DE19805942C1 - Verfahren zur Verbesserung der akustischen Rückhördämpfung in Freisprecheinrichtungen - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der akustischen Rückhördämpfung in FreisprecheinrichtungenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbes
serung der akustischen Rückhördämpfung in Freisprecheinrich
tungen mit einer Pegelwaage und mehreren adaptiven Echokom
pensationsfiltern, von denen jedes ein Teilband verarbeitet.
Bei Freisprecheinrichtungen ist es unbedingt erforderlich,
die vom Lautsprecher ausgesandten und damit vom Mikrofon wie
der aufgenommenen Signale des entfernten Teilnehmers zu un
terdrücken, da sonst unangenehme Echos die Verbindung stören.
Bisher wurde zur Unterdrückung dieser Echos, also zur akusti
schen Rückhördämpfung, üblicherweise eine Pegelwaage vorgese
hen, die abhängig von der Gesprächssituation den Sende- oder
den Empfangspfad stark dämpft. Dadurch wird jedoch ein Gegen
sprechen (Voll-Duplex-Betrieb) praktisch unmöglich.
Mit der bisherigen Technik wurde bereits versucht, eine aus
reichende Rückhördämpfung trotz akzeptabler Gegensprechbe
triebseigenschaften zur Verfügung zu stellen. Hierzu wurde
zusätzlich zu der Pegelwaage eine frequenzselektive, steuer
bare Echounterdrückung vorgesehen. Diesbezüglich wird auf die
noch unveröffentlichte Patentanmeldung DE 197 14 966 der An
melderin verwiesen. Andere Verfahren sind beispielsweise im
Werbeprospekt der Firma NEC "Reflexion™ Acoustic Echo Can
celler on the µPD7701x Family", 1996, oder in der Beschrei
bung des Motorola DSP5600x Digitalprozessors (M. Knox, P. Ab
bott, C. Cox: A Highly Integrated H.320 Audiosubsystem using
the Motorola DSP5600x Digital Processor) beschrieben.
Solche Echounterdrückungsverfahren funktionieren in normalen
Räumen zufriedenstellend. Bei der Verwendung von Freisprech
einrichtungen in Kraftfahrzeugen wird die Erkennung von Ge
gensprechen - abhängig von der Innenraumakustik - deutlich
schwieriger als in Büroräumen. Insbesondere ist in Kraftfahr
zeugen die Unterscheidung von abrupten Änderungen der Innen
raumakustik, beispielsweise durch Bewegungen der Fahrzeugin
sassen, gegenüber dem Gegensprechen außerordentlich schwie
rig.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Verbes
serung der akustischen Rückhördämpfung in Freisprecheinrich
tungen anzugeben, bei dem auch in Kraftfahrzeugen eine klare
Unterscheidung zwischen Gegensprechen und abrupten Änderungen
der Innenraumakustik erkannt und bei der Steuerung der Frei
sprecheinrichtung berücksichtigt werden kann.
Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Verfahren mit den Merkma
len von Patentanspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen dieses
Verfahrens sind in den Unteransprüchen angegeben.
Nach der Erfindung ist in mindestens einem Teilband ein wei
teres adaptives Filter (Schattenfilter) geringerer Ordnung
dem adaptiven Echokompensationsfilter parallel geschaltet.
Raumänderungen können dann durch die Kombination einer Lei
stungsauswertung der beiden Restecholeistungen und einer Kor
relationsanalyse des geschätzten und des gemessenen Mikro
phonsignals detektiert werden.
Vorzugsweise können dabei mehrere unterschiedliche Abtastra
ten verwendet werden. Dadurch kann der Rechenaufwand verrin
gert werden.
Ebenso ist es bevorzugt, daß das weitere adaptive Filter eine
wesentlich geringere Ordnung aufweist.
Die Echokompensation wird vorzugsweise mittels einer Filter
bank in Frequenzteilbändern implementiert.
Vorzugsweise werden für die Adaptions- bzw. die Schrittwei
tensteuerung sowohl Leistungsauswertungen von konkurrierenden
adaptiven Filtern, als auch korrelationsbasierende Analysen
verwendet.
Ebenso ist es bevorzugt, zur Schrittweitenbestimmung Lei
stungsübertragungsfaktoren in Teilbändern zu schätzen.
Ebenso ist es bevorzugt, daß die Echokompensationsfilter
Schätzwerte für die durch sie eingebrachte Echodämpfung lie
fern, da diese Schätzwerte bevorzugt zur Steuerung der Dämp
fung der Pegelwaage verwendet werden können. Dadurch kann die
von der Pegelwaage einzubringende Dämpfung weiter reduziert
und damit die Gesprächsqualität beim Gegensprechen weiter
verbessert werden.
Zusätzlich ist es bevorzugt, die gleichzeitige Aktivität bei
der Gesprächsteilnehmer (Gegensprechen) zu detektieren. Es
ist dann beispielsweise möglich, die Gesamtdämpfung der Pe
gelwaage im Gegensprechfall zu reduzieren, um die Gegen
sprechfähigkeit (Full-Duplex-Betrieb) der Freisprecheinrich
tung weiter zu verbessern.
