DE19807631A1 - Härtbare Dentalmassen - Google Patents
Härtbare DentalmassenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft härtbare Dentalmassen, enthaltend über Si-O-Si-Gruppen
vernetzte Perlpolymerisate mit einem mittleren Teilchendurchmesser von 1 bis 10 µm.
Härtbare Dentalmassen werden im breiten Maße in der Zahnmedizin und Zahntechnik
z. B. als Kunststoffüllungsmaterialien, Zahnlacke, Versiegler, Befestigungsmaterialien,
Verblendmaterialien und zur Herstellung künstlicher Zähne angewendet.
Übliche härtbare Dentalmassen enthalten als Hauptbestandteile (Meth)acrylatmono
mere und Füllstoffe. Die Füllstoffe können dabei anorganische Stoffe wie
Siliziumdioxid, Silicate oder Gläser sein. Organische Füllstoffe sind in der Regel Poly
mere, die in unregelmäßiger Form oder als Kugeln vorliegen können. Kugelförmige
Polymere werden als organische Füllstoffe bevorzugt. In der EP 2 850 916 werden
Dentalwerkstoffe beschrieben, die vernetzte Perlpolymerisate mit einem mittleren
Teilchendurchmesser von 10 bis 100 µm enthalten, wobei es sich um Methacrylat
polymere, die mit Ethylenglykoldimethacrylat oder Divinylbenzol vernetzt sind,
handelt.
Diese Dentalmaterialien haben gute Verarbeitungseigenschaften, zeigen aber bei
starken Beanspruchungen einen erhöhten Verschleiß und die Ausbildung einer nicht
ausreichend glatten Oberfläche.
Es wurde nun gefunden, daß härtbare Dentalmassen, die über Si-O-Si-Gruppen ver
netzte Perlpolymerisate mit einer mittleren Teilchengröße von 1 bis 10 µm enthalten,
zu Dentalwerkstoffen ausgehärtet werden können, die eine hohe Verschleißfestigkeit
und eine glatte hochglänzende Oberfläche aufweisen.
Gegenstand der Erfindung sind härtbare Dentalmassen, die über Si-O-Si-Gruppen
vernetzte Perlpolymerisate mit einer mittleren Teilchengröße von 1 bis 10 µm ent
halten.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthalten die härt
baren Dentalmassen
- a) 5 bis 65 Gew. -Teile über Si-O-Si-Gruppen vernetzte Perlpolymerisate mit einer mittleren Teilchengröße von 1 bis 10 µm
- b) 35 bis 70 Gew.-Teile Monomere
- c) 0 bis 65 Gew.-Teile anorganischen Füllstoff
- d) 0,1 bis 5 Gew.-Teile Starterzusätze
- e) 0 bis 10 Gew.-Teile Additive.
Die über Si-O-Si-Gruppen vernetzten Perlpolymerisate (a) enthalten 50 bis
99 Gew.-% polymerisierte Vinylmonomereinheiten und 1 bis 50 Gew.-% polymeri
sierte Silanmonomereinheiten, bevorzugt 75 bis 98 Gew.-% Vinylmonomereinheiten
und 2 bis 25 Gew.-% Silanmonomereinheiten, besonders bevorzugt 85 bis 98 Gew.-%
Vinylmonomereinheiten und 2 bis 15 Gew.-% Silanmonomereinheiten. Die Silan
monomereinheiten sind zumindest teilweise über Si-O-Si-Gruppen vernetzt, bei
spielsweise mindestens zu 50%, bis hin zur Gesamtheit (100%) der möglichen
Si-O-Si-Vernetzung.
Als vernetzende Silanmonomereinheiten kommen solche der Formel
in Betracht, in der
R1 Wasserstoff oder Methyl bedeutet,
R2 geradkettiges oder verzweigtes C2-C12-Alkylen ist, dessen Kohlenstoffkette durch -O-, -NR-, -COO- oder -NH-COO- unterbrochen sein kann,
R3 für geradkettiges oder verzweigtes C1-C6-Alkyl oder Phenyl steht,
X eine hydrolisierbare Gruppe bedeutet,
a den Wert null, eins oder zwei annimmt und
b den Wert null oder eins annimmt.
R1 Wasserstoff oder Methyl bedeutet,
R2 geradkettiges oder verzweigtes C2-C12-Alkylen ist, dessen Kohlenstoffkette durch -O-, -NR-, -COO- oder -NH-COO- unterbrochen sein kann,
R3 für geradkettiges oder verzweigtes C1-C6-Alkyl oder Phenyl steht,
X eine hydrolisierbare Gruppe bedeutet,
a den Wert null, eins oder zwei annimmt und
b den Wert null oder eins annimmt.
Geradkettiges oder verzweigtes Alkylen mit 2 bis 12 C-Atomen ist beispielsweise
Dimethylen, Trimethylen, Tetramethylen, Pentamethylen, Hexamethylen, Octa
methylen, Decamethylen oder Dodecamethylen sowie 1,2-Propylen, 1,2- und
1,3-Butylen und ähnlich bekannte verzweigte Strukturen. Bei Unterbrechung der
Kohlenstoffkette durch -O-, -NH-, -COO- oder -NM-COO- gelangt man in bekannter
Weise in die Reihe der Polyether, Polyamine, Oligoester oder Oligourethane. In be
vorzugter Weise steht anstelle von C2-C12-Alkylen ein C2-C6-Alkylen, dessen
Kohlenstoffkette durch -O- unterbrochen sein kann.
