DE19804764C1 - Signalgebereinrichtung - Google Patents
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Abstract
Bei einer Signalgebereinrichtung zur Steuerung eines Stellgliedes (Drosselklappe einer Brennkraftmaschine) werden die auf Signalkennlinien K1, K2 liegenden Signale elektromechanisch, optoelektrisch oder elektromagnetisch erzeugt. Die Signalkennlinien K1, K2 verlaufen parallel zueinander und haben konstanten Abstand voneinander. Damit sind Fehler der Signalgebereinrichtung leicht erkennbar.
Description
Die Erfindung betrifft eine Signalgebereinrichtung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Entwicklungen auf dem Gebiet des "elektronischen Gaspedals"
führen dazu, die komplexe Mechanik zur Umsetzung des "Fahrer
wunschs" elektronisch nachzubilden.
Dadurch erhält man mehrere Freiheitsgrade für einen Eingriff
in den Betriebsmodus des Motorsteuergerätes, wenn beispiels
weise Sicherheitsaspekte eine herausragende Bedeutung erlan
gen.
Vorzugsweise werden aus Redundanzgründen zweikanalige "Pedal
wertgeber" bzw. Signalgebereinrichtungen verwendet.
So stellen die elektrischen Signale eines zweikanaligen
"Pedalwertgebers" bzw. einer Signalgebereinrichtung die ein
zige Informationsquelle eines Motorsteuerungssystems für den
sogenannten "Fahrerwunsch" dar. Dabei ist die angeforderte
Motorleistung (Gaspedalstellung) in der Regel proportional
zum Sensorsignal bzw. den Sensorsignalen (bei zweikanaligen
Pedalwertgebern).
Die Erkennung eines fehlerhaften Signalzustandes ist wichtig
zur Validierung des Fahrerwunsches (Sicherheitsaspekte). Im
Rahmen der Überprüfung der Gebersignale muß u. a. ein Kurz
schluss an einem oder zwischen den beiden Signalkanälen si
cher erkannt werden, da sonst Fehlsteuerungen entstehen kön
nen.
Ausgehend von einem erkannten Fehlerfall werden von der Mo
torsteuerung entsprechende Sicherheitsmechanismen in Gang ge
setzt. Bei Eingriff dieser Mechanismen (z. B. Notlauf) ist ei
ne hohe Signalauflösung gewünscht.
Aus DE 40 04 086 A1 ist ein Pedalwertgeber bekannt, bei dem
die im Pedalwertgeber untergebrachten Sensoren Signale lie
fern, deren Signalkennlinien deckungsgleich steigend oder
fallend über den Betätigungswinkel verlaufen. Dabei ist der
gesamte Auflösungsbereich der Signalspannung verwendbar bei
maximaler, konstanter Auflösung. Nachteilig ist, daß eine
Kurzschlußerkennung der Signale nur mit hohem Aufwand möglich
ist.
Bei einer zweiten Variante verlaufen die zwei Signalkennlini
en mit unterschiedlicher Steigung. Dabei verwendet der eine
Signalkanal fast den gesamten Auflösungsbereich, jedoch
bleibt für den Signalkanal für das Signal mit der geringeren
Steigung nur noch ein halbierter Spannungsbereich übrig. Die
Kennlinien sind deshalb gewichtet. Der Ausfall eines Signal
kanals wirkt sich anders aus als der Ausfall des anderen Si
gnalkanals. Es müssen verschiedene Systemreaktionen vorgese
hen werden.
Aus der DE 40 04 085 A1 sind zwei über den Betätigungswinkel
gegenläufige, sich kreuzende Signalkennlinien K1 und K2 zu
entnehmen. Es ist dabei der gesamte Auflösungsbereich der Si
gnale verwendbar. Nachteilig ist, daß für beide Signale bei
einem bestimmten Betätigungswinkel (im Kreuzungspunkt) Kurz
schlüsse nur mit großem Aufwand erkennbar sind.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
eine Signalgebereinrichtung zu schaffen, deren Kanäle einen
möglichst hohen gleichmäßigen Auflösungsbereich haben und bei
denen ein Kurzschluß eines Signalkanals oder zwischen den Si
gnalkanälen leicht erkennbar ist.
Diese Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil des An
spruchs 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Signalgebereinrichtung ist die
Kurzschlußerkennung einfach und es lassen sich mehrere ver
schiedene Fehlerfälle unterscheiden, je nachdem, ob die Si
gnale oder deren Differenz vorgegebene Maximalwerte über
schreiten oder vorgegebene Minimalwerte unterschreiten.
Die Signalerzeugnung erfolgt entweder elektromechanisch durch
Potentiometer, optoelektronisch durch Optokoppler und der
gleichen, oder elektromagnetisch durch lineare Hall-Sensoren.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 ein Diagramm mit parallelen Signalkennlinien K1, K2
beider Signalkanäle mit konstanter Differenz, und
Fig. 2 zwei beschaltete Potentiometer mit Vor- und Nachwider
ständen.
