DE19815794A1 - Vorrichtung zum Halten von Bogen - Google Patents
Vorrichtung zum Halten von BogenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten von Bogen auf den Bogen
zugewandten Begrenzungswänden von Maschinenelementen, insbesondere
Bogentransferzylindern oder Bogenbremszylindern, von Offset-Druckmaschinen
mittels Saugelementen.
Aus der Druckschrift DE 36 08 470 C2 ist eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zum Halten von Bogen auf Maschinenelementen bekannt. Es wird bei einer
Druckmaschine auf eine Bogenführungseinrichtung hingewiesen, innerhalb derer an
einer Umführtrommel Sauger angeordnet sind. Die Sauger dienen zum Halten eines
auf der Umführtrommel geführten Bogens. Hierbei wird während des
Umführvorgangs der bedruckte oder zu bedruckende Bogen an seiner Hinterkante
mittels Gummisaugern, die an einer Unterdruckquelle angeschlossen sind, gehalten.
Bei der Übergabe des Bogens auf einen nachgeordneten Zylinder wird zum Lösen
des Bogens der Unterdruck abgeschaltet.
Eine weitere Vorrichtung ist aus der DE 41 13 465 C2 bekannt. Bei dieser werden
auf einer dem Bogen zugewandten Begrenzungswand Blasdüsen angeordnet, die
eine Saugwirkung erzielen, um eine Bahn oder einen Bogen zu führen und/oder zu
fördern. Die Saugwirkung der Blasdüsen wird dadurch erreicht, daß sie vertieft zur
Begrenzungswand liegen und aus ihnen ein Luftstrom mit hoher Geschwindigkeit
austritt, wobei die Richtung des austretenden Luftstroms so gewählt ist, daß er in
einem sehr flachen Winkel zu der Begrenzungswand verläuft. Dadurch ist es möglich
einen Bogen zu führen oder zu fördern.
Nachteilig ist bei dem im Stand der Technik bekannten Gummisauger, daß er eine
Kraftwirkung im wesentlichen nur dann erzielen kann, wenn ein Bogen unmittelbar
die Saugöffnung abdeckt. Bei der aus dem Stand der Technik bekannten Blasdüse
ist nachteilig, daß die Saugwirkung, die mittels der Blasluft erzeugt wird, weniger
stark ist als bei den vorgenannten Saugern. Es können daher beim Halten von
Bogen auf Bogenführungseinrichtungen während eines Umführvorgangs undefinierte
Bewegungen des Bogens auftreten.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Halten von Bogen auf
Maschinenelementen anzugeben, die vielseitig und sicher einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruch 1 gelöst.
Es hat sich überraschender Weise gezeigt, daß selbst bei einer Neben
einander-Anordnung der beiden, aus Anspruch 1 hervorgehenden Saugelemente zueinander,
eine ungünstige Beeinflussung bezüglich ihrer Wirkungsweise ausbleibt. Dies
bedeutet, daß die aus dem Blas-Sogelement austretende Luft nicht durch das
Sogelement abgesaugt wird, also kein "Kurzschluß" entsteht, der die Saugwirkung
des Blas-Sogelements aufhebt, und ferner, daß die aus dem Blas-Sogelement
austretende Luft die Saugwirkung des Sogelements nicht "verdrängt". Das heißt, die
beiden Saugelemente schwächen sich in ihrer Wirkung nicht ab, sondern ergänzen
sich in vorteilhafter Weise, so daß die Gesamtwirkung auf den Bogen ausgeübt wird.
Das erfolgt dadurch, daß die zwar schwächere aber weiterreichende Saugwirkung
(Fernwirkung) des Blas-Sogelements ein Heranführen des Bogens an die
Begrenzungswand bewirkt, so daß der Bogen in die Nähe der Saugöffnung des
Sogelements gelangt und dort vom zumeist stärker wirkenden (Nahwirkung)
Sogelement an die Begrenzungswand herangeführt wird, wodurch die Öffnung des
Sogelements abgedeckt wird, so daß die volle Saugwirkung entfaltet werden kann.