Die vorliegende Erfindung wird im folgenden anhand des in den
beigefügten Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 ein vereinfachtes Modell einer Freisprecheinrichtung
mit Anschluß an eine digitale Verbindung;
Fig. 2 ein vereinfachtes Blockschaltbild einer Freisprech
einrichtung;
Fig. 3 Kurven für die Dämpfungsanforderungen der Benutzer in
Abhängigkeit von der Echolaufzeit;
Fig. 4 eine Übersichtsdarstellung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens mit Schattenfilter und Korrelationsanalyse;
Fig. 5 die Steuerung der Leistungsübertragungsfaktoren in ei
ner übersichtlichen Darstellung;
Fig. 6 eine Übersichtsdarstellung zum Schattenfilteransatz.
In Fig. 1 ist ein vereinfachtes Modell einer Freisprechein
richtung 10 mit Anschluß an eine digitale Verbindung 12 dar
gestellt. Die im europäischen ISDN-Netz verwendete A-Law-
Codierung bzw. Decodierung ist in den beiden linken Blöcken
14, 16 dargestellt. Auf der rechten Seite ist das Lautspre
cher-Raum-Mikrophonsystem 18 (LRM-System) mit dem lokalen Ge
sprächsteilnehmer 20, dem Benutzer der Freisprecheinrichtung,
skizziert.
Durch die akustische Kopplung zwischen Lautsprecher und Mi
krophon kommt es zum Übersprechen über das LRM-System. Dieses
Übersprechen wird vom fernen Teilnehmer als störendes Echo
wahrgenommen. Akustische Wellen treten dabei aus dem Laut
sprecher aus und breiten sich im Raum aus. Durch Reflexion an
den Wänden und anderen sich im Raum befindlichen Gegenständen
entstehen mehrere Ausbreitungspfade, durch die unterschiedli
che Laufzeiten des Lautsprechersignals entstehen. Das Echosi
gnal am Mikrophon besteht somit aus der Überlagerung einer
Vielzahl von Echoanteilen und ggf. dem Nutzsignal n(t): dem
lokalen Sprecher.
Auch die Verbindung zwischen den Teilnehmern kann an Übergän
gen zwischen verschiedenen Übertragungssystemen Echos erzeu
gen. Die Netzbetreiber versuchen jedoch, direkt an den kriti
schen Stellen besondere Maßnahmen gegen derartige Echo quellen
zu treffen, so daß diese Echos hier außer Acht gelassen wer
den können. Auch Gabelechos, die in Telefonen mit analogem
Interface durch Fehlanpassung der Leitungsnachbildung an die
Leitungsimpedanz entstehen, können bei der Verwendung von di
gitalen Verbindungen außer Betracht gelassen werden.
In Fig. 2 ist eine Übersicht einer Freisprecheinrichtung dar
gestellt. Zentrales Element ist eine Pegelwaage 22, welche im
linken Teil der Fig. 2 dargestellt ist. Optional können zwei
Verstärkungssteuerungen 24, 26 (Automatic Gain Control = AGC)
in den Sende- und den Empfangspfad eingeschaltet werden. Die
Pegelwaage 22 garantiert die durch die ITU- bzw. ETSI-
Empfehlungen vorgeschriebenen Mindestdämpfungen, indem sie
abhängig von der Gesprächssituation Dämpfungen in den Sende- und/oder
den Empfangspfad einfügt. Bei Aktivität des fernen
Teilnehmers wird der Empfangspfad freigeschaltet und das Si
gnal des fernen Teilnehmers wird ungedämpft auf dem Lautspre
cher ausgegeben. Die bei abgeschalteten oder schlecht abge
glichenen Kompensatoren entstehenden Echos werden durch die
in den Sendepfad eingefügte Dämpfung stark verringert. Bei
Aktivität des lokalen Sprechers kehrt sich die Situation um.
Während der Empfangspfad stark bedämpft wird, fügt die Pegel
waage 22 in den Sendepfad keine Dämpfung ein und das Signal
des lokalen Sprechers wird ungedämpft übertragen. Schwieriger
wird die Steuerung der Pegelwaage 22 im Gegensprechfall. Hier
erhalten beide Pfade (und damit auch die Teilnehmersignale)
jeweils die Hälfte der einzufügenden Dämpfung oder bei nicht
optimaler Steuerung wird zumindest einer der beiden Signal
pfade gedämpft. Gegensprechen ist damit nicht oder nur einge
schränkt möglich.
Abhilfe schafft hier der Einsatz von adaptiven Echokompensa
toren 28 - dargestellt im rechten Teil der Fig. 2. Diese ver
suchen das LRM-System digital nachzubilden, um dann den Echo
anteil des fernen Teilnehmers aus dem Mikrophonsignal zu ent
fernen. Je nachdem, wie gut die Kompensatoren dies bewerk
stelligen, kann die durch die Pegelwaage 22 einzufügende Ge
samtdämpfung reduziert werden.
Die Echokompensation wurde in Frequenzteilbändern implemen
tiert, wobei die Breite der einzelnen Bänder zwischen 250 Hz
und 500 Hz bei 8 kHz Abtastrate bzw. zwischen 500 Hz und 1000
Hz bei 16 kHz Abtastrate liegt. Der Einsatz einer frequenzse
lektiven Echokompensation hat mehrere Vorteile. Zum einen
kann durch Verwendung von Unter- und Überabtastung das System
als Multiratensystem betrieben werden, wodurch sich der Si
gnalverarbeitungsaufwand verringert. Zum anderen kann durch
die Teilbandzerlegung die "Kompensationsleistung" unter
schiedlich auf die einzelnen Frequenzbereiche verteilt werden
und somit eine effektive Anpassung der "Kompensationslei
stung" an Sprachsignale erreicht werden. Weiter hat die Teil
bandverarbeitung eine dekorrelierende Wirkung, wenn die Ge
samtbandverarbeitung mit den einzelnen Teilbandsystemen ver
glichen wird. Für Sprachsignale bedeutet dies eine Erhöhung
der Konvergenzgeschwindigkeit der adaptiven Filter. Neben
diesen Vorteilen darf der Nachteil einer Teilbandverarbeitung
nicht außer Acht gelassen werden. Die Zerlegung eines Signals
in einzelne Frequenzbereiche bewirkt stets eine Laufzeit. Da
das Verfahren jedoch für Videokonferenzen bzw. in GSM-
Mobiltelefonen eingesetzt wird, sind solche Laufzeiten zuläs
sig.
In Videokonferenzsystemen wird die Laufzeit hauptsächlich von
der bildverarbeitenden Komponente bestimmt. Da im allgemeinen
versucht wird, dem lokalen Teilnehmer Bild und Ton des fernen
Teilnehmers lippensynchron aus zugeben, kann sich die Laufzeit
der akustischen Echos auf mehrere hundert Millisekunden er
höhen. In Fig. 3 sind die Ergebnisse einer Studie darge
stellt, in der versucht wurde, herauszufinden, welche Echo
dämpfung abhängig von der Laufzeit dieses Echos notwendig
ist, damit 90, 70 bzw. 50 Prozent der Befragten mit der Ge
sprächsqualität zufrieden waren.
Basierend auf dieser Studie sind bei der reinen Audiolaufzeit
von 30-40 ms (bei 8 kHz Abtastrate) lediglich 35 dB Echo
dämpfung notwendig. Bei lippensynchroner Ausstrahlung von
Bild und Ton und einer damit verbundenen Laufzeit von bei
spielsweise 300 ms erhöht sich die Anforderung auf 53 dB.
Auch in GSM-Verbindungen kann die Laufzeit mehr als 100 ms
betragen. Die Anforderungen, die an Echokompensationsverfah
ren in Videokonferenz- und GSM-Systemen gestellt werden, sind
somit höher als die Anforderungen an herkömmliche Freisprech
telefone.
Da die Echokompensatoren in ihrer Leistungsfähigkeit begrenzt
sind und derart hohe Echodämpfungen mit der zur Verfügung
stehenden Hardware nicht erreichen können, wurde ein sog.
Postfilter 30 eingeführt. Dieses wertet die Schrittweiten der
einzelnen Teilbänder zusammen mit den anderen Detektorergeb
nissen aus und filtert das Synthesefilterausgangssignal noch
mals frequenzselektiv. Da der Einstellalgorithmus des Filters
30 gemäß einem Wiener-Ansatz entworfen wurde, wird diese
Postfilterung im folgenden auch mit Wiener-Filterung bezeich
net.
Die Steuerung der Echokompensatoren erfolgt in mehreren Stu
fen. Alle leistungsbasierenden Steuereinheiten 32 arbeiten
für jeden Kompensator autonom, also unabhängig von den rest
lichen Frequenzbereichen. In Fig. 2 ist daher für jeden Kom
pensator eine eigene Adaptions- und Steuereinheit 32 skiz
ziert. Die auf Korrelationsanalysen des geschätzten und des
gemessenen Mikrophonsignals basierende Stufe der Steuerung
wird zur Gegensprechdetektion verwendet und daher in allen
Frequenzbereichen gleichermaßen ausgewertet. Eine weitere
Stufe trägt der durch die Festkommaarithmetik begrenzten Ge
nauigkeit Rechnung und steuert die Adaption in Abhängigkeit
der Aussteuerung.
Die endgültige Gegensprecherkennung erfolgt ebenfalls geson
dert mit einer eigenen Einheit, die sich sowohl auf die De
tektoren der Pegelwaage als auch auf die der Echokompensato
ren stützt. Diese Einheit veranlaßt die Pegelwaage in Gegen
sprechsituationen die einzufügende Gesamtdämpfung nochmals
(gemäß der ITU-Empfehlung G.167) zu reduzieren.
