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DE19816217A1 - Airbagsteuergerät mit zylinderförmigem Gehäuse - Google Patents

Airbagsteuergerät mit zylinderförmigem Gehäuse

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DE19816217A1
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Egbert Wagner
Werner Kaiser
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Reinhart Weber
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Abstract

Ein Airbagsteuergerät (1) weist ein zylinderförmiges Gehäuse (10) auf, das als Befestigungselement ausgebildet ist. Das Gehäuse kann ohne Zuhilfenahme weiterer Befestigungselemente in einem Fahrzeug befestigt werden.

Description

Die Erfindung betrifft ein Airbagsteuergerät, insbesondere ein Steuergerät für einen Seitenairbag, für Kraftfahrzeuge.
Bekannte Steuergeräte für Seitenairbags (Seitenair­ bag-Satelliten) weisen ein Gehäuse mit mindestens zwei Befesti­ gungsöffnungen auf, über die das Gerät entweder mit Schrauben oder mit Schraubenmuttern in einem Fahrzeug befestigt wird. Ein Fahrzeughersteller muß daher mindestens zwei Schrauben­ muttern oder zwei Gewindebolzen in ein Fahrzeug schweißen. Oft wird auch ein fahrzeugspezifischer Halter benötigt, um das Steuergerät in die nötige Position zu bringen.
Es ist ein Ziel der Erfindung, ein Airbagsteuergerät bereit­ zustellen, das sich besonders einfach in einem Kraftfahrzeug befestigen läßt.
Dieses Ziel wird mit einem Steuergerät erreicht, wie es in Patentanspruch 1 definiert ist. Vorteilhafte Ausführungsfor­ men der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Da das zylinderförmige Gehäuse als Befestigungselement ausge­ bildet ist, wird nur eine Befestigungsöffnung im Fahrzeug be­ nötigt. Im Gegensatz zu bekannten Airbagsteuergeräten mit mehreren Befestigungspunkten sind daher Verspannungen beim Befestigen des Airbagsteuergeräts im Kraftfahrzeug ausge­ schlossen. Dadurch ergibt sich ein besonders gutes Übertra­ gungsverhalten für Schwingungen und Stöße.
Beim erfindungsgemäßen Airbagsteuergerät befindet sich die Elektronik gleichsam im Befestigungselement.
Zudem erlaubt diese Befestigungsart, die Anzahl der Bauteile und damit die Baugröße sowie die Anzahl der Montageschritte zu reduzieren.
Aus der kleinen Baugröße des Airbagsteuergeräts resultiert eine größere Flexibilität in der Auswahl des Einbauortes.
Da das Airbagsteuergerät, einschließlich eines Beschleuni­ gungssensors, unmittelbar in ein Fahrzeugteil eingebaut wer­ den kann, wird das Crash-Signal optimal von der Fahrzeugka­ rosserie auf den Beschleunigungssensor des Airbagsteuergeräts übertragen.
Besonders bevorzugt ist ein als Kreiszylinder gestaltetes Ge­ häuse. Ein Kreiszylinder läßt sich besonders einfach herstel­ len und mit einem Innen- oder Außengewinde versehen.
Ist das Gewinde ein selbstschneidendes oder selbstfurchendes Gewinde, so muß die Befestigungsöffnung im Fahrzeug nicht mit einem Gewinde versehen sein.
Zudem läßt sich ein Kreiszylinder besonders einfach gegen Feuchtigkeit abdichten. Hierzu reicht beispielsweise aus, wenn die Innenwand mit einem umlaufenden Anschlag oder einer umlaufenden Wulst versehen ist, gegen die ein verschließendes Gehäuseteil unter Vermittlung einer O-Ring-Dichtung gepreßt ist.
