DE19808025A1 - Verfahren zur Herstellung einer Kaltleiteranordnung sowie Verwendung der Kaltleiteranordnung als Strombegrenzer - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Kaltleiteranordnung sowie Verwendung der Kaltleiteranordnung als StrombegrenzerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Kaltleiteranord
nung mit wenigstens einer Metallschicht, deren elektrischer Widerstand einen positi
ven Temperaturkoeffizienten aufweist und zur elektrischen Isolation beidseitig zu ih
ren zwei gegenüberliegenden Hauptflächen jeweils eine Keramikplatte vorsieht,
sowie mit wenigstens einem Kühlelement, das mit einer Keramikplatte in thermischen
Kontakt steht. Überdies wird beschrieben, wie zur Strombegrenzung eine Kaltlei
teranordnung verwendet werden kann.
Kaltleiteranordnungen der vorstehend genannten Gattung werden in an sich be
kannter Weise bevorzugt in elektrischen Schaltkreisen eingesetzt, um stromsensible
Bauelemente vor Kurzschlußströmen zu schützen.
Aus der EP 0 642 199 A1 geht eine Schutzschaltung für einen Stromkreis mit einer
Kondensatorschaltung hervor, die einen reversibel betreibbaren Kurzschlußstrombe
grenzer vorsieht, der einen Kaltleiter aufweist, der in Reihe zu einer Kondensator
bank sowie parallel zu einem Varistor und/oder einem ohmschen Widerstand ge
schaltet ist. Eine ähnliche Strombegrenzungsschaltung ist der EP 0 713 228 A1 zu
entnehmen, die überdies nicht sperrende Kaltleiterstrukturen auf Metallbasis be
schreibt. Der Kaltleiteraufbau weist mindestens eine, vorzugsweise aus Cr/Ni-Schicht
bestehende Widerstandsbahn auf, die thermisch an ein Kühlelement gekoppelt ist.
Zur elektrischen Isolierung der Widerstandsbahn sind elektrisch isolierende und
thermisch leitfähige Isolationsschichten vorgesehen. Für eine möglichst optimale
thermische Kontaktierung aller den Kaltleiter zusammensetzende Schichten ist ein
Druckausgleichselement vorgesehen, das insbesondere die Kaltleiterwiderstands
bahn getrennt durch eine Isolationsschicht gegen das Kühlelement preßt. Auf diese
Weise kann sichergestellt werden, daß die Kaltleitermetallschicht elektrisch getrennt
durch eine Keramikschicht an das Kühlelement angekoppelt ist.
Nachteilhaft bei den bekannten Kaltleiteranordnungen, die über eine mechanische
Anpreßvorrichtung verfügen, ist ihre große und zum Teil sehr schwere Struktur, die
nicht zuletzt durch die den Anpreßdruck hervorrufende Vorrichtung selbst bedingt ist.
Zwar sind in der gleichen Druckschrift, der EP 0 713 228 A1, Kaltleiteranordnungen
gezeigt (siehe hierzu insbesondere Fig. 10), die keine derartige, einen Anpreßdruck
erzeugende Vorrichtung vorsehen, vielmehr sind in dem Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 10 die Metallschichten 16 mit einer Keramikschicht 20 einseitig, beispielsweise
über eine Lötverbindung, fest verbunden und im übrigen mit einer Polymermatrix
umgossen. Unmittelbar auf der Polymermatrix sind Kühlelemente angebracht, die
adhäsiv auf der Polymermatrix anhaften. Zwar ist die bekannte Kaltleiteranordnung
gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 10 unter Verzicht auf eine Anpreßvorrich
tung kompakt und klein auszugestalten, doch verfügt die Polymermatrix über nur
schlechte Wärmeleitungseigenschaften.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Kalt
leiteranordnung sowie eine damit hergestellte Kaltleiteranordnung anzugeben, die
zum einen unter Vermeidung von Klemmvorrichtungen einen kompakten und leichten
Aufbau aufweist und überdies über verbesserte Wärmeleiteigenschaften zur effizi
enten Kühlung des Kaltleiterelementes vorsieht. Insbesondere soll auf den Einsatz
eines Varistors sowie ohmschen Widerstandes zur Strombegrenzung verzichtet wer
den können. Schließlich soll der für die Strombegrenzung erforderliche Kaltleiter
möglichst bewegungsarm innerhalb der Kaltleiteranordnung eingebracht werden
können, um auch bei Auftreten höchster Stromspitzen den quer zu den Leitbahnen
auftretenden Kräften zu widerstehen.
Die Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe ist in den Ansprüchen 1,
5, 6, und 12 angegeben. Der Anspruch 1 richtet sich auf ein Verfahren zur Herstel
lung einer Kaltleiteranordnung, die Ansprüche 5 und 6 beziehen sich auf erfindungs
gemäß ausgebildete Kaltleiteranordnungen sowie Anspruch 12 richtet sich auf eine
erfindungsgemäße Vorrichtung zur Strombegrenzung, die aus einer erfindungsge
mäßen Kaltleiteranordnung zusammengesetzt ist. Den Erfindungsgedanken vorteil
haft weiterbildende Merkmale sind Gegenstand der Unteransprüche.