Es sind weitere Anwendungen der Vorrichtung, beispielsweise bei Bogenbremsen
oder bei Saugbändern möglich. Schließlich ist eine Anwendung der Saugelemente
für Umführzylinder denkbar, die Bestandteil insbesondere einer
Bogenführungseinrichtung einer Offset-Druckmaschine sind.
Der Effekt des Heranführens von Bogen an die Begrenzungswände von zum
Beispiel Bogentransferzylindern oder Bogenbremszylindern durch das
Blas-Sogelement und der anschließenden vollständigen Ansaugung durch das
Sogelement wird in vorteilhafterweise dadurch verbessert, daß die beiden
Saugelemente unmittelbar benachbart zueinander angeordnet sind, also ein
Saugelementpaar bilden. Die Versorgung des Sogelements wird vorzugsweise durch
eine angeschlossene Saugluftquelle gewährleistet. Die Versorgung des
Blas-Sogelements übernimmt insbesondere eine Blasluftquelle.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das
Sogelement an eine mit Blasluft betriebene Unterdruckquelle angeschlossen ist,
wobei die Unterdruckquelle insbesondere von einer Ejektoranordnung gebildet ist.
Die Ejektoranordnung ist vorzugsweise mittels eines Ejektorraums und einer Düse
verwirklicht. Der Saugluftkanal des Sogelements mündet in einem im Querschnitt
gegenüber der Düse erweiterten Bereich des Ejektorraums. Zusätzlich kann sich der
Ejektorraum noch in stromabwärtiger Richtung in seiner Querschnittsabmessung
erweitern. Durch die Düse wird der Blasluftstrom eingeschnürt, so daß sich am
Übergang zwischen Düse und Ejektorraum die Strömungsgeschwindigkeit der
Blasluft erhöht. Dadurch wird im Bereich des in den Ejektorraum mündenden
Saugluftkanals der statische Druck vermindert, so daß der Saugluftkanal die
Saugwirkung entfaltet. Dieser Vorgang beruht auf dem Prinzip der
Wasserstrahlpumpe.
Durch den Einsatz von mit Blasluft betriebenen Sogelementen kann in vorteilhafter
Weise auf eine Anpassung des Saugbereichs des Maschinenelements auf
verschiedene Bogenformate verzichtet werden, da die Unterdruckbildung bei nicht
abgedeckten Saugöffnungen nicht zusammenbricht. Im Gegensatz dazu erfolgt ein
Zusammenbrechen der Unterdruckversorgung bei aus dem Stand der Technik
bekannten, an eine "übliche" Saugluftquelle angeschlossene Saugöffnungen, da
diese über nicht abgedeckte Öffnungen - die als Bypass wirken - "Falschluft"
ansaugt. Daher mußte bisher für jedes Bogenformat eine aufwendige Anpassung
oder Einstellung der Maschinenelemente, beispielsweise durch Ventile,
vorgenommen werden. Dies ist beim Gegenstand der Erfindung nicht erforderlich.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist vorgesehen, daß die Blasluft, die die Unterdruckquelle des
Sogelements betreibt, ebenfalls das Blas-Sogelement versorgt. Dies geschieht in
vorteilhafter Weise dadurch, daß - in stromabwärtiger Richtung gesehen - das
Blas-Sogelement an den Ejektorraum, insbesondere an dessen stromabseitiges Ende,
angeschlossen ist, so daß die Blasluftquelle gleichzeitig die Unterdruckquelle und
das Blas-Sogelement betreibt. Es ist also möglich, auf eine "übliche" Saugluftquelle
zu verzichten. Weiterhin erfordert die Blasluftversorgung der Saugelemente keine
eigene Blasluftquelle, sondern es kann vorzugsweise die stets vorhandene