Geradkettiges oder verzweigtes C1-C6-Alkyl ist beispielsweise Methyl, Ethyl, Propyl,
Isopropyl, Butyl, Isobutyl, tert.-Butyl sowie die bekannten C5- und C6-Kohlenwasser
stoffreste.
Hydrolisierbare Gruppen am Si-Atom sind dem Fachmann bekannt und umfassen bei
spielsweise Halogenatome, wie Fluor, Chlor oder Brom, insbesondere Chlor, Alkoxy
gruppen wie C1-C6-Alkoxy, insbesondere Methoxy oder Ethoxy, ferner Carboxylat-
und Carbonamidgruppen, wie Acetat, Propionat, Acetylamino oder Propionylamino.
Bevorzugt bedeutet X ein Chloratom oder C1-C4-Alkoxy, in besonders bevorzugter
Weise Methoxy und Ethoxy.
a ist vorzugsweise 0; b vorzugsweise 1.
Bevorzugte Silanmonomereinheiten sind solche der Formel
worin
R12 geradkettiges oder verzweigtes C2-C8-Alkylen ist, dessen Kohlenstoffkette durch -O- unterbrochen sein kann und
R1 und X die obengenannte Bedeutung haben. Beispiele für geeignete Silanmonomerverbindungen sind:
Vinyl-trimethoxysilan, Vinyl-triethoxysilan, Vinyl-methyl-dimethoxysilan, Vinyl methyl-diethoxysilan, γ-Methacryloyloxypropyl-trimethoxysilan, γ-Methacryloyl-oxy propyl-triethoxysilan, γ-Methacryioyloxypropyl-methyl-dimethoxysilan, γ-Meth acryloyloxypropyl-methyl-diethoxysilan, γ-Acryloyloxypropyl-trimethoxysilan, γ-Acryloyloxypropyl-triethoxysilan, γ-Acryloyloxypropyl-methyl-dimethoxysilan und γ-Acryloyloxypropyl-methyl-diethoxysilan.
R12 geradkettiges oder verzweigtes C2-C8-Alkylen ist, dessen Kohlenstoffkette durch -O- unterbrochen sein kann und
R1 und X die obengenannte Bedeutung haben. Beispiele für geeignete Silanmonomerverbindungen sind:
Vinyl-trimethoxysilan, Vinyl-triethoxysilan, Vinyl-methyl-dimethoxysilan, Vinyl methyl-diethoxysilan, γ-Methacryloyloxypropyl-trimethoxysilan, γ-Methacryloyl-oxy propyl-triethoxysilan, γ-Methacryioyloxypropyl-methyl-dimethoxysilan, γ-Meth acryloyloxypropyl-methyl-diethoxysilan, γ-Acryloyloxypropyl-trimethoxysilan, γ-Acryloyloxypropyl-triethoxysilan, γ-Acryloyloxypropyl-methyl-dimethoxysilan und γ-Acryloyloxypropyl-methyl-diethoxysilan.
Die in die erfindungsgemäßen Perlpolymerisate zunächst einpolymerisierten Silan
monomereinheiten werden im Verlaufe der weiteren Herstellung so umgewandelt, daß
die hydrolysierbaren Gruppen zumindest teilweise durch Hydrolysereaktion abge
spalten werden und die entstehenden Si-OH-Gruppen durch Kondensationsreaktion
zu Si-O-Si-Brücken umgewandelt werden.
Es können auch mehrere der Silanmonomerverbindungen im Gemisch eingesetzt
werden.
Vinylmonomere für die erfindungsgemäßen vernetzten Perlpolymerisate sind eine oder
mehrere Verbindungen aus der Gruppe der nicht substituierten oder substituierten
geradkettigen, verzweigten oder cyclischen Olefine und Diolefine, der ungesättigten
Carbonsäuren oder deren Derivate und der Vinylderivate von Carbonsäuren. Beispiele
hierfür sind: Styrol, α-Methylstyrol, Vinyltoluol, substituierte Vinyltoluole, wie Vinyl
benzylchloride, Butadien, Isobutylen, 2-Chlorbutadien, 2-Methylbutadien, Vinyl
pyridin, Cyclopenten, Cyclopentadien und andere; (Meth)acrylsäureester wie Ethyl
methacrylat, Butylmethacrylat, Butylacrylat und Hydroxymethyl-methacrylat, Acryl
nitril und andere; Vinylacetat, Vinylpropionat und andere. In bevorzugter Weise wird
(werden) eines oder mehrere Vinylmonomere aus der Gruppe von Styrol und den
genannten (Meth)Acrylsäureestem, besonders ein oder mehrere (Meth)Acrylsäure
ester eingesetzt.
Der mittlere Teilchendurchmesser der Perlpolymerisate beträgt vorzugsweise 1 bis
10 µm. Die Teilchendurchmesserverteilung ist bevorzugt eng, besonders bevorzugt
nahezu monodispers.
Die vernetzten Perlpolymerisate mit einem mittleren Teilchendurchmesser von 1 bis
10 µm und enger Teilchendurchmesserverteilung werden dadurch erhalten, daß man
50 bis 99 Gew.-% Vinylmonomere und 1 bis 50 Gew.-% Silanmonomere der Formel
in der
R1 Wasserstoff oder Methyl bedeutet,
R2 geradkettiges oder verzweigtes C2-C12-Alkylen ist, dessen Kohlenstoffkette durch -O-, -NH-, -COO- oder -NH-COO- unterbrochen sein kann,
R3 für geradkettiges oder verzweigtes C1-C6-Alkyl oder Phenyl steht,
X eine hydrolisierbare Gruppe bedeutet,
a den Wert null, eins oder zwei annimmt und
b den Wert null oder eins annimmt,
in einem polaren Medium mit Hilfe eines Radikalbildners als Initiator in Gegenwart eines in diesem Medium löslichen Polymer, das ein Molekulargewicht Mw von 5.103 bis 5.105 hat, in einer Menge von 0,5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf die Menge des Mediums, und gegebenenfalls in weiterer Gegenwart eines niedermolekularen Tensids in einer Menge von 0,2 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Menge des Mediums, poly merisiert und gegebenenfalls das gebildete Polymerisat anschließend durch Ein wirkung von wäßriger Säure oder Base nachbehandelt.
R1 Wasserstoff oder Methyl bedeutet,
R2 geradkettiges oder verzweigtes C2-C12-Alkylen ist, dessen Kohlenstoffkette durch -O-, -NH-, -COO- oder -NH-COO- unterbrochen sein kann,
R3 für geradkettiges oder verzweigtes C1-C6-Alkyl oder Phenyl steht,
X eine hydrolisierbare Gruppe bedeutet,
a den Wert null, eins oder zwei annimmt und
b den Wert null oder eins annimmt,
in einem polaren Medium mit Hilfe eines Radikalbildners als Initiator in Gegenwart eines in diesem Medium löslichen Polymer, das ein Molekulargewicht Mw von 5.103 bis 5.105 hat, in einer Menge von 0,5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf die Menge des Mediums, und gegebenenfalls in weiterer Gegenwart eines niedermolekularen Tensids in einer Menge von 0,2 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Menge des Mediums, poly merisiert und gegebenenfalls das gebildete Polymerisat anschließend durch Ein wirkung von wäßriger Säure oder Base nachbehandelt.
Das nicht wäßrige polare Medium zur Herstellung der erfindungsgemäßen Perlpoly
merisate umfaßt eine oder mehrere Verbindungen aus der Gruppe der C1-C8-
Alkanole, der offenkettigen oder cyclischen C4-C8-Ether, der C1-C6-Nitrile, der
C1-C6-Säureamide, der C3-C6-Ester und der C3-C6-Ketone. Beispiele sind: Methanol,
Ethanol, Propanol, i-Propanol, Butanol, i-Butanol, tert.-Butanol, Hexanol, Octanol,
Diethylether, Dibutylether, Dioxan, Tetrahydrofuran, Acetonitril, Propionitril, Di
methylformainid, Methylacetat, Ethylacetat, Ethylpropionat, Aceton, Methyl-ethyl
keton, Methyl-tert.-butyl-keton und andere dem Fachmann bekannte Verbindungen.
In bevorzugter Weise werden die genannten Alkohole oder ein Gemisch von ihnen
eingesetzt, insbesondere die C1-C4-Alkohole. Für die Polarität des Mediums ist es
ausreichend, wenn eine oder mehrere der genannten polaren Verbindungen zu min
destens 50 Gew.-% im Reaktionsmedium anwesend sind.
Der Rest, beispielsweise 0,01 bis 50 Gew.-% des Reaktionsmediums kann aus un
polaren Kohlenwasserstoffen oder Halogenkohlenwasserstoffen, wie Hexan, Heptan,
Benzol, Chlorbenzol und anderen bestehen.
Wasser ist in Mengen, beispielsweise bis zu 40 Gew.-% des gesamten polaren Poly
merisationsmediums, jedoch zulässig. Ethanol kann in Form des technisch verfügbaren
Azeotrops mit Wasser eingesetzt werden. Auch andere der genannten Lösungsmittel
können in bezug auf den Wassergehalt in der Form eingesetzt werden, wie sie üb
licherweise in der chemischen Technik verfügbar sind.
Die Polymerisation wird mit Hilfe eines Radikalbildners als Polymerisationsinitiator
vorgenommen. Solche Radikalbildner sind dem Fachmann bekannt und umfassen ins
besondere Peroxyverbindungen und Azoverbindungen. Sofern das polare Medium
einen Anteil an Wasser enthält, ist Natrium- oder Kaliumpersulfat ein geeigneter
Initiator. Gut geeignet ist beispielsweise Azodiisobuttersäurenitril. Solche Radikal
bildner werden in einer Menge von 0,05 bis 5%, bevorzugt 0,1 bis 2%, bezogen auf
die Gesamtmenge der Comonomeren, eingesetzt.