Zur Vermeidung von voluminösen, schweren und durch mechanische Preßkräfte zu
sammenhaltende Kaltleiteranordnungen ist erfindungsgemäß ein Verfahren zur Her
stellung einer Kaltleiteranordnung, die wenigstens eine Metallschicht, deren elektri
scher Widerstand einen positiven Temperaturkoeffizienten aufweist und zu deren
zwei sich gegenüberliegenden Hauptflächen jeweils eine Keramikplatte vorgesehen
sind, sowie wenigstens ein Kühlelement aufweist, das mit einer Keramikplatte in
thermischem Kontakt steht, derart angegeben, daß die Metallschicht an ihren zwei
Hauptoberflächen jeweils mit den Keramikplatten mittels einer Lot- oder Klebeschicht
miteinander fest verfügt wird.
Durch die Lot- oder Klebeschicht zwischen der Metallschicht und den Keramikplatten
wird eine innige stoffschlüssige Verbindung hergestellt, die zum einen für eine feste
Fixierung der Metallschicht auf den jeweiligen Keramikplatten sorgt und zum anderen
über sehr gute thermische Leitfähigkeiten verfügt, so daß der Wärmefluß zwischen
dem Kühlelement, den Keramikplatten und die Metallschicht unmittelbar und ohne
große Wärmewiderstände möglich ist.
Um den Anforderungen hoher Wärmeleitfähigkeit an die Löt- bzw. Klebeverbindung
gerecht zu werden, müssen Lote bzw. Klebeschichten verwendet werden, die über
besonders gute Wärmeleiteigenschaften verfügen. Wird die Kaltleiteranordnung bei
spielsweise als Strombegrenzer eingesetzt, so wird in Fällen von Überströmen die
kaltleitende Metallschicht erwärmt, wodurch ihr elektrische Widerstand sprunghaft
ansteigt. Durch die Erhöhung des Widerstandes wird der die Kaltleiteranordnung
durchströmende Strom begrenzt, bis das kaltleitende Material seine Ausgangstempe
ratur nach einer gewissen Abkühlzeit wieder erreicht. Da das Auftreten von Über
strömen innerhalb weniger Mikrosekunden erfolgt, muß zum einen die Ansprechzeit
der Kaltleiteranordnung, d. h. die Zeitspanne, innerhalb der die kaltleitende Material
schicht auf ein Temperaturniveau erwärmt wird, bei der ihr elektrischer Widerstand
zur Strombegrenzung einen nennenswerten Betrag annimmt, sowie auch die Zeit
dauer, innerhalb der die erwärmte kaltleitende Metallschicht auf ihre normale Be
triebstemperatur abgesenkt wird, so klein wie möglich gehalten werden. Um den Ab
kühlvorgang so effizient wie nur möglich zu gestalten, sind die zwischen dem Kühl
element und der kaltleitenden Metallschicht vorgesehenen Wärmeübergänge zu opti
mieren. Dies betrifft insbesondere die richtige Wahl des Materials für die Löt- bzw.
Klebeverbindung, über die die kaltleitende Metallschicht an den Keramikplatten fixiert
ist, sowie die Verbindungsschicht, mit der das Kühlelement an wenigstens einer Ke
ramikplatte angrenzt.
Bei der Materialwahl hinsichtlich der Löt- bzw. Klebeverbindung zwischen kaltleiten
der Metallschicht und Keramikplatte ist überdies die elektrische Leitfähigkeit des
Materials von besonderer Bedeutung, zumal die Lot- bzw. Klebeschicht auch im er
wärmten Zustand der kaltleitenden Metallschicht, d. h. im Strombegrenzungsfall, in
dem die kaltleitende Metallschicht sprunghaft einen sehr großen elektrischen Wider
stand annimmt, einen möglichst hohen elektrischen Widerstand aufweisen soll. Nur
im Falle, daß der elektrische Widerstand der Lot- oder Klebeschicht größer ist als der
elektrische Widerstand der kaltleitenden Metallschicht, ist gewährleistet, daß die
Strombegrenzung durch das temperaturabhängige Widerstandsverhalten der kaltlei
tenden Metallschicht bestimmt ist. Andernfalls würde ein Stromfluß durch die Lot-
oder Klebeschicht stattfinden, der nicht nur der strombegrenzenden Wirkung der
Kaltleiteranordnung zuwider läuft, sondern im Falle hoher Stromstärken zur thermi
schen Zerstörung der typischerweise 1/10 mm dicken Lot- oder Klebeschicht führen
würde.
Besonders geeignete Lote für die vorstehende Anwendung sind NiZrTi-Legierungen,
die vorzugsweise aus folgenden Mischungsverhältnissen zusammenzusetzen sind:
Ni22Zr63Ti15-Legierung.
Ni22Zr63Ti15-Legierung.
