DE19818265A1 - Fahrzeugtür - Google Patents
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Abstract
Bei einer Fahrzeugtür ist an dem ein Türinnenteil (1) und ein Türaußenteil (4) verbindenden Scharnierteil (2) mindestens ein Scharnier (7, 8) angebracht, das in diesem Bereich mit Hilfe einer sich über die gesamte Breite des Scharnierteils (2) erstreckenden plattenartigen, biegesteifen, vorzugsweise stoffschlüssig angeschlossenen Scharnierabstützung (9, 12) gehalten ist. Vorzugsweise ist eine erste, obere Scharnierabstützung (12) an der Innenfläche des Scharnierteils und eine zweite, untere Scharnierabstützung (9) an der Außenfläche des Scharnierteils befestigt. Die Scharniere sind bevorzugt über eine Gewindebohrung in der Scharnierabstützung durch eine Schraubverbindung am Scharnierteil bzw. der Scharnierabstützung gehalten. Die vorgeschlagene Lösung wirkt mit konstruktiv einfachen Mitteln einem Durchhängen der Fahrzeugtür entgegen (Fig. 1).
Description
Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugtür, umfassend ein Türaußenteil und ein Türinnenteil, die
über ein durch Verstärkungsmittel versteiftes Scharnierteil, an dem mindestens ein Scharnier
(vorzugsweise zwei Scharniere) zur schwenkbaren Aufnahme der Fahrzeugtür angebracht
ist, verbunden sind.
Bei einem aus der DE 35 37 303 A1 bekannten Türsystem für Kraftfahrzeuge ist das die
Scharniere aufnehmende Scharnierteil aus zwei miteinander verbundenen Halbschalen
gebildet, die ihrerseits an ein eine Außen- bzw. Innenwand bildendes Türaußenteil bzw.
Türinnenteil angeschlossen sind. Im Bereich der mit einer Stirnseite der Fahrzeugtür
verschraubten Scharniere ist an einer inneren Teilfläche des Scharnierteils ein
Verstärkungselement angebracht. Dieses Verstärkungselement ist jedoch allein nicht in der
Lage, die aufgrund des Gewichts der Fahrzeugtür auf die Scharniere und das Scharnierteil
wirkenden Kräfte aufzunehmen und das Durchhängen der Fahrzeugtür zu verhindern.
Die EP 0 096 188 A1 beschreibt darüber hinaus eine kastenförmig ausgebildete Tür für
Kraftfahrzeuge, die, abweichend von der bekannten - zwar stabilen, aber auch sehr
schweren - Rahmenbauweise mit einer durch Außen- und Innenbleche abgedeckten
Stahlrahmenkonstruktion (z. B. EP 0 579 006 A1 und DE 35 37 303 A1), aus einem eine
umlaufende Randkante aufweisenden Türinnenteil und einem auf dieses aufgesetzten
Türaußenteil besteht. Um diese Fahrzeugtür relativ dünnwandig ausbilden zu können, ist
zwischen dem Türinnenteil und dem Türaußenteil ein Verstärkungselement angeordnet, das
über eine Querstrebe beidseitig an den Stirnseiten der Tür, die die Scharniere und das
Türschloß aufnehmen, gehalten ist. Die an den Scharnieren auftretenden Kraftwirkungen
müssen dabei überwiegend von dem kompliziert ausgebildeten Verstärkungselement
kompensiert werden, das entsprechend zu dimensionieren ist, wenn es nicht zu einem
Durchhängen der Tür kommen soll.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Fahrzeugtür der eingangs erwähnten
Art mit geringem Material- und Konstruktionsaufwand so auszubilden, daß deren
Durchhängen aufgrund der an dem bzw. den Scharnier(en) wirkenden Kräfte vermieden
wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Fahrzeugtür gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 derart gelöst, daß an dem Scharnierteil im Bereich des mindestens einen
Scharniers eine über die gesamte Breite des Scharnierteils reichende, zumindest im
wesentlichen plattenförmige, biegesteife Scharnierabstützung angebracht ist.
Aufgrund der so angeordneten und ausgebildeten zusätzlichen Versteifung im
Scharnierbereich der Fahrzeugtür werden die an dem bzw. den Scharnier(en) auftretenden
hohen Kräfte nicht allein auf das den Scharnierträger bildende Scharnierteil übertragen. Das
heißt, das Scharnierteil wird nicht schlechthin in einem bestimmten Bereich versteift,
sondern vielmehr werden die Kraftwirkungen an dem bzw. den Scharnier(en) bzw. am
Scharnierteil auch in das Türinnen- und -außenteil eingeleitet und von diesem
aufgenommen, so daß insgesamt eine hohe Stabilität im Bereich der Scharnierbefestigung
gewährleistet ist und ein Durchhängen der Fahrzeugtür aufgrund ihres Eigengewichts mit
einfachen Mitteln vermieden wird.
