DE19815042A1 - Starthilfesystem für eine selbstzündende Brennkraftmaschine - Google Patents
Starthilfesystem für eine selbstzündende BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Es ist bekannt, daß bei selbstzündenden Brennkraftmaschinen mittels einer Flammglühkerze die Ansaugluft durch Verbrennen von Kraftstoff erwärmt werden kann. Das System funktioniert bei konventionellen Einspritzsystemen zuverlässig, wobei aber hier Voraussetzung ist, daß der Kraftstoffdruck für dieses System sehr gleichmäßig sein muß. DOLLAR A Erfindungsgemäß weist die Dosiereinrichtung ein Druckregulier-Absperrventil 13 auf, das zusätzlich zu einer Flammglühkerze 14 zugeordneten Konstantdrossel kraftstoffrückleitungslos in die Kraftstoffversorgungsleitung 4b zu der Flammglühkerze 14 eingeschaltet ist. Dabei ist von besonderem Vorteil, daß die erfindungsgemäße Ausgestaltung kraftstoffrückleitungslos ausgestaltet ist und somit die Verlegung von Leitungen in diesem Bereich der Brennkraftmaschine auf das technisch mögliche Minimum beschränkt ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Starthilfesystem für eine selbstzündende
Brennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse, in dem eine Kurbel
welle drehbar gelagert ist, an der zumindest ein einen Kolben tragen
des Pleuel angelenkt ist, wobei der Kolben in einem von einem Zylin
derkopf unter Bildung eines Arbeitsraums abgedeckten Zylinder be
weg bar ist und dem Arbeitsraum von einer Einspritzpumpe geförder
ter Kraftstoff über eine Einspritzleitung und ein Einspritzventil sowie
einem mit einer Vorwärmeinrichtung bestehend aus einer Flammglüh
kerze und einer Dosiereinrichtung in deren Kraftstoffversorgungslei
tung versehenen Ansaugluftsystem Brennluft zuführbar sind sowie ein
Verfahren zum Betreiben dieses Starthilfesystems.
Aus der Publikation "Diesel-Einspritztechnik" der Fa. Bosch, erschie
nen im VDI-Verlag (ISBN 3-18-419116-8), Ausgabe Juni 1993, Seiten
198 und 199, ist bekannt, daß bei selbstzündenden Brennkraftma
schinen mittels einer Flammglühkerze die Ansaugluft durch Ver
brennen von Kraftstoff erwärmt werden kann. Dabei führt die Kraft
stofförderpumpe der Einspritzanlage den Kraftstoff über ein Magnet
ventil der Flammglühkerze zu. In die Flammglühkerze ist ein Filter
und eine Dosiereinrichtung integriert. Diese Dosiereinrichtung in
Form einer Konstantdrossel läßt eine jeweils auf die Brennkraftma
schine abgestimmte Kraftstoffmenge durchfließen, die in einem um
den Glühstift angeordneten Verdampferrohr verdampft und sich dann
mit der Ansaugluft vermischt. Das Gemisch entflammt am vorderen
Teil der Flammglühkerze an deren über 1000°C heißen Glühstift.
Dieses System funktioniert bei konventionellen Einspritzsystemen zu
verlässig, wobei aber hier Voraussetzung ist, daß der Kraftstoffdruck
für dieses System sehr gleichmäßig sein muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein derartiges System
weiterzubilden, so daß dieses System bei allen Betriebszuständen
der Brennkraftmaschine zuverlässig arbeitet. Zudem ist ein ent
sprechendes Verfahren zum Betreiben eines solchen Starthilfe
systems anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Dosiereinrichtung ein Druckregulier-Absperrventil aufweist, das zu
sätzlich zu einer der Flammglühkerze zugeordneten Konstantdrossel
kraftstoffrückleitungslos in die Kraftstoffversorgungsleitung zu der
Flammglühkerze eingeschaltet ist. Dieser Ausbildung legt die Er
kenntnis zugrunde, daß für einen zuverlässigen Betrieb der Vor
wärmeinrichtung dieser bei den jeweiligen Betriebszuständen eine
zeitlich bezogen möglichst konstante Kraftstoffmenge zugeführt wer
den muß. Das heißt aber, daß der Kraftstoffdruck konstant sein muß.
Insbesondere beim Startvorgang einer Brennkraftmaschine ist aber
der Systemdruck in dem Kraftstoffsystem zu der Einspritzeinrichtung,
von dem bekanntermaßen der Kraftstoff für die Vorwärmeinrichtung
entnommen wird, abweichend von dem späteren Betriebsdruck.
