DE19803169A1 - Gewebeschlauch - Google Patents
GewebeschlauchInfo
- Publication number
- DE19803169A1 DE19803169A1 DE19803169A DE19803169A DE19803169A1 DE 19803169 A1 DE19803169 A1 DE 19803169A1 DE 19803169 A DE19803169 A DE 19803169A DE 19803169 A DE19803169 A DE 19803169A DE 19803169 A1 DE19803169 A1 DE 19803169A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fabric
- threads
- polyester
- thread
- woven
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D11/00—Double or multi-ply fabrics not otherwise provided for
- D03D11/02—Fabrics formed with pockets, tubes, loops, folds, tucks or flaps
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D1/00—Woven fabrics designed to make specified articles
- D03D1/0035—Protective fabrics
- D03D1/0043—Protective fabrics for elongated members, i.e. sleeves
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D3/00—Woven fabrics characterised by their shape
- D03D3/02—Tubular fabrics
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L—PIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L11/00—Hoses, i.e. flexible pipes
- F16L11/02—Hoses, i.e. flexible pipes made of fibres or threads, e.g. of textile
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Woven Fabrics (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Gewebeschlauchs aus
hochfesten Fäden, z. B. aus Polyester oder Polyamid, sowie einen nach diesem
Verfahren hergestellten Gewebeschlauch.
Neben der Herstellung von Gewebeschläuchen auf Rundwebmaschinen oder dem
Umschlagen einer einfachen Gewebebahn mit anschließendem Vernähen der überein
anderliegenden Kanten werden Gewebeschläuche im großen Umfang durch Weben
eines Doppelgewebes hergestellt, dessen seitliche Kantenbereiche zur Bildung des
geschlossenen Schlauches miteinander verwebt sind. Dies geschieht auf einfache
Weise dadurch, daß Schußfäden in Fächer eingetragen werden, die im mittleren
Doppelgewebe-Bereich einerseits nur durch die Kettfäden des Obergewebes und
andererseits nur durch die Kettfäden des Untergewebes gebildet werden. Lediglich in
den Kantenbereichen des Gewebes werden sämtliche Kettfäden zur Fachbildung
verwendet, so daß beide Gewebelagen fest miteinander verwebt sind.
Vorzugsweise werden die seitlichen Enden der Schußfäden außerhalb des letzten
Kettfadens des seitlichen Kantenbereichs umgeschlagen und von außen nach innen
noch einmal mit einigen Kettfäden des Kantenbereichs verwebt. Durch dieses
doppelte Verweben wird erstens eine saubere Webkante gebildet, ohne daß freie
Fadenenden seitlich abstehen, und zweitens die Dichtigkeit des Gewebes im Kanten
bereich erhöht. Die erhöhte Dichtigkeit, die aufgrund der Verwebung der Schußfä
den beider Gewebelagen schon ohne Umschlagen der Schußfäden recht hoch ist,
gewährleistet einen guten Halt der Schußfäden in den Gewebekanten und eine hohe
Festigkeit der verwebten Kantenbereiche gegen Aufreißen.
Wird ein auf diese Weise gebildeter Schlauch beispielsweise durch eine Befüllung
mit einem Schüttgut auf Dehnung beansprucht, werden die Schußfäden der verweb
ten Kantenbereiche auseinandergezogen und die Kettfäden der verwebten Kantenbe
reiche von dem Schlauch ausgehend zur Außenseite der verwebten Kantenbereiche
verschoben. Durch das Zusammenschieben der Kettfäden erhöht sich der Druck
zwischen Kett- und Schußfäden. Zudem findet eine Längung und Dehnung der
Schußfäden statt, welche durch das Zusammenschieben eine gleiche Anzahl von
Kettfäden auf einer kürzeren Strecke umwinden müssen. Da die hochfesten Fäden -
bevorzugt werden Polyesterfäden mit einer Reißfestigkeit von mindestens 50 cN/tex
zur Herstellung des Schlauches verwandt - eine recht harte und spröde Struktur
aufweisen und in der Regel nur begrenzt dehnbar sind, besteht durch die Dehnungs
belastung des Schlauches die Gefahr einer Zerstörung des Gewebes im Kantenbe
reich. In der Regel ist die Anzahl der Kettfäden größer als die der Schußfäden im
Kantenbereich, so daß meist die Schußfäden zerstört werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines Gewebeschlauches
aus einem Doppelgewebe derart weiterzubilden, daß die Haltbarkeit der Kantenberei
che erhöht wird, sowie einen nach diesem Verfahren hergestellten Gewebeschlauch
zur Verfügung zu stellen.
Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens dadurch gelöst, daß zur Bildung der
seitlichen Kantenbereiche zumindest teilweise Kettfäden verwendet werden, die eine
Polymer-Ummantelung aus weichem Material, z. B. PVC, Polyurethan oder Poly
ethylen, aufweisen. Durch derartige mit weichem Polymer ummantelte Kettfäden im
Bereich der seitlichen Kanten ist auch das erfindungsgemäße Gewebe gemäß
Anspruch 3 gekennzeichnet.
Ein "weiches" Polymer wie PVC, Polyurethan oder Polyethylen weist im Vergleich
zu den hochfesten Fäden eine gesteigerte Verformbarkeit auf, die entweder als
elastische Verformung oder als plastische Verformung auftreten kann. Durch die
Ummantelung wird verhindert, daß bei einer Dehnung zwischen den Schußfäden und
den Kettfäden eine extrem hohe Flächenpressung auftritt. Wogegen bei gleichartigen
und gleichfesten Fäden in Schuß und Kette nur ein geringes Nachgeben der Kettfäden
erfolgt und die Schußfäden stark beansprucht und gedehnt werden, ist es bei Ver
wendung weich ummantelter Kettfäden möglich, daß die Schußfäden in das Umman
telungsmaterial eindringen. Durch das Eindringen der Schußfäden in das Ummante
lungsmaterial wird einerseits die Flächenpressung herabgesetzt und andererseits die
Dehnung der Schußfäden beim Aufziehen (Dehnen in Umfangsrichtung) des Schlau
ches herabgesetzt. Darüber hinaus entsteht durch das Eindringen der Schußfäden in
das Ummantelungsmaterial der Kettfäden ein besserer Formschluß zwischen Kett-
und Schußfäden, der die Haltbarkeit der seitlichen Kantenbereiche zusätzlich erhöht.
Der Formschluß kann dadurch erhöht werden, wenn die seitlichen Enden der
Schußfäden umgeschlagen und von außen nach innen mit mehreren Kettfäden des
Kantenbereichs verwebt werden. Durch die hierdurch auftretende Erhöhung der
Dichtigkeit des Gewebes im Kantenbereich wird auch die Spannung der Schußfäden
im Kantenbereich und die Eindringtiefe der Schußfäden in die Ummantelung der
Kettfäden gesteigert.
Es kann ausreichend sein, nur für jeden zweiten Kettfaden einen ummantelten Faden
zu verwenden. Vorzugsweise werden in dem seitlichen Kantenbereich ausschließlich
ummantelte Kettfäden verwendet.
Die obere und untere Gewebelage des Doppelgewebes - wie auch dessen seitliche
Kantenbereiche - sind vorzugsweise in einfacher Leinwandbindung hergestellt. Die
Erfindung ist jedoch nicht auf diese Bindungsart beschränkt und kann auf beliebige
Bindungsarten angewendet werden. Auch ist die Erfindung nicht auf die Verwendung
von Kunststoff-Fäden und Kunststoff-Ummantelungen beschränkt, auch wenn
bevorzugt Kunststoffmaterialien eingesetzt werden.
Festigkeitsuntersuchungen des erfindungsgemäßen Gewebeschlauchs haben ergeben,
daß dieser im verwebten Kantenbereich eine Festigkeit von nahezu 50% der Reißfe
stigkeit in Schußrichtung aufweist. Dieser Wert konnte bisher nur durch Rundweben
oder einen zusätzlichen Arbeitsschritt des Vernähens der Kantenbereiche erreicht
werden.
Besonders zweckmäßig für die Bildung der Kettfäden in den Kantenbereichen des
erfindungsgemäßen Gewebeschlauchs ist ein ummantelter Faden mit einer Fadenseele
aus Polyester mit einem Titer von 1100 dTex. Der Außendurchmesser der vorzugs
weise aus PVC bestehenden Ummantelung des Fadens sollte mindestens dem
Zweifachen des Durchmessers des ummantelten Fadens entsprechen, damit eine
ausreichende Verformbarkeit der Ummantelung gewährleistet ist.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung eines Gewebeschlauchs aus hochfesten Fäden, z. B.
Polyester- oder Polyamidfaden, bei dem ein Doppelgewebe gewebt wird und die
beiden seitlichen Kantenbereiche des Doppelgewebes zur Bildung eines geschlosse
nen Schlauches miteinander verwebt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Bildung der seitlichen Kantenbereiche zumindest teilweise Kettfäden verwendet
werden, die eine Polymer-Ummantelung aus weichem Material, z. B. aus PVC,
Polyurethan oder Polyethylen, aufweisen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Enden
der Schußfäden umgeschlagen und mit mehreren der Kettfäden des Kantenbereichs
von außen nach innen verwebt werden.
