DE19806020A1 - Schüttelbecher - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schüttelbecher für Flüssigkeiten, mit einem
becherförmigen Unterteil und mit einem dichtend aufsetzbaren und wieder
abnehmbaren Deckel, wobei im geschlossenen Becher ein durchlässiges Trennsieb
angeordnet ist.
Derartige Schüttelbecher sind zum Mixen von Getränken, wie beispielsweise
Cocktails, bekannt. Hierbei werden verschiedene Getränke sowie Festkörper wie Eis
in den Schüttelbecher gefüllt und der Schüttelbecher wird dann durch kräftige,
stoßartige Bewegungen in axialer Richtung hin und her bewegt. Dadurch vermischen
sich die verschiedenen Getränke gleichmäßig.
Ein in diesen bekannten Schüttelbechern angebrachtes, becherförmiges Sieb dient
dazu, feste Bestandteile des Cocktails, wie Kakao oder Melasse, die ansonsten beim
Benetzen verklumpen würden, fein zu verteilen. Dazu werden alle festen
Bestandteile, also auch Eis, in den Siebbecher gefüllt und dann durch Schütteln mit
den Getränken vermischt.
Nachteilig bei den bekannten Schüttelbechern ist, daß sie auch bei stärksten
Schüttelbewegungen nicht in der Lage sind, Getränke, wie beispielsweise Milch,
aufzuschäumen.
Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen einfach
aufgebauten Schüttelbecher zu schaffen, der es ermöglicht, durch
Schüttelbewegungen in Längsrichtung des Schüttelbechers flüssige Lebensmittel wie
Milch aufzuschäumen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe für einen Schüttelbecher der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß der Schüttelbecher zum Aufschäumen von
flüssigen Lebensmitteln, insbesondere Molkereiprodukten wie Halbrahm und Milch,
ausgebildet ist, indem das Trennsieb im wesentlichen quer zur Hochachse des
Schüttelbechers derart angeordnet ist, daß das Gesamtvolumen des geschlossenen
Bechers vom Trennsieb im Verhältnis in etwa 2 : 1 unterteilt ist.
Diese Lösung ist einfach und hat den Vorteil, daß aufgrund der Anordnung des
Trennsiebs und der Volumenunterteilung die Herstellung von aufgeschäumter Milch
durch Schüttelbewegungen entlang der Becherachse möglich ist.
Zwar gibt es Milchaufschäumer, bei denen ein im Deckel gehaltenes feines Sieb im
Becher entlang der Hochachse an einem Stiel hin und her bewegt wird und dadurch
die Milch aufschäumt, doch sind diese Geräte nicht leicht handzuhaben. Der lange
Stiel neigt dazu, bei der Hin- und Herbewegung zu verkanten und ist starken
mechanischen Belastungen ausgesetzt. Der konstruktive Aufwand eines
beweglichen Stiels ist hoch. Für eine schnelle Schaumerzeugung kommt es darauf
an, daß der Sieb möglichst häufig und schnell durch die Trennfläche Milch/Luft
bewegt wird. Dies ist aber mit derartigen Aufschäumern nur umständlich zu
erreichen.
Um das Einfüllen und Entnehmen des Milchschaums zu vereinfachen, kann das
Gesamtvolumen des Schüttelbechers durch das Trennsieb bei geschlossenem
Becher derart unterteilt sein, daß der becherseitige Volumenteil in etwa das Doppelte
des deckelseitigen Volumenteils beträgt, da sich bei abgestelltem Schüttelbecher der
Milchschaum bzw. die Milch unter Schwerkrafteinfluß selbsttätig im größeren,
becherseitigen Volumenteil sammelt.