Ferner eignen sich als Lötverbindungen auch reines Zirkonium oder reines Titan. Für
die Verwendung einer Klebeschicht hat sich als besonders geeignet Silikongummi
erwiesen, dem ein metallisches Pulver beigemengt ist, vorzugsweise Aluminium oder
Silber. Auch können Hochtemperaturkunststoffe wie PEEk, PSU, PAI, PES hierfür
verwendet werden.
Bevorzugte Materialien für kaltleitende Metallschichten stellen Vacon, Eisen oder
Nickel dar. Letzteres weist beispielsweise einen spezifischen elektrischen Wider
stand von 7,3 µΩcm auf. Hingegen weist ein NiZrTi-Lot einen spezifischen elektri
schen Widerstand von 170 µΩcm auf, so daß der Parallelwiderstand aus dem Lot
weniger als 2% des Nickelwiderstandes, bei einer 0,5 mm dicken Nickelschicht, be
trägt.
Um den Einfluß der Lot- oder Klebeschicht auf den Stromfluß durch die Kaltlei
teranordnung auf ein möglichst geringes Maß zu begrenzen, werden die beidseitig
an der kaltleitenden Metallschicht aufgebrachten Lot- oder Klebeschichten derart im
Querschnitt dimensioniert, daß das Verhältnis aus der Summe der Querschnittsflä
chen der an der Metallschicht angrenzenden Lot- oder Klebeschichten und der Quer
schnittsfläche der Metallschicht < 4/5, vorzugsweise 0,12 ist.
Selbst bei Verwendung von an sich bekannten Loten, z. B. Ticusil, Ticuni, Incusil,
CS1, CB4, CB10, Keramitil, die im wesentlichen auf einer Silber-, Kupfer- oder
Nickelbasis beruhen und über einen ungleich geringeren elektrischen Widerstand verfü
gen als beispielsweise eine NiZrTi-Legierung, tragen diese Verbindungsschichten
aufgrund ihrer nur geringen Querschnittsfläche in untergeordneter Weise zu der sich
durch die Temperatur ändernde elektrische Leitfähigkeit der gesamten Kaltlei
teranordnung bei.
In an sich bekannter Weise weist die kaltleitende Metallschicht, die in Art einer
Sandwichstruktur zwischen zwei Keramikplatten eingebracht ist, eine Mäanderform
auf, die Bereiche aufweist, in denen die Metallschicht eine gekrümmte Form an
nimmt, an denen sich jeweils geradlinig verlaufende Bahnabschnitte anschließen.
Insbesondere bei einer möglichst kleinen Dimensionierung der Mäanderstruktur der
Metallschicht, die an den Mäanderkurven sehr kleine Bogenradien aufweisen, ver
sucht der sich durch die Metallschicht fließende Strom jeweils auf der Radiusinnen
seite zu konzentrieren, was zu einer Überhitzung bis hin zu einer Zerstörung der Mä
anderstruktur führen kann.
Um die Kaltleiteranordnung so kompakt und klein wie möglich ausgestalten zu kön
nen, ist erfindungsgemäß erkannt worden, daß die gekrümmten Bereiche der Metall
schicht und/oder der an diesen Bereichen angrenzenden Lot- oder Klebeschichten
wenigstens teilweise einen geringeren elektrischen Widerstand aufweisen müssen,
als diejenigen, die geradlinig verlaufen. So ist es zum einen notwendig, den strom
führenden Querschnitt innerhalb der Mäanderkurven zu vergrößern und/oder dessen
Leitfähigkeit zu erhöhen.
Typischerweise besteht die erfindungsgemäße Kaltleiteranordnung aus jeweils zwei
deckungsgleichen durch jeweils eine Keramikschicht voneinander getrennten mäan
derförmig geformten kaltleitende Metallschichten, die ihrerseits jeweils beidseitig von
Keramikplatten eingeschlossen sind. An wenigstens einer Keramikplatte ist über eine
vorzugsweise Weichlötverbindung ein als Aluminiumkühler oder AlSiC-Kühler aus
gebildetes Kühlelement an die vorzugsweise als Aluminiumnitrit bestehende Kera
mikplatte festgelötet. Vor dem Lötvorgang, bei dem als Lot: Pfarr SnPb36Ag1 verwen
det wird, wird das Kühlelement vorher vernickelt sowie die Aluminiumnitrit-
Keramikplatte metallisiert. Das Lot wird bei etwa 250°C zwischen den beiden Ele
menten zur festen Verbindung eingebracht. Die gesamte Kaltleiteranordnung und
insbesondere die Metall/Mäanderbahnen können dabei derart dimensioniert werden,
daß ihre elektrischen Eigenschaften hinsichtlich Kapazität, Induktivität und elektri
scher Widerstand vollständig einer Strombegrenzerschaltung entsprechen, die in an
sich bekannter Weise aus einem gekühlten nichtlinearen PTC-Widerstand und par
allel dazu einem Varistor und einem linearen Widerstand bestehen. Mit Hilfe der er
findungsgemäßen Maßnahmen und geeigneten Dimensionierungen der Metall
schichten innerhalb der Kaltleiteranordnung ist es möglich, eine vollständige Vor
richtung zur Strombegrenzung in elektrischen Schaltkreisen zum Schutz von elektri
schen Bauelementen vor auftretenden Kurzschlußströmen unter Verwendung aus
schließlich einer einzigen erfindungsgemäßen Kaltleiteranordnung zu realisieren.
Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsge
dankens anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
exemplarisch beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 Querschnittsdarstellung durch eine Kaltleiteranordnung in integrierter
Version,
Fig. 2a, b Querschnittsdarstellungen durch zwei Keramikplatten mit
eingelöteter kaltleitenden Metallschicht mit unterschiedlichen
Querschnittsflächen,
Fig. 3a, b mäanderförmige, kaltleitende Metallschicht mit gekrümmten
Mäanderkurven,
Fig. 4a, b Mäanderkurvenstruktur mit angrenzender Lötschicht hoher
elektrischer Leitfähigkeit,
Fig. 5a, b, c Mäanderkurvenstruktur, bestehend aus Material höherer
elektrischer Leitfähigkeit, sowie
Fig. 6a, b Mäanderkurvenstruktur mit aus der Mäanderebene erhabenen
Kurvenbögen,
Fig. 7 Mäanderstruktur mit hochkant verlaufenden Mäanderbahnen.
Aus Fig. 1 ist eine Querschnittsdarstellung durch eine erfindungsgemäße Kaltlei
teranordnung zu entnehmen, deren Herzstück eine 5-Schichtstruktur aufweist, be
stehend aus drei Keramikplatten 1, die vorzugsweise aus Aluminiumnitrit (AlN) oder
Aluminiumoxid (Al2O3) bestehen und dazwischen jeweils eine kaltleitende Metall
schicht 2 vorsehen, die im gezeigten Beispiel aus reinem Nickel gefertigt ist. Die
Metallschichten 2 weisen senkrecht zur Zeichenebene eine Mäanderstruktur auf, auf
die im weiteren noch eingegangen wird. Die Form und Größe der Metallschichten 2
sind derart ausgelegt, daß sie im Einsatz als Strombegrenzer die im Kurzschlußfalle
auftretende gesamte Kondensatorenergie aufnehmen können, wodurch der platzbe
dürftige Varistor und Parallelwiderstand, wie sie aus den bekannten Strombegren
zerschaltungen hervorgehen, nicht mehr nötig sind. Erfindungsgemäß sind die Me
tallschichten 2 zwischen den Keramikplatten 1 beidseitig mittels einer Lötschicht 3
mit den Keramikplatten 2 stoffschlüssig verbunden. Die Lötschicht 3 besteht aus den
bereits vorstehend genannten Überlegungen hinsichtlich der thermischen und elek
trischen Leitfähigkeit, vorzugsweise aus einer NiZrTi-Legierung, die bei einer typi
schen Lotschichtdicke von 30 µm eine spezifische Wärmeleitfähigkeit von 8 W/mK
aufweist. Überdies weist das Lot einen spezifischen elektrischen Widerstand von 170
µΩcm auf.
In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel einer Kaltleiteranordnung ist die
unterste Keramikplatte 1 thermisch an ein Kühlelement 4 über eine weitere Lot
schicht 5 angekoppelt. Typischerweise erfolgt die thermische Ankopplung zwischen
dem Kühlelement 4 und der Keramikplatte 1 mit einer Weichlotschicht, wobei vor der
Verlötung das vorzugsweise aus Aluminium bestehende Kühlelement 4 an seiner
Oberfläche vernickelt n und die Keramikplatte metallisiert m wird. Ein für diese Ver
bindung geeignetes Lotmaterial ist Pfarr SnPb36Ag1.
In ähnlicher Weise kann auf der dem Kühlelement 4 gegenüberliegenden Seite 6 der
Kaltleiteranordnung gemäß Fig. 1 ein weiteres Kühlelement aufgebracht werden, um
den Kühleffekt der gesamten Kaltleiteranordnung zu verbessern.
Durch die Verlötung der einzelnen Schichten, aus denen die erfindungsgemäße
Kaltleiteranordnung zusammengesetzt ist, ist die Bauhöhe unter Zugrundelegung
geeigneter Dimensionen für die einzelnen Metallschichten erheblich zu reduzieren,
beispielsweise auf nur 35 mm, im Vergleich zu Bauhöhen von 150 mm von konven
tionellen Kaltleiteranordnungen, bei denen der Zusammenhalt der einzelnen Schich
ten mit Hilfe geeigneter Klemmvorrichtungen erfolgt.