3. Gewebeschlauch aus hochfesten Fäden, insbesondere Polyesterfäden, bestehend
aus einem Doppelgewebe, dessen zwei seitliche Kantenbereiche zur Bildung eines
geschlossenen Schlauches miteinander verwebt sind, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest ein Teil der Kettfäden der seitlichen Kantenbereiche eine Polymer-
Ummantelung aus weichem Material, wie z. B. PVC, Polyurethan oder Polyethylen,
aufweist.
4. Gewebeschlauch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen
Enden der Schußfäden umgeschlagen und von außen nach innen mit mehreren
Kettfäden des Kantenbereichs verwebt sind.
5. Gewebeschlauch nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
hochfeste Fadenmaterial eine Reißfestigkeit von mindestens 50 cN/tex aufweist.
6. Gewebeschlauch nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die ummantelten Fäden eine Fadenseele aus Polyester mit einem Titer von 1100
dTex aufweisen.
7. Gewebeschlauch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Außen
durchmesser der Ummantelung des Fadens mindestens dem Zweifachen des Durch
messers des ummantelten Fadens entspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803169A DE19803169A1 (de) | 1998-01-28 | 1998-01-28 | Gewebeschlauch |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803169A DE19803169A1 (de) | 1998-01-28 | 1998-01-28 | Gewebeschlauch |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19803169A1 true DE19803169A1 (de) | 1999-07-29 |
Family
ID=7855874
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803169A Withdrawn DE19803169A1 (de) | 1998-01-28 | 1998-01-28 | Gewebeschlauch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19803169A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002014589A1 (en) * | 2000-08-11 | 2002-02-21 | Tecnotexil S.R.L. | Protective sheath for flexible tubes |
-
1998
- 1998-01-28 DE DE19803169A patent/DE19803169A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002014589A1 (en) * | 2000-08-11 | 2002-02-21 | Tecnotexil S.R.L. | Protective sheath for flexible tubes |
| US6777051B1 (en) | 2000-08-11 | 2004-08-17 | Giacoma Ezio Mazzer | Protective sheath for flexible tubes |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE10245503A1 (de) | Gittergewebe | |
| EP2152946B1 (de) | Verfahren zum herstellen eines gewebes und hierbei hergestelltes gewebe | |
| DE1561662A1 (de) | Papiermaschinenlangsieb | |
| DE19633544C2 (de) | Hydraulik-Druckschlauch | |
| DE69309594T2 (de) | Riemen | |
| DE69205325T2 (de) | Zahnriemen. | |
| EP0964090A2 (de) | Reinigungstuch | |
| DE69803563T2 (de) | Herstellungsverfahren von einem verstärkungsgewebe für treibriemen | |
| EP2019159B1 (de) | Raffrolloband | |
| EP1827333B1 (de) | Material zur herstellung eines stützverbandes | |
| DE60103207T2 (de) | Schlauch, insbesondere für Wasseranwendungen | |
| EP2821453B1 (de) | Klebeband | |
| DE19803169A1 (de) | Gewebeschlauch | |
| DE102014107312A1 (de) | Klebeband | |
| WO2020094260A1 (de) | Gewebe, insbesondere zur verwendung als sicht- und/oder blendschutz, und verfahren zur herstellung eines erfindungsgemässen gewebes | |
| DE2735495A1 (de) | Kunststoffbeschichtetes gewebe und verfahren zu seiner herstellung | |
| AT409499B (de) | Seidengewebe | |
| DE102014010038A1 (de) | Flächengefüge, Scharnier und Abdeckung mit einem derartigen Flächengefüge | |
| DE3706642C2 (de) | Wärmerückstellbarer Gegenstand | |
| DE10211667A1 (de) | Textiles Glas-/PTFE-Gewebe | |
| DE10033210B4 (de) | Material zur Herstellung eines Stützverbandes und Verfahren zur Herstellung des Materials | |
| EP3810838B1 (de) | Bespannung für eine maschine zur herstellung von faserzement-bauteilen und herstellverfahren für eine solche bespannung | |
| DE202018003229U1 (de) | Biegsames Kederband mit einer gewebten Kederfahne und einem Keder in Form einer geflochtenen, durch einen Hilfsfaden angebundenen Kederschnur | |
| DE10066455B4 (de) | Material zur Herstellung eines Stützverbandes und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE1535458C (de) | Papiermaschinengewebe |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |