DE19806157A1 - Bausatz zum Erstellen eines wasserführenden Rohrleitungssystems - Google Patents
Bausatz zum Erstellen eines wasserführenden RohrleitungssystemsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Bausatz zum Erstellen eines
wasserführenden Rohrleitungssystems insbesondere für eine
Warmwasserheizung oder eine Heiß-/Kaltwasser-Versorgung, mit
wenigstens zwei nebeneinander geführten Rohrleitungen, die im
Anschlußbereich für einen Heizkörper beziehungsweise von Wasser-
Auslaufarmaturen jeweils Abzweiganschlüsse aufweisen.
Bei der Installation eines Rohrleitungssystems erfolgt die Verrohrung
durch Zusammenfügen von Rohrabschnitten und in den Anschlußbereichen
durch Einfügen von T-Stücken, Bögen und dergleichen. Je nach Lage
der Heizkörper oder der Auslaufarmaturen einerseits und der Lage
der Vor- und Rücklaufleitungen beziehungsweise der Warm- und
Kaltwasserleitungen andererseits, sind eine ganze Reihe von solchen
Zwischenelementen erforderlich, die durch übliche Verbindungs
techniken, zum Beispiel Löten angeschlossen und miteinander verbunden
werden müssen. Für jeden Anwendungsfall und zum Teil auch für jeden
Anschlußbereich ist dabei eine unterschiedliche Verrohrung
erforderlich, so daß auch die Planung solcher Systeme umständlich
und aufwendig ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Bausatz der eingangs
erwähnten Art zum Erstellen eines wasserführenden Rohrleitungssystems
zu schaffen, durch den die Planung und Installation vereinfacht
und diese Arbeiten insbesondere auch in erheblich reduzierter Zeit
durchführbar sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß jeweils in einem
Anschlußbereich ein Anschlußmodul vorgesehen ist, das Durchtritts
kanäle mit beidseitigen Anschlüssen für die Rohrleitungen aufweist
und daß das Anschlußmodul quer zu seinen Durchtrittskanälen
verlaufende und jeweils mit einem dieser Durchtrittskanäle verbundene
Abzweiganschlüsse für einen Heizkörper oder für Auslaufarmaturen
aufweist.
Mit diesem Anschlußmodul reduziert sich der Montageaufwand erheblich,
da in diesem Anschlußmodul praktisch mehrere Rohrführungs-
Einzelelemente integriert sind. Praktische Versuche haben ergeben,
daß sich dadurch die Montagezeit bis auf etwa die Hälfte der sonst
erforderlichen Zeit bei vergleichbaren Systemen reduzieren läßt.
Zweckmäßigerweise besteht der Grundkörper des Anschlußmoduls aus
einem Strangpreßprofil-Abschnitt vorzugsweise aus Aluminium,
gegebenenfalls aus Kunststoff. Damit ist eine einfache und
kostengünstige Herstellung praktisch "am laufenden Meter" möglich.
Bedarfsweise könnten so problemlos auch Anschlußmodule unter
schiedlicher Länge gefertigt werden, da die Längenbemessung keine
aufwendige Umstellung erfordert. In der Regel werden jedoch
gleichlang bemessene Anschlußmodule vorgesehen, um ein einheitliches
Bauelement zur Verfügung zu haben und weil dadurch unter anderem
auch die Lagerhaltung wesentlich vereinfacht ist. In der Praxis
werden die Anschlußmodule so kurz wie möglich ausgebildet und so
bemessen sein, daß die entsprechenden Rohrleitungen problemlos
angeschlossen werden können. Eine kurze, kompakte Bauform erleichtert
die Anordnung des Anschlußmoduls auch unter beengten Verhältnissen.
Vorzugsweise sind die Durchtrittskanäle in dem Anschlußmodul etwa
fluchtend zu den angeschlossenen Rohrleitungen verlaufend angeordnet.
Damit sind geradlinige und strömungsgünstige Verbindungen zwischen
den einzelnen Anschlußbereichen vorhanden.