Vorteilhaft ist auch, wenn das Trennsieb zum selbsttätigen Abtropfen der Flüssigkeit
in den Becher ausgebildet ist, indem bei geschlossenem Becher eine äußere
Berandung des Trennsiebs näher in Richtung Becherboden als ein zentraler Bereich
des Trennsiebs angeordnet ist. Dadurch laufen Flüssigkeiten automatisch unter
Schwerkrafteinfluß vom zentralen Bereich des Trennsiebs zur äußeren Berandung
und tropfen dabei in das als Sammelvolumen dienende Bechervolumen ab. Ein
Auskratzen von restlichem Schaum im deckelseitigen Volumen bzw. im Trennsieb
nach dem Aufschäumen wird hierdurch überflüssig.
Um das Trennsieb fest im Becher zu halten und es gegen Verrutschen in Richtung
der Hochachse des Schüttelbechers zu schützen, kann in einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen sein, daß sich die äußere Berandung des
Trennsiebs bei geschlossenem Deckel zumindest abschnittsweise an der Innenwand
des Bechers abstützt.
Eine Verwendbarkeit des Schüttelbechers für eine Vielzahl von Flüssigkeiten kann
dadurch erreicht werden, daß das Trennsieb lösbar am Deckel gehalten ist. Dadurch
können weitere, für andere Flüssigkeiten als Milch geeignete Trennsiebe am Deckel
angebracht werden. Außerdem kann der Deckel durch Abnehmen des Trennsiebs
leichter gereinigt werden.
In diesem Zusammenhang kann in einer weiteren Ausgestaltung ein deckelseitiger
Abschnitt des Trennsiebs als Befestigungsabschnitt ausgebildet sein, der mit einem
entsprechenden Aufnahmeabschnitt des Deckels derart zusammenwirkt, daß das
Trennsieb auswechselbar im Deckel gehalten ist. Von Vorteil ist es hier, wenn der
Befestigungsabschnitt und der Aufnahmeabschnitt entlang der Hochachse des
Bechers angeordnet sind und wenn der Befestigungsabschnitt als Außenkonus und
der Aufnahmeabschnitt als Innenkonus ausgebildet sind. Eine derartige
Ausgestaltung des Befestigungsabschnittes und des Aufnahmeabschnittes ist leicht
herzustellen und somit kostengünstig. Speziell die Ausgestaltung als Außenkonus
und als Innenkonus bietet nach dem Auseinanderbauen leicht zu reinigende
Oberflächen.
Um das Aufschäumen heißer Getränke zu ermöglichen, kann der
Befestigungsabschnitt mit einer in Richtung der Hochachse angeordneten
Entlüftungsnut ausgebildet sein und/oder der Deckelnut mit einer, vorzugsweise im
Bereich der Hochachse angeordneten, Entlüftungsbohrung versehen sein, durch die
bei geschlossenem Becher das Bechervolumen mit der Umgebung verbunden ist.
Dadurch kann ein Volumenausgleich beim Abkühlen der Getränke stattfinden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Trennsieb mit dem Deckel
reibschlüssig verbunden sein. Eine reibschlüssige Verbindung ist leicht zu lösen und
mit geringem Aufwand zu fertigen.
Eine besonders sichere und feste Verbindung des Trennsiebs mit dem Deckel kann
durch eine formschlüssige Verbindung zwischen Trennsieb und Deckel erreicht
werden.
Um eine besonders einfache und langlebige dichtende Verbindung des Deckels mit
dem Becher zu erhalten, kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung die
Außenwandung des Deckels in ihrer Form im wesentlichen einer Innenwandung des
Bechers in einem Bereich entsprechen, in welchem sich der Deckel bei
geschlossenem Becher am Becher abstützt. Dadurch sitzen die Außenwandung des
Deckels und die Innenwandung des Bechers flächenhaft exakt aufeinander.
Von Vorteil ist es weiterhin, wenn bei geschlossenem Becher der Deckel
reibschlüssig mit dem Becher verbunden ist. Dies kann bei kegelförmigem Becher
beispielsweise durch einen entsprechend kegelförmig ausgestaltetem
Deckelabschnitt erfolgen. Derartige reibschlüssige Kegelverbindungen sind leicht
herzustellen und leicht zu reinigen.
Um in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung einen festen Sitz zwischen Deckel
und Becher zu erreichen, kann der Deckel bei geschlossenem Becher formschlüssig
mit dem Becher verbunden sein.