Die Polymerisation wird weiterhin in Gegenwart eines Polymer durchgeführt, das im
Polymerisationsmedium löslich ist und das ein Molekulargewicht Mw von 5.103 bis
5.105, vorzugsweise 104 bis 2.105 hat. Dieses lösliche Polymer wird in einer Menge
von 0,2 bis 15, bevorzugt 0,5 bis 5, Gew.-%, bezogen auf die Menge des Polymeri
sationsmediums, eingesetzt. Dieses Polymer wirkt als Dispergator und kann natür
licher oder synthetischer Herkunft sein. Beispiele hierfür sind: Cellulosederivate, wie
Methylcellulose, Ethylcellulose und Hydroxypropylcellulose, Vinylacetat-Polymere
wie Polyvinylacetat, Ethylen-Vinylacetat-Copolymere mit 50 bis 90 Gew.-% Vinyl
acetateinheiten im Copolymer, andere Vinylacetat-Copolymere und teilverseifte Poly
vinylacetate, beispielsweise mit einem Verseifungsgrad von 5 bis 25% aller Acetat
gruppen. Weitere geeignete Polymere sind Poly-N-vinylpyrrolidon (PVP)
substituiertes PVP, Poly-N-vinylcaprolactam und dessen substituierte Abkömmlinge,
Copolymerisate aus PVP und Vinylcaprolactam und andere Polymere, die die Forde
rungen nach dem angegebenen Molekulargewicht und nach der oben angegebenen
Löslichkeit erfüllen. Gut geeignet sind auch die Natrium- und Kaliumsalze von
Maleinsäureanhydridcopolymeren, insbesondere das Mononatriumsalz des Co
polymeren aus 50 Mol-% Styrol und 50 Mol-% Maleinsäureanhydrid.
Geeignete Tenside können nichtionische oder ionische Tenside sein, die dem Fach
mann grundsätzlich bekannt sind. Unter den vielen Tensiden seien als anionische
Tenside beispielsweise die Natriumsalze von Sulfobernsteinsäureestern und als
kationische Tenside N-Alkylammoniumsalze, wie Methyl-tricaprylammoniumchlorid
neben anderen genannt. Beispiele für nicht-ionische Tenside sind die Ethoxilierungs
produkte von Nonylphenol.
Die Polymerisationstemperatur liegt im Bereich von 50 bis 140°C. Polymerisations
temperatur und Zerfallstemperatur des Radikalbildners werden aufeinander abge
stimmt. Der Druck ist für die Polymerisation grundsätzlich nicht kritisch; es wird da
her bevorzugt bei Normaldruck gearbeitet. Ein höherer als der normale Druck kann
sinnvoll sein, wenn in einem niedrigsiedenden Lösungsmittel bei höherer Temperatur
polymerisiert werden soll. Zur Temperaturkontrolle ist es weiterhin bevorzugt, bei der
Siedetemperatur des polaren Polymerisationsmediums zu arbeiten. Beim Einsatz
höhersiedender Reaktionsmedien kann es daher weiterhin vorteilhaft sein, unter einem
etwas erniedrigten Druck zu arbeiten (Siedekühlung).
Die Polymerisationszeit beträgt einige Stunden, vielfach 2 bis 12 Stunden und ist in
bekannter Weise unter anderem abhängig von der Größe des Reaktionsansatzes.
Der Teilchendurchmesser der erfindungsgemäßen Perlpolymerisate läßt sich durch die
Kombination der genannten Polymerisationsparameter steuern und kann durch ein
fache Vorversuche ermittelt werden. Ein wesentlicher Polymerisationsparameter ist
die Polarität des Polarisationsmediums. Es wurde festgestellt, daß die Teilchen um so
feiner sind, je polarer das Lösungsmittel ist; so nimmt beispielsweise der Teilchen
durchmesser in der Reihe n-Propanol, Ethanol und Methanol als verwendetes Poly
merisationsmedium ab. Durch Abmischen verschiedener der genannten Verbindungen
für das polare Reaktionsmedium läßt sich nun stufenlos der gewünschte Teilchen
durchmesser einstellen.
Nach der Beendigung der Polymerisation kann das erhaltene Polymerisat mit saurem
oder alkalischem Wasser behandelt werden, um die Vernetzung in der oben be
schriebenen Weise über Si-OH-Gruppen und deren Kondensation zu Si-O-Si-Gruppen
zu bewirken bzw. zu vervollständigen. Hierzu kann saures oder alkalisches Wasser
zum Polymerisationsansatz gegeben werden und nach erfolgter Vernetzung das Perl
polymerisat durch Filtration gewonnen und bei Bedarf gewaschen werden. Da das
Polymerisat im Verlaufe der Polymerisation aus dem polaren, nicht-wäßrigen Poly
merisationsmedium ausfällt, kann es jedoch auch in einer anderen Verfahrensvariante
zunächst durch Filtration gewonnen werden, wobei das Polymerisationsmedium rezy
klisiert werden kann, woraufhin in einem getrennten zweiten Schritt das abfiltrierte
Polymerisat mit saurem oder alkalischem Wasser zur Vernetzung behandelt wird.