Die in der erfindungsgemäßen Kaltleiteranordnung verwendeten kaltleitenden Metall
schichten 1 weisen in an sich bekannter Weise eine Mäanderstruktur auf und verfü
gen über eine Form und Schichtdicke, die einem gewünschten Widerstandswert so
wie der Aufnahmefähigkeit einer gewissen Maximalenergie entspricht. Ausgehend
von einer gewünschten Dimensionierung wird eine Umrißzeichnung der mäander
förmigen Metallschicht, beispielsweise im DXF-Format angefertigt, die direkt von ei
ner Erodiermaschine lesbar ist. Mit Hilfe dieser Maschine werden die Mäanderstruk
turen vorzugsweise aus einer 250 bis 500 mm dicken Nickelfolie herausgearbeitet.
Gleichsam der Mäanderstruktur wird als Lot eine Folie, bestehend aus amorphen
Ni22Zr63Ti15 verwendet. Typischerweise können derartige Lotfolien mit Breiten von 35
mm und Dicken von 30 µm als Streifen bezogen werden. Übliche Lotschichtdicken für
die stoffschlüssige Verbindung zwischen der kaltleitenden Metallschicht 2 und der
entsprechenden Keramikplatte 1 sollen zwischen 35 und 100 µm betragen, um den
Lötvorgang möglichst lunkerfrei ablaufen zu lassen. Um dickere Lotschichten zu er
halten, werden entsprechend mehrere einzelne Lotschichten mit Kleber, mittels
Punktschweißen oder anderen Fügeverfahren miteinander verbunden.
Nachfolgend werden auf beiden Seiten der aus Nickel bestehenden Metallschicht die
vorbereiteten Lotfolien aufgebracht, die nachstehend an überhängenden Bereichen
entsprechend der Mäanderform der Nickelschicht auserodiert werden. Die nun mä
anderförmig aus Nickel und Lot bestehenden Schichtabfolgen werden zwischen zwei
Keramikplatten positioniert und entsprechend verlötet. Der Lötvorgang erfolgt unter
Hochvakuumbedingungen bei einer Maximaltemperatur von etwa 920°C, wobei wäh
rend des Lötens die Schichtanordnung mit einem Druck von ca. 50 g/cm2 zusam
mengepreßt werden. Die auf diese Weise zusammengefügte Schichtenabfolge zeigt
eine besonders große Festigkeit bei Thermozyklus-Versuchen, in denen Tempera
turwechsel zwischen -50°C und 150°C durchgeführt werden. So überstehen derartige
Kaltleiteranordnungen weit mehr als 1900 Thermozyklen unbeschadet.
Neben dem erwähnten hochreinen Nickel als kaltleitendes Metall kann auch Eisen
oder Vacon CF25 verwendet werden, das eine neue Legierung aus einer Vacon
schmelze mit einem besonders hohen Anstieg im Widerstand bei hohen Temperatu
ren ist. Vacon CF25 hat einen Widerstandshub von 17,5 bei einer Wärmung von
20°C bis 1000°C, wohingegen Nickel lediglich einen Widerstandshub von 6,5 auf
weist.
Grundsätzlich kann eine Kaltleiteranordnung aus beliebig vielen Schichtabfolgen
zwischen Keramikplatten und Metallschichten aufgebaut sein und auf diese Weise
modular erweitert werden, ohne den Aufwand von extra vorzusehenden Klemmvor
richtungen betreiben zu müssen, die überdies die gesamte Schichtanordnung um
greifen müßten und auf diese Weise zu einer noch größeren Bauform führen.
Auch ist es möglich, auf einem einzigen Kühlelement mehrere Strombegrenzermo
dule nebeneinander aufzulöten, die in Reihe oder parallelgeschaltet werden können.
Das vorstehend genannte Lotmaterial, bestehend aus einer NiZrTi-Legierung, weist
besonders geeignete elektrische und thermische Eigenschaften auf, die besonders
vorteilhaft hinsichtlich der kaltleitenden Eigenschaften der Metallschicht sind. Werden
für den Zusammenhalt zwischen der Metallschicht und die an diese angrenzenden
Keramikplatten herkömmliche Lote, beispielsweise Ticusil, Ticuni, Incusil, CS1, CB4,
CB10, Keramitil usw. verwendet, so ist darauf zu achten, daß die Lotschichtdicke im
Vergleich zur Metallschichtdicke nur von untergeordneter Dimension ist, so daß ein
möglicher Stromfluß im Strombegrenzungsfall durch die Lotschichten aufgrund ihrer
nur sehr geringen Schichtdicke weitgehend unterbunden wird.
In den Fig. 2a und 2b sind jeweils zwei Schichtanordnungen angegeben, die aus
zwei Keramikplatten 1 mit einer dazwischenliegenden Metallschicht 2 bestehen. Im
Fall der Fig. 2a setzt sich der Stromfluß führende Querschnitt der Anordnung aus
etwa knapp 50% aus Lotmaterial 3 und der Rest als kaltleitendem Metall 1 zusam
men. Bei Verwendung der vorstehend verwendeten Lote, die im Falle eines Kurz
schlusses nicht wie die kaltleitende Metallschicht, die mit steigender Temperatur und
damit steigendem Widerstand den Strom begrenzt, sondern wie ein den Widerstand
kurzschließenden Leiter wirken, ist der Effekt der Strombegrenzung nur unbefriedi
gend.