Fig. 1 zeigt zwei Signalkennlinien K1 und K2 einer mit einer
Versorgungsspannung Ubat beaufschlagten Signalgebereinrich
tung (nicht dargestellt). Erfindungsgemäß sind die beiden Si
gnalkennlinien K1, K2 parallel ausgerichtet und weisen eine
konstante Differenz Off (einen definierten Offset) auf. Die
Signalerzeugnung in diesem Ausführungsbeispiel erfolgt elek
tromechanisch durch Potentiometer.
Die beiden auf den Signalkennlinien K1 und K2 liegenden, der
jeweiligen Potentiometerstellung der Signalgebereinrichtung
entsprechenden Signale wirken auf ein nicht dargestelltes
Stellglied ein.
Als Geberelemente für die Signale bzw. die Signalkennlinien
K1 und K2 dienen zwei Potentiometer mit durch die Potentiome
terabgriffe geteilten Teilwiderständen R1 und R2 gemäß Fig.
2 mit unterschiedlichen, den Offset bewirkenden Vor- bzw.
Nachwiderständen Ro bzw. R3. Die Abgriffspannungen der Poten
tiometer als Sollwerte entsprechen den auf den Signalkennli
nien K1 und K2 liegenden Signalen, deren Größen proportional
zur Drosselklappenöffnung sind.
In umgekehrter Richtung können zur Kontrolle (Soll/Ist-Ver
gleich) in gleicher Weise der Drosselklappenstellung entspre
chende Signale (Istwerte) erzeugt und der Steuer- oder Regel
vorrichtung zugeführt werden.
Es können folgende Fehlerfälle erkannt werden:
- a) das Signal auf der Signalkennlinie K1 unterschreitet eine festgelegte Minimalwertspannung, unabhängig vom Betäti gungswinkel,
- b) das Signal auf der Signalkennlinie K1 überschreitet eine festgelegte Maximalwertspannung, unabhängig vom Betäti gungswinkel,
- c) das Signal auf der Signalkennlinie K2 unterschreitet eine festgelegte Minimalwertspannung, unabhängig vom Betäti gungswinkel,
- d) das Signal auf der Signalkennlinie K2 überschreitet eine festgelegte Maximalwertspannung, unabhängig vom Betäti gungswinkel,
- e) die Differenz Off der Signalwerte auf den Signalkennlinien K1 und K2 unterschreitet einen festgelegten Minimalwert, und
- f) die Differenz Off der Signalwerte auf den Signalkennlinien K1 und K2 überschreitet einen festgelegten Maximalwert.
Welche Ursache dem einzelnen Fehler zugrunde liegt, ist von
der Art der Schaltung (Bezugspotential, massefrei u. s. w.) ab
hängig, aber eindeutig zu bestimmen.
Claims (5)
1. Signalgebereinrichtung zur Steuerung oder Regelung eines
Stellgliedes einer Brennkraftmaschine, mit mindestens zwei
Signalkanälen, deren Signale miteinander gekoppelt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Signalkennlinien (K1, K2) der beiden Signalkanäle
parallel zueinander verlaufen und eine konstante Differenz
(Off) aufweisen.
2. Signalgebereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Erzeugung der auf das Stellglied einwirken
den Signale in der Signalgebereinrichtung elektromechanisch
durch Potentiometer (R1, R2) erfolgt, deren Abgriffspannungen
der Stellung des Stellgliedes proportional sind.
3. Signalgebereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Erzeugung der auf das Stellglied einwirken
den, der Stellung des Stellgliedes proportionalen Signale in
der Signalgebereinrichtung optoelektronisch durch Optokoppler
erfolgt.
4. Signalgebereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Erzeugung der auf das Stellglied einwirken
den, der Stellung des Stellgliedes proportionalen Signale in
der Signalgebereinrichtung elektromagnetisch durch lineare
Hall-Sensoren erfolgt.
5. Signalgebereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stellung des Stellgliedes
proportionale, den Signalen der Signalgebereinrichtung ent
sprechende Kontrollsignale erzeugt und der Steuer- oder Re
gelvorrichtung zugeführt werden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998104764 DE19804764C1 (de) | 1998-02-06 | 1998-02-06 | Signalgebereinrichtung |
| PCT/DE1999/000311 WO1999040307A1 (de) | 1998-02-06 | 1999-02-04 | Signalgebereinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998104764 DE19804764C1 (de) | 1998-02-06 | 1998-02-06 | Signalgebereinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19804764C1 true DE19804764C1 (de) | 2000-03-16 |
Family
ID=7856855
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998104764 Expired - Fee Related DE19804764C1 (de) | 1998-02-06 | 1998-02-06 | Signalgebereinrichtung |
Country Status (2)
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|---|---|
| DE (1) | DE19804764C1 (de) |
| WO (1) | WO1999040307A1 (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1999040307A1 (de) | 1999-08-12 |
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