DE19808290A1 - Fertigungsanordnung zur Fertigung von Werkstücken, insbesondere von Verschlußkappen für Behälter - Google Patents
Fertigungsanordnung zur Fertigung von Werkstücken, insbesondere von Verschlußkappen für BehälterInfo
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Abstract
Fertigungsanordnung zur Fertigung von Werkstücken, insbesondere von Verschlußkappen für Behälter, mit wenigstens zwei gleichen Reihen von jeweils in einer Reihe unterschiedlichen Fertigungsstationen, die jeweils über eine Transport- und/oder Führungseinrichtung in einer Reihe miteinander verbunden sind und die nacheinander Einzelschritte eines Fertigungsverfahrens zur Fertigung der Werkstücke ausführen. Jede Transport- und/oder Führungseinrichtung (10, 32; 22, 34; 12, 36; 34, 38) verbindet jeweils eine Fertigungsstation (z. B. 2) einer Reihe mit den nachfolgenden, den jeweils nachfolgenden Fertigungsschritt ausführenden Stationen (z. B. 4, 6) beider Reihen. Die Fertigungsstationen der parallelen Reihen sind somit gegenseitig vernetzt, so daß kurzzeitige Ausfälle einer Fertigungsstation aufgefangen werden können und so die Fertigungskapazität bei Ausfällen nicht wesentlich verringert ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Fertigungsanordnung
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
Bekannte Vorrichtungen der betreffenden Art zur
Herstellung von Verschlußkappen für Behälter, z. B.
Gläser für Lebensmittel, weisen mehrere Reihen von je
weils in einer Reihe unterschiedlichen Fertigungssta
tionen auf, die jeweils über eine Transporteinrichtung
in einer Reihe miteinander verbunden sind und die nach
einander Einzelschritte eines Fertigungsverfahrens zur
Fertigung der Verschlußkappen ausführen. In einer Reihe
findet sich z. B. zunächst eine Stanzvorrichtung, die
einen Deckelrohling aus Blech ausstanzt und tiefzieht.
Nach Abschluß dieses Fertigungsschrittes transportiert
die Transporteinrichtung den so geformten Rohling zu
einer zweiten Fertigungsstation, in der vorgerollt
wird. Danach gelangt der vorgerollte Rohling in eine
nachfolgende Fertigungsstation, in der das Nachverfor
men erfolgt und dann in eine weitere Fertigungsstation,
in der das Einbringen des Compounds erfolgt. Schließ
lich wird in einer letzten Arbeitsstation der Button
hergestellt, eine Wölbung im zentralen Bereich des Dec
kels.
Da Deckel in außerordentlich großen Mengen her
gestellt werden müssen, sind bei der bekannten Ferti
gungsanordnung mehrere derartige Reihen von Fertigungs
stationen vorgesehen, wodurch sich die Fertigungsmenge
entsprechend vergrößert.
Da jede Fertigungsstation einem Verschleiß unter
liegt und außerdem Ausfälle in jeder Fertigungsstation
vorkommen können, führt ein Fehler oder ein Ausfall in
einer Fertigungsstation einer Reihe zu einem Stillstand
aller Fertigungsstationen in einer Reihe. Dadurch wird
der Fertigungsvorgang dieser Reihe solange unterbro
chen, bis der Fehler behoben oder eine Fertigungssta
tion dieser Reihe ausgetauscht ist. Dadurch ergeben
sich Fertigungsverluste, die beträchtlich sein können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
Nachteile dieser bekannten Fertigungsanordnung zu ver
ringern, also eine Fertigungsanordnung zu schaffen, bei
der Fertigungsausfälle durch Fehler oder Ausfälle einer
Fertigungsstation einer Reihe verringert sind.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird
durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebene
Lehre gelöst.