Vorzugsweise weist das Gehäuse Eingriffs- oder Angriffsmittel für ein Befestigungswerkzeug auf. Es kann sich hierbei bei­ spielsweise um Nuten, Aussparungen, Stege oder Vorsprünge handeln.
Da bei der Montage des Airbagsteuergeräts lediglich ein Teil ergriffen und in eine Öffnung eingebracht werden muß, läßt sich der Befestigungsvorgang sehr leicht teilweise oder voll­ ständig automatisieren.
Die Befestigung kann beispielsweise durch eine Verschraubung, eine Verrastung, einen Bajonettverschluß oder durch Schweißen erfolgen.
Ein besonders günstiger Einbauort für ein erfindungsgemäßes Steuergerät für Seitenairbags ist die B-Säule von Kraftfahr­ zeugen, da dort die Richtung der Crash-Signal-Detektierung mit der Ausrichtung des Steuergeräts und dessen (Beschleunigungs-) Sensors übereinstimmt. Der Sensor des Steuergeräts darf hier koaxial zur Detektionsrichtung gedreht werden, ohne in seiner Wirkung beeinträchtigt zu werden.
Wird der Sensor bei einem Einschrauben des Steuergeräts am Einbauort nicht koaxial zur Detektionsrichtung verdreht, so kann das Airbagsteuergerät durch einen Anschlag oder durch eine Halterung in eine definierte Montageposition gebracht werden. Daher ist das Airbagsteuergerät für beliebige Einbau­ orte geeignet.
Besonders klein kann das Airbagsteuergerät gestaltet werden, wenn dessen Elektronik in ein IC-Gehäuse oder auf einem Chip integriert wird, der dann direkt auf einen Leitungsträger plaziert wird.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Explosionsansicht eines Seitenair­ bag-Satelliten aus Kunststoff,
Fig. 2 eine Explosionsdarstellung eines Seitenair­ bag-Satelliten mit Metallgehäuse,
Fig. 3 eine Schnittansicht eines zusammengebauten Airbag­ steuergeräts mit Metallgehäuse, und
Fig. 4 ein in einem Fahrzeug befestigtes Airbagsteuerge­ rät.
Fig. 1 zeigt ein Airbagsteuergerät 1, und genauer ein Sei­ tenairbag-Steuergerät, mit einem Gehäuse 10 aus Kunststoff mit einem an seiner Außenwand angeordneten Gewinde 12.
An einer Innenwand des Gehäuses verlaufen Eingriffsmittel 14 in Form von Stegen koaxial zur Einschraub- oder Einsetzrich­ tung des Gehäuses. Die Eingriffsmittel sind in der Regel so gestaltet, daß sie nicht zum Ansetzen von handelsüblichen Werkzeug geeignet sind. Dadurch lassen sich Manipulationen durch unautorisierte Personen verhindern.
Ein Steckereinsatz 18 oder Steckerkragen ist einstückig mit dem Gehäuse 10 ausgebildet. Der Steckereinsatz 18 schließt das Gehäuse nach außen dicht ab.
Eine Steuerelektronik 15 und ein Beschleunigungssensor 16 sind auf einem Schaltungsträger 17 angeordnet, der in das Ge­ häuse 10 eingeführt wird.
Der Steckereinsatz 18 weist Steckerstifte auf, die in Durch­ kontaktierungen des Schaltungsträgers 17 gepreßt werden. Da­ mit wird sowohl ein elektrischer Kontakt als auch eine mecha­ nische Fixierung des Schaltungsträgers erzielt.
Das Gehäuse kann durch eine Vergußmasse oder einem Deckel oder einer Kappe verschlossen werden.
Über einen Gegenstecker 3, der nach dem Einbau des Seitenair­ bag-Steuergeräts angebracht wird, wird eine elektrische Ver­ bindung zu einem Haupt-Airbagsteuergerät oder einem zentralen Steuergerät hergestellt. Auf diese Weise kann das Airbagsteu­ ergerät 1 als Crash-Früherkennungssensor (Early Crash Sensor) eingesetzt werden.