Saures bzw. alkalisches Wasser sind hierbei wäßrige Säuren oder Laugen, beispiels
weise wäßrige Salzsäure oder Schwefelsäure bzw. wäßrige Natronlauge oder
Kalilauge. Das saure bzw. alkalische Wasser wird in einer solchen Menge zum Poly
merisationsansatz oder zum abfiltrierten Polymerisat gegeben, daß der
Polymerisationsansatz bzw. die Aufschlämmung des abfiltrierten Polymerisats in
diesem Wasser einen pH-Wert von -1 bis 3, bevorzugt von 0 bis 2, bzw. von 11 bis
14, bevorzugt von 12 bis 13 hat. In bevorzugter Weise wird eine saure Hydrolyse und
Vernetzung vorgenommen. Die Menge des sauren bzw. alkalischen Wassers ist außer
der Einstellung des genannten pH-Wertes nicht kritisch, insbesondere da die zur
mindestens teilweisen Hydrolyse und Vernetzung erforderliche geringe Menge Wasser
stets ausreichend vorhanden ist. Bei der Variante der Zugabe von saurem bzw.
alkalischem Wasser zum Polymerisationsansatz hat sich ein Verhältnis von ca. 10
Gew.-% saurem bzw. alkalischem Wasser, bezogen auf den Polymerisationsansatz,
bewährt. Die Hydrolyse und Vernetzung können bei einer Temperatur von 0 bis 50°C,
bevorzugt bei Raumtemperatur, erfolgen; als Reaktionszeit wird, hauptsächlich ab
hängig von der Ansatzgröße, eine Zeit von 15 Minuten bis zu einigen Stunden ange
setzt.
Bei der Verwendung eines wasserhaltigen polaren Mediums und Persulfat als Initiator
findet die Vernetzungsreaktion in situ statt, so daß ein separater Vernetzungsschritt
nicht notwendig ist.
Die Vernetzungsreaktion und der letztendlich erhaltene Vernetzungsgrad können ana
lytisch in einfacher Weise durch Bestimmung der Löslichkeit in einem guten Lö
sungsmittel, beispielsweise in Tetrahydrofuran/Essigsäureethylyester oder Dimethyl
formamaid, verfolgt bzw. kontrolliert werden. Die Perlpolymerisate besitzen einen
Gelgehalt, gemessen in Tetrahydrofuran bei 25°C von 90% und mehr. Die Form,
Größe und Teilchendurchmesserverteilung des Perlpolymerisats werden bei der Ver
netzungsreaktion nicht verändert.
Erfindungsgemäß geeignete Monomere (b) sind insbesondere Methacrylate und
Acrylate. Bevorzugt sind Ester der (Meth)-acrylsäure mit 1- bis 5-wertigen Alkoholen
mit 2 bis 30 Kohlenstoffatomen. Gut geeignet sind auch sogenannte Epoxyacrylate,
wie das Bis-GMA der Formel
Desweiteren seien Urethanacrylate genannt, die durch Umsetzung von Diisocyanaten
und Hydroxyalkyl(meth)acrylaten hergestellt werden können. Beispiele für besonders
gut geeignete Urethanacrylate sind:
Außerdem seien Umsetzungsprodukte aus Polyolen, Diisocyanaten und Hydroxy
alkyl(meth)acrylaten (DE-A 3 703 120, DE-A 3 703 080 und DE-A 3 703 130)
aufgeführt.
Die verwendeten Monomere bzw. Monomermischungen sollen eine Viskosität von 50
bis 5000 mPa.s, vorzugsweise von 100 bis 2000 mPa.s (jeweils bei 20°C) besitzen.
Höher viskose Monomere können mit niedrig viskosen Monomeren, sogenannten
Reaktivverdünnern abgemischt werden. Geeignete Reaktivverdünner sind beispiels
weise Triethylenglykoldimethacrylat, Tetraethylenglykoldimethacrylat, Hexandiol
dimethacrylat, Neopentylglykoldimethacrylat und Trimethylolpropantriacrylat.
Zur Herstellung von künstlichen Zähnen können auch übliche Gemische aus Methyl
methacrylat und Ethylenglykoldimethacrylat als Monomere (b) eingesetzt werden.
Die anorganischen Füllstoffe (c) können z. B. aus kugelig, annähernd kugelig oder
durch Mahlung oder direkt durch die Herstellung (z. B. in flammhydrolytischen Ver
fahren hergestellte) erzeugten, regelmäßig oder unregelmäßig geformten Partikeln be
stehen. Die anorganischen Füllstoffe können mit einer monodalen, bimodalen oder
polymodalen Teilchengrößenverteilung eingesetzt werden. Die Füllstoffe haben im all
gemeinen ein Maximum in der Verteilungskurve im Bereich von 0,005 bis 5 µm. Ge
eignete anorganische Füllstoffe sind beispielsweise Gläser in Form von Kugeln oder in
Form von durch Mahlung gewonnenen, unregelmäßig geformten Partikeln mit
mittleren Teilchengrößen im Bereich von 0,5 bis 5 µm. Des weiteren geeignet sind
flammhydrolytisch gewonnene Oxide des Siliciums und Aluminiums mit Teilchen
größen im Bereich von 5 bis 500 nm. Die BET-Oberfläche der anorganischen Füll
stoffe beträgt 20 bis 600 m2/g, vorzugsweise 50 bis 300 m2/g. Die anorganischen
Füllstoffe gelangen in mit Haftvermittlern behandelter Form zum Einsatz.
