DE19810481A1 - Kraftfahrzeug mit mindestens einem Knieaufprallelement - Google Patents
Kraftfahrzeug mit mindestens einem KnieaufprallelementInfo
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Abstract
Im Bereich der Fahrerseite eines Personenkraftwagens ist ein aus energieverzehrendem Schaumstoff bestehendes Knieaufprallelement (1) vorgesehen, das aus einem am Lenkgehäuse (5) angebrachten Lenkgehäuseabschnitt (10) und aus zwei, jeweils an diesen seitlich angrenzenden Seitenabschnitten (20 und 30) besteht. Dabei sind die Seitenabschnitte (20 und 30) jeweils an einem Haltewinkel (15) befestigt, die ihrerseits an einem sich in einer Fahrzeugquerebene erstreckenden Tragrohr (4) angebracht sind.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Kraftfahrzeug mit mindestens einem Knieaufprall
element der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten und aus der
US 3,897,848 A hervorgehenden Art.
Das aus dieser Druckschrift bekannte Knieaufprallelement erstreckt sich als ein ein
stückiges Schaumstoffteil nahezu über die ganze Breite der Fahrerseite eines Per
sonenkraftwagens, wobei im Bereich des Lenkgehäuses am Knieaufprallelement ein
eine Ausrundung aufweisender Formzwischenabschnitt ausgebildet ist. Durch die
sen wird jedoch die Steifigkeit des Knieaufprallelements bei dessen Beaufschlagung
durch die Knie des Fahrers bei einem Fahrzeugcrash speziell im Bereich der Lenk
säule erheblich vermindert, so daß das Knieaufprallelement beim Fahrzeugcrash
nicht mehr voll funktionsfähig ist. Hierbei kann sich ferner auch das Lenkgehäuse
mit dem Knieaufprallelement verhaken, wodurch dieses keine Schutzwirkung mehr
hat. Schließlich kann auch das einstückige Knieaufprallelement nicht für eine hö
henverstellbare Lenksäule vorgesehen werden.
Ferner geht aus der DE 36 11 486 C2 (Fig. 2) ein Personenkraftwagen hervor, bei
dem zwei, sich beidseits der Lenksäule befindende Kniepolster vorgesehen sind,
welche aus Schaumstoff bestehen. Bei dieser Einrichtung ist jedoch im Bereich der
Lenksäule kein Knieaufprallelement vorhanden.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Knieaufprallelement der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 genannten Art derart auszubilden, daß sich bei einem Fahr
zeugcrash das Lenkgehäuse nicht mit dem Knieaufprallelement verhaken kann und
hierbei dessen Sicherheitswirkung bestehen bleibt.
Zur Lösung der Aufgabe sind die im Patentanspruch 1 dargelegten Merkmale vor
gesehen.
Da das Knieaufprallelement erfindungsgemäß aus drei nebeneinander liegenden
Abschnitten, nämlich einem mittigen, das Lenkgehäuse überdeckenden Lenkgehäu
seabschnitt und aus zwei, jeweils an diesen angrenzenden Seitenabschnitten be
steht, ist gewährleistet, daß die Knie des Fahrers bei einem Fahrzeugcrash von der
Lenksäule abrutschen können und dadurch das Verletzungsrisiko vermindert wird.
Ferner kann sich bei einem Fahrzeugcrash nicht das Lenkgehäuse mit den Seiten
abschnitten des Knieschutzelements verhaken, so daß dessen Sicherheitswirkung
aufrecht erhalten bleibt. Durch den separat am Lenkgehäuse vorgesehenen Lenk
gehäuseabschnitt kann die Lenksäule auch uneingeschränkt höhenverstellt werden.
Dabei besteht das Knieaufprallelement vorteilhafterweise aus einfach und kosten
günstig herstellbaren Schaumstoffteilen, deren Materialkennung abstimmbar ist und
die in einfacher Weise am Fahrzeugaufbau bzw. am Lenkgehäuse anbringbar sind.
Der Lenkgehäuseabschnitt besteht aus einem seinerseits am Lenkgehäuse befe
stigten, zweckmäßigerweise aus Blech gefertigtem Tragteil, einem auf diesem an
gebrachten, energieverzehrenden Schaumstoffteil und einer dieses überdeckenden
Kunststoffabdeckung. Durch das plattenförmige Tragteil (Blechteil) kann sich der
Lenkgehäuseabschnitt bei einem auf ihn auftreffenden Knieaufprall geringfügig um
die Lenksäule schwenken, wodurch vorteilhafterweise der gewünschte Abweiseffekt
des Knieaufprallelements in bezug auf die Knie des Fahrers noch verstärkt wird.