Vorteilhafterweise sind die Abzweiganschlüsse über Verbindungskanäle
innerhalb des zwischen den beiden Durchtrittskanälen befindlichen
Zwischenwandbereiches mit den Durchtrittskanälen verbunden, wobei
die Abzweiganschlüsse vorzugsweise etwa rechtwinklig zu den
Durchtrittskanälen verlaufen. Dadurch ergeben sich kurze Verbindungs
wege innerhalb des Anschlußmoduls von den Durchtrittskanälen zu
den Abzweiganschlüssen und es ist dadurch eine kompakte Bauform
des Anschlußmoduls begünstigt.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß das Anschlußmodul
unterseitig, den Abzweiganschlüssen gegenüberliegend, eine längs
verlaufende, insbesondere randoffene Nut aufweist, daß das
Anschlußmodul vorzugsweise zwischen den beiden Abzweiganschlüssen
wenigstens eine durch die Nut verlaufende Befestigungsbohrung
aufweist und daß die Breite der Nut entsprechend der Schlüsselweite
einer durch die Befestigungsbohrung passenden Befestigungsschraube
bemessen ist.
Es hat sich herausgestellt, daß sich durch die Längsnut das
Strangmaterial für das Anschlußmodul beim Ziehen nicht seitlich
verformt, sondern in geradem, gestrecktem Zustand bleibt. Außerdem
kann in dieser Nut eine Befestigungsschraube drehsicher gehalten
werden, was die Montage zum Beispiel eines Haltewinkels wesentlich
vereinfacht. Mit Hilfe der Befestigungsschraube kann das An
schlußmodul auch direkt am Boden oder an einer Wand befestigt werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Anschlußmodul als vor
gefertigte, anschlußfertig konfektionierte Baueinheit mit
Anschlußmodul-Grundkörper, Rohrleitungs-Anschlußnippeln und an die
Abzweiganschlüsse angeschlossenen Abzweigleitungen gegebenenfalls
mit darin befindlichen Ventilen ausgebildet ist.
Da bereits nach der Planung die Lage der einzelnen Anschlußbereiche,
die dort anzuschließenden Heizkörper oder Auslaufarmaturen und
dergleichen bekannt sind, kann das Anschlußmodul bereits vormontiert
mit allen Anschlußteilen an den Installationsort geliefert werden.
Das Einsetzen der Baueinheit vor Ort läßt sich dann besonders schnell
durchführen. Insbesondere für die Montage auf Neubauten, wo
nacheinander verschiedene Gewerke tätig sind, bedeutet diese sehr
kurze Montagezeit vor Ort einen ganz erheblichen Vorteil, weil durch
die weitgehende Vormontage für das Installationsgewerk nur eine
kurze Zeitspanne eingeplant werden muß.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß zum
Positionieren des Anschlußmoduls bei dessen Montage eine ent
sprechende Größe des zu montierenden Heizkörpers oder entsprechender
Lage der Auslaufarmaturen einstellbare Montageschablone vorgesehen
ist, die dem Heizkörper oder den Auslaufarmaturen entsprechende
Blindanschlüsse sowie einen verstellbaren Wandabstandhalter aufweist.
Mit Hilfe dieser Montageschablone kann das Rohrleitungssystem fertig
montiert werden, ohne daß dazu die später anzuschließenden Heizkörper
zur Verfügung stehen müssen.
Zusätzliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren
Unteransprüchen aufgeführt.
Nachstehend ist die Erfindung mit ihren
wesentlichen Einzelheiten anhand der Zeichnungen noch näher
erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Aufsicht eines Anschlußmodul-Grundkörpers,
Fig. 2 eine Stirnseitenansicht des in Fig. 1 gezeigten An
schlußmodul-Grundkörpers,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung des Grundkörpers gemäß der
Schnittlinie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung des Grundkörpers gemäß der
Schnittlinie IV-IV in Fig. 1,
Fig. 5 eine Schnittdarstellung des Grundkörpers gemäß der
Schnittlinie V-V in Fig. 2,
Fig. 6 eine Anschlußfertig-vorgefertigte Baueinheit mit einem
Anschlußmodul in Seitenansicht,
Fig. 7 die in Fig. 6 gezeigte Anordnung, hier jedoch in
Stirnseitenansicht,
Fig. 8 eine Seitenansicht einer Baueinheit mit Anschlußmodul
und winkelförmigen Abzweiganschlüssen,
Fig. 9 ein an einer Seitenwand montiertes Anschlußmodul in
Stirnseitenansicht,
Fig. 10 eine Baueinheit mit einem Anschlußmodul in Stirnseiten
ansicht, hier in einer Vormauerung als Wandanschluß
montiert,
Fig. 11 eine Vorderseitenansicht einer Montageschablone,
Fig. 12 eine Stirnseitenansicht der in Fig. 11 gezeigten
Montageschablone, sowie
Fig. 13 eine Aufsicht der Montageschablone, und
Fig. 14 eine schematische Darstellung unterschiedlicher Heizkreis
systeme mit Hilfe von erfindungsgemäßen Anschlußmodulen.
Zum Erstellen eines wasserführenden Rohrleitungssystems, das in
Fig. 14 Teil einer Warmwasserheizung ist, sind im Anschlußbereich
2 für einen Heizkörper 3 jeweils Anschlußmodule 4 vorgesehen. Über
diese erfolgt die Verbindung zwischen der Vorlaufleitung 5 und der
Rücklaufleitung 6 einerseits und dem Heizkörper 3 andererseits.
Wie in Fig. 14 erkennbar, sind diese Vor- und Rücklaufleitungen
5, 6 über Steigleitungen 7 mit einem Heizkessel 8 verbunden. Mit
9 ist noch eine Umwälzpumpe bezeichnet, mittels der das Heizwasser
umgefördert wird.
Bei allen drei Rohrleitungssystemen kommt ein sogenanntes
Zweirohrsystem zum Einsatz, bei dem die Vor- und Rücklaufleitung
parallel geführt sind und wobei jeweils im Anschlußbereich 2
Abzweiganschlüsse mit jeweils einer Abzweigleitung 10 von der
Vorlaufleitung 5 zum Heizkörper 3 und einer weiteren Abzweigleitung
11 zur Rückführung des Wassers vom Heizkörper 3 in die Rück
laufleitung 6. Die einzelnen Rohrleitungssysteme 1, 1a, 1b
unterscheiden sich hinsichtlich der Verlegung, auf die später
eingegangen wird.
Das Anschlußmodul, das in jedem Anschlußbereich 2 vorgesehen ist,
ist detailliert in den Fig. 1 bis 5 als Grundkörper dargestellt.
Das Anschlußmodul 4 weist zwei parallel laufende Durchtrittskanäle
12 und 13 auf, die beidseitig an ihren Enden Innengewindeabschnitte
14 zum Einschrauben von Rohrleitungs-Anschlußnippeln 15 (vgl. zum
Beispiel Fig. 6) haben. Weiterhin weist das Anschlußmodul 4
Abzweiganschlüsse 16, 17 auf, bei denen die Abzweigleitungen 10
und 11 (Fig. 14) angeschlossen werden können. Die Abzweiganschlüsse
16, 17 sind über Verbindungskanäle 18 jeweils mit einem der beiden
Durchtrittskanäle verbunden. Fig. 3 läßt gut erkennen, daß der
Abzweiganschluß 17 über einen der beiden Verbindungskanäle 18 mit
dem Durchtrittskanal 12 verbunden ist. Strichliniert ist in Fig.
2 erkennbar, daß der Abzweiganschluß 16 über den anderen Verbindungs
kanal 18 mit dem Durchtrittskanal 13 verbunden ist. Die jeweilige
Verbindung der beiden Verbindungskanäle 18 zu den Durchtrittskanälen
12 beziehungsweise 13 sind auch gut in der Schnittdarstellung gemäß
Fig. 5 erkennbar.
Die beiden parallel zueinander verlaufenden Durchtrittskanäle 12,
13 sind soweit zueinander beabstandet angeordnet, daß genügend Platz
in dem Zwischenwandbereich 19 für die beiden Verbindungskanäle 18
vorhanden ist. Insbesondere ist der Zwischenwandbereich 19 so
bemessen, daß der lichte Querschnitt der Verbindungskanäle 18
mindestens etwa dem Querschnitt der an den Abzweigungsanschlüssen
16 beziehungsweise 17 angeschlossenen Abzweigleitungen 10, 11
entspricht.
Die Durchtrittskanäle 12, 13 weisen an ihren inneren Enden
Durchtrittsfenster 20 (Fig. 4) auf, die eine im wesentlichen
rechteckige Form haben. Diese Durchtrittsfenster 20 können von dem
jeweiligen Verbindungskanal 18 aus beispielsweise mit einem
Halbmondfräser eingebracht werden. Wesentlich ist herbei auch, daß
durch die Formgebung des Durchtrittsfensters keine Querschnitts
verringerung innerhalb des Strömungskanals auftritt.