In Fig. 2b hingegen ist die Dicke der kaltleitenden Metallschicht 2 wesentlich größer
als die Summe der Querschnitte beider Lotschichten 1, wodurch ihr Beitrag zur elek
trischen Leitfähigkeit auch im Kurzschlußfall erheblich reduziert wird. Neben der Ver
größerung des Strömungsquerschnittes durch die Metallschicht können die Lot
schichtdicken reduziert werden auf 0,05 bis 0,025 mm, wobei jedoch die Gefahr be
steht, daß während des Lötvorganges Lunkerstellen entstehen.
Neben der richtigen Wahl der Querschnittsfläche der kaltleitenden Metallschicht,
durch die der elektrische Strom gerichtet ist, ist auch die Länge der Metallschicht
durch die gewünschten elektrischen Vorgaben, wie beispielsweise Größe der Kon
densatorbank und erwünschter Maximalstrom geeignet zu wählen. So können je
nach Einsatzmöglichkeiten die Metallschichtlängen bis zu 1 m betragen, die in ver
nünftigen Abmessungen in eine Kältleiteranordnung zu integrieren sind.
Als besonders geeignet hierfür wird die Mäanderform angesehen, die in Fig. 3a ab
gebildet ist. Die in Mäanderform ausgebildete kaltleitende Metallschicht 2 weist je
weils parallelverlaufende geradlinige Bereiche 7 sowie die geradlinigen Bereiche
verbindende gekrümmte Bereiche 8 auf, die sogenannten Mäanderkurven. Eine typi
sche Dimensionierung einer aus Nickel bestehenden Metallschicht weist ein Breiten-
Dickenverhältnis von 5 × 0,25 mm auf, so daß über eine möglichst große Fläche die
Verlustwärme im Normalbetrieb als auch die Wärme aus dem Kurzschlußstrom
durchgang möglichst schnell über die stoffschlüssige Lötverbindung in den angren
zenden Kühler abgeführt werden kann. Die mäanderförmige Geometrie weist jedoch
den Nachteil auf, daß je kleiner die Bogenradien in den Mäanderkurven 8 werden,
um so mehr versucht der durch die Metallschicht hindurchfließende Strom sich auf
der Mäanderkurveninnenseite zu konzentrieren, wodurch lokale Überhitzungen in der
Metallschicht entstehen, die bis hin zur Zerstörung der Metallschicht selbst führen.
Insbesondere bei der Miniaturisierung von Kaltleiteranordnungen mit möglichst klein
ausgebildeten Mäanderstrukturen ist erfindungsgemäß erkannt worden, daß zur
Vermeidung der thermischen Überhitzung in den Mäanderkurven entweder der
stromführende Querschnitt innerhalb der Kurven vergrößert und/oder die elektrische
Leitfähigkeit in den gekrümmten Bereichen erhöht werden muß.
Beispielsweise hat man unter Verwendung einer Nickelmäanderschicht herausge
funden, daß thermische Überhitzungen in den Mäanderkurven vermieden werden
können, sofern gemäß Fig. 3b der kleinste innere Krümmungsradius r wenigstens 0.8
mal größer ist als die Stegbreite d der Metallschicht innerhalb der geradlinig verlau
fenden Bereiche. Überdies soll die Breite h der Metallschicht im Scheitelpunkt der
Mäanderkurve wenigstens 1,5 mal größer als die Breite d sein.
Alternativ oder in Ergänzung zu der vorstehend genannten Maßnahme der Quer
schnittsvergrößerung innerhalb der Mäanderkurve können die Mäanderkurven mit
einem sehr gut leitfähigem Metall überzogen werden, wodurch die Stromdichte in
nerhalb der Metallschicht reduziert wird, da der Stromfluß nunmehr auf die umlie
gende gut leitfähige Metallschicht ausweichen kann. Insbesondere sollte das zusätz
lich auf die Mäanderkurven aufgebrachte Material kein PTC-Material sein, so daß der
elektrische Widerstand in diesem aufgebrachten Material 9 mit steigender Tempera
tur weitgehend konstant bleibt.
Eine derartige Anordnung ist in den Fig. 4a und b dargestellt. Zwischen den Kera
mikplatten 1 ist in den geradlinig verlaufenden Mäanderbereichen 7 die aus Nickel
bestehende Metallschicht 2 beidseitig jeweils mit einer Lötschicht 3, bestehend aus
einer NiZrTi-Legierung, mit den Keramikplatten 1 stoffschlüssig verbunden. Im Mä
anderkurvenbereich 8 wird im Unterschied zum geradlinigen Bereich 7 zum Stoff
schluß zwischen Metallschicht 2 und Keramikplatten 1 ein Lot 9 mit höherer elektri
scher Leitfähigkeit verwendet. Lote mit derartig höheren elektrischen Leitfähigkeiten
sind beispielsweise auf Kupfer oder Silber basierende Verbindungen.
Als Beispiel für ein derartiges Lot eignet sich AgCuTi (Ticusil), das bei einer Lot
schichtdicke von 100 µm einen spezifischen Widerstand von 2,6 µΩcm aufweist.