Als Haftvermittler eignen sich beispielsweise Silan- und Titanatverbindungen, wie Tri
methylchlorsilan, Hexamethyldisiloxan, 3-Aminopropyltrimethoxysilan, Butyltitanat
und Isopropyltitanat. Besonders gut geeignet sind Haftvermittler mit polymerisier
baren Gruppen, wie Vinyltrimethylsiloxan, Allyltrimethoxysilan und γ-Methacryloyl
oxypropyltrimethoxysilan.
Die Nachbehandlung der Füllstoffe ist an sich bekannt. Die Behandlung mit Silanver
bindungen erfolgt vorteilhafterweise in einem nicht wäßrigen Lösungsmittel wie
Toluol, Methylcyclohexan, Aceton, THF oder Methylethylketon, wobei die Reaktion
mit Säuren oder Aminen katalysiert wird.
Die geeignete Menge an Haftvermittlern richtet sich nach der Größe der Oberfläche
des anorganischen Füllstoffs. Im allgemeinen ist eine Menge von 0,5 bis 5 Gew.-%
gut geeignet.
Als Starterzusätze (d) für die Einleitung der Polymerisation können an sich bekannte
Startersysteme verwendet werden. Es handelt sich um Radikale, Anionen oder
Kationen liefernde Systeme, die eine radikalische, anionische oder kationische
Polymerisation auslösen können. Im Falle von Radikale lieferndem System sind
Peroxide oder aliphatische Azoverbindungen besonders geeignet, beispielsweise
Benzoylperoxid, Laurylperoxid oder Azoisobuttersäuredinitril; die Systeme werden
üblicherweise in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-% eingesetzt. Während die Härtung bei
erhöhter Temperatur allein durch Peroxide oder andere Radikalstarter durchgeführt
werden kann, ist zur Härtung bei Raumtemperatur im allgemeinen ein Zusatz von
Beschleunigern, vorzugsweise aromatischen Aminen, zweckmäßig. Geeignete Be
schleuniger sind z. B. N,N-substituierte Toluidine und Xylidine, wie N,N-Dimethyl-p-
toluidin oder N,N-Bis-(2-Hydroxy-ethyl)-xylidin. Die Aushärtung kann im allge
meinen durch Zusatz von 0-5 bis 3 Gew.-% der genannten Amine erreicht werden.
Es ist jedoch auch möglich, Dentalwerkstoffe herzustellen, die unter Einwirkung von
Licht, beispielsweise UV-Licht, sichtbarem Licht oder Laserlicht, polymerisieren. In
diesen Fällen setzt man Fotopolymerisationsinitiatoren und Beschleuniger ein.
Fotopolymerisationsinitiatoren sind an sich bekannt.
Vorzugsweise handelt es sich dabei um Carbonylverbindungen, wie Benzoin und
dessen Derivate, insbesondere Benzoinmethylether, Benzoyl und Benzylderivate,
beispielsweise 4,4-Oxidibenzyl und andere Dicarbonylverbindungen wie Thiacetyl,
2,3-Pentadion oder Metallcarbonyle wie Pentacarbonylmangan, Chinone wie 9,10-
Phenanthrenchinon und Campherchinon oder deren Derivate.
Der Anteil an solchen Fotopolymeriationsinitiatoren beträgt vorzugsweise etwa 0,01
bis etwa 5 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung.
Die mit Licht härtbaren fotopolymerisierbaren Massen enthalten vorzugsweise noch
Substanzen, die in Gegenwart von Fotopolymerisationsinitiatoren die Polymerisations
reaktion beschleunigen. Bekannte Beschleuniger sind beispielsweise aromatische
Amine wie p-Toluidin und Dimethyl-p-toluidin, Trialkylamine wie Trihexylamin,
Polyamine wie N,N,N',N'-Tetraalkylalkylendiamin, Barbitursäure und Dialkyl
barbitursäure und Sulfimide.
Die Beschleuniger werden im allgemeinen in einer Menge von 0,01 bis etwa 5
Gew.-% der Gesamtmischung eingesetzt.
Als Additive (e) kommen beispielsweise Stabilisatoren, Lichtschutzmittel, UV-Schutz
mittel, Pigmente, Farbstoffe, Fluoreszenzmittel oder Weichmacher in Frage.
Ein besonders geeigneter UV-Stabilisator ist 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon. Ein
weiteres bevorzugtes Material ist 2-(2'-Hydroxy-5-methylphenyl)-benzotriazol.
Beispielsweise seien noch Hydrochinon, p-Benzochinon und p-Butylhydroxytoluol
genannt.