Wie gut in den Fig. 2 und 3 erkennbar, enden die Verbindungskanäle
18 etwas unterhalb der Mittel-Verbindungsebene der beiden
Durchtrittskanäle 12, 13, damit für die Durchtrittsfenster 20
genügend Platz zur Verfügung steht.
In den Fig. 2 und 3 ist auch noch gut erkennbar, daß das
Anschlußmodul auf der Seite der Abzweiganschlüsse 16, 17 eine
sattelförmige Ausformung 21 aufweist, damit für die Gewindebohrungs
abschnitte 22 aufweisenden Abzweiganschlüsse 16, 17 genügend Material
zur Verfügung steht. Die vorgesehene Ausbildung und Anordnung der
Durchtrittskanäle 12, 13, der Verbindungskanäle 18 und der
Durchtrittsfenster 20 ergibt strömungsgünstige Übergänge mit geringen
Strömungsverlusten. Außerdem läßt sich auch bei höheren Strömungs
geschwindigkeiten die Geräuschemission in niedrigen Bereichen halten.
Erwähnt sei noch, daß die im Ausführungsbeispiel in einer
Parallelebene mittig zwischen den beiden Durchtrittskanälen 12 und
13 angeordneten und zu diesen Durchtrittskanälen etwa rechtwinklig
verlaufenden Abzweiganschlüsse 16, 17 auch seitenversetzt direkt
bei dem jeweils zugeordneten Durchtrittskanal angeordnet sein
könnten. Die im Ausführungsbeispiel gezeigte Ausführungsform hat
jedoch den Vorteil, daß geradlinige, parallele Rohrverbindungen
zu einem Heizkörper oder dergleichen möglich sind und daß sich auch
günstigere Überströmverhältnisse einstellen.
Der in den Fig. 1 bis 5 gezeigte Anschlußmodul-Grundkörper ist
durch einen Strangpreßprofil-Abschnitt gebildet und besteht
vorzugsweise aus Aluminium. Je nach Anwendungsfall können jedoch
auch andere Materialien - Metalle oder auch Kunststoff - verwendet
werden. Dadurch ist eine sehr kostengünstige Fertigung möglich und
bedarfsweise könnte dadurch auch auf einfache Weise die Länge des
Anschlußmoduls 4 variiert werden.
Das Anschlußmodul 4 weist den Abzweiganschlüssen 16, 17 abgewandt
eine längs durchlaufende und mittig zwischen den beiden Durchtritts
kanälen 12, 13 angeordnete Nut 23 auf. Beim Herstellen des
Anschlußmodul-Grundkörpers durch Ziehen hat sich gezeigt, daß durch
diese Nut 23 ein Verziehen des stangenförmigen Materials, das durch
die sattelförmige Ausformung 21 bezüglich der Mittel-Querebene M
(Fig. 2) unsymmetrisch ausgebildet ist, vermieden werden kann.
Außerdem dient diese Nut 23 noch zur Aufnahme eines Befestigungs
schrauben-Kopfes, wobei die Schlüsselweite des Schraubenkopfes und
die Breite der Nut 23 so aufeinander abgestimmt sind, daß die
Schraube drehfest gehalten wird.
Die Fig. 6 und 7 zeigen eine anschlußfertig konfektionierte
Baueinheit 24 mit einem in einer Isolierumhüllung 25 befindlichen
Anschlußmodul 4 sowie damit verbundenen Rohrleitungs-Anschlußnippeln
15 und an die Abzweiganschlüsse 16, 17 angeschlossenen Ab
zweigleitungen 10 und 11. Mit den Abzweigleitungen ist eine
Absperrventileinheit 26 verbunden. Diese komplette Baueinheit 24
kann entsprechend den Planungsvorgaben vormontiert an den
Installationsort geliefert und dort mit geringem Zeitaufwand
eingebaut werden. Dabei sind beidseitig des Anschlußmoduls 4 jeweils
die Vor- und Rücklaufleitungen 5, 6 und an die Absperrventileinheit
ein Heizkörper anzuschließen.
Das Anschlußmodul 4 ist in Fig. 6 und 7 zur Montage auf dem Rohboden
eines Neubaus vorgesehen. Die Befestigung erfolgt hierbei mit einem
Befestigungswinkel 27, der einerseits zwischen den beiden
Abzweiganschlüssen 16, 17 mit einer das Anschlußmodul 4 durch
greifenden Befestigungsschraube 28 und mit einem bodenseitig
abgewinkelten Teil mit dem Rohboden verbindbar ist.