Durch das Druckregulier-Absperrventil und die Konstantdrossel wird
der Kraftstoffdruck vor der Flammglühkerze auf einen angenähert
konstanten Wert gehalten, so daß ein sicherer und störungsfreier Be
trieb der Brennkraftmaschine sichergestellt ist. Dies wirkt sich positiv
für den gesamten Betrieb einschließlich der Abgasemissionen der
Brennkraftmaschine aus. Dabei ist von besonderem Vorteil, daß die
erfindungsgemäße Ausgestaltung kraftstoffrückleitungslos ausge
staltet ist und somit die Verlegung von Leitungen in diesem Bereich
der Brennkraftmaschine auf das technisch mögliche Minimum be
schränkt ist. Dies hat weitere Vorteile bezüglich des Montageauf
wands, der Betriebssicherheit und auch des äußeren Erscheinungs
bildes der Brennkraftmaschine.
In Weiterbildung der Erfindung umfaßt das Druckregulier-Absperrven
til einen Ventilgrundkörper, in dem ein Ventilkörper mit einer Ventil
körpersitzfläche von einer Druckfeder gegen einen Ventilsitz preßbar
und von einem Magnetventil in dieser Stellung feststellbar ist. Da
durch ist in einfacher Ausgestaltung mit diesem Druckregulier-Ab
sperrventil zunächst ein konventionelles Absperrventil geschaffen,
das zum Abstellen der Vorwärmeinrichtung benötigt wird. Dabei ist
dieses Magnetventil als einfaches Ein-/Aus-Magnetventil ausgebildet,
so daß an dessen Funktionsumfang keine großen Anforderungen ge
stellt sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der Ventilkörper eine
mit einer Kraftstoffzuführöffnung in dem Ventilgrundkörper zu
sammenwirkende Einschnürung auf, die ihrerseits über eine Gegen
einschnürung in dem Ventilgrundkörper mit der Ventilkörpersitzfläche,
die eine Kraftstoffabgabeöffnung zu der Kraftstoffversorgungsleitung
beherrscht, verbunden ist. Diese Ausbildung ermöglicht in Verbindung
mit der Konstantdrossel die selbstregulierende Kraftstoffdruckein
stellung, indem nach dem Start des Systems durch Freigabe des
Ventilkörpers zunächst aufgrund des Kraftstoffdrucks in der Kraft
stoffzuführöffnung der Ventilkörper von dem Ventilsitz abhebt. Somit
fließt der Kraftstoff zur Flammglühkerze. Beim weiteren Hochlauf der
Brennkraftmaschine steigt der Kraftstoffdruck, bis der Ventilkörper mit
einer Steuerkante den Kraftstofffluß unterbricht. Der Druck vor der
Flammglühkerze wird nun über die Konstantdrossel abgebaut, bis das
Druckregulier-Absperrventil wieder öffnet. Folglich wird Kraftstoff
nachgefördert, so daß der Druck vor der Flammglühkerze wieder an
steigt, bis die Steuerkante die Nachförderung erneut unterbricht. Da
durch wird aber der Kraftstoffdruck hinter der Konstantdrossel auf ei
nem konstanten Niveau gehalten.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Einspritzsystem ein
Hochdruck-Einspritzsystem, das im übrigen mit gehäuselosen Ein
zeleinspritzpumpenelementen ausgestattet sein kann. Diese Ein
zeleinspritzpumpenelemente sind direkt in das Kurbelgehäuse der
Brennkraftmaschine eingesetzt und über kurze Einspritzleitungen mit
den Einspritzventilen verbunden. Gerade in einem derartigen System
ist während der Startphase der Brennkraftmaschine der Systemdruck,
der von einer Kraftstofförderpumpe aufgebaut wird, stark schwan
kend, wobei die Druckschwankungen in der Größenordnung von ca.
5 bar (1 bar Systemdruck während der Startphase und 6 bar System
druck während der normalen Betriebsphase) liegen können.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind der Zeichnungsbe
schreibung zu entnehmen, in der ein in den Figuren dargestelltes
Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben ist.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Gesamtschaltschema des Kraftstoffversorgungs
systems für die Einspritzvorrichtung und die Vorwärmein
richtung und
Fig. 2 einen Schnitt durch das Druckregulier-Absperrventil.