Bei der Verwendung der Freisprecheinrichtung in Kraftfahrzeu
gen wird die Erkennung von Gegensprechen - abhängig von der
Innenraumakustik - deutlich schwieriger als in Büroräumen. Im
besonderen kann mit bisherigen Verfahren nur eingeschränkt
bei einer Erhöhung der Signalleistung im Sendepfad (Signal
e(k)) zwischen Gegensprechen und abrupten Raumänderungen un
terschieden werden. Im letzteren Fall führen Bewegungen des
Fahrers (Lenkbewegungen, Gestikulieren) zu Veränderungen der
Übertragungsstrecke zwischen Lautsprecher und Mikrophon, wo
durch die Echokompensatoren nicht mehr auf den Raum abgegli
chen sind. Abhängig von der Innenraumakustik erhöht sich da
durch die Signalleistung des Rechtechos bis in Größenordnun
gen, welche bei Gegensprechen erreicht werden. Um zu vermei
den, daß in solchen Situationen der Gegensprechdetektor die
Dämpfungsabsenkung aktiviert, wurde ein sog. Schattenfilter
36 eingesetzt.
Herbei wurde einem der Echokompensatoren 34 ein zweites Fil
ter 36 mit deutlich reduzierter Ordnung - im folgenden Schat
tenfilter 36 genannt - parallel geschaltet. Dieses zweite
Filter 36 ist so bemessen, daß es lediglich den Direktschall
kompensieren kann. Bedingt durch seine verkürzte Länge und
durch seine angepaßte Steuerung kann es wesentlich schneller
adaptieren als das eigentliche Echokompensationsfilter 34.
Die Steuerung des Schattenfilters 36 basiert lediglich auf
der Anregung durch den fernen Gesprächsteilnehmer. Nach
Raumänderungen wird die Restfehlerleistung (Signal e (r)|SF (kr),
Fig. 4) des Schattenfilters 36 deutlich schneller reduziert
als die des langen Echokompensationsfilters 34. Ein Detektor
wertet die Fehlerleistungen der beiden konkurrierenden Filter
aus und veranlaßt im Fall detektierter Raumänderungen eine
schnelle Schätzung des Leistungsübertragungsfaktors zwischen
den Signalen x(k) und e(k). Bei starken Veränderungen des
Raums wird dadurch nicht mehr fehlerhaft auf Gegensprechen
erkannt und die Pegelwaage 22 unterdrückt das anstehende Re
stecho. Gleichzeitig wird die Schrittweite aller Echokompen
satoren 28 angepaßt, was zu einer schnellen Neuadaption
führt. Eine detaillierte Beschreibung folgt.
Die Unterscheidung zwischen Einzel- und Gegensprechphasen
wird durch starkes Hintergrundgeräusch in Kraftfahrzeugen (z. B.
Motor- und Windgeräusche) erschwert und ist mit den bishe
rigen Detektoren nur eingeschränkt möglich. Um dieser Randbe
dingung dennoch Sorge zu tragen, wird eine erweiterte Korre
lationsanalyse vorgestellt. Diese Analyse verwendet - im Un
terschied zu dem Stand der Technik - das geschätzte und das
gemessene Mikrophonsignal eines Teilbandes. Diese Auswahl
läßt erheblich höhere Hintergrundgeräuschpegel zu, ohne meß
bar schlechtere Ergebnisse zu liefern. Fehldetektionen bei
schlecht abgeglichenen Kompensatoren werden durch die Schat
tenfilterauswertung abgefangen.
Die Kombination dieser beiden Detektionsverfahren - das
Schattenfilter und die Korrelationsanalyse - lassen auch un
ter den erschwerten Bedingungen in Kraftfahrzeugen eine
schnelle und stabile Adaption der Echokompensatoren zu. Die
Steuerung der Restdämpfung, welche durch die Pegelwaage ein
zufügen ist, kann mit dem beschriebenen Verfahren zulässig
durchgeführt werden. Hierbei ist die Steuerung der Dämpfungs
reduktion bei Gegensprechen eingeschlossen.
Der Stand der Technik in bezug auf Schattenfilter ergibt sich
beispielsweise aus S.D. Peters: A Self-Tuning NLMS Adaptive
Filter Using Parallel Adaption, IEEE Transactions on Circuits
and Systems - II, Analog and Digital Signal Processing, Vol.
44, No. 1, Jan. 1997. Hier werden zusätzlich zum eigentlichen
adaptiven Gesamtbandfilter zwei Schattenfilter mit gleicher
Länge parallel adaptiert. Aus den beiden Fehlersignalen wird
dann die Schrittweite für das eigentliche Filter bestimmt.
Erst durch die Verwendung eines einzigen Teilbandschattenfil
ters - welches deutlich kürzer als das eigentliche Filter ist -
können Raumänderungen mit dem in dieser Erfindung vorge
schlagenen Verfahren mit sehr geringem Aufwand detektiert
werden.