Fig. 7 läßt erkennen, daß der Schraubenkopf innerhalb der Nut 23
liegt und dadurch drehgesichert ist. Die Montage des Winkels 27
ist dadurch vereinfacht.
Gut zu erkennen ist hier auch, daß die Isolierumhüllung 25 aus zwei
Formschalen 25a, 25b gebildet ist, die von gegenüberliegenden Seiten
auf das Anschlußmodul 4 aufsetzbar sind. Die Innenkonturen der
Formschalen sind an die Außenform des Anschlußmodules angepaßt,
so daß sich eine formschlüssige Verbindung ergibt. Im Trennbereich
sind zur Sicherung Klebestreifen 29 vorgesehen, auf denen
vorzugsweise Pfeilmarkierungen als Funktionsaufdruck vorgesehen
sind und die einen eindeutigen Montagehinweis bilden, so daß der
Monteur mit einem Blick erkennen kann, wo Vorlauf und Rücklauf
angeschlossen werden müssen. Die Isolierumhüllung 25 besteht
vorzugsweise aus aufgeschäumtem Kunststoff.
Auch wenn noch keine Heizkörper montiert sind, läßt sich das
Anschlußmodul 4 beziehungsweise die komplette Baueinheit 24
lagerichtig montieren. Dazu dient eine in den Fig. 11 bis 13
gezeigte Montageschablone 30. Diese ist verstellbar und entsprechend
der Lage der Heizkörperanschlüsse einstellbar. Mit ihrer Hilfe läßt
sich das Anschlußmodul 4 mit den Abzweigleitungen passend zu einem
später zu montierenden Heizkörper positionieren.
Zur Montage eines Anschlußmoduls 4 beziehungsweise einer Baueinheit
24, wird die Montageschablone 30 mit ihren Blindanschlüssen 32,
33 mit den für den Heizkörper vorgesehenen Anschlüssen der Baueinheit
verbunden und auf den passenden Wandabstand beziehungsweise den
verwendeten Heizkörper eingestellt.
Die Baueinheit wird dann so positioniert, daß die Wandbefestigungs
platte an der Wand anliegt, an der sie dann vorübergehend befestigt
wird. Die Baueinheit 24 ist dann lagerichtig positioniert.
Anschließend wird das Anschlußmodul 4 mit dem Befestigungswinkel
am Boden festgeschraubt und die Montageschablone 30 kann dann
abgenommen werden.
Die Montageschablone 30 weist eine Trägerplatte 31 für Blind
anschlüsse 32, 33 auf, wobei die Blindanschlüsse in ihrem Abstand
so wie die später zu montierenden Heizkörper angeordnet sind. Die
Trägerplatte 31 ist mit einem winkelförmig ausgebildeten Wand
abstandhalter 34 verbunden, der eine parallel zur Trägerplatte 31
angeordnete Grundplatte 35 aufweist, die mit einer rechtwinklig
dazu verlaufenden Wandbefestigungsplatte 36 verbunden ist. Die
Grundplatte 35 und die Trägerplatte 31 sind zur Einstellung des
Wandabstandes der beiden Blindanschlüsse 32, 33 relativ zueinander
verstellbar. Die Grundplatte 35 weist dazu, wie in Fig. 13 erkennbar
Schlitze 37 auf, die von in die Trägerplatte 31 eingeschraubten
Klemmschrauben 38 durchgriffen werden. In der Grundplatte 35 befindet
sich noch ein Fenster 39, das an seinen parallel zu den Schlitzen
37 verlaufenden Seiten Zackenränder aufweist, die zusammen mit einer
der beiden querverlaufenden Begrenzungsränder der Trägerplatte 31
eine Einstellorientierung bilden. Bei den Schlitzen 37 beziehungs
weise den Zackenrändern können entsprechende Abstandsmaßangaben
und/oder Heizkörperkennmaße eingeprägt oder anderweitig angebracht
sein.
Parallel versetzt zu den Gewindebohrungen, in die im gezeigten
Ausführungsbeispiel die Klemmschrauben 38 eingeschraubt sind, weist
die Trägerplatte 31 in Verlängerung der Schlitze 37 noch weitere
Gewindebohrungen 40a auf, so daß die Trägerplatte 31 auch
entsprechend umgesetzt werden kann, so daß ein großer Verstellbereich
abgedeckt werden kann.