In Ausgestaltung der Erfindung ist die vorgeschlagene plattenartige Scharnierabstützung an
der Außenseite und/oder an der Innenseite des Scharnierteils stoffschlüssig angebracht. Die
Befestigung kann auch unmittelbar am Türinnenteil und am Türaußenteil erfolgen. Eine
innenliegende Scharnierabstützung kann zudem in zweckmäßiger Weiterbildung der
Erfindung abgebogene Randbereiche aufweisen, die mit dem Türinnen- bzw. -außenteil in
Kontakt und mit diesen verbunden sind.
Nach einem weiteren wichtigen Merkmal der Erfindung ist die Scharnierabstützung für ein
oberes, auf Zug beanspruchtes Scharnier an der Innenfläche des Scharnierteils angebracht,
während die Scharnierabstützung für ein unteres, Druckkräften ausgesetztes Scharnier mit
der Außenfläche des Scharnierteils verbunden ist. Dadurch werden die unterschiedlichen
Kraftwirkungen an den beiden Scharnieren in besonders vorteilhafter Weise aufgenommen
und verteilt.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird die vorgeschlagene Scharnierabstützung
gleichzeitig zur Halterung des jeweiligen Scharniers verwendet, indem in und/oder an der in
bestimmter Stärke dimensionierten Scharnierabstützung mindestens eine Gewindebohrung
vorgesehen ist, um das jeweilige Scharnier durch eine Schraubverbindung an dem
Scharnierteil bzw. der Scharnierabstützung zu halten und eine noch innigere Verbindung
zwischen Scharnier, Scharnierteil und Scharnierabstützung herzustellen.
Weitere Merkmale und zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in der
nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie in
den Unteransprüchen angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Fahrzeugtür für einen Personenkraftwagen;
Fig. 2 eine horizontale Schnittansicht längs der Linie BB der Fahrzeugtür nach Fig. 1 im
Bereich eines an deren Stirnseite angebrachten unteren Scharniers; und
Fig. 3 eine horizontale Schnittansicht längs der Linie AA in Fig. 1 im Bereich eines oberen
Scharniers.
Die in Fig. 1 gezeigte Fahrzeugtür weist ein Türinnenteil 1 mit einem von diesem im
wesentlichen senkrecht nach außen abstrebenden Scharnierteil 2 und einem integral
angeformten Fensterrahmen 3 auf. Die Außenseite der Fahrzeugtür wird durch ein randseitig
mit dem Türinnenteil 1 durch Schweißen oder Kleben verbundenes Türaußenteil 4 gebildet,
das zum einen eine Fensterscheibe 5 aufnimmt und in das außerdem ein Türgriff 6 integriert
ist. An der durch das Scharnierteil 2 gebildeten Stirnseite der Fahrzeugtür sind ein oberes
Scharnier 7 und ein unteres Scharnier 8 angebracht, über die die Fahrzeugtür schwenkbar
an der Fahrzeugkarosserie gehalten ist.
Gemäß Fig. 2 ist an der Außenseite des Scharnierteils 2, und zwar im Bereich des unteren
Scharniers 8, eine äußere Scharnierabstützung 9 in Form einer Druckplatte angebracht. Die
äußere Scharnierabstützung 9 reicht über die gesamte Breite des Scharnierteils 2 und ist mit
diesem, beispielsweise durch Schweißen und/oder Kleben, stoffschlüssig verbunden. Die
äußere Scharnierabstützung 9 weist eine Gewindebohrung 10 auf, über die das untere
Scharnier 8 mit Hilfe einer unteren Sechskantschraube 11 fest mit der äußeren
Scharnierabstützung 9 und damit mit dem Scharnierteil 2 verbunden ist.
In der in Fig. 3 gezeigten Schnittansicht längs der Linie AA in Fig. 1 ist im Bereich des
oberen Scharniers 7 an der Innenfläche des Scharnierteils 2 eine innere
Scharnierabstützung 12 in Form einer auf Zug beanspruchten biegesteifen Platte
angeordnet, die den Zwischenraum zwischen dem Türinnenteil 1 und dem Türaußenteil 4
vollständig ausfüllt und mit diesen stoffschlüssig verbunden ist. Die innere
Scharnierabstützung 12 verfügt ebenfalls über eine Gewindebohrung 13, um das obere
Scharnier 7 mit Hilfe einer oberen Sechskantschraube 14 fest mit der inneren
Scharnierabstützung 12 und damit mit dem Scharnierteil 2 zu verbinden.
