DE19814571C2 - Brennstoffzellenbetriebenes Kraftfahrzeug - Google Patents
Brennstoffzellenbetriebenes KraftfahrzeugInfo
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- B60K13/06—Arrangement in connection with combustion air intake or gas exhaust of propulsion units using structural parts of the vehicle as ducts, e.g. frame parts
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein brennstoffzellenbetrie
benes Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Brennstoffzellenbetriebene Kraftfahrzeuge benötigen als Treib
stoff Wasserstoff. Eine Speicherung gasförmigen oder flüssigen
Wasserstoffs im Kraftfahrzeug ist nur mit großen Sicherheitsri
siken bzw. Treibstoffverlusten durch Entweichung möglich. Es
hat sich daher als zweckmäßig erwiesen, den benötigten Wasser
stoff mittels eines Reformverfahrens aus Methanol zu gewinnen,
welches gefahrlos in einem Kraftfahrzeug mitgeführt werden
kann. Auch ein Betanken eines Kraftfahrzeuges mit Methanol ist
in einfacher Weise möglich.
Nachteilig bei einem derartigen Reformverfahren ist, daß hier
bei neben Wasserstoff als weiteres Reaktionsprodukt beispiels
weise CO2 entsteht, welches eine große Umweltbelastung dar
stellt, da es wesentlich zum sogenannten Treibhauseffekt bei
trägt.
Aus der DE-OS 20 40 640 ist eine Vorrichtung zur Verhinderung
von Abgasemissionen eines Kraftfahrzeugs bekannt, wobei das
Kraftfahrzeug mindestens einen mitgeführten Behälter zur Auf
nahme von Abgasen umfaßt. Hierbei wird eine Trennung von gifti
gen und ungiftigen Abgasen vorgenommen, und es werden nur die
giftigen Bestandteile im Behälter gespeichert, während die un
giftigen Bestandteile in die Atmosphäre entweichen können.
Die US-PS 3 163 251 zeigt einen Rahmen eines Motorfahrzeugs,
der gleichzeitig einen Teil einer Abgasleitung des Motorfahrzeugs
bildet, indem in den Rohren des Rahmens Abgas zum Auspuff
geleitet wird.
In der DE-PS 569 188 ist ein Motorrad gezeigt, bei dem ein
Teil des Rohrrahmens zum Ableiten und Abkühlen der Auspuffgase
und zum Schalldämpfen benutzt wird, wobei jedoch keine Speiche
rung von Abgasen stattfindet.
Schließlich ist aus der DE 195 13 991 C1 eine Vorrichtung zur
Verhinderung der Abgasemissionen eines Kraftfahrzeugs bekannt,
wobei ein mitgeführter Behälter zur Aufnahme von Abgasen einen
mindestens teilweise durch die Karosserie des Kraftfahrzeugs
gebildeten Hohlraum, in dem ein gasdichter Sack angeordnet ist,
umfaßt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Weiterbildung eines
gattungsgemäßen brennstoffzellenbetriebenen Kraftfahrzeuges
derart, daß die von den entstehenden Reaktionsgasen ausgehende
Umweltbelastung vermieden werden kann.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein brennstoffzellenbetriebenes
Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Erfindungsgemäß ist es nun möglich, die von einem brennstoff
zellenbetriebenen Kraftfahrzeug mittels eines Reformverfahrens
erzeugten, nicht für die eigentliche Brennkraftzelle verwendba
ren Reaktionsgase, zu speichern, so daß eine direkte Umweltbe
lastung vermieden werden kann. Es erweist sich hierbei als be
sonders vorteilhaft, daß die gespeicherten Reaktionsgase, ins
besondere CO2, wiederum zur Herstellung von Methanol verwendet
werden können. Die Synthetiesierung von Methanol unter Verwen
dung von CO2 stellt hierbei ein an sich bekanntes Verfahren
dar. Erfindungsgemäß ist es nun möglich, einen geschlossenen
Kreislauf unter Verwendung des Ausgangsstoffs Methanol zur Her
stellung von Wasserstoff zum Betrieb einer Brennstoffzelle und
Wiedergewinnung dieses Ausgangsstoffs unter Verwendung des bei
der Wasserstoffherstellung als weiteres Reaktionsgas entstehen
den CO2 zur Verfügung zu stellen.
