DE19818104C1 - Ankerwicklung für einen Stromwendermotor - Google Patents
Ankerwicklung für einen StromwendermotorInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ankerwicklung für einen
Stromwendermotor, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stromwendermotoren kommen unter anderem bei Haushaltsgeräten
und bei Elektrohandwerkzeugen zur Anwendung. Elektrowerkzeuge
wie Handkreissägen und Winkelschleifern sind mit gefährlichen
Werkzeugen bestückt, die aus Sicherheitsgründen nach dem Ab
schalten des Elektrowerkzeugs schnell abgebremst werden soll
ten. Winkelschleifer und Handkreissägen besitzen eine vorbe
stimmte ausgeprägte Drehrichtung. Um bei einem Stromwendermo
tor, der in solche Elektrowerkzeuge angeordnet ist, eine gute
Kommutierung zu erzielen, ist das Ankerquerfeld des Stromwen
dermotors zur ablaufenden Seite der Feldpole ausgerichtet.
Ein zur ablaufenden Seite der Feldpole ausgerichtetes Anker
querfeld hat die Nachteile, daß eine elektrodynamische Ab
bremsung des Motors nach dem Prinzip einer Selbsterregung
schwierig durchführbar ist, da eine Selbsterregung nicht im
mer gesichert ist, wobei die Selbsterregung des Motors auch
abhängig ist von der Bauart und der Baugröße des Reihen
schlußmotors. Außerdem wird während des Bremsbetriebes keine
ausreichende Kommutierung erreicht.
Zur Erzielung einer ausreichenden Kommutierung bei einem
Stromwendermotor sowohl während des Motorbetriebes als auch
während des Bremsbetriebes werden unterschiedliche Lösungen
angewandt. Einerseits kommen elektronische Steuerungen zur
Beeinflussung des Bremsstroms zur Anwendung, und andererseits
sind Wendepolfelder während des Bremsbetriebes am Ständer des
Motors geschaltet, um eine gute Kommutierung zu erzielen.
Aus der DE 197 05 161 C1 ist eine Lösung bekannt, bei der
eine gute Kommutierung während des Motorbetriebes und eine
ausreichende Kommutierung während des Bremsbetriebes erzielt
werden soll durch eine entsprechende Ankerwicklung des Strom
wendermotors.
Die Ankerwicklung besitzt hier Spulen, die aus mehreren Spu
lenteilen bestehen, und die Spulenteile der Ankerspulen sind
nacheinander versetzt mit gleicher Polbildung am Anker ange
ordnet. Die Spulenteile der Ankerspulen besitzen jeweils den
gleichen Nutschritt, somit sind die Spulenseiten der Spulen
teile der Ankerspulen jeweils in eine andere Nut des Ankers
angeordnet. Eine derartige Anordnung der Spulenteile der An
kerspulen am Anker hat den erheblichen Nachteil, daß hier
durch die Spulenteile der jeweiligen Ankerspule sich am Wic
kelkopf des Ankers jeweils kreuzen, wodurch der Wickelkopf
der Ankerwicklung einen derartigen Umfang annehmen kann, daß
er nicht mehr am Anker unterzubringen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Ankerwicklung
mit Spulen aus mehreren Spulenteilen für Stromwendermotoren
zu schaffen, bei der die Spulenteile der jeweiligen Ankerspu
le sich nicht am Wickelkopf des Ankers kreuzen, und womit ei
ne gute Kommutierung während des Motorbetriebes und eine aus
reichende Kommutierung während des Bremsbetriebes erzielt
wird.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Einrichtung
durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 ge
löst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den übrigen
Ansprüchen und der Beschreibung zu entnehmen.
Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Ankerwicklung
liegt darin, daß durch die gemeinsame Anordnung der einen
Spulenseite der Spulenteile der Ankerspulen in eine gemeinsa
me Ankernut eine Überkreuzung der Spulenteile von der jewei
ligen Ankerspule vermieden wird, und hierdurch die Wickelköp
fe am Anker einen standardgemäßen Umfang aufweisen.