Um nach dem Schütteln ein selbsttätiges Herablaufen des Milchschaums entlang
des Deckels in Richtung des Bechers zu ermöglichen, kann bei geschlossenem
Becher vorteilhaft ein dem Becherboden gegenüberliegender Abschnitt des Deckels
im Bereich der Hochachse des Bechers weiter vom Becherboden beabstandet sein
als am Umfang.
Eine besonders effiziente Verwirbelung und dadurch ein schnelles Aufschäumen der
Milch kann dadurch erreicht werden, daß eine dem Becherboden gegenüberliegende
Innenwand des Deckels als Prallwand für die Milch ausgebildet ist, indem sie
paralbelförmige Kontur aufweist. Dadurch wird die aufgrund der Schüttelbewegung
auf die Prallwand auftreffende Milch stark umgelenkt, versprüht und mit der im
Deckelvolumen eingeschlossenen Luft vermischt.
Das Ablaufen der Milch unter Schwerkrafteinfluß während und nach dem Schütteln
wird auch dadurch erleichtert, daß in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung das
Trennsieb im wesentlichen kegelförmig ist.
Eine einfache Ausgestaltung des Trennsiebs ergibt sich in einer weiteren
Ausgestaltung dadurch, daß das Trennsieb im wesentlichen scheibenförmig
ausgestaltet ist. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Trennsieb mit
Öffnungen, bevorzugt mit einem Flächeninhalt zwischen 12,5 mm2 bis 28,5 mm2,
vorzugsweise um 19,6 mm2, versehen sein. Dabei können die Öffnungen eine
quadratische, kreisförmige oder anderweitige Form haben. Öffnungen dieser Größe
führen zu einem besonders raschen Aufschäumen.
Als besonders vorteilhaft haben sich kreisförmige Öffnungen mit einem Durchmesser
von 2 mm bis 3 mm, vorzugsweise von 2,5 mm, erwiesen.
In diesem Zusammenhang ist es auch von Vorteil, wenn das Trennsieb Speichen,
vorzugsweise 6 bis 12 Speichen, aufweist und/oder das Trennsieb zumindest
abschnittsweise mit einem Filter versehen ist und oder das Trennsieb mit in
Umfangsrichtung verlaufenden schlitzförmigen Öffnungen, vorzugsweise mit einer
Breite in radialer Richtung von 1,5 mm bis 4 mm versehen ist. Derartige Scheiben
eignen sich zum Aufschäumen anderer Flüssigkeiten als Milch, wie beispielsweise
Halbrahm oder Eiweiß.
Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn der Deckel aus einem Metall hergestellt ist. Auch
kann der Becher aus einem Metall hergestellt sein. Ebenso kann das Trennsieb aus
einem Metall hergestellt sein. Metall hat den Vorteil, daß der daraus hergestellte
Schüttelbecher sehr stabil, kratzfest und leicht zu reinigen ist.
In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung kann der Deckel und/oder der Becher
und/oder das Trennsieb aus einem Kunststoff hergestellt sein. Schüttelbecher aus
Kunststoff, vorzugsweise lösungsmittelresistente Kunststoffe der
Lebensmitteltechnologie wie Polypropylen, sind leicht zu verarbeiten und
kostengünstig.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auch durch einen Bechersatz gelöst, der aus
einem erfindungsgemäßen Schüttelbecher sowie mindestens einem weiteren
Trennsieb besteht. Durch einen derartigen Bechersatz können verschiedenste
Getränke aufgeschäumt werden.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zum Aufschäumen
von Milch gelöst, bei dem Milch in einen Schüttelbecher gefüllt wird und der
Schüttelbecher ein becherförmiges Unterteil und einen dichtend aufsetzbaren und
wieder abnehmbaren Deckel aufweist, wobei im geschlossenen Gefäß ein
durchlässiger Trennsieb angeordnet ist und das Trennsieb im wesentlichen quer zur
Hochachse des Gefäßes derart angeordnet ist, daß das Gesamtvolumen des
geschlossenen Gefäßes vom Trennsieb im Verhältnis 2 : 1 unterteilt ist, und zum
Aufschäumen der Milch der Becher mit Deckel und Trennsieb in Richtung der
Becherachse stoßweise hin und her geschüttelt wird, wobei die Milch aufgrund der
ständig wechselnden Beschleunigungskräfte immer wieder vom becherseitigen
Volumen in das deckelseitige Volumen und zurück durch das Trennsieb gepreßt und
dadurch mit der im Schüttelbecher eingeschlossenen Luft verwirbelt und
aufgeschäumt wird.