Druckluftquelle der Offset-Druckmaschine verwendet werden. Ferner ist es hierbei
von Vorteil, daß die vom Sogelement angesaugten Verunreinigungen, wie
Papierstaub oder dergleichen, nicht zu einer Verstopfung des Sogelements
beziehungsweise der Unterdruckquelle führen, da sie über die Blasluft wieder nach
außen transportiert werden. Es tritt somit ein zusätzlicher Selbstreinigungseffekt ein.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen
Unteransprüchen.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand von
Ausführungsbeispielen, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine Teilansicht einer Zylinderanordnung einer Offset-Druckmaschine,
Fig. 2 einen Ausschnitt aus einem Bogentransferzylinder,
Fig. 3a eine perspektivische Schnittansicht eines Saugelementpaars des
Bogentransferzylinders der Fig. 2,
Fig. 3b eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in Fig. 2,
Fig. 4 eine Schnittansicht eines Saugelementpaars mit einem
Blas-Sogelement nach einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 5 ein Sogelement des Saugelementpaars nach einem anderen
Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 6 ein Saugelementpaar nach einem weiteren Ausführungsbeispiel,
Fig. 7 einen Zylinder einer Offset-Druckmaschine,
Fig. 8 einen Teilausschnitt des Zylinders entlang der Linie VIII-VIII in Fig. 7
und
Fig. 9 ein Diagramm, das den Saugkraftverlauf eines Saugelementpaares
sowie von dessen Einzelkomponenten zeigt.
Die Fig. 1 zeigt eine Zylinderanordnung 1 einer ansonsten nicht dargestellten
Offset-Druckmaschine. Die Zylinderanordnung 1 weist einen Bogentransferzylinder 2
auf, dem zwei Umführzylinder 3 und 4 zugeordnet sind. Die einzelnen Zylinder 2, 3
und 4 rotieren im Betrieb der Offset-Druckmaschine um ihre Mittelachsen 5, 6 und 7.
Die Rotationsrichtung ist jeweils mit einem Pfeil in Fig. 1 eingetragen. Der Mantel
des Bogentransferzylinders 2 wird von einer Begrenzungswand 8 gebildet, die eine
Oberfläche 9 aufweist. In der Begrenzungswand 8 sind mehrere
Saugelementpaare 10 ausgebildet, die in die Oberfläche 9 münden. Jedes
Saugelementpaar 10 besteht aus einem Sogelement 11 sowie einem
Blas-Sogelement 12. Beide liegen eng benachbart zueinander, wobei sie in
Hintereinanderanordnung in Richtung der Mittelachse 5 angeordnet sind. Im in der
Fig. 1 dargestellten Zeitpunkt befindet sich ein Bogen 13 auf der Oberfläche 9 des
Bogentransferzylinders 2, wobei seine Hinterkante 14 von den
Saugelementpaaren 10 angesaugt und auf diese Art und Weise gehalten ist. Die
Vorderkante 15 des Bogens 13 wird von nicht dargestellten Greifern des
Bogentransferzylinders 2 gehalten.
Die Fig. 2 verdeutlicht, daß der Bogentransferzylinder 2 - in Richtung seiner
Mittelachse 5 - mehrere Zylindersegmente 16 aufweist, wobei in einigen jeweils ein
Saugelementpaar 10 angeordnet ist.
Nachfolgend wird in den Fig. 3a und 3b die Konstruktion eines
Saugelementpaars 10 näher erläutert. Das Sogelement 11 weist einen
Saugluftkanal 20 auf, der radial zur Mittelachse 5 verläuft und mit einer
Saugöffnung 21 in die Oberfläche 9 der Begrenzungswand 8 mündet. Das
Blas-Sogelement 12 besitzt - gemäß den Fig. 3a und 3b - eine Luftleitfläche 23, die in
Längsrichtung der Mittelachse 5 betrachtet vorzugsweise parallel zu dieser verläuft.