Zur weiteren Erläuterung wird auf die Zeichnung Bezug genom
men, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt
sind.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Blechschnitt eines Stromwendermotors mit einer
Darstellung der Anordnung der Ankerspulen von der er
findungsgemäßen Ankerwicklung am Anker eines Strom
wendermotors,
Fig. 2 das Wickelschema der Ankerwicklung gemäß der Darstel
lung der Ankerspulen am Anker nach der Fig. 1,
Fig. 3 einen Blechschnitt eines Stromwendermotors mit einer
weiteren Darstellung der Anordnung der Ankerspulen
von der erfindungsgemäßen Ankerwicklung am Anker ei
nes Stromwendermotors,
Fig. 4 das Wickelscheme der Ankerwicklung gemäß der Darstel
lung der Ankerspulen am Anker nach der Fig. 3.
Fig. 1 zeigt einen Blechschnitt von einem zweipoligen Polpa
ket 1 eines Stromwendermotors. Die Feldpole 2 werden von ei
ner Feldwicklung 3 umschlungen.
Die Ankerspulen der Ankerwicklung bestehen mindestens aus je
weils zwei Spulenteilen. Am Anker 4 des Stromwendermotors
sind zwei Ankerspulen a; b dargestellt, die während des Kommu
tierungszeitpunktes durch die Bürsten kurzgeschlossen wurden,
wobei die eine Ankerspule a bei dem einen Ankerzweig kurzge
schlossen ist und die andere Ankerspule b bei dem anderen An
kerzweig kurzgeschlossen ist.
Die Spulenteile 5, 5'; 6, 6' der Ankerspulen a; b sind so am An
ker angeordnet, daß jeweils die eine Spulenseite 8 der Spu
lenteile der Ankerspulen sich gemeinsam in einer Ankernut be
finden, und die andere Spulenseite 8' der Spulenteile der An
kerspulen befindet sich jeweils in einer anderen Ankernut, so
daß die Ankerspulen jeweils aus unterschiedlich gesehnten
Spulenteilen bestehen. Durch diese Anordnung der Spulenteile
der Ankerspulen befinden die Spulenteile der jeweiligen An
kerspule sich jeweils in einem anderen Winkel zu den Feldpo
len 2, ohne daß hierbei die Spulenteile von der jeweiligen
Ankerspule sich am Wickelkopf der Ankerwicklung kreuzen,
hierdurch werden die Wickelköpfe der Ankerwicklung am Anker
etwa in einem standardgemäßen Umfang gehalten. Die Spulentei
le bilden zueinander jeweils ungleichnamige Polfelder, und
sind somit mit der gleichen Polbildung am Anker angeordnet.
Bei einer ausgeprägten Drehrichtung des Stromwendermotors be
findet der eine Spulenteil der Ankerspulen sich jeweils wäh
rend des Kommutierungszeitpunktes in dem Bereich der geome
trisch neutralen Zone 7 des Polpaketes 1 und der andere Spu
lenteil der Ankerspulen befindet sich jeweils im Einflußbe
reich der ablaufenden Seite der Polfelder des Polpaketes.
Durch diese Anordnung der Spulenteile der Ankerspulen wird
eine sehr gute Kommutierung während des Motorbetriebes er
zielt.
Fig. 2 zeigt das Wickelschema der Ankerwicklung nach der An
ordnung der Spulenteile der Ankerspulen der Fig. 1 am Anker.
In der Fig. 2 ist die eine Ankerspule a der Fig. 1 mit dem
ersten Spulenteil 5 und dem zweiten Spulenteil 5' darge
stellt. Die Ankerspulen mit jeweils mindestens zwei Spulen
teilen sind fortlaufend in der gleichen Anordnung am Anker
angeordnet.
Fig. 1 und 2 zeigen Ankerspulen mit unterschiedlich gesehnten
Spulenteilen, womit eine Überkreuzung der Spulenteile von der
jeweiligen Ankerspule im Bereich des Wickelkopfes der Anker
wicklung verhindert wird. Eine Überkreuzung der Spulenteile
im Bereich des Wickelkopfes kann auch verhindert werden, wenn
die Spulenteile der Ankerspulen eine gleiche Sehnung aufwei
sen.
Fig. 3 zeigt eine derartige Lösung. Die Ankerspulen bestehen
auch hier jeweils aus zwei Spulenteilen. Am Anker 4 des
Stromwendermotors sind zwei Ankerspulen c; d dargestellt, die
während des Kommutierungszeitpunktes durch die Bürsten kurz
geschlossen wurden. Die Spulenteile 9, 9'; 10, 10' der Ankerspu
len c; d sind auch hier so am Anker angeordnet, daß jeweils
die eine Spulenseite 11 der Spulenteile der Ankerspulen ge
meinsam in einer Ankernut angeordnet sind, und die andere
Spulenseite 11' der Spulenteile der Ankerspulen ist jeweils
für sich in einer anderen Ankernut angeordnet, wobei die An
kerspulen jeweils aus gleichgesehnten Spulenteilen bestehen.