Im folgenden wird der Aufbau und die Funktion eines Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Schüttelbechers beispielhaft mit Hilfe von Zeichnungen
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schüttelbechers im
Längsschnitt;
Fig. 2 ein Trennsieb des Schüttelbechers der Fig. 1 vom Becherboden aus
gesehen.
Im folgenden wird der Aufbau einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Schüttelbechers anhand der Fig. 1 beschrieben.
Der Schüttelbecher 1 weist einen Becher 2, einen Deckel 3 und ein Trennsieb 4
auf. Alle Teile 2, 3 und 4 sind rotationssymmetrisch.
Der Becher 2 hat eine kreisförmige Bodenfläche 5 und eine sich von der
Bodenfläche 5 kegelstumpfartig in Richtung Becheröffnung nach oben erweiternde
Innenwand 6.
Der Becher ist aus Polypropylen gefertigt und wiegt ca. 58 g. Der Innendurchmesser
des Bechers 2 beträgt 50 mm unmittelbar über der Bodenfläche 5 und 85 mm an der
Öffnungsebene 7 des Bechers 2. Die Höhe des Bechers 2 beträgt 125 mm, die
Wandstärke des Bechers 2 beträgt 3 mm unmittelbar über der Bodenfläche 5 und 1
mm in der Öffnungsebene 7. Die Bodenstärke beträgt 2 mm.
Auf den Becher 2 ist der Deckel 3 dichtend aufgesetzt. Der flüssigkeitsdichte
Verschluß des Bechers 2 durch den Deckel 3 wird durch die kegelstumpfartige
Außenwandung 8 des Deckels 3 erreicht, deren Öffnungswinkel dem Öffnungswinkel
der Innenwand 6 des Bechers 2, und deren Außendurchmesser auf halber Höhe der
Außenwandung 8 dem Innendurchmesser der Innenwand 6 in der Öffnungsebene 7
entspricht. Dadurch berühren sich Becher 2 und Deckel 3 flächenhaft und dichten
das von ihnen umschlossene Volumen ab.
Der Deckel ist ebenfalls aus Polypropylen gefertigt und wiegt 38 g.
Die Höhe der Außenwandung 8 in Richtung der Hochachse liegt bei 33 mm. Das
Innere 9 der Außenwandung 8 ist zylinderförmig parallel zur Hochachse 10 des
Bechers ausgestaltet. Von diesem inneren Zylinderabschnitt 9 erstreckt sich der
Deckel nach innen parabelförmig weg vom Becherboden 5 und bildet so eine
Prallfläche 3' aus. Damit ist ein Abschnitt 11 des Deckels 3 im Bereich der
Hochachse 10 weiter vom Becherboden beabstandet als ein Deckelrand 12. An
diesem Abschnitt 11 ist im Deckelinneren ein sich entlang der Hochachse in
Richtung des Becherbodens 5 erstreckender, hülsenförmiger Aufnahmeabschnitt 13
zur Aufnahme des Trennsiebs 4 angeordnet.
Der Aufnahmeabschnitt 13 weist einen sich in Richtung Becherboden weitenden
Innenkonus 14 auf, in den ein entsprechender Außenkonus des
Befestigungsabschnittes 15 des Trennsiebs 4 eingeschoben ist. Der
Befestigungsabschnitt 15 ist einstückig mit dem Trennsieb 4 verbunden. Die Länge
des Außenkonus beträgt 35 mm bei einem größten Durchmesser von 6 mm und
einem kleinsten Durchmesser von 5 mm. Der Trennsieb 4 ist daher so im Deckel 3
gehalten, daß sein unterer Rand 16 in Richtung Becherboden 5 vom unteren Rand
17 des Deckels 2 beabstandet ist.