Bevorzugt wird diese Leitfläche 23 durch eine muldenförmige Vertiefung 22 mit
einem Vertiefungsgrund 23a gebildet. Der Vertiefung 22 ist eine Leitwand 24
zugeordnet, die als Leitzunge 25 ausgebildet ist, wobei ihr eines Ende 26 an der
Begrenzungswand 8 befestigt ist und ihr anderes Ende 27 ein freies Ende 28 bildet,
das sich im Abstand von einer Seitenwand 50 der Vertiefung 22 befindet (Fig. 3a).
Die Leitzunge 25 ist der Vertiefung 22 so zugeordnet, daß ihre dem Bogen 13
zugewandte Oberfläche mit dem Vertiefungsgrund 23a fluchtet. Die Leitzunge 25 ist
also in die Vertiefung 22 eingelassen und bildet somit einen Teil des
Vertiefungsgrundes 23a. Ein Blasluftkanal 29 mündet mit einem abgewinkelten
Endbereich 30 im Anschluß an das freie Ende 28 der Leitzunge 25 in die
Vertiefung 22. Im Mündungsbereich der Blasluftöffnung 31 weist die Leitzunge 25
einen Abstand a zu einer ihr gegenüberliegenden Wandung des Blasluftkanals 29
auf.
Die Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel. Das Blas-Sogelement 12
unterscheidet sich gegenüber dem der Fig. 3b hinsichtlich seiner Ausgestaltung
dadurch, daß die Leitzunge 25 nicht mit dem Vertiefungsgrund 23a fluchtet, sondern
beabstandet zu ihm angeordnet ist. Ferner ist der Blasluftkanal 29 gegenüber dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 3b geändert. Gleiche Teile in den Fig. 3b
beziehungsweise 4 sind ansonsten mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Die
Leitzunge 25 ist hinsichtlich ihrer Höhenlage derart in der Vertiefung 22 angeordnet,
daß zum Vertiefungsgrund 23a ein Abstand d und zur Oberfläche 9 des
Bogentransferzylinders 2 ein Abstand c besteht. Der Blasluftkanal 29 mündet mit
seinem abgewinkelten Endbereich 30 - in Abweichung zur Fig. 3b - unterhalb der
Leitzunge 25 im Bereich des Endes 26 und zwar in eine Seitenwand 49 der
Vertiefung 22.
Für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ergibt sich folgende Funktion: Der
Saugluftkanal 20 ist an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle der
Offset-Druckmaschine angeschlossen, so daß Luft in die Saugöffnung 21 eingesaugt wird,
das heißt, es wird eine Saugwirkung entfaltet, die den Bogen 13 erfaßt, so daß sich
dieser aus seiner gestrichelt dargestellten Position (Bezugszeichen 13') in die
Position mit durchgezogener Linie bewegt, wobei ein Abstand x zwischen Bogen 13
und Oberfläche 9 verringert wird. In dieser letztgenannten Position liegt der
Bogen 13 auf der Oberfläche 9 des Bogentransferzylinders 2 auf. Gleichzeitig zur
Saugwirkung des Sogelements 11 wirkt das Blas-Sogelement 12, das ebenfalls eine
Saugkraft auf den Bogen 13 ausübt. Hierzu wird der Blasluftkanal 29 mit Blasluft von
einer nicht dargestellten Blasluftquelle versorgt, so daß die Blasluft aus einer
Blasluftöffnung 31 des Endbereichs 30 des Blasluftkanals 29 aus einer
Seitenwand 49 der Vertiefung 22 austritt, unterhalb der Leitzunge 25 entlang eines
dort ausgebildeten Blasluftaustrittskanals 32 strömt und auf diese Art und Weise in
den übrigen Bereich der Vertiefung 22 eintritt und einen Strömungsverlauf etwa
parallel zur Unterseite 33 des Bogens 13 aufweist. Dadurch, daß der
Vertiefungsgrund 23a den Abstand b zur Oberfläche 9 des Bogentransferzylinders 2
und damit zur Unterseite 33 des Bogens 13 aufweist, ergibt sich eine Saugwirkung,
die zusätzlich zur Saugwirkung des Sogelements 11 wirkt. Der Bogen 13 wird daher
sicher am Bogentransferzylinder 2 gehalten. Aufgrund des Saugelementpaars 10,
das von dem Sogelement 11 und dem Blas-Sogelement 12 gebildet ist, ergibt sich
einerseits eine Fernwirkung und andererseits eine Nahwirkung auf den Bogen 13.