Der Grundgedanke der erfindungsgemäßen Lehre be
steht darin, die Einzelstationen aller vorhandenen Rei
hen gegenseitig zu vernetzen, so daß Fertigungsstation
en einer Reihe mit Fertigungsstationen einer anderen
Reihe gekoppelt werden und so zusammenarbeiten können
mit dem Ergebnis, daß die Fertigungsausfälle durch Feh
ler in Arbeitsstationen oder bei Austausch derselben
verringert sind. Je größer die Zahl paralleler Reihen
von Fertigungsstationen ist, um so mehr können sich die
einzelnen Reihen einander ergänzen und Ausfälle in ei
ner Reihe jedenfalls teilweise kompensieren.
Dieser Vorteil ergibt sich insbesondere bei einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung, bei der in
die Transportwege der zwischen einer Reihe aufeinand
erfolgender Fertigungsstationen angeordneten Trans
port- und/oder Führungseinrichtungen ein für beide
Transportwege gemeinsamer Speicher zur zeitweisen Spei
cherung von Werkstücken in dem jeweiligen Fertigungs
stadium angeordnet sind. Diese Speicher machen die An
passung der parallelen Reihen von Fertigungsstationen
flexibler und puffern Ausfälle so ab, daß ein Ausfall
einer Fertigungsstation in einer Reihe über die Zeit
gesehen weitgehend ausgeglichen werden kann.
Der bzw. die Speicher können vorteilhafterweise
ein Transportband aufweisen, auf dem die Werkstücke,
z. B. Verschlußkappen, zeitweise verweilen können, ehe
sie von nachfolgenden Fertigungsstationen aufgenommen
werden können.
Eine zweckmäßige Weiterbildung der Grundlehre der
Erfindung besteht darin, daß jede Transport- und/oder
Führungseinrichtung für sich abschaltbar ist. Wird eine
Transport- und/oder Führungseinrichtung abgeschaltet,
so erhält zwar die dieser Transporteinrichtung nachfol
gende Fertigungsstation keine weiteren Werkstücke von
der der Transporteinrichtung vorhergehenden Fertigungs
station, von der in diesem Falle ein Ausfall angenommen
ist, jedoch übernehmen dann benachbarte Fertigungssta
tionen dieses Fertigungsschrittes die Belieferung der
nachfolgenden Fertigungsstationen, deren vorhergehende
Transporteinrichtung abgeschaltet ist.
Anhand der Zeichnung soll die Erfindung an Aus
führungsbeispielen näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt in prinzipieller Darstellung ein Aus
führungsbeispiel einer Fertigungsanordnung
mit zwei parallelen Reihen von Fertigungs
stationen,
Fig. 2 zeigt in gleicher Darstellungsweise wie
Fig. 1 ein zweites Ausführungsbeispiel der
Erfindung und
Fig. 3 zeigt in gleicher Darstellungsweise wie
Fig. 1 ein drittes Ausführungsbeispiel der
Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine Reihe von Fertigungsstationen 2,
4 und 6, die nacheinander verschiedene Fertigungs
schritte an einem nicht dargestellten Werkstück aus
führen. Die Zuführung der Werkstücke zu den Fertigungs
stationen erfolgt jeweils mittels durch Pfeillinien
dargestellte Transporteinrichtungen 8, 10 und 12.
Parallel zu der Reihe von Fertigungsstationen 2, 4
und 6 ist eine zweite Reihe von Fertigungsstationen 14,
16 und 18 angeordnet, die in gleicher Weise einzelne
Fertigungsschritte an den Werkstücken ausführen, die
jeweils durch Transporteinrichtungen 20, 22 und 24 zu
geführt werden. Die Abführung der fertigen Werkstücke
erfolgt durch Transporteinrichtungen 26, 28 und 30.
Die beiden Reihen von Fertigungsstationen 2, 4 und
6 einerseits und 14, 16 und 18 andererseits sind kreuz
weise durch Transporteinrichtungen 32, 34, 36 und 38
verbunden. Diese kreuzweise Verbindung hat zur Folge,
daß beispielsweise aus der Fertigungsstation 2 kommende
teilgefertigte Werkstücke sowohl über die Transportein
richtung 10 zu der den nächsten Fertigungsschritt aus
führenden Fertigungsstation 4 gelangen kann, aber auch
über die Transporteinrichtung 32 zu der ebenfalls den
nachfolgenden Fertigungsschritt ausführenden Ferti
gungsstation 16.