Zur Entlüftung ist der Befestigungsabschnitt über seine gesamte Länge mit einer
Längsnut 15' versehen, die sich über den Aufnahmeabschnitt 13 erstreckt. Durch
eine Bohrung 11' im Deckelabschnitt 11 ist so das deckelseitige Volumen mit der
Umgebung verbunden. Der Durchmesser der Bohrung beträgt 1,5 mm.
Über die Konusverbindung 14, 15 ist das Trennsieb 4 im Deckel reibschlüssig
gehalten. Zusätzlich ist es gegen Herausfallen beim Schütteln dadurch gesichert,
daß es sich mit seinem Rand 16 an der Innenwand 6 des Bechers 2 abstützt. Die
konische Ausgestaltung des mit Sieblöchern 18 versehenen Abschnitts des
Trennsiebs 3 ermöglicht dabei auch bei größeren Fertigungstoleranzen einen
dichten Sitz des Deckels 3 und eine axiale Sicherung des Trennsiebes 4 gegen
Herausrutschen aus der Konusverbindung 14, 15, da sich der Trennsieb leichter
beim Aufsetzen auf die Innenwand 6 verformen kann.
Die jeweiligen Mittellinien der Sieblöcher 18 verlaufen parallel zur Hochachse 10. Der
Durchmesser der Löcher beträgt 2,5 mm.
Das Trennsieb 4 ist ebenfalls aus Polypropylen gefertigt und wiegt mitsamt dem
Befestigungsabschnitt 15 ungefähr 17 g. Die Wandstärke des Trennsiebs beträgt ca.
2 mm.
Fig. 2 zeigt den Trennsieb 4 des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 vom Becherboden
5 aus gesehen.
Der Trennsieb 4 ist mit kreisrunden Öffnungen 18 versehen, die auf konzentrischen
Bohrkreisen mit der Hochachse 10 als Mittelpunkt liegen. Insgesamt sind 54
Öffnungen vorgesehen, so daß das Öffnungsverhältnis des Trennsiebs 4 bei etwa
6% (Verhältnis der Fläche der Öffnungen zur Fläche des Trennsiebs, jeweils
projiziert auf die Ebene senkrecht zur Hochachse 10) beträgt.
Im folgenden wird die Funktion des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 erläutert.
Der Becher 2 wird zunächst bis maximal zur Hälfte mit Milch aufgefüllt, dann wird der
Deckel 2, in den das für Milch geeignete Trennsieb eingesetzt ist, auf den Becher
gesetzt.
Durch starkes Hin- und Herschütteln des Bechers im wesentlichen in Richtung der
Hochachse wird die Milch immer wieder durch die Löcher 18 des Trennsiebes 4
unter Wirkung der Beschleunigungskräfte gepreßt, dadurch mit der im
Schüttelbecher eingeschlossenen Luft verwirbelt und allmählich aufgeschäumt. Die
parabelförmige Ausgestaltung des der Bodenfläche 5 gegenüberliegenden
Deckelabschnitts als Prallfläche unterstützt das Aufschäumen nochmals dadurch,
daß die aufprallende Milch aufgrund der Krümmung stark umgelenkt und zusätzlich
mit der eingeschlossenen Luft verwirbelt und versprüht wird. Außerdem ist auf diese
Weise der Deckel ergonomischer gestaltet und beim Schütteln leichter zwischen
Zeige- und Mittelfinger zu halten.
Das Entlüftungsloch 11' und die Entlüftungsnut 15' sind so klein und derart
positioniert, daß durch sie beim Schütteln keine Milch entweichen kann.