Die Fernwirkung wird durch das Blas-Sogelement 12 bewirkt, das somit bei einem
größeren Abstand des Bogens 13 von der Oberfläche 9 des
Bogentransferzylinders 2 eine Einflußnahme auf den Bogen 13 ausübt, wodurch sich
dieser dem Bogentransferzylinder 2 nähert, so daß er dann in den Nahbereich
eintritt, in dem insbesondere das Sogelement 11 seine Wirkung entfaltet.
Nachfolgend wird die Funktion des Ausführungsbeispiels der Fig. 2, 3a und 3b
näher erläutert, wobei das Sogelement 11 identisch mit dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 4 ausgebildet ist, so daß lediglich auf Funktionsunterschiede bezüglich
des Blas-Sogelements 12 eingegangen wird. Die Blasluft, die das
Blas-Sogelement 12 versorgt, strömt zunächst durch den Blasluftkanal 29, gelangt
anschließend in den abgewinkelten Endbereich 30 und strömt dann unterhalb der
Leitzunge 25 zur Blasluftöffnung 31 und tritt dort schräg von unten in die
Vertiefung 22 ein. Die ausgetretene Blasluft weist eine Strömungsrichtung auf, die im
wesentlichen parallel zur Unterseite 33 des Bogens 13 verläuft. Dadurch, daß die
Hinterkante 14 des Bogens 13 die Vertiefung 22 nicht vollständig abdeckt (Fig. 3a)
kann die Blasluft im vorn Bogen 13 nicht abgedeckten Bereich aus der Vertiefung 22
austreten. Dadurch ergibt sich eine Saugwirkung des Blas-Sogelements auf den
Bogen 13, die zusätzlich - wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 - zur
Saugwirkung des Sogelements 11 wirkt. In vorteilhafter Ausgestaltung des
Blas-Sogelements nach den Fig. 2, 3a und 3b ist vorgesehen, die Blasluft nicht in
Richtung der Seitenwand 50, sondern in Richtung auf die Hinterkante 14 des
Bogens 13 zu leiten. Dazu ist die Blasluftöffnung 31 in Richtung auf die
Hinterkante 14 ausgerichtet (nicht dargestellt). Ferner ist in Fig. 3b eine
Querschnittsverkleinerung 31' unmittelbar vor der Blasluftöffnung 31 unterhalb der
Leitzunge 25 ersichtlich. Dadurch wird die Blasluft in diesem Bereich beschleunigt,
was zu einer Erhöhung der Saugwirkung führt.
Die Fig. 5 betrifft ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Saugelementpaars 10,
von dem jedoch im wesentlichen nur die Ausbildung des Sogelements 11 dargestellt
ist. Das Sogelement 11 wird - im Gegensatz zu den Ausführungsbeispielen der
Fig. 3b und 4 - nicht mittels einer Unterdruckquelle betrieben, sondern mittels
Blasluft, die eine Sogwirkung entfaltet. Vorzugsweise kann die Blasluft von der
gleichen Quelle stammen, die auch das Blas-Sogelement 12 betreibt. Um eine
Sogwirkung zu entfalten, ist am der Saugöffnung 21 gegenüberliegenden Ende 34
des Saugluftkanals 20 eine Ejektoranordnung 35 ausgebildet. Diese weist einen
Blasluftzuführkanal 36 auf, der einen abgewinkelten Endbereich 37 besitzt. Der
Endbereich 37 verjüngt sich im Querschnitt zu einem Düsenkanal 38, der in einen
sich im Querschnitt erweiternden Ejektorraum 39 mündet. Im Übergangsbereich 40
zwischen Düsenkanal 38 und Ejektorraum 39 mündet das Ende 34 des
Saugluftkanals 20.