Der Stand der Technik in bezug auf Korrelationsanalysen fin
det sich beispielsweise in P. Heitkämper: Ein Korrelationsmaß
zur Feststellung von Sprecheraktivitäten, 8. Aachener Kollo
quium Signaltheorie, RTWH Aachen, März 1994. Hier wird die
Korrelation zwischen dem Mikrophon- und dem Lautsprechersi
gnal ausgewertet. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht in
der mit steigendem Hintergrundgeräuschpegel ebenfalls stei
genden Anzahl an Fehldetektionen, so daß die Anwendung in
Fahrzeugen nicht oder nur eingeschränkt möglich ist.
Die für die Teilbandverarbeitung notwendige Frequenzbandana
lyse und -synthese ist als Polyphasenfilterbank implemen
tiert.
Um ein Freisprechverfahren mit einer Pegelwaage und mehreren
adaptiven Echokompensationsfiltern, von denen jeder ein Teil
band verarbeitet, auch in Kraftfahrzeugen verwenden zu kön
nen, müssen Anpassungen an die veränderten Randbedingungen
(im Vergleich zur Verwendung in "normalen" Büroräumen) vorge
nommen werden.
So ist bei Freisprechen in Kraftfahrzeugen mit deutlichen -
die Adaption störenden - Hintergrundgeräuschen (z. B. Motor-
und Fahrtwindgeräusche) zu rechnen. Weiter kann die Leistung
dieser Geräusche stark schwanken - als Beispiele können der
Betrieb bei schneller Fahrt auf der Autobahn und der Betrieb
auf einem ruhigen Parkplatz angeführt werden. Die Nachhall
zeiten von Fahrzeuginnenräumen (ca. 50-80 ms) sind im Ver
gleich zu Büroräumen deutlich geringer. Bewegungen des Fah
rers (Lenken, Gestikulieren, etc.) wirken sich damit deutlich
stärker auf die Impulsantwort des Lautsprecher-Raum-Mikro
phon-Systems (LRM-Systems) aus.
Um unter den beschriebenen Randbedingungen eine stabile Adap
tion der Echokompensatoren sowie eine entsprechende Steuerung
der Dämpfungsanforderungen an die Pegelwaage zu gewährlei
sten, wird die kombinierte Anwendung einer Korrelationsanaly
se und eines Schattenfilters vorgestellt. Das weiter unten
vorgestellte Verfahren schätzt die in Tabelle 1 aufgeführten
Größen.
Die in Tabelle 1 eingeführte Notation der Formelzeichen wird
während der gesamten Beschreibung beibehalten. Die hochge
stellten (r) bzw. die tiefgestellten r weisen auf die um den
den Faktor r reduzierte Abtastrate hin. Geglättete Größen
sind durch Überstriche gekennzeichnet. Die Auswahl einzelner
Teilbänder erfolgt durch geeignete Wahl des Parameters µ.
Um eine stabile und schnelle Adaption der Echokompensatoren
zu erreichen, werden die Teilbandechokompensatoren 28 durch
ihre Schrittweiten α (r)|µ (kr) gesteuert. Die Bestimmungsglei
chung für diese Größen lautet:
Die Größen
und
stellen dabei geglättete
Schätzwerte für die Signalleistung des fernen Teilnehmers
bzw. für die Fehlerleistung dar. Beide Schätzgrößen werden
durch nichtlineare rekursive Betragsglättungen erster Ordnung
bestimmt.
Die Zeitkonstanten βR bzw. βF sind dabei so gewählt, daß ei
nem Anstieg der Signalleistung schneller gefolgt werden kann,
als einem Abfall der Leistung. Die eigentliche Berechnung der
Schrittweiten verwendet eine DSP-spezifische Logarithmierung
bzw. Linearisierung.
Die Leistungsübertragungsfaktoren
in den einzelnen
Teilbändern werden, wenn es der Zustand der Freisprechein
richtung zuläßt, geschätzt. Die Qualität dieser Schätzungen
bestimmt nachhaltig auch die Qualität der gesamten Frei
sprecheinrichtung, entsprechend wird bei der Bestimmung die
ser Größen auch ein deutlich höherer Verfahrensaufwand be
trieben.
In Fig. 5 ist eine Übersicht zur Schätzung der Leistungsüber
tragungsfaktoren dargestellt. Grundsätzlich sollten diese
Faktoren nur bei Einzelsprechen des fernen Teilnehmers ge
schätzt werden. Wurde Einzelsprechen detektiert, so kann die
Varianz der Schätzung durch verschiedene Zeit konstanten be
einflußt werden. Sehr träge Schätzverfahren führen in sta
tionären Umgebungen zu sehr guten Ergebnissen. In diesen Fäl
len erreicht die Freisprecheinrichtung Zustände in denen sie
voll-duplex-fähig oder zumindest nahezu voll-duplex-fähig
ist, d. h. unter Einhaltung der ITU-Empfehlungen ist Gegen
sprechen ohne merkliche Bedämpfung möglich.