Durch diese Maßnahme würde bei einer 500 µm dicken Nickelmetallschicht 2 und
einem 100 µm dicken Lot der elektrische Widerstand in den Mäanderkurven um den
Faktor 2 reduziert. Bei Verwendung einer 250 µm dicken Nickelmetallschicht 2 und
einer Lotschicht von gleicher Dicke (100 µm) kann der elektrische Widerstand sogar
um den Faktor 3 reduziert werden.
Alternativ zur Verwendung von Lote mit höherer elektrischer Leitfähigkeit kann un
mittelbar auf der Metallschicht reines Kupfer oder Silber aufgespritzt werden, wobei
die aufgespritzte Schicht derart dünn gehalten sein muß, daß eine weitere Lotschicht
zur Keramikplatte 1 eingebracht werden kann.
Eine weitere Möglichkeit den elektrischen Widerstand in der Mäanderkurve zu redu
zieren ist der Einsatz eines nicht kaltleitenden Materials 10 mit höherer elektrischer
Leitfähigkeit in den Mäanderkurven anstelle der kaltleitenden Metallschicht. In Fig. 5a
ist eine Draufsicht und in Fig. 5b eine Querschnittsdarstellung für diese Anordnung
gezeigt. In üblicher Weise besteht die Metallschicht 2 in den geradlinigen Bereichen
7 aus Nickel, das im Übergang zu den gekrümmten Bereichen durch eine Trennlot
schicht 11 abgeschnitten ist. Im Mäanderkurvenbereich 8 schließt sich zur Fortset
zung der Metallschicht 2 ein Material 10 an, das über eine höhere elektrische Leitfä
higkeit verfügt, als die Metallschicht 2 im geradlinig verlaufenden Bereich.
Gemäß Fig. 5c kann die Materialschicht 10 einen größeren Querschnitt als im gerad
linigen Bereich aufweisen, um zusätzlich durch die Biegung verursachende Strom
verdichtungen zu vermeiden.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel, das eine weitere Miniaturisierung der Mäander
struktur ermöglicht, ist in den Fig. 6a und b dargestellt. So ist es möglich, mehrere
Mäanderbögen auf gleicher Auflagefläche zu realisieren, indem die stromleitende
Metallschicht in den Mäanderkurven 8 bei gleichbleibendem Querschnitt aus der
Ebene der Mäanderstruktur verdreht sind. In Fig. 6b ist eine Querschnittsdarstellung
der hochkant verdrehten Mäanderkurvenbereiche dargestellt, durch die der Abstand
zwischen zwei parallel verlaufende geradlinige Bereiche 7 verkürzt werden kann. Um
Wiederholungen zu vermeiden, werden auf die ursprünglich eingeführten Bezugszei
chen zum Verständnis der Materialabfolge in Fig. 6b verwiesen.
Aus Gründen der Platzersparnis und Miniaturisierung von Kaltleiteranordnungen ist
es besonders vorteilhaft, wenn die einzelnen Mäanderstrukturen hochkant nebenein
ander verlaufen, wie es in Fig. 7 dargestellt ist. Die einzelnen kaltleitenden Metall
schichten 2 sind in einen fächerförmig vorgearbeiteten Keramikkörper 1 eingebracht
und mit diesem über eine Lötschicht 3 verbunden. Durch die Hochkantanordnung der
mäanderförmig verlaufenden Metallschicht 2 können die einzelnen geradlinig ver
laufenden Mäanderbahnen, die im Querschnitt in Fig. 7 dargestellt sind, enger zu
sammengebracht werden. Vor allem ist es denkbar, neben im Querschnitt rechteckig
geformte Mäanderbahnen auch mäanderförmige Metallschichten mit kreisrundem
Querschnitt zu verwenden.
1
Keramikplatte
2
Kaltleitende Metallschicht
3
Lötschicht
4
Kühlelement
5
Lötschicht
6
obere Seite des Kaltleiteranordnung
7
Geradlinige Bereiche
8
Gekrümmte Bereiche, Mäanderkurve
9
Lot mit höherer elektrischer Leitfähigkeit
10
Material mit höherer elektrischer Leitfähigkeit
11
Trennlotschicht
Claims (14)
1. Verfahren zur Herstellung einer Kaltleiteranordnung mit wenigstens einer Me
tallschicht (2), deren elektrischer Widerstand einen positiven Temperaturkoeffizienten
aufweist und zur elektrischen Isolation beidseitig zu ihren zwei gegenüberliegenden
Hauptflächen jeweils eine Keramikplatte (1) vorsieht,
sowie mit wenigstens einem Kühlelement (4), das mit einer Keramikplatte (1) in
thermischen Kontakt steht,
dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschicht (2) an ihren zwei Hauptoberflächen
jeweils mit den Keramikplatten (1) mittels einer Lot- oder Klebeschicht (3) miteinan
der fest verfügt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß als Lot zur Lötverbindung eine NiZrTi-Legierung, vor
zugsweise eine Ni22Zr63Ti15-Legierung, oder Zr oder Ti verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Klebeschicht Silikongummi aufweist, dem ein
metallisches Pulver beigemengt ist, vorzugsweise Al oder Ag.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lot- oder Klebeschicht (3) einen größeren spezi
fischen elektrischen Widerstand aufweist, als die Metallschicht (2).