Es ergibt sich folgende Funktion: Mittels des Blasluftzuführkanals 36 wird Blasluft
dem Düsenkanal 38 zugeführt, wo sie beschleunigt wird und dann in den
Ejektorraum 39 eintritt, um auf diese Art und Weise dort im Übergangsbereich 40
einen Unterdruck zu erzeugen, der entlang des Saugluftkanals 20 wirkt, so daß ein
sich im Bereich der Oberfläche 9 befindlicher Bogen 13 angesaugt wird.
Die Fig. 6 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel, das im wesentlichen eine
Ausbildung gemäß Fig. 5 aufweist, so daß auf die vorstehenden Ausführungen
verwiesen wird. Die Besonderheit ist jedoch, daß das stromabseitige Ende 41 des
Ejektorraums in die Blasluftöffnung 31 mündet, das heißt, der Ejektorraum 39 geht
über in den Blasluftaustrittskanal 32 gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4.
Mithin versorgt dieselbe Blasluft im Zuge ihres Strömungsverlaufs zunächst das
Sogelement 11, das die beschriebene Ejektoranordnung 35 besitzt und
anschließend dann das Blas-Sogelement 12, so daß die Offset-Druckmaschine für
den Betrieb der Sauganordnung lediglich Blasluft zur Verfügung stellen muß.
Selbstverständlich kann dem Sogelement 11 nach Fig. 5 auch das
Blas-Sogelement 12 der Fig. 2, 3a und 3b nachgeschaltet sein.
Die Fig. 7 und 8 zeigen abschnittsweise einen Zylinder 51 einer Offset-Druck
maschine, der in einer Weiterbildung der Erfindung in Umfangsrichtung
verlaufende, ringförmige Nuten 42 aufweist. Der Zylinder 51 kann als
Bogentransferzylinder oder als Umführzylinder gemäß Fig. 1 ausgebildet sein. Die
Nuten 42 liegen beabstandet zueinander, so daß zwischen ihnen die Oberfläche 9
des Zylinders 51 ausgebildet ist. Die Nut 42 entspricht der Vertiefung 22, wobei ihr
Nutgrund 52 den Vertiefungsgrund 23a darstellt, der im Abstand b zur Oberfläche
liegt.
Die Fig. 8 verdeutlicht, daß der Saugluftkanal 20 des Sogelements 11 jedes
Saugelementpaars 10 auf der Oberfläche 9 mündet und daß im Bereich der
jeweiligen Nut 42 das Blas-Sogelement 12 ausgebildet ist, wobei - der
Übersichtlichkeit halber - Einzelheiten, wie zum Beispiel die Leitzunge 25 nicht
dargestellt sind. Die Versorgung der Saugelementpaare 10 erfolgt mittels eines
gemeinsamen Blasluftversorgungskanals 43.
Die Fig. 9 zeigt ein Diagramm, auf dessen Ordinatenachse die von dem
Saugelementpaar 10 ausgehende Saugkraftwirkung aufgetragen ist und auf der
Abszissenachse der Abstand x zwischen dem Bogen 13 und der Oberfläche 9.
Saugkräfte sind auf der Ordinate negativ, Druckkräfte auf der Ordinate positiv
aufgetragen. Die gestrichelt dargestellte Linie 44 zeigt den Verlauf der auf den
Bogen ausgeübten Saugkraftwirkung des Sogelements 11 in Abhängigkeit des
Abstands x. Der Kurvenverlauf zeigt, daß eine Kraft erst dann auf den Bogen 13
ausgeübt werden kann, wenn er die Saugöffnung 21 im wesentlichen abdeckt, das
heißt der Abstand x = 0 oder nahezu 0 ist.
