewährleistet, daß die Quetschdichtung 12a mit einer
durch die Feder 13 bestimmten Kraft eingeklemmt wird, die
unabhängig von der Position des Andockstempels 6* ist.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 9 unterscheidet sich
von dem der Fig. 8 darin, daß die Ringdichtung 14 als
rückseitig am Andockstempel 6** dicht angeschlossene
Membran ausgebildet ist. Sie bildet mit dem Mantel des
Andockstempels 6** einen zum Formhohlraum hin offenen
Ringraum 15. Wird über einen zentralen Kanal 16 und
radiale Kanäle 17 Wirkmedium zugeführt, dann drückt
dieses Wirkmedium die Membran an die Innenwand des Kanals
9 im Werkzeug und dichtet hier ab.
Diese beiden Ausführungsbeispiele der Fig. 8 und 9
zeigen, daß es weitere Varianten gibt, wie mit einem
Andockstempel zum einen ein Andockstutzen geschaffen
werden kann und zum anderen ein dichter Anschluß an den
Andockstutzen hergestellt werden kann, ohne daß es dafür
notwendig ist, den Andockstutzen so fest gegen das
Werkzeug zu drücken, daß er hier unbeweglich verharrt und
nicht in den Formhohlraum nachfließen kann.
Claims (7)
1. Verfahren zum Herstellen eines hohlen Bauteils
aus zwei an ihren umlaufenden Rändern bis auf eine
Andocköffnung miteinander verschweißten, und an den
Rändern zwischen einem Ober- (3) und einen Unterteil (4)
eines einen Formhohlraum (5) bildenden Formwerkzeuges
eingeklemmt gehaltenen Platinen (1, 2) durch
Innenhochdruckumformen mit einem zwischen die Platinen
(1, 2) über die Andocköffnung eingeleiteten Wirkmedium,
dadurch gekennzeichnet, daß vor der
Zufuhr des Wirkmediums aus vorgeformten oder flach
aufeinander liegenden Bereichen der Platinen mit dem
nicht verschweißten Abschnitt (7) in Verbindung mit in
diesem Bereich zum Rand hin parallel bis divergierend
verlaufenden Schweißnähten (8a, 8b) ein Andockstutzen (10)
dadurch gebildet wird, daß diese Bereiche der Platinen
(1, 2) durch einen zwischen ihnen paßgenau und dicht
einzusetzenden Andockstempel (6) für das einzuleitende
Wirkmedium aufgeweitet werden, wobei eine auf den
Andockstempel (6) ausgeübte axiale Stützkraft den
Andockstempel (6) in dichtender Anlage am Andockstutzen
(10) hält, während beim Ausformen des hohlen Bauteils im
Formhohlraum (5) aus dem Bereich des Andockstutzens (10)
Platinenmaterial in den Formhohlraum (5) nachfließt.
2. Verfahren zum Herstellen eines hohlen Bauteils
nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß für die
Bereiche (7) der Platinen (1, 2), aus denen der
Andockstutzen (10) geformt wird, eine Zuschnittform mit
vorstehenden Ansätzen gewählt wird.
3. Verfahren zum Herstellen eines hohlen Bauteils
nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Andockstempel (6) im Querschnitt kreisförmig oder oval
ist.
4. Verfahren zum Herstellen eines hohlen Bauteils
nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß ein
Andockstempel (6*, 6**) mit einer äußeren Ringdichtung
(11, 14) verwendet wird, die zwischen dem Andockstempel
(6*, 6**) und dem Andockstutzen (10) radial verspannbar
ist.
5. Aus einem Ober- (3) und einem Unterteil (4)
bestehendes und zwischen sich einen Formhohlraum (5)
bildendes Formwerkzeug für nach dem
Innenhochdruckumformen herzustellende hohle Bauteile aus
zwei aufeinander liegenden und bis auf eine Andocköffnung
für den Anschluß eines der Zufuhr eines Wirkmediums
dienenden Andockstempels (6, 6*, 6**) an ihren Rändern
durchlaufend miteinander verschweißten Blechplatinen
(1, 2) nach Patentanspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der in
Richtung des Formhohlraumes (5) beweglich im Werkzeug
(3, 4) gelagerte Andockstempel (6*) eine Spitze (6a*) oder
Schneide zum Aufweiten der Platinen (1, 2) an der
Andocköffnung hat und die Ringdichtung (11) als
Quetschdichtung zwischen einem feststehenden und einem
dazu axial verstellbaren Kragen (6*, 12a) ausgebildet ist.
6. Aus einem Ober- (3) und einem Unterteil (4)
bestehendes und zwischen sich einen Formhohlraum (5)
bildendes Formwerkzeug für nach dem
Innenhochdruckumformen herzustellende hohle Bauteile aus
zwei aufeinander liegenden und bis auf eine Andocköffnung
für den Anschluß eines der Zufuhr eines Wirkmediums
dienenden Andockstempels (6**) an ihren Rändern
durchlaufend miteinander verschweißten Blechplatinen
(1, 21) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der in
Richtung des Formhohlraumes (5) beweglich im Werkzeug
(3, 4) gelagerte Andockstempel (6**) eine Spitze (6a**)
oder Schneide zum Aufweiten der Platinen (1, 2) an der
Andocköffnung hat und die Ringdichtung (14) als
druckmittelbeaufschlagte Membran ausgebildet ist.
7. Formwerkzeug nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die
ringförmige Membran (14) mit ihrem dem Formhohlraum
abgewandten Rand dicht am Andockstempel (6**)
angeschlossen ist und mit ihrem dem Formhohlraum (5)
zugewandten Rand zum Formhohlraum (5) offen ist, und daß
das Wirkmedium dem Formhohlraum (5) über den von der
Membran und dem Andockstempel gebildeten, zum
Formhohlraum offenen Zwischenraum (15) und einen in
diesem Zwischenraum (15) auslaufenden Kanal (16, 17) im
Andockstempel (6**) zuführbar ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998118362 DE19818362C2 (de) | 1998-04-24 | 1998-04-24 | Verfahren zum Herstellen eines Hohlkörpers durch Innenhochdruckumformen und Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens |
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|---|---|
| DE19818362A1 true DE19818362A1 (de) | 1999-11-04 |
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ID=7865680
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| DE1998118362 Expired - Fee Related DE19818362C2 (de) | 1998-04-24 | 1998-04-24 | Verfahren zum Herstellen eines Hohlkörpers durch Innenhochdruckumformen und Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens |
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