Ändert sich der Zustand der Freisprecheinrichtung, z. B. durch
Raumänderungen, so führen träge Schätzverfahren zu Fehldetek
tionen und es kommt zu unerwünschten Reduzierungen der Echo
dämpfung, also zu einer Verminderung der Gesprächsqualität.
Besonders kritisch ist die Unterscheidung zwischen Gegenspre
chen und Raumänderungen. Beides führt zu einem Anstieg der
Fehlerleistung. Bei Gegensprechen sollte die Schätzung der
Leistungsübertragungsfaktoren angehalten und die Gesamtdämp
fung der Pegelwaage gemäß den ITU-T- bzw. ETSI-Empfehlungen
reduziert werden. Bei Raumänderungen sollten die Leistungs
übertragungsfaktoren möglichst schnell neu geschätzt werden.
Bevor die expliziten Berechnungsformeln für die einzelnen
Übertragungsfaktoren angegeben werden, sind in den beiden
folgenden Abschnitten die beiden Detektoren, welche Raumände
rungen bzw. Gegensprechen erkennen sollen, vorgestellt. Die
kombinierte Auswertung, welche zur Bestimmung der Leistungs
übertragungsfaktoren benötigt wird, ist ebenfalls in einem
eigenen Abschnitt beschrieben.
Um Raumänderungen zu erkennen, wird im ersten Teilband - Fre
quenzbereich 250 Hz-750 Hz - dem eigentlichen adaptiven
Filter ein zweites Filter parallel geschaltet (Fig. 6). Die
ses sog. Schattenfilter ist deutlich kürzer als das herkömm
liche und ist so entworfen, daß es hauptsächlich den Direkt
schall und die ersten Reflektionen kompensieren kann. Bedingt
durch die verminderte Ordnung kann das Schattenfilter deut
lich schneller abgleichen, wenn auch nicht so weit, wie das
längere Echokompensationsfilter.
Das Schattenfilter
wird wie auch die Teilbandechokom
pensatoren
mit einem NLMS-Algorithmus
adaptiert. Durch Unterstrich sind hierbei Vektoren gekenn
zeichnet. Die Notation H steht für hermetisch - durch den
hochgestellten Stern * ist komplexe Konjugation beschrieben.
Der Vektor
geht durch entsprechende Längenkürzung aus
dem Anregungsvektor des ersten Teilbandes
hervor. An
ders als bei den Echokompensatoren erfolgt die Schrittweiten
steuerung des Schattenfilters ausschließlich normgesteuert:
Der Parameter αsf ist einstellbar und sollte etwa 1 betragen.
Die Größe Nsf ist ebenfalls einstellbar und sollte an die
Länge des Schattenfilters angepaßt werden.
Um Raumänderungen zu detektieren, werden die Fehlerleistungen
des Echokompensationsfilters und des Schattenfilters vergli
chen. Hierzu werden - wie bereits vorher eingeführt - nicht
lineare, rekursive Betragsglättungen erster Ordnung berech
net:
Der Quotient dieser beiden Schätzer
bestimmt den Detektorausgang, welcher wie folgt generiert
wird:
| Bedingung | |
| Detektionsergebnis | |
| R(r)(kr) ≧ R0 | keine Raumänderungen detektiert, |
| R0 < R(r)(kr) < R1 | schwache Raumänderungen detektiert, |
| R1 ≧ R(r)(kr) | starke Raumänderungen detektiert |
Hierbei gilt R0 < R1. Die Quotientenberechnung wird wieder
durch Verwendung der Logarithmierung bzw. Linearisierung
durchgeführt. Die Weiterverwendung der Detektionsergebnisse
ist weiter unten beschrieben.
Um Gegensprechen zu erkennen, wird die Berechnung einer nor
mierten Korrelationsschätzung zwischen dem gemessenen y (r)|1 (kr)
und dem geschätzten Mikrophonsignal (r)|1 (kr) vorgeschlagen. Zur
Vereinfachung der Berechnung wird hierbei allerdings nicht
das gesamte Signal, sondern nur der jeweilige Realteil ver
wendet. Der Korrelationskoeffizient ρ (r)|0 (kr) wird wie folgt
berechnet:
Bedingt durch die Betragsbildungen kann der Korrelationskoef
fizient einen Wertebereich von ρ (r)|0 (kr) ∈ [0. . .1] annehmen. Kleine
Werte bedeuten dabei nur geringe Korrelation zwischen den Si
gnalen, d. h. Gegensprechen; Werte nahe bei 1 weisen dagegen
auf eine hohe Korrelation, d. h. auf Einzelsprechen hin.