In Fig. 2 ist ein Gehäuse 10 aus Metall dargestellt, das ein selbstschneidendes Gewinde 12 an seiner Außenwand aufweist. Ein Fahrzeughersteller muß daher lediglich eine Öffnung in ein für den Einbau vorgesehenes Blech stanzen und kann auf das Anschweißen von Befestigungselementen (Gewindebolzen oder Schraubenmuttern) verzichten, da sich das Gehäuse das erfor­ derliche Befestigungselement (Gewinde) im Fahrzeug selbst formt.
Eine besonders feste Verbindung zwischen dem Airbagsteuerge­ rät 1 und einem Fahrzeug läßt sich erzielen, wenn auf das Ge­ winde ein mikroverkapselter Klebstoff (2-Komponentenklebstoff in Form von kleinen Kugeln) aufgebracht wird. Ein Steckerein­ satz 18 wird zusammen mit einem Schaltungsträger 17 im Gehäu­ se 10 verschraubt oder verklebt. Dabei ist als Dichtelement 11 zwischen einem umlaufenden Anschlag 13 des Gehäuses 10 und dem Steckereinsatz 18 ein O-Ring vorgesehen.
Der Steckereinsatz 18 wird mit dem Schaltungsträger 17 im Ge­ häuse 10 mit einem Kunststoffmaterial vergossen. Hierfür eig­ net sich beispielsweise Polyurethan.
Der Schaltungsträger 17 ist über Distanzelemente 19, die ein­ stückig mit dem Steckereinsatz 18 ausgebildet sind, im Gehäu­ se lagerichtig positioniert.
Durch den Verguß ist das Gehäuse dicht nach außen abgeschlos­ sen und der Steckereinsatz 18 in seiner Position fixiert.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch ein Seitenairbag-Steuer­ gerät 1, dessen Gehäuse 10 nicht durch einen Verguß, sondern durch einen Deckel 2 oder Kappe verschlossen ist. Dieser ist mit der Innenwand des Gehäuses verklebt. Dadurch ist der Deckel am Gehäuse befestigt, und zugleich ist das Ge­ häuse durch die Klebung nach außen abgedichtet. Alternativ kann eine Kappe mit der Innen- oder Außenwand des Gehäuses 10 verschraubt sein.
Fig. 4 zeigt ein Seitenairbagsteuergerät 1, das in einer B-Säule 4 eines Kraftfahrzeugs montiert ist.
Die B-Säule 4 weist eine Öffnung auf, in die das Gehäuse 10 des Seitenairbag-Steuergeräts geschraubt ist. Der dargestell­ te Pfeil veranschaulicht die Richtung, in der ein auf das Fahrzeug wirkender Stoß vom Sensor des Geräts detektiert wer­ den muß.

Claims (9)

1. Airbagsteuergerät mit einer Steuerelektronik (15) und einem zylinderförmigen Gehäuse (10), das als Befestigungselement ausgebildet ist.
2. Airbagsteuergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) ein Kreiszylinder ist.
3. Airbagsteuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wandung des Gehäuses mit einem Gewinde (12) versehen ist.
4. Airbagsteuergerät nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde (12) ein selbstschneidendes Gewinde ist.
5. Airbagsteuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) wenigstens ein Eingriffsmittel (14) zum Ansetzen eines Schraubwerkzeugs aufweist.
6. Airbagsteuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) koaxial einen Steckereinsatz (18) aufnimmt.
7. Airbagsteuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) an seiner Innenwand einen umlaufenden Anschlag (13) für einen Steckereinsatz (18) aufweist.
8. Airbagsteuergerät nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Steckereinsatz (18) an seiner dem Anschlag (13) abgewandten Seite ein Lager- oder Distanzelement (19) zur lagerichtigen Fixierung eines Schaltungsträgers (17) aufweist.
9. Airbagsteuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Airbagsteuergerät (1) einen Beschleunigungssensor (16) aufweist.
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