Daher ist von jeder Ankerspule der eine Spulenteil von der
einen Seite der Ankerwelle und der andere Spulenteil von der
anderen Seite der Ankerwelle angeordnet. Auch bei dieser An
ordnung der Spulenteile der Ankerspulen am Anker befinden die
Spulenteile der Ankerspulen sich jeweils in einem anderen
Winkel zu den Feldpolen 2, ohne daß die Spulenteile 9, 9' der
jeweiligen Ankerspule c sich am Wickelkopf der Ankerwicklung
kreuzen. Durch eine derartige Anordnung der Spulenteile der
Ankerspulen am Anker entsprechen die Wickelköpfe der Anker
wicklung die einer standardgemäßen Ankerwicklung.
Fig. 4 zeigt das Wickelschema der Ankerwicklung nach der An
ordnung der Spulenteile der Ankerspulen der Fig. 3 am Anker.
In der Fig. 4 ist die eine Ankerspule c der Fig. 3 mit dem
ersten Spulenteil 9 und am zweiten Spulenteil 9' dargestellt.
Auch hier sind die Ankerspulen mit jeweils mindestens zwei
Spulenteilen fortlaufend in der gleichen Anordnung am Anker
angeordnet.
Die Spulen der Ankerwicklung können auch jeweils aus mehr als
zwei Spulenteilen bestehen.
Die erfindungsgemäße Ankerwicklung ist auch für Stromwender
motoren anwendbar, die für beide Drehrichtungen bestimmt
sind, wenn die Spulenteile der Ankerspulen während des Kommu
tierungszeitpunktes jeweils so zur geometrisch neutralen Zone
7 des Polpaketes 1 ausgerichtet sind, daß in beide Drehrich
tungen die gleichen Kommutierungseigenschaften erzielt wer
den.
Mit der erfindungsgemäßen Ankerwicklung wird auch eine aus
reichende Kommutierung während des Bremsbetriebes erzielt,
und eine elektrodynamische Abbremsung des Stromwendermotors
nach dem Prinzip einer Selbsterregung ist gut durchführbar.
Zum netzunabhängigen elektrischen Bremsen des Stromwendermo
tors findet in bekannter Weise eine entsprechende Schaltungs
anordnung Anwendung.
Claims (5)
1. Ankerwicklung für einen zwischen Motor- und Bremsbe
trieb umschaltbaren Stromwendermotor, mit Spulen aus
mehreren Spulenteilen, die versetzt mit gleicher Polbildung
am Anker angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spulenteile der Ankerspulen
so am Anker angeordnet sind, daß jeweils die eine Spulenseite
der Spulenteile der Ankerspulen gemeinsam in einer Ankernut
angeordnet sind, und die andere Spulenseite der Spulenteile
der Ankerspulen jeweils in einer anderen Ankernut angeordnet
ist, wobei die Spulenteile der Ankerspulen sich jeweils in
einem anderen Winkel zu den Feldpolen befinden, ohne daß die
Spulenteile von der jeweiligen Ankerspule sich am Wickelkopf
der Ankerwicklung kreuzen.
2. Ankerwicklung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerspulen jeweils aus un
terschiedlich gesehnten Spulenteilen bestehen.
3. Ankerwicklung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerspulen jeweils aus
gleichgesehnten Spulenteilen bestehen, wobei von jeder Anker
spule der eine Spulenteil von der einen Seite der Ankerwelle
und der andere Spulenteil von der anderen Seite der Ankerwel
le angeordnet ist.
4. Ankerwicklung nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerspulen jeweils aus mehr
als zwei Spulenteilen bestehen.
5. Ankerwicklung nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stromwendermotor durch eine
elektrodynamische Abbremsung nach dem Prinzip einer Selbster
regung abbremsbar ist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1998118104 DE19818104C1 (de) | 1998-04-23 | 1998-04-23 | Ankerwicklung für einen Stromwendermotor |
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Also Published As
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