Die Korrelationsanalyse geht von bereits abgeglichenen Kom
pensatoren aus - die Signale y (r)|1 (kr) und (r)|1 (kr) haben dann
keine Laufzeitdifferenz. Bei schlecht abgeglichenen Kompensa
toren gilt dies nicht. Um dennoch auch hier eine Analyse zu
ermöglichen, wird die Auswertung auch für einen zeitlichen
Versatz in beide Richtungen durchgeführt. Die Korrelations
koeffizienten ρ (r)|n (kr) werden für verschiedene Werte von n be
rechnet:
Die Werte für n werden vorzugsweise einem Intervall ganzer
Zahlen entnommen, das den Wert 0 enthält. Vorzugsweise wird
ρ (r)|n (kr) für fünf Werte von n berechnet.
Zur Reduktion des Aufwands können die Summen des Zählers bzw.
des Nenners rekursiv berechnet werden. Entscheidend für den
Detektorausgang ist das Maximum über die berechneten Korrela
tionskoeffizienten
ρ (r)|max (kr) = Maxn {ρ (r)|n (kr)} (2.12)
Damit kann das Detektionskriterium wie folgt angegeben wer
den:
| Bedingung | |
| Detektionsergebnis | |
| ρmax (r)(kr) ≧ ρg | Einzelsprechen (fern) detektiert, |
| ρmax (r)(kr) < ρg | Gegensprechen detektiert |
Mit den oben beschriebenen Detektoren kann die zunächst nur
"grobe" Beschreibung (Fig. 5) der Schätzung der Leistungs
übertragungsfaktoren konkretisiert werden. Die Anregungsde
tektion des fernen Sprechers wird durch die Bedingung
abgefragt. Überschreitet die Betragsglättung einen Grenzwert,
so werden weitere Kriterien abgefragt. Im anderen Fall wird
auf ungenügende Anregung detektiert, was zu einem Anhalten
der Adaption
α (r)|µ (kr) = 0 (2.14)
und einem Beibehalten des vorherigen Übertragungsfaktor
schätzwertes
führt. Die Schwellwerte sollten an die statistischen Eigen
schaften des Eingangssignals, im besonderen an das Leistungs
dichtspektrum angepaßt werden. Sollte ausreichende Anregung
detektiert worden sein, so wird in einer zweiten Detektions
stufe die Raumänderungserkennung des Schattenfilters ausge
wertet. Sollte das Schattenfilter auf "starke" Raumänderungen
R1 ≧ R(r)(kr) (2.16)
detektieren, so wird eine nichtlineare, rekursive Glättung
erster Ordnung der Leistungsübertragungsfaktoren durchge
führt. Diese Glättung verwendet im Vergleich zu den weiter
unten durchgeführten Schätzungen die kürzesten Zeitkonstan
ten. Die Schätzwerte werden also den Momentanwerten sehr
schnell nachgeführt. Die Bestimmungsgleichung der Übertra
gungsfaktoren lautet im Fall von detektierten starken Raumän
derungen:
Die Zeitkonstante wird dabei wie folgt gesetzt:
Im Fall einer Detektion "schwacher" Raumänderungen
R0 ≦ R(r)(kr) ≦ R1 (2.19)
wird ebenfalls eine rekursive Glättung gemäß Gleichung 2.17
durchgeführt, allerdings mit den Zeitkonstanten
Im Vergleich zur Detektion starker Raumänderungen erfolgt die
Neuschätzung der Leistungsübertragungsfaktoren langsamer,
d. h. es gilt:
βR1,F < βR0,F (2.21)
βR1,F < βR0,R (2.22)
Wurden durch das Schattenfilter keine Raumänderungen detek
tiert
R0 ≦ R(r)(kr) (2.23)
so werden weitere Kriterien zur Unterscheidung von Einzel- und
Gegensprechen ausgewertet. Die erste Stufe bildet hier
die bereits erwähnte Korrelationsanalyse. Wird die Bedingung
ρmax (r)(kr) < ρg (2.24)
erfüllt, so wird auf Gegensprechen detektiert und die Über
tragungsfaktorschätzung wird angehalten, d. h.
Im Falle einer Einzelsprechdetektion durch die Korrelationsa
nalyse
ρmax (r)(kr) ≧ ρg (2.26)
wird noch ein weiterer Vergleich angestellt, um Gegensprech
situationen weitmöglichst auszuschließen. Sollte die gemesse
ne Gesamtbandfehlerleistung unter der geschätzten liegen,
wird endgültig auf Einzelsprechen erkannt. Die Bedingung
hierfür lautet:
Die zweite Stufe der Gegensprecherkennung wird mit Gesamt
bandsignalen ausgewertet. Die Größen
bzw.
werden
gemäß
mit
bestimmt. Auch bei diesen rekursiven Schätzern sind die Zeit
konstanten βGB,R und βGB,F so gewählt, daß einem Anstieg der
Signalleistung schnell gefolgt wird, einem Leistungsabfall
dagegen langsamer - d. h. βGB,F < βGB,R. Da zwischen Mikro
phon- und Fehlersignal eine Laufzeit durch die Filterbank
eingefügt ist, wird das Anregungssignal des fernen Teilneh
mers entsprechend verzögert, die Größe NAS beschreibt daher
die Länge des Analyse- bzw. Synthesefilters.