Dies gilt umgekehrt entsprechend für die aus der
Fertigungsstation 14 kommenden teilgefertigten Werk
stücke, die sowohl über die Transporteinrichtung 22 zu
der Fertigungsstation 16 als auch über die Transport
einrichtung 34 zu der Fertigungsstation 4 gelangen kön
nen. Entsprechendes gilt für die Transporteinrichtungen
12, 36, 24, 38, die zu den Fertigungsstationen 6 und 18
führen.
Fig. 1 zeigt in einer Reihe jeweils nur drei Fer
tigungsstationen, um das Prinzip der Erfindung bei die
sem Ausführungsbeispiel zu erläutern. In der Praxis
sind jedenfalls bei einer Fertigungsanordnung zur Fer
tigung von Verschlußkappen für Behälter in einer Reihe
wesentlich mehr aufeinanderfolgende Fertigungsstationen
vorgesehen, beispielsweise sechs zum aufeinanderfolgen
den Stanzen und Tiefziehen, des Vorrollens, Einbringen
des Compounds und der Buttonherstellung. Außerdem sind
zur Vervielfachung der Fertigungskapazität in der Regel
wesentlich mehr parallele Reihen von Fertigungsstatio
nen vorgesehen. Je größer die Zahl der parallelen Rei
hen von Fertigungsstationen ist, um so mehr kann ein
Ausfall einer Fertigungsstation in einer Fertigungs
reihe aufgefangen und so insgesamt eine ins Gewicht
fallende Verringerung der Fertigungskapazität vermieden
werden.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel ähnlich gemäß
Fig. 1. Gleiche oder sich entsprechende Teile sind mit
gleichen Bezugsziffern versehen. Der Unterschied be
steht darin, daß zwischen den Arbeitsstationen 2 und 14
eines Fertigungsschrittes und den Arbeitsstationen 4
und 16 eines nachfolgenden Fertigungsschrittes ein
Speicher 32 angeordnet ist, in den die teilgefertigten
Verschlußkappen über Transporteinrichtungen 34 und 36
gelangen und dort für eine gewisse Zeit verweilen kön
nen, ehe sie durch Transporteinrichtungen 38 und 40 in
die nachfolgenden Fertigungsstationen 4 und 16 gelan
gen.
In gleicher Weise ist zwischen den Fertigungssta
tionen 4 und 16 und den den letzten Fertigungsschritt
ausführenden Fertigungsstationen 6 und 18 ein Speicher
42 angeordnet, in den die Verschlußkappen nach Ausfüh
rung des zweiten Fertigungsschrittes über Transportein
richtungen 44 und 46 gelangen und dort für eine gewisse
Zeit verweilen können, ehe sie durch Transporteinrich
tungen 48 und 50 in die den letzten Fertigungsschritt
ausführenden Fertigungsstationen 6 und 18 gelangen.
Der Vorteil der Fertigungsanordnung gemäß Fig. 2
besteht darin, daß die Speicher 32 und 42 eine gegen
seitige Anpassung der beiden Reihen von Fertigungssta
tionen bewirken. Fällt z. B. Fertigungsstation 2 aus,
weil ein Fehler vorliegt oder weil sie ausgetauscht
werden muß, so wird trotzdem die in dieser Reihe nach
folgende Arbeitsstation 4 von dem Speicher 32 über die
Transporteinrichtung 38 mit Verschlußkappen des ent
sprechenden Fertigungsschrittes gespeist, so daß diese
Fertigungsstation 4 voll weiterarbeiten kann. Sind die
Speicher 32 und 42 genügend groß, so können sie Aus
fallzeiten einer Fertigungsstation voll und ganz auf
fangen, so daß insgesamt ein kontinuierlicher Betrieb
aller anderen Fertigungsstationen außer der ausgefalle
nen möglich ist.