Aufgrund des Gewichts der Fahrzeugtür werden im Bereich des oberen Scharniers 7
Zugkräfte (Pfeil A) und im Bereich des unteren Scharniers 8 Druckkräfte (Pfeil B) wirksam,
die jedoch zunächst von der äußeren Scharnierabstützung 9 und der inneren
Scharnierabstützung 12 aufgenommen werden. Darüber hinaus werden die an der oberen
und unteren Scharnierabstützung 9, 12 wirkenden Druck- bzw. Zugkräfte wirkungsvoll in die
Wände des Türaußenteils 4 und des Türinnenteils 1 eingeleitet und von diesen
aufgenommen, da die über die ganze Breite des Scharnierteils 2 reichenden
Scharnierabstützungen 9,12 direkt oder indirekt mit dem Türaußenteil und dem Türinnenteil
verbunden sind.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das oben beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. So ist es beispielsweise denkbar, die Scharnierabstützungen 9, 12 entweder nur
innen oder nur außen zu befestigen oder beidseitig am Scharnierteil 2 anzubringen. Die
Befestigung der Scharniere 7, 8 kann wahlweise oder zusätzlich mit einer an der Innenfläche
des Scharnierteils 2 bzw. der inneren Scharnierabstützung angebrachten, vorzugsweise
verschweißten Mutter erfolgen. Bei einer an der Innenfläche des Scharnierteils vorgesehen
Scharnierabstützung 9 kann diese auch an den an das Türaußen- und -innenteil 1, 4
anstoßenden Randbereichen abgebogen sein, um über diese Ränder zur Verbesserung der
Kraftableitung in einem größeren Bereich mit dem Türinnen- und -außenteil verbunden zu
sein und darüber hinaus die Steifigkeit der Scharnierabstützung zu erhöhen. Eine derartige
Abbiegung ist in der Fig. 3 durch strichlierte Linien 15 angedeutet.
1
Türinnenteil
2
Scharnierteil (Scharnierträger)
3
Fensterrahmen
4
Fensterscheibe
6
Türgriff
7
oberes Scharnier
8
unteres Scharnier
9
äußere Scharnierabstützung (Scharnierhalterung)
10
Gewindebohrung von
9
11
Sechskantschraube
12
innere Scharnierabstützung
13
Gewindebohrung von
12
14
Sechskantschraube
15
Abbiegung (strichliert, zur Demonstration)
Claims (11)
1. Fahrzeugtür, umfassend ein Türaußenteil und ein Türinnenteil, die über ein durch
Verstärkungsmittel versteiftes Scharnierteil, an dem mindestens ein Scharnier zur
schwenkbaren Aufnahme der Fahrzeugtür eingebracht ist, verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß am Scharnierteil (2) im Bereich des Scharniers (7, 8) eine über
die gesamte Breite des Scharnierteils (2) reichende, im wesentlichen plattenförmige,
biegesteife Scharnierabstützung (9, 12) angebracht ist.
2. Fahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharnierabstützung
(9, 12) an der Außenseite des Scharnierteils (2) angebracht ist.
3. Fahrzeugtür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Scharnierabstützung (9, 12) an der Innenseite des Scharnierteils (2) angebracht ist.
4. Fahrzeugtür nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die innenliegende
Scharnierabstützung (12) an zwei gegenüberliegenden Rändern zum Türinnenteil (1)
und zum Türaußenteil (4) hin abgebogen und dort stoffschlüssig angeschlossen ist.
5. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Scharnierabstützung (9, 12) stoffschlüssig mit dem Scharnierteil (2) verbunden ist.
6. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Scharnierabstützung (9, 12) mit dem Scharnierteil (2) und mit dem Türinnen- und mit
dem Türaußenteil (1, 4) stoffschlüssig verbunden ist.
7. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in
und/oder an der Scharnierabstützung (9, 12) mindestens eine Gewindebohrung (10, 13)
vorgesehen ist und das Scharnier (7, 8) über eine Schraubverbindung an dem
Scharnierteil (2) gehalten ist.
8. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Innenseite des Scharnierteils (2) bzw. einer innenliegenden Scharnierabstützung (12)
eine Mutter befestigt ist und das Scharnier (7, 8) durch eine Schraubverbindung an
einer äußeren Scharnierabstützung (9) bzw. dem Scharnierteil (2) gehalten ist.
9. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei ein
und derselben Fahrzeugtür eine Scharnierabstützung (9) für ein oberes Scharnier (7)
an der Innenfläche des Scharnierteils (2) und eine Scharnierabstützung (12) für ein
unteres Scharnier (8) an der Außenfläche des Scharnierteils (2) angebracht ist.
10. Fahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Scharnierteil (2) ein
von dem Türinnenteil (1) zum Türaußenteil (4) hin abgebogener und mit diesem
verbundener Rand ist.
11. Fahrzeugtür nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich der abgebogene
Rand an der Innenfläche an einem Stützträger abstützt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998118265 DE19818265A1 (de) | 1998-04-23 | 1998-04-23 | Fahrzeugtür |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998118265 DE19818265A1 (de) | 1998-04-23 | 1998-04-23 | Fahrzeugtür |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19818265A1 true DE19818265A1 (de) | 1999-10-28 |
Family
ID=7865630
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998118265 Ceased DE19818265A1 (de) | 1998-04-23 | 1998-04-23 | Fahrzeugtür |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19818265A1 (de) |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
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| 8131 | Rejection |