Das Hochdruck-Einspritzsystem einer selbstzündenden Brennkraft
maschine ist gemäß dem Ausführungsbeispiel für eine vierzylindrige
Brennkraftmaschine ausgelegt. Eine Kraftstofförderpumpe 1 saugt
den Kraftstoff aus einem Kraftstofftank 2 an und fördert diesen durch
einen Kraftstoffilter 3 über eine Kraftstoffversorgungsleitung 4a zu
vier Einzeleinspritzpumpenelementen 5, die gehäuselos in das Kur
belgehäuse der Brennkraftmaschine eingesetzt sind. Die Kraftstoff
versorgungsleitung 4a ist im übrigen ebenfalls in das Kurbelgehäuse
integriert. Die Einzeleinspritzpumpenelemente 5 sind über kurze Ein
spritzleitungen 6 mit Einspritzventilen 7 verbunden, die in dem dem
jeweiligen Zylinder bzw. Arbeitsraum zugeordneten Zylinderkopf-(teil)
der Brennkraftmaschine eingesetzt sind und die den von den Ein
zeleinspritzpumpenelementen 5 geförderten Kraftstoff in den Arbeits
raum einspritzen. Jedes der Einspritzventile 7 ist mit einer Lecköllei
tung 8 verbunden, die in eine gemeinsame Sammelleitung 9 einmün
den. Diese Sammelleitung 9 mündet wiederum in den Kraftstofftank
2. Weiterhin mündet in die Sammelleitung 9 eine Überströmleitung
10, die die Weiterführung der Kraftstoffversorgungsleitung 4a hinter
der letzten Einzeleinspritzpumpe 5 darstellt und wobei in die Über
strömleitung eine Drossel 11 sowie parallel dazu ein Überströmventil
12 eingeschaltet sind. Die Drossel 11 gewährleistet, daß die Kraft
stoffversorgungsleitung 4a immer von einer kleinen Kraftstoffmenge
durchströmt wird, so daß beispielsweise eine gleichmäßige Tempe
ratur in der gesamten Kraftstoffversorgungsleitung 4a herrscht. Ins
besondere sorgt die Drossel 11 für ein gegendruckloses Kraftstoff
system beim Start der Brennkraftmaschine. Dadurch ist ein ver
bessertes Ansaugen der Kraftstofförderpumpe 1 ermöglicht. Bedingt
durch das Hochdruck-Einspritzsystem herrscht in der Kraftstoffver
sorgungsleitung 4a ein Kraftstoffdruck, der je nach Betriebszustand
der Brennkraftmaschine im Bereich von ca. 1 bar bis ca. 6 bar
schwankt.
Von der Kraftstoffversorgungsleitung 4a zweigt hinter dem Kraft
stoffilter 3 die Kraftstoffversorgungsleitung 4b ab, wobei diese über
ein Druckregulier-Absperrventil 13 mit einer Flammglühkerze 14 ver
bunden ist. Die Flammglühkerze 14 ist auf der Lufteintrittsseite in das
Ansaugluftsystem der Brennkraftmaschine eingesetzt und dient ins
besondere beim Kaltstart der Brennkraftmaschine als Vorwärmein
richtung für die den Brennräumen zuzuführende Brennluft. Dabei wird
die Vorwärmeinrichtung bis zum Erreichen einer vorgebbaren Be
triebstemperatur der Brennkraftmaschine betrieben. Die
Flammglühkerze 14 besteht im übrigen im wesentlichen aus einem
Glühstift, der in einer Mischkammer zur Vermischung von Kraftstoff
und Luft eingesetzt ist. Der Kraftstoff wird dieser Mischkammer über
eine in die Flammglühkerze 14 integrierte Konstantdrossel von der
Kraftstoffversorgungsleitung 4b zugeführt, während die Luft dem An
saugluftsystem entnommen wird.