Das in Fig. 3. dargestellte dritte Ausführungs
beispiel der Erfindung entspricht weitgehend dem gemäß
Fig. 1. Gleiche oder sich entsprechende Teile sind mit
gleichen Bezugsziffern versehen. Der Unterschied be
steht darin, daß die Speisung der Transportwege 10, 32;
12, 36; 22, 34; und 24, 38 durch Umschalter 52, 54, 56
und 58 umschaltbar ist, die lediglich schematisch dar
gestellt sind. Ist z. B. die Fertigungseinheit 4 ausge
fallen, so kann der Schalter 52 die Transporteinrich
tung 10 abtrennen und die Speisung der Transportein
richtung 32 herbeiführen, um so die Fertigungsstation
16 zu speisen.
Claims (4)
1. Fertigungsanordnung zur Fertigung von Werkstücken,
insbesondere von Verschlußkappen für Behälter,
- - mit wenigsten zwei gleichen Reihen von jeweils in einer Reihe unterschiedlichen Fertigungsstationen,
- - die jeweils über eine Transport- und/oder Füh rungseinrichtung in einer Reihe miteinander ver bunden sind und die nacheinander Einzelschritte eines Fertigungsverfahrens zur Fertigung der Werk stücke ausführen,
- - daß jede Transport- und/oder Führungseinrichtung (10, 32; 22, 34; 12, 36; 24, 38) jeweils eine Fer tigungsstation (z. B. 2) einer Reihe mit den nach folgenden, den jeweils nachfolgenden Fertigungs schritt ausführenden Stationen (z. B. 4, 6) beider Reihen verbindet.
2. Fertigungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß in die Transportwege der zwischen einer
Reihe aufeinanderfolgender Fertigungsstationen angeord
neten Transport- und/oder Führungseinrichtungen (z. B.
34, 36; 38, 40) ein für beide Transportwege gemeinsamer
Speicher (32, 42) zur zeitweisen Speicherung von Werk
stücken in dem jeweiligen Fertigungsstadium angeordnet
sind.
3. Fertigungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Speicher (32, 34) ein Transportband
aufweist.
4. Fertigungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß jede Transport- und/oder Führungseinrich
tung für sich abschaltbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998108290 DE19808290A1 (de) | 1998-02-27 | 1998-02-27 | Fertigungsanordnung zur Fertigung von Werkstücken, insbesondere von Verschlußkappen für Behälter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1998108290 DE19808290A1 (de) | 1998-02-27 | 1998-02-27 | Fertigungsanordnung zur Fertigung von Werkstücken, insbesondere von Verschlußkappen für Behälter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19808290A1 true DE19808290A1 (de) | 1999-11-04 |
Family
ID=7859093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998108290 Ceased DE19808290A1 (de) | 1998-02-27 | 1998-02-27 | Fertigungsanordnung zur Fertigung von Werkstücken, insbesondere von Verschlußkappen für Behälter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19808290A1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4107084C2 (de) * | 1990-03-09 | 1994-07-21 | Mitsubishi Electric Corp | Transportsystem und Verfahren zur Steuerung eines Transportsystems |
| DE19530475A1 (de) * | 1995-08-18 | 1997-02-27 | Fraunhofer Ges Forschung | Modular aufgebaute Anlage zur Durchführung von Transport, Bearbeitungs- und/oder Montagevorgängen |
-
1998
- 1998-02-27 DE DE1998108290 patent/DE19808290A1/de not_active Ceased
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19530475A1 (de) * | 1995-08-18 | 1997-02-27 | Fraunhofer Ges Forschung | Modular aufgebaute Anlage zur Durchführung von Transport, Bearbeitungs- und/oder Montagevorgängen |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-Z: tz für Metallbearbeitung, 78. Jg., 1984, Heft 5/84, S. 11-17 * |
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