Die strichpunktiert dargestellte Linie 45 gibt den Kurvenverlauf der Saugkraftwirkung
des Blas-Sogelements 12 über dem Abstand x wieder. Die strichpunktierte Linie 48
kennzeichnet den Vertiefungsgrund 23a im Abstand b zur Oberfläche 9, die im
Diagramm mit der Ordinate zusammenfällt und mit dem Bezugszeichen 46
gekennzeichnet ist. Der negative Abschnitt der Abszisse zwischen den Linien 46
und 48 kennzeichnet somit die Tiefe der Vertiefung 22. Die Charakteristik (Linie 45)
der durch das Blas-Sogelement 12 ausgeübten Kraft zeigt, daß diese erst ab einem
Mindestabstand des Bogens 13 vom Vertiefungsgrund 23a ausreichend groß ist, um
diesen anzusaugen. Daraus ergibt sich die Größe des Abstandes b für die
Vertiefung 22.
Das Diagramm stellt eine Situation dar, in der das Maß b so gewählt wurde, daß das
Maximum der Saugkraft des Blas-Sogelements 12 mit dem des Sogelements 11
zusammenfällt. Die Kraftwirkungen des Saugelementpaars 10 (Linie 44 und 45)
ergänzen sich durch Überlagerung zur Gesamtcharakteristik 47 des
Saugelementpaares 10 mit einem Maximum beim Abstand x = 0.
Die Charakteristik (Linie 45) des Blas-Sogelements 12 hängt von den
Luftparametern Druck, Geschwindigkeit und Volumenstrom ab. Durch Veränderung
dieser Parameter mit Hilfe einer Drosselstelle in der Blasluftzuführung oder mit einer
einstellbaren Blasluftquelle (beides nicht dargestellt) und überdies durch Variation
des Abstands b kann die Lage und der Verlauf der Kurve 45 verändert werden.
Dadurch kann das Maximum der Kurve (Linie 45) entlang der Abszisse verschoben
und/oder in der Größe verändert werden.
Die Kurve (Linie 44) des Sogelements 11 läßt sich durch geeignete Maßnahmen
(Vordruck, Saugscheiben, Bypass usw.) ebenfalls in der Größe verändern.
Die Summenkurve (Linie 47) kann damit auf eine gewünschte Charakteristik - wie
zum Beispiel sicheres Ansaugen (Maximum von Linie 45 nach rechts verschoben) -
auf die speziellen Anforderungen der jeweiligen Transfersituation angepaßt werden.
Claims (18)
1. Vorrichtung zum Halten von Bogen auf den Bogen zugewandten
Begrenzungswänden von Maschinenelementen, insbesondere
Bogentransferzylindern oder Bogenbremszylindern von Offset-Druckmaschinen
mittels Saugelementen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugelemente durch zumindest ein Sogelement (11) mit einem
Saugluftkanal (20) und zumindest ein weiteres, dem Sogelement (11)
zugeordnetes Blas-Sogelement (12), dem Blasluft mittels eines Blasluftkanals
(29) zugeführt wird, gebildet werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Saugelement (11) und das Blas-Sogelement (12) benachbart
zueinander angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Blas-Sogelement (12) eine gegenüber der Begrenzungswand (18) des
Maschinenelements radial tiefer angeordnete Luftleitfläche (23) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Sogelement (11) an eine Saugluftquelle angeschlossen ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Blas-Sogelement (12) an eine Blasluftquelle angeschlossen ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Sogelement (11) an eine mit Blasluft betriebene Unterdruckquelle
angeschlossen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blasluft ebenfalls das Blas-Sogelement betreibt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterdruckquelle von einer Ejektoranordnung (35) gebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blasluftquelle mit einem Ejektorraum (39) verbunden ist, in den der
Saugluftkanal (20) mündet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ejektorraum (39) stromabseitig an dem Blas-Sogelement (12)
angeschlossen ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Blas-Sogelement (12) eine Leitwand (24) in Form einer im