Die Berechnung des Gesamtbandleistungsübertragungsfaktors
erfolgt analog zu den Teilbandübertragungsfaktoren mit
mehreren Detektoren. Zunächst wird die Anregungsleistung des
fernen Teilnehmers überprüft - wird hier eine Schwelle nicht
überschritten, wird die alte Schätzung beibehalten. Sollte
ausreichende Anregung detektiert worden sein, wird die Feh
lerleistung des Schattenfilters ausgewertet und bei Raumände
rungsdetektion die
mit entsprechend kurzen
Zeitkonstanten durchgeführt. Erkennt der Schattenfilterdetek
tor keine Raumänderungen, wird die Korrelationsanalyse des
ersten Teilbandes als letzte Steuerungsstufe ausgewertet.
Sollte hierbei Einzelsprechen detektiert werden (Bedingung
2.26), wird eine rekursiv geglättete Schätzung durchgeführt,
ansonsten wird der alte Übertragungsfaktor beibehalten.
Durch die Konstante KGS kann auf die Varianz der in die Be
dingung 2.27 eingehenden Größen reagiert werden - sie sollte
so gewählt werden, daß nicht schon bei geringen Schwankungen
der Signalleistungen auf Gegensprechen erkannt wird. Die De
tektion sollte erst dann auf Gegensprechen erkennen, wenn die
gemessene Fehlerleistung die geschätzte Leistung um einen be
stimmten Wert überschreitet. In solchen Fällen wird die
Schätzung der Leistungsübertragungsfaktoren (Gleichung 2.17)
sehr träge durchgeführt, d. h.
Im anderen Detektionsfall - Erkennung auf Einzelsprechen -
werden die Zeitkonstanten gemäß
gesetzt. Damit sind alle möglichen Pfade der Fig. 5 mit ex
pliziten Angaben der Detektionsbedingungen versehen. Für die
einzelnen Zeitkonstanten gilt dabei:
0 < βR0,R < βR1,R < βR2,R < βR3,R < 1 (2.31)
0 < βR0,F < βR1,F < βR2,F < βR3,F < 1 (2.32)
Die Qualität der Schätzung der Teilband- und des Gesamt
bandübertragungsfaktors bestimmt nachdrücklich die Qualität
der gesamten Freisprecheinrichtung. Die Teilbandschätzwerte
sind für eine stabile und vor allem schnelle Adaption von
großer Bedeutung. Nur wenn die Echokompensatoren hohe Echo
dämpfungen erzielen, kann die Freisprecheinrichtung aus dem
Halb-Duplex-Betrieb "herausgeführt" und nahezu ohne merkliche
Dämpfung durch eine Pegelwaage arbeiten. Für den Fall starker
Raumänderungen, welcher beim Betrieb in Kraftfahrzeugen häu
figer auftritt, ist eine hohe Güte der Dämpfungsschätzung im
Gesamtband
notwendig. Mit dem hier beschriebenen
Verfahren können die gesetzten Anforderungen mit niedrigem
Rechenaufwand zufriedenstellend erfüllt werden.
Claims (10)
1. Verfahren zur Verbesserung der akustischen Rückhördämpfung
in Freisprecheinrichtungen mit einer Pegelwaage (22) und meh
reren adaptiven Echokompensationsfiltern (34), von denen je
des ein Teilband verarbeitet,
dadurch gekennzeichnet, daß
in mindestens einem Teilband ein weiteres adaptives Filter
(Schattenfilter (36)) anderer Ordnung dem adaptiven Echokom
pensationsfilter (34) parallel geschaltet ist, und Raumände
rungen anhand einer Korrelationsanalyse und einer Leistungs
auswertung des Schattenfilterausgangs erkannt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere unterschiedliche Abtastraten verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das weitere Filter (36) eine wesentlich geringere Ordnung aus
das eigentliche Echokompensationsfilter aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Echokompensationsfilter (34) mittels einer Filterbank
(28) in Frequenzteilbändern implementiert werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Steuerung der Adaption und der Schrittweite sowohl Lei
stungsauswertungen von konkurrierenden adaptiven Filtern
(34, 36) unterschiedlicher Ordnungen als auch korrelationsba
sierende Analysen verwendet werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Schrittweitenbestimmung Leistungsübertragungsfaktoren in
Teilbändern geschätzt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Echokompensationsfilter (34) Schätzwerte für die durch
sie eingebrachte Echodämpfung liefern.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schätzwerte für die Dämpfung zur Steuerung der Dämpfung
der Pegelwaage (22) verwendet werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die gleichzeitige Aktivität beider Gesprächsteilnehmer
(Gegensprechen) detektiert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gesamtdämpfung der Pegelwaage (22) im Gegensprechfall re
duziert wird.
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