Als vorteilhaft erweist sich ferner, daß bei der Wasserstoff
herstellung als weiteres Reaktionsgas entstehendes CO2 in ein
facher und sicherer Weise, insbesondere in flüssiger Form, in
großen Mengen transportiert und gelagert werden kann. Es kann
also beispielsweise erfindungsgemäß zwischengespeichertes CO2
gleichzeitig mit einem (Methanol-)Betanken des Fahrzeugs an
der Tankstelle aus dem Speicherbehälter entnommen werden, und
am Ort der Tankstelle in größeren Mengen zwischengespeichert
werden. Beim Befüllen der Tankstellen-Treibstofftanks kann dann
das zwischengelagerte CO2 entnommen, und beispielsweise mittels
Tanklastern bzw. Tankschiffen, die zuvor Methanol angeliefert
haben, an den Herstellungsort des Methanols transportiert wer
den. Durch die Maßnahme, daß der Behälter einen wenigstens
teilweise durch eine Karosserie des Kraftfahrzeugs gebildeten
Hohlraum aufweist, können beispielsweise in Hohlräumen zwischen
Karosserie und Innenverkleidung in einfacher Weise große Mengen
an Reaktionsgasen gespeichert werden.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Vorteilhafterweise ist in dem Hohlraum ein gasdichter Sack an
geordnet. Hierdurch ist eine Speicherung von Gasen in einfacher
Weise realisierbar.
Zweckmäßigerweise ist der Hohlraum durch Türen des Kraftfahr
zeugs gebildet, wobei zur Verbindung des Hohlraumes mit anderen
im Kraftfahrzeug angeordneten Hohlräumen im Bereich einer Tür
befestigung flexible Schläuche vorgesehen sind.
Schließlich ist gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Er
findung das Reaktionsgas in dem Hohlraum unter Druck speicher
bar, wobei das Reaktionsgas mittels eines Kompressors des
Kraftfahrzeugs verdichtbar ist. Hierdurch ist es in einfacher
Weise möglich, große Reaktionsgasmengen zu speichern.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nun anhand
der beigefügten Zeichnung im einzelnen beschrieben. In dieser
zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeugs,
Fig. 2 eine Prinzipdarstellung zur Erläuterung des Konzeptes
des in Fig. 1 dargestellten Kraftfahrzeugs, und
Fig. 3 einen Schnitt III-III von Fig. 1 durch einen hinteren
Kotflügel.
Fig. 1 zeigt ein brennstoffbetriebenes Kraftfahrzeug 1 mit ei
ner Karosserie 2, wobei das Kraftfahrzeug 1 mehrere mit diesem
mitgeführte Behälter 3 zur Aufnahme von Reaktionsgasen, welche
bei der Herstellung von Wasserstoff aus Methanol entstehen,
aufweist. Der Übersichtlichkeit halber ist das Kraftfahrzeug
strichpunktiert dargestellt.
Der Behälter 3 umfaßt einen teilweise durch die Karosserie 2
des Kraftfahrzeuges 1 und teilweise durch eine dem Karosse
rieblech zugewandte Innenseite einer Innenverkleidung gebilde
ten Hohlraum 4, der mit geeigneten Dichtmitteln gasdicht abge
dichtet ist. Wie in Fig. 3 angedeutet, kann bei Anordnung des
Hohlraumes 4 im Bereich der Kotflügel 13 der Hohlraum 4 auch
durch das Karosserieblech und durch ein fahrzeuginnenseitig an
geordnetes, den Hohlraum 4 abschließendes Blech 12 gebildet
sein.
In dem Hohlraum 4 ist das Reaktionsgas zur späteren Aufberei
tung speicherbar, wobei an dem Behälter 3 bei der Aufbereitung
ein nicht dargestellter Schlauch anschließbar ist, über den das
Reaktionsgas zur späteren großtechnischen Aufbereitung in einen
ebenfalls nicht dargestellten Tank leitbar ist.
Das Reaktionsgas ist in dem Hohlraum 4 unter Druck speicherbar,
wobei das Reaktionsgas vor der Speicherung im Hohlraum 4 über
einen Kompressor 6 verdichtet wird. In einer bevorzugten Aus
führung wird ein unten näher beschriebener gasdichter Sack 8
als Druckbehälter verwendet. Mit Bezugsziffer 5 ist hierbei ei
ne Einrichtung zur Durchführung eines Reformverfahrens, also
einer Herstellung von Wasserstoff aus Methanol bezeichnet, an
der auch die weiteren Reaktionsgase, insbesondere CO2 entste
hen. Es sei angemerkt, daß die dargestellte Position der Ein
richtung 5 lediglich beispielhaft zu verstehen ist, und eine
Anordnung der Einrichtung 5 an einer beliebigen anderen geeig
neten Stelle eines Kraftfahrzeug möglich ist.
Bei mehreren Hohlräumen 4 im Kraftfahrzeug 1 sind diese durch
eine Leitung 7 (siehe Fig. 2) miteinander verbunden.