wesentlichen parallel zu einer angrenzenden Oberfläche (9) der
Begrenzungswand (8) verlaufenden Leitzunge (25) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Luftleitfläche (23) über eine Hinterkante (14) des zu haltenden
Bogens (13) hinausragend angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Luftleitfläche (23) durch eine radiale Nut (42) in einem Zylinder (51) mit
einem Abstand (b) gebildet wird.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Blas-Sogelement (12) in die Nut (42) eingelassen ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitzunge (25) so der Nut (42) zugeordnet ist, daß ihre Oberfläche mit
einem Nutgrund (52) fluchtet.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitzunge (25) so angeordnet ist, daß ihre dem Bogen (13)
zugewandte Oberfläche mit der Luftleitfläche (23) fluchtet.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitzunge (25) mit einem Abstand (d) zur Luftleitfläche (23) angeordnet
ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb der Leitzunge (25) ein Blasluftaustrittskanal (32) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19815794A DE19815794A1 (de) | 1997-04-19 | 1998-04-08 | Vorrichtung zum Halten von Bogen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19716522 | 1997-04-19 | ||
| DE19815794A DE19815794A1 (de) | 1997-04-19 | 1998-04-08 | Vorrichtung zum Halten von Bogen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19815794A1 true DE19815794A1 (de) | 1998-10-22 |
Family
ID=7827094
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19815794A Withdrawn DE19815794A1 (de) | 1997-04-19 | 1998-04-08 | Vorrichtung zum Halten von Bogen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19815794A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20102400U1 (de) | 2001-02-10 | 2001-04-26 | Man Roland Druckmaschinen Ag, 63069 Offenbach | Bogenführungszylinder mit einem pneumatisch steuerbaren Bogenhaltesystem |
| EP1196279A4 (de) * | 1999-05-24 | 2002-08-14 | Bretting C G Mfg Co Inc | Vorrichtung zur fixierung eines bahnförmigen materials und fixierungsverfahren unter verwendung einer schneidklinge |
| US6598874B2 (en) | 2000-12-05 | 2003-07-29 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Method and device for contact-free retention of sheets |
| DE102006019029A1 (de) * | 2006-04-25 | 2007-10-31 | Egon Niehoff | Verarbeitungsmaschine für Bogenmaterial |
| DE102007003592B3 (de) * | 2007-01-24 | 2008-07-03 | WINKLER + DüNNEBIER AG | Saugwalze zum Transportieren von Flachmaterialzuschnitten |
| FR2994890A1 (fr) * | 2012-09-04 | 2014-03-07 | Oberthur Fiduciaire Sas | Cylindre de transfert de feuilles et ensemble constitue d'une juxtaposition de tels cylindres |
-
1998
- 1998-04-08 DE DE19815794A patent/DE19815794A1/de not_active Withdrawn
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| DE102006019029B4 (de) * | 2006-04-25 | 2013-10-17 | manroland sheetfed GmbH | Verarbeitungsmaschine für Bogenmaterial |
| DE102007003592B3 (de) * | 2007-01-24 | 2008-07-03 | WINKLER + DüNNEBIER AG | Saugwalze zum Transportieren von Flachmaterialzuschnitten |
| US8007425B2 (en) | 2007-01-24 | 2011-08-30 | Winkler + Dünnebier Aktiengesellschaft | Suction roller for transporting flat material blanks |
| FR2994890A1 (fr) * | 2012-09-04 | 2014-03-07 | Oberthur Fiduciaire Sas | Cylindre de transfert de feuilles et ensemble constitue d'une juxtaposition de tels cylindres |
| WO2014037221A1 (fr) * | 2012-09-04 | 2014-03-13 | Oberthur Fiduciaire Sas | Cylindre de transfert de feuilles et ensemble constitue d'une juxtaposition de tels cylindres |
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|---|---|---|---|
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