Die gesamte, eingefüllte Milch ist dann fertig aufgeschäumt, wenn sie beim Schütteln
des Bechers nicht mehr hin- und herschwappt. Nach Abstellen des Bechers fließt der
im Deckelbereich oberhalb des Trennsiebs vorhandene Milchschaum entlang der
parabelförmigen Prallfläche, entlang des Zylinderabschnitts 9 und der Innenwand 6
sowie über den Aufnahmeabschnitt 13, den Befestigungsabschnitt 15 und den
konischen Abschnitt des Trennsiebs 4 durch die Löcher 18 in den Becher 2, von wo
dann der Milchschaum abgegossen werden kann. Durch die Lücke zwischen
unterem Deckelrand 17 und dem Rand des Trennsiebs 16 können beim Abnehmen
des Deckels 3 noch eventuell im Deckelvolumen vorhandene Milchschaumreste in
den Becher abgegossen werden.
Sollte bei heiß aufgeschäumter Milch der Becher länger stehen bleiben und dadurch
als Folge der Abkühlung das Volumen der aufgeschäumten Milch abnehmen, so
kann durch das Entlüftungsloch 11' und die Entlüftungsnut 15' Luft aus der
Umgebung in das Innere des Schüttelbechers nachfließen. So kann im Inneren des
Schüttelbechers kein Unterdruck entstehen und der Deckel ist jederzeit abnehmbar.
Aufgrund der konusförmigen, flächenhaften Verbindungen zwischen Trennsieb und
Deckel sowie zwischen Deckel und Becher sind die Teile nach Gebrauch leicht
auseinander zu nehmen, halten selbst im benetzten Zustand reibschlüssig und sind
leicht zu reinigen.
Claims (32)
1. Schüttelbecher für Flüssigkeiten, mit einem becherförmigen Unterteil und mit einem
dichtend aufsetzbaren und wieder abnehmbaren Deckel, wobei im geschlossenen
Becher ein durchlässiges Trennsieb angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schüttelbecher (1) zum Aufschäumen von flüssigen Lebensmitteln, insbeson
dere Molkereiprodukten wie Halbrahm und Milch, ausgebildet ist, indem das
Trennsieb im wesentlichen quer zur Hochachse (10) des Schüttelbechers derart
angeordnet ist, daß das Gesamtvolumen des geschlossenen Bechers vom Trenn
sieb (4) im Verhältnis von etwa 2 : 1 unterteilt ist.
2. Schüttelbecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesamtvo
lumen durch das Trennsieb (4) des geschlossenen Bechers (1) derart unterteilt ist,
daß der becherseitige Volumenteil in etwa das Doppelte des deckelseitigen Volu
menteils beträgt.
3. Schüttelbecher nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennsieb (4) zum selbsttätigen Abtropfen der Flüssigkeit in den Becher
(1) ausgebildet ist, indem bei geschlossenem Becher (1) eine äußere Berandung
(16) des Trennsiebs (4) näher in Richtung Becherboden (5) als ein zentraler Be
reich des Trennsiebs (4) angeordnet ist.
4. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich die äußere Berandung (16) des Trennsiebs bei geschlossenem
Deckel (3) zumindest abschnittsweise an der Innenwand (6) des Bechers (2) ab
stützt.
5. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) lösbar am Deckel (3) gehalten ist.
6. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein deckelseitiger Abschnitt des Trennsiebs (4) als Befestigungsab
schnitt (15) ausgebildet ist, der mit einem entsprechenden Aufnahmeabschnitt (13,
14) des Deckels (3) derart zusammenwirkt, daß das Trennsieb (4) auswechselbar
im Deckel (3) gehalten ist.
7. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (15) und der Aufnahmeabschnitt (13)
entlang der Hochachse (10) des Bechers angeordnet sind.
8. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (15) einen Außenkonus und der Aufnah
meabschnitt (13) einen Innenkonus (14) aufweist.
9. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (15) mit einer in Richtung der Hochachse
verlaufenden Entlüftungsnut (15') ausgebildet ist.
10. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Deckel (2) mit einer, vorzugsweise im Bereich der Hochachse
(10) angeordneten, Entlüftungsbohrung (11') versehen ist, durch die bei geschlos
senem Becher das Bechervolumen mit der Umgebung verbunden ist.
11. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) mit dem Deckel (3) reibschlüssig verbunden ist.
12. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) mit dem Deckel (3) formschlüssig verbunden ist.
13. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Außenwandung (8) des Deckels (3) zum Abdichten des Be
chers (2) ausgebildet ist, indem die Außenwandung (8) des Deckels (3) in ihrer
Form im wesentlichen einer Innenwandung (6) des Bechers in einem Bereich ent
spricht, in welchem sich der Deckel (3) bei geschlossenem Becher (2) am Becher
(2) abstützt.
14. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei geschlossenem Becher (2) der Deckel (3) reibschlüssig mit dem
Becher verbunden ist.
15. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei geschlossenem Becher (2) der Deckel (3) formschlüssig mit dem
Becher verbunden ist.
16. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei geschlossenem Becher (2) ein dem Becherboden gegenüberlie
gender Abschnitt des Deckels (3) im Bereich der Hochachse weiter vom Becher
boden beabstandet ist als am Umfang.
17. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine dem Becherboden gegenüberliegende Innenwand (3) des
Deckels als Prallwand (3') für die Milch ausgebildet ist, indem sie eine parabelför
mige Kontur aufweist.
18. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) im wesentlichen kegelförmig ausgestaltet ist.
19. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) im wesentlichen scheibenförmig ausgestaltet ist.
20. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) mit Öffnungen (18), bevorzugt mit einem Flächen
inhalt zwischen 12,5 mm2 bis 114 mm2, vorzugsweise um 28,5 mm2, versehen ist.
21. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) mit kreisförmigen Öffnungen (18) mit einem
Durchmesser von 2 mm bis 3 mm, bevorzugt 2.5 mm, versehen ist, deren Längs
achse vorzugsweise in Richtung der Hochachse (10) verläuft.
22. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) Speichen, vorzugsweise 6 bis 12 Speichen, auf
weist.
23. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) zumindest abschnittweise mit einem Filter verse
hen ist.
24. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) mit in Umfangsrichtung verlaufenden Öffnungen,
vorzugsweise mit einer Breite in radialer Richtung von 1,5 mm bis 4 mm, versehen
ist.
25. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Deckel (3) aus einem Metall hergestellt ist.
26. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Deckel (3) aus einem Kunststoff hergestellt ist.
27. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Becher (2) aus einem Metall hergestellt ist.
28. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Becher (2) aus einem Kunststoff hergestellt ist.
29. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) aus einem Metall hergestellt ist.
30. Schüttelbecher nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trennsieb (4) aus einem Kunststoff hergestellt ist.
31. Bechersatz, bestehend aus einem Schüttelbecher nach einem der oben genannten
Ansprüche sowie mindestens einem weiteren Trennsieb.
32. Verfahren zum Aufschäumen von Milch, bei dem Milch in einen Schüttelbecher
gefüllt wird und der Schüttelbecher ein becherförmiges Unterteil und einen dichtend
aufsetzbaren und wieder abnehmbaren Deckel aufweist, wobei im geschlossenen
Gefäß ein durchlässiger Trennsieb angeordnet ist und das Trennsieb im wesentli
chen quer zur Hochachse des Gefäßes derart angeordnet ist, daß das Gesamtvo
lumen des geschlossenen Gefäßes vom Trennsieb im Verhältnis 2 : 1 unterteilt ist,
und zum Aufschäumen der Milch der Becher mit Deckel und Trennsieb in Richtung
der Becherachse stoßweise hin- und hergeschüttelt wird, wobei die Milch aufgrund
der ständig wechselnden Beschleunigungskräfte immer wieder vom becherseitigen
Volumen in das deckelseitige Volumen und zurück durch das Trennsieb gepreßt
und dadurch mit der im Schüttelbecher eingeschlossenen Luft verwirbelt und auf
geschäumt wird.
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