Zur Einstellung einer möglichst naturgetreuen Farbe können die erfindungsgemäßen
Dentalwerkstoffe auch an sich bekannte Pigmente und Farbstoffe enthalten.
In einem Reaktionskolben mit Rückflußkühler, Rührer und Thermometer wurden 56 g
Polyvinylpyrrolidon, 8 g Methyltricaprylammoniumchlorid und 0,64 g Azodiiso
butyronitril in 1600 ml Methanol gelöst. Zu der Lösung wurde ein Gemisch aus 97,5 g
Methylmethacrylat und 2,5 g gamma-Methacryloxypropyl-trimethoxysilan gegeben.
Das Gemisch wurde unter Rühren 5 Stunden erhitzt und anschließend auf 25°C abge
kühlt. Danach wurden 100 ml ln-HCl zugetropft. Es wurde noch eine weitere Stunde
bei 25°C gerührt, anschließend wurde das Perlpolymerisat durch Zentrifugieren iso
liert, mit Methanol gewaschen und bei 50°C getrocknet. Man erhielt 70 g eines mono
dispersen Perlpolymerisates. Die mittlere Teilchengröße betrug 3,8 µm.
In einem Reaktionskolben mit Rückflußkühler, Rührer und Thermometer wurden
8,2 g Polyvinylpyrrolidon, 32,8 g Nonylphenolpolyglykol (mit 6 Ethylenoxideinheiten)
in einem Gemisch aus 4260 g Methanol und 2050 g entionisiertem Wasser gelöst. Zu
der Lösung wurden 1520 g Methylmethacrylat zugegeben. Das Gemisch wurde unter
Rühren auf 65°C erhitzt. Danach wurden 80 g gamma-Methacryloxypropyl-tri
methoxysilan und 8,2 g Natriumperoxydisulfat, gelöst in 33 g entionisiertem Wasser,
zugesetzt und 24 h bei 65°C gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde auf 25°C
abgekühlt. Aus einer Teilmenge der erhaltenen Dispersion wurde das Perlpolymerisat
durch Zentrifugieren isoliert, mit Methanol gewaschen und bei 50°C getrocknet. Man
erhielt ein monodisperses Peripolymerisat mit einer mittleren Teilchengröße von
4,0 µm.
In einem Kneter wurden jeweils die nachfolgenden Bestandteile intensiv zu einer Paste
vermischt:
Jeweils 500 mg der Pasten 3A bis 3D wurden in einer Schichtdicke von 2 mm
zwischen Glasplatten in einem Kulzer Dentacolor XL Lichtofen innerhalb von 90 s
ausgehärtet. Man erhielt Probekörper mit hoher Transparenz, hoher Härte und hoher
Verschleißfestigkeit. Rasterelektronische Untersuchungen an Bruchflächen beweisen,
daß das gehärtete Material vollständig homogen ist und daß bei mechanischer Bean
spruchung keine Trennung zwischen Füllstoff und gehärtetem Monomer erfolgt.
60,0 g Perlpolymerisat aus Beispiel 2, 40,0 g Monomer 3 und 0,4 g Dibenzoylperoxid
wurden in einem Kneter zu einer homogenen Paste vermischt.
60,0 g Perlpolymerisat aus Beispiel 2, 40,0 g Monomer 3 und 0,6 g N,N-Dihydroxy
ethyl-p-toluidin wurden in einem Kneter zu eienr homogenen Paste vermischt.
500 mg Peroxidpaste und 500 mg Aminpaste wurden 15 s lang intensiv mit einem
Spatel vermischt. Die Mischung wurde in eine offene Hohlform gefüllt und die Aus
härtung mit Hilfe einer Sonde mechanisch überprüft. Die Masse war nach 180 s (ab
Mischbeginn) vollständig ausgehärtet.
60,0 g Perlpolymerisat aus Beispiel 2, 40,0 g Monomer 3 und 0,2 g Dibenzoylperoxid
wurden in einem Kneter zu einer homogenen Paste vermischt. Die Mischung wurde in
Zahnformen gefüllt und bei 140°C innerhalb von 10 min ausgehärtet. Die erhaltenen
Kunststoffzähne zeigten eine hohe Härte und hohe Verschleißfestigkeit.
Claims (5)
1. Härtbare Dentalmassen, enthaltend über Si-O-Si-Gruppen vernetzte Perl
polymerisate mit einer mittleren Teilchengröße von 1 bis 10 µm.
2. Härtbare Dentalmassen nach Anspruch 1 aus
- a) 5 bis 65 Gew.-Teile über Si-O-Si-Gruppen vernetzte Perlpolymerisate mit einer mittleren Teilchengröße von 1 bis 10 µm
- b) 35 bis 70 Gew.-Teile Monomere
- c) 0 bis 65 Gew. -Teile anorganischen Füllstoff
- d) 0, 1 bis 5 Gew. -Teile Starterzusätze
- e) 0 bis 10 Gew.-Teile Additive.