Eine besonders einfache Ausführung der Erfindung ergibt sich,
wenn anstelle einer möglichen Abdichtung von Fugen des Hohlrau
mes 4 ein gasdichter Sack 8 in dem Hohlraum 4 angeordnet ist,
der mit Reaktionsgas füllbar ist und in gefülltem Zustand den
Hohlraum 4 von innen vollständig ausfüllt. Da als Hohlräume 4
vor allem auch die zur Auskleidung verwendeten Hohlräume 4 des
Fahrzeugs in Frage kommen, kann der Hohlraum 4 auch teilweise
durch die Fahrzeugkarosserie 2 und teilweise durch die Rücksei
te einer Auskleidung gebildet sein, wobei vorzugsweise auch in
diesem Hohlraum 4 der gasdichte, dem Hohlraum 4 entsprechend
angepaßte Sack 8 angeordnet ist.
Der Hohlraum 4 kann auch durch Türen 9, 10 des Kraftfahrzeuges
1 gebildet sein. In diesem Fall ist im Bereich einer Türbefe
stigung eine flexible Schlauchverbindung 11 zwischen dem Hohl
raum 4 der Tür und mindestens einem anderen im Kraftfahrzeug 1
angeordneten Hohlraum 4 vorgesehen.
In Fig. 2 ist eine Prinzipzeichnung der erfindungsgemäßen Vor
richtung gezeigt. Gleiche Bauteile aus Fig. 1 sind mit gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet.
In Fig. 3 ist schematisch ein Schnitt III-III von Fig. 1 durch
einen hinteren Kotflügel 13 mit in dessen Wandbereich befindli
chen Hohlraum 4 nebst gasdichtem Sack 8 dargestellt, wobei im
Kofferraum 14 ein Blech 12 angeordnet ist, das den Hohlraum 4
zur Aufnahme des gasdichten Sacks 8 abschließt.
Claims (4)
1. Brennstoffzellenbetriebenes Kraftfahrzeug, bei welchem zum
Betrieb einer Brennstoffzelle (5) benötigter Wasserstoff aus
vom Kraftfahrzeug mitgeführtem Methanol herstellbar ist,
gekennzeichnet durch
wenigstens einen Behälter (3) zur Aufnahme von bei der
Wasserstoffherstellung entstehenden weiteren Reaktionsgasen,
insbesondere CO2, wobei der Behälter (3) einen wenigstens
teilweise durch eine Karosserie (2) des Kraftfahrzeugs
gebildeten Hohlraum (4) aufweist.
2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem Hohlraum (4) ein gasdichter Sack ausgebildet ist.
3. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Hohlraum (4) durch Türen (9, 10) des
Kraftfahrzeugs gebildet ist, wobei zur Verbindung des Hohlraums
(4) mit anderen im Kraftfahrzeug angeordneten Hohlräumen (4) im
Bereich einer Türbefestigung flexible Schläuche (11) vorgesehen
sind.
4. Kraftfahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Reaktionsgas in dem Hohlraum (4) unter
Druck speicherbar ist, wobei das Reaktionsgas vor der Speiche
rung in Hohlraum (4) mittels eines Kompressors (6) verdichtet
wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19814571A DE19814571C2 (de) | 1998-04-01 | 1998-04-01 | Brennstoffzellenbetriebenes Kraftfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19814571A DE19814571C2 (de) | 1998-04-01 | 1998-04-01 | Brennstoffzellenbetriebenes Kraftfahrzeug |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19814571A1 DE19814571A1 (de) | 1999-10-07 |
| DE19814571C2 true DE19814571C2 (de) | 2002-01-31 |
Family
ID=7863223
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19814571A Expired - Fee Related DE19814571C2 (de) | 1998-04-01 | 1998-04-01 | Brennstoffzellenbetriebenes Kraftfahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19814571C2 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3163251A (en) * | 1962-08-08 | 1964-12-29 | John H Rees | Combined frame and exhaust system for motor vehicle |
| DE2040640A1 (de) * | 1970-08-17 | 1972-02-24 | Joshi Vishnuprakash Dr Ing | Eine Vorrichtung zur Verhinderung der Luftverschmutzung durch Automobilabgase |
| DE19513991C1 (de) * | 1995-04-13 | 1996-09-05 | Daimler Benz Ag | Vorrichtung zur Verhinderung der Abgasemission eines Kraftfahrzeuges |
-
1998
- 1998-04-01 DE DE19814571A patent/DE19814571C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19513991C1 (de) * | 1995-04-13 | 1996-09-05 | Daimler Benz Ag | Vorrichtung zur Verhinderung der Abgasemission eines Kraftfahrzeuges |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19814571A1 (de) | 1999-10-07 |
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