Fig. 10 zeigt eine mit Hilfe der Montageschablone 30 exakt
positionierte Baueinheit 24. Nach dem Befestigen des Anschlußmodules
4 am Rohboden mit Hilfe des Befestigungswinkels 27, können noch
die Vor- und Rücklaufleitungen 5, 6 angeschlossen werden.
Bei dem in Fig. 10 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Baueinheit
mit dem Anschlußmodul 4 so vormontiert, daß für einen Heizkörper
ein Wandanschluß vorhanden ist. Die Vor- und Rücklaufleitungen sowie
die Anschluß-Baueinheit 24 befinden sich dabei innerhalb der Wand.
Die Fig. 8 und 9 zeigen eine Montageanordnung, bei der eine
Verrohrung hinter der Sockelleiste beispielsweise in einem Altbau
auf der Fertigwand erfolgen kann. Das Anschlußmodul 4 wird hierbei
mit Hilfe einer die Befestigungsbohrung 41 durchgreifenden Schraube
mit der Seitenwand bodennah verschraubt und die Abzweigleitungen
10, 11 werden hier über 90°-Bögen oder Winkelstücke angeschlossen.
Prinzipiell ist diese Verlegeart in Fig. 14 bei dem Rohrleitungs
system 1b angedeutet. Deutlich ist hier erkennbar, daß die
Anschlußmodule 4 hier praktisch hochkant an der Wand befestigt sind,
während die Anschlußmodule der Rohrleitungssysteme 1 und 1a auf
dem Boden befestigt sind.
Bei dem Rohrleitungssystem 1 erfolgt die Verrohrung nach dem
sogenannten Tichelmann-System, bei dem die Vorlaufleitung 5 am Anfang
des Rohrleitungssystems 1 und der Rücklauf 6 am Ende des Rohrlei
tungssystems angeschlossen sind. Bei dem ersten Anschlußmodul 4
ist demnach der Rücklaufanschluß und bei dem letzten Anschlußmodul
4 der Vorlaufanschluß geschlossen.
Bei dem Rohrleitungssystem 1a führt die Vorlaufleitung 5 durch alle
Anschlußmodule 4 hindurch und vom letzten Anschlußmodul über die
Rücklaufleitung 6 wieder bis zum ersten Anschlußmodul 4 zurück.
Erwähnt sei noch, daß die Rohrleitungs-Anschlußnippel vorzugsweise
als Preßnippel ausgebildet sind, an die die Vorlaufleitungen
beziehungsweise Rücklaufleitungen mit Hilfe eines Preßringes 42
dicht anschließbar sind. Diese Preßnippelverbindungen haben den
Vorteil, daß sie unter anderem schnell montierbar sind.
Claims (13)
1. Bausatz zum Erstellen eines wasserführenden Rohrleitungssystems
(1a, 1b) insbesondere für eine Warmwasserheizung oder eine
Heiß-/Kaltwasser-Versorgung, mit wenigstens zwei nebeneinander
geführten Rohrleitungen, die im Anschlußbereich (2) für einen
Heizkörper (3) beziehungsweise von Wasser-Auslaufarmaturen
jeweils Abzweiganschlüsse aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils in einem Anschlußbereich (2) ein Anschlußmodul
(4) vorgesehen ist, das Durchtrittskanäle (12, 13) mit
beidseitigen Anschlüssen für die Rohrleitungen aufweist und
daß das Anschlußmodul (4) quer zu seinen Durchtrittskanälen
verlaufende und jeweils mit einem dieser Durchtrittskanäle
verbundene Abzweiganschlüsse (16, 17) für einen Heizkörper (3)
oder für Auslaufarmaturen aufweist.
2. Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Durchtrittskanäle in dem Anschlußmodul (4) etwa fluchtend zu
den angeschlossenen Rohrleitungen verlaufend angeordnet sind.
3. Bausatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abzweiganschlüsse (16, 17) über Verbindungskanäle innerhalb
des zwischen den beiden Durchtrittskanälen befindlichen
Zwischenwandbereiches (19) mit den Durchtrittskanälen verbunden
sind und daß die Abzweiganschlüsse vorzugsweise etwa rechtwink
lig zu den Durchtrittskanälen (12, 13) verlaufen.
4. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zwischenwandbereich (19) in seiner Breite
zur Aufnahme eines Verbindungskanales (18) bemessen ist, daß
die Verbindungskanäle etwa mittig und rechtwinklig zu den
Durchtrittskanälen im Zwischenwandbereich (19) angeordnet sind
und sich zumindest bis zur mittleren Verbindungsebene der
Durchtrittskanäle erstrecken.
5. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Durchtrittsverbindung jeweils zwischen einem
Durchtrittskanal (12, 13) und einem Verbindungskanal (18) durch
ein seitliches Durchtrittsfenster (20) gebildet ist, dessen
Querschnitt insbesondere mindestens dem lichten Querschnitt
des sich anschließenden Verbindungskanales entspricht und daß
das Durchtrittsfenster (20) vorzugsweise einen rechteckigen
Querschnitt hat.
6. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Grundkörper des Anschlußmoduls (4) aus einem
Strangpreßprofil-Abschnitt vorzugsweise aus Aluminium,
gegebenenfalls aus Kunststoff besteht.
7. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Anschlußmodul (4) unterseitig, den Abzweig
anschlüssen (16, 17) gegenüberliegend, eine längs verlaufende,
insbesondere randoffene Nut (23) aufweist, daß das An
schlußmodul (4) vorzugsweise zwischen den beiden Abzweig
anschlüssen wenigstens eine durch die Nut (23) verlaufende
Befestigungsbohrung (41) aufweist und daß die Breite der Nut
(23) entsprechend der Schlüsselweite einer durch die Be
festigungsbohrung (41) passenden Befestigungsschraube (28)
bemessen ist.
8. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Anschlußmodul (4) für die Abzweiganschlüsse
(16, 17) und die Rohrleitungs-Anschlüsse (15) Bohrungsabschnitte
mit Innengewinde aufweisen.
9. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Rohrleitungs-Anschlüsse Preßnippel (15)
vorgesehen sind.
10. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Anschlußmodul (4) als vorgefertigte,
anschlußfertig konfektionierte Baueinheit (24) mit An
schlußmodul-Grundkörper (4), Rohrleitungs-Anschlußnippeln (15)
und an die Abzweiganschlüsse (16, 17) angeschlossenen Ab
zweigleitungen (10, 11) gegebenenfalls mit darin befindlichen
Ventilen (26) ausgebildet ist.
11. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Isolierumhüllung (25) für das Anschlußmodul
(4) vorgesehen ist, die zwei Formschalen mit an die Außenform
des Anschlußmoduls (4) angepaßter Innenkontur aufweist und
von gegenüberliegenden Seiten auf das Anschlußmodul (4)
aufsetzbar sowie gegebenenfalls mittels den Trennbereich
überdeckenden Klebestreifen (29) insbesondere mit Funktionsauf
druck in ihrer Montagelage sicherbar sind.
12. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß zum Positionieren des Anschlußmoduls (4) bei
dessen Montage eine entsprechend der Größe des zu montierenden
Heizkörpers (3) oder entsprechend der Lage der Auslaufarmaturen
einstellbare Montageschablone (30) vorgesehen ist, die dem
Heizkörper (3) oder den Auslaufarmaturen entsprechende
Blindanschlüsse (32, 33) sowie einen verstellbaren Wand
abstandhalter (34) aufweist.
13. Bausatz nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Montageschablone (30) eine Trägerplatte (31) für die Blind
anschlüsse (32, 33) aufweist, daß der Wandabstandhalter (34)
winkelförmig ausgebildet ist und eine parallel zur Trägerplatte
(31) angeordnete Grundplatte (35) aufweist, die mit einer
rechtwinklig dazu verlaufenden Wandbefestigungsplatte (36)
verbunden ist und daß die Grundplatte (35) relativ zur
Trägerplatte (31) zum Verstellen des Wandabstandes verschiebbar
sowie in unterschiedlichen Lagen festlegbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998106157 DE19806157C2 (de) | 1998-02-14 | 1998-02-14 | Bausatz zum Erstellen eines wasserführenden Rohrleitungssystems |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998106157 DE19806157C2 (de) | 1998-02-14 | 1998-02-14 | Bausatz zum Erstellen eines wasserführenden Rohrleitungssystems |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE19806157C2 DE19806157C2 (de) | 2003-04-17 |
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ID=7857776
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|---|---|---|---|
| DE1998106157 Expired - Fee Related DE19806157C2 (de) | 1998-02-14 | 1998-02-14 | Bausatz zum Erstellen eines wasserführenden Rohrleitungssystems |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19806157C2 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1998
- 1998-02-14 DE DE1998106157 patent/DE19806157C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19806157C2 (de) | 2003-04-17 |
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