Das Druckregulier-Absperrventil 13 weist gemäß Fig. 2 folgenden
Aufbau auf: Ein Ventilgrundkörper 15 weist eine zylindrische Aus
nehmung auf, in die ein Ventilkörper 16 bewegbar eingesetzt ist. Der
Ventilkörper 16 weist eine Ventilkörpersitzfläche 17 auf, die von einer
Druckfeder 18, die an den Ventilkörper 16 angreift, gegen einen Ven
tilsitz 19 gedrückt wird. Dadurch ist der Kraftstofffluß von einer Kraft
stoffzuführöffnung 20 zu einer Kraftstoffabgabeöffnung 21, die in die
Kraftstoffversorgungsleitung 4b eingeschaltet sind, unterbrochen. An
den Ventilkörper 16 greift über ein Betätigungselement 22 ein nicht
dargestelltes Magnetventil an, das den Ventilkörper 16 in der darge
stellten Position feststellt oder aber freigibt. Ist der Ventilkörper 16
freigegeben, kann er gegen die Druckfeder 18 von dem Ventilsitz 19
abheben und den Kraftstofffluß von der Kraftstoffzuführöffnung 20 zu
der Kraftstoffabgabeöffnung 21 freigeben. Dies geschieht in der Art,
daß der Kraftstoff von der Kraftstoffzuführöffnung 20 über eine Ein
schnürung 23 in dem Ventilkörper 16 zu einer Gegeneinschnürung 24
in dem Ventilgrundkörper 15 geleitet wird. Der so geführte Kraftstoff
übt eine Kraft auf den Ringbereich 25 der Ventilkörpersitzfläche 17
aus, so daß diese von dem Ventilsitz 19 abhebt. Wenn der Ventilkör
per 16 von dem Ventilsitz 19 genügend weit abgehoben hat, beendet
eine Steuerkante 26 zusammenwirkend mit einer Steuerkante 26a an
dem Ventilgrundkörper 15 den weiteren Kraftstofffluß zu der Kraft
stoffabgabeöffnung 21. Zusammen mit der Konstantdrossel in der
Flammglühkerze 14 ist dieses System so abgestimmt, daß dadurch
ein konstanter Druck beispielsweise von 0,8 bar eingestellt wird,
unter dem Kraftstoff der Mischkammer der Flammglühkerze zugeführt
wird.
Claims (6)
1. Selbstzündende Brennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse,
in dem eine Kurbelwelle drehbar gelagert ist, an der zumindest ein
einen Kolben tragendes Pleuel angelenkt ist, wobei der Kolben in
einem von einem Zylinderkopf unter Bildung eines Arbeitsraums ab
gedeckten Zylinder bewegbar ist und dem Arbeitsraum von einer Ein
spritzpumpe geförderter Kraftstoff über eine Einspritzleitung und ein
Einspritzventil sowie einem mit einer Vorwärmeinrichtung bestehend
aus einer Flammglühkerze und einer Dosiereinrichtung in deren
Kraftstoffversorgungsleitung versehenen Ansaugluftsystem Brennluft
zuführbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dosiereinrichtung ein Druckregu
lier-Absperrventil (13) aufweist, das zusätzlich zu einer der Flamm
glühkerze (14) zugeordneten Konstantdrossel kraftstoffrückleitungs
los in die Kraftstoffversorgungsleitung (4b) zu der Flammglühkerze
(14) eingeschaltet ist.
2. Selbstzündende Brennkraftmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Druckregulier-Absperrventil (13)
einen Ventilgrundkörper (15) umfaßt, in dem ein Ventilkörper (16) mit
einer Ventilkörpersitzfläche (17) von einer Druckfeder (18) gegen
einen Ventilsitz (19) preßbar ist und von einem Magnetventil in dieser
Stellung feststellbar ist.
3. Selbstzündende Brennkraftmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet daß der Ventilkörper (16) eine mit einer
Kraftstoffzuführöffnung (20) in dem Ventilgrundkörper (15) zusam
menwirkende Einschnürung (23) aufweist, die ihrerseits über eine
Gegeneinschnürung (24) in dem Ventilgrundkörper (15) mit der Ven
tilkörpersitzfläche (17), die eine Kraftstoffabgabeöffnung (21) zu der
Kraftstoffversorgungsleitung (4b) beherrscht, verbunden ist.
4. Selbstzündende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet daß das Einspritzsystem ein Hochdruck-
Einspritzsystem ist.
5. Verfahren zum Betreiben einer Vorwärmeinrichtung für die An
saugluft einer Brennkraftmaschine, wobei die Vorwärmeinrichtung aus
einer Flammglühkerze und einer Dosiereinrichtung in deren Kraft
stoffversorgungsleitung besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dosiereinrichtung ein Druckregu
lier-Absperrventil (13) umfaßt, das den Kraftstoffdruck unabhängig
von dem Kraftstoffversorgungsleitungsdruck in dem Kraftstoffsystem
der Brennkraftmaschine auf einen zumindest angenähert konstanten
Druck hält.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet daß das Druckregulier-Absperrventil (13)
kraftstoffrückleitungslos ausgeführt ist.
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