3. Härtbare Dentalmassen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
über Si-O-Si-Gruppen vernetzten Perlpolymerisate 50 bis 99 Gew.-%
polymerisierte Vinylmonomereinheiten und 1 bis 50 Gew.-% polymerisierte
Silanmonomereinheiten enthalten und die Silanmonomereinheiten mindestens
zu 50% über die Si-O-Si-Gruppen vernetzt sind.
4. Härtbare Dentalmassen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Silanmonomereinheiten der Formel
entsprechen, worin
R1 Wasserstoff oder Methyl bedeutet,
R2 geradkettiges oder verzweigtes C2-C12-Alkylen ist, dessen Kohlen stoffkette durch -O-, -NH-, -COO- oder -NH-COO- unterbrochen sein kann,
R3 für geradkettiges oder verzweigtes C1-C6-Alkyl oder Phenyl steht,
X eine hydrolisierbare Gruppe bedeutet,
a den Wert null, eins oder zwei annimmt und
b den Wert null oder eins annimmt.
entsprechen, worin
R1 Wasserstoff oder Methyl bedeutet,
R2 geradkettiges oder verzweigtes C2-C12-Alkylen ist, dessen Kohlen stoffkette durch -O-, -NH-, -COO- oder -NH-COO- unterbrochen sein kann,
R3 für geradkettiges oder verzweigtes C1-C6-Alkyl oder Phenyl steht,
X eine hydrolisierbare Gruppe bedeutet,
a den Wert null, eins oder zwei annimmt und
b den Wert null oder eins annimmt.
5. Härtbare Dentalmassen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Silanmonomereinheiten der Formel
entsprechen, worin
R1 Wasserstoff oder Methyl,
R12 geradkettiges oder verzweigtes C2-C8-Alkylen ist, dessen Kohlenstoff kette durch -O- unterbrochen sein kann und
X eine hydrolisierbare Gruppe bedeuten.
entsprechen, worin
R1 Wasserstoff oder Methyl,
R12 geradkettiges oder verzweigtes C2-C8-Alkylen ist, dessen Kohlenstoff kette durch -O- unterbrochen sein kann und
X eine hydrolisierbare Gruppe bedeuten.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19807631A DE19807631A1 (de) | 1998-02-23 | 1998-02-23 | Härtbare Dentalmassen |
| PCT/EP1999/000877 WO1999042078A2 (de) | 1998-02-23 | 1999-02-10 | Härtbare dentalmassen |
| AU28331/99A AU2833199A (en) | 1998-02-23 | 1999-02-10 | Hardenable dental material |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19807631A DE19807631A1 (de) | 1998-02-23 | 1998-02-23 | Härtbare Dentalmassen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19807631A1 true DE19807631A1 (de) | 1999-08-26 |
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ID=7858690
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19807631A Withdrawn DE19807631A1 (de) | 1998-02-23 | 1998-02-23 | Härtbare Dentalmassen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AU (1) | AU2833199A (de) |
| DE (1) | DE19807631A1 (de) |
| WO (1) | WO1999042078A2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10765492B2 (en) | 2010-07-02 | 2020-09-08 | Stephan Lampl | Dental veneers and methods of manufacture |
| US12343230B2 (en) | 2013-02-27 | 2025-07-01 | Edelweiss Dentistry Products Gmbh | Partial dental prosthesis |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE102008056293A1 (de) | 2008-11-07 | 2010-09-02 | Retec Kunststofftechnik Gmbh | Polymerisierbares Mehrkomponenten-Prothesenausgangsmaterial, insbesondere für Dentalprothesen |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4711913A (en) * | 1983-11-16 | 1987-12-08 | Dentsply International Inc. | Interpenetrating polymer network compositions employing rubber-modified polymers |
| DE3913252A1 (de) * | 1989-04-22 | 1990-10-25 | Degussa | Dentalmaterial (i) |
| DE3930141A1 (de) * | 1989-09-09 | 1991-03-21 | Bayer Ag | Vernetzte perlpolymerisate und ihre herstellung |
| DE4004678A1 (de) * | 1990-02-15 | 1991-08-22 | Bayer Ag | Fuellstoffhaltige, quellbare perlpolymerisate |
| DE4133494C2 (de) * | 1991-10-09 | 1996-03-28 | Fraunhofer Ges Forschung | Dentalharzmasse, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung |
| DE4310733A1 (de) * | 1993-04-01 | 1994-10-06 | Fraunhofer Ges Forschung | Selbsthärtende Systeme |
-
1998
- 1998-02-23 DE DE19807631A patent/DE19807631A1/de not_active Withdrawn
-
1999
- 1999-02-10 AU AU28331/99A patent/AU2833199A/en not_active Abandoned
- 1999-02-10 WO PCT/EP1999/000877 patent/WO1999042078A2/de not_active Ceased
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10765492B2 (en) | 2010-07-02 | 2020-09-08 | Stephan Lampl | Dental veneers and methods of manufacture |
| US12343230B2 (en) | 2013-02-27 | 2025-07-01 | Edelweiss Dentistry Products Gmbh | Partial dental prosthesis |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1999042078A3 (de) | 1999-10-14 |
| AU2833199A (en) | 1999-09-06 |
| WO1999042078A2 (de) | 1999-08-26 |
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