5. Kaltleiteranordnung mit wenigstens einer Metallschicht (2), deren elektrischer
Widerstand einen positiven Temperaturkoeffizienten aufweist und zur elektrischen
Isolation beidseitig zu ihren zwei gegenüberliegenden Hauptflächen jeweils eine Ke
ramikplatte (1) vorsieht,
sowie mit wenigstens einem Kühlelement (4), das mit einer Keramikplatte (1) in
thermischen Kontakt steht,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Hauptoberflächen der Metallschicht (2)
und den Keramikplatten (1) jeweils eine Lot- oder Klebeschicht (3) vorgesehen ist,
und daß das Verhältnis aus der Summe der Querschnittsflächen der an der Metall
schicht (2) angrenzenden Lot- oder Klebeschichten (3) und der Querschnittsfläche
der Metallschicht kleiner 4/5, vorzugsweise 0,12 ist.
6. Kaltleiteranordnung nach Anspruch 5 oder dem Oberbegriff des Anspruchs 5,
wobei die Metallschicht (2) in Mäanderform ausgebildet ist und Bereiche (8) aufweist,
in denen die Metallschicht (2) gekrümmt ist und an diese anschließende Bereiche (7)
aufweist, die weitgehend geradlinig verlaufen,
dadurch gekennzeichnet, daß die gekrümmten Bereiche (8) der Metallschicht (2)
und/oder der an diesen Bereichen angrenzenden Lotschichten wenigstens teilweise
einen geringeren elektrischen Widerstand aufweisen gegenüber denjenigen, die ge
radlinig verlaufen.
7. Kaltleiteranordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die mäanderförmige Metallschicht (2) in den ge
krümmten Bereichen (8) einen Krümmungsradius r aufweist, der wenigstens 0,8 mal
größer ist als die Breite d der geradlinig verlaufenden Metallschicht.
8. Kaltleiteranordnung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Breite h der Metallschicht im Scheitelpunkt der
gekrümmten Bereiche wenigstens 1,5 mal größer ist als die Breite d.
9. Kaltleiteranordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß in den gekrümmten Bereichen (8) ein Lot für die Löt
verbindung zwischen Keramikplatte (1) und Metallschicht (2) verwendet wird, das
über eine höhere elektrische Leitfähigkeit, bspw. AgCu- oder AgCuTi-Lot, verfügt, als
das Lot in den geradlinigen Bereichen.
10. Kaltleiteranordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar auf den gekrümmten Bereichen (8) der
Metallschicht (2) eine dünne, gut elektrisch leitende Schicht, vorzugsweise Cu oder
Ag, aufgebracht ist.
11. Kaltleiteranordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der gekrümmte Bereich (8) der Metallschicht (2) mit
gleichbleibender Querschnittsfläche aus der Ebene der Mäanderstruktur verdreht ist.
12. Vorrichtung zur Strombegrenzung in elektrischen Schaltkreisen zum Schutz
von elektrischen Bauelementen vor auftretenden Kurzschlußströmen unter aus
schließlicher Verwendung einer Kaltleiteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kaltleiteranordnung eine 5-fach Schichtstruktur
aufweist, mit drei Keramikplatten, zwischen denen zwei Metallschichten, jeweils in
abwechselnder Reihenfolge, angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschichten jeweils eine Mäanderstruktur
aufweisen und derart zwischen den Keramikschichten angeordnet sind, daß
sich ihre Mäanderbahnen untereinander in Deckung befinden und derart miteinander
elektrisch verschaltet sind, daß sie jeweils in entgegengesetzter Richtung von elektri
schem Strom durchflossen werden.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1998108025 DE19808025A1 (de) | 1998-02-26 | 1998-02-26 | Verfahren zur Herstellung einer Kaltleiteranordnung sowie Verwendung der Kaltleiteranordnung als Strombegrenzer |
| EP99810105A EP0939410A3 (de) | 1998-02-26 | 1999-02-09 | Verfahren zur Herstellung einer Kaltleiteranordnung sowie Verwendung der Kaltleiteranordnung als Strombegrenzer |
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| DE1998108025 DE19808025A1 (de) | 1998-02-26 | 1998-02-26 | Verfahren zur Herstellung einer Kaltleiteranordnung sowie Verwendung der Kaltleiteranordnung als Strombegrenzer |
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| DE102024118186A1 (de) * | 2024-06-27 | 2025-12-31 | Isabellenhütte Heusler Gmbh & Co. Kg | Widerstand und Betriebsverfahren dafür |
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| EP0939410A2 (de) | 1999-09-01 |
| EP0939410A3 (de) | 2000-07-26 |
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