Darüber hinaus wird auch durch das Tragteil bei einem Knieaufprall ein örtliches
Eindringen des energieabsorbierenden Schaumstoffs in Teile der Lenksäule
vermieden. Schließlich hat auch der Lenkgehäuseabschnitt durch die Kunststoffab
deckung seines Schaumstoffteils eine gute optische Wirkung (Merkmale der
Patentansprüche 2 und 3).
Die beiden, aus energieverzehrendem Schaumstoff bestehenden sowie im Quer
schnitt winkelförmig gestalteten Seitenabschnitte sind jeweils an einem Haltewinkel
befestigt, wobei diese ihrerseits an einem längs des Armaturenbretts verlaufenden
Tragrohr angebracht sind. Dabei sind die beiden Seitenabschnitte jeweils über
Dübel mit dem Haltewinkel verschraubt, wobei durch die als Distanzhalter wirkenden
Dübel auch Knarzgeräusche vermieden werden. Ferner sind die Seitenabschnitte in
einfacher und leicht zugänglicher Weise an den Haltewinkeln befestigt und können
an diesen bedarfsweise auch in einfacher Weise ausgetauscht werden. Damit die
Seitenabschnitte bei Kniebeaufschlagung des Fahrzeuginsassens aufgrund eines
Fahrzeugcrashs sich gezielt deformieren, also Energie verzehren können, sind sie
mit mehreren, nebeneinander liegenden sowie längsverlaufenden Ausnehmungen
versehen. Anstelle von diesen können die Seitenabschnitte auch mehrere neben
einander liegende Längsnuten aufweisen, die in einer Fahrzeugquerebene verlaufen
(Merkmale der Patentansprüche 4 bis 7).
Schließlich sind die beiden Seitenabschnitte von einer deformierbar ausgebildeten
Armaturenbrettverkleidung überdeckt, welche sich bis nahe zum Lenkgehäuseab
schnitt erstreckt, so daß die Seitenabschnitte auch ästhetisch ansprechend unterge
bracht sind (Merkmale des Patentanspruchs 8).
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht des Knieaufprallelements, beste
hend aus Lenkgehäuseabschnitt und zwei Seitenabschnitten,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 1 jeweils in größerer Dar
stellung,
Fig. 5 eine Draufsicht auf das Knieaufprallelement in Pfeilrichtung A in Fig. 1
teilweise im Schnitt.
Bei dem in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Knieaufprallelement 1 befindet sich im
Bereich des Armaturenbretts 2 eines Personenkraftwagens ein zwischen dessen
vorderen Tragsäulen 3 (A-Säulen) verlaufendes und an diesen befestigtes Tragrohr
4. Ferner ist in den Fig. 1 und 3 ein am Fahrzeugaufbau angebrachtes Lenk
gehäuse 5 zu ersehen, das eine längs- und höhenverstellbare Lenksäule 6 aufweist,
wobei an deren Endabschnitt ein Lenkrad 7 drehfest angebracht ist. Darüber hinaus
ist an der Unterseite des Lenkgehäuses 5 ein dieses etwa über seine Breitener
streckung und größtenteils über seine Längserstreckung überdeckender Lenkge
häuseabschnitt 10 durch mehrere Kunststoffdübel 11 lösbar befestigt. Wie in Fig. 3
ersichtlich, ist das energieverzehrende Schaumstoffteil 10' des Lenkgehäuseab
schnitts 10 auf einem Blechteil 12 angebracht, das seinerseits über die Kunststoff
dübel 11 im Abstand von der Unterseite des Lenkgehäuses 5 angebracht ist. Durch
diese Anordnung des Lenkgehäuseabschnitts 10 über das Blechteil 12 am Lenkge
häuse 5 ist gewährleistet, daß bei einer Beaufschlagung des Lenkgehäuseab
schnitts 10 durch den Bereich der Knie b des Fahrers bei einem Fahrzeugcrash die
ses geringfügig um das Lenkgehäuse 5 geschwenkt und dadurch der Abweiseffekt
des Lenkgehäuseabschnitts 10 in bezug auf das Knie b des Fahrers verstärkt wird.
Schließlich ist das Schaumstoffteil 10' des Lenkgehäuseabschnitts 10 von einer
Kunststoffabdeckung 13 in ästhetisch ansprechender Weise überdeckt.
Wie in Fig. 1 und 5 ersichtlich, ist am Tragrohr 4 beidseits des Lenkgehäuseab
schnitts 10 jeweils ein Haltewinkel 15 durch Schweißen oder dergleichen befestigt.
Dabei sind an den Haltewinkeln 15 die ebenfalls aus energieverzehrendem
Schaumstoff bestehenden Seitenabschnitte 20 und 30 durch Kunststoffdübel 16
oder dergleichen befestigt, wobei zwischen dem Lenkgehäuseabschnitt 10 und den
Seitenabschnitten 20 und 30 jeweils ein Abstand a vorgesehen ist. In den Fig. 2
und 4 ist zu ersehen, daß die Seitenabschnitte 20 und 30 in einem in einer Fahr
zeuglängsebene verlaufenden Querschnitt winkelförmig gestaltet sind. Damit die
Seitenabschnitte 20 und 30 bei einem Aufprall der Knie b des Fahrers aufgrund
eines Fahrzeugcrashs die Aufprallenergie möglichst optimal aufnehmen, sind sie
von mehreren nebeneinander liegenden sowie längsverlaufenden Ausnehmungen
17 durchsetzt. Nach einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel können hierfür
die Seitenabschnitte 20 und 30 auch mehrere, in einem Winkelabstand nebeneinan
der liegende und dabei in einer Fahrzeugquerebene verlaufende Längsnuten auf
weisen, die zu einer Armaturenbrettverkleidung 18 hin offen sind. Schließlich sind
die Seitenabschnitte 20 und 30 jeweils von der deformierbar ausgebildeten Armatu
renbrettverkleidung 18 mit geringfügigem Abstand überdeckt wobei sich die
Armaturenbrettverkleidung 18 bis nahe zum Lenkgehäuseabschnitt 10 erstreckt so
daß die Seitenabschnitte 20 und 30 in ästhetisch ansprechender Weise im Fahr
zeuginnenraum vorgesehen sind.
Claims (8)
1. Kraftfahrzeug mit mindestens einem Knieaufprallelement, das an wenigstens
einem Bereich am Lenkgehäuse befestigt ist und einen energieverzehrenden
Schaumstoff aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Knieaufprallelement
(1) aus einem am Lenkgehäuse (5) angebrachten und dieses dabei zumindest
teilweise überdeckenden Lenkgehäuseabschnitt (10) und aus wenigstens
zwei, jeweils an diesen seitlich angrenzenden Seitenabschnitten (20, 30) be
steht.
2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenkge
häuseabschnitt (10) zumindest aus einem am Lenkgehäuse (5) befestigten
Tragteil (Blechteil 12) und einem auf diesem angebrachten, energiever
zehrenden Schaumstoffteil (10') besteht.
3. Kraftfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaum
stoffteil (10') des Lenkgehäuseabschnitts (10) von einer Kunststoffabdeckung
(13) überdeckt ist.
4. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden, aus
energieverzehrendem Schaumstoff bestehenden Seitenabschnitte (20 und 30)
an einem in einer Fahrzeugquerebene verlaufenden Tragrohr (4) befestigt
sind.
5. Kraftfahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden, im
Querschnitt winkelförmig gestalteten Seitenabschnitte (20 und 30) jeweils an
einem seinerseits am Tragrohr (4) angebrachten Haltewinkel (15) befestigt
sind.
6. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Seitenabschnitte (20 und 30) jeweils von mehreren nebeneinander liegenden
sowie in einer Fahrzeugquerebene verlaufenden Ausnehmungen (17) durch
setzt sind.
7. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Seitenabschnitte (20 und 30) mehrere, nebeneinander liegende, jeweils etwa
in einer Fahrzeugquerebene verlaufende Längsnuten aufweisen, die zu einer
Armaturenbrettverkleidung (18) hin offen sind.
8. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Seitenabschnitte (20 und 30) von der deformierbar ausgebildeten Armaturen
brettverkleidung (18) überdeckt sind, die sich jeweils bis nahe zum Lenkge
häuseabschnitt (10) erstreckt.
Priority Applications (1)
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